Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

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Taiwa
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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby Taiwa » Sun Apr 17, 2016 6:59 pm

Liebe Catchy,
mache dir keinen SAtress, wenn du mal nicht sofort zum antworten kommst. Bin auch am Wochenende viel unterwegs und gerade erst nach einem langen Tag wieder nach hause gekommmen.
Die erste Teilantwort habe ich soeben mit genuss gelesen. Du hast wirklich eine wundervolle Art die Dinge zu beschreiben und es mach irre Freude es zu lesen.
Lass dir ruhig ein wenig mit der offenen Aufgabe Zeit, denn das sacken der Beobachtungen ist in diesem Fall immer sehr wichtig. Werde heute Abend auch nicht mehr dazu kommen, nochmal rein zu schauen und dir Morgen aus dem Büro wieder antworten.

Wünsche viel Freude bei der Aufgabe und freue mich auf deine Beobachtungen dazu.
Liebe Grüße, Taiwa _/\_
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CATCHY-12345678
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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby CATCHY-12345678 » Mon Apr 18, 2016 12:26 pm

...oder auch etwas längere Pause....

Guten Morgen!
Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?
Da sind viele Bilder. Die ständig kommen und alles kommentieren. Wenn es eine Empfindung gibt dann wird sofort mit Wort und Bild kommentiert ...aber ich versuche es...In der reinen Empfindung gibt es keine Größe! Mit Augen zu ist das leichter festzustellen. Es gibt so Schauer, Kribbeln, Druck,...ehrlich gesagt fällt es mir sehr schwer Worte für die Sinnesempfindungen zu erfinden...
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?
Also mit "alle in 15 Minuten" ist leider nix geworden ich.. ich brauch allein hierfür so lange. Nein es lässt sich kein Gewicht feststellen...das ist wie ein Konzept...es sind die ganze Zeit Empfindungen da. das schon, aber Gewicht ist...also wenn ich die Augen schließe oder die Augen leicht geöffnet habe und dann frage ich " Gibt es Gewicht?" ist das ungefähr so als würde man einen Stein fragen: sprechen sie deutsch? Warum sollte er das tun? Das klingt jetzt ein bisschen krass und ich bin selbst etwas erschrocken aber so kommt es mir vor.
Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Ich schließe die Augen und da ist das Bild meines Pullis, den Händen auf der Tastatur als Antwort..wie ein Echo! und jetzt der Gedanke ja muss so sein den beim Atmen, dieses auf und ab reibt ja an den Klamotten...(Minuten oder eine Ewigkeit später;-) puh das war eine ganz schöne Reise grade ,ohne das sich irgendwer bewegt hat...Also erst waren da unendlich viele Bilder dann habe ich mich gefragt ob das, was ich empfinde nicht auch eine andere Form haben könnte...ich hab mir einen winzigen Körper vorgestellt ein bisschen wie eine Flasche und es hätte auch gepasst...dann irgendwann kam garnichts mehr dann waren alle Bilder weg und es war das pure Empfinden..und dann waren da Gedanken wie: "Wow jetzt wird's aber schwindlig" ...und "was geht jetzt Ab" und "keine Angst""ja alles ist gut so" und "DAS ist es"und und und aber die Gedanken waren eher so im Hintergrund.und es gab keine Form. Als ich die Augen aufgemacht habe,, ist es so geblieben..noch eine Weile.
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Ich mache jetzt das mal mit offenen Augen. Wieder dauert es eine ganze Weile. Ich erinnere mich an ein Erlebnis in der frühen Kindheit, wo ich in der Nacht wach wurde im Bett meiner Eltern und am Morgen habe ich ihnen erzählt ich wäre über dem Bett geschwebt und hätte alles von oben gesehen...ich frage mich bis heute was genau das war...ich war mir so sicher dass es kein reiner Traum war, sondern ein Erlebnis...jetzt wird mir das irgendwie klar. Die pure Empfindung kennt keine Grenze. Es lässt sich keine Grenze zwischen Körper und Kleidung spüren!
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und dem Stuhl?
Nur als Gedanken in Bildform hauptsächlich. Verschiedene Perspektiven, hauptsächlich die die erscheint wenn ich an mir herabblicke, aber auch Bilder die ganz und garnicht gesehen werden können, wie der Rücken an der Stuhllehne lent und das alles mal mehr fabig , mal wie ein Negativ, mal aus Neonfarben was so an Effekten kommt wenn man die Augen schließt...und es dauert wieder sehr lange, obwohl es davor doch schon so klar war..
Wieviel Zehen hast du?
Ich habe keine Ahnung. Erst ist da ein Bild von vielen Zehen dann von einem einzigen Durchgehenden...dann verschwimmt alles...es lässt sich überhaupt nichts feststellen was dieses Bild von Zehen als Empfindung widerspiegelt!

Code: Select all

Bist du männlich oder weiblich
?

Oh diese Frage kenne ich schon und sie hatte damals einen sehr starken Effekt. Also nochmal nachschauen:
männlich oder weiblich...also tatsächlich hat sich die Aufmerksamkeit auf das Geschlechtsorgan gerichtet und da waren einfach Empfindungen,,kribbeln kitzeln usw. ob männlich oder weiblich das lässt sich durch die pure Empfindung nicht ausmachen...wie sollte die Empfindung das entscheiden sie kennt ja keine Worte ...das sind Gedanken! Auch wieder Bilder und Wörter...allein schon das es sich bei dem Gefühl um diesen Ort handelt an dem es aus zu machen ist, ist eine bildliche Vorstellung...ich schaue nochmal: Es ist nicht möglich das zu spüren!
Hast du einen Namen?
Der Name ist en Wort und nur als Gedanke da. Empfinden kann man den Namen nicht. Es gibt kein Wort dass das hier beschreibt. Er ist völlig austauschbar bzw. unreal, nicht von Bedeutung, keine Erfahrung!
Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau?
Auch wenn die Augen geschlossen sind findet Sehen die ganze Zeit statt. Auch wenn es ganz ruhig ist m Zimmer findet Hören die ganze Zeit statt (auch mit Oropax--was ich von anderen Situationen weiß--also vllt gerade geflunkert ist). Auch wenn ich mich nicht bewege finden Körperempfindungen die ganze Zeit statt. Jetzt kam der Gedanke, dass der Unterschied zwischen außen und innen ist, dass es für die inneren Erfahrungen viel weniger Worte gibt, nein es ist meine Erfahrung dass wenn ich das sehe was ich bei geschlossenen Augen sehe, die Gedanken sehr ungenaue Beschreibungen dessen was da wirklich ist, liefern. Genau wie bei den Empfindung...beides verändert und bewegt sich am laufenden Band...während die Gedanken nur ein oder zwei Worte liefern und dann verstummen..und außen sind es eben ein paar Worte mehr,,. Also gut da ist also die These da, mit geschlossen Augen ist es inneres sehen und mit geöffneten ist es außen....aber ja! von was genau ist es innen? Augen zu-Augen auf-Augen zu-Augen auf ...beides ist außen und beides ist innen! AHH! ..ich geh mal zur nächsten Aufgabe über...
Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?
ohje! so schnell komm ich da wohl nicht raus;-)

Okay also da ist die Vorstellung dass es irgendetwas gibt, dass die Augen von innen sieht und dann wenn sich die Augen öffnen was dann durch die Fenster hinaus in das Außen schaut....das ist finde ich sehr interessant...da ist sie die versteckte Vorstellung...nach all den Übungen...okay! Augen zu: Sehen ist da als Erlebnis! Augen auf: Sehen ist da als Erlebnis! Der Der sieht ist nicht zu finden...aber das reicht mir noch nicht! .....

..Jetzt lese ich gerade deine "Mach dir keinen Stress...mail..die kommt vielleicht im genau richtigen Augenblick...sitze jetzt seit zwei Stunden hier ohne gefrühstückt zu haben...

JA ich lass das erstmal sacken und gehe dann nochmals auf diese ungeheure Frage ein!
Liebe Grüße

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Taiwa
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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby Taiwa » Mon Apr 18, 2016 2:02 pm

Hallo Catchy,
es ist mir eine Freude deine Antworten zu lesen und ich spüre förmlich, wie du in den Aufgaben wächst. Ich versuche mal mit ein paar kurzen Worte auf deine Antworten einzugehen und es bleibst spannen :-)
Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?

