Verwirrung pur

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Bernd
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Sun Sep 30, 2018 3:22 pm

Hi Christian,
Stört das wirklich den Körper, oder sind das Gedanken die sagen „es stört den Körper“?
Kann den Körper etwas stören?
Es ist natürlich ein Gedanke: Es stört dem Körper.
Was ich sagen kann ist, dass es Gefühle oder Energien im Körper gibt. Dem Körper stören sie nicht. Es ist so, dass der Körper sich schwerer anfühlt wenn gewisse Gefühle auftreten
Beschreibe mir mal was bei diesem „traurigen Gefühl“ wirklich zu spüren ist.
Es fühlt sich an wie eine Art Energiestau. Also als ob das Gefühle unterdrückt werden und Energie nicht zum fließen kommt.
Beschrieb mir mal wie sich diese Energielosigkeit anfühlt. Was ist zu spüren?
Die Arme sind schwach, die Beine ebenso. Es ist eine Müdigkeit da. Der Körper fühlt sich sehr schwer und träge an. Es kommen Gedanken wie: ach nicht schon wieder dieses Gefühle. Ich will doch jetzt endlich mal Freude spüren.

LG
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Wed Mar 27, 2019 7:48 pm

Hallo Christian,
Unser Chat ist ja irgendwie eingeschlafen. Hast du noch Lust mich weiter zu begleiten? In mir ist der Impuls gerade da. LG bernd

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barb
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Re: Verwirrung pur

Postby barb » Sat Mar 30, 2019 11:45 am

Hallo :)

Christian ist zur Zeit nicht aktiv als Guide, aber wenn du möchtest kann ich dich ein Stück des weglosen Weges begleiten... :)
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Bernd
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Sun Mar 31, 2019 11:34 am

Hi Barb,
Ja sehr gerne.
LG
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Re: Verwirrung pur

Postby barb » Sun Mar 31, 2019 11:44 am

Ja sehr gerne.
Fein, freut mich :)

Magst du mir mal ein bisschen was erzählen? Z.B wo du jetzt stehst im Vergleich zu Beginn der Untersuchung.

Was hat sich geändert, wenn du so deine Eingangsfragen mit Antworten durchliest?
Welche Erwartungen sind da?
Was sollte anders sein als es jetzt ist?
Wie wird es sich anfühlen die Illusion eines getrennten Ichs zu durchschauen?


:)
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Mon Apr 01, 2019 4:52 pm

Was hat sich geändert, wenn du so deine Eingangsfragen mit Antworten durchliest?
Ich kann nicht sagen, dass sich großartig etwas verändert hat. Das was ich als Antworten gegeben habe, erscheint mir nach wie vor als wahr.
Welche Erwartungen sind da?
Es ist nach wie vor die Erwartung da, dass sich nach dem Erkennen ein Frieden einstellt. Diese Erwartung wird nicht losgelassen. Es ist allerdings auch die Erkenntnis da, dass dies nur ein Konzept ist. Ein Gedanke, verbunden mit einem Gefühl. Und die Erkenntnis, dass solch eine Erwartung nicht steuerbar ist. Also ich kann dies nicht abstellen.
Was sollte anders sein als es jetzt ist?
Es wäre schön wenn eine innere Erleichterung eintreten würde. So dass alles sein darf und nichts mehr abgelehnt wird.
Wie wird es sich anfühlen die Illusion eines getrennten Ichs zu durchschauen?
Am Wochenende habe ich mich mit einer Freundin darüber unterhalten. Als ich Ihr meine "Nicht Ich" Sichtweise erklärte, war alles klar. Es gab nichts was sich widersprach und auf die Frage, warum man dann überhaupt irgendetwas macht, kam die Antwort : warum denn nicht und es geht gar nicht anders. Mittlerweile ist diese Erkenntnis wieder weg und es ist so ein Gefühl der Sinnlosigkeit da. Ich weiss nicht wie sich das Erkennen wirklich anfühlt und ob überhaupt irgendetwas anders ist...

