LU is focused guiding for seeing there is no real, inherent 'self' - what do you understand by this?
Das bedeutet für mich, dass das Konstrukt aus Bildern, Geschichten, Emotionen und Lügen gründlich durchleuchtet und hinterfragt wird, sodass der illusorische Schleier gelüftet und der Blick in den Bereich des toten Winkels freigegeben werden kann, in dem sich das befindet, was wirklich ist.
What are you looking for at LU?
Ich suche nach Selbstbefreiung, nach der Befreiung vom Glauben, ein Ich oder eine Persönlichkeit zu sein. Aber ich finde es sehr schwer, mich vom Ich zu distanzieren, von dem starken Gefühl, dieser Jemand zu sein. Deshalb suche ich nach Hinweisen darauf, wie es mir gelingen kann, hinter das Ich zu blicken, bzw. seine Nicht-Existenz ganz klar zu durchschauen.
Es ist schwierig, „out of the box“ zu denken und zu sehen, wenn man in der Box sitzt. Das ist wie wenn man auf der Schatzkiste sitzt und trotzdem überall den Schatz sucht. Man braucht einen Fingerzeig von außen, um hinter den Spiegel sehen zu können. Und solche Fingerzeige suche ich bei LU.
Es wäre schön, wenn durch das Gespräch irgendwann der Moment eintritt, an dem diese Ich-Zentriertheit und ständige Nabelschau beginnen zu schwinden, sodass ich nicht durch andere Menschen tendenziell überfordert bin, sondern vielleicht sogar Energie für andere übrig habe und freigiebiger und sozial verträglicher werde.
Innen drin ist einfach ständig dieser unzufriedene, besserwisserische, hadernde, verängstigte, überdrehte, alberne, aggressive, was auch immer Charakter, der man glaubt zu sein. Wenn die Ich-Illusion fällt, plappert dieser Charakter vielleicht immer noch vor sich hin, aber er vermiest einem nicht mehr so sehr das Leben.
What do you expect from a guided conversation?
Ich erwarte, dass das rein intellektuelle Verstehen sich in direktes Erleben wandelt, sodass wirklich eine Art „Shift“ darin entsteht, wie ich mein Umfeld, das Leben betrachte und erlebe. Ich bin der Überzeugung, dass die vielen Dramen, die Trauer, die Angst, der Stress usw. vom Glauben verursacht werden, dieses Ich oder die Persönlichkeit zu sein. Ich erwarte demzufolge, dass ich bspw. nicht mehr alles zwanghaft persönlich nehme, nicht so schnell „getriggert“ werde, mich nicht mehr allzu wichtig nehme, mich nicht mehr an Erwartungen an die Zukunft klammere, weniger mit meinem Schicksal hadere, nicht mehr nach einem tieferen Sinn meiner Existenz suche, weniger oder gar nicht mehr abhängig werde von äußeren Umständen und dem Wohlwollen anderer mir gegenüber, was mein Wohlbefinden und meinen inneren Frieden betrifft, nicht mehr so von (negativen) Gedanken und Emotionen übermannt und niedergedrückt werde, um nur einiges zu nennen, was mit dem dominanten, hartnäckigen und Leid verursachenden Glauben an die tatsächliche Existenz der Persönlichkeit (oder des Ichs) zusammenhängt. Ich möchte ruhiger, freier und wacher werden und klarer sehen.
Ich erwarte außerdem wirklich praktikable Übungen, die alltagstauglich sind, sodass sie auch dort funktionieren, wo es für gewöhnlich anstrengend wird, und nicht nur im stillen Kämmerlein. Natürlich kann man zunächst in der sicheren Umgebung der eigenen vier Wände üben, aber über kurz oder lang muss man ja überall den Schalter der Erkenntnis umlegen können. Ich hatte mal ein Erlebnis, in dem ich mich mit meinem typischen „Wochenend-Blues“ draußen , irgendwo in den Park, gesetzt habe und einfach nur meine Ruhe haben wollte. Aber ich war angenervt von den Jugendlichen, die einfach irgendwie überall waren und die Idylle der Einsamkeit und Beschaulichkeit der Natur gestört haben. Da habe ich mir irgendwann gedacht, was tust du dir eigentlich selber an und auf einmal war Ruhe im Karton und ich hatte tiefen Frieden in mir. Das meine ich damit. Ich möchte diesen Frieden wiederhaben und häufiger erleben.
What is your experience in terms of spiritual practices, seeking and inquiry?
Ich habe viel gelesen und vor allem viel nachgedacht. Ich würde sagen, dass meine Suche etwa in meinen frühen 20ern begonnen hat. Mein Interessenschwerpunkt war damals die Magie (allgemein das Okkulte und Übernatürliche), mit der ich mich selbst ermächtigen wollte, weil ich mich als schwach, ohnmächtig und orientierungslos empfand. Zudem konnte ich mich nie mit dem Gedanken oder der Annahme anfreunden, dass das, was so routinemäßig überall abläuft, wirklich alles sein soll. Ich habe kaum praktische Erfahrung auf irgendeinem Spielfeld der Magie sammeln können, weil anscheinend meine Vorstellungskraft und meine Fähigkeit, zu visualisieren, nicht gereicht haben.
