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Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Tue Mar 13, 2018 7:59 pm
by pregunta
Werde mich heute mal reinfallen lassen (versuchen) in das Nichts-Gefühl.

Gute Idee. Ich bin gespannt :))

Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Wed Mar 14, 2018 12:35 am
by blanca24
Die Idee, irgendetwas verbessern zu müssen ist fiktiv. Das ist klar gesehen.
Trotzdem ist sie resistent. Sie scheint in diesem Moment aus einem Zurückschrecken vor der Leere zu kommen. Zb sind Gedanken: „Muss etwas tun.“ „Muss LU Fragen beantworten.“

Nebenbei: extreme Konzentrationsprobleme, dauerndes Abschweifen, so extrem wie nie.

Irgendwann plötzlich geht es, die Leere zuzulassen.
Kurz kommt Angst. Kribbeln im Körper.
Dann nichts eine Weile.
Dann Gedanke: „habe mich immer so bemüht, umsonst“, Gefühl: Trauer und Erleichterung.

Dann Gedanke: „gleich passiert etwas Schreckliches“
Es passiert aber nichts – war also Quatschgedanke.

Dann körperliches Zittern, in Bauchgegend.

Dann einfach da sitzen.

Wieder Gedanken, darüber wo wohl die Angst jetzt ist. Dann Gedanke: „das Bewusstsein kann Angst aus sich selbst heraus schaffen, ist aber alles eins.“

Gedanken darüber dass es ganz einfach ist. Alles IST einfach. Aber dass man eben sofort wieder in die Gedanken über Erscheinungen hineingerissen wird...

Gedanken darüber dass es nicht möglich ist wie ein Baby zu sehen.
Es müssten nur Farbspiele sein, nicht 3D. aber selbst Farbe ist schon ein Konzept, kann das Baby ja nicht wissen. Also was würde ein Baby sehen?
Wenn etwas geschieht/sich bewegt erscheint sofort eine Interpretation. Was würde Baby sehen? Bewegung? Aber auch das ist schon Konzept. Es würde wohl irgendwie fühlen aber wie?

Dann kam glaube ich etwas Langeweile. Gedanke dass Langeweile versteckte Angst ist.... dann kam Abschweifen.....weiter ging es nicht mehr...

Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Wed Mar 14, 2018 11:10 am
by pregunta
Gedanken: „Muss etwas tun.“ „Muss LU Fragen beantworten.“
Dieses 'tun müssen' bzw. ‚besser machen müssen‘ taucht ja immer wieder auf. Wenn es das nächste Mal auftaucht, lass das Gefühl zu, dass mit dem Satz kommt und schau nach:

Worauf basiert das denn eigentlich? Kannst du irgendwo wirkliche Fakten finden, die die Begründung dafür liefern, dass das Getane nicht genug ist?

Wo ist die Instanz, die solche Maßstäbe diktiert
... und wo ist die Einheit, die sie befolgen will/muss?

Gedanken darüber dass es nicht möglich ist wie ein Baby zu sehen.
Es müssten nur Farbspiele sein, nicht 3D. aber selbst Farbe ist schon ein Konzept, kann das Baby ja nicht wissen. Also was würde ein Baby sehen?
Wenn etwas geschieht/sich bewegt erscheint sofort eine Interpretation. Was würde Baby sehen? Bewegung? Aber auch das ist schon Konzept. Es würde wohl irgendwie fühlen aber wie?
Das mit dem Baby ist ja vor allem eine Hilfe ...

Frag dich mal, ob Erfahrung eine bestimmte Form erfüllen muss/soll?
Hat sich da vielleicht wieder eine klitzekleine Erwartung versteckt?


Außerdem führe bitte den dritten (und wie ich finde schönsten) Teil der Noting-Übungen aus.
Dazu reduzierst du alles, was erfahren wird, auf Sehen, Hören, Spüren, Schmecken, Riechen und etikettierst entsprechend.

Aus dieser Beschreibung ...
1. Ich sitze auf dem Stuhl und spüre die Lehne. Ich sehe aus dem Fenster. Ich höre einen Vogel. Ich spüre die Sonnenstrahlen auf meiner Haut, ich stehe auf. Ich gehe in die Küche usw.
... könnte also z. B. diese werden:

Spüren. Sehen. Hören. Spüren. Spüren. Sehen usw.
Eine komplexe Handlung wie Radfahren lässt sich z. B auf spüren, sehen und hören reduzieren.

