Heute (noch) nicht. Da half auch kein Meditieren. Da war keine Freiheit in der Beobachtung. Vorher, in ruhigeren seelischen Gestimmtheiten, war das schon mal da. Autofahren kann da toll so sein und dabei daran denken, dass alles nur "Daten" sind.Auftauchende Regungen und Reaktionen werden, ohne Anhaftung fließend wahrgenommen?
Nein, eher so ein Wiedererkennungswert von: Gedanke mit identifiziertem Gefühl.(ich glaube gefühlsneutrale Gedanken gibts selten) Oder nur ein identifiziertes Gefühl/Haltung, auch ohne spezifischen Gedanken.Also ist das „Ich“ nur ein Gedanke?
Gerade eben fühlt es sich in Richtung kompakt, alternativlos, unentrinnbar an, nichts mit "fließend".
... eine Art innerliche Bewegung oder wahrgenommener Zustand.
Ein Gedanke als "Ich"-Identifikation, kann auch eine feste Meinung sein, etwas verurteilen oder im Gegenteil hochloben.
Ein "oh Augenblick, verweile!" ist auch eine Ich-Identifikation. Als Gedanke "sagen" tut man sowas höchstens im Theater.
Gedanke als innerlicher Prozess zieht andere Gedanken wie Assoziationsketten nach sich. Je mehr Gedankenfluß, desto mehr Ich-Gefühl. Vielleicht ist das Wort "Meinung" treffender als das Wort "Gedanke".
[Sehr nützlich fand ich die Möglichkeit, alles auftauchende, ob Haltung, Einstellung, Gedanke oder Gefühl als "Daten" zu betrachten. Hat mir das Beobachten erleichtert.]
Gerade eben fühle ich mich (nein, keine Geschichten lieber Bilbo) im Streß und fühle eine fast unentrinnbare Ich-Identität. Es fühlt sich enger als sonst an. Nun, im darüber Nachsinnen ergibt sich ein bißchen mehr Abstand, aber "Stress" ist noch da, im Körper(angespannt) und Hirn (im Hirn soll heißen, der Geist fühlt sich dumpfer und in seiner Beweglichkeit eingeengt an). Ja, ja auch das kann beobachtet werden. Jetzt beim Schreiben, und Innehalten beim Schreiben und noch mal noch mal sinnieren zum Thema, kommen mehr und mehr tiefe Atemzüge und es kommt etwas innerliche Fließbewegung in die Identifikation, weniger Stress wird wahrgenommen.Kein Gedanke, kein „Ich“, kein Stress?
Anstrengung und Bemühung, ("Streß"), habe ich auch schon ohne oder zumindest mit nicht bewußt wahrgenommener Identifikation erlebt. Die kam dann eher hinterher, zB als Stolz beim Zurückschauen.