Dann entdeckte ich irgendwann durch die Sendereihe TELE-GYM in den dritten Programmen des ÖRR den Zen-Buddhismus (mit dem guten Hinnerk Polenski), der mich ansprach, weil er eine gewisse Ruhe ausstrahlte. Ich war aber nie in einer Gruppe aktiv, sondern habe über mehrere Jahre sporadisch für mich selbst jeweils für unterschiedlich lange Zeitperioden regelmäßig meditiert. Bei einer Meditation hatte ich das Erlebnis, dass wie aus der glatten Oberfläche des ruhigen Sees plötzlich ein Gedanke auftauchte. Dieser Gedanke wirkte aber so deplatziert, belanglos und unwichtig, dass ich mich nachher gefragt habe, wie man Gedanken im Alltag ständig so wichtig nehmen kann und wie sie so stark unser alltägliches Erleben, unsere gesamte Realität bestimmen können. Leider hat sich so eine Einsicht nicht mehr wiederholt.
Es kam danach und dazwischen so vieles wie die Bücher und Meditationen von Dr. Joe Dispenza, Dianetik, Neville Goddard, Resurfacing (Harry Palmer) ... und zuletzt ein einjähriges Studium der sogenannten Präsenz Medizin von Dr. Volker Mann. Neben der Suche nach innerem Frieden, einem tieferen Sinn und meinen „wahren Potenzialen“ war in den letzten Jahren auch der Wunsch nach Heilung einer Gleichgewichtserkrankung eine entscheidende Triebfeder. Die Hoffnung, jemals wieder von dieser Krankheit zu genesen, habe ich aber inzwischen so ziemlich aufgegeben.
In den letzten 2 Jahren ungefähr habe ich immer mal wieder mit der Non-Duality geliebäugelt, allerdings schien mir das Thema überhaupt nicht greifbar, auch wenn es eine große Faszination auf mich ausgestrahlt hat, in mir die Hoffnung auf Befreiung geweckt hat und ich mit vielem, was da so in Büchern und Videos besprochen wird, resoniere.
Ich könnte so viel mehr zum Thema Suche schreiben und über verschiedene Erlebnisse auf dem Weg, aber das würde, denke ich, den Rahmen sprengen.
On a scale from 1 to 10, how willing are you to question any currently held beliefs about 'self? 10
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Der leere Spiegel
Re: Der leere Spiegel
Hi,
ich habe Deinen Beitrag gelesen und möchte Dich gerne begleiten, falls noch Interesse besteht.
Wenn Du die oben angepinnten Topics gelesen und verstanden hast, dann lass uns direkt einsteigen.
Ich verweise immer auf die unmittelbare Erfahrung und den einzigen Werkzeugen, die da sind, um die Wirklichkeit zu erfahren...deine 5 Sinne. Oder kennst Du noch andere Möglichkeiten?
Freue mich, von Dir zu hören.
Daniel
ich habe Deinen Beitrag gelesen und möchte Dich gerne begleiten, falls noch Interesse besteht.
Wenn Du die oben angepinnten Topics gelesen und verstanden hast, dann lass uns direkt einsteigen.
Prima. Ein guter Ausgangspunkt. Wie fühlt sich das an, wenn ich behaupte, dass dein intellektuelles Verstehen hier sogar gar nicht nötig ist? Wenn ich behaupte, dass es tatsächlich belanglos für diesen Prozess ist!?Ich erwarte, dass das rein intellektuelle Verstehen sich in direktes Erleben wandelt, sodass wirklich eine Art „Shift“ darin entsteht,
Wir schauen in diesem Gespräch genau auf das! Wo ist dieser jemand, dem diese Charaktereigenschaften gehören. Ohne Umwege, Direct Pointing, keine intellektuellen Exkurse.Innen drin ist einfach ständig dieser unzufriedene, besserwisserische, hadernde, verängstigte, überdrehte, alberne, aggressive, was auch immer Charakter, der man glaubt zu sein. Wenn die Ich-Illusion fällt, plappert dieser Charakter vielleicht immer noch vor sich hin, aber er vermiest einem nicht mehr so sehr das Leben.
Ich verweise immer auf die unmittelbare Erfahrung und den einzigen Werkzeugen, die da sind, um die Wirklichkeit zu erfahren...deine 5 Sinne. Oder kennst Du noch andere Möglichkeiten?
Was empfindest du, wenn ich dir sage, dass da niemand ist, der in einer Box sitzt? Niemand, der weder richtig, noch falsch denken könnte. Und das dieses Gespräch DICH an kein Ziel bringen wird, dass DU erreichen möchtest?Es ist schwierig, „out of the box“ zu denken und zu sehen, wenn man in der Box sitzt.
Freue mich, von Dir zu hören.
Daniel
Re: Der leere Spiegel
Hallo Daniel,
schön, dass es endlich geklappt hat. Ich hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt, dass sich jemand melden würde. Umso schöner war die Überraschung, eine E-Mail über einen neuen Beitrag zu erhalten.