...ehrlich gesagt fällt es mir sehr schwer Worte für die Sinnesempfindungen zu erfinden...
Richtig erkannt, nicht alles ist in Worte zu kleiden.
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?

" Gibt es Gewicht?" ist das ungefähr so als würde man einen Stein fragen: sprechen sie deutsch? Warum sollte er das tun? Das klingt jetzt ein bisschen krass und ich bin selbst etwas erschrocken aber so kommt es mir vor.
Das hast du sehr schön beschrieben. Also ist auch ein Gewicht nicht mit der direkten Beobachtung (ohne Waage) zu messen.
Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?

...ich hab mir einen winzigen Körper vorgestellt ein bisschen wie eine Flasche und es hätte auch gepasst...dann irgendwann kam gar nichts mehr dann waren alle Bilder weg und es war das pure Empfinden..und dann waren da Gedanken wie: "Wow jetzt wird's aber schwindlig" ...und "was geht jetzt Ab" und "keine Angst""ja alles ist gut so" und "DAS ist es"und und und aber die Gedanken waren eher so im Hintergrund.und es gab keine Form. Als ich die Augen aufgemacht habe,, ist es so geblieben..noch eine Weile.
Sehr gut beobachtet. Hier versuchen die Gedanken die Empfindung zu begründen.


Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?

Ich mache jetzt das mal mit offenen Augen. Wieder dauert es eine ganze Weile. Ich erinnere mich an ein Erlebnis in der frühen Kindheit, wo ich in der Nacht wach wurde im Bett meiner Eltern und am Morgen habe ich ihnen erzählt ich wäre über dem Bett geschwebt und hätte alles von oben gesehen...ich frage mich bis heute was genau das war...ich war mir so sicher dass es kein reiner Traum war, sondern ein Erlebnis...jetzt wird mir das irgendwie klar. Die pure Empfindung kennt keine Grenze. Es lässt sich keine Grenze zwischen Körper und Kleidung spüren!
Ein interessantes Erlebnis. Wenn wir den Empfindungen den Raum lassen, ohne sie durch unsere Gedanken zu zustellen (ihnen durch die Gedanken ein Ergebnis vorzugaukeln), dann kann ungewohntes passieren.
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und dem Stuhl?

Nur als Gedanken in Bildform hauptsächlich. Verschiedene Perspektiven, hauptsächlich die die erscheint wenn ich an mir herabblicke, aber auch Bilder die ganz und gar nicht gesehen werden können, wie der Rücken an der Stuhllehne lehnt und das alles mal mehr farbig , mal wie ein Negativ, mal aus Neonfarben was so an Effekten kommt wenn man die Augen schließt...und es dauert wieder sehr lange, obwohl es davor doch schon so klar war..
Interessante Sichtweise mit den Farben.
Wieviel Zehen hast du?

Ich habe keine Ahnung. Erst ist da ein Bild von vielen Zehen dann von einem einzigen Durchgehenden...dann verschwimmt alles...es lässt sich überhaupt nichts feststellen was dieses Bild von Zehen als Empfindung widerspiegelt!
Wie du wieder bemerkt hast, war da zuerst ein Bild von vielen Zehen, was daran liegt, dass unsere Gedanken sofort auf erlerntes zurückgreifen oder für alles eine Geschichte erfinden.
Bist du männlich oder weiblich?

Es ist nicht möglich das zu spüren!
Genau, wie auch :-)
Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau?
Diese Frage hast du sehr schön bearbeitet, bis du mit einem „AHH! ..ich geh mal zur nächsten Aufgabe über...“ beendet hast :-)
Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?

ohje! so schnell komm ich da wohl nicht raus ;-)
Okay also da ist die Vorstellung dass es irgendetwas gibt, dass die Augen von innen sieht und dann wenn sich die Augen öffnen was dann durch die Fenster hinaus in das Außen schaut....das ist finde ich sehr interessant...da ist sie die versteckte Vorstellung...nach all den Übungen...okay! Augen zu: Sehen ist da als Erlebnis! Augen auf: Sehen ist da als Erlebnis! Der Der sieht ist nicht zu finden...aber das reicht mir noch nicht! .....
Wunderbar.
..Jetzt lese ich gerade deine "Mach dir keinen Stress...mail..die kommt vielleicht im genau richtigen Augenblick...sitze jetzt seit zwei Stunden hier ohne gefrühstückt zu haben...
Es ist wunderbar, wie du an die Fragen heran gehst und aus den geschätzten 15 Minuten glatt zwei Stunden gemacht hast. Ja, mein Tipp keinen Stress daraus werden zu lassen, ist manchmal hilfreich. Frühstücken auch :-)

Du solltest aber jetzt mit dieser Aufgabe, welche du so wunderbar bearbeitet hast, langsam zum Ende kommen. Alles was du beobachten kannst, hast du beobachtet. Du hast bemerkt, dass du nicht für alles Worte hast. Das die Gedanken oft Geschichten vor die Wirklichkeit stellen. Das selbst die Körpergrenzen oder ein Gewicht nicht erkennbar ist und wir Hilfsmittel benötigen um es zu beschreiben. Das es weder ein innen, noch ein außen gibt und du nicht einmal weist, ob du männlich oder weiblich bist, wenn da kein Schild dran hängt (oder du einen Spiegel hast). Ähnlich wie dem Wind, bei dem wir auch nicht feststellen können ob er männlich oder weiblich ist und wo er anfängt und endet.
Wir konstruieren ein Leben lang Erklärungen, Bilder, Geschichten zusammen, statt es einfach so zu sehen wie es ist.

Versuche einmal bei dem schönen Wetter heute, eine Aufgabe draußen zu bearbeiten. Lass dir wieder genügend Zeit dabei, denn alles muss „sacken“ können und ich warte liebend gern. Wenn es heute nicht geht, mache es bitte morgen. Es Eilt nicht.

Deine neue Aufgabe:
Gehe in einen Park oder in die Natur und nimm dir Zeit zu schauen. Achte auf die Bewegung der Bäume, Sträucher, Pflanzen, Wolken...
Sieh, wie sich alles bewegt.

Was bewegt das alles? Gibt es etwas, was das Wetter macht? Gibt es etwas, was macht, dass die Pflanzen wachsen? Was macht, dass die Wolken ziehen und der Wind sich bewegt? Sitzt irgendwo ein Generalmanager, der das alles bewegt?

Richte die Aufmerksamkeit auf die Körperempfindungen. Beobachte, wie auch sie sich bewegen wie alles andere auch. Sieh wie Gedanken Teil derselben einen Bewegung sind.

Gibt es irgendetwas, was von allem anderen getrennt ist?

Gibt es dich, außerhalb des Lebens, das Leben betrachtend? Bist du von der Natur getrennt? Wo ist die Trennlinie, die dich vom Leben selbst trennt? Wo ist die Grenze zwischen hier und dort?

Ich freue mich auf deine Beobachtungen und wünsche viel Freude beim Erkunden.
Liebe Grüße, Taiwa _/\_
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CATCHY-12345678
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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby CATCHY-12345678 » Wed Apr 20, 2016 1:36 pm

Hallo Taiwa,

war gestern den ganzen Tag im Park. Ich hatte mir die Fragen auf einen Zettel geschrieben! Und bin Sie bis zu Frage 6 durchgegangen, dann konnte ich nicht mehr und wusste keine Antwort wo ich dachte "aha ja so lässt es sich sagen". Deshalb habe ich dir gestern nichts geschickt. Und es waren Gedanken da wie "Nein das ist es noch nicht" ....und wenn dann mache ich es bis zu Ende"...was vllt auch nur n ziemlich überflüssiger Gedanke ist
Jetzt schlage ich vor..dass ich dir einfach mal die Antworten abtippe die ich gestern im Park notiert habe...ich schreibe dann immer gestern...aber ich möchte die ganzen Fragen gerne live von meiner Küche aus, von wo man übrigens auch immerhin einen Baum sehen kann, nochmal überprüfen und nochmal neu antworten: ich schreibe dann immer "jetzt:" So scheint es mir am sinnvollsten. Vielleicht brauch ich einfach noch mehr Sicherheit dass dass wirklich so stimmt, wie ich es sehen kann.

