Flying home
- Pusteblume01
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- Joined: Sat Jan 30, 2021 6:41 pm
Flying home
Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Den Ängsten zu begegnen, die mich davon abhalten, dies klar zu erkennen.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Der Wunsch das Leben frei fliegen und fließen zu lassen, Widerstände loszulassen und die Wahrheit zu erkennen.
Da laufen so viele konditionierte Muster, die ich gerne hinterfragen (lassen) möchte. Alleine gelingt mir das nur bedingt.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche? „Spirituelle“ Literatur, Videos, Gesprächsgruppen, Selbstanalyse etc. - nichts davon hat mich der Wahrheit näher gebracht.
Hier im Forum bin ich einem Gespräch (von Mina7777 und Seeadler) gefolgt und da hat es ein paar mal ordentlich „geklickt“, das fühlte sich richtig an… und da würde ich gerne anknüpfen.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum? Ich wünsche mir einen (oder zwei, drei…) Schubser über den Angstberg, um klar zu erkennen, was sich dahinter verbirgt.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Den Ängsten zu begegnen, die mich davon abhalten, dies klar zu erkennen.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Der Wunsch das Leben frei fliegen und fließen zu lassen, Widerstände loszulassen und die Wahrheit zu erkennen.
Da laufen so viele konditionierte Muster, die ich gerne hinterfragen (lassen) möchte. Alleine gelingt mir das nur bedingt.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche? „Spirituelle“ Literatur, Videos, Gesprächsgruppen, Selbstanalyse etc. - nichts davon hat mich der Wahrheit näher gebracht.
Hier im Forum bin ich einem Gespräch (von Mina7777 und Seeadler) gefolgt und da hat es ein paar mal ordentlich „geklickt“, das fühlte sich richtig an… und da würde ich gerne anknüpfen.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum? Ich wünsche mir einen (oder zwei, drei…) Schubser über den Angstberg, um klar zu erkennen, was sich dahinter verbirgt.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Re: Flying home
hallo Pusteblume01 :-)
mein Name ist Kalle und ich kann dich gern bei dieser Untersuchung begleiten.
Mit welchem Namen möchtest du angesprochen werden?
Als Guide werde ich dir Fragen stellen und Übungen mitgeben; dein Part ist es, einfach mit den 5 Sinnen nachzuschauen, was du findest.
Dieses simple Schauen, das "vor dem Nachdenken" kommt, ist es auch, das zu der Erkenntnis führt, dass es kein abgetrenntes, eigenständiges "Ich" gibt - und niemals gab :-)
Weil dieses Schauen zwar sehr einfach, aber eben auch ungewohnt ist, bitte ich dich, es immer wieder in den Alltag einzubauen. Außerdem wäre es gut, wenn du mir möglichst täglich, mindestens aber alle 2 Tage schreibst.
Es ist dabei in deinem eigenen Interesse, vollkommen ehrlich zu sein.
Und je mehr du frisch von der Leber weg schreibst, ohne "es richtig machen zu wollen", desto besser kann ich darauf eingehen.
Lass bitte möglichst alle Philosophien, Bücher, Videos und auch andere Threads im Forum und auch die App während deiner Untersuchung links liegen, und konzentriere dich voll und ganz nur auf die Fragen und Übungen die hier gestellt werden.
Falls du es noch nicht getan hast, lies dir bitte die Infos unter den folgenden Links durch:
http://www.liberationunleashed.com/de/r ... auschluss/
(Haftungsausschluss)
http://www.liberationunleashed.com/de/uber/faq/
("was LU nicht ist")
Bitte bestätige mir kurz, dass du es gelesen hast!
...und damit das Lesen der Antworten einfacher wird, benutze bitte die Zitierfunktion. Wie diese funktioniert findest du hier:
viewtopic.php?f=18&t=6275
Außerdem bitte ich dich, unbedingt auf alle fett geschriebenen Fragen zu antworten.
Dann lass uns mal loslegen. :-)
1. was erhoffst du dir vom Durchschauen der Ich-Illusion - was soll anders werden?
Was genau "fehlt"?
2.Wenn die Illusion durchschaut ist, was wird dann vermutlich anders sein?
Achte mal bitte auf alle Reaktionen, Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken, wenn du die folgenden Sätze liest:
Es gibt kein getrenntes Ich, nirgends, niemals und hat es nie gegeben – auch nicht jetzt genau in diesem Moment.
Da ist kein Ich, das hier diese Sätze liest und versteht.
Das Ich ist eine Illusion, ein unbeweisbarer Gedankeninhalt.
Es gibt nur Prozesse, die passieren, aber niemandem gehören.
Da ist niemand, der über irgendetwas eine Kontrolle hat, nur Leben, das sich entfaltet.
Beschreib mal, was hochkommt- ganz unmittelbar.
Freue mich auf deine Antwort!
Kalle
mein Name ist Kalle und ich kann dich gern bei dieser Untersuchung begleiten.
Mit welchem Namen möchtest du angesprochen werden?
Als Guide werde ich dir Fragen stellen und Übungen mitgeben; dein Part ist es, einfach mit den 5 Sinnen nachzuschauen, was du findest.
Dieses simple Schauen, das "vor dem Nachdenken" kommt, ist es auch, das zu der Erkenntnis führt, dass es kein abgetrenntes, eigenständiges "Ich" gibt - und niemals gab :-)
Weil dieses Schauen zwar sehr einfach, aber eben auch ungewohnt ist, bitte ich dich, es immer wieder in den Alltag einzubauen. Außerdem wäre es gut, wenn du mir möglichst täglich, mindestens aber alle 2 Tage schreibst.
Es ist dabei in deinem eigenen Interesse, vollkommen ehrlich zu sein.
Und je mehr du frisch von der Leber weg schreibst, ohne "es richtig machen zu wollen", desto besser kann ich darauf eingehen.
Lass bitte möglichst alle Philosophien, Bücher, Videos und auch andere Threads im Forum und auch die App während deiner Untersuchung links liegen, und konzentriere dich voll und ganz nur auf die Fragen und Übungen die hier gestellt werden.
