Liebe Elea,
danke für die Fragen! Ich muss momentan so früh los, komme sehr spät heim und habe untertags kaum Empfang.
Ich versuchs morgen od. sonst spätestens Sonntag.
Alles Liebe
I am
Re: I am
Liebe Elea,
Nein, "Apfel" kann in der direkten Erfahrung nicht gefunden werden.
Ich merke, da ist ein Gedanken, der will, dass da etwas ist, das existiert.
Wahrscheinlich ist es so oft gesagt worden, dass ich es eben jetzt so stark für wahr halte.
Empfindung: der Druck hinter den Augen
Gedanken: "ich bin das, was wahrnimmt", "ich kann den Fokus lenken", "ich schaue"
Wie würdest du die DE in Bezug auf das Wahrnehmende beschreiben?
Danke und alles Liebe
NeinIst das, was im folgenden Zitat beschrieben ist, dasjenige, was alles wahrnimmt und direkt erfährt?
Nein, bestätigt es nicht. Da sind Gedanken u Empfindungen.Bestätigt die direkte Erfahrung, dass dies dasjenige ist, das wahrnimmt und erfährt? Oder sind da einfach nur die Empfindungen - und ein Gedanke sagt: “Da muss etwas sein, das wahrnimmt und erfährt”?
Ok, verstehe es eventuell jetzt mehr. :)Hier eine Untersuchung, um dem noch näher nachzugehen:
Nimm einen Apfel. Wenn du keinen Apfel da hast, nimm irgendein anderes Stück Obst o.Ä.
Wenn du einen Apfel anschaust, erscheinen Farbe, ein Gedanke „Apfel“, vielleicht ein Gedanke „Ich sehe einen Apfel“.
Was ist erfahrbar? Farbe ist erfahrbar, Gedanken sind erfahrbar.
Aber wie ist es mit dem Inhalt der Gedanken?
Tatsächliche Erfahrung meint nicht Gedanken über etwas, denn das sind nur weitere Gedanken. Tatsächliche/direkte Erfahrung ist:
Geräusch, Gedanke, Farbe, Geruch, Geschmack, Empfindung.
Also: Gibt es hier wirklich einen Apfel – oder nur Farbe und einen Gedanken mit dem Inhalt „Apfel“?
Kann „Apfel“ in der direkten Erfahrung gefunden werden?
Zwar sind Gedanken erfahrbar, aber das, worüber sie sprechen, ist in der direkten Erfahrung nicht auffindbar.
Das ist gemeint mit: „In der tatsächlichen/direkten Erfahrung schauen.“
Nur das, was zweifellos erfahrbar ist - und tatsächlich hier ist.
Geschmack (benannt als „Apfel“) wird erfahren.
Farbe (benannt als „Apfel“) wird erfahren.
Empfindung beim Berühren (benannt als “Apfel”) wird erfahren.
Geruch (benannt als „Apfel“) wird erfahren.
Gedanken über „Apfel“ werden erfahren.
Aber: Wird ein Apfel erfahren?
Nein, "Apfel" kann in der direkten Erfahrung nicht gefunden werden.
Ist in der direkten Erfahrung eigentlich etwas zu finden, was die Empfindungen wahrnimmt?
Es fühlt sich schon so an. Es is halt unsichbar.
Eigentlich ist in der DE nichts zu finden.Wenn es unsichtbar ist
Woher weißt du dann, dass es existiert?
Ich merke, da ist ein Gedanken, der will, dass da etwas ist, das existiert.
Wahrscheinlich ist es so oft gesagt worden, dass ich es eben jetzt so stark für wahr halte.
Also ich weiß nicht, woran es erkannt werden kann.Woran wird erkannt, dass da etwas ist?
In der direkten Erfahrung ist da:Was wird tatsächlich erfahren?
Empfindung: der Druck hinter den Augen
Gedanken: "ich bin das, was wahrnimmt", "ich kann den Fokus lenken", "ich schaue"
Wie würdest du die DE in Bezug auf das Wahrnehmende beschreiben?
Danke und alles Liebe
Re: I am
Der Inhalt der Gedanken kann nicht erfahren werden.Was ist erfahrbar? Farbe ist erfahrbar, Gedanken sind erfahrbar.
Aber wie ist es mit dem Inhalt der Gedanken?
Tatsächliche Erfahrung meint nicht Gedanken über etwas, denn das sind nur weitere Gedanken. Tatsächliche/direkte Erfahrung ist:
Geräusch, Gedanke, Farbe, Geruch, Geschmack, Empfindung.
