3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.
Es fühlt sich gewöhnlich an. ("Gewöhnlich" ist ein wunderschönes Wort.). Ganz und gar nicht besonders. Unkompliziert und schlicht. Und manchmal auch grenzenlos weit. Und aufregend. Und angekommen.
Zu Beginn des Dialogs hatte ich die Quotes gelesen, 326 Bilder, in rascher Folge, schwere Kost.
Glaubte, alles verstanden zu haben, jetzt nur noch ein bisschen um die Ecke gedacht, geheime Bedeutungen entdeckt und − das wär´s dann.
Nach Durchschreiten dieses ominösen Tores, das es gar nicht gibt, noch einmal, gestern, sämtliche Bilder angesehen, durchgeblättert, in rascher Folge.
Ein Sich-Wundern, wie man das immer Gleiche nur auf so viele verschiedene Weisen ausdrücken kann.
So leicht zu lesen und zu verstehen wie eines der Bücher, die ich meinen Töchtern schon tausendmal vorgelesen habe.
Und die Erkenntnis, dass ich beim ersten Lesen buchstäblich überhaupt nichts verstanden hatte.
Und vor allem auch: dass es keine geheimen Bedeutungen gibt.
Einfach nur schlichte wahre Aussagen.
So rückhaltlos offen und ehrlich formuliert, dass ich sie beim ersten Mal "überlesen" hatte.
So wie Geheimnisse, die niemand für wahr hält, weil jeder sie erzählt.
Mal ist das Bewusstsein dafür, dass da kein Ich ist, deutlich da, dann wieder tritt es in den Hintergrund.
Hilfreich hier:
http://www.youtube.com/watch?v=PUDzrCLlrj4
Häufig: ein Gefühl von Weite und Leichtigkeit.
Noch einmal einige Videos angesehen, die ich vor Tagen, als ich nicht wusste, was mit Sehen und Schauen gemeint ist, gesehen hatte.
Ein Hineinschmelzen in die Begrifflichkeiten (Dying, You doesn´t exist, 1000 % honesty etc.), die mir vor Tagen noch Angst gemacht hatten.
"Mein" ganzes Leben geben? Nichts lieber als das.
Mitgefühl für die, die sich auf ihrer Suche nach Lösungen diese Videos ansehen, ohne zu verstehen, wovon da die Rede ist.
Die Wahrnehmung, dass dies ein Anfang ist und "es" sich vertieft.
Dankbarkeit. Und großes Erstaunen, dass "mir" dies geschieht.