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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Sat Mar 28, 2026 1:09 am

Ich gelobe mir Besserung, entschuldige.
Ist das überhaupt möglich?
Nein natürlich nicht, da ist ja niemand der an diesem Zustand festhalten könnte. Das wirkt gerade sehr ernüchternd auf mich.

Verstehe ich richtig, dass die Aussage also hauptsächlich eine befreiende und öffnende Wirkung auf dich hat? Und dass dieses Gefühl, dem Leben ausgeliefert zu sein, eher eine kleine Stimme ist, die sich auch noch dazu meldet und so etwas sagt wie: „Oh je, dann gibt es ja gar keine Kontrolle“, und nicht eine starke emotionale Reaktion wie Angst oder Panik?
Ja so fühlt es sich im Moment an. Ich bin mir sicher, dass alles einfach geschieht. Es gibt niemanden der etwas tun könnte.
In schwierigen/stressigen Zeiten möchte ich das nicht wahr haben, dem einfach ausgeliefert zu sein. In diesen Momenten verliere ich schon mal das Vertrauen in das Leben.

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Re: fannifilou

Postby You » Sat Mar 28, 2026 2:56 am

Ich gelobe mir Besserung, entschuldige.
Kein Problem :) Das Forum kann anfangs ein bisschen verwirrend sein. Schön, dass das Zitieren jetzt klappt. Danke!



Das wirkt gerade sehr ernüchternd auf mich.
Wer oder was ist dieses „mich“? Kannst du es irgendwo in der direkten Erfahrung finden?

In schwierigen/stressigen Zeiten möchte ich das nicht wahr haben, dem einfach ausgeliefert zu sein.
Wer oder was ist ausgeliefert?

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Sun Mar 29, 2026 12:46 am

Wer oder was ist dieses „mich“? Kannst du es irgendwo in der direkten Erfahrung finden?
Vermutlich sind das all meine Geschichten mit denen ich mich identifiziere. Somit meine ich, dass ich das bin. Ja dieses ich/ mich ist sehr hartnäckig und präsent. Aber tatsächlich taucht es nur auf, wenn ich mich in Gedanken verirre. Wenn mir alles leicht fällt, im Fluss ist, ist da niemand zu finden.

Wer oder was ist ausgeliefert?
Das ich/mich, welches sich in den Geschichten verliert. Es ist nicht immer leicht in schweren oder schmerzhaften Situationen. Dann tauchen Gefühle wie Wut, Ärger, Traurigkeit …..auf. Da ist dann niemand der etwas tun kann. Ein Gefühl von Hilflosigkeit.

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Re: fannifilou

Postby You » Sun Mar 29, 2026 3:42 am

Ja dieses ich/ mich ist sehr hartnäckig und präsent. Aber tatsächlich taucht es nur auf, wenn ich mich in Gedanken verirre. Wenn mir alles leicht fällt, im Fluss ist, ist da niemand zu finden.
Dieses Gefühl, ein Ich, ein vom Rest des Erlebten getrenntes Selbst zu sein, ist ein ganz normales Phänomen, das sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich zeigt. Beobachte während des Tages und vergleiche:

Was genau passiert, wenn du dich in Gedanken verirrst und dieses “ich/mich”-Gefühl auftaucht? Was genau ist dann da, was in den Situationen, in denen alles im Fluss ist, nicht da ist? Wo ist es? Wie fühlt es sich an? Was in der direkten Erfahrung ist das, wovon du sagst: „Ja, das ist es! Das ist das „ich/mich“-Gefühl!“?

In dieser Untersuchung geht es nicht darum, dieses „ich/mich“-Gefühl loszuwerden, sondern herauszufinden, was es eigentlich ist, und ob es wirklich auf ein real existierendes Ich oder Selbst in irgendeiner Form hindeutet. Dazu schauen wir in der direkten Erfahrung. Damit ist folgendes gemeint:

Es gibt einen großen Unterschied dazwischen, etwas aufgrund von Gedankeninhalt zu wissen, und etwas zu sehen.

Ein Beispiel, um diesen Unterschied zu verdeutlichen:

Wenn ich dich frage, welche Farbe deine Socken gerade haben, hast du zwei Möglichkeiten, eine Antwort zu finden:

- Du kannst darüber nachdenken, überlegen, dich an den Morgen erinnern und versuchen, dir ins Gedächtnis zu rufen, welche Socken du angezogen hast. Dann kannst du mir wahrscheinlich sagen, welche Farbe du denkst, dass sie haben. Das könnte dann stimmen oder auch nicht.