Ja, ich habe noch Interesse und ich finde es korrekt von dir, dass du dir die Zeit nimmst, diesen Dialog zu führen. Ich bin wirklich sehr gespannt, was passieren wird.
Das fühlt sich irgendwie erleichternd an. Denn ich habe langsam gemerkt, dass der Versuch, das Thema zu analysieren und gedanklich zu ergründen, nichts bringt. Es bringt nur mehr desselben. Im Grunde kann ich ja nicht mal behaupten, das Thema rein intellektuell verstanden zu haben. Denn das ist schließlich genauso unmöglich wie den Geschmack eines Apfels zu verstehen, oder?
Erst mal war da Unverständnis, weil die Redewendung so keinen Sinn ergibt. Dann war da – ähnlich wie oben – erleichtertes Schmunzeln. Es passt irgendwie zu dem ganz subtilen Gefühl der Leere, das ich empfinde, wenn ich abends im Bett liege und mich frage, wer oder was das eigentlich ist, der oder das sich gerade zum Schlafen legt. Ich finde irgendwie nie was, was ich verwirrend und unbefriedigend finde. Das widerspricht dem alltäglichen Erleben, in dem ich ganz deutlich das Empfinden habe, jemand zu sein.
Der zweite Teil der Frage klingt im ersten Moment wie ein No-Brainer. Denn wenn sich niemand in der Box befindet, gibt es auch niemanden, der etwas erreichen kann. Und es ist ja der vermeintliche Jemand, der in der Box sitzt, der sie erst erschafft. Und wenn es in der Box niemanden gibt, dann gibt es auch keine Box. Das ist irgendwie ein großes Paradoxon, in das sich das Denken selbst hineinmanövriert.
OK, Daniel, meinetwegen kann es losgehen. Noch mal besten Dank und bis bald
Sebastian
schön, dass es endlich geklappt hat. Ich hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt, dass sich jemand melden würde. Umso schöner war die Überraschung, eine E-Mail über einen neuen Beitrag zu erhalten.
Ja, ich habe noch Interesse und ich finde es korrekt von dir, dass du dir die Zeit nimmst, diesen Dialog zu führen. Ich bin wirklich sehr gespannt, was passieren wird.
Wie fühlt sich das an, wenn ich behaupte, dass dein intellektuelles Verstehen hier sogar gar nicht nötig ist? Wenn ich behaupte, dass es tatsächlich belanglos für diesen Prozess ist!?
Das fühlt sich irgendwie erleichternd an. Denn ich habe langsam gemerkt, dass der Versuch, das Thema zu analysieren und gedanklich zu ergründen, nichts bringt. Es bringt nur mehr desselben. Im Grunde kann ich ja nicht mal behaupten, das Thema rein intellektuell verstanden zu haben. Denn das ist schließlich genauso unmöglich wie den Geschmack eines Apfels zu verstehen, oder?
Was empfindest du, wenn ich dir sage, dass da niemand ist, der in einer Box sitzt? Niemand, der weder richtig, noch falsch denken könnte. Und das dieses Gespräch DICH an kein Ziel bringen wird, dass DU erreichen möchtest?
Erst mal war da Unverständnis, weil die Redewendung so keinen Sinn ergibt. Dann war da – ähnlich wie oben – erleichtertes Schmunzeln. Es passt irgendwie zu dem ganz subtilen Gefühl der Leere, das ich empfinde, wenn ich abends im Bett liege und mich frage, wer oder was das eigentlich ist, der oder das sich gerade zum Schlafen legt. Ich finde irgendwie nie was, was ich verwirrend und unbefriedigend finde. Das widerspricht dem alltäglichen Erleben, in dem ich ganz deutlich das Empfinden habe, jemand zu sein.
Der zweite Teil der Frage klingt im ersten Moment wie ein No-Brainer. Denn wenn sich niemand in der Box befindet, gibt es auch niemanden, der etwas erreichen kann. Und es ist ja der vermeintliche Jemand, der in der Box sitzt, der sie erst erschafft. Und wenn es in der Box niemanden gibt, dann gibt es auch keine Box. Das ist irgendwie ein großes Paradoxon, in das sich das Denken selbst hineinmanövriert.
OK, Daniel, meinetwegen kann es losgehen. Noch mal besten Dank und bis bald
Sebastian
Re: Der leere Spiegel
Hi Sebastian,
freue mich, dass Du noch da bist.
Ein kurzes Setting...
- Bitte lege für die Zeit der Untersuchung alles beiseite, was Deine Suche und den Durst nach Einsicht betrifft.
Youtube, Bücher, Podcasts...alles in die Schublade. Es ist hilfreich, das zu tun.
- Lass und die Dynamik aufrecht erhalten. Schreibe spätestens am 2. Tag. Wenn Du mal eine Pause brauchst, ist das kein Problem. Gib mir eine kurze Rückmeldung diesbezüglich.
- Ich bin nicht Dein Lehrer, ich kann nur Hinweise geben; Du schaust genau hin, bis sich klares Erkennen einstellt.