1
Was bewegt das alles?
gestern:Alles ist in Bewegung. Der Auslöser ist nicht aus zu machen. Wenn die Bewegung schneller werden und es kühler wird, wird es auch lauter.
jetzt: Der "WIND" sagen die Gedanken laut! "Stell dich nicht dumm", "du weißt das es der Wind tut" Okay! und wie ist wenn einfach als Erfahrung? Niemand. Es bewegt sich einfach!Es flackert und zittert und schwankt...das ist das was gesehen werden kann.. Es gibt Niemanden der es bewegt.

2
Gibt es etwas, was das Wetter macht?
gestern: Nein. Das ist einfach da kein Zweifel. Wie strak der Wind ist. Die Wolken. Tag und Nacht. Wenn ich all das anschaue, das grüne,bewegliche Zeug da-es ist alles das da-völlig real-aber es gibt Niemanden der es macht.
jetzt: Da sind Wolken die sich langsam bewegen. Da ist Licht. Da ist Bewegung. Dann wird der Himmel und der Baum und die Häuser plötzlich dunkel. Nichts sonst passiert

3
Gibt es etwas, was macht, dass die Pflanzen wachsen?
gestern: Wie soll ich das in der Erfahrung überprüfen?
heute: ich schaue auf die Kastanienblüten und stelle die Frage mal so: Gibt es jemanden der all das gemacht hat? und sage: Ich kann niemanden finden, außer die Sachen selbst! WER hat das Wasser gemacht das ich gerade trinke? Es ist einfach da! Wer hat die Hände gemacht? Sie sind da! Wer hat das Glas gemacht? Einfach da! Wer hat diese Ablage gemacht die gerade frisch montiert wurde? Einfach da! Wer macht das Gesicht im Spiegel? Einfach da! ...das artet jetzt aus...

4
Was macht, dass die Wolken ziehen und der Wind sich bewegt?
gestern: Beides ist einfach da!
jetzt: Die Wolken ziehen einfach! Beziehungsweise ist das nicht mal so klar denn man könnte genauso gut sagen, die Löcher zwischen den Wolken ziehen einfach! Ich strecke meine Hand aus dem Fenster. Der Wind das ist das was jetzt so kalt ist an der Hand mal stärker mal schwächer die ganze Zeit hin und her..es ist einfach diese Empfindung..Wer macht das, das es da ist? Es ist einfach da!

5
Sitzt irgendwo ein Generalmanager, der das alles bewegt?
gestern:Nein nicht zu finden!!!
jetzt: Der ist nicht zu sehen! Zu hören! zu spüren! Zu riechen! Zu schmecken! Nicht einmal zu denken (Wie Multitasking könnte ein Jemand schon sein?) Wobei es vielleicht schon etwas gibt dass alles verbindet...aber da es alles Chaos mit einschließt allen Wechsel...wie könnte es eine Form haben?

Richte die Aufmerksamkeit auf die Körperempfindungen. Beobachte, wie auch sie sich bewegen wie alles andere auch. Sieh wie Gedanken Teil derselben einen Bewegung sind.

gestern: JA sie bewegen sich tatsächlich sind immer da aber nie ganz starr...so von wegen " Das ist Körpergefühl". Ich überprüfe auch das Hören. Da sind immer Klänge bzw. ein durchgängiger Klang, der niemals abbricht-unmöglich die einzelnen Komponenten auseinander zu halten oder festzuhalten. ständig alles neu. Genauso auch beim Sehen:
DA ist ein Wummern. DA ist ein Stechen. JA Bewegung die ganze Zeit. JA Gedanken "Das ist es noch nicht", "nur noch zwei Fragen dann musst du es wissen", "was mache ich später noch?", ..diese Gedanken sind immer in Bewegung!
jetzt: JA alles ist immer in Bewegung, beziehungsweise verändert sich ständig, alles taucht auf und verschwindet wieder! Das scheint mir die beste Formulierung zu sein.
Sieh wie Gedanken Teil derselben Bewegung sind
.....damit hatte ich gestern schon meine Schwierigkeiten...ich bin die ganze Zeit durch den Park gerannt auf der Suche nach einem neuen Platz ..."hier könnte es klappen"...
Also Hören und Sehen, dieselbe Bewegung? ja bzw wenn ich mal das Wort Bewegung weglasse..hängen die zwei unzertrennlich zusammen.
Sehen und Schmecken? ja
Hören und Spüren? JA beides in Bewegung! Beides eins ..nur die Gedanken machen zwei verschiedene Dinge daraus..entweder das eine oder das andere wird beschrieben...beides Gleichzeitig kriegen die Gedanken nicht hin!
Gedanken und Sehen? Die Gedanken tun so als seihen sie etwas anderes weil sie das Gesehene beschreiben. Sie tun so als stünden sie drüber. Aber es gibt ja niemanden der sie macht wie ich schon rausgefunden habe .. und der das inszeniert. Die Gedanken selber, dass sie auftauchen, wie sie auftauchen, ist genauso wie die Geräusche! JA!

6
Gibt es irgendetwas, was von allem anderen getrennt ist?
Da ist das ganze Sehen von Farben und Formen, das Hören von Rauschen und Pfeifen und nochmal Rauschen. Kälte ...all das, alles WÖRTER die die das Erlebnis "Realität" unterteilen. Und Gedanken die sagen "du bist noch nicht da wo du sein willst" die Gedanken behaupten das einfach ...aber wenn ich drauf eingehe: die Frage ist was und wo und wie will ich denn sein? gibt es irgendwas außerhalb dessen was bereits der Fall ist? Nein es ist ALLES DA! Völlig unklar woraus gemacht. Völlig unklar warum, seit wann, wo, wieso ...all das sind Fragen die überhaupt keine Berechtigung haben angesichts der Tatsache das alles einfach so ist. Pu!


7
Gibt es dich, außerhalb des Lebens, das Leben betrachtend?
Nein es gibt mich überhaupt nicht! Weder außerhalb des Lebens noch innerhalb des Lebens. Es gibt diese Unterteilung überhaupt nicht und es gibt auch keinen Anfang und kein Ende von Ich, oder von diesem Dialog hier, oder von irgendeinem Prozess.

8
Bist du von der Natur getrennt?
"Jetzt mach keinen Fehler", "Das kannst du nicht ernst meinen, was du da gerade oben geschrieben hast" "DU darfst jetzt nicht lügen und dir das alles zusammen reimen nur weil du es tausend Mal gehört hast-und denkst das es richtig ist ---BIST DU DIR GANZ SICHER?"---das was als Wörter erscheint...all diese Gedanken, sie erzählen von Jemandem der irgendetwas lenken kann... bzw die Gedanken erzählen es nicht, denn sonst hätten die Gedanken ja die Kontrolle oder einen Willen...also ist es einfach das was erscheint-von niemandem kommend und von niemandem empfangend! Was ich von Natur aus bin? Ich weiß es nicht! Alles!

9.
Wo ist die Trennlinie, die dich vom Leben selbst trennt?
Nicht vorhanden! Einfach nicht da! Nur als Wort "Trennlinie" existent!!!

10.
Wo ist die Grenze zwischen hier und dort?
Wenn ich jetzt den Stuhl da gegenüber anschaue: und mich frage wo ist die Grenze zwischen hier und dort...es gbt keine Grenze!

