Sehr gerne, es ist keine Geduld erforderlich, ist mir eine Freude :)
immer wieder Danke. Ich glaube, dass unser Dialog noch sehr lange andauern wird. Bin eine harte Nuss..
Ist „Nichts“ erfahrbar? Gibt es etwas anderes als wahrnehmen?
der Schlaf ohne Traum ist nicht erfahrbar. Es ist wie ein kleiner Tod.
Ich würde sagen, dass nichts gibt außer die Wahrnehmung in Form von Fühlen,Hören,Sehen und Denken
Es ist ganz wichtig - auch wenn du das Gefühl hast, dass du dieselbe Frage schon oft beantwortet hast – immer wieder ganz frisch und neugierig mit den Sinnen zu schauen. Der Verstand wird es nie begreifen können, das Optimalste das geschehen kann ist, dass durch wiederholtes nachschauen eingesehen wird, dass es einfach nicht zu verstehen ist, da die Gedanken selbst ja nur ein Teil der Realität sind und niemals über sich selbst hinaus können...
OK. Ich versuche es- Und manchmal sind so viele Gedanken da, dass es nicht möglich ist die Fragen aus dieser Neugierde heraus zu beantworten. Es wird dann mit eine Logik beantwortet und es wird nicht mit den Sinnen überprüft. Deshalb muss ich manchmal etwas warten bis wieder etwas Ruhe in mir einkehrt. Es ist oft ziemlich laut in mir (also in Form von vielen Gedanken)
Wie wird diese Entscheidung, ob dem Impuls nachgegangen wird oder nicht, getroffen?
Die Entscheidung wir in Gedanken getroffen. Bzw. es enstehen Gedanken darüber dass eine Entscheidung getroffen wird oder wurde. Eine Entscheidung ist ja eigentlich auch nur ein Gedanke. Also der Gedanke lautet: Ich entscheide mich jetzt dafür etwas zu Essen. Dann wird der Körper in Bewegung gesetzt usw.
Da ich es aber ja nicht in der Hand habe, welche Gedanken kommen , habe ich diese Entscheidung auch nicht in der Hand.
Allerdings kann der Gedanke auch auftauchen und der Körper setzt sich nicht in Bewegung. Irgendwo passiert da etwas, wo der Körper entscheidet etwas zu tun oder nicht. Also ob ein Gedanke gefolgt wird oder nicht.
Beim Fussball spielen ist das etwas klarer. Die Handlungen passieren da meist automatisch. Und im NAchhinein kommen dann Gedanken über diese Handlungen. Und dann kann man üben um zukünftig andere Entscheidungen zu Treffen. Das funktioniert auch. Nur ob der Gedanke kommt etwas zu ändern und dieser gefolgt wird, ist wiederum zufällig. So würde ich das beschreiben.
Wo ist dieses „Ich“ dass Gedanken und Impulse nicht in der Hand hat? SCHAU genau nach!
Kein Ich da was etwas in der Hand hat oder nicht in der Hand hat. Gedanke, Impulse, Entscheidungen, Handlungen passieren ohne dass da jemand ist der da Einfluss drauf hat.
Ein Gedanke an ein Ich, ein Gefühl dass als Ich etikettiert wird. Ein Gedanke das es ein Ich gibt was irgendetwas in der HAnd hat oder nicht. Das sind doch alles nur Gedanken...
Erzählen Gedanken die Wahrheit oder Unwahrheit?
Was würde es bedeuten, wenn aller Gedankeninhalt nur eine Geschichte wäre?
Alle Gedanken sind nur Geschichten. Was soll es denn anders sein als Geschichten? Gedanken können die Wahrheit erzählen, zumindest auf gewisser Tiefe. Also wenn ein Objekt (z.B. ein Stein) benannt wird, ist es natürlich nicht die letzte Wahrheit, aber zumindest haben wir Menschen uns darauf geeinigt, dass das ein Stein ist.
Also auf tieferer Ebene erzählen Gedanken wohl immer nur Unwahrheiten.
Erzähle mir wie es dir damit gegangen ist und was du herausgefunden hast... :)
Das ist wirklich lustig. Es passieren da Dinge und diese werden kommentiert und bewertet. Und dies wird dann als das angesehen was passiert und was wirklich wahr ist. Ein Holländischer Kommentator würde das wahrscheinlich anders sehen ;-) Was da wirklich passiert hat aber nichts mit dem zu tun was da kommentiert wird. Alles nur angelernte Konzepte.
Aber es kann auf der Ebene der Erfahrung beschrieben werden. Also sehen, hören, Fühlen,...Dann auf der neutralen Ebene:Es wird Fussball gespielt, der eine Spieler spuckt den anderen an, es wird ein Gelbe Karte gezeigt, usw. und dann auf der Bewertungsebene: Das ist nicht richtig, Rudi Völler wurde unfair behandelt, die Holländer sind alle doof, Deutschland muss gewinnen, ich fühle mich gut wenn Deutschland gewinnt,...
Ich würde sagen dass Geschehen auf diese drei Ebene stattfindet:
1. das was tatsächlich passiert und mit den Sinnen Wahrnehmbar ist
2. Das was objektiv ohne Bewertung passiert
3. das was als subjektiv Bewertung von 2. passiert
2.+3- sind angelernte Konzepte. 2. ohne Gefühl oder neutral, 3. mit Gefühl. Es ist gut oder schlecht.
Wenn „du“ es in der Hand hättest, wäre es dann nicht schon längst erreicht? Kannst du dich erinnern an die Gedankenbeobachtungsübung? Da hast du gesehen, dass die Gedanken einfach so daher kommen und du sie nicht bestimmen kannst...
Was ist Erleuchtung, was das große Glück? Und warum willst du „dort“ hin?
Es ist das Konzept. dass ich die Gedanken die kommen und gehen nicht in der Hand habe ist klar. Ob ich den Gedanken glauben schenke oder nicht und ob ich danach handle habe ich sehr wohl in der Hand --> also so lautet das Konzept.
Und dieses Konzept ist auch noch wirksam. Also es tauchen die Gedanken auf, dass dies so ist.Und Erleuchtung wäre dann nach der Definiton, dass dies als Konzept erkannt wird. Und alles so sein darf wie es ist. Kein Kämpfen mehr gegen äußere Umstände, kein Kämpfen mehr gegen Gefühle, keine Angst mehr, die künstlich durch Gedanken am Leben gehalten wird. Klar zu erkenne was jetzt ist und was Fiktion. Das ist die Definition, die gerade auftaucht.
Und bei genauerer Betrachtung, ist das Kämpfen gegen etwas ja auch ein Gedanke, der auftaucht und den ich nicht in der Hand habe. (Ein Gedanke der 3. Ebene, laut meiner o.g. Definition)