Liebe Guides
Ich bin sehr froh dieses Forum gefunden zu haben. Die Einführung, sowie das Buch Gateless Gatecrashers habe ich gelesen, und fühle, dass ich hier richtig bin. Intellektuell habe ich verstanden, dass es kein Ich gibt. Dennoch fehlt hier die direkte Erfahrung und das direkte Sehen/Erkennen von „da-ist-kein-Ich-Da“
Kurz zu mir: Ich hatte mich nie wirklich mit Spiritualität, etc. beschäftigt, bis es mir vor 10 Jahren (bin 33) mental einfach nur schlecht ging. Das Leben war damals sehr anstrengend und alle Gedanken wurden als absolute Realität für wahr gehalten. Das Leben wurde damals größtenteils über negative Gedanken über mich und meine Umwelt wahrgenommen. Damals begann meine Suche und ich fand beim Thema Spiritualität und über die Möglichkeit an sich arbeiten zu können erste Hilfe.
Durch die Spiritualität nahm ich die Idee, dass man an den eigenen Gedanken arbeiten kann lange sehr ernst und entwickelte eine Art Scheinheiligkeit und Anderen überlegen sein, was sehr lange anhielt. Ich wurde quasi zum besserwissenden Kotzbrocken, der weit über allen anderen stand.
Genau genommen hielt diese Einstellung an, bis meine langjährige Beziehung durch genau diese Überlegenheit, Allwissenheit und Unnahbarkeit zerbrach und ich plötzlich vor einem Riesen Trümmerhaufen stand. Mein Leben, meine Zukunftsvorstellungen (gemeinsame Familie, Kinder, Haus, etc...) lösten sich von einem auf den anderen Tag in Nichts auf, wodurch eine Zeit des extremen Leidens und Einsamkeit begann. Ich ertrug mich und meine Gedanken nun absolut nicht mehr, konnte nicht mehr schlafen, essen und alles hatte keinen Sinn mehr.
Ich versuchte über Alkohol die Gedanken abzustellen aber auch das funktionierte nur bedingt, sodass sobald Nüchternheit eintrat, die Gedanken wiederum umso unerträglicher wurden.
Ich war in einem richtigen Gedanken-Teufelskreis. Alles drehte sich nur noch um Mein Leid, mein vertanes Leben, meine Traurigkeit, Einsamkeit, Selbstmitleid usw.
Es gab keinerlei Möglichkeit mehr an den Gedanken zu arbeiten und ich war völlig ohnmächtig diesen Gedanken gegenüber. Es war wie ein Strudel, der mich immer tiefer hinabzog.
In dieser Zeit versuchte ich alles um meine Freundin zurückzubekommen aber erfolglos. In dieser extremen Zeit des Leides löste sich jedoch allmählich innerlich etwas, das diese Gedanken nicht mehr ertrug (mittlerweile würde ich sagen, dass es das "Ich war") . Bei all den Versuchen meine Freundin zurückzubekommen wurde einfach diese Machtlosigkeit gesehen und eine völlige Hingabe an alles was ist passierte. Mein Ich oder Ego war auf einmal nicht mehr da. (Das ist jetzt rückwirkend betrachtet, damals hatte ich keinerlei Wissen um das Thema ICH/Advaita) und eine wundervolle Zeit ohne jegliches Wollen und sich einfach nur dem Leben hingeben geschah.
Es schien damals so, als ob eine absolute Führung meiner Person geschah, sodass eine völlig neue Perspektive ins Spiel kam, die ich damals als Gottes Führung interpretierte (wohl ausgehend von meinem spirituellen Grundwissen)
Da war absolute Stille und Einssein und dieses Alleinssein mit allem wurde einfach nur gelebt über Wochen und Monate, ohne dass da diese Zeit damals so interpretiert worden wäre. Ich erkannte dass Gott in mir ist (Ich Gott bin) und in allen anderen Menschen. Das wir alle Eins sind. Eine völlige Liebe zu allen und allem geschah. Es war nicht mit Worten zu beschreiben und teilweise zähere ich jetzt noch von den bruchstückhaften Erinnerungen an diese Zeit. Es war ein tiefes Wissen und absolute Klarheit über alles da. Keine Angst mehr, keinerlei negative Gedanken, Zukunftsängste etc…Einfach nur Sein.
Alles wurde einfach nur genauso wie es war völlig akzeptiert ohne jeglichen Gedanken an „wie ist es denn jetzt gerade genau“, oder „wie bin ich oder wie verhalte ich mich gerade“. In dieser Zeit bin ich auch wieder mit meiner Freundin, jetzigen Frau zusammengekommen.
Leider ist diese schöne Erfahrung vorüber und über die letzten Jahre hat sich klar wieder ein Ich eingeschlichen.
Mit diesem zurückkehrendem Ich bin ich wieder stärker in das Thema Spiritualität eingestiegen und habe eine Möglichkeit gesucht an diese schöne Erfahrung wieder anzuknüpfen und auch Erklärungen für das was damals war, zu finden. Ich habe in verschiedenen Bereichen gesucht, aber in der Esoterik/Spiritualität und dem „an sich arbeiten, reinigen und verbessern“ keine Resonanz mehr gefunden.