Danke für die Fragen,
auch das ist völlig ohne Grund passiert
aber trotzdem;-)

Liebe Grüße

CATCHY

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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby Taiwa » Wed Apr 20, 2016 5:44 pm

Hallo Catchy,
es macht mir wieder unheimlich Freude zu lesen, wie aktiv du mit den Fragen arbeitest. Dein Vergleich zwischen Gestern und Heute ist eine klasse Idee, denn so konnten die Beobachtungen „sacken“ und nochmals überprüft werden. Das dieses länger dauert und wir mal einen Tag nicht schreiben, ist völlig ok, denn wir sind ja nicht auf der Flucht :-)

Nun wollen wir uns mal zusammen deine Beobachtungen ansehen.
1 Was bewegt das alles?

gestern: Alles ist in Bewegung. Der Auslöser ist nicht aus zu machen. Wenn die Bewegungen schneller werden und es kühler wird, wird es auch lauter.
jetzt: Der "WIND" sagen die Gedanken laut! "Stell dich nicht dumm", "du weißt das es der Wind tut" Okay! und wie ist wenn einfach als Erfahrung? Niemand. Es bewegt sich einfach! Es flackert und zittert und schwankt...das ist das was gesehen werden kann. Es gibt Niemanden der es bewegt.
Wunderbar: Wie du selbst bemerkt hast, „Es gibt niemanden, der es bewegt“
2 Gibt es etwas, was das Wetter macht?

gestern: Nein. Das ist einfach da kein Zweifel. Wie stark der Wind ist. Die Wolken. Tag und Nacht. Wenn ich all das anschaue, das grüne, bewegliche Zeug da-es ist alles das da-völlig real-aber es gibt Niemanden der es macht.
jetzt: Da sind Wolken die sich langsam bewegen. Da ist Licht. Da ist Bewegung. Dann wird der Himmel und der Baum und die Häuser plötzlich dunkel. Nichts sonst passiert.
Seht gut beobachtet: Es gibt niemanden, der es macht.

3 Gibt es etwas, was macht, dass die Pflanzen wachsen?

Ich kann niemanden finden, außer die Sachen selbst! WER hat das Wasser gemacht das ich gerade trinke? Es ist einfach da! Wer hat die Hände gemacht? Sie sind da! Wer hat das Glas gemacht? Einfach da! Wer hat diese Ablage gemacht die gerade frisch montiert wurde? Einfach da! Wer macht das Gesicht im Spiegel? Einfach da! ...das artet jetzt aus...
Richtig beobachtet, es gibt niemanden, der es macht.

4 Was macht, dass die Wolken ziehen und der Wind sich bewegt?

gestern: Beides ist einfach da!
jetzt: Die Wolken ziehen einfach! Beziehungsweise ist das nicht mal so klar denn man könnte genauso gut sagen, die Löcher zwischen den Wolken ziehen einfach! Ich strecke meine Hand aus dem Fenster. Der Wind das ist das was jetzt so kalt ist an der Hand mal stärker mal schwächer die ganze Zeit hin und her..es ist einfach diese Empfindung..Wer macht das, das es da ist? Es ist einfach da!
Auch hier gut beobachte. Es ist einfach so und niemand macht es.

5 Sitzt irgendwo ein Generalmanager, der das alles bewegt?

gestern:Nein nicht zu finden!!!
jetzt: Der ist nicht zu sehen! Zu hören! zu spüren! Zu riechen! Zu schmecken! Nicht einmal zu denken.
Richtig befunden. Es gibt nicht mal einen Generalmanager. Es geschieht einfach.

Richte die Aufmerksamkeit auf die Körperempfindungen. Beobachte, wie auch sie sich bewegen wie alles andere auch. Sieh wie Gedanken Teil derselben einen Bewegung sind.

gestern: JA sie bewegen sich tatsächlich sind immer da aber nie ganz starr...so von wegen " Das ist Körpergefühl". Ich überprüfe auch das Hören. Da sind immer Klänge bzw. ein durchgängiger Klang, der niemals abbricht-unmöglich die einzelnen Komponenten auseinander zu halten oder festzuhalten. ständig alles neu. Genauso auch beim Sehen: DA ist ein Wummern. DA ist ein Stechen. JA Bewegung die ganze Zeit. JA Gedanken "Das ist es noch nicht", "nur noch zwei Fragen dann musst du es wissen", "was mache ich später noch?", ..diese Gedanken sind immer in Bewegung!
jetzt: JA alles ist immer in Bewegung, beziehungsweise verändert sich ständig, alles taucht auf und verschwindet wieder! Das scheint mir die beste Formulierung zu sein.
Sieh wie Gedanken Teil derselben Bewegung sind
.....damit hatte ich gestern schon meine Schwierigkeiten...ich bin die ganze Zeit durch den Park gerannt auf der Suche nach einem neuen Platz ..."hier könnte es klappen"...
Also Hören und Sehen, dieselbe Bewegung? ja bzw wenn ich mal das Wort Bewegung weglasse..hängen die zwei unzertrennlich zusammen.
Sehen und Schmecken? ja
Hören und Spüren? JA beides in Bewegung! Beides eins ..nur die Gedanken machen zwei verschiedene Dinge daraus..entweder das eine oder das andere wird beschrieben...beides Gleichzeitig kriegen die Gedanken nicht hin!
Gedanken und Sehen? Die Gedanken tun so als seihen sie etwas anderes weil sie das Gesehene beschreiben. Sie tun so als stünden sie drüber. Aber es gibt ja niemanden der sie macht wie ich schon rausgefunden habe .. und der das inszeniert. Die Gedanken selber, dass sie auftauchen, wie sie auftauchen, ist genauso wie die Geräusche! JA!

Wie du sehr gut bemerkst, ist ständig alles in Bewegung, in Veränderung. Unterliegt dem Gesetz der Vergänglichkeit. Es gibt niemanden, der es macht.


6 Gibt es irgendetwas, was von allem anderen getrennt ist?

Da ist das ganze Sehen von Farben und Formen, das Hören von Rauschen und Pfeifen und nochmal Rauschen. Kälte ...all das, alles WÖRTER die die das Erlebnis "Realität" unterteilen. Und Gedanken die sagen "du bist noch nicht da wo du sein willst" die Gedanken behaupten das einfach ...aber wenn ich drauf eingehe: die Frage ist was und wo und wie will ich denn sein? gibt es irgendwas außerhalb dessen was bereits der Fall ist? Nein es ist ALLES DA! Völlig unklar woraus gemacht. Völlig unklar warum, seit wann, wo, wieso ...all das sind Fragen die überhaupt keine Berechtigung haben angesichts der Tatsache das alles einfach so ist. Pu!
Richtig. Es sind nur Wörter, Etiketten, welche die Gedanken den Geschichten verpassen. Wundervoll beobachtet.

7 Gibt es dich, außerhalb des Lebens, das Leben betrachtend?

Nein es gibt mich überhaupt nicht! Weder außerhalb des Lebens noch innerhalb des Lebens. Es gibt diese Unterteilung überhaupt nicht und es gibt auch keinen Anfang und kein Ende von Ich, oder von diesem Dialog hier, oder von irgendeinem Prozess.
Du bist sehr mutig in deiner Betrachtung. Wunderbar.!

8 Bist du von der Natur getrennt?

"Jetzt mach keinen Fehler", "Das kannst du nicht ernst meinen, was du da gerade oben geschrieben hast" "DU darfst jetzt nicht lügen und dir das alles zusammen reimen nur weil du es tausend Mal gehört hast-und denkst das es richtig ist ---BIST DU DIR GANZ SICHER?"---das was als Wörter erscheint...all diese Gedanken, sie erzählen von Jemandem der irgendetwas lenken kann... bzw die Gedanken erzählen es nicht, denn sonst hätten die Gedanken ja die Kontrolle oder einen Willen...also ist es einfach das was erscheint-von niemandem kommend und von niemandem empfangend! Was ich von Natur aus bin? Ich weiß es nicht! Alles!
Gut beobachtet, denn die Gedanken erzählen dir ständig neue Geschichten zum Schutz vor dem Verlusst des Ich.

9. Wo ist die Trennlinie, die dich vom Leben selbst trennt?

Nicht vorhanden! Einfach nicht da! Nur als Wort "Trennlinie" existent!!!
Wunderbar …

10. Wo ist die Grenze zwischen hier und dort?

Wenn ich jetzt den Stuhl da gegenüber anschaue: und mich frage wo ist die Grenze zwischen hier und dort...es gibt keine Grenze!
Genau so ist es ... wunderschön beobachtet und es bleibt nur diese Feststellung übrig. Alles ist nicht eins und auch nicht zwei. Es ist einfach. :-)

Liebe Catchy, du schreibst Eingangs dieser Nachricht folgendes: „Vielleicht brauch ich einfach noch mehr Sicherheit, dass das wirklich so stimmt, wie ich es sehen kann.“

Nun, ich finde, dass du die Dinge sehr gut beobachtest und auch wunderbar unterscheiden kannst, zwischen direktem Beobachten und den Gedanken.

