Wenn ich mit Leuten, die mir in der Vergangenheit sehr weh getan haben, die meine Grenzen überschritten haben, mich übergangen haben, nicht mehr viel zu tun haben möchte. Ich gehe ihnen quasi aus dem Weg, weil ich in ihrer Gegenwart sehr viel Traurigkeit und Wut empfinde. Mir ist bewusst, dass dieses nur eine Geschichte ist. Diese taucht jedoch immer wieder mit einem Schwung auf und nimmt ihren Lauf. Ich benötige in diesem Fall eine für mich gesunde Abgrenzung.
Das klingt gut für mich. Akzeptanz dessen, was ist, kann eben auch bedeuten, zu akzeptieren, dass bestimmte Umstände oder Beziehungen einem nicht gut tun, und entsprechend Abstand zu nehmen.
Wenn ich den aufkommenden Emotionen Aufmerksamkeit und Raum gebe werden sie ruhiger. Dieses kann allerdings ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Das Festhalten oder Loslassen kann ich nicht steuern - es geschieht.
Ja, das klingt ganz danach, als hätte dieser Prozess seine eigene Dynamik und sein eigenes Tempo…
Damit meine ich die eigentliche Geschichte an dem das ICH festhält. Aber wenn das Festhalten einfach geschieht….. ein ziemliches Durcheinander. Die eigentliche Geschichte wirkt sehr dominant und ein Gedanke ploppt nach dem anderen auf, ein totales Chaos. Wut und Verzweiflung treten auf, ich finde keinen klaren Gedanken mehr.
Kann auch dieses Geschehen einfach beobachtet werden, wie Wetter? Was passiert, wenn dem Aufploppen von Gedanken, dem Chaos, den Emotionen kein Widerstand entgegengestellt wird? Und wo ist in all dem eigentlich das Ich, von dem du sprichst?
Ganz, ganz liebe Grüße 🤍