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Re: Verwirrung pur

Postby barb » Tue Apr 02, 2019 11:57 am

Welche Erwartungen sind da?
Es ist nach wie vor die Erwartung da, dass sich nach dem Erkennen ein Frieden einstellt. Diese Erwartung wird nicht losgelassen.
Wie ist deine Definition von Frieden? Wie ist es jetzt, wo dieser ersehnte Frieden nicht da ist? Mach es dir mal so richtig gemütlich, entspanne dich. Atme ein paarmal sanft und lang ein und aus.
Dann schau dich um, hör dich um, spüre den Körper...
Fehlt hier irgendwas? Sollte oder könnte irgendetwas anders sein als es ist?
Es ist allerdings auch die Erkenntnis da, dass dies nur ein Konzept ist. Ein Gedanke, verbunden mit einem Gefühl. Und die Erkenntnis, dass solch eine Erwartung nicht steuerbar ist. Also ich kann dies nicht abstellen.
Sehr gut! Man braucht auch gar nichts zu machen mit den Erwartungen, es reicht schon sie als solche zu erkennen... :)
Es wäre schön wenn eine innere Erleichterung eintreten würde. So dass alles sein darf und nichts mehr abgelehnt wird.
Was genau lehnst du ab, was du nicht mehr ablehnen möchtest?
Was wäre, wenn auch „Ablehnen“ Teil des Ganzen ist und einfach sein dürfte? Kann es nicht sein, dass „Ablehnen“ einfach eine Schutzfunktion ist? Es ist doch ganz praktisch etwas dagegen zu haben, dass einem der Hammer auf den Zeh fällt, oder... ;)
Am Wochenende habe ich mich mit einer Freundin darüber unterhalten. Als ich Ihr meine "Nicht Ich" Sichtweise erklärte, war alles klar. Es gab nichts was sich widersprach und auf die Frage, warum man dann überhaupt irgendetwas macht, kam die Antwort : warum denn nicht und es geht gar nicht anders.
Wunderbar... :)
Mittlerweile ist diese Erkenntnis wieder weg und es ist so ein Gefühl der Sinnlosigkeit da.
Was von „Sinnlosigkeit“ ist Gedanke und was ist körperliche Empfindung? Was bleibt, wenn du den Gedankengeschichten dazu nicht glaubst?
Ich weiss nicht wie sich das Erkennen wirklich anfühlt und ob überhaupt irgendetwas anders ist.
Bist schon auf der richtigen Spur... "Ich weiß nicht" ist ein sehr guter Platz... :)

Gefühle sind Erscheinung, die kommen und gehen (oftmals sind die überhaupt nur Gedanken in Verkleidung) ... Zu sehen, dass es kein getrenntes "Ich" gibt ist meistens sehr unspektakulär, und genau, es ist nicht anders als jetzt, denn dieses illusionäre "Ich" ist ja jetzt schon nicht da... :)
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Fri Apr 05, 2019 11:44 am

Wie ist deine Definition von Frieden? Wie ist es jetzt, wo dieser ersehnte Frieden nicht da ist? Mach es dir mal so richtig gemütlich, entspanne dich. Atme ein paarmal sanft und lang ein und aus.
Dann schau dich um, hör dich um, spüre den Körper...
Fehlt hier irgendwas? Sollte oder könnte irgendetwas anders sein als es ist?
Meine Definition von Frieden ist die totale Hingabe an dessen was ist und das Gefühl was daraus entsteht. Das fühlt sich nach Frieden an.
Es fehlt nichts. Den Nichtfrieden zu akzeptieren, ihn bedingungslos zu umarmen fühlt sich sehr friedvoll an. So friedvoll dass mir die Tränen kommen. Es ist wie ein Ankommen an das zu Hause in mir...
Das etwas anders sein soll als es ist, sind Konzepte. Und das alles so sein sollte wie es ist aber auch. Alles Gedanken.
Nur fühlt es sich im Körper unterschiedlich an.