Versuchen wir nochmal eine Aufgabe, welche die Unterschiede dir etwas greifbarer macht.

Ich habe ein Experiment für dich.
Probiere aus, was der Unterschied ist zwischen Sinneswahrnehmungen in Gedanken, realen Sinneswahrnehmungen und Worten über Sinneswahrnehmungen:

Suche dir ein Stück Obst aus und lege es vor dich hin. Ich werde die Übung am Beispiel der Apfelsine beschreiben.

Schließe die Augen. Stelle dir vor, wie du die Apfelsine in die Hand nimmst. Wie schwer ist sie? Ist sie weich, hart, hat sie schon faule Stellen? Wie fühlt sich die Schale an? Rieche an ihr. Dann nimm in Gedanken ein Messer und schäle sie. Riechst du, wie der Geruch sich intensiviert? Geht die Schale gut ab? Teile die Apfelsine und probiere sie. Ist sie süß oder sauer? Saftig oder eher trocken? Schlucke sie. Merkst du, wie sie den Mund verlässt?

ÖFFNE DIE AUGEN

Jetzt nimm die Apfelsine wirklich in die Hand und mache die Übung noch einmal.


Wie hast du die Gedanken-Apfelsine erlebt und wie die reale? Gab es einen Unterschied zwischen den beiden Erfahrungen?
Schreibe alles auf. Wie erlebst du die Apfelsine beim Schreiben darüber?

Ich freue mich schon auf die Beschreibung deiner Erfahrungen darüber.
Liebe Grüße, Taiwa _/\_
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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby CATCHY-12345678 » Thu Apr 21, 2016 7:26 pm

Hallo Taiwa!

Schön dass es noch eine Übung gibt. Nach gestern war ich mir nicht so sicher "ob du mir" noch eine "schenkst"...nach der Übung, kamen Gedanken auf wie "Mehr gibt es wohl nicht zu entdecken". Ich stand in meinem Zimmer herum und war völlig nüchtern..fast schon gleichgültig lahm... aber auch ein bisschen baff und es war seltsam...denn plötzlich waren da eigentlich keine Fragen mehr und wenn doch, hatten sie ihre Wirkung verloren...aber es war nichts wirklich aufregendes daran..ich dachte "gut dann räum ich jetzt mal mein Zimmer auf..." Am Abend erzählte ich einem Freund davon, und zum ersten Mal hatte ich nicht dieses bedrückende Gefühl nicht ganz ehrlich zu sein, und von etwas zu reden was ich nicht verstehe, ich war mit allem sicher was ich gesagt habe und wusste trotzdem dass die Worte es nicht sind und es war einfach lustig zu beobachten dass die Worte und welche Worte erscheinen.

So jetzt hab ich mich verquasselt ich hatte irgendwie den Impuls mal etwas zu schildern was zwischen dem einen und anderen Experiment liegt, wo ich bisher ja eher sparsam mit war weil ich dachte das ist nur die Story dazu und das möchte ich mal ganz weglassen...nach den Fragen und Erfahrungen gestern, haben sich die Gedanken tatsächlich wie Geier darauf gestürzt dass eben passierte in immer neue Kleider zu hüllen und alles zu erklären..das hatte nur keinen Schaden mehr verursacht...was es natürlich eh noch nie gemacht hat.....
So und jetzt muss ich dieses Experiment hier noch mal wiederholen, die Eindrücke sind nun schon zu alt, wegen der Quasselei... aber es gibt wahrlich langweiligere Dinge ;-)

DIE ÜBUNG:

Mit geschlossenen Augen/ Als Gedankenreise
Wie schwer ist sie? Ist sie weich, hart, hat sie schon faule Stellen? Wie fühlt sich die Schale an? Rieche an ihr. Dann nimm in Gedanken ein Messer und schäle sie. Riechst du, wie der Geruch sich intensiviert? Geht die Schale gut ab? Teile die Apfelsine und probiere sie. Ist sie süß oder sauer? Saftig oder eher trocken? Schlucke sie. Merkst du, wie sie den Mund verlässt?
Die Bilder sind sehr unscharf, allein die Hand ist undeutlich, Finger verschwimmen usw. Da ist Nagellack. Dann der Apfel, etwas kühl und schwer, wie schwer genau, und was das eigentlich bedeutet -schwer- kann ich nicht sagen, da ist ein kurzes Bild, dass die Hand nach unten klappt dann das Wort "Druck" eine Empfindung...<so ist es auch beim erfühlen der Konsistenz: es ist sehr ungenau.. manchmal gleiten die Finger auch durch den Apfel durch...dann das Wort "Wiederstand" wie real ist dieser Wiederstand? Es scheint so aber es ist völlig unbegreiflich, und verschwommen aha jetzt ein bisschen genauer hingeschaut...wie kommt der Eindruck von gefühlter Weichheit durch ein sehr kurzes Bild von Fingern in der Nahaufnahme wie sie so ruckelnd einsinken wie bei einer Animation...Dann das Riechen: Der Geruch scheint "verdammt real" und komplex. wenn man mich jetzt fragen würde riechst du etwas, dann würde ich zweifellos sagen " JA ich rieche gerade einen Apfel!" ..bei genaurem hinschauen ist es völlig unklar woraus all das besteht. Nun nehme ich den Apfel in die linke Hand und schneide ihn mit einem Messer auf, der Geruch wird jedoch nicht wirklich intensiver..manchmal ist er ganz weg...ja doch er verändert sich "wird frischer "sagen Gedanken" Ich schneide einen Spalt raus halte ihn in den Händen, sehe wie die Flüssigkeit austritt, als winzige Tropfen die sich über dem Fleisch verteilen. Speichel bildet sich "real". Jetzt gerade. Ich beiße ein Stück ab. Das ist ein Erlebnis voller Details, die Kanten pieksen an den Lippen, die Zunge wird kühl, der Geschmack ist intensiv--irgendwie aber wenn ich dann genau eine Sache wissen will z.B wie weich ist der Apfel im Mund?- entstehen Bilder und Gedanken aber keins vermag es zu beschrieben, so richtig so, dass es erkannt ist, Speichel wird produziert, aber ob es süß oder sauer wenn ich frage "Ist es süß" kommen nur weitere Gedanken die neue Erklärungen für süß liefern wie z.B Blumig, sonnig, das hörte dann mal wieder auf, aber das Schmecken an sich bleibt davon völlig unangetastet. Auch bei der Frage ist das flüssig? JA dann kommt ein Bild von einer Innenansicht von einem Mund in dem es ziemlich flüssig ist. So wird geantwortet.