Vor kurzem dann, bin ich über Youtube "zufällig" auf ein Video zum Thema Advaita und "Ich" gestoßen und spürte sofort eine Aufgeregtheit und Resonanz zur tiefen Wahrheit die darin lag. Ich hatte endlich eine Richtung gefunden, was die zu meiner Erfahrung von damals passte.
Seit langem beschäftige ich mich also mit dem Thema Advaita und Ichlosigkeit, fühle mich mittlerweile jedoch verloren und entmutigt. Es fühlt sich an wie die berühmte Karotte vor der Nase, die ich schonmal hatte, jetzt allerdings für mich unerreichbar ist.
Hier ist kein Verlangen mehr weiter Bücher zu Advaita zu lesen, Satsang-Videos zu schauen oder weiter über dieses Ich nachzudenken. Ich habe das Gefühl, dass führt zu nichts und durch die wortreichen, blumigen Beschreibungen vom Zustand der Ichlosigkeit, wird die Karotte einfach immer nur verlockender, jedoch gleichzeitig quasi unerreichbar :(.
Es brennt ein Feuer in mir und Ich möchte direkt erkennen und erfahren, was es mit dem Ich wirklich auf sich hat. Ich würde mich über eure Unterstützung und Begleitung bei diesem Prozess sehr freuen.
Respekt und Hochachtung für euren „selbstlosen“ Einsatz !
Danke,
Marx
+ Sorry für den langen Text zu meiner Geschichte – Ist länger geworden als geplant. Bin normalerweise eher ein „Wenig-Schreiber“
Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich hier
Re: Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich h
Es scheint mir, als ob du an einen Ort wolltest, an dem du bereits bist und nur die Augenbinde abnehmen müßtest, die du dir selbst umgebunden hast....wurde einfach diese Machtlosigkeit gesehen und eine völlige Hingabe an alles was ist passierte. Mein Ich oder Ego war auf einmal nicht mehr da. (Das ist jetzt rückwirkend betrachtet, damals hatte ich keinerlei Wissen um das Thema ICH/Advaita) und eine wundervolle Zeit ohne jegliches Wollen und sich einfach nur dem Leben hingeben geschah.
Es schien damals so, als ob eine absolute Führung meiner Person geschah, sodass eine völlig neue Perspektive ins Spiel kam, die ich damals als Gottes Führung interpretierte (wohl ausgehend von meinem spirituellen Grundwissen)
Da war absolute Stille und Einssein und dieses Alleinssein mit allem wurde einfach nur gelebt über Wochen und Monate, ohne dass da diese Zeit damals so interpretiert worden wäre. Ich erkannte dass Gott in mir ist (Ich Gott bin) und in allen anderen Menschen. Das wir alle Eins sind. Eine völlige Liebe zu allen und allem geschah. Es war nicht mit Worten zu beschreiben und teilweise zähere ich jetzt noch von den bruchstückhaften Erinnerungen an diese Zeit. Es war ein tiefes Wissen und absolute Klarheit über alles da. Keine Angst mehr, keinerlei negative Gedanken, Zukunftsängste etc…Einfach nur Sein.
Du hast bereits direkt erkannt und erfahren, dass das Leben wunderbar ohne "ich" funktioniert.
Ich frage mich und dich: warum nur ziehst du es vor, an eine dich nicht erfüllende Illusion zu glauben, wenn du bereits erfahren hast, dass sie leer, bedeutungslos ist?
Du würdest niemals aufgrund einer Fatamorgana Wasser suchen gehen, weil du weißt, was los ist.
Wenn du es trotzdem tust, glaubst du vielleicht der Fatamorgana mehr als deiner eigenen Erfahrung?
Das interessiert mich. Schreib mir, Marx, was treibt dich dazu, dich so zu verhalten?
wolf
Re: Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich h
Lieber Wolf,
Ich habe damals nicht direkt erfahren, dass das Leben „wunderbar ohne Ich funktioniert“, sondern eher von heute aus betrachtet diesen Abschnitt als „Ichlose Zeit“ interpretiert. Damals, als direkte Erfahrung habe ich eine völlige Lenkung erlebt, die ich zum damaligen Zeitpunkt als „Gottes Führung“ interpretierte. Die Machtlosigkeit der Person Marx/ Ich war absolut klar und offensichtlich.
Hmmm…wie kommt es, dass ich wieder an diese Illusion des Ichs glaube ?
Dadurch, dass ich nicht ein direktes beabsichtigtes Erkennen der Ichlosigkeit erlebte, sondern in diesen Zustand einfach reingerutscht bin, hat mir das ab einem gewissen Punkt auch Angst gemacht. Alles woran ich bis dahin geglaubt hatte und woran ich mich immer orientiert hatte war einfach weggefallen.
- Was passiert hier mit mir?
- Wie kann ich so normal weiterleben?
- Wie kann ich so noch am normalen Leben teilnehmen?