Es ist allerdings auch die Erkenntnis da, dass dies nur ein Konzept ist. Ein Gedanke, verbunden mit einem Gefühl. Und die
Sehr gut! Man braucht auch gar nichts zu machen mit den Erwartungen, es reicht schon sie als solche zu erkennen... :)

Und dann kommt die Erwartung das man mit der Erwartung nichts machen sollt - verrückt ist das....
Was genau lehnst du ab, was du nicht mehr ablehnen möchtest?
Ich lehne es ab nicht im Frieden zu sein mit mir und der Welt. Das Gefühl von Traurigkeit und von Energielosigkeit im Körper. Die Gedanken darüber das irgendetwas nicht stimmt und das Gefühl das irgendetwas fehlt. Dass ich die Dinge zukünftig anders machen sollte und vom Wesen her anders sein sollte. Und dann die Hoffnungslosigkeit, dass sich diese Dinge niemals ändern und ich machen kann was ich will - ich werde nirgendswo ankommen - das macht mich dann traurig.
Was wäre, wenn auch „Ablehnen“ Teil des Ganzen ist und einfach sein dürfte? Kann es nicht sein, dass „Ablehnen“ einfach eine Schutzfunktion ist? Es ist doch ganz praktisch etwas dagegen zu haben, dass einem der Hammer auf den Zeh fällt, oder... ;)
Das ist das was ich als den totale Frieden definiere und teilweise auch erfahre. Ablehnung darf da sein. Sie kommt und geht. Es kommt aber der Gedanke, dass ich selber entscheiden kann ob ich das Gefühl annehme oder nicht- Nämlich wenn ich diese Übungen mache, kann ich dies lernen. Wenn es aber niemanden gibt der das entscheidet, entscheide ich das auch nicht. Also ist es völlig irrelevant ob ich etwas tue oder nicht. Ich tue es oder ich tue es nicht. Ich verstehe irgendetwas oder nicht. Ich fühle ein Ich oder nicht. Der Gedanke an ein Ich kommt oder er kommt nicht. Schmerzen kommen oder nicht usw.
Und ich weiß nicht ob das so ist- und auch das ist dann wohl egal

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Re: Verwirrung pur

Postby barb » Sat Apr 06, 2019 12:20 pm

Meine Definition von Frieden ist die totale Hingabe an dessen was ist und das Gefühl was daraus entsteht. Das fühlt sich nach Frieden an.
Kannst da das bestimmen, ob gerade Hingabe da ist oder nicht?
Es fehlt nichts. Den Nichtfrieden zu akzeptieren, ihn bedingungslos zu umarmen fühlt sich sehr friedvoll an. So friedvoll dass mir die Tränen kommen. Es ist wie ein Ankommen an das zu Hause in mir...
Wunderschön, mach das immer wieder mal ganz bewusst...
Das etwas anders sein soll als es ist, sind Konzepte. Und das alles so sein sollte wie es ist aber auch. Alles Gedanken.
Genau...:)
Nur fühlt es sich im Körper unterschiedlich an.
Sind im Körper nicht andauern irgendwelche unterschiedlichen Empfindungen? Ist das nicht ein einziger Fluss von vibrieren, pulsieren, pochen, Druck, Zug, kribbeln usw. usw.... Und hin und wieder ploppt ein Gedanke auf und der heftet dann ein Etikett auf die Empfindung... Kannst du das sehen?
Es ist allerdings auch die Erkenntnis da, dass dies nur ein Konzept ist. Ein Gedanke, verbunden mit einem Gefühl.