Re: I am
Liebe Alleseins,
Was ist dann eigentlich der Begriff „Apfel“?
Wie würdest du es beschreiben, wenn du das folgende nochmal liest?
Schau im Laufe des Tages immer wieder nach:
Von allem, was sich gerade in der direkten Erfahrung zeigt: ist irgendetwas davon als das Wahrnehmende auszumachen?
Alles Liebe,
Elea
Das ist schön :) Mir scheint allerdings, du unterschätzt sogar ein wenig, was du bereits gesehen hast. Es geht hier gar nicht um Verstehen. Es geht geht um klares Sehen. Und genau das hast du an mehreren Stellen bereits getan:Ok, verstehe es eventuell jetzt mehr. :)
Nein, bestätigt es nicht. Da sind Gedanken u Empfindungen.Bestätigt die direkte Erfahrung, dass dies dasjenige ist, das wahrnimmt und erfährt? Oder sind da einfach nur die Empfindungen - und ein Gedanke sagt: “Da muss etwas sein, das wahrnimmt und erfährt”?
"Apfel" kann in der direkten Erfahrung nicht gefunden werden.
Eigentlich ist in der DE nichts zu finden.Ist in der direkten Erfahrung eigentlich etwas zu finden, was die Empfindungen wahrnimmt?
Ich merke, da ist ein Gedanken, der will, dass da etwas ist, das existiert.
In der direkten Erfahrung ist da:Was wird tatsächlich erfahren?
Empfindung: der Druck hinter den Augen
Gedanken: "ich bin das, was wahrnimmt", "ich kann den Fokus lenken", "ich schaue"
Das ist alles sehr klar.Der Inhalt der Gedanken kann nicht erfahren werden.
Ganz genau."Apfel" kann in der direkten Erfahrung nicht gefunden werden.
Was ist dann eigentlich der Begriff „Apfel“?
Wie ist es denn jetzt, nach den Beobachtungen der letzten Tage? Hältst du es noch immer so stark für wahr, oder wirkt es nicht mehr ganz so überzeugend?Eigentlich ist in der DE nichts zu finden.Ist in der direkten Erfahrung eigentlich etwas zu finden, was die Empfindungen wahrnimmt?
Ich merke, da ist ein Gedanken, der will, dass da etwas ist, das existiert.
Wahrscheinlich ist es so oft gesagt worden, dass ich es eben jetzt so stark für wahr halte.
Gibt es überhaupt eine direkte Erfahrung eines Wahrnehmenden?Wie würdest du die DE in Bezug auf das Wahrnehmende beschreiben?
Wie würdest du es beschreiben, wenn du das folgende nochmal liest?
In der direkten Erfahrung ist da:
Empfindung: der Druck hinter den Augen
Gedanken: "ich bin das, was wahrnimmt", "ich kann den Fokus lenken", "ich schaue"
Schau im Laufe des Tages immer wieder nach:
Von allem, was sich gerade in der direkten Erfahrung zeigt: ist irgendetwas davon als das Wahrnehmende auszumachen?
Alles Liebe,
Elea
Re: I am
Liebe Elea,
Ja eh :)
Wie wenns nicht genug wäre einfach nur zu erfahren.
Ich merk jetzt so, wie "die reine Wahrnehmung sein" auch eine Identität ist. Und es macht mich gerade ziemlich traurig den Gedanken aufzugeben. Obwohl es absurd ist, denn wenn ich eins bin mit dem was ist, dann ists ja eh am schönsten. Aber ich kanns grad noch nicht so spüren.
Und da ist auch ein bisschen Angst " vielleicht einer falschen Botschaft zu folgen"...was auch absurd ist, aber diese Gedanken kommen gerade hoch. :)
Danke dir!
Alles Liebe
Ja eh :)
Ein erfundenes WortWas ist dann eigentlich der Begriff „Apfel“?
Nicht mehr so überzeugend. Ich bin ein bisschen hin und hergerissen. Ich glaube am stärksten ist der Gedanken "Wer bin ich denn dann, wenn ich auch nicht mehr die "heilige" Wahrnehmung bin?" :) bzw diese Körpergefühl im Kopf, das löst dann auch immer wieder den Gedanken aus: "da ist doch was".Wie ist es denn jetzt, nach den Beobachtungen der letzten Tage? Hältst du es noch immer so stark für wahr, oder wirkt es nicht mehr ganz so überzeugend?
