fannifilou

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fannifilou
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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Mon Jun 15, 2026 6:02 pm

Liebe Elea,
das Buch von Byron Katie ist eine tolle Ergänzung. Ich nehme den Inhalt tatsächlich ganz anders wahr.
Hältst du sie gerade fest?
Ja ich glaube schon. Im Moment kommen sehr viele Emotionen zum Vorschein, sehr viel Traurigkeit und Wut. In meiner Vergangenheit habe ich ihnen keinen Raum gegeben. Ich selber habe mir immer eingeredet „ so schlimm ist es doch gar nicht“. Dieses durfte ich sodann natürlich auch im Außen erfahren.
Ich werde von meinen Geschichten gerade regelrecht bombardiert. Das ICH scheint sehr dominant.

Wie gehst du mit Grenzen um? Eigentlich bedarf es nur einer gegenseitigen Akzeptanz - funktioniert leider nur sehr selten.

Danke für dein Dasein 🙏

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You
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Re: fannifilou

Postby You » Wed Jun 17, 2026 4:10 pm

Hallo du Liebe,

das hört sich nach einem intensiven Prozess an. Dass du den Emotionen nun mehr Raum gibst als früher, scheint mir ein wichtiger Teil des Prozesses. Gut, dass du dabei auch „The Work“ als Werkzeug hast.

Beim Lesen deiner Nachricht kommen mir ein paar Fragen, die vielleicht hilfreich sein könnten:

Sind „Festhalten“ (im Sinne von nicht gehen lassen) und „Raum geben“ (solange sie da sind und es brauchen) dasselbe? Oder hältst du sie eigentlich gar nicht fest? Ich hatte die Frage, ob du sie gerade festhältst, ja gestellt, als du vor einiger Zeit geschrieben hattest, dass du dir wünschst, diese immer wiederkehrenden Emotionen gehen lassen zu können.

Schau also nochmal ganz frisch auf diese Frage: Ist da eigentlich jemand, der aktiv Emotionen festhält und nicht gehen lässt? Jemand, der kontrollieren könnte, ob Emotionen bleiben oder gehen? Oder bleiben sie einfach so lange, bis sie genug Raum bekommen haben und die Verbindung von Empfindungen und Gedanken sich lockert durch das Zulassen und Spüren der Empfindungen und/oder Untersuchen der Gedanken?

Was meinst du genau, wenn du sagst, dass das Ich sehr dominant zu sein scheint? Was wird unmittelbar erlebt, wenn dieser Eindruck da ist?

Und zu deiner Frage nach Grenzen: Was genau meinst du damit? Kannst du ein konkretes Beispiel nennen?

Alles Liebe,
Elea

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Wed Jun 17, 2026 10:38 pm

Liebe Elea,
ja die letzten Tage waren sehr intensiv. Wenn ich den aufkommenden Emotionen Aufmerksamkeit und Raum gebe werden sie ruhiger. Dieses kann allerdings ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Das Festhalten oder Loslassen kann ich nicht steuern - es geschieht.
Was meinst du genau, wenn du sagst, dass das Ich sehr dominant zu sein scheint? Was wird unmittelbar erlebt, wenn dieser Eindruck da ist?
Damit meine ich die eigentliche Geschichte an dem das ICH festhält. Aber wenn das Festhalten einfach geschieht….. ein ziemliches Durcheinander. Die eigentliche Geschichte wirkt sehr dominant und ein Gedanke ploppt nach dem anderen auf, ein totales Chaos. Wut und Verzweiflung treten auf, ich finde keinen klaren Gedanken mehr.
Und zu deiner Frage nach Grenzen: Was genau meinst du damit? Kannst du ein konkretes Beispiel nennen?
Wenn ich mit Leuten, die mir in der Vergangenheit sehr weh getan haben, die meine Grenzen überschritten haben, mich übergangen haben, nicht mehr viel zu tun haben möchte. Ich gehe ihnen quasi aus dem Weg, weil ich in ihrer Gegenwart sehr viel Traurigkeit und Wut empfinde. Mir ist bewusst, dass dieses nur eine Geschichte ist. Diese taucht jedoch immer wieder mit einem Schwung auf und nimmt ihren Lauf. Ich benötige in diesem Fall eine für mich gesunde Abgrenzung.

Beim Schreiben merke ich, dass alles gerade sehr durcheinander ist. Ich hoffe du kannst meinen Zeilen ein wenig folgen.

Alles Liebe ✨

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You
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Re: fannifilou

Postby You » Fri Jun 19, 2026 3:58 pm

Wenn ich mit Leuten, die mir in der Vergangenheit sehr weh getan haben, die meine Grenzen überschritten haben, mich übergangen haben, nicht mehr viel zu tun haben möchte. Ich gehe ihnen quasi aus dem Weg, weil ich in ihrer Gegenwart sehr viel Traurigkeit und Wut empfinde. Mir ist bewusst, dass dieses nur eine Geschichte ist. Diese taucht jedoch immer wieder mit einem Schwung auf und nimmt ihren Lauf. Ich benötige in diesem Fall eine für mich gesunde Abgrenzung.
Das klingt gut für mich. Akzeptanz dessen, was ist, kann eben auch bedeuten, zu akzeptieren, dass bestimmte Umstände oder Beziehungen einem nicht gut tun, und entsprechend Abstand zu nehmen.

Wenn ich den aufkommenden Emotionen Aufmerksamkeit und Raum gebe werden sie ruhiger. Dieses kann allerdings ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Das Festhalten oder Loslassen kann ich nicht steuern - es geschieht.
Ja, das klingt ganz danach, als hätte dieser Prozess seine eigene Dynamik und sein eigenes Tempo…

Damit meine ich die eigentliche Geschichte an dem das ICH festhält. Aber wenn das Festhalten einfach geschieht….. ein ziemliches Durcheinander. Die eigentliche Geschichte wirkt sehr dominant und ein Gedanke ploppt nach dem anderen auf, ein totales Chaos. Wut und Verzweiflung treten auf, ich finde keinen klaren Gedanken mehr.
Kann auch dieses Geschehen einfach beobachtet werden, wie Wetter? Was passiert, wenn dem Aufploppen von Gedanken, dem Chaos, den Emotionen kein Widerstand entgegengestellt wird? Und wo ist in all dem eigentlich das Ich, von dem du sprichst?

Ganz, ganz liebe Grüße 🤍


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