Und mir fällt jetzt gerade nichts mehr ein, was ich fragen könnte.
Willst du dir die "Abschluss" - Fragen noch mal vornehmen?
ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt reichts
Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei
Ja mach ich, mal sehen was jetzt so rauskommt (:
Vielleicht brauchts bischchen Zeit...
Vielleicht brauchts bischchen Zeit...
Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei
Liebe Ingen, hier meine jetzigen Antworten...
1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?
Nein. Ich ist einfach ein Wort, bestenfalls eine Ansammlung von Gedanken. Dahinter steht nichts Selbstständiges/Unabhängiges, nur weitere Gedanken. Wenn es jemanden jenseits von Gedanken geben würde, dann bräuchte er keine Geschichte, die er erst glauben müsste um zu existieren. Dann wäre er auch ohne Gedanken direkt und eindeutig wahrnehmbar. Aber da ist nichts, und was jetzt nicht da ist kann auch niemals gewesen sein. Vergangenheit ist auch nur ein Gedanke.
2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst.
Da ist eine Geschichte in meiner Wahrnehmung die Erinnerung genannt wird und eine jahrzehntelange Vergangenheit von einer Charakterfigur mit meinem Namen erzählt. Die ganze Geschichte dreht sich um Mich in diesem Körper als ein individuelles eigenständiges Wesen, das einen freien Willen hat und verantwortlich für sein Tun ist. In dieser Geschichte wird immer ganz selbstverständlich von einem separaten Selbst ausgegangen und dieses Ich wird immer wieder auf verschiedenste Weise unterstützt, bestärkt und bestätigt. In den frühen Kindheitserinnerungen genauso wie in den späteren spirituellen Erfahrungsgeschichten, nur das das Selbst hier hübsch verpackt wird: als fluffige Seele oder gar als Universum selbst, oder noch besser: in einem unsichtbarem Beobachterposten versteckt. Und diese Geschichte handelt von dringlichem Ernst und Wichtigkeit dieses Selbstes und von der großen Bedeutung der Gedanken und Geschichten selbst. In dieser Geschichte werden die Gedanken immer das Wichtigste und direkte Wahrnehmung als zweitrangig behandelt.
In der Ich-Illusion ist diese große Persönlichkeitsgeschichte so vordergründig und so alles einnehmend , das es scheint als wäre sie alles was es gibt. Als wäre dieser gedankliche Fantasie- Ich-Charakter ein wirkliches separates Wesen. Die Geschichte über dieses Selbst ist so komplex und überzeugend das ihre Realität sie nicht in Frage gestellt wird, nicht wirklich angesehen wird. Alle direkten Sinneswahrnehmungen werden dieser Ich Geschichte untergeordnet, zugeordnet. Die Gefühle und Sinneseindrücke werden sofort von einem Ich-Gedanken gekapert der behauptet sie erfahren oder verursacht zu haben. Es wird nicht gesehen, das der scheinbar separate Wahrnehmende dieser Gedankens ist wieder nur ein weiterer Ich -gedanke ist, und dahinter wieder nur ein Gedanke steht - eine nicht endende Gedankenspirale.
3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.
Es ist alles ganz normal und das was weggefallen ist ändert nichts an dem Normal-Gefühl, so das man den Unterschied manchmal fast übersieht. Die Ich- Gedanken und Gefühle sind da, auch Zweifel, aber haben ihre Wichtigkeit verloren,e steht nichts Wirkliches mehr dahinter. Die Gefühl-Gedanken-Spirale geht zwar oft noch so einige Runden greift aber immer irgendwann ins Leere. Gedanken hören oft einfach abrupt auf und dann ist alles weit. Mein Handeln erscheint mir jetzt direkter , spontaner und losgelöster zu sein, und da ist mehr Lachen, Leichtigkeit. Die Last der Verantwortung fällt stückchenweise ab. Die Rolle die ich spiele, spielt keine Rolle mehr. Selbst wenn sich dies alles sich irgendwann als weitere raffinierte Ich-Illusion herausstellen würde.