Wie wenns nicht genug wäre einfach nur zu erfahren.
Ich merk jetzt so, wie "die reine Wahrnehmung sein" auch eine Identität ist. Und es macht mich gerade ziemlich traurig den Gedanken aufzugeben. Obwohl es absurd ist, denn wenn ich eins bin mit dem was ist, dann ists ja eh am schönsten. Aber ich kanns grad noch nicht so spüren.
Und da ist auch ein bisschen Angst " vielleicht einer falschen Botschaft zu folgen"...was auch absurd ist, aber diese Gedanken kommen gerade hoch. :)
Danke dir!
Alles Liebe
Re: I am
Guten Morgen :)
Und doch scheinen diese Gedanken noch nicht ganz ihre Überzeugungskraft verloren zu haben. Das nächste Mal, wenn du dieses „Schauspiel“ beobachtest, schau direkt hin. Prüfe: Stimmt es, was der Gedanke sagt? Ist da ein Wahrnehmer? Ein Ich? Braucht es „jemanden“, damit erfahren wird?
Wie fühlt sich die Traurigkeit an? Besteht sie hauptsächlich aus Gedankeninhalten, oder geht sie mit Empfindungen im Körper einher? Was geschieht, wenn du den Empfindungen volle Aufmerksamkeit schenkst und dabei die Gedanken etwas beiseite lässt?
Genauso: Wie fühlt sich die Angst an? Wie zeigt sie sich in der direkten Erfahrung? Und was will sie eigentlich beschützen?
Dann schau: Ist das, was sie beschützen will, in der direkten Erfahrung zu finden?
Und dann schau (geh nicht in Gedanken, um die nächste Frage zu beantworten)
Wenn der Gedanke, die reine Wahrnehmung zu sein, aufgegeben wird - geht dann etwas Essentielles verloren, oder wird einfach nur ein Etikett entfernt?
Was ist „eins mit dem sein, was ist“ anderes als ein Gedanke, der dem Erfahren hinzugefügt wird?
Schau jetzt: in allem, was in der direkten Erfahrung präsent ist… fehlt tatsächlich etwas?
Oder sagt nur ein Gedanke, dass etwas fehlt oder die Erfahrung sich anders anfühlen sollte?
Alles Liebe!
Ja. Ein Wort, ein Gedanke, ein auf bestimmte Erfahrungen aufgeklebtes Etikett…Ein erfundenes WortWas ist dann eigentlich der Begriff „Apfel“?
Dein Smiley gibt mir den Eindruck, dass du über dieses Schauspiel des minds schon lächeln, vielleicht sogar ein bisschen lachen kannst. Ist das richtig bei mir angekommen? Du siehst es ziemlich klar: Da ist die direkte Erfahrung der Empfindung, und dann kommen Gedanken, die die Empfindung kommentieren und ihr eine Bedeutung zuschreiben.Ich bin ein bisschen hin und hergerissen. Ich glaube am stärksten ist der Gedanken "Wer bin ich denn dann, wenn ich auch nicht mehr die "heilige" Wahrnehmung bin?" :) bzw diese Körpergefühl im Kopf, das löst dann auch immer wieder den Gedanken aus: "da ist doch was".
Und doch scheinen diese Gedanken noch nicht ganz ihre Überzeugungskraft verloren zu haben. Das nächste Mal, wenn du dieses „Schauspiel“ beobachtest, schau direkt hin. Prüfe: Stimmt es, was der Gedanke sagt? Ist da ein Wahrnehmer? Ein Ich? Braucht es „jemanden“, damit erfahren wird?
Ja. Das scheint eine entscheidende Erkenntnis zu sein, die einiges in Bewegung gebracht hat: Trauer, Gedanken, Durchschauen von Gedanken, Zweifel, Angst. Es ist gut, das alles da sein zu lassen, wie du es ja tust:Ich merk jetzt so, wie "die reine Wahrnehmung sein" auch eine Identität ist.
Lass diese Reaktionen einfach weiter da sein, beobachte ihr Kommen und Gehen, und schau genau hin:was auch absurd ist, aber diese Gedanken kommen gerade hoch. :)
Wie fühlt sich die Traurigkeit an? Besteht sie hauptsächlich aus Gedankeninhalten, oder geht sie mit Empfindungen im Körper einher? Was geschieht, wenn du den Empfindungen volle Aufmerksamkeit schenkst und dabei die Gedanken etwas beiseite lässt?