Mache diese Übung mehrmals am Tag und beobachte, wie diese Sichtweise die Wahrnehmung verändert.

Liebe Grüße!

Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Wed Mar 14, 2018 7:58 pm
by blanca24
Worauf basiert das denn eigentlich?
Das Gefühl ist Verlorenheit. Allein auf der Welt, aufgelöst im All. Unsicherheit. Schwere auf Herz.

Wie ich gestern empfunden habe, ist es vielleicht nur ein Zurückschrecken vor Leere.

Kannst du irgendwo wirkliche Fakten finden, die die Begründung dafür liefern, dass das Getane nicht genug ist?

Sicher nicht. Das Wichtige wird ja erledigt. Es ist nie alles getan, was einem einfallen würde. Das Gefühl geht sowieso nicht weg, nicht vom Tun.
Wo ist die Instanz, die solche Maßstäbe diktiert
Das sind einfach Gedanken.
Die Gedanken machen ihr Ding und obwohl die Angst vor der Leere ja auch zerfasert wenn man sie anschaut - ist da ein Zurückweichen.

Genau derselbe Punkt wie, als wir den Dialog angefangen haben?!
Zwischendrin war das Gefühl da, alles bewegt sich...
Es ist nur ein Gedanke der im Weg steht. (Oder muss das dann ein Trauma sein oder so etwas?)

... und wo ist die Einheit, die sie befolgen will/muss?
DIe ist auch ein Gedanke. Eine Erfindung. Deshalb klappt es ja auch nie.

Frag dich mal, ob Erfahrung eine bestimmte Form erfüllen muss/soll?
Hat sich da vielleicht wieder eine klitzekleine Erwartung versteckt?
Eigentlich war es die Wahrnehmung dass das Da-Sein in der Leere dauernd Unterbrochen zu werden scheint von Interpretationen/Abstraktionen.


Mache diese Übung mehrmals am Tag und beobachte, wie diese Sichtweise die Wahrnehmung verändert.
Habe die Übung schon ein paar mal gemacht.
Eine Nüchternheit kommt. Alles ist geschlossener, eine Einheit, keine Grenzen.

Das Gefühl bleibt im Moment aber da.
Sind dann die körperlichen Sensationen die bleiben, wenn ich reduziere.
Frage: Und Gedanken die erfahren werden, wie reduziert man die? Sagt man sich: „Gedanke“?


Gerade echt frustriert...

Vielen Dank!!

Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Wed Mar 14, 2018 11:09 pm
by pregunta
Es ist nur ein Gedanke der im Weg steht. (Oder muss das dann ein Trauma sein oder so etwas?)
Das Trauma anzusehen ginge an dieser Stelle zu weit.

Schau stattdessen mal nach, ob ein Gedanke im Weg stehen kann?
Wie sollte er das tun?

Was passiert stattdessen, wenn du die direkte Wahrnehmung darauf richtest?

Frag dich mal, ob Erfahrung eine bestimmte Form erfüllen muss/soll?
Hat sich da vielleicht wieder eine klitzekleine Erwartung versteckt?
Eigentlich war es die Wahrnehmung dass das Da-Sein in der Leere dauernd Unterbrochen zu werden scheint von Interpretationen/Abstraktionen.
Na und? ;))

Habe die Übung schon ein paar mal gemacht.
Eine Nüchternheit kommt. Alles ist geschlossener, eine Einheit, keine Grenzen.

Das Gefühl bleibt im Moment aber da.
Sind dann die körperlichen Sensationen die bleiben, wenn ich reduziere.
Frage: Und Gedanken die erfahren werden, wie reduziert man die? Sagt man sich: „Gedanke“?
Es kommt darauf an, wie du Gedanken wahrnimmst, ich höre sie zum Beispiel.

Wenn das bei dir nicht stimmig ist, könntest du es mit 'Denken' probieren ...

Gerade echt frustriert...
Ja, auch das passiert ...

Doch ist da tatsächlich ein Ich frustriert oder ist Frustration etwas, was wahrgenommen werden kann?
Kannst du außer den Objekten der Wahrnehmung, aus denen Frust gebaut ist, eine an Frust Leidende finden?
Einen Jemand, den der Frust treffen könnte?

