Ist da eine Instanz, die "Wahrgenommenes" erfährt?
eine abgeschlossene einheit? dann wäre da ja wieder was. dennoch scheint es, dass nur "unmittelbares" wahrgenommen wird. also wenn ich china ein sack reis umfällt, taucht das nicht in der wahrnehmung "bei mir" auf.
Beurteilung ist ein Gedanke, der auftaucht. Wahrnehmung findet statt, ein Gedanke über die Wahrnehmung findet statt. Und: was meinst du mit "ich kann nichts machen?" Was willst du machen?
"ich" will nix machen, kann es ja auch nicht. aber "ich" finde die mühlsteine zwischen denen ich manchmal stecke nicht so angenehm. zumindest so lange ich sie auf mich (ego) beziehe und nicht als reine wahrnehmung "erkenne".
1. Die Dualität kann nicht aufgegeben werden, weil sie nicht existiert. Jetzt und hier gibt es keine Dualität.
2. Daraus folgt, dass es nach Durchschauen der Dualitätsillusion nicht mehr Glückseligkeit gibt als schon jetzt. Es wird sich nichts ändern.
klingt für mich ein wenig nach dem wassertropfen, der sich einredet ein sandkorn zu sein und deswegen unglücklich ist, weil meint, kein wassertropfen zu sein.
Das wird final nicht anders sein als jetzt. Mal Identifikation, mal nicht.
- Wenn du eine optische Täuschung anschaust, wirkt die ja auch immer noch, wenn du sie durchschaut hast.
- Wenn du in einem Zug sitzt, und der Nachbarzug rollt rückwärts, hast du unweigerlich den Eindruck, dass dein Zug vorwärts rollt. Besonders wenn alle Mitreisenden rufen: Wir fahren jetzt!
- Eine Fata Morgana bleibt bestehen, auch wenn du sie durchschaut hast. Du wirst aber nicht mehr hinrennen und trinken wollen.
finde ich aber doof, wenn alle rufen, dass der zug fährt. der fährt doch gar nicht.
erinnert mich an eine frage von heute nachmittag. ich bemerke manchmal, wenn ich schlafend träume - weiss also, dass es ein traum ist. und dennoch erschrecke ich mich dann über irgendwas.
Warum meinst du, dass nichts existiert? Existieren tut das, was sich aus irgend einem Grund jetzt gerade zeigt.
d.h. wenn ich rosa elefanten sehe, sind sie existent?
nur weil ich daran glaube (oder ans ego) wird es doch dadurch nicht existent.
vielleicht sollten wir das wort existent mal tauschen gehen was anderes? "da sein"? also es ist da, was sich gerade jetzt zeigt?
finde ich aber nicht passend. existiert der weihnachtsmann? für mich nein, für kinder ja. halbschwanger?
ist da ein mann im cocacolakostüm? für mich ja, für kinder nein. halbschwanger?
ist glückseeligkeit toll? ja. schwanger ;) muss so sein, ist unabänderbar, muss existieren.
kurz am rande: ich habe öfters menschen bei mir in der praxis, die mit dingen zu tun haben, die nur "in ihrer welt" existieren. zb. verfolgt von irgendwas. wäre das real, wären sie tot. und wenn sie erkennen, dass es nicht real ist, gehts ihnen besser.
aber vielleicht hast du ein beispiel, damit ich es besser verstehe, was du genau meinst.
Die Glückseligkeit allerdings kenne ich nicht als Dauerzustand. Die Wahrheit ist eher: Durchschauen des Ich = Durchschauen des Strebens nach Glückseligkeit.
das ist genetisch bedingt. da frauen ja nur aus der rippe des mannes bestehen, sind sie eben nicht so vollkommen ;)
hab mich heute nochmal aufs beobachten konzentiert. wenn ich alles ohne ego sehe, so ist auch "der gegenüber" nicht handelnd. im grunde ists kein unterschied ob ein stuhl knarzt oder ob jemand was sagt. beides taucht einfach auf, passiert halt und hat mit "mir" nix zu tun. genauso wie es mit "ihm" nix zu tun hat.
die "identifikationsfalle" ist halt noch da, da "man" ja angesprochen wird und irgendwie alles verkehrt interpretiert wird "in der außenwelt" (alles dem ego zugeschrieben wird).
ich beobachte mal weiter.