Mit offenen Augen/ Als reale Reise
Wie schwer ist sie? Ist sie weich, hart, hat sie schon faule Stellen? Wie fühlt sich die Schale an? Rieche an ihr. Dann nimm in Gedanken ein Messer und schäle sie. Riechst du, wie der Geruch sich intensiviert? Geht die Schale gut ab? Teile die Apfelsine und probiere sie. Ist sie süß oder sauer? Saftig oder eher trocken? Schlucke sie. Merkst du, wie sie den Mund verlässt?
Die Bilder und zunächst mal sehr viel schärfer, und es passiert mehr... ich lege den Apfel auf die Hand, etwas wird gefühlt und mit "kalt" kommentiert, Beim Gewicht ist es wie beim Gedankentrip, es ist da, aber es gibt keinen Namen dafür, alle Namen sind wie zu kleine Kleider, bzw. könnte ich auch sagen das Gewicht des Apfels ist nicht da! denn was sollte das sein.. warum sollte ausgerechnet der Apfel ein Gewicht haben. Beim erforschen der Konsistenz: Ja das was gespürt wird, kann mit "hart" bezeichnet werden oder mit "hart im Gegensatz zu anderen Äpfeln" ...also es kann nicht damit zureichend beschrieben werden, wenn ich ehrlich versuche rauszufinden, ob diese Frucht weich oder hart ist kann ich nur sagen "nix von beidem, und auch das nicht!" Es ist was es ist.
Auch beim Riechen ist es wie im Traum: es ist etwas da, es ist ganz anders als das im Traum, aber ansonsten eigentlich genauso unergründlich wie im Traum. Wenn ich aufschneide, der Geruch ist eine absolute Überraschung! und wird deutlicher, intensiver als im Traum..Mir fällt auf das auch jetzt Flüssigkeit austritt wie im Traum, zwar ist es anders, weil ich würde es eher so beschreiben "Ein glänzender Film" anstatt "einzelne winzige Tröpfchen", es ist einfach ein anderes Erlebnis. Das ist es aber auch wenn ich noch eine Scheibe herunterschneide. Süß oder sauer? JA es macht Sinn ES mit sauer zu betiteln... genauso wie es gar keinen Sinn macht (genauso wie es Sinn bis gar keinen Sinn macht, zu jemandem "Ich hab dich lieb" zu sagen) Es liegt einfach nicht in der Natur der Dinge sich auf eins von beiden festzulegen. Naja das ist nur ein Satz! Saftig oder trocken? Saftig! Trocken! Beides..nein nIx von beidem!
Wie hast du die Gedanken-Apfelsine erlebt und wie die reale?
Also den Gedanken- Apfel hab ich so erlebt, das es ein Erlebnis war, mit allen Möglichen Empfindungen die aber alle völlig ungreifbar waren und bei genauerem hinschauen, z.B einmal da dachte ich "okay, krass da ist tatsächlich so eine Art haptische Empfindung von Weiche und dann habe ich gerade noch bemerkt wie es da dieses Bild gab von dem Finger der einsinkt...aber nun weiß ich nicht genau ob dieses Empfinden nicht vorher schon da war und das Bild das wieder nur kommentiert hat..also wenn ich es jetzt nochmal überprüfe mit riechen des Traumapfels also Schritt eins, der Gedanke "Gut ich rieche jetzt mal an dem Traumapfel" "ich höre jetzt auf zu tippen und schließe die Augen, und go!" -Nichts- Schwärze und Riechen aber vom Apfel keine Spur--dann das Bild vom Apfel, sehr ähnlich wie das vorhin und dann Gedanken die sagen "Aha da ist jetzt das selbe Bild von vorhin wieder!" und dann wieder hin und her und dann wieder Bild vom Apfel und ein Geruch der sich verändert und mit "Kieselsteine" benannt wird ....und nun das Riechen des echten Apfels.."Nimm dem Apfel vom Tisch!" "MIR gehts schlecht!" dann Riechen- dann das Wort "Erde" dann Gedanke "Versuch mal beim ausatmen zu riechen!" "Geht nicht" dann Augen zu "Versuch mal beim ausatmen zu riechen!" --ja geht irgendwie...." Ich weiß auch garnicht was dass jetzt gebracht hat..und was ist jetzt das Ergebnis? In der direkten Erfahrung, wohl gemerkt! Ich glaub Die Gedanken wollen sich beweisen, was natürlich völliger Unsinn ist, weil die Gedanken ja keinen Willen oder Absicht haben, dass es einen Unterschied zwischen den beiden Erlebnissen gibt. Aber wenn ich mir durchlese was ich beim dem Traum geschrieben habe, und was ich bei dem realen Erlebnis geschrieben habe, dann komme ich immer wieder auf das gleiche Ergebnis: DA IST ETWAS, NAMENLOSES--DANN KOMMT DER NAME!
Das ist ungeheuerlich denn selbst beim Traum, ist das so, wo ich ja eigentlich davon ausgehe, dass der Traum und alles was darin passiert nur aus Gedankenmatrial besteht, aber hier schient es genauso zu funktionieren wie in der Realität da sind Empfindungen, Gerüche, Geräusche, und dann Wörter die sie benennen...

Ich weiß nun gar nicht was mit diesem Ergebnis anfangen soll...es passiert wieder nix.irgendwie dringt die ganze Tragweite dieser durchaus alles zerschmetternden Information nicht zu mir durch...Naja zu WEM auch! ICH beantworte mal lieber weiter die Fragen;-)
Gab es einen Unterschied zwischen den beiden Erfahrungen?
JA es war alles sehr anders...und nein: Es war ein und dasselbe! Es ist ein und dasselbe! !!!
Es gibt keine Grenze dazwischen..aber es verändert sich am laufenden Band. Das Gedanken-Apfel-Essen ist nicht "auf einer anderen Ebene" passiert, es funktioniert genau gleich. Nein! Das ist doch völlig unmöglich was ich da schreibe!! Aber wenn ich jetzt sage z.B naja im Traum ist alles aus mir gemacht und in der Realität ist alles viel überraschender weil es von anderen gemacht ist..z.B von einem realen Baum oder so...das ergibt keinen Sinn denn im Traum ist der Apfel ja auch nicht von "mir" gemacht! Er erschient einfach so wie er eben erscheint. Deshalb gibt es keinen Unterschied zwischen mir und einem Baum in Sachen "Apfel machen" Wir haben beide keinen Willen...ich muss die Erfahrung noch mal kurz auffrischen!

Also nun sind es drei Stunden später ich habe dann aufgehört...weil sich alles im Kreis gedreht hat...jetzt so im Nachhinein betrachtet würde ich sagen ja es funktioniert genauso ...nur das beim Gedankenapfel ein dünner Nebel über allem hing oder so ...besser krieg ich es grade nicht hin...ich schicke das jetzt einfach mal ab vielleicht siehst du das ja heute noch und stellst noch mal ne kritische Frage oder irgendwas....

Lg
CATCHY

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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby Taiwa » Fri Apr 22, 2016 2:25 pm

Hallo Catchy,
es freut mich zu lesen, wie wunderbar du diese Übungen der letzten Tage mit Leben erfüllt hast.
Ja, es kommt manchmal wirklich etwas zu kurz, über das "zwischen" den Fragen hier zu schreiben. In den letzten Tagen ist ja auch viel passiert.
Wir werden aber noch Gelegenheit haben, uns über viele Dinge in den FB-Gruppen auszutauschen.

Wie geht es dir nun nach den vielen Fragen und wo du ja schon selbst bemerkt hast, bald kommen da keine Fragen mehr?

Deine sehr lebhafte Art der Beschreibung hat mir in den letzten Tagen viel Freude bereitet und oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Heute schreibe ich nur sehr kurz, da du am besten das schöne Wetter draußen genießt und viel frische Luft tankst. Es muss erst alles etwas sacken und "das drehen im Kopf" wieder aufhören :-)

Ganz liebe Grüße aus der Ferne.
Liebe Grüße, Taiwa _/\_
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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby CATCHY-12345678 » Sat Apr 23, 2016 1:31 pm

