Und was siehst du jetzt, wo "das Vertrauen gebrochen" ist?
Vertrauen ist ja ähnlich wie das vertraut sein, was wir schon mal hatten. Zweifel und Vertrauen beides sind nur Geschichten.
Als ich da weiterging kam ich letztlich kam ich auf was anderes, was ich nicht wirklich angesehen hatte : das Du, die Anderen, Beziehungen. Das es kein selbständiges Ich geben kann ist jetzt klar, aber trotzdem glaube ich im Hintergrund das andere selbständige Du s da draussen rumlaufen, und habs gar nicht gemerkt. Und da hängt so viel dran, Scham, Schuld , das Verlangen nach Anerkennung... Alles immernoch sooo wichtig. Gäbe es überhaupt Wichtigkeiten ohne den Glauben an andere Menschen?
Wenn nur das direkt jetzt über die Sinne wahrgenommene wirklich ist, dann kann es andere Menschen auch nur als Sinneswahrnehmung geben in dem Augenblick wo sie direkt vor mir stehen. Und selbst dann gibs da keine eigenständige Du-Seele oder sowas. Wenn ich z.b. deine Postings lese , dann denke ich das da draussen jemand Reales sitzt und mich beurteilt. Aber das sind nur Bilder und Gedanken. Das was wirklich ist sind Wörter auf meinem Bildschirm und die Gedanken die eine Geschichte dazu schreiben. Gefühle und Gedanken aber keine Personen, nichts Persönliches.
Das Witzigste war, das ich irgendwann bei einem Szenario ankam wo ich die Menschen die die Ich Illuison durchschaut haben als Gedankenkonstrukt sehen konnte (weil sie sich selber so sehen) und die Menschen, die an ihr Ich glauben, aber als real sein müssten. Was für ein Quatsch.
Das ist so schwer loszulassen, dabei sollte es klar sein. Irgendwie scheint mir da die ganze innerliche Schwere dranzuhängen. Gehe ich hier gedanklich wieder zu weit?
Vielleicht musst du dem Prozess auch einfach nur Zeit geben und nicht immer nachschauen, ob das Leiden nicht endlich aufhört. Guck dir einfach an, was alles passiert, aus Neugierde.
Ja, ich bin auch tatsächlich irgendwie wieder gelassener geworden, fange an mein Leben wieder zu ordnen. Es ist als wenn ich aus dieser brennenden Intensität etwas rausgezoomt worden bin und es alles mit Abstand angucke.
Das "es soll endlich nur ein bisschen besser werden (ich bin ja schon so bescheiden)" kannst du inzwischen ja selbst durchschauen, oder?
Es ist, als ob sich das wo das Ich dranhängt so klein macht, das ich es übersehe. Und wenn ichs dann durchschaue dann sehe ich das der Inhalt oder die Intensität der Erwartung für die Illusion gar keine Rolle spielt. Es könnte unendlich viel kleiner und bescheidener werden und wäre doch die selbe Identifizierung. Leider ist das Durchschauen meistens erst im Nachhinein,