Ich hatte niemanden, mit dem ich mich über diese Sache austauschen konnte. Alle in meinem Umfeld hätten mich für verrückt erklärt. In der spirituellen Ecke fand ich auch keine Erklärung. Es war auf eine gewisse Art und Weise sehr einsam. Irgendwann habe ich wohl wieder versucht an mein altes Leben / vertraute Gedanken von vorher anzuknüpfen, um wieder den alten Marx spielen zu können und wieder richtig dazuzugehören. Also auch fest an "Mich" als eigenverantwortliche, selbstbestimmte und unabhängige Person zu glauben.
Tja…scheinbar funktioniert das auch; da bin ich also.
Ich verstehe mittlerweile intellektuell, dass es kein Ich gibt. Dennoch scheint es in meinem Leben durchaus Zeiten/Situationen zu geben, in denen ein Ich regiert. Irgendwie ist da die Überzeugung, dass das Leben größtenteils "Ichlos" funktioniert, es aber dennoch bestimmte (geschützte?) Bereiche gibt, in denen es ohne Ich nicht funktionieren kann.
....Wo muss ich abbiegen, um wieder klar sehen zu können ?
Liebe Grüße
Marx
Yep, da würde ich gerne wieder hin :)Es scheint mir, als ob du an einen Ort wolltest, an dem du bereits bist und nur die Augenbinde abnehmen müßtest, die du dir selbst umgebunden hast.
Ich habe damals nicht direkt erfahren, dass das Leben „wunderbar ohne Ich funktioniert“, sondern eher von heute aus betrachtet diesen Abschnitt als „Ichlose Zeit“ interpretiert. Damals, als direkte Erfahrung habe ich eine völlige Lenkung erlebt, die ich zum damaligen Zeitpunkt als „Gottes Führung“ interpretierte. Die Machtlosigkeit der Person Marx/ Ich war absolut klar und offensichtlich.
Hmmm…wie kommt es, dass ich wieder an diese Illusion des Ichs glaube ?
Dadurch, dass ich nicht ein direktes beabsichtigtes Erkennen der Ichlosigkeit erlebte, sondern in diesen Zustand einfach reingerutscht bin, hat mir das ab einem gewissen Punkt auch Angst gemacht. Alles woran ich bis dahin geglaubt hatte und woran ich mich immer orientiert hatte war einfach weggefallen.
- Was passiert hier mit mir?
- Wie kann ich so normal weiterleben?
- Wie kann ich so noch am normalen Leben teilnehmen?
Ich hatte niemanden, mit dem ich mich über diese Sache austauschen konnte. Alle in meinem Umfeld hätten mich für verrückt erklärt. In der spirituellen Ecke fand ich auch keine Erklärung. Es war auf eine gewisse Art und Weise sehr einsam. Irgendwann habe ich wohl wieder versucht an mein altes Leben / vertraute Gedanken von vorher anzuknüpfen, um wieder den alten Marx spielen zu können und wieder richtig dazuzugehören. Also auch fest an "Mich" als eigenverantwortliche, selbstbestimmte und unabhängige Person zu glauben.
Tja…scheinbar funktioniert das auch; da bin ich also.
Ich verstehe mittlerweile intellektuell, dass es kein Ich gibt. Dennoch scheint es in meinem Leben durchaus Zeiten/Situationen zu geben, in denen ein Ich regiert. Irgendwie ist da die Überzeugung, dass das Leben größtenteils "Ichlos" funktioniert, es aber dennoch bestimmte (geschützte?) Bereiche gibt, in denen es ohne Ich nicht funktionieren kann.
....Wo muss ich abbiegen, um wieder klar sehen zu können ?
Liebe Grüße
Marx
Re: Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich h
Lieber Marx,
es freut mich und ich danke dir, dass du auf meine erste Frage ohne Anrede und Einleitung so ausführlich antwortest.
Ich freu mich, dich begleiten zu dürfen.
Den "Willkommenstext" hast du vermutlich auch schon gelesen, oder? Wenn nicht, dann würde ich dich bitten, dies noch zu tun, bevor wir loslegen. viewtopic.php?f=18&t=337
Ich werde versuchen, dir täglich zu antworten – oder ich gebe Bescheid.
Mein Ziel ist es, dich erfahren zu lassen, dass es kein „ich“ gibt und dass es dich, Marx und mich wolf, nicht gibt.
Das klingt ziemlich verrückt. Deshalb sollst du mir nichts glauben, sondern mußt solange widersprechen, bis das hier Geschriebene für dich stimmt. Mir hilft, wenn du auf deinem Boden bleibst und von da aus argumentierst, so gut du kannst – gerne auch ausführlich.
Bitte halte während unseres Dialoges das Stöbern in spirituellen Büchern auf das Nötigste begrenzt.
Du, Marx, bist es, um den es jetzt hier geht!
Deine Ansichten sind wichtig und solange für dich zutreffend, bis du sie selber änderst.
Du hast schon geschrieben, warum du hier bist:
wolf
es freut mich und ich danke dir, dass du auf meine erste Frage ohne Anrede und Einleitung so ausführlich antwortest.
Ich freu mich, dich begleiten zu dürfen.
Den "Willkommenstext" hast du vermutlich auch schon gelesen, oder? Wenn nicht, dann würde ich dich bitten, dies noch zu tun, bevor wir loslegen. viewtopic.php?f=18&t=337
Ich werde versuchen, dir täglich zu antworten – oder ich gebe Bescheid.