Ich kann das große Drama, das ich um die ganze Sache und gemacht habe nicht mehr verstehen, es erscheint mir auch nicht mehr peinlich oder falsch sondern einfach nebensächlich, erstaunlich. Die Wahrnehmung ist intensiver , die Welt ein Stückchen nähergerückt, als wenn ein Schleier/Filter weggefallen ist. Das große Suchen ist weg, keine Fragen mehr nur eine verspielte Neugierde. Diese ständige innere Eile- weg von hier zum nächsten hin- fällt immer mehr weg. Der innere Schweinehund namens ''Später'' scheint mir jetzt ein niedliches Schoßhündchen.
Das Paradox mit dem gerade größten Wow-Effekt für mich ist, das diese Beschreibung sich irgendwie sehr begehrenswert anhört, wie etwas was ich vorher unbedingt haben wollte. Und doch ist das hier nichts was ich selbst in meinen desillusioniertesten Befreiungs-vorstellungen gewollt hätte. Das hier ist es nicht was ich gesucht hatte, und doch ist es so ausfüllend, das man nie wieder zurück wollen könnte.
4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?
Es gab wohl viele Schubse und Schübe. Das - was fehlt denn jetzt? -welches sich durch die ganzen Dialog gezogen hat war so was, und auch - Bedeutungslosigkeit- und das genaue Anschauen der -Da-draussen-Idee-.
Es ist als wenn irgendwann so etwas wie eine Entscheidung getroffen worden ist : Einfach endgültig mit diesem engen Ich aufzuhören, einen Vertrauenssprung zu machen. Und doch ist kein Entscheidender oder ein Zeitpunkt dafür auszumachen, es passiert immer noch.
Nichts ist fertig oder abgeschlossen und muss es auch nicht sein.
5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Wofür bist Du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus Deiner direkten Erfahrung.
Dies ist eigentlich eine Frage nach Funktion und Entstehung von den Gedanken. Denn freier Wille , Kontrolle usw. sind nichts weiter als das, Gedanken. Sie spielen nur eine (scheinbare) Rolle wenn die Ich -geschichte geglaubt wird, vordergründig ist. In der direkten Wahrnehmung passiert das alles nur. Die angebliche unabhängige Instanz die etwas kontrollieren oder verantwortlich sein könnte ist einfach nicht da und die Frage nach Funktion und Entstehung erübrigt sich damit. Gedanken sind einfach da wenn Zeit wahrgenommen wird.
Das ich eben aufgestanden bin und mir einen Kaffee gemacht habe ist einfach passiert. Der Körper hat sich bewegt und verschiedene Dinge getan. Die Gedanken, auch die mit Ich-Inhalt, begleiten dieses Tun einfach, benennen es. Sie haben keinen Einfluss darauf. Sie passieren auch einfach.Vorausschauende Gedanken zum Beispiel sind einfach nur eine Idee von etwas, wie es dann kommt ist immer eine Überraschung nicht kontrollierbar. Und was hier wirklich passiert kann man gar nicht wissen. Es sind einfach nur sich ständig verändernde Wahrnehmungen.Wer würde das wissen wollen? Da sind Gedanken der Leichtigkeit und Dankbarkeit, vielleicht sind GeDanken einfach nur zum Danken da (:
Aber wissen kann das auch keiner...
6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?
Vielleicht noch etwas zu dieser Frage nach der permanenten Gewissheit, nach was etwas Beständigem, Absoluten.
Im Moment würde ich es so ausdrücken:
Permanent ist ständige Veränderung. Bestimmt gewiss ist Nichts/ Leere.
Unbestimmt gewiss ist Existenz. Irgendwas ist da. Die Essenz von allen meinen Wahrnehmungen ist ein undefinierbares und doch unwiderrufliches Gefühl des totalen Da seins. Und warum sollte das nicht genug sein...
1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?
Nein. Ich ist einfach ein Wort, bestenfalls eine Ansammlung von Gedanken. Dahinter steht nichts Selbstständiges/Unabhängiges, nur weitere Gedanken. Wenn es jemanden jenseits von Gedanken geben würde, dann bräuchte er keine Geschichte, die er erst glauben müsste um zu existieren. Dann wäre er auch ohne Gedanken direkt und eindeutig wahrnehmbar. Aber da ist nichts, und was jetzt nicht da ist kann auch niemals gewesen sein. Vergangenheit ist auch nur ein Gedanke.