Oft auch Gedanke ohne Gefühl, oder?
Und dann kommt die Erwartung das man mit der Erwartung nichts machen sollt - verrückt ist das....
Na und? Wen kümmerts... :))
Ich lehne es ab nicht im Frieden zu sein mit mir und der Welt.
Wenn wieder mal Ablehnung da ist, dann schau sie genau an. Ganz neugierig und neutral wie ein Forscher. Und dann frag dich aus was sie besteht. Was davon ist Gedankengeschichte, was davon ist genau jetzt im Körper zu spüren. Und dann frag dich auch woher die Idee kommt, dass immer Frieden da sein müsste. Frag dich, ob der Gedanke auch da wäre, wenn du noch nie über derlei Dinge gehört oder gelesen hättest...
Das Gefühl von Traurigkeit und von Energielosigkeit im Körper.
Lass das einfach da sein, heiße es willkommen, umarme es... So wie ungeliebte Kinder die sich im Keller verstecken mussten... Sieh das einfach wie das Wetter, ständig wechselnd. Wir haben da so unsere Vorlieben, und doch ist es wie es ist. Und jede Erscheinung ist Teil des Ganzen...Erst durch Kontraste kann wahrnehmen geschehen...
Die Gedanken darüber das irgendetwas nicht stimmt und das Gefühl das irgendetwas fehlt. Dass ich die Dinge zukünftig anders machen sollte und vom Wesen her anders sein sollte.
Wenn wieder solche Gedanken da sind, dann ersetze sie mit blablablablablablablabla... dann schau dich um während du blabla denkst, hör dich um, spüre was da ist. Und wenn das, woran du vorher gedacht hast nicht mit den Sinnen erfahrbar ist, war es nur Gedankengeschichte, Phantasiewelt..., ist es einfach nicht real... :)
Und dann die Hoffnungslosigkeit, dass sich diese Dinge niemals ändern und ich machen kann was ich will - ich werde nirgendswo ankommen - das macht mich dann traurig.
Super! Hoffnungslosigkeit ist guuuut!!! Begrabe alle Hoffnung, dass du jemals wo ankommen könntest!

Mach jetzt in genau diesem Moment bitte folgendes: (Mach es wirklich!)

Von da aus wo du jetzt sitzt, stehe auf (JETZT) und gehe in Richtung Sein...............



-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wie weit musst du gehen, dass du zum Sein kommst?

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------






Du kannst nie irgendwoanders sein als genau HIER!

Und hier sind immer unterschiedliche Erfahrungen, unterschiedliche Zustände, verschiedene Stimmungen. Doch eines haben all diese Unterschiedlichkeiten gemein: Sie werden wahrgenommen... Kannst du das erkennen?
So wie das Wetter. Mal scheint die Sonne, mal regnet es. Mal ist da Wind, Sturm, Windstille. Stell dir mal vor es würde immer die Sonne scheinen, dann wäre bald alles vertrocknet... :)
Das ist das was ich als den totale Frieden definiere und teilweise auch erfahre. Ablehnung darf da sein. Sie kommt und geht. Es kommt aber der Gedanke, dass ich selber entscheiden kann ob ich das Gefühl annehme oder nicht- Nämlich wenn ich diese Übungen mache, kann ich dies lernen. Wenn es aber niemanden gibt der das entscheidet, entscheide ich das auch nicht.
Muss es jemanden geben, der Entscheidungen trifft? Kann entscheiden nicht einfach geschehen? So wie leben, atmen, scheinen, regnen, singen, fließen.........? Wenn ein Felsbrocken den Hang runterpurzelt, entscheidet er dann wohin es geht? Oder geschieht das einfach durch die Gegebenheiten?
Also ist es völlig irrelevant ob ich etwas tue oder nicht. Ich tue es oder ich tue es nicht. Ich verstehe irgendetwas oder nicht. Ich fühle ein Ich oder nicht. Der Gedanke an ein Ich kommt oder er kommt nicht. Schmerzen kommen oder nicht usw.
Ganz genau so ist es. Du weißt es ja schon längst.... :)
Und ich weiß nicht ob das so ist- und auch das ist dann wohl egal
:)
"Ich weiß nicht", ist der allerbeste Ort um von da aus ganz einfach nur zu sein, ganz genau so wie es eben gerade ist...:)
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Tue Apr 09, 2019 9:58 am

