Postby tine » Mon Jul 01, 2013 10:50 am
irgendwas in mir kann wählen, ob ein Gedanke weitergedacht wird oder nicht, manchmal kostet es ein bisschen Kraft, wenn alte belastende Gedanken kommen, scheinbar vollzieht sich dieser prozess komplett in gedanken, erst kommt ein blöder Gedanke, dann ist der Gedanke "ach ne, da hab ich jetzt keine lust" - dann kommt ein Gedanke wie als ob gefragt würde "echt nicht?" und es kommen noch ein paar alte Gedanken (die den ursprünglichen mit details ausstatten), die dann aber verschwinden, sobald ich mich wieder dahinter zurücklehne, hinter dieses "ach ne, jetzt nicht". Ich fixiere mich also nicht auf einen anderen, angenehmeren Gedanken, sondern lehne mich hinter die Gedanken zurück. manchmal freue "ich mich" auch über das denken, weil es ab und an ganz sinnvolle Ideen hat.
was ist "hinter" den Gedanken, wo ich mich hin zurücklehne, um Gedanken ziehen zu lassen?? "Ich denke, daß Ich das bin" kam gerade der Gedanke. pah, wieder nur ein Gedanke. Was sagt mein Gefühl? Keine Ahnung was da ist, oder was ich bin. Ich bin halt da, präsent. Und es ist immer eben die Präsenz von dem, was gerade aktuell da ist, ob Gedanke, Erinnerung, körperlicher Empfindung. Aber ich kann mich darin nicht finden. Ich fühle mich eher als die Präsenz. Aber es klickt nicht so richtig. Denn sobald ich eine solche Nachforschung angestellt habe, wie jetzt gerade, sickert das gleich wieder in das Denken in Form einer Erinnerung an diese Nachforschung und Gedanken kommen "Quatsch, ich bin doch ich, schau lieber nochmal nach."
Nochmal - was steckt hinter dem Ich-Gefühl? ich krieg es gerade nicht auf die Reihe... Liebe Ingen, ich werde die Frage heute sacken lassen und melde mich heute Abend wieder!
Herzlich
Christine