Was passiert mit dem Frust, wenn dem Widerstand gegen den Frust kein Widerstand entgegengesetzt wird?

Liebe Grüße!

Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Thu Mar 15, 2018 12:18 am
by blanca24
Eigentlich war es die Wahrnehmung dass das Da-Sein in der Leere dauernd Unterbrochen zu werden scheint von Interpretationen/Abstraktionen.
Na und? ;))
Ja stimmt. Dann ist das halt so.

Das Trauma anzusehen ginge an dieser Stelle zu weit.
Ja klar, aber wollte deine Einschätzung.

Schau stattdessen mal nach, ob ein Gedanke im Weg stehen kann?
Wie sollte er das tun?
Indem er so beständig gedacht wird, dass die Welt durch seine Brille angeschaut/konstruiert wird.
Was passiert stattdessen, wenn du die direkte Wahrnehmung darauf richtest?
Die Gedanken erscheinen nicht klar erkennbar, es sind Fetzen, gefühlt sind da Gedanken aber sie sind meist nicht benennbar.
Jetzt ist da wieder der Gedanke, die feste Überzeugung, dass ein Gedanke im Wege steht.
Aber die Gedanken verwischen auch gleich wieder und da ist wieder nur so ein unentzifferbarer Gedankenbrei. Und ein schwammiges Unzufriedenheitsgefühl. - Die Gefühle ändern sich auch ständig. Und sind nicht benennbar.

Doch ist da tatsächlich ein Ich frustriert oder ist Frustration etwas, was wahrgenommen werden kann?
Habe ich mich auch gefragt.
Wahrgenommen wird sie auf jeden Fall.
Kannst du außer den Objekten der Wahrnehmung, aus denen Frust gebaut ist, eine an Frust Leidende finden? Einen Jemand, den der Frust treffen könnte?
Eigentlich nicht. Unzufrieden ja, aber da ist ja niemand.
Aber da ist die ÜBERZEUGUNG dass es nicht geht, irgendetwas nicht geht, was genau(???) ist schon wieder vergessen. So breiig ist das...
Was passiert mit dem Frust, wenn dem Widerstand gegen den Frust kein Widerstand entgegengesetzt wird?
Ja, da ist der Widerstand. Da ist er.
Ok, er darf da sein...... er besteht aus Gedanken, die sagen das geht so nicht.
(Merke die starke Tendenz, alles klären zu wollen wieder. Da scheinen sich Gedanken formen, die überzeugt sind dass Dinge klar sein müssen.)
ok, darf sein......ja wird ein bisschen softer
(noch mehr Gedanken: betrüge ich mich? – die Ablenkung ist extrem)
muss lachen. Ist ja echt zum totlachen.
Der Frust und der Widerstand darf da sein......
Müde, ein bisschen friedlicher. Der Frust ist halt Frust. Ist einfach Frust.

Es kommt darauf an, wie du Gedanken wahrnimmst, ich höre sie zum Beispiel. Wenn das bei dir nicht stimmig ist, könntest du es mit 'Denken' probieren ...
Aha. Ja, es ist tatsächlich so ein Fühlen.
Ich versuch das mal.

Jetzt ist fühlen sehen hören fühlen –
Etwas erleichternd, so ist es eben. Mehr muss nicht sein.

Vielen vielen Dank!!!!

Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Thu Mar 15, 2018 8:54 am
by pregunta
Ja, da ist der Widerstand. Da ist er.
Ok, er darf da sein...... er besteht aus Gedanken, die sagen das geht so nicht.
(Merke die starke Tendenz, alles klären zu wollen wieder. Da scheinen sich Gedanken formen, die überzeugt sind dass Dinge klar sein müssen.)
ok, darf sein......ja wird ein bisschen softer
(noch mehr Gedanken: betrüge ich mich? – die Ablenkung ist extrem)
muss lachen. Ist ja echt zum totlachen.
Der Frust und der Widerstand darf da sein......
Müde, ein bisschen friedlicher. Der Frust ist halt Frust. Ist einfach Frust.
Wunderbar gesehen, da ist einfach Frust. Und wenn das Wehren gegen den Frust gefühlt werden darf, ist da einfach Leben, dass gerade diese Form annimmt …