Genauso: Wie fühlt sich die Angst an? Wie zeigt sie sich in der direkten Erfahrung? Und was will sie eigentlich beschützen?
Dann schau: Ist das, was sie beschützen will, in der direkten Erfahrung zu finden?
Und dann schau (geh nicht in Gedanken, um die nächste Frage zu beantworten)
Wenn der Gedanke, die reine Wahrnehmung zu sein, aufgegeben wird - geht dann etwas Essentielles verloren, oder wird einfach nur ein Etikett entfernt?
Kannst du sehen, wie du dich hier auf Vorstellungen stützt?Obwohl es absurd ist, denn wenn ich eins bin mit dem was ist, dann ists ja eh am schönsten. Aber ich kanns grad noch nicht so spüren.
Was ist „eins mit dem sein, was ist“ anderes als ein Gedanke, der dem Erfahren hinzugefügt wird?
Schau jetzt: in allem, was in der direkten Erfahrung präsent ist… fehlt tatsächlich etwas?
Oder sagt nur ein Gedanke, dass etwas fehlt oder die Erfahrung sich anders anfühlen sollte?
Alles Liebe!
Re: I am
Ja, ich merk schon, dass da was nicht ganz stimmen kann, wenn es so einen Stress auslöst:)
Dann schau: Ist das, was sie beschützen will, in der direkten Erfahrung zu finden?
Es ist der Gedanke und die Enge im Magen. Mir kommt vor, sie will den Gedanken beschützen od "jemanden der da ist". Aber dieses ich od der Wahrnehmende sind ja nicht zu finden.
Alles Liebe
Nein. Nein es braucht niemanden, damit erfahren wird:)Stimmt es, was der Gedanke sagt? Ist da ein Wahrnehmer? Ein Ich? Braucht es „jemanden“, damit erfahren wird?
Sie hat sich dann durch diese Frage aufgelöst...Wie fühlt sich die Traurigkeit an? Besteht sie hauptsächlich aus Gedankeninhalten, oder geht sie mit Empfindungen im Körper einher? Was geschieht, wenn du den Empfindungen volle Aufmerksamkeit schenkst und dabei die Gedanken etwas beiseite lässt?
Genauso: Wie fühlt sich die Angst an? Wie zeigt sie sich in der direkten Erfahrung? Und was will sie eigentlich beschützen?Wenn der Gedanke, die reine Wahrnehmung zu sein, aufgegeben wird - geht dann etwas Essentielles verloren, oder wird einfach nur ein Etikett entfernt?
Dann schau: Ist das, was sie beschützen will, in der direkten Erfahrung zu finden?
Es ist der Gedanke und die Enge im Magen. Mir kommt vor, sie will den Gedanken beschützen od "jemanden der da ist". Aber dieses ich od der Wahrnehmende sind ja nicht zu finden.
Das war spannend, weil es bleibt ja alles gleich beim Erfahren mit od ohne Etikett. Es sind nur die Gedanken, die die Erfahrung nicht mehr bewerten.Und dann schau (geh nicht in Gedanken, um die nächste Frage zu beantworten)
Wenn der Gedanke, die reine Wahrnehmung zu sein, aufgegeben wird - geht dann etwas Essentielles verloren, oder wird einfach nur ein Etikett entfernt?
Obwohl es absurd ist, denn wenn ich eins bin mit dem was ist, dann ists ja eh am schönsten. Aber ich kanns grad noch nicht so spüren.
Ich glaub, damit hab ich gmeint, nur zu erfahren ohne zu etikettieren.Kannst du sehen, wie du dich hier auf Vorstellungen stützt?
Was ist „eins mit dem sein, was ist“ anderes als ein Gedanke, der dem Erfahren hinzugefügt wird?
Nein es fehlt nichts, nur der Gedanke sagt das.Schau jetzt: in allem, was in der direkten Erfahrung präsent ist… fehlt tatsächlich etwas?
Oder sagt nur ein Gedanke, dass etwas fehlt oder die Erfahrung sich anders anfühlen sollte?
Alles Liebe
Re: I am
Alles klar :) Das beschreibt jetzt keine Vorstellung mehr, sondern das, was direkt erfahren wird.Ich glaub, damit hab ich gmeint, nur zu erfahren ohne zu etikettieren.Was ist „eins mit dem sein, was ist“ anderes als ein Gedanke, der dem Erfahren hinzugefügt wird?
Nein es braucht niemanden, damit erfahren wird:)
Aber dieses ich od der Wahrnehmende sind ja nicht zu finden.
