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Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor

Posted: Thu May 18, 2017 7:49 pm
by One
Mir gelingt das direkte Erleben nicht. Zum einen tue ich mir noch schwer beim Wahrnehmen der Gefühle. Außerdem achte ich zu oft auf das Sehen, weil ich das Sehen mit Beobachtung verwechsle. Das Fühlen als Sehen ist etwas, was mir noch schwer fällt. Nun versuche ich das Fühlen tiefer zu erleben.

Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor

Posted: Fri May 19, 2017 7:59 am
by One
Vielleicht können wir doch mal bei Gelegenheit skypen? Allerdings habe ich bis inklusive Mittwoch mächtig viele Dinge zu tun. Aber danach?

Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor

Posted: Fri May 19, 2017 12:12 pm
by One
Hi Philo,

leichte Frustration breitet sich gerade aus, aber die Sehnsucht ist ungebrochen! Hab bitte Geduld!!

Beim direkten Erleben funktioniert Zusehen, Zuhören, auch Zusehen und Zuhören. Gedanken sind dann nicht da. Es scheint aber, wenn „Zufühlen“ dazu kommt, dass dann die Unterscheidung verschwimmt. Als bilde sich ein feiner verschleiernder Film aus Gedanken darüber. So wird das was zwischen Sehen/Hören/Schmecken/Tasten und Fühlen nicht erfahren.

:-S

Danke für Deine Zeit!!!
One

Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor

Posted: Fri May 19, 2017 4:45 pm
by One
Sorry. Hatte vergessen die Fragen zu beantworten.
Deine antwort wirkt auf mich so als würdest du mir die Antwort geben die ich hören will kann das sein?
Vermutlich gibt es keine Antwort, die Du hören möchtest, es schließt aber nicht aus, dass viele Antworten bereits in meinem Gedankenstrom verankert sind und deswegen die Antworten zwar zutreffen, aber nicht tief gefühlt wirken.
doch darum gehts :) ich verstehe da deine schlussfolgerung nicht. Du schreibst das es nur Gedanken, Gefühle und sehen gibt. und danach zählst du auf das es Geräusche/hören gibt. das ist nicht ganz stimmig.
Das Fehlen der Tiefe im Fühlen verunsichert. Es gibt nur Gehörtes. Was Anderes kann nicht beschrieben werden.

LG One

Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor

Posted: Sat May 20, 2017 7:37 pm
by Philo
Hi One,

Mach erstmal Pause bis Du wieder mehr Zeit hast und dann erklär ich dir ein paar Dinge zu der direkten Erfahrung.

Ja Frustration kann dazu gehören. Kopf hoch :)

Bis dann

Philo

Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor

Posted: Sun May 21, 2017 10:59 pm
by One
Ok :)

Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor

Posted: Sun May 28, 2017 11:59 am
by One
Hi Philo,

mir ist aufgefallen, dass ich bei der ICH Untersuchung immer nach einem ICH Satz gesucht habe. Tatsächlich findet sich nach meiner jetzigen Erfahrung der ICH Gedanke aber in einer „bildhaften“ Vorstellung oder auch „räumlichen Verortung“, als würde es hinter den Augen im Stirnbereich „ansässig“ sein. Nun richtet sich die Beobachtung genauer auf diese ICH Vorstellung. Wann und wie dieser Gedanke erscheint.

Gestern im Wald hatte ich folgende Erfahrung: Es kam mir ein Hund entgegengerannt. Das wurde gesehen und kurz danach kam ein kleiner Schreck. Das hat sich so auch im Gedächtnis eingeprägt. Damit ist offensichtlich, dass ein Bild gesehen wurde und leicht zeitverzögert durch Interpretation ein Gefühl ausgelöst wurde. So wurde es erlebt.

Es wird weiter beobachtet.

LG One

Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor

Posted: Tue May 30, 2017 9:01 am
by Philo
Hi one,

Code: Select all

nach meiner jetzigen Erfahrung der ICH Gedanke aber in einer „bildhaften“ Vorstellung oder auch „räumlichen Verortung“, als würde es hinter den Augen im Stirnbereich „ansässig“ sein. Nun richtet sich die Beobachtung genauer auf diese ICH Vorstellung.
schau nach. was sitzt da? wie kann ein gedanke ansässig sein? wie ist es wirklich

Was ist ein ICH gedanke in der direkten erfahrung?

wäre gut wenn du regelmäßiger schreibst

Liebe grüße,

Philo

Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor

Posted: Sun Jun 11, 2017 8:45 pm
by One
Lieber Philo,

es hat lange gebraucht, bis endlich wieder Zeit zum Schreiben gefunden wurde. Das bedeutet aber nicht, dass nicht immer wieder neu geschaut wurde. Es geschieht jeden Tag.
Wäre gut, wenn du regelmäßiger schreibst
O ja, es wäre besser und sehr wichtig, aber alle zwei Tage berufsbedingt in einer anderen Stadt macht es leider sehr schwer.
Schau nach. was sitzt da? wie kann ein Gedanke ansässig sein?
Natürlich. Beim Schauen ist da nichts zu finden.

Die letzten zwei Tage war Gelegenheit im Wald zu laufen. Dabei waren diese Fragen die ganze Zeit präsent: Was passiert gerade? Wer tut das? Dabei wurde geschaut wie die Bewegung geschieht. Es wurde in die Beine „geschaut“. Wo würde da ein Steuerungsimpuls sein? Es war keiner zu finden. Es war interessant zu schauen, was passieren würde, wenn eine Steigung kam. Es war nicht Vorhersehbar wie die Bewegung dann stattfinden würde. Es war überraschend zu beobachten, wie sich das Laufen änderte. Da war kein Steuermann. Der Körper lief einfach und weder in den Füßen, noch in den Beinen, noch im Kopf war eine Steuerung erkennbar.

Es wird jetzt am Tage immer mehr in die Handlung geschaut. Bei einfachen Tätigkeiten wie Koffer packen, Anziehen oder Haushaltstätigkeit funktioniert die Handlungsbeobachtung schon vielversprechend. Beim Lesen oder Computerarbeit funktioniert es nicht.

Ganz liebe Grüße!
One

Re: mit großer Ehrfurcht vor dem Tor

Posted: Mon Jun 12, 2017 11:02 am
by Philo
Hi One,

Hab dir ne Pm geschrieben :)

gruß,

Philo