2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst.
Da ist eine Geschichte in meiner Wahrnehmung die Erinnerung genannt wird und eine jahrzehntelange Vergangenheit von einer Charakterfigur mit meinem Namen erzählt. Die ganze Geschichte dreht sich um Mich in diesem Körper als ein individuelles eigenständiges Wesen, das einen freien Willen hat und verantwortlich für sein Tun ist. In dieser Geschichte wird immer ganz selbstverständlich von einem separaten Selbst ausgegangen und dieses Ich wird immer wieder auf verschiedenste Weise unterstützt, bestärkt und bestätigt. In den frühen Kindheitserinnerungen genauso wie in den späteren spirituellen Erfahrungsgeschichten, nur das das Selbst hier hübsch verpackt wird: als fluffige Seele oder gar als Universum selbst, oder noch besser: in einem unsichtbarem Beobachterposten versteckt. Und diese Geschichte handelt von dringlichem Ernst und Wichtigkeit dieses Selbstes und von der großen Bedeutung der Gedanken und Geschichten selbst. In dieser Geschichte werden die Gedanken immer das Wichtigste und direkte Wahrnehmung als zweitrangig behandelt.
In der Ich-Illusion ist diese große Persönlichkeitsgeschichte so vordergründig und so alles einnehmend , das es scheint als wäre sie alles was es gibt. Als wäre dieser gedankliche Fantasie- Ich-Charakter ein wirkliches separates Wesen. Die Geschichte über dieses Selbst ist so komplex und überzeugend das ihre Realität sie nicht in Frage gestellt wird, nicht wirklich angesehen wird. Alle direkten Sinneswahrnehmungen werden dieser Ich Geschichte untergeordnet, zugeordnet. Die Gefühle und Sinneseindrücke werden sofort von einem Ich-Gedanken gekapert der behauptet sie erfahren oder verursacht zu haben. Es wird nicht gesehen, das der scheinbar separate Wahrnehmende dieser Gedankens ist wieder nur ein weiterer Ich -gedanke ist, und dahinter wieder nur ein Gedanke steht - eine nicht endende Gedankenspirale.
3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.
Es ist alles ganz normal und das was weggefallen ist ändert nichts an dem Normal-Gefühl, so das man den Unterschied manchmal fast übersieht. Die Ich- Gedanken und Gefühle sind da, auch Zweifel, aber haben ihre Wichtigkeit verloren,e steht nichts Wirkliches mehr dahinter. Die Gefühl-Gedanken-Spirale geht zwar oft noch so einige Runden greift aber immer irgendwann ins Leere. Gedanken hören oft einfach abrupt auf und dann ist alles weit. Mein Handeln erscheint mir jetzt direkter , spontaner und losgelöster zu sein, und da ist mehr Lachen, Leichtigkeit. Die Last der Verantwortung fällt stückchenweise ab. Die Rolle die ich spiele, spielt keine Rolle mehr. Selbst wenn sich dies alles sich irgendwann als weitere raffinierte Ich-Illusion herausstellen würde.
Ich kann das große Drama, das ich um die ganze Sache und gemacht habe nicht mehr verstehen, es erscheint mir auch nicht mehr peinlich oder falsch sondern einfach nebensächlich, erstaunlich. Die Wahrnehmung ist intensiver , die Welt ein Stückchen nähergerückt, als wenn ein Schleier/Filter weggefallen ist. Das große Suchen ist weg, keine Fragen mehr nur eine verspielte Neugierde. Diese ständige innere Eile- weg von hier zum nächsten hin- fällt immer mehr weg. Der innere Schweinehund namens ''Später'' scheint mir jetzt ein niedliches Schoßhündchen.
Das Paradox mit dem gerade größten Wow-Effekt für mich ist, das diese Beschreibung sich irgendwie sehr begehrenswert anhört, wie etwas was ich vorher unbedingt haben wollte. Und doch ist das hier nichts was ich selbst in meinen desillusioniertesten Befreiungs-vorstellungen gewollt hätte. Das hier ist es nicht was ich gesucht hatte, und doch ist es so ausfüllend, das man nie wieder zurück wollen könnte.