Kannst da das bestimmen, ob gerade Hingabe da ist oder nicht?
Nein das kann Ich nicht. Manchmal versuche ich mich einer Situation hinzugeben und es funktioniert nicht und manchmal passiert hingabe einfach so ohne dass ich etwas dafür tue.
Es kommt der Gedanke das ich etwas dafür tun kann. Z.B. durch Übung. Und es sieht auch so aus. Also wenn ich z.b. meditiere dann wird der Körper ruhiger und es kommen weniger Gedanken und dann ist die Hingabe einfacher.
Aber ich kann sehen dass es ein Konzept ist, welches durch Gedanken erschaffen wurde. Und es letztendlich zu nichts hinführt. Ausser das der Körper besser entspannen kann.
Sind im Körper nicht andauern irgendwelche unterschiedlichen Empfindungen? Ist das nicht ein einziger Fluss von vibrieren, pulsieren, pochen, Druck, Zug, kribbeln usw. usw.... Und hin und wieder ploppt ein Gedanke auf und der heftet dann ein Etikett auf die Empfindung... Kannst du das sehen?
Ja. Das kann ich sehen. Es kommt ein Gefühl. Und dann kommt der Gedanke und bennent das Gefühl. Und dann wird dieses Gefühl bewertet als gut oder schlecht. Oder auch dass damit etwas gemacht werden muss oder dass es jetzt für immer bleiben muss usw. Manchmal kommt aber auch zuerst der Gedanke und dann das Gefühl. Z.b. folgt auf dem Gedanken: ich sollte es besser machen " ein anderes Gefühl als bei dem Gedanken : ich bin super.
Oft auch Gedanke ohne Gefühl, oder?
Ja. Manchmal sind Gedanken einfach neutral und ohne Bewertung. Dann taucht kein Gefühl auf.
Na und? Wen kümmerts... :))
Bei dieser Frage tauchen soviel Gedanken auf und ein so merkwürdiges Gefühl. Ich habe keine Ahnung wen es kümmert.
Und auch kein Ahnung wer da eigentlich keine Ahnung hat ...

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Re: Verwirrung pur

Postby barb » Tue Apr 09, 2019 11:10 am

Ich habe keine Ahnung wen es kümmert.
Und auch kein Ahnung wer da eigentlich keine Ahnung hat ...
"Keine Ahnung" ist ganz wunderbar... ES - das Sein, Leben, Existenz - oder wie immer du es nennen willst ist nicht zu verstehen. Ver-stehen ist statisch, fix; doch das Leben ist immer im Fluss, ständig verändernd. Dieses ungetrennte Sein wird in jedem Augenblick erlebt, doch der Verstand wird das niemals erfassen können.

Es geht nicht um Wissen, sondern ums Ende des wissen wollens - nur ums erfahren. Erfahrung kann nicht gewusst werden, nur erlebt... Es gibt nur eine einzige Sache, die sicher gewusst werden kann...Wenn das erkannt wird könnte es geschehen dass mehr und mehr Erstaunen erscheint, und aus dem Staunen heraus ist keine Hingabe mehr nötig, da schon ALLES hingegeben ist...:)

Auf den Rest deines Posts werde ich eingehen, sobald du die weiteren Fragen beantwortet hast... :)
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Tue Apr 09, 2019 7:11 pm