Das war spannend, weil es bleibt ja alles gleich beim Erfahren mit od ohne Etikett. Es sind nur die Gedanken, die die Erfahrung nicht mehr bewerten.
Wie fühlt es sich jetzt an, das zu sehen?Nein es fehlt nichts, nur der Gedanke sagt das.
Wie ist es, wenn Gedanken auftauchen wie „Da muss doch jemand sein“ oder „Da fehlt etwas“ oder „Etwas sollte anders sein“? Werden solche Gedanken jetzt noch genauso ernst genommen wie vorher?
🤍
Re: I am
Es fühlt sich ein bisschen leichter an. Als wär ein bisschen ein Druck weggefallen.Wie fühlt es sich jetzt an, das zu sehen?
Es ist leichter, da ich nicht mehr glaube etwas Wahrnehmendes sein zu müssen. Aber anscheinend nehme ich doch noch viele Gedanken ernst, weil ich noch leide... auch wenn ich jetzt sage "da ist kein ich und kein Wahrnehmender".Wie ist es, wenn Gedanken auftauchen wie „Da muss doch jemand sein“ oder „Da fehlt etwas“ oder „Etwas sollte anders sein“? Werden solche Gedanken jetzt noch genauso ernst genommen wie vorher?
Dann frag ich mich wieder, wer od was ist denn da noch der die Gedanken glaubt?
Wer leidet und warum oder wieso ist das so?
Schwierig finde ich Zwischenmenschliches.
Ich fühle mich schuldig wegen etwas od verletzt von jemandem od ich kritisiere od verletze jemanden.
Ich möchte mich von meinem Partner trennen, weil ein Gedanke sagt, dass ich die Situation so nicht mehr will und der andere Gedanke sagt aber ich habe zu viel Angst vor dem Gefühl der Einsamkeit. Da ist dann Traurigkeit und Angst.
Oder ich bin frustriert und bisschen wütend, weil ich wieder wo angestellt arbeiten muss, wo ich von der Arbeit und den Menschen her nicht so happy bin und es vermisse mehr selbständig zu arbeiten. Oder es ist da schon auch noch der Gedanke da "ich muss erfolgreich sein in der Selbständigkeit" (Der Gedanke war ja jetzt ziemlich weg seit unserem Start u jetzt kommt er grad wieder ein bisschen)
Vieles "worke" ich mit den Fragen von Byron Katie und dann ists auch wieder friedlich, aber es kommt halt wieder zurück od mich triggern trotzdem immer wieder gewisse Verhaltensweisen.
Also ich weiß da grad nicht so recht, wie ich es in solchen Fällen "machen/leben" soll.
Und ich fühl mich auch ein bisschen schuldig dir gegenüber, weil ich es nicht schnell genug "verstehe" oder nicht friedlichere od freudigere Gefühle da sind, nachdem wir schon so viel Austausch hatten.
Danke und alles Liebe
Re: I am
Hallo du Liebe,
vielen Dank für deinen so offenen Bericht. Es scheint gerade einiges in Bewegung zu sein; mehr Leichtigkeit, das Wegfallen von Druck, und gleichzeitig viele Fragen, Zweifel, Gedanken…
Lass uns ein paar Punkte daraus gemeinsam untersuchen.
Oder taucht einfach ein weiterer Gedanke auf, dessen Inhalt ist: „Dieser Gedanke stimmt!“?
Du scheinst hier außerdem einen Widerspruch zu erleben. Schau da nun ganz genau hin:
Sagst du nur, dass da kein Ich und kein Wahrnehmender ist?
Oder hast du klar gesehen, dass da kein Ich und kein Wahrnehmender ist - und dann kommt ein Gedanke, der so etwas einwirft wie: „Aber wenn ich noch leide, dann kann ich es ja nicht klar gesehen haben und sage es wahrscheinlich einfach nur.“?
Könnte beides koexistieren? Klarheit, dass da kein Ich und kein Wahrnehmender ist, und das, was du als Leiden bezeichnest?
Was ist das, was du weiter unten in deinem Post beschrieben hast, ohne das Etikett „Leiden“? Was geschieht tatsächlich in der direkten Erfahrung?
Woran würdest du eigentlich merken, ob die Ich-Illusion durchschaut wurde oder nicht?
Ist da vielleicht die Erwartung, dass dann bestimmte Gefühle nicht mehr auftauchen?