4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?
Es gab wohl viele Schubse und Schübe. Das - was fehlt denn jetzt? -welches sich durch die ganzen Dialog gezogen hat war so was, und auch - Bedeutungslosigkeit- und das genaue Anschauen der -Da-draussen-Idee-.
Es ist als wenn irgendwann so etwas wie eine Entscheidung getroffen worden ist : Einfach endgültig mit diesem engen Ich aufzuhören, einen Vertrauenssprung zu machen. Und doch ist kein Entscheidender oder ein Zeitpunkt dafür auszumachen, es passiert immer noch.
Nichts ist fertig oder abgeschlossen und muss es auch nicht sein.
5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Wofür bist Du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus Deiner direkten Erfahrung.
Dies ist eigentlich eine Frage nach Funktion und Entstehung von den Gedanken. Denn freier Wille , Kontrolle usw. sind nichts weiter als das, Gedanken. Sie spielen nur eine (scheinbare) Rolle wenn die Ich -geschichte geglaubt wird, vordergründig ist. In der direkten Wahrnehmung passiert das alles nur. Die angebliche unabhängige Instanz die etwas kontrollieren oder verantwortlich sein könnte ist einfach nicht da und die Frage nach Funktion und Entstehung erübrigt sich damit. Gedanken sind einfach da wenn Zeit wahrgenommen wird.
Das ich eben aufgestanden bin und mir einen Kaffee gemacht habe ist einfach passiert. Der Körper hat sich bewegt und verschiedene Dinge getan. Die Gedanken, auch die mit Ich-Inhalt, begleiten dieses Tun einfach, benennen es. Sie haben keinen Einfluss darauf. Sie passieren auch einfach.Vorausschauende Gedanken zum Beispiel sind einfach nur eine Idee von etwas, wie es dann kommt ist immer eine Überraschung nicht kontrollierbar. Und was hier wirklich passiert kann man gar nicht wissen. Es sind einfach nur sich ständig verändernde Wahrnehmungen.Wer würde das wissen wollen? Da sind Gedanken der Leichtigkeit und Dankbarkeit, vielleicht sind GeDanken einfach nur zum Danken da (:
Aber wissen kann das auch keiner...
6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?
Vielleicht noch etwas zu dieser Frage nach der permanenten Gewissheit, nach was etwas Beständigem, Absoluten.
Im Moment würde ich es so ausdrücken:
Permanent ist ständige Veränderung. Bestimmt gewiss ist Nichts/ Leere.
Unbestimmt gewiss ist Existenz. Irgendwas ist da. Die Essenz von allen meinen Wahrnehmungen ist ein undefinierbares und doch unwiderrufliches Gefühl des totalen Da seins. Und warum sollte das nicht genug sein...
Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei
Liebe Skya,
vielen Dank für deine sehr klaren Antworten, sie haben mich sehr gefreut. Oder eher gerührt, oder wie ich das nun nennen soll. Auf jeden Fall schön.
Ich werde jetzt mal die anderen guides fragen, ob sie noch Fragen haben.
vielen Dank für deine sehr klaren Antworten, sie haben mich sehr gefreut. Oder eher gerührt, oder wie ich das nun nennen soll. Auf jeden Fall schön.
Ich werde jetzt mal die anderen guides fragen, ob sie noch Fragen haben.
Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei
Lieben Dank, Ingen für dein beständiges Guiding und deine Geduld !
Re: ICH lungert schon ewig noch vor dem Tor herum, jetzt rei
Es war mir eine Freude! Vielleicht entscheidest du dich ja selbst zu guiden, dann wirst du das selbst erleben. (Ich kann dir das nur empfehlen, es ist eine wunderbare Praxis, immer wieder die Zweifel und Bedenken anzugucken und aus dem Weg zu räumen).
Es gibt auch von den anderen guides keine weiteren Fragen mehr, alle fanden deine Antworten wunderbar klar. Ich schicke dir eine PM.
Es gibt auch von den anderen guides keine weiteren Fragen mehr, alle fanden deine Antworten wunderbar klar. Ich schicke dir eine PM.
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