Mein Ziel ist es, dich erfahren zu lassen, dass es kein „ich“ gibt und dass es dich, Marx und mich wolf, nicht gibt.
Das klingt ziemlich verrückt. Deshalb sollst du mir nichts glauben, sondern mußt solange widersprechen, bis das hier Geschriebene für dich stimmt. Mir hilft, wenn du auf deinem Boden bleibst und von da aus argumentierst, so gut du kannst – gerne auch ausführlich.
Bitte halte während unseres Dialoges das Stöbern in spirituellen Büchern auf das Nötigste begrenzt.
Du, Marx, bist es, um den es jetzt hier geht!
Deine Ansichten sind wichtig und solange für dich zutreffend, bis du sie selber änderst.
Du hast schon geschrieben, warum du hier bist:
Willst du noch was anderes oder ist das alles? (1. Frage)„Dennoch fehlt hier die direkte Erfahrung und das direkte Sehen/Erkennen von „da-ist-kein-Ich-Da. … Ich möchte direkt erkennen und erfahren, was es mit dem Ich wirklich auf sich hat.“
Das interessiert mich. Wann zeigt sich, dass es ohne Ich (was ist das eigentlich?) nicht geht? (2. Frage)„Dennoch scheint es in meinem Leben durchaus Zeiten/Situationen zu geben, in denen ein Ich regiert. Irgendwie ist da die Überzeugung, dass das Leben größtenteils "Ichlos" funktioniert, es aber dennoch bestimmte (geschützte?) Bereiche gibt, in denen es ohne Ich nicht funktionieren kann.“
wolf
Re: Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich h
Ja, Ich freue mich ebenfalls auf deine Begleitung und bin völlig mit diesem Ziel einverstanden :)Mein Ziel ist es, dich erfahren zu lassen, dass es kein „ich“ gibt und dass es dich, Marx und mich wolf, nicht gibt.
Den Willkommenstext habe ich gelesen und das Stöbern in spirituellen Büchern habe ich bereits seit einiger Zeit aufgegeben. Ich werde auch versuchen täglich zu antworten.
Zu den Fragen:
1. Ja, direktes Erkennen, dass es kein Ich gibt ist mein Hauptziel. Dadurch wieder zurück in den Zustand von damals zu kommen wäre zwar schön, ist aber kein direktes Ziel. Ich weiß nicht, ob sich genau dieser Zustand mit dem Durchschauen der Ich-Illusion wiedereinstellt.
2. a.) Vor allem in Beziehungen zu anderen Menschen habe ich oft das Gefühl als Handelnder verantwortlich für meine Worte und mein Verhalten zu sein. Ich kann entscheiden, ob ich etwas sage oder nicht. Ich habe scheinbar die Wahl zwischen verletzenden oder auch unterstützenden Worten/Gedanken/Handlungen zu wählen. Und die Konsequenzen daraus muss „Ich“ tragen. Insbesondere bei Meinungsverschiedenheiten mit meiner Frau ist da eine deutliche Identifizierung mit meinen Gedanken.
2. b.) Daneben gibt es den finanziellen/beruflichen Bereich, in dem das Denken sehr stark auf die Zukunft ausgerichtet ist. Hier fällt es mir sehr schwer die Kontrolle aus der Hand zu geben, da ich als Familienvater die Verantwortung habe, dass meine kleine Familie gut versorgt ist. "Ich" will beruflichen Erfolg und finanzielle Sicherheit. Mit diesen Zukunftsgedanken und Ängsten identifiziere ich mich sehr stark, was mich oftmals davon abhält einfach nur voll und ganz den jetzigen Moment zu leben.
2. c.) Beim privaten Kennenlernen von neuen Menschen oder auch in beruflichen Meetings ist immer eine sehr große Angespanntheit und Nervosität zu spüren. Hier will „Ich“ vor den Anderen gut da stehen und gefallen. Es wird versucht ein Bild nach Außen aufrecht zu erhalten. Da ist Angst vor negativer Bewertung. In diesen Situationen bin ich in einem großen Stress, da ich in ein regelrechtes Gedankenkarussell gerate, das sich dann komplett um mich selbst dreht. Permanente Selbstbewertung von was ich sage, wie ich mich verhalte passiert dann. Es kann kein klarer Gedanke mehr gefasst werden.
Das „Ich“ sehe ich als interpretierende persönliche Instanz, die für viele Gedanken, Gefühle und Handlungen Verantwortung hat/bzw. einfach übernimmt.
Re: Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich h
Danke, Marx, du machst es super!
Ich verkürze mal deine Antworten auf: wann zeigt sich, dass es ohne Ich nicht geht?:
Du fühlst dich verantwortlich, weil du entscheiden kannst, was du sagst.
Du meinst, das, was in der Zukunft geschieht, in deinen bescheidenen Grenzen beeinflussen zu können.
Du willst einen besseren Eindruck machen.
Und du siehst dein Ich als interpretierende persönliche Instanz, die für Gedanken, Gefühle und Handlungen Verantwortung hat.
Danke, das alles kann ich verstehen und hatte es genau so selbst gedacht.