Falls du es noch nicht getan hast, lies dir bitte die Infos unter den folgenden Links durch:
http://www.liberationunleashed.com/de/r ... auschluss/
(Haftungsausschluss)
http://www.liberationunleashed.com/de/uber/faq/
("was LU nicht ist")
Bitte bestätige mir kurz, dass du es gelesen hast!
...und damit das Lesen der Antworten einfacher wird, benutze bitte die Zitierfunktion. Wie diese funktioniert findest du hier:
viewtopic.php?f=18&t=6275
Außerdem bitte ich dich, unbedingt auf alle fett geschriebenen Fragen zu antworten.
Dann lass uns mal loslegen. :-)
1. was erhoffst du dir vom Durchschauen der Ich-Illusion - was soll anders werden?
Was genau "fehlt"?
2.Wenn die Illusion durchschaut ist, was wird dann vermutlich anders sein?
Achte mal bitte auf alle Reaktionen, Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken, wenn du die folgenden Sätze liest:
Es gibt kein getrenntes Ich, nirgends, niemals und hat es nie gegeben – auch nicht jetzt genau in diesem Moment.
Da ist kein Ich, das hier diese Sätze liest und versteht.
Das Ich ist eine Illusion, ein unbeweisbarer Gedankeninhalt.
Es gibt nur Prozesse, die passieren, aber niemandem gehören.
Da ist niemand, der über irgendetwas eine Kontrolle hat, nur Leben, das sich entfaltet.
Beschreib mal, was hochkommt- ganz unmittelbar.
Freue mich auf deine Antwort!
Kalle
- Pusteblume01
- Posts: 42
- Joined: Sat Jan 30, 2021 6:41 pm
Re: Flying home
Hallo Kalle!
Vielen Dank für deine Begleitung. Hier ist Freude :)
Vielleicht kann ich dann über Dinge lachen, die jetzt stören oder Angst machen.
tiefes Durchatmen,
Der Körper zittert, Kälte
Gedanken:
„Heizung aufdrehen!“
„Oh, das wird hier eine emotionale Schlittenfahrt“
Vielen Dank für deine Begleitung. Hier ist Freude :)
Pusteblume ist ok. Nic funktioniert aber auch.Mit welchem Namen möchtest du angesprochen werden?
> der Link funktioniert nicht, hab die Seite aber gefunden und gelesen.Falls du es noch nicht getan hast, lies dir bitte die Infos unter den folgenden Links durch:
http://www.liberationunleashed.com/de/r ... auschluss/ (Haftungsausschluss)
"Was LU nicht ist" habe ich auch gelesen. Beides prima!http://www.liberationunleashed.com/de/uber/faq/ ("was LU nicht ist")
Bitte bestätige mir kurz, dass du es gelesen hast!
Ich hoffe, den Druck, die Unruhe und das Drama loslassen/durchschauen zu können und wünsche mir mehr Klarheit wer/was/ob ich wirklich bin. Es fehlt Entspannung.Dann lass uns mal loslegen. :-)
1. was erhoffst du dir vom Durchschauen der Ich-Illusion - was soll anders werden?
Was genau "fehlt"?
Das Leben kann dann vielleicht leichter und ohne Widerstände fließen und einfach nur sein wie/was es ist.2.Wenn die Illusion durchschaut ist, was wird dann vermutlich anders sein?
Vielleicht kann ich dann über Dinge lachen, die jetzt stören oder Angst machen.
Spontane Traurigkeit und Tränen,Achte mal bitte auf alle Reaktionen, Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken, wenn du die folgenden Sätze liest:
Es gibt kein getrenntes Ich, nirgends, niemals und hat es nie gegeben – auch nicht jetzt genau in diesem Moment.
Da ist kein Ich, das hier diese Sätze liest und versteht.
Das Ich ist eine Illusion, ein unbeweisbarer Gedankeninhalt.
Es gibt nur Prozesse, die passieren, aber niemandem gehören.
Da ist niemand, der über irgendetwas eine Kontrolle hat, nur Leben, das sich entfaltet.
Beschreib mal, was hochkommt- ganz unmittelbar.
tiefes Durchatmen,
Der Körper zittert, Kälte
Gedanken:
„Heizung aufdrehen!“
„Oh, das wird hier eine emotionale Schlittenfahrt“
Re: Flying home
hallo nic,
alles klar, danke für's Durchlesen und Bestätigen.
Erwartungen/Hoffnungen sind Gedankeninhalte und können niemals erfahren werden. Diese Vorstellungen stehen dem direkten Erleben oft im Weg.
Es ist gut sich etwas Zeit zu nehmen, um zu schauen, was direktes Erleben ganz konkret ist – das erleichtert alle anderen Schritte.
Wenn ich dich zum Beispiel frage, welche Farbe deine Winterstiefel haben, kannst du darüber nachdenken und in deinen Erinnerungen schauen, jemanden fragen, der sie gesehen hat – oder du stehst einfach auf, gehst hin und schaust nach.
Ganz sicher kannst du dir nur sein, wenn du selber geschaut hast, oder?
Schau jetzt in diesem Moment mal nach: Kannst du irgendetwas auf eine andere Art und Weise erfahren als durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, Denken (nur den Vorgang des Denkens, nicht der Inhalt)?
Kannst du außer dem Genannten noch was finden?
Probiere es mal aus wie es ist, in der Realität zu sein. Reduziere dabei die Wirklichkeit auf die Namen, die der Wahrnehmung am nächsten sind.
Mache diese Übung so häufig wie möglich über den ganzen Tag verteilt. Benenne jede Erfahrung einfach als:
sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken.
Mache das, während du dir verschiedener Dinge bewusst wirst (und sprich es wenn möglich auch laut aus):
Den Bildschirm sehen, einfach = sehen
Der Geruch von Kaffee= riechen
Kalte Füße = spüren
Die Zahnpasta auf der Zahnbürste = schmecken
Ein Auto vorbeifahren hören = hören
Gedanke an die Arbeit = denken (Gedanken können Wörter und geistige Bilder sein).