HALLO TAIWA,
Wie geht es dir nun nach den vielen Fragen und wo du ja schon selbst bemerkt hast, bald kommen da keine Fragen mehr?
Also gestern, hab ich so alle 10 Minuten geschaut ob du mir auf diese Real/Traum-Apfelsienenübung irgendetwas antwortest... Diese Übung hat für starke Verwirrung gesorgt...und ich habe meinen Beobachtungen nicht so ganz vertraut... Ich dachte dass kann doch nicht sein dass es auch klappt in Gedanken zu riechen/schmecken/zu hören...dann als du nicht weiter darauf eingegangen bist und mir nen schönen Tag gewünscht hast, bin ich rausgegangen. Es war sehr ruhig und friedlich und Angst war keine da...ich war sehr entspannt aber dann wollte ich irgendwie plötzlich etwas...ich schaute umher was es so zu sehen gab und da waren immer wieder Gedanken "Wo ist denn jetzt dieses Nichts" "was hat sich denn nun verändert" usw. usw....das hat dann gar nicht mehr aufgehört, bis schließlich die Gedanken aufploppten wie die Kastanienblüten im Hof. Immer neue Fragen "Hat es irgendwas gebracht das alles" und dann bissige Antworten "Wem soll es denn was bringen, du Depp!" Es wurde richtig rabiat...mit Tränen und allem und Fluchen und "Selbstmitleid" und ich dachte immer wieder "ES gibt einfach nichts zu holen" und ich stehe wieder genau da wo ich vor diesem DIALOG auch schon stand..Nämlich "ICH WEISS NICHT WER ICH BIN_NUR WAS ICH NICHT BIN!" "ICH WERDE ES NIE SEHEN" . Immer wieder habe ich mich gefragt wer nun dieses Theaterstück beobachtet...dann am Abend lag ich im Bett und las noch einmal einige Fragen dieses Dialogs durch und es wurde wieder ruhiger als ich die Frage entdeckt habe "Kannst du verhindern das Gedanken erscheinen" und " Kannst du beeinflussen was gedacht wird?" und dann war da die Frage "Was sind eigentlich diese Gedanken" "Woraus sind sie eigentlich gemacht...Und die Antwort war: Ich weiß es nicht-und ich werde es niemals SAGEN können--und das war dann sehr erleichternd...und auch alles andere weiß ich nicht..ich weiß nicht was SEHEN ist HÖREN oder Schmecken--es ist einfach da! und auch wieder nicht---denn es in einzelne Bereiche zu unterteilen kommt mir so seltsam vor! Und ich sitze seit einiger Zeit oft da und denke nur "OH MY GOD! Was ist das alles hier? ES IST EIN WUNDER!Niemand kann das erklären" --aber ich weine dabei nicht und ich bin auch nicht völlig aufgelöst...die Gedanken die sagen immer "Dann kapierst du es noch nicht völlig!"-
Die Übungen haben sehr viel Spass gemacht bisher! Eigentlich ist es genau das gewesen was ich mir gewünscht habe: Dadurch dass ich immer sehr konkrete Fragen hatte und dann allein und in Ruhe sie beantworten konnte in dem Tempo und der Ausführlichkeit wie es richtig war, konnte viel klarer als bisher gesehen werden was Vorstellung ist und was Real-dadurch dass man es auch aufschreibt und nicht einfach nur sagt, bekommt das ganze eine Schärfe und eine Beweishaftigkeit die ein bisschen was ausmacht, aber nur im Moment des Schreibens..danach nicht mehr wirklich eigentlich: Es ist so wie die Dialoge eines Anderen zu lesen.. du liest es und denkst dir so: Huch wie kam er/sie denn jetzt plötzlich da drauf! Du kannst das nicht in den Worten finden. Genauso geht es mir auch wenn ich "Meine eigenen Antworten nochmal durchlese!" es spielt keine Rolle von WEM sie sind.
Gestern habe ich mich sehr erschrocken. Plötzlich wurde alles wieder angezweifelt und es ist mir nicht mal gelungen mich zu konzentrieren und in der direkten Erfahrung nach zu schauen. Heute morgen ist ganz klar, dass es Niemanden gibt dem irgendwas gelingt, aber nun weiß ich das auch diese Klarheit kommt und geht wie der Wind. Diese Klarheit ist ja ohnehin nur die der Gedanken die sagen: SO ist es! Oder "Es ist ganz klar zu sehen usw.!" ...diese andere Klarheit die nicht auszusprechen ist, und für die auch das Wort Klarheit überhaupt keinen Sinn macht, das ist ja einfach nur das was ist. und das ist ja wohl immer da egal ob gedacht wird "ich bin so ein Depp der gar nicht versteht!" Also ist es vom Gefühl her irgendwie grad beides: Ein Verstehen und ein NICHT-Verstehen und so geht es mir auch wenn ich das hier schreibe, da ist immer so eine leichte Skepsis, so ein "Komm das verstehst du doch alles gar nicht was da aus den Fingern raus kommt und auf dem Bildschirm erscheint, dass sind doch alles Lügen!- Das schriebst du doch alles nur weil du weist das es in diesem Forum hier als "richtig" bewertet wird!"....
...
JA das sind doch auch alles Lügen, oder? Aber eben auch nicht... und das einzige was jetzt gerade passiert.
Mir fällt gerade keine mehr Frage ein!

Liebe Grüße
CATCHY

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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby Taiwa » Sat Apr 23, 2016 4:59 pm

Liebe Catchy,
nach den vielen Fragen der vergangenen Tage machst du dir sehr viele Gedanken über "was ist real und was nicht". Du stellst in deinen Antworten sogar deine eigenen Worte in Frage, ob sie echt sind oder nur gefallen sollen. Du eista aber sehr genau, den du hast es selbst erfahren, was real ist und was nicht. Deine Gedanken, dieser Schutzmechanismus des Ich wird noch eine Weile dich begleiten und immer wieder deine Empfindungen in Frage stellen. Es wird nach einer weile weniger, jedoch manchmal auch wieder etwas stärker für eine kurze Zeit. Wichtig ist für dich, dass du dich immer wieder auf deine Beobachtungen berufst und nicht den Geschichten der gedanken glaubst.
Ich selbst habe mal eine für mich sehr wichtige Sache (schreibe ich dir gern später nach dem Guiding mal von) nicht richtig erkannt und es belastete mich sehr damit. Es kam der Punkt an dem ich real erkannte, dass die Lösung vor mir liegt und immer schon dar war. Wir sind nur eine Weile lang noch in den alten Konditionierungen gefangen und meinen, danach handeln zu müssen. Sei dir aber im klaren darüber, dass du einen Weg beschreitest, der immer weiter geht und dich zu dem führt, was schon immer da ist.
Du schreibst oben in deinem Text:

"mit Tränen und allem und Fluchen und "Selbstmitleid" und ich dachte immer wieder "ES gibt einfach nichts zu holen" und ich stehe wieder genau da wo ich vor diesem DIALOG auch schon stand..Nämlich "ICH WEISS NICHT WER ICH BIN_NUR WAS ICH NICHT BIN!" "ICH WERDE ES NIE SEHEN" .

Nein, sei dir sicher, Du stehst nicht mehr an dem gleichen Punkt wie vor dem Guiding :-)
Das es nichts zu holen gibt, kann je nach Sichtweise schon stimmen, aber das ist ja das schöne. Wir lernen zu erkennen wie die Dinge wirklich sind. Die Welt verändert sich nicht und wir bekommen auch keinen Gewinn ausbezahlt. Wir sehen die Welt nur vollkommen anders, eben so wie sie wirklich ist.

Mir hat dieses Guding wirklich viel Freude bereite, da du ein wundervoller Mensch bist und sehr intersiv auf die Fragen eingegangen bist. Auch wen ich dir nun nicht mehr "viele" Fragen stelle, so geht der Weg weiter. Du wirst immer mehr erkennen und wen wir hier am Ende angelangt sind, auch zu einigen Gruppen eingeladen werden, wo du weiterhin die Möglichkeiten hast, locker mit "Gleichgesinnten" über den weiteren Weg und alles erfahrene zu schreiben.

Heute habe ich wieder nur eine Frage an dich (damit du noch was zu tun hast) :-)
Du schreibst:

"Plötzlich wurde alles wieder angezweifelt und es ist mir nicht mal gelungen mich zu konzentrieren und in der direkten Erfahrung nach zu schauen.
Meine Frage. "Wer hat das angezweifelt"?