Untersuche einmal: "Tisch", "Universität" und "Weihnachtsmann" in deiner direkten Erfahrung:
Was davon kannst du jetzt gerade physisch mit den Sinnen erleben, was existiert nur als gedankliches Konzept und was ist reine Fiktion? Beschreibe die drei Dinge kurz, ohne ihre Namen zu benutzen – und schau, was in der nackten Realität übrig bleibt.
Bis bald.
Daniel
freue mich, dass Du noch da bist.
Ein kurzes Setting...
- Bitte lege für die Zeit der Untersuchung alles beiseite, was Deine Suche und den Durst nach Einsicht betrifft.
Youtube, Bücher, Podcasts...alles in die Schublade. Es ist hilfreich, das zu tun.
- Lass und die Dynamik aufrecht erhalten. Schreibe spätestens am 2. Tag. Wenn Du mal eine Pause brauchst, ist das kein Problem. Gib mir eine kurze Rückmeldung diesbezüglich.
- Ich bin nicht Dein Lehrer, ich kann nur Hinweise geben; Du schaust genau hin, bis sich klares Erkennen einstellt.
Das ist gut beschrieben.Im Grunde kann ich ja nicht mal behaupten, das Thema rein intellektuell verstanden zu haben. Denn das ist schließlich genauso unmöglich wie den Geschmack eines Apfels zu verstehen, oder?
Kann ich nachvollziehen. Als Gleichnis...Es ist wie bei einem Regenbogen: Er sieht real aus, er hat Farben und scheint an einem bestimmten Ort zu stehen. Aber wenn du hingehst, findest du dort kein „Regenbogen-Objekt“.Das widerspricht dem alltäglichen Erleben, in dem ich ganz deutlich das Empfinden habe, jemand zu sein.
Untersuche einmal: "Tisch", "Universität" und "Weihnachtsmann" in deiner direkten Erfahrung:
Was davon kannst du jetzt gerade physisch mit den Sinnen erleben, was existiert nur als gedankliches Konzept und was ist reine Fiktion? Beschreibe die drei Dinge kurz, ohne ihre Namen zu benutzen – und schau, was in der nackten Realität übrig bleibt.
Bis bald.
Daniel
Re: Der leere Spiegel
Hallöchen Daniel,
cool, das machen wir so. Spätestens alle 2 Tage finde ich fair. Und Videos, Podcasts usw. zum Thema werde ich auch nicht konsumieren :).
Der Vergleich mit dem Regenbogen gefällt mir. Ich dachte gerade auch an den Scheinriesen aus den „Jim-Knopf“-Büchern. Aber beim Regenbogen bleibt ja rein gar nichts übrig. Man findet nie den Goldtopf an dessen Ende :). Bleibt nur die Frage, wie man so nah an das Selbst herankommt, dass es von allein verschwindet.
"Tisch": Möbelstück, bestehend aus 3 bis 4 Beinen und einer waagerecht aufgebrachten Platte in verschiedenen Ausmaßen. Dient z. B. als Ablage oder Arbeitsfläche.
"Universität": ein großes Gebäude oder ein Gebäudekomplex, in dem Studierende in Vorlesungen unterrichtet werden.
"Weihnachtsmann": ein alter, weißer Mann mit langem weißen Bart. Er trägt einen dicken, roten Anzug, dessen Säume aus weißem Fell bestehen. Dazu trägt er eine ebenfalls mit weißem Fell gesäumte Mütze und schwere Stiefel. Außerdem ist er eine Werbeerfindung von Coca-Cola.
Physisch greifbar ist nur der Tisch. Die Universität ist ein gedankliches Konzept, das mehrere Merkmale zusammenfasst, die sie von anderen Bildungseinrichtungen unterscheiden. Der Weihnachtsmann ist rein fiktiv.
Ich würde sagen, dass der Tisch das Einzige ist, was in der nackten Realität Bestand hat. Weder eine Universität noch der Weihnachtsmann sind greifbar oder sichtbar.
cool, das machen wir so. Spätestens alle 2 Tage finde ich fair. Und Videos, Podcasts usw. zum Thema werde ich auch nicht konsumieren :).
Der Vergleich mit dem Regenbogen gefällt mir. Ich dachte gerade auch an den Scheinriesen aus den „Jim-Knopf“-Büchern. Aber beim Regenbogen bleibt ja rein gar nichts übrig. Man findet nie den Goldtopf an dessen Ende :). Bleibt nur die Frage, wie man so nah an das Selbst herankommt, dass es von allein verschwindet.
Untersuche einmal: "Tisch", "Universität" und "Weihnachtsmann" in deiner direkten Erfahrung:
Was davon kannst du jetzt gerade physisch mit den Sinnen erleben, was existiert nur als gedankliches Konzept und was ist reine Fiktion? Beschreibe die drei Dinge kurz, ohne ihre Namen zu benutzen – und schau, was in der nackten Realität übrig bleibt.
"Tisch": Möbelstück, bestehend aus 3 bis 4 Beinen und einer waagerecht aufgebrachten Platte in verschiedenen Ausmaßen. Dient z. B. als Ablage oder Arbeitsfläche.