Gedanke an die Ichlosigkeit = denken
Kopfhaut juckt = spüren
usw...
Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese 6 Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und erzähle, wie es dir ergangen ist und was dir aufgefallen ist – sei so gut und gib mir ein paar Beispiele.
Mach das ganz spielerisch, einfach was gerade bemerkt wird.
:-)
Kalle
Ganz meinerseits :-)Vielen Dank für deine Begleitung. Hier ist Freude :)
alles klar, danke für's Durchlesen und Bestätigen.
es kann schon einiges hochkommen... wenn's mal zu heftig wird, sag Bescheid und wir schauen uns das an!„Oh, das wird hier eine emotionale Schlittenfahrt“
Ja, in diese Richtung kann schon etwas passieren. Entspannung kann ein Nebenprodukt sein... aber es geht hier erstmal nur darum, ob es ein "Ich" gibt, dass etwas loslassen kann oder dem etwas fehlen könnte. :-)Ich hoffe, den Druck, die Unruhe und das Drama loslassen/durchschauen zu können und wünsche mir mehr Klarheit wer/was/ob ich wirklich bin. Es fehlt Entspannung.1. was erhoffst du dir vom Durchschauen der Ich-Illusion - was soll anders werden?
Was genau "fehlt"?
auch das kann teilweise eintreten, muss aber nicht. In jedem Fall müssen wir hier alle Erwartungen zusammensammeln, vielleicht auf einen Zettel schreiben und diesen dann ab in den Kaminofen!Das Leben kann dann vielleicht leichter und ohne Widerstände fließen und einfach nur sein wie/was es ist.2.Wenn die Illusion durchschaut ist, was wird dann vermutlich anders sein?
Vielleicht kann ich dann über Dinge lachen, die jetzt stören oder Angst machen.
Erwartungen/Hoffnungen sind Gedankeninhalte und können niemals erfahren werden. Diese Vorstellungen stehen dem direkten Erleben oft im Weg.
Es ist gut sich etwas Zeit zu nehmen, um zu schauen, was direktes Erleben ganz konkret ist – das erleichtert alle anderen Schritte.
Wenn ich dich zum Beispiel frage, welche Farbe deine Winterstiefel haben, kannst du darüber nachdenken und in deinen Erinnerungen schauen, jemanden fragen, der sie gesehen hat – oder du stehst einfach auf, gehst hin und schaust nach.
Ganz sicher kannst du dir nur sein, wenn du selber geschaut hast, oder?
Schau jetzt in diesem Moment mal nach: Kannst du irgendetwas auf eine andere Art und Weise erfahren als durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, Denken (nur den Vorgang des Denkens, nicht der Inhalt)?
Kannst du außer dem Genannten noch was finden?
Probiere es mal aus wie es ist, in der Realität zu sein. Reduziere dabei die Wirklichkeit auf die Namen, die der Wahrnehmung am nächsten sind.
Mache diese Übung so häufig wie möglich über den ganzen Tag verteilt. Benenne jede Erfahrung einfach als:
sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken.
Mache das, während du dir verschiedener Dinge bewusst wirst (und sprich es wenn möglich auch laut aus):
Den Bildschirm sehen, einfach = sehen
Der Geruch von Kaffee= riechen
Kalte Füße = spüren
Die Zahnpasta auf der Zahnbürste = schmecken
Ein Auto vorbeifahren hören = hören
Gedanke an die Arbeit = denken (Gedanken können Wörter und geistige Bilder sein).
Gedanke an die Ichlosigkeit = denken
Kopfhaut juckt = spüren
usw...
Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese 6 Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und erzähle, wie es dir ergangen ist und was dir aufgefallen ist – sei so gut und gib mir ein paar Beispiele.
Mach das ganz spielerisch, einfach was gerade bemerkt wird.
:-)
Kalle
- Pusteblume01
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- Joined: Sat Jan 30, 2021 6:41 pm
Re: Flying home
Moin! :)
Unsicherheit gibt es allerdings mit der Einordnung von „emotionalen Gefühlen“, z.B. Freude, Trauer, Angst,... ob die auch zur „körperlichen Empfindung“ gehören. Diese wären für mich z.B. Hunger, Durst, Wärme, Kälte, Schmerz, Jucken, Müdigkeit, Berührung/Kontakt, Magengrummeln, Herzschlag/Puls, Aufregung, Entspannung, Vitalität, Gleichgewicht…
Schnee - sehen,
Vogelstimmen - hören,
Kaffeeduft - riechen,
Kaffee schmecken,
Kälte - spüren
Gedanken über Einkaufsliste - denken
Gebrabbel der Nachbarn - hören
> das war einfach prima und hat Spaß gemacht - so meine Erinnerung.
Und dann habe ich sie gerade noch mal gemacht, mit Aussprechen und Aufschreiben...
Füße an der warmen Heizung = spüren
Rücken, Po und Oberschenkel auf dem Sessel = spüren
Kuscheldecke, frisch gewaschen = riechen und spüren
Teetrinken = schmecken
Magengeräusche = hören
Laptop-Lüfter läuft an = hören
Bildschirm sehen = sehen
Handballen auf der Tastatur = spüren
Gedanken über Text = denken
Tippen auf der Tastatur = spüren
Knacken am Fenster = hören
Wandvorhang = sehen
Gedanken an Hausarbeiten = denken
Jucken im Nacken = spüren
Diesmal war die Übung ungewohnt und auch ein wenig verwirrend, weil der natürliche Wahrnehmungsfluss durch das Benennen und Aufschreiben ständig unterbrochen wurde.