Ich möchte nicht zuviel auf einmal anschneiden, deshalb fange ich mit dem „Ich“ an und komme später auf die Verantwortung, die Zukunft und den Eindruck zurück.
So eine Instanz, das ist wohl etwas Menschen-ähnliches, so wie ein Richter oder ein Chef. Ich nehme an, du bist der Chef, dein Chef, und übernimmst die Verantwortung für die Steuerung von Gedanken, Gefühlen und Handlungen, die du dir selbst zuordnest.
Ich lese deine Worte so, als gäbe es den Marx und zusätzlich diese Ich-Instanz.
1. Frage: habe ich dich richtig verstanden: es gibt dich und das Ich?
Vom Trieb-gesteuerten Tier unterscheidet dich, Marx, dass du mittels deines „Ich“, Gedanken steuern zu können meinst.
2. Frage: kannst du das wirklich?
Ich verkürze mal deine Antworten auf: wann zeigt sich, dass es ohne Ich nicht geht?:
Du fühlst dich verantwortlich, weil du entscheiden kannst, was du sagst.
Du meinst, das, was in der Zukunft geschieht, in deinen bescheidenen Grenzen beeinflussen zu können.
Du willst einen besseren Eindruck machen.
Und du siehst dein Ich als interpretierende persönliche Instanz, die für Gedanken, Gefühle und Handlungen Verantwortung hat.
Danke, das alles kann ich verstehen und hatte es genau so selbst gedacht.
Ich möchte nicht zuviel auf einmal anschneiden, deshalb fange ich mit dem „Ich“ an und komme später auf die Verantwortung, die Zukunft und den Eindruck zurück.
So eine Instanz, das ist wohl etwas Menschen-ähnliches, so wie ein Richter oder ein Chef. Ich nehme an, du bist der Chef, dein Chef, und übernimmst die Verantwortung für die Steuerung von Gedanken, Gefühlen und Handlungen, die du dir selbst zuordnest.
Ich lese deine Worte so, als gäbe es den Marx und zusätzlich diese Ich-Instanz.
1. Frage: habe ich dich richtig verstanden: es gibt dich und das Ich?
Vom Trieb-gesteuerten Tier unterscheidet dich, Marx, dass du mittels deines „Ich“, Gedanken steuern zu können meinst.
2. Frage: kannst du das wirklich?
Re: Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich h
Danke - Ja, das ist gut zusammengefasst!Ich verkürze mal deine Antworten auf: wann zeigt sich, dass es ohne Ich nicht geht?:
Du fühlst dich verantwortlich, weil du entscheiden kannst, was du sagst.
Du meinst, das, was in der Zukunft geschieht, in deinen bescheidenen Grenzen beeinflussen zu können.
Du willst einen besseren Eindruck machen.
Und du siehst dein Ich als interpretierende persönliche Instanz, die für Gedanken, Gefühle und Handlungen Verantwortung hat.
Interessant ist, dass dieses „ich“, also der Chef hauptsächlich in den oben genannten Bereichen Macht hat und mich leiden lässt. Ansonsten ist der Chef im weiteren Leben eher ruhig und spielt sich selten in den Vordergrund. In den sonstigen Lebensbereichen funktioniert also auch jetzt schon alles ganz gut (automatisch) ohne diesen „Chef“So eine Instanz, das ist wohl etwas Menschen-ähnliches, so wie ein Richter oder ein Chef. Ich nehme an, du bist der Chef, dein Chef, und übernimmst die Verantwortung für die Steuerung von Gedanken, Gefühlen und Handlungen, die du dir selbst zuordnest.
hmmm…auf diese Weise habe ich es noch nie betrachtet. Aber Ja, Richtig - es gibt mich „Marx“ und dazu noch diesen Störenfried „Ich“, der alles was außerhalb von Marx, bzw. auch was innerhalb von Marx passiert, interpretiert, kategorisiert und anhand von Referenzwerten abgleicht. In bestimmten Bereichen hat dieses Ich klar die Oberhand, in anderen Lebensbereichen dagegen wurde dieses Ich als substanzlos erkannt und hat somit die Oberhand verloren.Ich lese deine Worte so, als gäbe es den Marx und zusätzlich diese Ich-Instanz.
1. Frage: habe ich dich richtig verstanden: es gibt dich und das Ich?
Es ist klar, dass Gedanken von alleine auftauchen und auch wieder gehen. Viele Gedanken werden von mir, Marx allerdings als substanzlos erkannt und nicht mehr geglaubt oder weiterverfolgt. Problematisch wird es, wenn altbekannte Gedankenmuster und Überzeugungen auftauchen, die von mir ungeprüft weitergesponnen werden. Diese schaffe ich nicht rechtzeitig in bestimmten Situationen als Solche zu erkennen, woraufhin Automatismen ablaufen und ausgehend von diese Gedanken auch Gefühle und weitere körperliche Reaktionen (Angst, Nervosität, Unwohlsein, Verkrampfung, Stress, Schwitzen, etc…) ausgelöst werden.Vom Trieb-gesteuerten Tier unterscheidet dich, Marx, dass du mittels deines „Ich“, Gedanken steuern zu können meinst.