Wie weit musst du gehen, dass du zum Sein kommst? 
Ich kann nirgendwo hingehen um mehr oder weniger zu sein. Und auch die Wahrnehmung das alles immer ist ist mal da und mal nicht und das passiert im sein.
Und hier sind immer unterschiedliche Erfahrungen, unterschiedliche Zustände, verschiedene Stimmungen. Doch eines haben all diese Unterschiedlichkeiten gemein: Sie werden wahrgenommen... Kannst du das erkennen?
So wie das Wetter. Mal scheint die Sonne, mal regnet es. Mal ist da Wind, Sturm, Windstille. Stell dir mal vor es würde immer die Sonne scheinen, dann wäre bald alles vertrocknet... :)
Ja das kann ich sehen. Unterschiedliche Empfindungen tauche auf und diese werden wahrgenommen. Und seit einigen Tagen tobt ein Sturm in mir. Ein Sturmm vieler und verwirrenden Gedanken und eine sehr grosse Traurigkeit. Und dann kommen Gedanken damit was machen zu müssen, die Traurigkeit annehmen zu müssen usw. Und es sind Widerstände da. Natürlich sind das Gedanken und Konzepte. Nur schmerzt es wirklich sehr und mein Körper ist ziemlich energielos. Das ist ein Zustand der abgelehnt wird. Und so sehr ich mich bemühe ihm anzunehmen, es klappt nicht. Es ist gerade sehr schwer...
Muss es jemanden geben, der Entscheidungen trifft? Kann entscheiden nicht einfach geschehen? So wie leben, atmen, scheinen, regnen, singen, fließen.........? Wenn ein Felsbrocken den Hang runterpurzelt, entscheidet er dann wohin es geht? Oder geschieht das einfach durch die Gegebenheiten? 
Nein es muss keinen geben der Entscheidungen trifft. Es darf auch alles so passieren. Und es passiert einfach alles so. Und es wäre so schön wenn hier das auch verstanden wird.

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Re: Verwirrung pur

Postby barb » Wed Apr 10, 2019 11:55 am

Nein das kann Ich nicht. Manchmal versuche ich mich einer Situation hinzugeben und es funktioniert nicht und manchmal passiert hingabe einfach so ohne dass ich etwas dafür tue.
Es kommt der Gedanke das ich etwas dafür tun kann. Z.B. durch Übung. Und es sieht auch so aus. Also wenn ich z.b. meditiere dann wird der Körper ruhiger und es kommen weniger Gedanken und dann ist die Hingabe einfacher.
Da ist ja gar nichts verkehrt daran... :) Mach doch was sich gut anfühlt, ohne dir darüber zu viel einen Kopf zu machen. Du siehst ja ganz wunderbar, dass das alles einfach geschieht, dann lass es doch so.. Braucht es dazu einen Steuermann?
Aber ich kann sehen dass es ein Konzept ist, welches durch Gedanken erschaffen wurde. Und es letztendlich zu nichts hinführt. Ausser das der Körper besser entspannen kann.
Also ich würde mal sagen, dass das nicht nichts ist, wenn der Körper besser entspannen kann... :) Letztendlich wird die Ich-Illusion genährt von Gedanken + körperlichen Verspannungen...
Ich kann nirgendwo hingehen um mehr oder weniger zu sein. Und auch die Wahrnehmung das alles immer ist ist mal da und mal nicht und das passiert im sein.
:)
Ja das kann ich sehen. Unterschiedliche Empfindungen tauche auf und diese werden wahrgenommen. Und seit einigen Tagen tobt ein Sturm in mir. Ein Sturmm vieler und verwirrenden Gedanken und eine sehr grosse Traurigkeit. Und dann kommen Gedanken damit was machen zu müssen, die Traurigkeit annehmen zu müssen usw. Und es sind Widerstände da. Natürlich sind das Gedanken und Konzepte. Nur schmerzt es wirklich sehr und mein Körper ist ziemlich energielos. Das ist ein Zustand der abgelehnt wird. Und so sehr ich mich bemühe ihm anzunehmen, es klappt nicht. Es ist gerade sehr schwer...
Ja solche Phasen kann es geben. Einfach so gut annehmen wie es eben geht. Mal geht es besser mal weniger gut (auch mit dem Annehmen)... Sei gut zu dir, kümmere dich um dich so gut du kannst. Versuche auch dem Körper ausreichend Erholung und Entspannung zu gönnen. Es ist da teilweise in uns so eine tiefe Konditionierung, dass wir immer energiegeladen und fit sein müssten, ansonsten - glauben wir - läuft irgendetwas falsch... Aber ist das so? Gibt es richtig oder falsch?
Erlaube dir energielos zu sein, traurig zu sein. Manchmal gibt es Phasen, wo wir einfach nur schauen können, dass wir so gut wie möglich durch den Tag kommen, einfach nur das Nötigste erledigen... :)

Lass uns mal das Konzept Körper ein wenig näher untersuchen:

Vielleicht magst du ja die folgende Übung auch aufs Handy oder so sprechen.