Was mir sonst noch aufgefallen ist: Spüren ist immer vorhanden - egal, ob sitzen, stehen, laufen, liegen - spüren ist immer da, auch, wenn die Aufmerksamkeit sich zu einer anderen Erfahrungskategorie (z.B. Geräusch hören) verschiebt. Das geht mitunter sehr schnell. So schnell, dass das Finden und Benennen der richtigen Kategorie so viel Zeit braucht, dass das Ereignis bereits (lange) vorbei ist, bis das Wort dann schlussendlich ausgesprochen wird.
> Direktes Erleben und Wahrnehmen ist nur hier/jetzt möglich, Gedanken, die die Wahrnehmung/Erfahrung benennen und kategorisieren sind immer zu spät und die Worte der Sprache sind noch langsamer.
Ich mache die Übung noch ein paar mal...
Ja.Erwartungen/Hoffnungen sind Gedankeninhalte und können niemals erfahren werden. Diese Vorstellungen stehen dem direkten Erleben oft im Weg.
Es ist gut sich etwas Zeit zu nehmen, um zu schauen, was direktes Erleben ganz konkret ist – das erleichtert alle anderen Schritte.
Wenn ich dich zum Beispiel frage, welche Farbe deine Winterstiefel haben, kannst du darüber nachdenken und in deinen Erinnerungen schauen, jemanden fragen, der sie gesehen hat – oder du stehst einfach auf, gehst hin und schaust nach.
Ganz sicher kannst du dir nur sein, wenn du selber geschaut hast, oder?
Nein, grundsätzlich sind das alle Möglichkeiten, wie Leben erfahren/wahrgenommen werden kann.Schau jetzt in diesem Moment mal nach: Kannst du irgendetwas auf eine andere Art und Weise erfahren als durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, Denken (nur den Vorgang des Denkens, nicht der Inhalt)?
Kannst du außer dem Genannten noch was finden?
Unsicherheit gibt es allerdings mit der Einordnung von „emotionalen Gefühlen“, z.B. Freude, Trauer, Angst,... ob die auch zur „körperlichen Empfindung“ gehören. Diese wären für mich z.B. Hunger, Durst, Wärme, Kälte, Schmerz, Jucken, Müdigkeit, Berührung/Kontakt, Magengrummeln, Herzschlag/Puls, Aufregung, Entspannung, Vitalität, Gleichgewicht…
Ich habe die Übung heute morgen - ohne laut auszusprechen und ohne Aufschreiben auf der Terrasse gemacht:Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese 6 Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und erzähle, wie es dir ergangen ist und was dir aufgefallen ist – sei so gut und gib mir ein paar Beispiele.
Schnee - sehen,
Vogelstimmen - hören,
Kaffeeduft - riechen,
Kaffee schmecken,
Kälte - spüren
Gedanken über Einkaufsliste - denken
Gebrabbel der Nachbarn - hören
> das war einfach prima und hat Spaß gemacht - so meine Erinnerung.
Und dann habe ich sie gerade noch mal gemacht, mit Aussprechen und Aufschreiben...
Füße an der warmen Heizung = spüren
Rücken, Po und Oberschenkel auf dem Sessel = spüren
Kuscheldecke, frisch gewaschen = riechen und spüren
Teetrinken = schmecken
Magengeräusche = hören
Laptop-Lüfter läuft an = hören
Bildschirm sehen = sehen
Handballen auf der Tastatur = spüren
Gedanken über Text = denken
Tippen auf der Tastatur = spüren
Knacken am Fenster = hören
Wandvorhang = sehen
Gedanken an Hausarbeiten = denken
Jucken im Nacken = spüren
Diesmal war die Übung ungewohnt und auch ein wenig verwirrend, weil der natürliche Wahrnehmungsfluss durch das Benennen und Aufschreiben ständig unterbrochen wurde.
Was mir sonst noch aufgefallen ist: Spüren ist immer vorhanden - egal, ob sitzen, stehen, laufen, liegen - spüren ist immer da, auch, wenn die Aufmerksamkeit sich zu einer anderen Erfahrungskategorie (z.B. Geräusch hören) verschiebt. Das geht mitunter sehr schnell. So schnell, dass das Finden und Benennen der richtigen Kategorie so viel Zeit braucht, dass das Ereignis bereits (lange) vorbei ist, bis das Wort dann schlussendlich ausgesprochen wird.
> Direktes Erleben und Wahrnehmen ist nur hier/jetzt möglich, Gedanken, die die Wahrnehmung/Erfahrung benennen und kategorisieren sind immer zu spät und die Worte der Sprache sind noch langsamer.
Ich mache die Übung noch ein paar mal...
Re: Flying home
Genau, wir unterscheiden zwischen 'Empfindung/Spüren' und 'Gefühl/Emotion'.Nein, grundsätzlich sind das alle Möglichkeiten, wie Leben erfahren/wahrgenommen werden kann.
Unsicherheit gibt es allerdings mit der Einordnung von „emotionalen Gefühlen“, z.B. Freude, Trauer, Angst,... ob die auch zur „körperlichen Empfindung“ gehören. Diese wären für mich z.B. Hunger, Durst, Wärme, Kälte, Schmerz, Jucken, Müdigkeit, Berührung/Kontakt, Magengrummeln, Herzschlag/Puls, Aufregung, Entspannung, Vitalität, Gleichgewicht…
1.Empfindung: im Sinne von "etwas tatsächlich körperlich spüren, vorfinden". Dazu gehört von deiner Aufzählung Wärme, Kälte, Schmerz, Jucken, Berührung. Es gibt tausenderlei Arten, etwas zu beschreiben, was auf irgendeine Art körperlich GESPÜRT wird.
SPÜREN ist der kleinste gemeinsame Nenner dieser Art Erfahrung.
2. Gefühl/Emotion: Was ist denn zB Freude? Woraus besteht das, was man so nennt? Ist es nicht eine unterschiedlich gewichtete Kombination aus bestimmten Gedanken, evtl auch Sehen/Hören/Riechen/Schmecken, und körperlichen Empfindungen?