2. Frage: kannst du das wirklich?
Gedanken kann ich nicht steuern, aber zumindest scheint es so, als ob ich die Wahl habe bestimmte Gedanken zu glauben und andere Gedanken dagegen entsprechend nicht zu glauben. Auf einige Gedanken gehe ich stärker ein, andere Gedanken verwerfe ich recht schnell.
Ausgewählten Gedanken mehr Aufmerksamkeit zu geben, bzw. diese zu entziehen scheint möglich zu sein. Gedanken direkt zu steuern ist mir nicht möglich.
Ich merke, dass ich in diesem Zusammenhang das Wort „scheint“ öfter verwende. Ich bin mir wohl nicht ganz sicher, ob ich diese Wahl wirklich habe oder das nicht auch vollautomatisch abläuft.
……Hier wird es so langsam paradox…Hier möchte ich nochmal genauer hinschauen.
Ich wünsche dir ein schönes Osterfest !
Re: Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich h
Danke. Ostern in Schneetreiben --- kann mir gestohl´n bleiben ...
Auf deine Ausführungen zu den Gedanken möchte ich später zurückkommen.
Jetzt bitte ich dich, deine Vorstellung von dir und dem Ich weiter zu erläutern. Du schriebst:
Gibt es da jemanden, der hinter diesem Ich steht?
Jemand anderer als du?
Ich vermute, du siehst dich als den, den du im Spiegel bemerkst und als den, der sich angesprochen fühlt, wenn jemand: hallo Marx, sagt.
Aber was ist dein Ich? (einzige Frage)
Auf deine Ausführungen zu den Gedanken möchte ich später zurückkommen.
Jetzt bitte ich dich, deine Vorstellung von dir und dem Ich weiter zu erläutern. Du schriebst:
Dieses Ich, das die Oberhand hat, ist das wie eine Stimme (wessen Stimme?), die dir was eingibt?„Aber Ja, Richtig - es gibt mich „Marx“ und dazu noch diesen Störenfried „Ich“, der alles was außerhalb von Marx, bzw. auch was innerhalb von Marx passiert, interpretiert, kategorisiert und anhand von Referenzwerten abgleicht. In bestimmten Bereichen hat dieses Ich klar die Oberhand, in anderen Lebensbereichen dagegen wurde dieses Ich als substanzlos erkannt und hat somit die Oberhand verloren.“
Gibt es da jemanden, der hinter diesem Ich steht?
Jemand anderer als du?
Ich vermute, du siehst dich als den, den du im Spiegel bemerkst und als den, der sich angesprochen fühlt, wenn jemand: hallo Marx, sagt.
Aber was ist dein Ich? (einzige Frage)
Re: Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich h
Hehe…Ostern im Schnee hat auch was :)
Das "Ich" ist ein Gedanke oder Gedankenmuster, das im Zusammenhang mit allem erscheint was Marx tut, denkt, fühlt und erfährt.
Das Ich ist für mich nicht greifbar oder auffindbar. Es erscheint aus dem Nichts heraus und wirkt wie ein Gedanke, der die Macht/Kontrolle und auch Verantwortung für mein Handeln übernehmen will. Es hat Macht, solange daran geglaubt wird. Dieses daran glauben ist allerdings wie ein Automatismus, dem Marx in einigen Bereichen machtlos entgegensteht.Aber was ist dein Ich? (einzige Frage)
Das "Ich" ist ein Gedanke oder Gedankenmuster, das im Zusammenhang mit allem erscheint was Marx tut, denkt, fühlt und erfährt.
Re: Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich h
--- schöne Definition„Das Ich ist für mich nicht greifbar oder auffindbar. Es erscheint aus dem Nichts heraus und wirkt wie ein Gedanke, der die Macht/Kontrolle und auch Verantwortung für mein Handeln übernehmen will.“ .........
„Das "Ich" ist ein Gedanke oder Gedankenmuster, das im Zusammenhang mit allem erscheint was Marx tut, denkt, fühlt und erfährt.“
Soweit sogut.
Aber “in einigen Bereichen“, meistens dann, wenn Du dich verantwortlich fühlst
oder wenn Du meinst, das, was in der Zukunft geschieht, beeinflussen zu können,
oder wenn du einen besseren Eindruck machen willst,
immer dann muss Marx glauben, dass dieses Ich mehr ist als nur ein Gedanke. – vielleicht so eine Art höhere Macht, eine beobachtende Persönlichkeit, oder …
Also, wenn du entspannt bist, happy go lucky, bedeutet dir das Ich wenig, ein Gedankenmuster, ..so what!
Aber unter stress, wenn es etwas zu erreichen gilt, dann gewinnt dieses Ich in dir an Realität.
Ich verstehe das so: dein Ich zeigt sich nur, wenn du gestresst bist.
Was ich gerne wissen würde ist: wieso gibst du einer gedanklichen Konstruktion Macht, glaubst an sie, wenn du unter Druck bist? (einzige Frage)
… ist das so ähnlich wie bei den Christen, deren Glaube an Gott in der Not stärker spürbar war als im subjektiven Wohlergehen? Also dein Glaube an dein Ich würde nur unter Druck sichtbar und wäre sonst schon auch da, aber eben nicht sichtbar?
