Ist die Person wirklich da? Oder ist es eine Art Romanfigur namens Tina, die für wirklich gehalten wird?
Wenn nachgeschaut wird, ist keine Person da, genausowenig wie ein ICH. Handeln geschieht und im nachhinein kommt wieder das Ich hinzu und sagt : Ich habe das getan, bzw die Person hat das getan.
Eigentlich ist das, was ich dann meine zu erleben, garkeine Identifikation mit der Person, sondern mit der Handlung, z.B. Sport machen, essen, arbeiten, einkaufen, spazierengehen etc.Ein Aufgehen in der Handlung ohne darüber nachzudenken, ohne Beobachter und Kommentator.
Die Person selbst kann garnicht wahrgenommen werden, sie kann nur erdacht werden, existiert also auch nur als Gedanke.
Aus was besteht der Rest, wenn der Körper nur ein Teil ist?
Der Rest ist das Wahrnehmen all dessen was ist. Gefühle, Gedanken, Geräusche, Bilder usw. tauchen in der Wahrnehmung auf und sind doch nicht wirklich davon getrennt. Ohne sie wäre da keine Wahrnehmung und ohne Wahrnehmung wären sie nicht da. Zum Körper scheint für mich doch eine besondere Verbindung zu bestehen, denn ohne Körper gibt es auch keine Wahrnehmung.
Wenn das Ich eine anerzogene Gewohnheit ist, muss es doch auch möglich seine diese abzulegen, wie an den Nägeln kauen oder ähnliches. Es scheint aber nicht ganz so einfach zu sein. Wer ist es dann, der die Gewohnheit ablegt? Wenn keiner da ist ,kann es einfach nur geschehen, vielleicht durch einen Impuls.
Ich erzähle mal eine kurze Geschichte von heute . Erst mit "ich":
Als ich heute von der Arbeit nach Hause kam, hat mich mein Hund freudig begrüßt. ich gab ihm ein kleines Leckerchen und habe dann für meine Tochter und mich Essen zubereitet.
Und jetzt ohne "ich":
Als heute von der Arbeit nach Hause kommen geschah, freute sich der Hund Alba. Sie bekam ein kleines Leckerchen und dann geschah Essenzubereiten.
Puh! Das hört sich ganz schön geschwollen an :) Hast du das so gemeint?