Findest du irgendetwas Konkretes, das von sich aus sagt, dass es "Traurigkeit" ist? Oder ist da nicht vielmehr wieder eine Kombination aus zB bestimmten Gedanken(=Denken), einer "Enge im Kehlkopfbereich"(=Spüren) usw.?
Versuch da mal genau hinzuschauen, wenn sich ein "Gefühl" zeigt.
Beinhaltet irgendeiner deiner Begriffe eine andere Art zu Erfahren als die 6 aufgezählten? Schreib mir auf jeden Fall wenn noch Zweifel sind- das muss grundlegend klar sein.
Zur Erfahrung- Benennen-Übung:
Super. Danke für die Beispiele, das scheint klar zu sein.
ja, deswegen macht es auch Sinn, es einfach den ganzen Tag über spielerisch mit einzubauen! Einfach wenn du dran denkst, dir kurz klar machen, was eigentlich gerade erfahren wird :-)Diesmal war die Übung ungewohnt und auch ein wenig verwirrend, weil der natürliche Wahrnehmungsfluss durch das Benennen und Aufschreiben ständig unterbrochen wurde.
Genau, machs morgen bitte weiter, ohne Aufschreiben.
Ganz genau! Schön erkannt.Was mir sonst noch aufgefallen ist: Spüren ist immer vorhanden - egal, ob sitzen, stehen, laufen, liegen - spüren ist immer da, auch, wenn die Aufmerksamkeit sich zu einer anderen Erfahrungskategorie (z.B. Geräusch hören) verschiebt. Das geht mitunter sehr schnell. So schnell, dass das Finden und Benennen der richtigen Kategorie so viel Zeit braucht, dass das Ereignis bereits (lange) vorbei ist, bis das Wort dann schlussendlich ausgesprochen wird.
> Direktes Erleben und Wahrnehmen ist nur hier/jetzt möglich, Gedanken, die die Wahrnehmung/Erfahrung benennen und kategorisieren sind immer zu spät und die Worte der Sprache sind noch langsamer.
Nur.. ist denn "Spüren" das Einzige was 'immer da' ist? Beobachte mal......
Die folgende Übung wird das Schauen in der direkten Erfahrung (DE) weiter vertiefen.
Am effektivsten wäre es, wenn du dir jeden Tag 5 Minuten Zeit nimmst und das formal praktizierst:
Nimm dir einen Timer zur Hand (oder eine App, wo du einstellen kannst, dass jede Minute ein Gong ertönt...)
Dann mach es dir ganz bequem, entspanne.
Für die 1. Minute lass die Augen offen und richte die Aufmerksam nur aufs Sehen. Blick dich im Zimmer um und jedes mal, wenn der Blick auf einem Objekt haften bleibt, sagst du laut „sehen“. Die auftauchenden Gedanken lass durchziehen. Sehen – Sehen – Sehen......
Für die zweite Minute schließe die Augen, und konzentriere dich aufs Hören. Ganz egal ob Kühlschrank, Auto, jedes mal wenn die Aufmerksamkeit auf ein Geräusch kommt label es laut mit „hören“. Hören – Hören – Hören.....
Für die dritte Minute konzentriere dich aufs spüren (nur Körperempfindungen). Ganz egal ob der Druck vom Hintern auf dem Stuhl, das Jucken am Fuß, die Verspannung im Nacken, das Grummeln oder Druck im Bauch, die Enge in Brust oder Kehle... benenne es mit „spüren“. Alles andere wieder ignorieren.... Spüren – Spüren – Spüren.
Die vierte Minute widme dem Denken. Nicht der Inhalt ist wichtig, nur das bemerken von auftauchenden Gedanken...(egal ob Wort- oder Bildgedanken) Sprich laut das Label „denken“. Denken – Denken – Denken..
Die fünfte Minute (wenn du möchtest kannst du auch länger) lass die Aufmerksamkeit frei, und was auch immer in das Wahrnehmungsfeld kommt versehe mit einem Label. Hören – denken – spüren – spüren – denken – sehen ….......
Wenn du merkst, dass du in Gedankengeschichten abgedriftet bist, dann freue dich, dass du es gemerkt hast, und komme wieder zur direkten Erfahrung zurück.. :)
Riechen und Schmecken lassen wir in diesem Fall weg.
viel Freude dabei - und lass mich wissen, wenn dir irgendetwas auffällt.
- Pusteblume01
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- Joined: Sat Jan 30, 2021 6:41 pm
Re: Flying home
Ok, Danke, die Benennung ist verstanden.1.Empfindung: im Sinne von "etwas tatsächlich körperlich spüren, vorfinden". Dazu gehört von deiner Aufzählung Wärme, Kälte, Schmerz, Jucken, Berührung. Es gibt tausenderlei Arten, etwas zu beschreiben, was auf irgendeine Art körperlich GESPÜRT wird.
SPÜREN ist der kleinste gemeinsame Nenner dieser Art Erfahrung
Was nicht klar ist: Durst/Hunger und Puls können auch gespürt werden...!?
Vielen, vielen Dank!2. Gefühl/Emotion: Was ist denn zB Freude? Woraus besteht das, was man so nennt? Ist es nicht eine unterschiedlich gewichtete Kombination aus bestimmten Gedanken, evtl auch Sehen/Hören/Riechen/Schmecken, und körperlichen Empfindungen?
Findest du irgendetwas Konkretes, das von sich aus sagt, dass es "Traurigkeit" ist? Oder ist da nicht vielmehr wieder eine Kombination aus zB bestimmten Gedanken(=Denken), einer "Enge im Kehlkopfbereich"(=Spüren) usw.?
Versuch da mal genau hinzuschauen, wenn sich ein "Gefühl" zeigt.
Das was als Gefühle/Emotionen bezeichnet wird, sind eine Kombination von verschiedenen Gedanken und den 5 Sinnen. Eigentlich war das klar, aber erst durch das direkte Hinschauen wurde wirklich deutlich was passiert.
„Freude“ und Lachen sind hier z.B. wenn ein Eichhörnchen vorbei huscht.