Wenn kein Ich existiert, das willentlich bestimmte Gedanken und Gefühle hervorbringen oder verhindern könnte - wer oder was sollte das dann plötzlich können, sobald die Ich-Illusion durchschaut ist?
Von meiner Seite gibt es jedenfalls überhaupt keinen Zeitdruck :) Die Dialoge hier in LU dauern alles von ein paar Tagen bis zu einem Jahr oder mehr. Wir schauen einfach so lange, wie wir schauen.
Woher weißt du, dass friedlichere oder freudigere Gefühle da sein sollten?
Wurden die Gedanken und Gefühle, die jetzt tatsächlich da sind, von einem Ich erzeugt?
Das bringt uns zurück zum Thema „Entscheidungen/Kontrolle“, das wir ja für eine Weile haben ruhen lassen. Hier ist eine ähnliche Untersuchung wie die, die du schon einmal gemacht hast:
1. Halte eine Hand vor dich, die Handfläche nach unten gerichtet.
2. Drehe nun die Handfläche nach oben. Und wieder nach unten … und nach oben, und so weiter.
Beobachte sehr genau.
Geh nicht in Gedanken – untersuche deine direkte Erfahrung.
Wiederhole dies so oft du möchtest und prüfe dabei jedes Mal:
- Wie wird die Bewegung gesteuert?
- Wird sie von einem Gedanken gesteuert?
- Lässt sich ein „Kontrolleur“ irgendeiner Art finden?
- Wie wird die Entscheidung getroffen, die Hand zu drehen?
- Verfolge einen möglichen Entscheidungspunkt: Gibt es einen Gedanken, der die Entscheidung trifft, die Hand zu drehen? Und dreht sich die Hand unmittelbar darauf?
- Wer oder was hat entschieden, welche Hand für diese Übung verwendet wird – die linke oder die rechte?
- Lässt sich ein getrenntes Individuum oder irgendetwas finden, das auswählt, wann die Handfläche nach oben oder unten gedreht wird?
Nach dieser Übung werden wir auch noch „größere“ Entscheidungen untersuchen können.
Alles, alles Liebe. Du bist auf einem guten Weg!
vielen Dank für deinen so offenen Bericht. Es scheint gerade einiges in Bewegung zu sein; mehr Leichtigkeit, das Wegfallen von Druck, und gleichzeitig viele Fragen, Zweifel, Gedanken…
Lass uns ein paar Punkte daraus gemeinsam untersuchen.
Braucht es zum Glauben von Gedankeninhalten jemanden, der sie glaubt?Aber anscheinend nehme ich doch noch viele Gedanken ernst, weil ich noch leide... auch wenn ich jetzt sage "da ist kein ich und kein Wahrnehmender". Dann frag ich mich wieder, wer od was ist denn da noch der die Gedanken glaubt?
Wer leidet und warum oder wieso ist das so?
Oder taucht einfach ein weiterer Gedanke auf, dessen Inhalt ist: „Dieser Gedanke stimmt!“?
Du scheinst hier außerdem einen Widerspruch zu erleben. Schau da nun ganz genau hin:
Sagst du nur, dass da kein Ich und kein Wahrnehmender ist?
Oder hast du klar gesehen, dass da kein Ich und kein Wahrnehmender ist - und dann kommt ein Gedanke, der so etwas einwirft wie: „Aber wenn ich noch leide, dann kann ich es ja nicht klar gesehen haben und sage es wahrscheinlich einfach nur.“?
Könnte beides koexistieren? Klarheit, dass da kein Ich und kein Wahrnehmender ist, und das, was du als Leiden bezeichnest?
Was ist das, was du weiter unten in deinem Post beschrieben hast, ohne das Etikett „Leiden“? Was geschieht tatsächlich in der direkten Erfahrung?
Woran würdest du eigentlich merken, ob die Ich-Illusion durchschaut wurde oder nicht?
Ist da vielleicht die Erwartung, dass dann bestimmte Gefühle nicht mehr auftauchen?
Wenn kein Ich existiert, das willentlich bestimmte Gedanken und Gefühle hervorbringen oder verhindern könnte - wer oder was sollte das dann plötzlich können, sobald die Ich-Illusion durchschaut ist?
Existiert in der direkten Erfahrung eine bestimmte Dauer, die dieser Dialog haben sollte? Oder ist „nicht schnell genug“ nur ein Gedanke? Und ist da jemand, der ihn gedacht hat, oder ist er von alleine aufgetaucht?Und ich fühl mich auch ein bisschen schuldig dir gegenüber, weil ich es nicht schnell genug "verstehe" oder nicht friedlichere od freudigere Gefühle da sind, nachdem wir schon so viel Austausch hatten.