Re: Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich h
hmmm….Ich würde sagen, früher glaubte ich ganz fest an ein „Ich“. Nach der Trennung von meiner Freundin wurde wiederum eine absolute Führung meiner Person durch Gott erfahren und daran weiter geglaubt. Dannach wurde über Advaita und „Ichlosigkeit“ gelesen, sodass ich momentan an diese „Ichlosigkeit“ glaube und diese in vielen Bereichen bestätigt finde. Offensichtlich gibt es jedoch weiter einen unterschwelligen Glaube an ein „Ich“, der sich in für mich stressigen Situationen klar äußert.
Ich verstehe intellektuell, dass es nicht wirklich ein „Ich“ gibt. Dennoch scheint mir im Moment noch das 100 % Vertrauen, Wissen und direkte Erkennen/Erfahren zu fehlen, dass es „wirklich“ so ist, und das auch in jeglicher Lebenslage.
Diese gedankliche Konstruktion ist mir von klein auf angelernt worden und vertraut, und vermittelt so auf irgendweine Weise Sicherheit und Beständigkeit, besonders in für mich bedrohlichen Situationen. Situationen, in denen versucht wird ein bestimmtes Bild von mir aufrechtzuerhalten oder zu erzeugen. Der Preis für diesen zweifelhaften Glauben ist dagegen Leid.Was ich gerne wissen würde ist: wieso gibst du einer gedanklichen Konstruktion Macht, glaubst an sie, wenn du unter Druck bist? (einzige Frage)
Ich verstehe intellektuell, dass es nicht wirklich ein „Ich“ gibt. Dennoch scheint mir im Moment noch das 100 % Vertrauen, Wissen und direkte Erkennen/Erfahren zu fehlen, dass es „wirklich“ so ist, und das auch in jeglicher Lebenslage.
Ja, das trifft es sehr gut. So ähnlich hatte ich in meiner Schulzeit auch mal eine Frage zum Thema "Glauben" in der Religionsklausur beantwortet; Ergebnis war allerdings „mangelhaft“, da mein Reli-Lehrer von damals das wohl anders sah :)… ist das so ähnlich wie bei den Christen, deren Glaube an Gott in der Not stärker spürbar war als im subjektiven Wohlergehen? Also dein Glaube an dein Ich würde nur unter Druck sichtbar und wäre sonst schon auch da, aber eben nicht sichtbar?
Re: Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich h
Zusammenfassend lese ich: da gibt es den skeptischen Marx und sein intermittierendes Ich.
Wenn er sich bedroht oder gefordert fühlt, scheint dem Marx der Glaube zu helfen, dass er ein fähiges „Ich“ besitzt.
Dieses vermittelt ihm Sicherheit und Beständigkeit. Und es hilft ihm, sich so darzustellen, wie er gesehen werden möchte.
Heute eine Bitte:
Dein „Ich“ hilft dir. Bitte beschreibe konkrete Erlebnisse aus deinem Alltag, wo du bemerkst, dass dir dein „Ich“ hilft.
Und eine Frage:
Stelle dir vor, dein „Ich“ wäre nimmer verfügbar – was würde sich in deinem Alltag ändern?
Wenn er sich bedroht oder gefordert fühlt, scheint dem Marx der Glaube zu helfen, dass er ein fähiges „Ich“ besitzt.
Dieses vermittelt ihm Sicherheit und Beständigkeit. Und es hilft ihm, sich so darzustellen, wie er gesehen werden möchte.
Heute eine Bitte:
Dein „Ich“ hilft dir. Bitte beschreibe konkrete Erlebnisse aus deinem Alltag, wo du bemerkst, dass dir dein „Ich“ hilft.
Und eine Frage:
Stelle dir vor, dein „Ich“ wäre nimmer verfügbar – was würde sich in deinem Alltag ändern?
Re: Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich h
Ich würde nicht sagen, dass dieses „Ich“ mir hilft. Es ist eher so, dass dieses „Ich“ in bestimmten Situationen zusätzlichen Stress verursacht, anstatt zu helfen. Ich kann kein einziges Erlebnis finden, in dem mein „Ich-Denken“ wirklich geholfen hätte. Dagegen viele viele Erlebnisse, in denen der „Ich-Glaube“ Stress, Unruhe, Nervosität, Anspannung etc… verursacht/verstärkt.Heute eine Bitte:
Dein „Ich“ hilft dir. Bitte beschreibe konkrete Erlebnisse aus deinem Alltag, wo du bemerkst, dass dir dein „Ich“ hilft.
Spekulation: Mein Alltag würde ohne „Ich“ einfach nur genau das sein, was er ist. Nicht besser, nicht schlechter, sondern einfach nur ruhiger mit der Aufmerksamkeit stärker auf den jeweiligen Moment ausgerichtet. Vielleicht auch unpersönlicher, friedlicher oder tlw. auch entspannter. Dieses zeitweise „Getrieben sein“ würde wegfallen und das was gerade ist völlig angenommen werden, ohne jeglichen Widerstand...Und eine Frage:
Stelle dir vor, dein „Ich“ wäre nimmer verfügbar – was würde sich in deinem Alltag ändern?