„Traurigkeit“ und Tränen sind hier z.B. wenn ein fast verhungertes Kind im Jemen auf dem Bildschirm zu sehen ist.
Ich habe mit den beiden Bildern, die auch auch als Gedankenbilder (=Erinnerungen) Gefühle auslösen können, gespielt.
Die Trauer hielt sich deutlich länger. Und es sind nicht nur die Gedankenbilder, die diese Gefühle auslösen, sondern auch die Gedanken (Bewertungen) und Geschichten, die mit ihnen zusammen auftauchen.
Im Falle der Traurigkeit zeigt sich zusätzlich auch noch eine weitere "gedankliche Verbindung“, ein Bezug. Hier sitzt ein Mensch mit einem angeschwollenen Knöchel und jammert über die Unberechenbarkeit des Lebens und weil er sich nicht mehr schmerzfrei bewegen kann. Dort liegt ein Mensch, der wegen Unterernährung nicht mehr die Kraft hat sich zu bewegen. Dem Menschen dort geht es viel, viel schlechter als dem Menschen hier.
Und es wurde klar, wenn ich mich mit etwas wirklich identifiziere, dann mit dem Satz:
„Ich bin ein (mit-) fühlender Mensch“...
Wahrnehmung hat keinen OFF-Schalter, für keinen der 5 Sinne und auch nicht für die Gedanken. Die Sinne können aber auch nur wahrnehmen was sich hier/jetzt zeigt. Sie können nicht die Abwesenheit von etwas wahrnehmen. Es sind Gedanken die sagen „Der Schmerz ist weg - der Knöchel tut nicht mehr weh“. Das ist nicht durch spüren möglich,ist denn "Spüren" das Einzige was 'immer da' ist?
Und Gedanken werden auch gebraucht. Zwar benennen, beschreiben und beurteilen sie und erzählen Geschichten, aber für die Kommunikation werden sie gebraucht. Hätte ich bei der Ärztin angerufen und nur gesagt „hier ist jetzt Schmerz“, dann wäre das mit dem Rezept für die Salbe wahrscheinlich schwierig geworden. Aber auch das ist ein Gedanke. Ich habe es nicht ausprobiert… ;)
Dann: Wahrnehmung und Aufmerksamkeit spielen zusammen. Die Wahrnehmung die „am stärksten“ ist, bekommt die Aufmerksamkeit. Keine Ahnung wo/wann das entschieden wird!
Beispiel. Nic sitzt (=spüren) hier/jetzt mit den Füßen an der warmen (=spüren) Heizung und versucht endlich (=denken) die richtigen Worte/Sätze zu formulieren (=denken) und tippt (=spüren) so vor sich hin, während draußen der Sturm Geräusche (=hören) macht und sich gleichzeitig Durst (=spüren?) und ein Geschmack im Mund (=schmecken) bemerkbar machen und Gedanken sagen (=denken) „Zähne putzen und was trinken!“
Es passiert so viel auf einmal und so schnell… Wohin geht der Fokus, die Aufmerksamkeit. Wie wird entscheiden was hier/jetzt gerade passiert bzw. wahrgenommen wird. Auf was geht der Wahrnehmungs-„Spot“? All diese Gedanken, führen zu einem schwindligen Gefühl… Da ist es gut die Augen zu schließen und einfach nur zu spüren und hören was gerade hier/jetzt ist… bzw die nächste Übung zu machen:
Das sind sehr schöne Übungen um „runter zu kommen“.Für die 1. Minute lass die Augen offen und richte die Aufmerksam nur aufs Sehen. Blick dich im Zimmer um und jedes mal, wenn der Blick auf einem Objekt haften bleibt, sagst du laut „sehen“. Die auftauchenden Gedanken lass durchziehen. Sehen – Sehen – Sehen......
Für die zweite Minute schließe die Augen, und konzentriere dich aufs Hören. Ganz egal ob Kühlschrank, Auto, jedes mal wenn die Aufmerksamkeit auf ein Geräusch kommt label es laut mit „hören“. Hören – Hören – Hören.....
Für die dritte Minute konzentriere dich aufs spüren (nur Körperempfindungen). Ganz egal ob der Druck vom Hintern auf dem Stuhl, das Jucken am Fuß, die Verspannung im Nacken, das Grummeln oder Druck im Bauch, die Enge in Brust oder Kehle... benenne es mit „spüren“. Alles andere wieder ignorieren.... Spüren – Spüren – Spüren.
Die vierte Minute widme dem Denken. Nicht der Inhalt ist wichtig, nur das bemerken von auftauchenden Gedanken...(egal ob Wort- oder Bildgedanken) Sprich laut das Label „denken“. Denken – Denken – Denken..
Die fünfte Minute (wenn du möchtest kannst du auch länger) lass die Aufmerksamkeit frei, und was auch immer in das Wahrnehmungsfeld kommt versehe mit einem Label. Hören – denken – spüren – spüren – denken – sehen ….......
Wenn du merkst, dass du in Gedankengeschichten abgedriftet bist, dann freue dich, dass du es gemerkt hast, und komme wieder zur direkten Erfahrung zurück.. :)
Beim Sehen fällt es etwas schwer, bzw. ist es nicht möglich, nur EIN Objekt zu sehen. Vielleicht weil hier so viel rumsteht, vielleicht aber auch, weil kein Bildausschnitt gewählt werden kann. Das, was um das Objekt drumherum ist wird auch gesehen. Und wenn durch das fokussierte Sehen, das Benennen und die Geschichten in den Hintergrund treten, dann sind hier einfach nur viele Farben.
Hören und Spüren sind schön, weil die Augen dann zu sind. Entspannung im Space, in dem einfach nur alles auftaucht, was eben auftaucht :) ... es fließt... und der Verstand hat keine Lust, das als "hören" oder "spüren" zu labeln.
Ich mach die Übung aber auch noch ein paar mal - DANKE!
Re: Flying home
Hi nic,
schön dass du wieder dabei bist!
