Liebe Stillness,
jetzt wo es mir körperlich grad mies geht, erkenne ich, dass das Sehen tatsächlich null etwas mit einem Zustand zu tun hat.
Ganz egal wie es mir geht, ich sehe die Leere dahinter. Kein Ich in gar nichts!
Zugegeben, wenn die Erfahrung sehr intensiv und "laut" wird oder beängstigend, dann fällt es mir ab und zu noch schwerer "dabei zu bleiben"... aber das Anhaften an Zustände bzw. das - in der Vorstellung - Verknüpfen von "Sehen" mit bestimmten Gefühlen / Erfahrungen hat aufgehört. Sehen ist unabhängig von allen Erscheinungen.
Meinst du mit 'Menschlichkeit das 'Ich' und das scheinbare persönliche Drama? Meinst du, dass du dann nur noch damit identifiziert bist?
Ja. So war es anfänglich, als es in den letzten Tagen so 'rund ging'.
Schau mal...woher kommt diese Behauptung?
Sie kommt aus dem nichts.. und ist nichts weiter als ein Gedanke, der sich an niemanden richtet.
Ohne Glauben zu investieren, bedeutet er gar nichts.
Überprüft, zeigt sich, dass er noch nicht mal stimmt.
Hat der Körper eine existentielle Krise? Wo ist die existentielle Krise zu finden?
Keine Krise auffindbar. :-)
Im Körper bzw. im Fühlen sind manche Bereiche intensiver spürbar..
Aber wie in der Übung, die ich schon mal gemacht hatte, lösen sich Grenzen sofort auf..
Es bleibt nur Raum, Öffnung, Transparenz.. Gar kein "Körper" bleibt übrig, wenn ich genau hinsehe.. und das, obwohl die Krankheitssymptome vorher scheinbar so viel Schwere und Schmerz impliziert hatten.
Wow.
Wenn es mir schlecht geht, scheint meine "Lust" genau hinzuschauen irgendwie reduziert.. So als wäre das gerade zu "anstrengend" und etwas in mir will sich lieber in die alten, gewohnten Ablenkungsmechanismen zurückziehen, um den Schmerzen zu entkommen.
Aber jetzt wird mir klar, dass es genau umgekehrt ist: Nicht hinzuschauen macht es viel anstrengender..
Gerade fühlt es sich mit allem "weich" in mir an.
Alles ist gut, darf so da sein, wie es gerade ist.. Inklusive "Rückfälle" ins Alte.
:-)
Herzensgruß zu dir