Re: Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich h
Ich hab gedacht, du würdest daran glauben, weil das „Ich“ dir hülfe, wenn du dich bedroht oder gefordert fühltest – habe mich also geirrt.
Neue Bitte: beschreibe konkrete Erlebnisse aus deinem Alltag, wo du bemerkst, dass du ein „Ich“ besitzt – oder glaubst, es zu besitzen – oder unter seinem Einfluss zu stehen.
Mir ging es zum Beispiel heute so, dass ich mich bei gegebenem Anlass automatisch wichtig machte und das wichtig-sein genoss. Meine Ich-Vorstellung war automatisch, zack, erschaffen worden und hatte sogar Genuss-Gefühle, eine ich-fühl-mich-wohl-und-wichtig-Emotion, hervorgerufen.
Wenn du diese Alltags-Situationen beschreibst, wo du dein „Ich“ deutlich spürst, dann könntest du genau hier die Qualität dieses „Ich“ erleben und beschreiben – hoffe ich.
Neue Bitte: beschreibe konkrete Erlebnisse aus deinem Alltag, wo du bemerkst, dass du ein „Ich“ besitzt – oder glaubst, es zu besitzen – oder unter seinem Einfluss zu stehen.
Mir ging es zum Beispiel heute so, dass ich mich bei gegebenem Anlass automatisch wichtig machte und das wichtig-sein genoss. Meine Ich-Vorstellung war automatisch, zack, erschaffen worden und hatte sogar Genuss-Gefühle, eine ich-fühl-mich-wohl-und-wichtig-Emotion, hervorgerufen.
Wenn du diese Alltags-Situationen beschreibst, wo du dein „Ich“ deutlich spürst, dann könntest du genau hier die Qualität dieses „Ich“ erleben und beschreiben – hoffe ich.
Re: Lange überlegt, ob ich soll oder nicht - jetzt bin ich h
Zum einen sind das besonders die Situationen wie in meiner Antwort oben schonmal beschrieben:Neue Bitte: beschreibe konkrete Erlebnisse aus deinem Alltag, wo du bemerkst, dass du ein „Ich“ besitzt – oder glaubst, es zu besitzen – oder unter seinem Einfluss zu stehen.
2. a.) Vor allem in Beziehungen zu anderen Menschen habe ich oft das Gefühl als Handelnder verantwortlich für meine Worte und mein Verhalten zu sein. Ich kann entscheiden, ob ich etwas sage oder nicht. Ich habe scheinbar die Wahl zwischen verletzenden oder auch unterstützenden Worten/Gedanken/Handlungen zu wählen. Und die Konsequenzen daraus muss „Ich“ tragen. Insbesondere bei Meinungsverschiedenheiten mit meiner Frau ist da eine deutliche Identifizierung mit meinen Gedanken.
2. b.) Daneben gibt es den finanziellen/beruflichen Bereich, in dem das Denken sehr stark auf die Zukunft ausgerichtet ist. Hier fällt es mir sehr schwer die Kontrolle aus der Hand zu geben, da ich als Familienvater die Verantwortung habe, dass meine kleine Familie gut versorgt ist. "Ich" will beruflichen Erfolg und finanzielle Sicherheit. Mit diesen Zukunftsgedanken und Ängsten identifiziere ich mich sehr stark, was mich oftmals davon abhält einfach nur voll und ganz den jetzigen Moment zu leben.
2. c.) Beim privaten Kennenlernen von neuen Menschen oder auch in beruflichen Meetings ist immer eine sehr große Angespanntheit und Nervosität zu spüren. Hier will „Ich“ vor den Anderen gut da stehen und gefallen. Es wird versucht ein Bild nach Außen aufrecht zu erhalten. Da ist Angst vor negativer Bewertung. In diesen Situationen bin ich in einem großen Stress, da ich in ein regelrechtes Gedankenkarussell gerate, das sich dann komplett um mich selbst dreht. Permanente Selbstbewertung von was ich sage, wie ich mich verhalte passiert dann. Es kann kein klarer Gedanke mehr gefasst werden.
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Wenn Ich hungrig bin, das Essen nicht schmeckt, oder es lange dauert bis das Essen fertig ist – Das schlägt immer richtig auf die Laune
Wenn ich mit Personen zusammen war, die sehr stark mit Ihrem Ich identifiziert sind, habe ich 1-2 Tage danach auch eine sehr starke Identifizierung mit meinem Ich und bemerke das anfangs meist nicht. Ich bin dann oft unzufrieden und lasse das auch mein direktes Umfeld spüren.
Generell bemerke ich das "Ich" immer in einem negativen Kontext. Wenn sich einer der folgenden Zustände einstellt, wird es immer sehr klar, dass gerade wieder mein "Ich" im Vordergrund steht:
Unzufriedenheit
Ungeduld
Angst und Sorgen
Angespanntheit
Recht haben wollen
Bei Vergangenheits- und Zukunftsgedanken
Ich werde ab heute abend in Holland sein, ohne Internetmöglichkeit. Zurück werde ich spätestens Samstag abend sein, sodass ich dass wieder Internetzugriff habe.
+ Lieber Wolf, Vielen Dank für deine Zeit und Geduld mit mir. Ich hoffe ich mache es dir nicht allzu mühsam
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