Was bedeutet für dich „Identifikation“? Kontempliere bitte darüber und erzähle mir davon...Da gäbe es einige gute Herangehensweisen wie z.B. The Work von Byron Katie, oder die Sedona Methode... Hast du da schon was ausprobiert um eventuell diese schmerzliche Situation ein wenig zu entspannen?
Nein ich habs für eine Weile als heilsam angesehen mit dem zu sein, hab dann aber gemerkt, dass es mich wie in der Identifikation festhält.
Man könnte es so formulieren, das Direkte Erfahrung das ist was jetzt wirklich hier ist.-Wenn du sagst dass das Gesehene etc. das Wirkliche ist, beziehst du diese Aussage nur auf dieses Beispiel mit der Phantasie oder? Das hat mich nämlich etwas irritiert, weil meine Erfahrung ist es, das in der direkten Erfahrung, wie ihr es nennt, nicht nur das begrenzte Ich sich auflöst sondern auch die Begrenzung des Gesehenen-es ist nur Bewusstsein "übrig". Das an anderer Stelle sogenannte eine reine Bewusstsein.
Für unsere Erforschung können wir die Direkte Erfahrung in 3 Hauptaspekte unterteilen:
1) Gedanken (nur die Tatsache, dass Gedanken da sind, nicht die Geschichte)
2) Sinneswahrnehmungen
sehen
hören
spüren
riechen
schmecken
3) Ein unverwechselbares "Wissen" von Lebendigkeit
(Gegenwärtigkeit, Sein, oder Bewusstsein)
Mit der Sprache ist es halt ein wenig schwierig, deshalb ist es auch gut wenn wir immer wieder nachfragen wie was gemeint ist... Mir gefällt z.B. das Wort „Bewusstsein“ nicht so gut, ich verwende da lieber das Wort „wahrnehmen“.
Und so wie du erkannt hast, dass sich die Begrenzung des Gesehenen auflöst, könnte man es so formulieren, dass einfach nur "sehen" da ist. Also nicht Sehender - sehen - Gesehenes, sondern einfach nur "sehen"... Kannst du damit was anfangen?
Gute Idee dran zu bleiben... Versuche die Übung so weiter zu praktizieren, dass du einfach das labeln, mit der du das Gefühl hast dass die Mentalaktivität wieder anspringt. weglässt, und immer wieder die reine Erfahrung des sehens-hörens-spürens-riechens und schmeckens wahrnimmst... Das labeln ist nur dazu gedacht, wenn die Gedankengeschichten so überhand nehmen dass es schwer ist die direkte Erfahrung wahrzunehmen... Geht das so vielleicht besser?Ich hab deinen Übungsvorschlag umgesetzt. Meine Beobachtung bei der Benennung von alltäglichen Dingen ist, dass es mich eher wieder "in den Kopf" bringt anstatt einfach in der Wahrzunehmung zu bleiben. Diesbezüglich hat bereits vor Jahren ein "Umschalten" stattgefunden (auch was grundsätzliche Gedankengeschichten angeht).
Wie ich anfangs erwähnt habe, geht es bei mir hauptsächlich um diese bestimmten Situationen, wo Schmerz bzw. Trauma an die Ich-Identifikation zu ketten scheinen. Es geht nicht darum es wegzumachen-aber wie erwähnt, scheint es zu sehr meinen Alltag zu bestimmen. Diesbezüglich ist die Methode dieser direkten Erfahrung mit Sicherheit ein gutes Werkzeug für mich, da es mir offenbar schwer fällt hier in der Beobachtung zu bleiben. Genauso wie das Recherchieren bzgl. Heilung für körperliche Symptome.
Irgendwie hängt auch beides zusammen, vermutlich weil beides auch körperlich so stark wahrnehmbar ist. Das braucht definitiv noch mehr Übung und da will ich dran bleiben.
Bist du bei deinen Recherchen eventuell auch schon auf das Thema Nervensystem/Vagus-Nerv gestoßen? Qi Gong wäre auch eine super Möglichkeit für Körper und Geist, wenn du willst kann ich dir da bisschen was dazu empfehlen auf dem privaten Kanal dieses Forums... :)
Es geht da weniger um Änderung, sondern auch eher um Bewusstwerdung, und auch einer Art Beobachtung wie Gedanken und Gefühle zusammenhängen könnten. Wenn du willst schicke ich dir per privater Nachricht einen Link mit einer guten Zusammenfassung davon.So wie ich Byron Katie in Erinnerung habe, gehts da nicht auch eher um die Änderung von Gedankenmustern? Ich erinnere mich nur vage an diese Fragen und werd nochmal nachlesen.
Und die Sedona Methode ist im Prinzip so wie du oben schon beschrieben hast, einfach mit dem Gefühl zu sein, es da sein zu lassen und voll zu spüren, so gut es geht ohne Gedanken.
Wobei hier auch eine wichtige Feststellung ist, dass Gedanken nicht nur verbale Geschichten sind, sondern auch mentale Bilder die ablaufen. Auch diese fallen unter die Kategorie Geschichtenland. Wir wollen diese Geschichten hier aber gar nicht verhindern, sondern sie einfach nur als das erkennen was sie sind...
Ja, es ist nicht einfach mit Worten zu beschreiben...Mir scheint die Grundlage der Identifikation ist hier nicht eine mentale Geschichte sondern Emotion
Es ist nicht einfach es zu beschreiben
Was bedeutet für dich „Emotion“?

