Super. Ich habe keine weiteren Fragen mehr.
Hast du noch offene Fragen?
Wenn du keine Fragen hast kannst du noch unsere obligatorischen Abschlussfragen beantworten,
sie sind gut um nochmal zu sehen wo man steht.
Sollten die Antworten von drei Guides „bestätigt“ werden, so kann ich Dich zu unseren Facebook-Gruppen einladen.
Hier die Fragen:
1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?
Nein, ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst" gibt es nicht, und es gab auch niemals ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst". Es sind alles nur Gedanken.
2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst.
Die Hand berührt die Tischplatte, die Tischplatte wird wahrgenommen. Ein Gedanke erscheint „Es ist die Tischplatte“, die Wahrnehmung wird in gedankliches Wort gefasst. Als nächstes erscheint der Gedanke „Ich berühre die Tischplatte“. Der Ich-Gedanke wird, so lange ich denken kann, an jeder Erfahrung drangehängt. Die Erziehung und die Sprache haben irgendwann in der Kindheit dafür gesorgt, dass die Ich-Illusion entsteht und sich verfestigt. Wenn man, nach dem Ich-Gedanken, den Weg zurückverfolgt, stellt man fest, dass zum Zeitpunkt der Wahrnehmung kein Ich vorhanden war. Ich wird nachträglich als Gedanke hinzugefügt und beansprucht die vorangegangene Wahrnehmung für sich. Ein wahrnehmendes Ich ist eine Illusion, da zur Zeitpunkt der Wahrnehmung gar kein Ich vorhanden war.
3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.
Es ist viel einfacher zwischen Wahrnehmung, Gedanke, und Gedankeninhalt zu unterscheiden. Gedankeninhalte fesseln mich immer wieder, aber sie werden sehr schnell als solche erkannt.
4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?
Es begann als ich das „kaltes Wasser“ Beispiel (Mo Jan 02, 2017 9:56 am) konstruieren musste, weil mir das „PC“ Beispiel nicht zusagte. Der letzte Schubs kam ein Tag später (Di Jan 03, 2017 7:48 am), es war als würde ich es mir selbst erklären, um dann überrascht vom Ergebnis zu sein.
5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Für was davon bist Du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus Deiner direkten Erfahrung.
An dieser Stelle möchte ich mit meinem Post vom Di Jan 03, 2017 7:48 am anfangen und dann noch ergänzen:
Die meiste Zeit ist eine Entscheidung nicht notwendig, es passiert einfach. Es ist wie beim Gehen, es muss nicht immer eine Entscheidung getroffen werden, den nächsten Fuß zu bewegen.
Wenn eine "Entscheidung" notwendig ist, erscheint der Gedanke: Finger raus aus dem Wasser. Eine "Entscheidung" ist es nicht wirklich, denn zu einer Entscheidung gehört die Möglichkeit der Gedanke A oder B zu wählen. Wenn der Gedanke erscheint, ist bereits entschieden ob es A oder B ist, somit ist auch ersichtlich, dass eine Wahl in dem Sinne nicht stattfindet.
Bevor die Absicht geboren wird, taucht ein Gedanke auf der sagt „Ich möchte dies oder jenes tun/sagen“. Man kann aber nicht vorhersagen welcher Gedanke als nächstes kommt, somit sind Absicht und Kontrolle eine Illusion.
Mit dem freien Willen verhält es sich ähnlich. Über die aufkommenden Gedanken hat man keine Kontrolle. Der freie Wille stützt sich aber auf die aufkommenden Gedanken, somit kann der Wille nur das wollen was die Gedanken bereits hervorgebracht haben, und ist somit gar nicht frei sondern nur eine Illusion.
Es gibt kein Ich, wer soll dann überhaupt eine Entscheidung treffen, eine Absicht, ein freier Wille, eine Wahl oder die Kontrolle haben?!
6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?
Joram, ich möchte mich bei Dir für deinen Einsatz und die bisherige Geduld bedanken.