Die Gedanken erscheinen nicht klar erkennbar, es sind Fetzen, gefühlt sind da Gedanken aber sie sind meist nicht benennbar.
Jetzt ist da wieder der Gedanke, die feste Überzeugung, dass ein Gedanke im Wege steht.
Aber die Gedanken verwischen auch gleich wieder und da ist wieder nur so ein unentzifferbarer Gedankenbrei. Und ein schwammiges Unzufriedenheitsgefühl. - Die Gefühle ändern sich auch ständig. Und sind nicht benennbar.
Schau mal bitte, ob da in Wirklichkeit Gedanken sind, … oder ist da in Wirklichkeit nur Denken? Kannst du im Denkprozess irgendwo Trennung finden? Eine Subjekt-Objekt-Beziehung?

Ist da irgendwo ein Opfer zu finden, dass Überzeugungen oder einem Gedankenbrei ausgesetzt wäre?

Wer oder was will die Gedanken nicht haben?
Und wer oder was will ihnen glauben?

Sonnige Grüße!

Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Thu Mar 15, 2018 8:09 pm
by blanca24
Schau mal bitte, ob da in Wirklichkeit Gedanken sind, … oder ist da in Wirklichkeit nur Denken? Kannst du im Denkprozess irgendwo Trennung finden? Eine Subjekt-Objekt-Beziehung?
Aha, das erklärt einiges. Es ist schon wieder eine Abstraktion, einzelne Gedanken herausgreifen zu wollen. Oft erscheint es nur als Gedankenstrom, verändert sich ständig, fließt ineinander. da ist Denken, keine fassbaren (duch jemand) Gedanken. Das ist wirklich so. Die Sprache die die Gedanken fassen will ist noch mal abstrakter.
Wie kommt es aber dann, dass es sich manchmal so klar anfühlt, machmal so schwammig?

Ist da irgendwo ein Opfer zu finden, dass Überzeugungen oder einem Gedankenbrei ausgesetzt wäre?
Es fühlt sich immer erst so an, natürlich auch der Überzeugung wegen, dass da Klarheit sein sollte. Also irgendwie hat das Denken versucht, innerhalb des Denkens aus sich herauszuschauen...

Wer oder was will die Gedanken nicht haben?
Ein Gedanke der sagt dass es so nicht richtig ist, dass es nicht stimmt, nicht gut ist,....
Und wer oder was will ihnen glauben?
Ein Gedanke der sich etwas besseres wünscht.

Ich laufe echt total gegen die Wand. Das scheint mir der Punkt zu sein wo wir angefangen haben.

Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Fri Mar 16, 2018 9:14 am
by pregunta
Wie kommt es aber dann, dass es sich manchmal so klar anfühlt, machmal so schwammig?
Sind Klar und Schwammig nicht auch nur Ideen, Gedanken?

da ist Denken, keine fassbaren (duch jemand) Gedanken.
Genau, da ist einfach dieser Prozess, Denken

Ist Denken getrennt von Spüren, Sehen, Hören?
Versuche mal, Trennungen zu finden zwischen den einzelnen Wahrnehmungen?

Wo hört Spüren auf und Denken beginnt?
Wo hört Denken auf und Hören beginnt?
(...)

Ich laufe echt total gegen die Wand. Das scheint mir der Punkt zu sein wo wir angefangen haben.
Was passiert, wenn diesem Gedanken geglaubt wird? Was wird dann in Gang gesetzt?

Ist jemals IRGENDWO etwas Anderes als Wahrnehmung zu finden?

JEMALS?

???

Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Fri Mar 16, 2018 12:36 pm
by blanca24
Wie kommt es aber dann, dass es sich manchmal so klar anfühlt, machmal so schwammig?
Sind Klar und Schwammig nicht auch nur Ideen, Gedanken?
Ja das sind Bewertungen.
Das sind neue Gedankenmühlen die da in Gang gesetzt werden.
Manche Gedanken kreieren Gedanken die angenehmer erscheinen als andere-
Ok, alles ist halt nur Denken.
Ist Denken getrennt von Spüren, Sehen, Hören?
Versuche mal, Trennungen zu finden zwischen den einzelnen Wahrnehmungen?
Ja, es ist eine einzige Suppe. Auch Sehen ist mit Denken verschmolzen, sehen findet statt mit geschlossenen Augen, da formen sich sichtbare Gedanken-Bilder.
Es ist ein Strom.
Gestern nachts im Bett das Denken Beobachtet. Das Sehen und das Denken nicht zu trennen, dauerndes Scheitern. Noch immer nicht klar gewusst wie es funktioniert, nur dass das Gehirn verkrampft.
Unterm Strich ist es eben alles nur Denken. Alles. Da bleibt nichts übrig. Und wie soll man sich dann in diesem nichts aufhalten?