"Universität": ein großes Gebäude oder ein Gebäudekomplex, in dem Studierende in Vorlesungen unterrichtet werden.
"Weihnachtsmann": ein alter, weißer Mann mit langem weißen Bart. Er trägt einen dicken, roten Anzug, dessen Säume aus weißem Fell bestehen. Dazu trägt er eine ebenfalls mit weißem Fell gesäumte Mütze und schwere Stiefel. Außerdem ist er eine Werbeerfindung von Coca-Cola.
Physisch greifbar ist nur der Tisch. Die Universität ist ein gedankliches Konzept, das mehrere Merkmale zusammenfasst, die sie von anderen Bildungseinrichtungen unterscheiden. Der Weihnachtsmann ist rein fiktiv.
Ich würde sagen, dass der Tisch das Einzige ist, was in der nackten Realität Bestand hat. Weder eine Universität noch der Weihnachtsmann sind greifbar oder sichtbar.
Re: Der leere Spiegel
Hi Sebastian,
Es reicht, seine wahre Natur zu durchschauen.
Wenn du einen Tisch ansiehst: Ist das nicht genau dasselbe? Fasst das Wort ‚Tisch‘ nicht auch einfach nur Merkmale wie Beine, Platte und Funktion zusammen? Wo genau ist der Unterschied in deiner unmittelbaren Erfahrung?
Mach dazu ein kleines Experiment: Schließe für einen Moment die Augen und lege deine Hand auf die Tischplatte. Was ist in diesem Sekundenbruchteil deiner unmittelbaren Erfahrung wirklich da? Ist da ein ‚Tisch‘?
Bis bald
Daniel
Prima.cool, das machen wir so. Spätestens alle 2 Tage finde ich fair. Und Videos, Podcasts usw. zum Thema werde ich auch nicht konsumieren :).
Schwierig ;) Wenn du in der Wüste eine Fata Morgana siehst, musst du dann zu ihr hinlaufen und das Wasser wegschütten, damit es verschwindet?Bleibt nur die Frage, wie man so nah an das Selbst herankommt, dass es von allein verschwindet.
Es reicht, seine wahre Natur zu durchschauen.
Bitte überprüfe nochmal genau, welche von Deinen Aussagen auf eigener, direkter Erfahrung beruhen. Setzte hinter allem, was eine Sinneserfahrung ist ein S und hinter allem, was ein Gedanke ist ein G.."Tisch": Möbelstück, bestehend aus 3 bis 4 Beinen und einer waagerecht aufgebrachten Platte in verschiedenen Ausmaßen. Dient z. B. als Ablage oder Arbeitsfläche.
"Universität": ein großes Gebäude oder ein Gebäudekomplex, in dem Studierende in Vorlesungen unterrichtet werden.
"Weihnachtsmann": ein alter, weißer Mann mit langem weißen Bart. Er trägt einen dicken, roten Anzug, dessen Säume aus weißem Fell bestehen. Dazu trägt er eine ebenfalls mit weißem Fell gesäumte Mütze und schwere Stiefel. Außerdem ist er eine Werbeerfindung von Coca-Cola.
Du sagst, die Universität ist ein gedankliches Konzept, das mehrere Merkmale zusammenfasst, und deshalb nicht greifbar ist. Das stimmt, darauf wollte ich hinaus..Physisch greifbar ist nur der Tisch. Die Universität ist ein gedankliches Konzept, das mehrere Merkmale zusammenfasst, die sie von anderen Bildungseinrichtungen unterscheiden. Der Weihnachtsmann ist rein fiktiv.
Wenn du einen Tisch ansiehst: Ist das nicht genau dasselbe? Fasst das Wort ‚Tisch‘ nicht auch einfach nur Merkmale wie Beine, Platte und Funktion zusammen? Wo genau ist der Unterschied in deiner unmittelbaren Erfahrung?
Mach dazu ein kleines Experiment: Schließe für einen Moment die Augen und lege deine Hand auf die Tischplatte. Was ist in diesem Sekundenbruchteil deiner unmittelbaren Erfahrung wirklich da? Ist da ein ‚Tisch‘?
Bis bald
Daniel
Re: Der leere Spiegel
Nabend Daniel,
weiter geht's :).
Du wirst es mir vielleicht nicht glauben, aber ich wollte auch erst schreiben, dass "Tisch" nur ein gedankliches Konzept ist, eine Ansammlung von Buchstaben, ein Geräusch. Dann dachte ich aber: Was bleibt denn da noch übrig als reale Erfahrung von den Dreien? Und es wirkte auf mich zu sehr wie Gedankenakrobatik, was wir ja vermeiden wollen. Allerdings, wenn ich deine Antwort auf meine Auflistung und deine Anleitung für das Experiment lese, dämmert mir, dass ich wohl insgesamt in die falsche Richtung galoppiert bin.
Aussagen zu:
1. "Tisch" - G
2. "Weihnachtsmann" - G
3. "Universität" - G
Das Einzige, was in der Realität erfahrbar ist, ist das Ergebnis des Experiments. Da ist kein Tisch. Da ist nur eine Empfindung an der Haut. Im Grunde fühle ich nicht das berührte Objekt, sondern meinen eigenen Körper.