- Oder du schaust einfach kurz nach, siehst dir deine Socken an und sagst, welche Farbe sie tatsächlich haben.

Höchstwahrscheinlich wirst du zustimmen: Gewissheit gibt es nur durchs Schauen. Richtig?

Für unseren Dialog ist es sehr wichtig, dass dieser Unterschied vollkommen klar ist. Wissen besteht aus Vorstellungen und Gedanken, und die interessieren uns hier nicht. Uns interessiert ausschließlich zu sehen, also was jetzt, unmittelbar, direkt erfahren wird. Wir richten die Aufmerksamkeit nur auf deine direkte Erfahrung im Moment.

Direktes Erfahren ist sehen, hören, spüren, schmecken, riechen, Wahrnehmen von Gedanken.

Direkt, unmittelbar erfahren werden somit:
Farben
Geräusche
Empfindungen (nicht Emotionen; Emotion = Empfindung + Gedanke)
Geschmäcker
Gerüche
Gedanken (deren Anwesenheit, nicht deren Inhalt)

Alles klar soweit? Oder hast du noch eine Frage dazu?


Hier eine Übung, die du möglichst oft am Tag durchführen kannst. Benenne alltägliche Aktivitäten und Wahrnehmungen einfach nur als direkte Erfahrung (DE) :
Farbe, Geräusch, Empfindung, Geschmack, Geruch, Gedanke

Beispiel: beim Frühstück

Tasse sehen, DE = Farbe
Kaffee riechen, DE = Geruch
Wärme der Tasse spüren, DE = Empfindung
Kaffee schmecken, DE = Geschmack
Löffel beim Rühren hören, DE = Geräusch
„Ich muss Milch kaufen“ denken, DE = Gedanke

Zerlege mehrere alltägliche Handlungen in diese Kategorien der tatsächlichen/ direkten Erfahrung und schreibe Listen genauso wie im Beispiel. Poste ein paar deiner Listen hier und berichte auch, wie es für dich war.

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Sun Mar 29, 2026 6:11 pm

Was genau passiert, wenn du dich in Gedanken verirrst und dieses “ich/mich”-Gefühl auftaucht? Was genau ist dann da, was in den Situationen, in denen alles im Fluss ist, nicht da ist? Wo ist es? Wie fühlt es sich an? Was in der direkten Erfahrung ist das, wovon du sagst: „Ja, das ist es! Das ist das „ich/mich“-Gefühl!“?
Wenn dieses ich Gefühl auftaucht, taucht oft ein Gefühl nicht gut genug/ nicht richtig zu sein auf. Sehr wahrscheinlich verbunden mit Geschichten aus der Vergangenheit.
Wenn alles im Fluss ist, dann braucht es keine Gedanken. Es geschieht.
In der direkten Erfahrung ist es nicht zu finden. Also dieses ich Gefühl ist nur in einer Geschichte zu finden.

Höchstwahrscheinlich wirst du zustimmen: Gewissheit gibt es nur durchs Schauen. Richtig?
Ja da stimme ich dir zu
Wenn Wissen aus Vorstellungen und Gedanken besteht, dann ist die Schlussfolgerung ja die Tatsache, dass ich nichts weiß.

Code: Select all

Alles klar soweit? Oder hast du noch eine Frage dazu?
Kannst du mir Beispiele für Gedanken nennen? Also deren Anwesenheit ohne Inhalt. Wäre der Inhalt von dem Gedanken „ich muss Milch kaufen“ und das bei dem Wetter?

Poste ein paar deiner Listen hier und berichte auch, wie es für dich war.
Spaziergang:
Bäume sehen, DE = Farbe
Luft riechen, DE = Geruch
Sonnenstrahlen spüren, DE = Empfindung
? , DE = Geschmack
Vogelgezwitscher hören, DE = Geräusch
„wie schön alles blüht“ denken, DE = Gedanke

Kochen:
Topf sehen, DE = Farbe
Soße riechen, DE = Geruch
Holzlöffel spüren, DE = Empfindung
Soße schmecken, DE = Geschmack
Löffel hören, DE = Geräusch
„Ich muss noch würzen“ denken, DE = Gedanke

Ich habe meine Aufmerksamkeit noch nie so intensiv auf eine direkte Erfahrung gelegt. Die Gedanken sind eigentlich immer woanders. Das wird ein neuer Erfahrungsraum.

