Sag mal, kann es sein, dass das Ich nur ein Konstrukt ist?
Wenn ich das nun genauer untersuche, dann gliedert sich das ICH dieser eben genannten Aussage schlicht und ergreifend in drei Dinge: Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle (die letztlich auch nur Körperempfindungen sind, nur intensiver). Das Zusammenspiel dieser drei Faktoren wurde irgendwann mal mit einem Oberbegriff ettiketiert (ICH), dem fortan jedes Erleben zugesprochen wurde.
Schau, du siehst es doch schon klar, wo ist da noch Unsicherheit?
Wenn ich also das Gefühl habe zu ICHen, dann glaube ich einfach wieder an das Etikett, dass einem bestimmten Körpergefühl und den auftauchenden Gedanken zusammen zugesprochen und nie infrage gestellt wurde. Einfach eine unglaubliche Gewohnheit. Aber in Wahrheit ist es nur fühlen und Gedankenstrom.
Ja, genau richtig.
Ich bin immer wieder auf die Aussage gestoßen, dass das ICH sowieso nie da war. Wenn ich aber daran glaube, das dieses und jenes mein ICH -Gefühl ist (weil ich es ja so mein Leben lang kenne), dann warte ich, dass es irgendwie weggeht und dann, so der Glaube, sei man durch. Aber eben erst dann. Ist das damit gemeint, dass gar nichts anders werden muss?
Bitte lese jetzt nicht so viel in den Beiträgen der Andern, bleibe bei dir, was erlebst du?
Du siehst dieses "Zusammenspiel", du hast es oben gut beschrieben. Warum sollte es jetzt plötzlich "Plopp" weg sein. Dein ganzes Leben wurdest du konditioniert so zu denken, jetzt ändert sich deine Sichtweise und du erkennst immer leichter das Spiel.
weil ich ja selber keinen Vergleich habe, wie es sich anfühlen sollte.
Ich-Gefühl kommt und geht, aber etwas ist immer da, die Wahrnehmung davon. Freude!
Kein großer Knall, nur eine Feststellung, aber was für eine.
Es fühlt sich genau so an wie es sich bei dir anfühlt.
Ansonsten kommt immer mal wieder ein ICH Gefühl an, aber hier ist schon deutlich weniger Angst davor, dass es wieder wie vorher wird. Gestern Abend kam kurzzeitig Angst auf, das Gefühl, alles zu verlieren, mich zu verlieren. Aber dabei kam auch der Gedanke, dass das letztlich auch nur ein Gefühl ist und vorüberzieht.
Genau, wie die Wolken am Himmel. Kein Mensch regt sich über die Schäfchenwolken am Himmel auf. Sie kommen und gehen wie deine Gedanken.
Andere Menschen als leer und in ihrem Programm ablaufend zu erkennen, geschieht noch nicht so sehr.
Wie kommst du zu diesem Konzept?
Wo findet hören statt?
Komischerweise kommt es mir so vor als fände es da statt, wo das Geräusch ist, aber das verändert sich immer im Bezug zum Standpunkt des Körpers.
Höre nochmal genauer hin, ist es außerhalb deines Körpers oder könnte es in dir sein?
Wer trifft die Entscheidung morgen auf die Arbeit zu fahren?
Wer trifft die Entscheidung nach links abzubiegen?