1.Wie spürst du 'Hunger'?
2.sagt das Gespürte/Spüren von sich aus, dass es 'Hunger' ist?
3.Ist da nicht vielmehr 'Spüren ' und 'Denken' (automatisches Benennen)?
4. Wo ist derjenige, der spürt?
Findest du jemanden - getrennt vom Spüren?
schön dass du wieder dabei bist!
Bitte geh auf jede Frage einzeln ein:Was nicht klar ist: Durst/Hunger und Puls können auch gespürt werden...!?
1.Wie spürst du 'Hunger'?
2.sagt das Gespürte/Spüren von sich aus, dass es 'Hunger' ist?
3.Ist da nicht vielmehr 'Spüren ' und 'Denken' (automatisches Benennen)?
4. Wo ist derjenige, der spürt?
Findest du jemanden - getrennt vom Spüren?
- Pusteblume01
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- Joined: Sat Jan 30, 2021 6:41 pm
Re: Flying home
Hi Kalle!
Es ist niemand zu finden, der spürt.
Das Wort, gar nicht... :)1.Wie spürst du 'Hunger'?
Nein, "Hunger" ist ein erlerntes Wort und hat mit dem Erspürten erst mal nichts zutun.2.sagt das Gespürte/Spüren von sich aus, dass es 'Hunger' ist?
Ja! "Hunger" selber wird nicht wahrgenommen, sondern eine spezielle Kombination von Wahrnehmungen (Geräusch gehört + eine Empfindung) die dann automatisch als "Hunger" bezeichnet wird.3.Ist da nicht vielmehr 'Spüren ' und 'Denken' (automatisches Benennen)?
Wo? Immer hier.4. Wo ist derjenige, der spürt?
Findest du jemanden - getrennt vom Spüren?
Es ist niemand zu finden, der spürt.
Re: Flying home
gut- kannst du "Durst" und "Puls" jetzt auch hier wiederfinden: SEHEN/HÖREN/RIECHEN/SCHMECKEN/SPÜREN/DENKEN ?Ja! "Hunger" selber wird nicht wahrgenommen, sondern eine spezielle Kombination von Wahrnehmungen (Geräusch gehört + eine Empfindung) die dann automatisch als "Hunger" bezeichnet wird.3.Ist da nicht vielmehr 'Spüren ' und 'Denken' (automatisches Benennen)?
:-) lass uns bei der direkten Erfahrung bleiben.Und es wurde klar, wenn ich mich mit etwas wirklich identifiziere, dann mit dem Satz:
„Ich bin ein (mit-) fühlender Mensch“...
Zeige mal jetzt bitte mit dem Finger auf dieses Ich, das sich mit diesem Satz identifiziert.
Wo ist es?
- Pusteblume01
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Re: Flying home
„Durst“ ist auch keine direkte Erfahrung, sondern ein Wort, ein Label, eine Interpretation, die auf eine Kombination von spüren und denken/benennen hinweist.kannst du "Durst" und "Puls" jetzt auch hier wiederfinden: SEHEN/HÖREN/RIECHEN/SCHMECKEN/SPÜREN/DENKEN ?
Und auch ein „Puls“ kann nicht direkt wahrgenommen werden. Auch das ist ein gelerntes Wort das sich auf eine bestimmte Kombination von spüren und denken/benennen bezieht.
SPÜREN ist einfach <eine Körperempfindung spüren/wahrnehmen>
Die Benennung „was“ gespürt wird ist ein Gedankeninhalt und damit keine direkte Wahrnehmung/Erfahrung.
Ausnahmen sind „Wärme“ „Kälte“ „Schmerz“ „Jucken“ „Berührung“, sie sind direkt wahrnehmbar.
Gibt es da noch was anderes, was ich noch nicht gesehen habe?
Alle anderen „Wahrnehmungskategorien“ sind total klar, das mit dem SPÜREN noch nicht ganz. Sorry!
Hören ist einfach <ein Geräusch hören/wahrnehmen>
„Vogelstimmen, Heizungsbrummen“ sind Gedankeninhalte.
Sehen ist einfach <eine Farbe sehen/wahrnehmen>
„Rot, Gelb, Grün“ und auch Objektnamen „Geschirrhandtuch, Bleistift“ sind erlernte Gedankeninhalte.
Schmecken ist einfach <einen Geschmack wahrnehmen>
„Kaffee- und Erdbeergeschmack“ sind erlernte Label.
Riechen ist einfach <einen Geruch wahrnehmen>
„Rosenduft und Hundekot“ sind Bezeichnungen für verschiedene Gerüche.
Denken ist einfach <Gedankenaktivität wahrnehmen>
Gedankeninhalte sind die Label und Geschichten
Direkte Wahrnehmung ist das, was VOR der Benennung wahrgenommen wird.
Re: Flying home
Direkte Wahrnehmung ist das, was VOR der Benennung wahrgenommen wird.
ganz genau. Du siehst schon, dass jegliche Benennung nur ein Hilfsmittel zur Kommunikation ist und nicht das Wahrgenommene selber.
Da ich dich nun im Folgenden immer wieder nach dem direkt Erfahrenen fragen werde, einigen wir uns auf die Bezeichnungen, die der Realität immer noch am nächsten sind: SEHEN-HÖREN-RIECHEN-usw.
schau: "Wärme" ist doch eine Benennung, oder? Es wird etwas GESPÜRT - und dann von Gedanken benannt, oder?Ausnahmen sind „Wärme“ „Kälte“ „Schmerz“ „Jucken“ „Berührung“, sie sind direkt wahrnehmbar.
Liegt einem von deinen Begriffen nicht das zugrunde, was man "Spüren" nennt?
Bitte gehe auch noch auf meine letzte Frage von gestern abend ein!
LG, Kalle
- Pusteblume01
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Re: Flying home
Ui, da ist hier jetzt aber Freude, weil sich ein Missverständnis geklärt hat!schau: "Wärme" ist doch eine Benennung, oder? Es wird etwas GESPÜRT - und dann von Gedanken benannt, oder?