Jetzt sagst du gleich: schon wieder eine Erwartung!
Also, ich meine: IN allem, und trotzdem nicht reingerissen zu werden.


Ja, da ist auch immer noch ein Widerstand.

Es gibt immer wieder Momente der Klarheit. Gestern nach dem Satz: Jetzt ist immer anders als alle Gedanken und Gefühle. Wenn nur sehen fühlen etc stattfindet. Kurze Erleichterung. Und irgendwie entsteht im Strom dann wieder ein Gedanke der verstehen will und dann geht es wieder los.....
Ich sehe die Gedanken, sehe dass es Gedanken sind – aber vielleicht sage ich das auch bloß und da ist eine Identifikation oder ein „ich“ am Werk.

Ich laufe echt total gegen die Wand. Das scheint mir der Punkt zu sein wo wir angefangen haben.
Was passiert, wenn diesem Gedanken geglaubt wird? Was wird dann in Gang gesetzt?
Depression, Frustration. Neue Gedanken. Neue Gefühle, neue Mühle.
Ist jemals IRGENDWO etwas Anderes als Wahrnehmung zu finden?
Nein nein nein – aber (siehe oben)

Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Fri Mar 16, 2018 1:21 pm
by pregunta
immer nicht klar gewusst wie es funktioniert, nur dass das Gehirn verkrampft.
Das Hirn kann es nicht verstehen, es ist einfach wie es ist … ;)) Gib es auf!

Unterm Strich ist es eben alles nur Denken. Alles. Da bleibt nichts übrig. Und wie soll man sich dann in diesem nichts aufhalten?

Jetzt sagst du gleich: schon wieder eine Erwartung!
Also, ich meine: IN allem, und trotzdem nicht reingerissen zu werden.

Und wenn reingerissen werden passiert, passiert auch das nicht einfach, wie alles andere auch?
Reingerissen werden und dann irgendwann erkennen, dass alles nur ein Spuk war?

Aufwachen und lachen, weil festgestellt wird, dass Reinfallen mal wieder passiert ist?

Ist da irgendjemand da, der verändert, verbessert oder sonst noch was werden müsste?

Was passiert, wenn krampfhaft versucht wird, dieses imaginäre Ich zu verändern,
… oder das Leben, dass diesem Ich passiert?

((.))

Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Fri Mar 16, 2018 6:49 pm
by blanca24
"Und wenn reingerissen werden passiert, passiert auch das nicht einfach, wie alles andere auch? "

ja stimmt natürlich.
Es fehlt: Gewöhnung? Dass der Zustand des nicht reingerissen sein gewohnter wird.

" Ist da irgendjemand da, der verändert, verbessert oder sonst noch was werden müsste?"
Nein. Aber das Gefühl ist wohl noch nicht weg.

" Was passiert, wenn krampfhaft versucht wird, dieses imaginäre Ich zu verändern, 
… oder das Leben, dass diesem Ich passiert? "

Da ist ja kein glaube an das ich.
Trotzdem dauernd ein verbessern wollen.
Glaubst du das ist ein verstecktes ich???? Bitte sag.

Das leben verbessern wollen, ja.

Gedanken entstehen: Fehlschlag, klappt nicht
Gefühle: Trauer
Anrennen gegen den Strom

Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Sat Mar 17, 2018 7:51 am
by pregunta
" Ist da irgendjemand da, der verändert, verbessert oder sonst noch was werden müsste?"
Nein. Aber das Gefühl ist wohl noch nicht weg.

Hat dieses Gefühl in sich eine Bedeutung? Wenn es direkt erfahren wird?
Wenn das Etikett ‚unangenehm‘, oder was auch immer mit dem Gefühl verbunden ist, als Gedanke enttarnt wird?