Finde einen ruhigen Ort und eine ruhige Zeit.
Lege dich hin, atme ruhig und langsam, schließe die Augen und entspanne dich.

Gedanken mögen die Situation vielleicht beschreiben als "Ich liege hier" oder "Mein Körper liegt hier" oder "Ein Körper liegt hier auf einem Sofa".
Aber kannst du diese beschreibenden Gedanken für die Dauer der Übung ausblenden und in einer entspannten Art und Weise nur Empfindung betrachten?

Wenn du dort angekommen bist, betrachte bitte folgende Fragen:

Im reinen Spüren, kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?

Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Ist eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung zu spüren?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Unterlage?

Nur im Spüren, weißt du wie viele Zehen du hast, weiß das Spüren überhaupt was von Zehen, oder ist da einfach nur eine Empfindung?

Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau?
Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?

Worauf bezieht sich das Wort/die Bezeichnung 'Körper' eigentlich?
Nimmt der Körper wahr, oder wird der Körper wahrgenommen?

Fehlt hier irgendetwas, wenn du dich so erfährst?

Viel Freude mit dem Experiment :)
Nein es muss keinen geben der Entscheidungen trifft. Es darf auch alles so passieren. Und es passiert einfach alles so.

Genau... :)
Und es wäre so schön wenn hier das auch verstanden wird
Wie erwartest du sollte das aussehen?
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Re: Verwirrung pur

Postby Bernd » Fri Apr 12, 2019 7:15 pm

Braucht es dazu einen Steuermann?
Es fühlt sich manchmal so an als wenn es ein Ich gibt, welches das in der Hand hat. Und es steuern könnte.
Erlaube dir energielos zu sein, traurig zu sein. Manchmal gibt es Phasen, wo wir einfach nur schauen können, dass wir so gut wie möglich durch den Tag kommen, einfach nur das Nötigste erledigen... :)
Vorgestern verschwand das Gefühl der Energielosigkeit und es war ein natürlich fließen da. Das hielt bis gestern abend an. Und heute, nach einem kurzen Mittagsschlaf war es wieder da. Das ist ein so schönes Gefühl und es kommt ohne Vorwarnung ;-)
Im reinen Spüren, kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?
Ich kann nicht fühlen wie groß der Körper ist.
Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Weiß ich nicht genau. ICh weiß nur das er irgendwo aufhört, nämlich da wo kein Spüren mehr ist.
Ist eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung zu spüren?
Nein
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Unterlage?
mmmh. Ich spüre schon dass der Körper irgendwo aufhört. Der Druck der Unterlage wird aber als Empfindung wahrgenommen. Eine klare Grenze kann ich nicht erkennen.


Nur im Spüren, weißt du wie viele Zehen du hast, weiß das Spüren überhaupt was von Zehen, oder ist da einfach nur eine Empfindung?
Nur eine Empfindung. Ich weiß nicht wie viel Zehen ich habe.
Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau?
Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?
Die frage finde ich schwierig zu beantworten. Es gibt schon eine Wahrnehmung im Körper und ein Wahrnehmung im Außen, nämlich wenn ich etwas sehe. Wobei ich das gesehen ja wiederum in mir wahrnehme. Eigentlich gibt es ja dann kein innen und aussen. Es wird alles im Körper wahrgenommen.

