Meine Definition von Frieden ist die totale Hingabe an dessen was ist und das Gefühl was daraus entsteht. Das fühlt sich nach Frieden an.
Kannst da das bestimmen, ob gerade Hingabe da ist oder nicht?
Es fehlt nichts. Den Nichtfrieden zu akzeptieren, ihn bedingungslos zu umarmen fühlt sich sehr friedvoll an. So friedvoll dass mir die Tränen kommen. Es ist wie ein Ankommen an das zu Hause in mir...
Wunderschön, mach das immer wieder mal ganz bewusst...
Das etwas anders sein soll als es ist, sind Konzepte. Und das alles so sein sollte wie es ist aber auch. Alles Gedanken.
Genau...:)
Nur fühlt es sich im Körper unterschiedlich an.
Sind im Körper nicht andauern irgendwelche unterschiedlichen Empfindungen? Ist das nicht ein einziger Fluss von vibrieren, pulsieren, pochen, Druck, Zug, kribbeln usw. usw.... Und hin und wieder ploppt ein Gedanke auf und der heftet dann ein Etikett auf die Empfindung...
Kannst du das sehen?
Es ist allerdings auch die Erkenntnis da, dass dies nur ein Konzept ist. Ein Gedanke, verbunden mit einem Gefühl.
Oft auch Gedanke ohne Gefühl, oder?
Und dann kommt die Erwartung das man mit der Erwartung nichts machen sollt - verrückt ist das....
Na und? Wen kümmerts... :))
Ich lehne es ab nicht im Frieden zu sein mit mir und der Welt.
Wenn wieder mal Ablehnung da ist, dann schau sie genau an. Ganz neugierig und neutral wie ein Forscher. Und dann frag dich aus was sie besteht. Was davon ist Gedankengeschichte, was davon ist genau jetzt im Körper zu spüren. Und dann frag dich auch woher die Idee kommt, dass immer Frieden da sein müsste. Frag dich, ob der Gedanke auch da wäre, wenn du noch nie über derlei Dinge gehört oder gelesen hättest...
Das Gefühl von Traurigkeit und von Energielosigkeit im Körper.
Lass das einfach da sein, heiße es willkommen, umarme es... So wie ungeliebte Kinder die sich im Keller verstecken mussten... Sieh das einfach wie das Wetter, ständig wechselnd. Wir haben da so unsere Vorlieben, und doch ist es wie es ist. Und jede Erscheinung ist Teil des Ganzen...Erst durch Kontraste kann wahrnehmen geschehen...
Die Gedanken darüber das irgendetwas nicht stimmt und das Gefühl das irgendetwas fehlt. Dass ich die Dinge zukünftig anders machen sollte und vom Wesen her anders sein sollte.
Wenn wieder solche Gedanken da sind, dann ersetze sie mit blablablablablablablabla... dann schau dich um während du blabla denkst, hör dich um, spüre was da ist. Und wenn das, woran du vorher gedacht hast nicht mit den Sinnen erfahrbar ist, war es nur Gedankengeschichte, Phantasiewelt..., ist es einfach nicht real... :)
Und dann die Hoffnungslosigkeit, dass sich diese Dinge niemals ändern und ich machen kann was ich will - ich werde nirgendswo ankommen - das macht mich dann traurig.
Super! Hoffnungslosigkeit ist guuuut!!! Begrabe alle Hoffnung, dass du jemals wo ankommen könntest!
Mach jetzt in genau diesem Moment bitte folgendes: (Mach es wirklich!)
Von da aus wo du jetzt sitzt, stehe auf (JETZT) und gehe in Richtung Sein...............
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Wie weit musst du gehen, dass du zum Sein kommst?
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Du kannst nie irgendwoanders sein als genau
HIER!
Und hier sind immer unterschiedliche Erfahrungen, unterschiedliche Zustände, verschiedene Stimmungen. Doch eines haben all diese Unterschiedlichkeiten gemein: Sie werden wahrgenommen...
Kannst du das erkennen?
So wie das Wetter. Mal scheint die Sonne, mal regnet es. Mal ist da Wind, Sturm, Windstille. Stell dir mal vor es würde immer die Sonne scheinen, dann wäre bald alles vertrocknet... :)
Das ist das was ich als den totale Frieden definiere und teilweise auch erfahre. Ablehnung darf da sein. Sie kommt und geht. Es kommt aber der Gedanke, dass ich selber entscheiden kann ob ich das Gefühl annehme oder nicht- Nämlich wenn ich diese Übungen mache, kann ich dies lernen. Wenn es aber niemanden gibt der das entscheidet, entscheide ich das auch nicht.
Muss es jemanden geben, der Entscheidungen trifft? Kann entscheiden nicht einfach geschehen? So wie leben, atmen, scheinen, regnen, singen, fließen.........? Wenn ein Felsbrocken den Hang runterpurzelt, entscheidet er dann wohin es geht? Oder geschieht das einfach durch die Gegebenheiten?
Also ist es völlig irrelevant ob ich etwas tue oder nicht. Ich tue es oder ich tue es nicht. Ich verstehe irgendetwas oder nicht. Ich fühle ein Ich oder nicht. Der Gedanke an ein Ich kommt oder er kommt nicht. Schmerzen kommen oder nicht usw.
Ganz genau so ist es. Du weißt es ja schon längst.... :)
Und ich weiß nicht ob das so ist- und auch das ist dann wohl egal
:)
"Ich weiß nicht", ist der allerbeste Ort um von da aus ganz einfach nur zu sein, ganz genau so wie es eben gerade ist...:)