Von meiner Seite gibt es jedenfalls überhaupt keinen Zeitdruck :) Die Dialoge hier in LU dauern alles von ein paar Tagen bis zu einem Jahr oder mehr. Wir schauen einfach so lange, wie wir schauen.
Woher weißt du, dass friedlichere oder freudigere Gefühle da sein sollten?
Wurden die Gedanken und Gefühle, die jetzt tatsächlich da sind, von einem Ich erzeugt?
Kannst du in der direkten Erfahrung jemanden finden, der das unter Kontrolle hat?Also ich weiß da grad nicht so recht, wie ich es in solchen Fällen "machen/leben" soll.
Das bringt uns zurück zum Thema „Entscheidungen/Kontrolle“, das wir ja für eine Weile haben ruhen lassen. Hier ist eine ähnliche Untersuchung wie die, die du schon einmal gemacht hast:
1. Halte eine Hand vor dich, die Handfläche nach unten gerichtet.
2. Drehe nun die Handfläche nach oben. Und wieder nach unten … und nach oben, und so weiter.
Beobachte sehr genau.
Geh nicht in Gedanken – untersuche deine direkte Erfahrung.
Wiederhole dies so oft du möchtest und prüfe dabei jedes Mal:
- Wie wird die Bewegung gesteuert?
- Wird sie von einem Gedanken gesteuert?
- Lässt sich ein „Kontrolleur“ irgendeiner Art finden?
- Wie wird die Entscheidung getroffen, die Hand zu drehen?
- Verfolge einen möglichen Entscheidungspunkt: Gibt es einen Gedanken, der die Entscheidung trifft, die Hand zu drehen? Und dreht sich die Hand unmittelbar darauf?
- Wer oder was hat entschieden, welche Hand für diese Übung verwendet wird – die linke oder die rechte?
- Lässt sich ein getrenntes Individuum oder irgendetwas finden, das auswählt, wann die Handfläche nach oben oder unten gedreht wird?
Nach dieser Übung werden wir auch noch „größere“ Entscheidungen untersuchen können.
Alles, alles Liebe. Du bist auf einem guten Weg!
Re: I am
Ja, das wollte ich eh auch schon fragen, ob es so sein könnte, dass der Gedanke sagt "es stimmt".Braucht es zum Glauben von Gedankeninhalten jemanden, der sie glaubt?
Oder taucht einfach ein weiterer Gedanke auf, dessen Inhalt ist: „Dieser Gedanke stimmt!“?
Ich hab das davor noch nie so betrachtet und das hat heut gleich etwas verändert.
Nein, ich sags nicht nur. Ja das wird dann wieder ein Gedanke sein, weil eben noch eine Vorstellung, von dem wies sein sollte, existiert.Du scheinst hier außerdem einen Widerspruch zu erleben. Schau da nun ganz genau hin:
Sagst du nur, dass da kein Ich und kein Wahrnehmender ist?
Oder hast du klar gesehen, dass da kein Ich und kein Wahrnehmender ist - und dann kommt ein Gedanke, der so etwas einwirft wie: „Aber wenn ich noch leide, dann kann ich es ja nicht klar gesehen haben und sage es wahrscheinlich einfach nur.“?
Ja, vielleicht.Könnte beides koexistieren? Klarheit, dass da kein Ich und kein Wahrnehmender ist, und das, was du als Leiden bezeichnest?
Ein Gedanke der kommt und dann eine körperliche Reaktion wie ein Zusammenziehen, Druck, Herzklopfen,...Was ist das, was du weiter unten in deinem Post beschrieben hast, ohne das Etikett „Leiden“? Was geschieht tatsächlich in der direkten Erfahrung?
Ja, die Vorstellung ist, dass dann keine Angst, Wut, Traurigkeit, Einsamkeit, Enttäuschung, Recht haben wollen,... mehr auftauchen.Woran würdest du eigentlich merken, ob die Ich-Illusion durchschaut wurde oder nicht?
Ist da vielleicht die Erwartung, dass dann bestimmte Gefühle nicht mehr auftauchen?
Aha, stimmt eigentlich. Hihi ja, eigentlich unlogisch.Wenn kein Ich existiert, das willentlich bestimmte Gedanken und Gefühle hervorbringen oder verhindern könnte - wer oder was sollte das dann plötzlich können, sobald die Ich-Illusion durchschaut ist?