Ich freue mich wieder deine Beobachtung zu lesen und wünsche dir einen schönen Abend.
Liebe Grüße, Taiwa _/\_
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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby CATCHY-12345678 » Sat Apr 23, 2016 7:02 pm

"Wer hat das angezweifelt"?
...da ist ein Gefühl, einfach da! dann Gedanken! Auch einfach da ohne Ankündigung, sagen "Schmerz" "DU kannst es nicht!", ich schaue mir das Gefühl noch mal genauer an: es ist ein Klopfen, Vibrieren, es sind eigentlich Körperempfindungen (was auch immer damit gemeint ist) sie werden als Gefühle benannt und dann weiterhin als spezifische Gefühle z:b Schmerz oder Zweifel und dann weiterhin als Gefühle die Jemand fühlt. Sie werden ja auch gefühlt...sonst wären sie nicht da..nur nicht von Jemandem...allein die Gedanken erzählen immer von Jemandem, einem Ich einer getrennten Instanz jemandem der alleine und abgeschlossen ist vom Rest der Welt..nun ist die Frage wenn es niemanden zu finden gibt der sie fühlt, aber sie dennoch da sind dann ...keine Ahnung ! Aber sie sind da! ...Nur die Labels die ihnen verpasst werden sind völlig ungenau..nein besser gesagt eine völlige Lüge..weil diese Labels aus einer unendlichen Sache eine endliche Sache machen eine abgeschlossene Sache z.B bei dem Wort Zweifel...da sagen die Gedanken "also da ist ein Zweifel" wenn ich dann aber hergehe und frage ja dann zeig doch mal den Zweifel wird deutlich dass er sich in dieser Eindeutigkeit wie die Gedanken behaupten gar nicht finden lässt.soweit erkenne ich es!

Dir auch einen schönen Abend!
CATCHY

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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby CATCHY-12345678 » Sat Apr 23, 2016 7:28 pm

Nein ich muss mich noch verbessern; die Gedanken reden nicht von jemandem der abgetrennt ist vom Rest der Welt, sondern von Jemandem der alles beobachten kann; von Jemandem der unterscheiden kann zwischen Gedanken und Gefühlen,...aha! aber wo sollte dieser Jemand sein wenn nicht über den Dingen..
Aber das ist die gleiche Frage wie deine Ausgangsfrage: "Wer zweifelt" --Wer kann zwischen Gefühlen und Gedanken unterscheiden" derweil sind das ja auch nur zwei Worte für ein und dasselbe Ding,,,oder? Das sehe ich eben nicht dass es wirklich das GLEICHE ist ..weil wir ja sogar auch hier ständig von zwei verschiedenen Dingen reden...aber die Dinghaftigkeit der beiden ist ja bei genauerem Hinschauen völlig zweifelhaft...hihi...naja..jetzt aber echt: Schnönen Abend!

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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby Taiwa » Sun Apr 24, 2016 3:50 pm

Hallo Catchy,
gestern Abend wurde es bei mir zu spät zum Antworten und heute war ich bis eben noch im Kakunenji und habe den Vormittag mit Meditation verbracht. Nun möchte ich dir aber auf deine Antwort von Gestern schreiben.
Nein ich muss mich noch verbessern; die Gedanken reden nicht von jemandem der abgetrennt ist vom Rest der Welt, sondern von Jemandem der alles beobachten kann; von Jemandem der unterscheiden kann zwischen Gedanken und Gefühlen,...
Gibt es diesen jemanen, der alles beobachten und unterscheiden kann? ... oder ist es einfach nur Beobachten und Unterscheiden?

Wünsche dir einen schönen Sonntagabend.
Liebe Grüße, Taiwa _/\_
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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby CATCHY-12345678 » Mon Apr 25, 2016 6:53 pm

HEY TAIWA,

hoffe du hattest ein schönes Wochenende!
Meins war super;-)

Juhu es geht weiter:
Gibt es diesen jemanden, der alles beobachten und unterscheiden kann? ... oder ist es einfach nur Beobachten und Unterscheiden?
Wenn ich jetzt in der direkten Erfahrung danach suche dann sage ich : Da ist einfach Entscheiden und Beobachten..aber eigentlich ist auch das nicht da...Es passiert kein beobachten und entscheiden...wenn ich jetzt sage na gut mal schauen wie das Beobachten passiert und was es eigentlich ist ....also ich gehe von der Idee aus, dass es das ist was alles wahrnimmt und unterscheidet z.b in ich und du in sehen und hören in Tag und Nacht, natürlich passiert das die ganze Zeit in der Kommunikation, als Worte ...sonst wäre es...ja keine Ahnung was es sonst wäre ...ich kann es aber nicht finden das Beobachten ..Beobachten ist z.B ein Gedanke "GUT ich beobachte jetzt mal den Atem!" dann ist da die Körperempfindung Kühle und Ziehen oder Sehen der Hauswand und dann der Gedanke "Ich beobachte die Hauswand"! Ohne dieses Wort ist es schwierig "beobachten" überhaupt zu finden....Dinge passieren einfach.
Wenn es kein Beobachten gibt, dann dürfte es ja ich kein Sehen geben...

Beste Grüße

CATCHY

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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby Taiwa » Mon Apr 25, 2016 8:57 pm

Hallo Catchy,
zu deiner Frage,
ja, ich hatte auch ein wundervolles Wochenende. Habe viel Zeit mit Meditieren und an der frischen Luft verbracht.
Dann lese ich ja auch deine wundervollen Antworten und freue mich, dass dir meine Fragen Freude bereiten und das wir ein weiteres Stück diesen Weges gehen dürfen.

Wie du schon bemerktest, ist da Beobachten und es passiert einfach, wie das Betrachten einer Hauswand. Mit direkter Erfahrung hingesehen denkt man, da gibt es kein Beobachten, nichts zu erfahren.
Richtig, Beobachten ist wie Denken. Es geschieht einfach.


Nun zu meiner neuen Frage an dich.

Gab es in deinen Untersuchungen ein getrenntes Ich, dass diese Untersuchungen begonnen hat?

Ich freue mich wie immer auf deine Antwort und wünsche einen schönen Abend und eine gute Nacht.
Liebe Grüße, Taiwa _/\_
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Re: Kann kein Ich finden aber da ist keine Befreiung!

Postby CATCHY-12345678 » Wed Apr 27, 2016 10:27 am

Hallo Taiwa,

ich weiß nicht wie ich die Frage beantworten soll deshalb dauert es auch so lange..ich habe schon drei Entwürfe gespeichert aber irgendwie will ich die Nachricht einfach nicht versenden...Ich starre den Satz an. "Gab es in deinen Untersuchungen ein getrenntes Ich usw." Das Wort "Nein!" kommt sehr schnell..aber es fühlt sich nicht richtig an, dies zu antworten, denn dann ist es mehr wie ein Glaube! Die ganze Zeit habe ich einfach immer alles nachschauen können...Auch jetzt gerade kann ich es ja überprüfen, sodass es sich nicht einfach nur anfühlt wie ein Aufsagen einer "richtigen Antwort" die sich mittlerweile zu einer Überzeugung hochgearbeitet hat und die die andere Überzeugung "Ich bin ein unabhängiges Kontrollzentrum was sich durch alles andere bewegt" einfach ersetzt hat...
Die Frage ist deshalb so seltsam weil sie etwas wissen will über die angebliche "Vergangenheit" und eine Antwort muss deshalb ein Konzept sein...oder wie soll ich jetzt nachschauen wer den Dialog angefangen hat? Ich schlage deshalb vor ich kann ja noch mal jetzt nachschauen. Und dass muss ich auch. Ich muss immer wieder nachschauen um es zu sehen, dass das ICH nur als Wort existiert. Es ist mir nicht die ganze Zeit völlig klar, und liegt mir sozusagen auf den Lippen, sodass wenn jemand fragt "HEy sag mal, gibt es grad zufällig ein ICH?" Ich sofort sage "Nö, nicht da!"---

Wenn ich JETZT nachschaue
-gibt es Jemanden,der denkt oder ist da einfach Denken?: Einfach nur denken oder Kontrolleur oder Urheber...
-Gibt es jemanden der sieht oder ist da einfach nur Sehen? Einfach nur sehen! --Jemand der hört? Nein!
-Etwas abgetrenntes das schmeckt? Nein Nein NEIn
DAS IST SOWAS VON ABSURD!!!
DIE VORSTELLUNG IST SOWAS VON ABSURD!

...Also ist natürlich DIE VORSTELLUNG auch völlig absurd dass es vor dieser Untersuchung Jemanden gab....ein abgetrenntes ICH das sich auf die Suche begeben hat und Dinge eingetippt hat in den Computer und die völlige Kontrolle hatte...und das es nun Niemand mehr gibt weil dieser Jemand "gegangen" ist----

Oh jetzt habe ich irgendwie doch auf die Frage geantwortet!

Liebe Grüße
CATCHY


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