Das Experiment ist wirklich super interessant, Daniel. Überhaupt mal zu überprüfen, was von dem, was man ganz selbstverständlich als real hinnimmt, überhaupt direkt erfahrbar ist, finde ich sehr verblüffend!
Bis bald
Sebastian
weiter geht's :).
Bitte überprüfe nochmal genau, welche von Deinen Aussagen auf eigener, direkter Erfahrung beruhen. Setzte hinter allem, was eine Sinneserfahrung ist ein S und hinter allem, was ein Gedanke ist ein G.
Du wirst es mir vielleicht nicht glauben, aber ich wollte auch erst schreiben, dass "Tisch" nur ein gedankliches Konzept ist, eine Ansammlung von Buchstaben, ein Geräusch. Dann dachte ich aber: Was bleibt denn da noch übrig als reale Erfahrung von den Dreien? Und es wirkte auf mich zu sehr wie Gedankenakrobatik, was wir ja vermeiden wollen. Allerdings, wenn ich deine Antwort auf meine Auflistung und deine Anleitung für das Experiment lese, dämmert mir, dass ich wohl insgesamt in die falsche Richtung galoppiert bin.
Aussagen zu:
1. "Tisch" - G
2. "Weihnachtsmann" - G
3. "Universität" - G
Das Einzige, was in der Realität erfahrbar ist, ist das Ergebnis des Experiments. Da ist kein Tisch. Da ist nur eine Empfindung an der Haut. Im Grunde fühle ich nicht das berührte Objekt, sondern meinen eigenen Körper.
Das Experiment ist wirklich super interessant, Daniel. Überhaupt mal zu überprüfen, was von dem, was man ganz selbstverständlich als real hinnimmt, überhaupt direkt erfahrbar ist, finde ich sehr verblüffend!
Bis bald
Sebastian
Re: Der leere Spiegel
Ich wollte, um Missverständnissen vorzubeugen, noch ergänzen, dass ich, wenn ich das G hinter alle 3 Begriffe schreibe, natürlich alle damit verbundenen zuvor getroffenen Aussagen einbeziehe. Ich bin dem Weihnachtsmann selbst nie begegnet. Selbst wenn er mir mal über den Weg gelaufen wäre, wären ja all die beschriebenen Einzelheiten seiner Erscheinung nicht real und greifbar.
Wenn man so drüber nachdenkt, besteht die ganze Welt zum Großteil aus gedanklichen Zuschreibungen, die keine realen Entsprechungen haben.
Wenn man so drüber nachdenkt, besteht die ganze Welt zum Großteil aus gedanklichen Zuschreibungen, die keine realen Entsprechungen haben.
Re: Der leere Spiegel
Hi Sebastian,
Achte morgen mal ganz genau darauf: Was von dem, was du unmittelbar erlebst, hat eine reale Entsprechung? Und vor allem: Braucht diese Realität überhaupt irgendein Wort von deinem Verstand, um da zu sein?
Ich bin gespannt, was du morgen im Laufe des Tages beobachtest.
Liebe Grüße
Daniel
Freue mich, dass Du diese offene Neugier zeigst, und es dir gefällt. Das braucht es...Das Experiment ist wirklich super interessant, Daniel. Überhaupt mal zu überprüfen, was von dem, was man ganz selbstverständlich als real hinnimmt, überhaupt direkt erfahrbar ist, finde ich sehr verblüffend!
Du hast vollkommen recht: Da ist kein Tisch. Da ist nur eine Empfindung. Gut gesehen, diese "Illusion der Labels". Es geht um die rohe Erfahrung, noch bevor Interpretation und Logik ein eingefärbtes Bild daraus machen.Das Einzige, was in der Realität erfahrbar ist, ist das Ergebnis des Experiments. Da ist kein Tisch. Da ist nur eine Empfindung an der Haut. Im Grunde fühle ich nicht das berührte Objekt, sondern meinen eigenen Körper.
Lass uns diesen Faden direkt aufgreifen. Wenn fast alles nur gedankliche Zuschreibungen sind – was genau wäre denn aus deiner Sicht eine reale Entsprechung?Wenn man so drüber nachdenkt, besteht die ganze Welt zum Großteil aus gedanklichen Zuschreibungen, die keine realen Entsprechungen haben.
Achte morgen mal ganz genau darauf: Was von dem, was du unmittelbar erlebst, hat eine reale Entsprechung? Und vor allem: Braucht diese Realität überhaupt irgendein Wort von deinem Verstand, um da zu sein?
Ich bin gespannt, was du morgen im Laufe des Tages beobachtest.
Liebe Grüße
Daniel
Re: Der leere Spiegel
Schönen guten Morgen Daniel,
Ich vermute, ich habe mich da möglicherweise doch etwas missverständlich ausgedrückt. Ich meinte z. B., wenn man Begriffe wie "Wald", "langweilig" oder "Bus" verwendet, dann kann man keines davon real erfahren, sondern es sind Etikettierungen wie z. B. der "Tisch". Also diese Etikettierungen meinte ich mit "gedankliche Zuschreibungen". Also, demzufolge gäbe es z. B. keine real erlebbare Entsprechung zu "Wald". Ich hoffe, das ist jetzt etwas verständlicher.
