Mit der früheren Person meine ich die Gabi, die bis zu einer gewissen Zeit fest davon überzeugt war, nichts weiter als der Körper-Mind zu sein.
Wie ist es jetzt? Ist diese Überzeugung nicht mehr da?
Diese scheinbare Gewissheit ist mächtig ins wanken geraten. Das was ich wahrnehme, kann ich nicht sein. Gedanken können nichts entscheiden, kontrollieren, sich nichts bewusst sein, nicht erfahren. Der Körper wird wahrgenommen. Die Hand ist nicht bewusst.
Da sind aber noch alte Muster, die die Aufmerksamkeit auf das Wahrgenommene lenken und das Wahrnehmen selbst wie verschleiern.
Ich muss nochmal etwas zum Ich und Nicht-Ich sagen. Du sagtest, wenn ich mich recht erinnere, dass sind alles nur Worte. Manche Worte oder Metaphern können hilfreich sein. Bei der Vorstellung einer Leere in der alles erscheint, bin ich mir im klaren darüber, dass man z.B. in einen leeren Raum alles mögliche reinstellen kann. Wenn er nur vollkommen leer ist. Wenn es nur wahrnehmen gibt, kann es , muss es absolut keine Eigenschaften haben. Dieser Raum "enthält " also ein "Nicht-Klavier", damit wir tatsächlich eins reinstellen können. Er ist praktisch die Negation aller erdenklichen Dinge, auch die des Ichs. Als sich diese Gedanken das erste Mal formten, die Vorstellung eines Nicht-Ich, damit so etwas wie die Illusion eines Ichs überhaupt erscheinen kann, durchrieselte meinen Körper eine Wärme und es war wie ein dahin-schmelzen.
Ich "begriff" oder hatte eine Ahnung von dieser Leere, in der alles erscheint und aus der letztendlich alles ist. Da ich das wahrnehme, die Gedanken die sich auf vergangene Ereignisse beziehen, von denen ich annahm, sie sind "meine" Vergangenheit, bin ich , was immer das ist, wohl eher das Wahrnehmende. Ich bekomme doch mit, was kommt und geht, wie kann ich das sein?
Der Widerstand gegen dem was jetzt ist, ist vollkommen sinnlos.
Ist trotzdem Widerstand da?
Nein, da ist manchmal Traurigkeit.
Die Fragen bezogen sich auf deine Aussage, dass „Sehen“ vom Kopf ausgeht... Also hattest du das quasi als Anfang empfunden. Und die Übung sollte dich animieren nachzuschauen, ob es tatsächlich so ist... :)
Ah, ok. Es fühlt sich eher an, wie aus einem Zentrum zu sehen. Aus einem ovalen Fenster, das hinten offen ist.
Im Traum ist ja auch sehen, hören, riechen, schmecken, spüren da, oder? Ohne dass die Sinnesorgane involviert sind...
Sind Träume nicht aus Erinnerungen an DE gemacht?
sind...
Wer weiß, vielleicht ist das ja alles nur ein Traum oder eine Simulation... :)
Dann gibt es nurr Einen Träumer und alles, die geträumte Welt, die geträumten Menschen die sowenig und soviel Eigenleben besitzen wie die Figuren in meinem Traum, sind alle aus dem demselben Stoff gemacht.
Wenn der Körper nicht mehr lebt, was soll da noch DE machen?
Und wahrnehmen? Nimmt der Körper wahr, oder wird er wahrgenommen?
Ganz klar, der Körper wird wahrgenommen.
Die weitere Antwort auf diese Frage sah vor wenigen Minuten noch ganz anders aus. Doch wenn ich mir meinen Satz zum Traum davor ansehe, ist die klare Schlussfolgerung dass die Personen keine eigenen Wesenheiten oder Entitäten sein können. Alle großen Religionen sagen im Kern, es gibt nichts Getrenntes, nur Eins. Ganz zu schweigen von all den "Typen" in unserer Zeit, die immer wieder sagen: es gibt dich nicht, so wie du es glaubst. (Das Wort Typ ist nicht abwertend gemeint, soll nur die bunte Mischung widerspiegeln).
Das Geschenk das ich erhielt, diese ungesprochenen Worte, von denen einer war: es gibt keinen Tod. Es gibt ihn, aber niemand der stirbt.
Ich verstand ihn damals nicht, ich glaubte es ginge um mich, um meine Person.
Es muss immer wieder nachgeschaut werden, hast du vielleicht noch eine Übung für mich, liebe Barb?