Hi Mathias,
sorry erst mal für meine erneut späte Antwort. Die Woche war ziemlich voll mit Arbeitsthemen, so dass ich die Ruhe nicht gefunden habe. Jetzt aber wieder.
Wie ist es denn in Situationen in denen keine Gedankenwelt da ist, nur reine Wahrnehmung? ...
Stelle einfach nur fest was dort ist, sehen, riechen, schmecken, Warhnehmung. Braucht es dazu immer einen Gedanken? Wann taucht der Gedanke auf, dass "ICH wahrnehme"
Immer wenn ich mich rein auf die direkte Wahrnehmung konzentriere bzw. nur darauf achte, werden nur Sinneswahrnehmungen verarbeitet. Es finden zunächst keine Gedanken statt. Immer dann, wenn ein Gegenstand oder Geräusch nicht mehr als reine Sinnesreizung verarbeitet wird, wird ein Gedanke daraus. Das Gehirn baut die Wahrnehmungen dann um in Gedanken zu identifizierten Gegenständen oder Geräuschen. Der ICH-Gedanke kommt immer dann, wenn eine Identifikation stattgefunden und "ich" diese wahrgenommen/verarbeitet habe. Das hatten wir relativ früh schon mal, dass es ähnlich ist, wenn ich rein auf meine innere Wahrnehmung schalte, also mich nur auf das Gefühl des Schmerzes der Verletzung durch die Trennung konzentriere und nicht in die Gedanken/Erinnerungen gehe, die als Erlebtes zu den Gefühlen führen. Es ist also schon so, dass die reine Konzentration auf die Sinneswahrnehmung die Gedanken zunächst fern hält. Ich merke, dass dann jedoch immer so ein Gefühl der "Sinnlosigkeit" oder "Zeitverschwendung" hoch kommt, wenn man mit den Sinneswahrnehmungen nichts "anfängt" in Form von weiterführenden Gedanken. Das ist natürlich am Ende quatsch, weil es ja egal ist, ob ich was "Sinnvolles" mache oder nur "Sinneswahrnehmungen" beobachte. Letzt endlich fehlt mir aber irgendwie der "Erlebnisfaktor" beim reinen Wahrnehmen, der dem Organismus Marc so oft so gut tut und den er will.