Das ist einfach nur Übungssache... :) In unserer Untersuchung hier ist es aber primär nicht das Ziel, könnte aber als „Nebenwirkung“ geschehen. Aber bitte versuche auch diese Erwartung fallenzulassen...Ja wahrscheinlich, das friedliche Gefühl wenn die Gedanken weniger werden oder beobachtet werden können ist sehr verlockend.
Was macht die Empfindungen zu „deinen“ Empfindungen? Schau mal genau nach, wie das erlebt wird:Ich würde sagen das spüren des Körpers und das Erfahren der Sinne machen das Identitätsgefühl. Die Sinne eines anderen Menschen kann ich nicht spüren, auch nicht von Tieren. Da sind nur meine Empfindungen.Was ist dieses „Identitätsgefühl“ in direkter Erfahrung?
Ist da ein Empfinder – Empfindung – empfinden? Oder ist da einfach nur „spüren/empfinden“?
Probiere es mit Klängen aus. Halte zwei Minuten inne und lausche aufmerksam allen Geräuschen, die im Moment wahrzunehmen sind.
Gibt es einen Hörenden, getrennt vom Hören und dem, was gehört wird?
Wo passiert Hören?
Achte auf entfernte Geräusche.
Wo befindet sich der Hörende jetzt?
Finde mit geschlossenen Augen heraus, ob es eine Grenze zwischen hier und
dort gibt.
Ist es möglich, sie zu definieren?
Achte auf die Geräusche, die du hörst, wie zum Beispiel das Gezwitscher der Vögel. Bemerke den gewohnheitsmäßigen Gedanken „ich höre es“. Richte nun deine Aufmerksamkeit allein darauf, wie Klang geschieht. Nimm dir Zeit dafür.
Machst du das Hören, oder passiert es einfach? Gehört “dir” das Hören?
Ja, das ist ganz normal... Wir sind alle so stark darauf konditioniert und programmiert, dass die Aufmerksamkeit hauptsächlich auf den Gedanken liegt. Versuche einfach dir, diese Übung mit dem Benennen der Sinneserfahrung zur Gewohnheit zu machen. Du kannst dir auch eines das dir besonders leicht fällt herausnehmen und immer wieder mal darauf zurückkommen. Spüren oder Hören sind da meist ganz gute Kanditaten... :)Mir ist aufgefallen wie oft ich in Gedanken bin anstatt hier im jetzt, ich musste meine Aufmerksamkeit sehr oft vom Denken weglenken sonst hätte ich nur Beispiele mit Denken gefunden. Weil ich meistens im Kopf unterwegs bin. Als ich Wäsche sortiert hab und mich aufs Spüren konzentriert hab hatte ich das komische Gefühl der Körper bewegt sich von alleine. Es kam im allgemeinen Ruhe und Entspannung auf wenn ich mich auf die Sinne konzentriert hab.
Wenn „Ich-Gedanken“ da sind, ist dann das nicht auch einfach was da ist?Nur wenn Denken stattfindet. Sonst nicht, da ist dann nur das was da istFindet sich unter all diesen Erfahrungen ein “Ich”, ein “Selbst”?