Nein, exististiert da nicht.Existiert in der direkten Erfahrung eine bestimmte Dauer, die dieser Dialog haben sollte? Oder ist „nicht schnell genug“ nur ein Gedanke? Und ist da jemand, der ihn gedacht hat, oder ist er von alleine aufgetaucht?
Ja, das ist wieder nur ein Gedanke.
Er ist von alleine aufgetaucht.
Ok, danke das ist schön.:)Von meiner Seite gibt es jedenfalls überhaupt keinen Zeitdruck :) Die Dialoge hier in LU dauern alles von ein paar Tagen bis zu einem Jahr oder mehr. Wir schauen einfach so lange, wie wir schauen
Ich weiß es nicht. Ich habs so gehört oder interpretiert. Und die Gedanken sagen es jetzt so.Woher weißt du, dass friedlichere oder freudigere Gefühle da sein sollten?
Nein, die kommen einfach.Wurden die Gedanken und Gefühle, die jetzt tatsächlich da sind, von einem Ich erzeugt?
Jetzt hab ich grade die Augen zu gemacht und wollte nachsehen und bin eingeschlafen. Spanned genau hier :DAlso ich weiß da grad nicht so recht, wie ich es in solchen Fällen "machen/leben" soll.
Kannst du in der direkten Erfahrung jemanden finden, der das unter Kontrolle hat?
Ich schaue morgen in der Früh weiter.:)
Gute Nacht und alles Liebe
Re: I am
Liebe Elea,
- Lässt sich ein getrenntes Individuum oder irgendetwas finden, das auswählt, wann die Handfläche nach oben oder unten gedreht wird?
Nein, das kann ich nicht mehr sehen/spüren.
Danke und alles Liebe!
Vielleicht kannst du mich noch mal genauer auf etwas bezogen fragen, weil ich kanns grad nicht beantworten. Generell ist das mit dem Thema Entscheiden noch etwas schwierig, merk ich.Also ich weiß da grad nicht so recht, wie ich es in solchen Fällen "machen/leben" soll.
Kannst du in der direkten Erfahrung jemanden finden, der das unter Kontrolle hat?
Mir kommt vor die erste Handlung entsteht durch den Gedanken der durch deine Anweisung ausgelöst wird.Das bringt uns zurück zum Thema „Entscheidungen/Kontrolle“, das wir ja für eine Weile haben ruhen lassen. Hier ist eine ähnliche Untersuchung wie die, die du schon einmal gemacht hast:
1. Halte eine Hand vor dich, die Handfläche nach unten gerichtet.
2. Drehe nun die Handfläche nach oben. Und wieder nach unten … und nach oben, und so weiter.
Beobachte sehr genau.
Geh nicht in Gedanken – untersuche deine direkte Erfahrung.
Wiederhole dies so oft du möchtest und prüfe dabei jedes Mal:
- Wie wird die Bewegung gesteuert?
Also die erste Handlung schon und dann wird aber nicht mehr gedacht "rauf, runter", das passiert dann einfach.- Wird sie von einem Gedanken gesteuert?
Auch wenns der erste Gedanke auslöst, fühlt sichs trotzdem grade nicht so an als wäre ein Kontrolleur da.- Lässt sich ein „Kontrolleur“ irgendeiner Art finden?
Ja da bin ich mir nicht sicher, ob der Start durch den Gedanken erfolgt u dann eben automatisch passiert.- Wie wird die Entscheidung getroffen, die Hand zu drehen?
Ja, wie oben beschrieben.- Verfolge einen möglichen Entscheidungspunkt: Gibt es einen Gedanken, der die Entscheidung trifft, die Hand zu drehen? Und dreht sich die Hand unmittelbar darauf?
Ich kann eben nicht sehen, ob der Gedanke so schnell geschieht, dass er mir nicht auffällt oder, dass das eben auch ohne Gedanken geschieht, was dann halt für meinen Verstand wieder sehr verwirrend ist :D weil: wie und warum geschiehts wenns vorher nicht gedacht wird?- Wer oder was hat entschieden, welche Hand für diese Übung verwendet wird – die linke oder die rechte?
- Lässt sich ein getrenntes Individuum oder irgendetwas finden, das auswählt, wann die Handfläche nach oben oder unten gedreht wird?
Nein, das kann ich nicht mehr sehen/spüren.
Danke und alles Liebe!
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