Worauf bezieht sich das Wort/die Bezeichnung 'Körper' eigentlich?
Weiß ich nicht. Auf ein etwas, ein Ding indem komische Sachen passieren ??
Nimmt der Körper wahr, oder wird der Körper wahrgenommen?
Der Körper nimmt wahr und reagiert und ich nehme wahr wie der Körper reagiert.
Fehlt hier irgendetwas, wenn du dich so erfährst?
NEin

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Re: Verwirrung pur

Postby barb » Sat Apr 13, 2019 11:13 am

Es fühlt sich manchmal so an als wenn es ein Ich gibt, welches das in der Hand hat. Und es steuern könnte.
Mach dazu ein kleines Experiment:
Hebe deinen rechten oder linken Arm (oder lass ihn unten). Während des Hebens oder Nicht-Hebens wird eine Entscheidung getroffen, zumindest geschieht etwas (oder nicht).
Kannst du den genauen Augenblick der Entscheidung bestimmen und das konkrete Wesen finden, das diese Entscheidung zu treffen scheint?
Ist es wirklich möglich, den Moment der Entscheidung sowie den scheinbaren „Entscheider“ zu finden? Oder taucht die Idee „Ich habe mich entschieden, meinen rechten oder linken Arm (nicht) zu heben“ erst nach dem eigentlichen Ereignis auf?
Vorgestern verschwand das Gefühl der Energielosigkeit und es war ein natürlich fließen da. Das hielt bis gestern abend an. Und heute, nach einem kurzen Mittagsschlaf war es wieder da. Das ist ein so schönes Gefühl und es kommt ohne Vorwarnung ;-)
Wird das schöne Gefühl wahrgenommen? Wird Energielosigkeit wahrgenommen? Was ist immer da und immer gleich neutral?

Weiß ich nicht genau. ICh weiß nur das er irgendwo aufhört, nämlich da wo kein Spüren mehr ist.
Ist das wirklich wahr? "Weißt" du es (gelerntes Kopfwissen), oder kannst du das spüren? Spür nochmal nach: Kannst du wirklich ein Ende des Spürens finden wenn du den Gedanken dazu nicht glaubst?
mmmh. Ich spüre schon dass der Körper irgendwo aufhört.
Wie fühlt sich das an, das Aufhören des Körpers? Weiß das reine Spüren was davon, oder ist das nur in Gedanken?
Der Druck der Unterlage wird aber als Empfindung wahrgenommen. Eine klare Grenze kann ich nicht erkennen.
Genau, da ist nur Empfindung...

Die frage finde ich schwierig zu beantworten. Es gibt schon eine Wahrnehmung im Körper und ein Wahrnehmung im Außen, nämlich wenn ich etwas sehe.
Wenn die Augen geschlossen sind, und rein nur das Spüren wahrgenommen wird, wie ist es dann?
Wobei ich das gesehen ja wiederum in mir wahrnehme. Eigentlich gibt es ja dann kein innen und aussen. Es wird alles im Körper wahrgenommen.
Gibt es da ein „in dir“? Oder ist da einfach nur wahrnehmen? Ist es so als ob „du“ durch 2 Löcher nach außen schaust, wie aus einem Zelt?
Achte ganz genau auf die Wahrnehmung/Präsenz. Wohnt die an einem bestimmten Ort?
Weiß ich nicht. Auf ein etwas, ein Ding indem komische Sachen passieren ??
Ist „Körper“ mehr als Farbe-Geräusch-Empfindung-Geruch-Geschmack? Und Gedanken dazu und darüber?
Der Körper nimmt wahr und reagiert und ich nehme wahr wie der Körper reagiert.
Das verstehe ich jetzt nicht so ganz wie du das meinst... Schau da noch mal genau nach wie das so ist. Gibt es mehrere Wahrnehmungen? Eine die im Körper wohnt und dann noch eine die dem „ich“ gehört? Wo ist dieses „ich“ überhaupt. Wo bist „DU“? SCHAU mit den Sinnen. Kannst du ein „ich“ sehen-hören-spüren-riechen-schmecken?

:)
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