Danke für deinen Input

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Re: fannifilou

Postby You » Mon Mar 30, 2026 4:07 am

Schön, deine Listen sind sehr klar :)

Ich habe meine Aufmerksamkeit noch nie so intensiv auf eine direkte Erfahrung gelegt. Die Gedanken sind eigentlich immer woanders. Das wird ein neuer Erfahrungsraum.
Wunderbar.Erforsche weiter diesen Erfahrungsraum. Schau so oft wie möglich: Was ist gerade in der direkten Erfahrung da? Farbe? Geräusch? Geruch? Empfindung? Geschmack? Gedanken? Berichte hier, was dir auffällt.


Kannst du mir Beispiele für Gedanken nennen? Also deren Anwesenheit ohne Inhalt. Wäre der Inhalt von dem Gedanken „ich muss Milch kaufen“ und das bei dem Wetter?
“Ich muss Milch kaufen” IST schon der Inhalt des Gedankens. Die Anwesenheit ist die Tatsache, dass der Gedanke da ist.
Ein Beispiel: Du bemerkst, dass gerade ganz viele Gedanken da sind. Was du da bemerkst, ist ihre Anwesenheit. Sie ist eine direkte Erfahrung. Das, was alle diese Gedanken sagen, ist hingegen ihr Inhalt.

Untersuche es nun selbst. Hier ist eine Übung, die den Unterschied zwischen Gedanken und deren Inhalt aufzeigt.

Es gibt zwei Arten von Gedanken:
1. Gedanken in Worten wie: „Hier ist eine Wassermelone“
2. Visuelle mentale Bilder wie das einer Wassermelone.

Führe nun folgendes Experiment aus:

Schließe die Augen und stell dir vor, du hältst eine Wassermelone in den Händen.
Stell sie dir so lebendig vor, dass du ihr Gewicht, ihre Form und die Beschaffenheit der Schale spüren kannst. Halte sie und nimm die Empfindung wahr.

Öffne dann die Augen.

Was ist mit der Melone geschehen?
Was ist mit der Empfindung, die so überzeugend war?
Gab es jemals eine Melone in der „Realität“?
Gab es ein auftauchendes mentales Bild?
War der Inhalt dieses mentalen Bildes (die Melone) „real“?


Gedanken und mentale Bilder sind nur insofern real, als sie als tatsächliche Erfahrung von Gedanken und mentalen Bildern erscheinen – ihr Auftreten kann nicht geleugnet werden. Ihre Anwesenheit ist eine direkte Erfahrung.
Ihr Inhalt, also das, worum es in ihnen geht (wie die Wassermelone), ist jedoch nicht „real“, sondern bloße Vorstellung.

Ist das erkennbar?

Wenn dieses ich Gefühl auftaucht, taucht oft ein Gefühl nicht gut genug/ nicht richtig zu sein auf.
Ist “nicht gut genug / nicht richtig” ein Gedanke oder ein Gefühl?

Sehr wahrscheinlich verbunden mit Geschichten aus der Vergangenheit. Wenn alles im Fluss ist, dann braucht es keine Gedanken. Es geschieht. In der direkten Erfahrung ist es nicht zu finden.
Schau noch einmal genau hin, was in der direkten Erfahrung da ist. Du hast schon bemerkt, dass wenn dieses Ich-Gefühl auftaucht, auch bestimmte Gedanken anwesend sind.
Ist der Inhalt dieser Gedanken eine direkte Erfahrung?
Ist die Anwesenheit dieser Gedanken eine direkte Erfahrung?


Als nächstes schau auf einen ganz anderen Bereich der direkten Erfahrung. Wenn dieses „Ich/mich“-Gefühl oder dieses „nicht gut genug / nicht richtig“ wieder auftaucht:
Geht es mit Empfingen im Körper einher? Ist irgendetwas spürbar? Vielleicht etwas, was nicht da ist, wenn dieses Gefühl nicht da ist? Vielleicht Wärme, Kälte, Muskelanspannung, Zusammenziehen, Kribbeln, Schwere, Leichte, Druck, Zittern, Schwitzen, Enge, Weite, Herzklopfen, Kloß im Hals, Pulsieren, Starre oder irgendetwas anderes?

