hallo bernhard,
erstmal danke, dass du weiter machst :)
es gibt keinen wahrnehmer. es tauchen in einem bewusstsein undefinierbarer weite phänomene auf, die man als gedanken oder gefühle bezeichnen kann. sie erscheinen einfach, sind dann "da" (präsent) und verschwinden wieder.)
Kann ich das übersetzen in "In thomas Erleben sind Gedanken und Gefühle aber niemand der Denkt oder Fühlt" ?
ja, kannst du ;)
den ersten teil hab ich aus der fb-gruppe (gefiel mir so gut die beschreibung) - da hat niemand ne übersetzung gewollt.
ohne dass ich es auf mich als ego beziehe, die gedanken oder gefühle zeigen sich "bei mir" in meiner wahrnehmung.
also in meinem "sein" tauchen bestimmte wolken auf und verschwinden wieder.
die "einfache" formel, die die welt beschreibt gibt es ja lt. s. hawking nicht, weswegen er dicke bücher schreibt.
wir wollen hier auch nicht die Welt beschreiben.
Wir forschen im Subjektivsten, dem Erleben, und der Frage ob das Ich mehr als ein Gedanke ist.
das "ich" ist nicht mehr als ein gedanke.
das erleben kann ich hiervon im erklären nicht trennen, denn ich erlebe ja nur gedanken oder gefühle, die auf gedanken basieren.
da es weder "ingen" noch "thomas" gibt, kann ingen nicht "ursache" sein, noch thomas "auswirkung" dieses prozesses.
Auch wenn es Niemand gibt der die Kontrolle hat
wirken die scheinbaren Objekte aufeinander.
So hat thomas auf ingens Fragen geantwortet.
Mit der Frage "wie es kam, dass du es durchschaut hast. Was hat dich überzeugt?"
wollen wir keine absolut 100% beweisbare Aussage
sondern eine Einschätzung was in dem direct pointing Prozess
zum Durchschauen der Ich-Illusion verhalf, und warum.
wie es kam, dass du es durchschaut hast. Was hat dich überzeugt?
ganz ehrlich? ich weiss nicht, obs direct pointing war, die frage der schuld (wer hat die kontrolle) am anfang dieses threads, einfach das hinhören/-sehen, woher die gedanken kommen, das jahr ein kurs in wundern vorher oder mein mohnbrötchen gestern.
da ich nicht die gedanken mache, kann ich auch nicht sagen, was und warum passiert. warum ich blau lieber mag als rot und welcher "gedankenblitz" zum verständnis geführt hat.
ich kann folgendes raten, aber ich weiss es objektiv nicht:
ich kam zu der überzeugung, dass das "ich" nicht existiert, weil ich bemerkt habe, dass gedanken/gefühle nicht von mir gemacht werden, sondern ich sie einfach nur wahrnehme. so konnte ich erkennen, dass ich nicht der handelnde bin, sondern durch den dp-ansatz des hinsehen/-hörens gedanken und gefühle einfach nur wahrnehme - sie "mir" aber weiter nichts tun können. weiter konnte ich erkennen, dass diese "impulse" aus dem nichts auftauchen (hab keinen gefunden, der sie mir in den kopf steckt) und auch dort wieder verschwinden (hab nicht gesehen wohin).
überzeugt hat mich letztlich, dass "ich" als "reiner wahrnehmender" unschuldig bin, was die gedanken angeht, ebenso, dass die gefühle mir nichts anhaben können.
besonders hilfreich und überzeugend war dabei das durchschauen der "kettenreaktionen", also einfachen alltägliche prozesse in ihre bestandteile zu zerlegen.
bsp. spielgel: erscheinen eines umrisses > zuordnung einer form > erkennen des gesichtes > gedanke "das bin ich" > gefühle oder weitere gedanken. ohne dp wäre mir diese kette nicht bewusst geworden.
das "ich" ist also nur ein gedanke, der mit "mir" als wahrnehmendem nichts (außer, dass er erscheint) zu tun hat.
nehme ich war, dass ich hier tippe? es folgen gedanken und gefühle in einer kette, die aber nichts mit "mir" zu tun haben. die ketten beschreiben, was passiert - aber ich habe auf diese handlung keinen einfluss.
einfach gesagt hat mir dp zur erkenntnis verholfen, dass "ich" "gewahrsein" bin, in dem bestimmte dinge auftauchen und wieder verschwinden. ich geniesse die neue freiheit des fühlens ohne mir gedanken um ein "warum" machen zu müssen, da mir dp geholfen hat, gedanken und gefühle in ihrer ursachenkette zu durchschauen.
dp ist eine ganz tolle frage-/antworttechnik, die hilft, die illusion des "ichs" durch einfaches hinsehen und hinterfragen zu durchschauen. ich würde dp jedem suchendem weiter empfehlen, wenn ich kontrollieren könnte, was ich tue.
also entweder: es gibt kein ego, es gibt keine welt, es gibt keinen macher (eben keine illusion) - nur sein. oder: kompliziert.
Gibt es in Deinem Erleben ein Ego?
nein, ich erlebe kein ego.
da ist wahrnehmung oder "sein", in dem gedanken erscheinen und verschwinden. aber die haben nichts mit "mir" zu tun.
ich hab lange "gesucht" und nirgends irgendwas gefunden. weder einen wahrnehmenden (im sinne eines "ichs"), noch einen "gedankenschicker", noch anfang noch ende von mir. da ist nichts. nur gedanken/gefühle, die auftauchen und wieder verschwinden.
in meinem erleben zeigt sich kein ego.
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wenn nun die fragen wieder "falsch" beantwortet sind, lass uns abbrechen oder was anderes machen. der prozess war toll und ich würde auch gerne mehr über die hintergründe (fragetechnik) erfahren. ich halte es aber für sinnfrei, zum 4. oder 5. mal die gleiche frage gestellt zu bekommen und die immer gleiche antwort in anderen worten zu geben.
geht es um
mein erleben oder darum, bestimmte schlagworte im kontext zu nennen? mein erleben ist recht einfach gestrickt - ob dus glaubst oder nicht. kompliziert und einsam wirds nur, wenn "ich" "mich" (oder meine sicht) erklären oder begründen soll (sprachlich ausdrücken, metaphern finden). alles andere, was "mich" nicht betrifft geht ganz leicht.