Da ist ja kein glaube an das ich.
Trotzdem dauernd ein verbessern wollen.
Glaubst du das ist ein verstecktes ich???? Bitte sag.
Ja, Blanca, es steckt im Nachtschrank, ganz hinten, hinter den Wollsocken ...

Spaß beiseite.
War denn Ich wirklich jemals mehr als eine Überzeugung?

Das leben verbessern wollen, ja.
Wenn du irgendwann in deinem Leben etwas gewollt hast, … eine starke Sehnsucht danach hattest …
Was war dann präsenter und näher?

Das gewünschte Objekt?
… oder ein intensives Gefühl des Defizits?

Wann warst du dem Objekt (oder vielmehr dem Gefühl, dass du mit dem Objekt erzielen wolltest) näher?
Mit oder ohne diese Sehnsucht?

..?

Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Sat Mar 17, 2018 9:25 pm
by blanca24
Wenn das Etikett ‚unangenehm‘, oder was auch immer mit dem Gefühl verbunden ist, als Gedanke enttarnt wird?
Ja und dann einfach ignorieren. Jetzt gerade ist auch so eine Müdigkeit da, das erscheint das wieder möglich.
Andere Male ist Unsicherheit da, ob etwas ausgefühlt ist. Und Loslassen passiert eben nicht.

Spaß beiseite.
War denn Ich wirklich jemals mehr als eine Überzeugung?
Ich würde sehr gern gern klären ob da noch eine Illusion ist.
Denn da ist kein Glaube an ein ich. Und der Widerstand ist aber nicht weg. Da ist kein ich. Und alles ist wie mit ich.
Das gewünschte Objekt?
… oder ein intensives Gefühl des Defizits?
Das Defizit

Wann warst du dem Objekt (oder vielmehr dem Gefühl, dass du mit dem Objekt erzielen wolltest) näher?
Mit oder ohne diese Sehnsucht?
Es ist schon klar, es geht nur um aufgeben:
Theoretisch ist ja alles klar.
Wie das real geschieht - ist die Frage.

Re: Hilfe beim hinschauen

Posted: Sun Mar 18, 2018 11:39 am
by pregunta
Spaß beiseite.
War denn Ich wirklich jemals mehr als eine Überzeugung?
Ich würde sehr gern gern klären ob da noch eine Illusion ist.
Denn da ist kein Glaube an ein ich. Und der Widerstand ist aber nicht weg. Da ist kein ich. Und alles ist wie mit ich.

Hmmh, möglicherweise hast du auch die Ich-Illusion schon längst durchschaut und hängst eher intensiv an Wollen und Nichtwollen, das ist nach dem buddhistischen Fessel-Modell die nächste Illusion, die auf uns wartet ...
Schau mal, ob du dich hier wiederfinden kannst:

http://www.unterwegsmitbuddha.de/die-zehn-fesseln/

Wann warst du dem Objekt (oder vielmehr dem Gefühl, dass du mit dem Objekt erzielen wolltest) näher?
Mit oder ohne diese Sehnsucht?
Es ist schon klar, es geht nur um aufgeben:
Theoretisch ist ja alles klar.
Wie das real geschieht - ist die Frage.
Meiner Erfahrung nach liegt im intensiven Fühlen eines Wunsch immer auch schon der Schlüssel zu seiner Erfüllung verborgen. Auf jeden Fall für den Moment des Fühlens.

Gib dich der Sehnsucht, die gerade am stärksten ist, komplett hin, mit allen Gedanken und Gefühlen, die damit auftauchen,

erlaube den kompletten Widerstand dagegen
und die geballten Anhaftung, die die Sehnsucht mit sich bringt,

gib dich außerdem dem Gefühl hin, dass das alles persönlich ist.

Nun lass alle Etiketten los und verweile in der direkten Erfahrung, lass dich von dem, was da ist, vollkommen überschwemmen und verweile im Raum, der sich dadurch ergibt.

Wiederhole den Prozess bei Bedarf, wenn die Gefühle nun noch stark sein sollten.

Dann spüre nach.

Was ist mit dem Gefühl der Sehnsucht geschehen?

Kannst du das Zentrum finden, um das sich dieser ganze Sehnsuchtsstrudel zu drehen scheint?
Ist alles das persönlich, oder erscheint es nur so?

Muss sich wirklich etwas ändern?

Liebe Grüße!