Liegt einem von deinen Begriffen nicht das zugrunde, was man "Spüren" nennt?
Genau! Auch Wärme, Kälte,... etc sind "nur" Worte.
Worte sind NIEMALS direkte Erfahrung.
Erdbeeren mit Sahne... Worte würden den Geschmack vielleicht beschreiben mit "fruchtig, süß, cremig,.."
Das ist aber nicht die direkte Erfahrung. Die hat und braucht keine Worte. Es ist nicht möglich direkte Erfahrungen in Worte zu kleiden, wir können nur versuchen so nah wie möglich und so einfach wie möglich zu bleiben....
Yes! :))Da ich dich nun im Folgenden immer wieder nach dem direkt Erfahrenen fragen werde, einigen wir uns auf die Bezeichnungen, die der Realität immer noch am nächsten sind: SEHEN-HÖREN-RIECHEN-usw.
- Pusteblume01
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Re: Flying home
Dieses Ich gibt es nicht wirklich.Und es wurde klar, wenn ich mich mit etwas wirklich identifiziere, dann mit dem Satz:
„Ich bin ein (mit-) fühlender Mensch“...:-) lass uns bei der direkten Erfahrung bleiben.
Zeige mal jetzt bitte mit dem Finger auf dieses Ich, das sich mit diesem Satz identifiziert.
Wo ist es?
Es ist ein Wort, hilfreich für die Kommunikation.
Ich ist ein sprachliches Vehikel für "hier/jetzt".
Und hier/jetzt kann nicht verortet werden.
Mensch ist die Identifikation, die bröckelt.
In der DE ist kein "Mensch" zu finden.
Mensch ist auch nur ein Wort.
so spannend... jetzt und hier wird Traurigkeit wahrgenommen.
Re: Flying home
ja genau, schön gesehen. Da sind einfach nur "Farben". Die Übung war eher so gemeint, dass (innerhalb der "Sehen-Minute") wenn der Blick mal irgendwo länger hängen bleibt, und die Gedanken kommen, sich klarzumachen, dass SEHEN stattfindet - als das direkt Erfahrene.Beim Sehen fällt es etwas schwer, bzw. ist es nicht möglich, nur EIN Objekt zu sehen. Vielleicht weil hier so viel rumsteht, vielleicht aber auch, weil kein Bildausschnitt gewählt werden kann. Das, was um das Objekt drumherum ist wird auch gesehen. Und wenn durch das fokussierte Sehen, das Benennen und die Geschichten in den Hintergrund treten, dann sind hier einfach nur viele Farben.
Super :)Ui, da ist hier jetzt aber Freude, weil sich ein Missverständnis geklärt hat!
:-)Genau! Auch Wärme, Kälte,... etc sind "nur" Worte.
Worte sind NIEMALS direkte Erfahrung.
Erdbeeren mit Sahne... Worte würden den Geschmack vielleicht beschreiben mit "fruchtig, süß, cremig,.."
Das ist aber nicht die direkte Erfahrung. Die hat und braucht keine Worte. Es ist nicht möglich direkte Erfahrungen in Worte zu kleiden, wir können nur versuchen so nah wie möglich und so einfach wie möglich zu bleiben....
ok!Dieses Ich gibt es nicht wirklich.:-) lass uns bei der direkten Erfahrung bleiben.Und es wurde klar, wenn ich mich mit etwas wirklich identifiziere, dann mit dem Satz:
„Ich bin ein (mit-) fühlender Mensch“...
Zeige mal jetzt bitte mit dem Finger auf dieses Ich, das sich mit diesem Satz identifiziert.
Wo ist es?
Es ist ein Wort, hilfreich für die Kommunikation.
Ich ist ein sprachliches Vehikel für "hier/jetzt".
Und hier/jetzt kann nicht verortet werden.
Mensch ist die Identifikation, die bröckelt.
In der DE ist kein "Mensch" zu finden.
Mensch ist auch nur ein Wort.
Nochmal der Satz: "Ich bin ein mitfühlender Mensch".
Schau einfach nochmal in der direkten Erfahrung, das kann man nicht oft genug tun:
1. Findest du einen 'mitfühlenden Menschen' ?
2.Findest du ein Ich, das mitfühlt?
3.Braucht es 'Ich', 'Mensch' oder 'Persönlichkeit', dass 'Mitfühlen' da ist?
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hier eine weitere Übung:
Betrachte den Verstand als automatische Etikettiermaschine, einen Sprecher ohne An/Aus Knopf. Gedanken sind einfach das – Etiketten. Ihr Zweck ist zu benennen, was die Sinne wahrnehmen, Gefühle zu bezeichnen und die Geschichte zu erzählen.
Setze dich ein paar Minuten mit geschlossen Augen hin, entspanne wieder und dann öffne die Augen: Sieh dich langsam im Zimmer um. Nimm wahr, wie der Verstand sofort damit anfängt, Geschichten zu erzählen und Dinge zu benennen.
Bemerke, wie Gedanken aufkommen und Objekte etikettieren, eine Geschichte über die Dinge erzählen, und darüber, wie sie dorthin gekommen sind, ohne dass du irgendeine Kontrolle darüber hättest. Achte nicht so sehr auf den Inhalt der Gedanken, sondern beobachte, wie der Etikettiermechanismus funktioniert.
Dann schließe die Augen wieder.
Ein Klang wird gehört, und Gedanken beschreiben, was passiert ist. Ein kribbelndes Gefühl taucht auf, und Gedanken etikettieren es. Achte genau darauf, wie etwas erlebt und dann unmittelbar danach bezeichnet wird. Erkenne, wie alles automatisch abläuft. Der Verstand etikettiert alles, worauf er sich konzentriert. (Ganz spannend ist das bei Schriften, Werbeplakaten, Ortsschildern... schau dir an, wie da das Lesen automatisch geschieht :))
Erzähl mir bitte, wie es dir damit gegangen ist.
:-)
kalle
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