Wenn das Ich-Gefühl oder das „nicht gut genug / nicht richtig“ gerade nicht da ist, versuche nicht, es künstlich heraufzubeschwören. Beobachte es einfach dann, wenn es von alleine mal wieder auftritt.

Beobachte im Laufe des Tages auch andere Gefühle. Wenn eines auftaucht, egal ob „positiv“ oder „negativ“, beobachte, was in der direkten Erfahrung da ist. Du wirst wahrscheinlich schnell bemerken, dass Gedanken anwesend sind. Schau dann, ob auch Empfindungen im Körper da sind. Sie können subtil sein, wenn man nicht daran gewöhnt ist, auf sie zu achten. Lass dich nicht entmutigen und schaue einfach, ob du etwas bemerkst. Es ist auch nicht wichtig, die perfekt passenden Worte zu finden, um die Empfindungen zu beschreiben. Schau einfach, welche Körperempfindungen in der direkten Erfahrung da sind. Berichte hier, was du entdeckt hast.

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Mon Mar 30, 2026 9:44 pm

Was ist gerade in der direkten Erfahrung da? Farbe? Geräusch? Geruch? Empfindung? Geschmack? Gedanken? Berichte hier, was dir auffällt.
In der direkten Erfahrung gibt es nur diese eine Situation. Kein abschweifen in Gedanken und Geschichten. In dieser Erfahrung verliere ich keine Energie.

Code: Select all

Ist das erkennbar?
Ja ist es

Ist “nicht gut genug / nicht richtig” ein Gedanke oder ein Gefühl?
Der Gedanke taucht auf und geht über in ein Gefühl. Der Gedanke ist eine direkte Erfahrung, sein Inhalt ist keine direkte Erfahrung.
Geht es mit Empfingen im Körper einher? Ist irgendetwas spürbar? Vielleicht etwas, was nicht da ist, wenn dieses Gefühl nicht da ist? Vielleicht Wärme, Kälte, Muskelanspannung, Zusammenziehen, Kribbeln, Schwere, Leichte, Druck, Zittern, Schwitzen, Enge, Weite, Herzklopfen, Kloß im Hals, Pulsieren, Starre oder irgendetwas anderes?
Genau, der Gedanke geht über in ein Gefühl. Diese spiegeln sich im Körper wieder. Ich merke direkt eine Muskelanspannung in den Schultern. Schwere und Enge bis zur Starre. Ich bekomme kein Wort mehr über die Lippen und bin innerlich sehr wütend.

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Re: fannifilou

Postby You » Tue Mar 31, 2026 5:52 am

Sehr klar. Nun gehe diesem Empfindungs-Aspekt des Ich-Gefühls noch weiter nach. Schau dir ganz genau an, was es eigentlich ist:

Haben die Empfindungen eine Form? Eine Grenze? Bleiben sie immer gleich oder verändern sie sich?

Wo genau ist diese Schwere im Körper?

Und die Enge… Ist sie dort, wo die Schwere ist, oder woanders?

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Thu Apr 02, 2026 10:35 pm

Haben die Empfindungen eine Form? Eine Grenze? Bleiben sie immer gleich oder verändern sie sich?
Die Empfindungen, wie Muskelanspannung in den Schultern beginnen klein und werden langsam größer. Je nach Situation bis hin zu Kopfschmerzen. Der Druck oder die Enge werden langsam immer stärker. Eine Form finde ich nicht. Wenn es mir körperlich sehr schlecht geht, ist die Grenze erreicht.

Wo genau ist diese Schwere im Körper?
Die Schwere spüre ich immer in den Schultern und im Nacken. Sie geht schlagartig in den Kopf.

Und die Enge… Ist sie dort, wo die Schwere ist, oder woanders?
Die Enge fühle ich eher im oberen Brustkorb bis hin zum Hals. Die Schwere liegt mir auf den Schultern.

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Re: fannifilou

Postby You » Fri Apr 03, 2026 5:23 am

Das klingt intensiv.