Möglicherweise haben wir jetzt eine unterschiedliche Ausgangslage, was die "reale Entsprechung" betrifft (s. meine Erklärung oben). Oder aber ich habe dich missverstanden. Wie auch immer, könntest du mir bitte noch mal genau erklären, was du meinst? Danke schon mal.
Dir einen schönen Tag und bis bald
Sebastian
Wenn man so drüber nachdenkt, besteht die ganze Welt zum Großteil aus gedanklichen Zuschreibungen, die keine realen Entsprechungen haben.
Ich vermute, ich habe mich da möglicherweise doch etwas missverständlich ausgedrückt. Ich meinte z. B., wenn man Begriffe wie "Wald", "langweilig" oder "Bus" verwendet, dann kann man keines davon real erfahren, sondern es sind Etikettierungen wie z. B. der "Tisch". Also diese Etikettierungen meinte ich mit "gedankliche Zuschreibungen". Also, demzufolge gäbe es z. B. keine real erlebbare Entsprechung zu "Wald". Ich hoffe, das ist jetzt etwas verständlicher.
Achte morgen mal ganz genau darauf: Was von dem, was du unmittelbar erlebst, hat eine reale Entsprechung?
Möglicherweise haben wir jetzt eine unterschiedliche Ausgangslage, was die "reale Entsprechung" betrifft (s. meine Erklärung oben). Oder aber ich habe dich missverstanden. Wie auch immer, könntest du mir bitte noch mal genau erklären, was du meinst? Danke schon mal.
Dir einen schönen Tag und bis bald
Sebastian
Re: Der leere Spiegel
Guten Morgen Sebastian,
aber gern!
Du schreibst, es gäbe keine real erlebbare Entsprechung zu ‚Wald‘. Wenn du im Wald stehst...Ist da gar nichts?
Wenn ich von ‚realer Entsprechung‘ spreche, meine ich das, was nicht verschwindet, wenn du nicht mehr daran denkst.
Benenne während des Tages jede Erfahrung ganz spielerisch einfach mal als Farbe/Bild, Geräusch, Geruch, Geschmack, Empfindung, Gedanke.
Einen Baum sehen, einfach= Bild/Farbe
Den Kaffee riechen = Geruch
Die Wärme der Sonne spüren = Empfindung
Die Zahnpaste auf der Zahnbürste schmecken: Geschmack
Ein Auto vorbeifahren hören = Geräusch
Gedanke an die Arbeit = Gedanke
Untergliedere alle Erfahrungen , die alle direktes Erleben darstellen und berichte, wie es Dir ergangen ist.
Wünsche Dir ebenfalls einen schönen Tag!
Daniel
aber gern!
Fand ich gar nicht. :)Ich vermute, ich habe mich da möglicherweise doch etwas missverständlich ausgedrückt.
Wir meinen exakt dasselbe. Gedankliche Zuschreibung= Etikett. Etiketten sind keine realen Dinge.Also diese Etikettierungen meinte ich mit "gedankliche Zuschreibungen". Also, demzufolge gäbe es z. B. keine real erlebbare Entsprechung zu "Wald".
Du schreibst, es gäbe keine real erlebbare Entsprechung zu ‚Wald‘. Wenn du im Wald stehst...Ist da gar nichts?
Wenn ich von ‚realer Entsprechung‘ spreche, meine ich das, was nicht verschwindet, wenn du nicht mehr daran denkst.
Benenne während des Tages jede Erfahrung ganz spielerisch einfach mal als Farbe/Bild, Geräusch, Geruch, Geschmack, Empfindung, Gedanke.
Einen Baum sehen, einfach= Bild/Farbe
Den Kaffee riechen = Geruch
Die Wärme der Sonne spüren = Empfindung
Die Zahnpaste auf der Zahnbürste schmecken: Geschmack
Ein Auto vorbeifahren hören = Geräusch
Gedanke an die Arbeit = Gedanke
Untergliedere alle Erfahrungen , die alle direktes Erleben darstellen und berichte, wie es Dir ergangen ist.
Wünsche Dir ebenfalls einen schönen Tag!
Daniel
Re: Der leere Spiegel
Hallo Daniel,
ich habe die Übung jetzt über den Tag hinweg gemacht. Wenn ich etwas einfach als Bild, Geräusch, Geruch, ... usw. bezeichnet habe, gab es kurz einen leicht entrückten, distanzierten Gefühlsmoment. Insgesamt war es aber sehr subtil. Insbesondere bei Gedanken ist es mir schwergefallen. Und wenn mich irgendetwas getriggert hat, war ich sofort im Tunnel und kam gar nicht auf den Gedanken, einfach nur Empfindungen und Gedanken zu benennen. Auch wenn viele Menschen zugegen sind, kann ich mich schlecht fokussieren.
Heute Morgen, direkt nach dem Aufwachen, habe ich den Druck meines liegenden Körpers auf der Matratze als Empfindung benannt und das hat in dem Moment etwas geöffnet, so etwas wie einen neutralen, unidentifizierten Zustand. Aber man ist ja nicht immer in so einer ruhigen, unbeobachteten Situation :). Gerade die Interaktion mit anderen Menschen bereitet mir immer wieder Stress.
Wie oben beschrieben gibt es im Wald, wie überall, Empfindungen, Geräusche, Gerüche usw., aber das sind ja, würde ich sagen, reale Entsprechungen zu Baum, Vogel, Wind, … Auch im Innern einer Universität erfahre ich keine Universität.
OK, bis später Daniel und schöne Grüße
Sebastian
ich habe die Übung jetzt über den Tag hinweg gemacht. Wenn ich etwas einfach als Bild, Geräusch, Geruch, ... usw. bezeichnet habe, gab es kurz einen leicht entrückten, distanzierten Gefühlsmoment. Insgesamt war es aber sehr subtil. Insbesondere bei Gedanken ist es mir schwergefallen. Und wenn mich irgendetwas getriggert hat, war ich sofort im Tunnel und kam gar nicht auf den Gedanken, einfach nur Empfindungen und Gedanken zu benennen. Auch wenn viele Menschen zugegen sind, kann ich mich schlecht fokussieren.
Heute Morgen, direkt nach dem Aufwachen, habe ich den Druck meines liegenden Körpers auf der Matratze als Empfindung benannt und das hat in dem Moment etwas geöffnet, so etwas wie einen neutralen, unidentifizierten Zustand. Aber man ist ja nicht immer in so einer ruhigen, unbeobachteten Situation :). Gerade die Interaktion mit anderen Menschen bereitet mir immer wieder Stress.
Wenn du im Wald stehst...Ist da gar nichts?
Wie oben beschrieben gibt es im Wald, wie überall, Empfindungen, Geräusche, Gerüche usw., aber das sind ja, würde ich sagen, reale Entsprechungen zu Baum, Vogel, Wind, … Auch im Innern einer Universität erfahre ich keine Universität.
OK, bis später Daniel und schöne Grüße
Sebastian
Re: Der leere Spiegel
Hi Sebastian,
Bleiben wir mal bei Deinem Körper. Ich habe den Eindruck, dass dies bei Dir ein guter Ansatz ist. Diesmal nimm ein paar Fragen mit in die Untersuchung:
Setze Dich dafür bitte auf einen Stuhl und fühle Deinen Körper. Fühle Dein Gesäß auf der Stuhlfläche und den Rücken an der Rückenlehne.
Kannst Du spüren, wo Dein Gesäß/Rücken aufhört? Wo fängt der Stuhl an? Sind die Berührungspunkte immer gleich oder verändern sie sich? Ist es heiß oder kalt? Gibt es eine konkrete/starre Grenze? Ist da im unmittelbaren Erleben ein außen? Und wo ist innen?
Freue mich von Dir zu hören.
Beste Grüße
Daniel
Prima. Du bist da genau auf der richtigen Fährte. :)ich habe die Übung jetzt über den Tag hinweg gemacht. Wenn ich etwas einfach als Bild, Geräusch, Geruch, ... usw. bezeichnet habe, gab es kurz einen leicht entrückten, distanzierten Gefühlsmoment. Insgesamt war es aber sehr subtil.
Das hast du gut beobachtet und beschrieben. Indem du den nackten Druck gespürt hast, hast du das gedankliche Etikett ‚Körper auf Matratze‘ weggelassen – und genau das öffnet diesen neutralen, echten Zustand vor allen Worten.“Heute Morgen, direkt nach dem Aufwachen, habe ich den Druck meines liegenden Körpers auf der Matratze als Empfindung benannt und das hat in dem Moment etwas geöffnet, so etwas wie einen neutralen, unidentifizierten Zustand.
Es ist völlig verständlich, dass das im Trubel oder im Kontakt mit anderen ganz anders aussieht. Nimm dir den Druck raus: Niemand erwartet, dass du mitten im Stress oder im Gespräch die Untersuchung vornimmst. Nutze die freien Momente, wir haben Zeit. :)Aber man ist ja nicht immer in so einer ruhigen, unbeobachteten Situation :). Gerade die Interaktion mit anderen Menschen bereitet mir immer wieder Stress.
Bleiben wir mal bei Deinem Körper. Ich habe den Eindruck, dass dies bei Dir ein guter Ansatz ist. Diesmal nimm ein paar Fragen mit in die Untersuchung:
Setze Dich dafür bitte auf einen Stuhl und fühle Deinen Körper. Fühle Dein Gesäß auf der Stuhlfläche und den Rücken an der Rückenlehne.
Kannst Du spüren, wo Dein Gesäß/Rücken aufhört? Wo fängt der Stuhl an? Sind die Berührungspunkte immer gleich oder verändern sie sich? Ist es heiß oder kalt? Gibt es eine konkrete/starre Grenze? Ist da im unmittelbaren Erleben ein außen? Und wo ist innen?
Freue mich von Dir zu hören.
Beste Grüße
Daniel
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