Wenn es mir körperlich sehr schlecht geht, ist die Grenze erreicht.
Du meinst, dass dann die Empfindungen ihre größte Intensität erreicht haben, oder?
Suche nun auch noch die Grenze in einem räumlichen Sinne. Gemeint ist, zum Beispiel im Falle der Enge: Ist der Bereich, in dem die Enge auftritt, klar abgegrenzt von den umliegenden Bereichen, die sich nicht eng anfühlen? Oder gibt es eher einen diffusen, schwer auszumachenden Übergang?
Und wie ist es im Falle der anderen Empfindungen? Kannst du klare räumliche Abgrenzungen finden?



Experimentiere: Was passiert, wenn du ohne Widerstand und mit voller Aufmerksamkeit nur die Empfindungen fühlst und die Gedankeninhalte überhaupt nicht beachtest?


Liebe Grüße!

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Fri Apr 03, 2026 1:35 pm

Ist der Bereich, in dem die Enge auftritt, klar abgegrenzt von den umliegenden Bereichen, die sich nicht eng anfühlen? Oder gibt es eher einen diffusen, schwer auszumachenden Übergang?
Und wie ist es im Falle der anderen Empfindungen? Kannst du klare räumliche Abgrenzungen finden?
Den Bereich empfinde ich als abgegrenzt. Auch beim Druck auf den Schultern, die Muskelanspannung ist eine klare Abgrenzung zu finden. Die Größe variiert, mal größer mal kleiner.

Experimentiere: Was passiert, wenn du ohne Widerstand und mit voller Aufmerksamkeit nur die Empfindungen fühlst und die Gedankeninhalte überhaupt nicht beachtest?
Ich spüre die Intensität, das kribbeln und brennen o.ä. der Empfindungen. Die Gedankeninhalte verlieren tatsächlich an Bedeutung.

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Re: fannifilou

Postby You » Fri Apr 03, 2026 6:01 pm

Experimentiere: Was passiert, wenn du ohne Widerstand und mit voller Aufmerksamkeit nur die Empfindungen fühlst und die Gedankeninhalte überhaupt nicht beachtest?
Ich spüre die Intensität, das kribbeln und brennen o.ä. der Empfindungen. Die Gedankeninhalte verlieren tatsächlich an Bedeutung.
Genau da wird es interessant. Experimentiere weiter: Was passiert mit den Empfindungen, wenn du sie über einen längeren Zeitraum in dieser Art beobachtest? Bleiben sie ganz gleich oder verändern sie sich auf irgendeine Weise?


Und: Sind die Empfindungen in sich selbst - ohne die Gedanken - ein Problem?

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Sun Apr 05, 2026 12:34 am

Was passiert mit den Empfindungen, wenn du sie über einen längeren Zeitraum in dieser Art beobachtest? Bleiben sie ganz gleich oder verändern sie sich auf irgendeine Weise?
Die Empfindungen wandeln sich in Wärme, in ein sanftes Kribbeln. Ein Gefühl der Geborgenheit tritt ein, ein gehalten sein.
Ich muss unbedingt weiter experimentieren. Die Gedankeninhalte klopfen durchweg an. Ich muss mich wiederholend auf die Empfindungen konzentrieren.
Sind die Empfindungen in sich selbst - ohne die Gedanken - ein Problem?
Ein ganz klares Nein. Ja verrückt, durch meine Gedanken und Geschichten mache Ich mir das Leben schwer.


Frohe Ostern 🐣

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Re: fannifilou

Postby You » Sun Apr 05, 2026 5:56 am

Das ist spannend.

Ich muss unbedingt weiter experimentieren.
Ja, geh dem auf jeden Fall noch weiter nach! Es ist so interessant zu beobachten, wie dynamisch und veränderlich die Empfindungen werden, wenn sie von den Gedanken losgelöst sind - und wie sie selbst gar kein Problem sind.


Und nun schau: Ist irgendetwas in diesen Empfindungen “ich”?


Dir auch Frohe Ostern! 🐣🐇

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Re: fannifilou

Postby fannifilou » Sun Apr 05, 2026 11:59 pm

Ist irgendetwas in diesen Empfindungen “ich”?
Das Ich ertappt sich immer wieder in den Gedanken. In den sich verändernden Empfindungen selbst taucht diese reine wohlig warme Geborgenheit und Weite auf. Ein Gefühl von purer Liebe ohne eine Ichbezogenheit. Ich muss dran bleiben……

Dankeschön


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