Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
Ich habe schon vieles gelesen/erfahren das sich mit dem Thema beschäftigt. Für "mich" bedeutet es, zu erkennen, dass man selbst die Welt ist von der man denkt getrennt zu sein. Ein volkommenes ankommen im jetzigen Moment. Abstand von den aufkommenden Gedanken und Gefühlen zu bekommen, in einen Bewusstseinszustand der Wahrnemung einzutreten.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Über meine Coach Steffen Lohrer. Ich habe mit ihm gearbeitet. Jetzt möchte ich noch tiefer gehen und die Illusion erkennen. Über mein Leben hinweg zieht sich die brennedne Suche nach Erkenntnis und Wahrheit. Ich weiß das ich diese Wahrheit in mir Trage und mir selbst im Weg stehe. Da ich denke das Leben (das ich bin) unterstützt mich, habe ich mich entschlossen mich hier anzumelden.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche? Ich zerdenke alles und lass mich sehr leicht in Tagträume und Zukunftgeschichten reissen. Vor etwa 1,5 Jahren hatte ich einen Satoir und wusste egal was passiert, es ist richtig und notwendig. Ich lebte komplett im Moment. Mit der Zeit wurde diese Wahrnehmung der Welt durch die Anhaftung an meine Gedanken sowie einigen Beziehungs- und Arbeits- Problemen überdeckt. Ich hänge sehr an diesem Zustand, was es mir nur nochmehr erschwert zu erkennen was ich wirklich hinter meinen Gedanken bin.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum? Erwartungen ist ein sehr polarisierendes Wort. Ich hoffe hier eventuell Hinweise (Pointer) zu bekommen um:
- mein Selbst zu erkennen.
- Im Jetzt anzukommen.
- wirklich wahrhaftig zu leben.
und wenn das nicht so ist, ist es auch ok. Dann hat es so sein sollen. :)
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Ich möchte nicht mehr leiden
Re: Ich möchte nicht mehr leiden
Hi :)
Wenn du möchtest, werde ich dich gerne ein Stück des Weges begleiten
Zu Beginn ein paar Erklärungen:
Dies ist kein "normaler Dialog". Im Wesentlichen geht es darum, dass ich dir Fragen stelle und Aufgaben gebe und du sie aus deiner DIREKTEN unmittelbaren Erfahrung (DE) heraus beantwortest. Schau jeweils, was du mit deinen fünf Sinnen dazu findest und welche Gedanken du beobachten kannst. Schau dabei immer ganz frisch und berufe dich nicht auf Gelesenes oder Erfahrungen, die du irgendwann gemacht hast. Es ist wichtig, dass du versuchst hierbei in deinem eigenen Interesse zu 100% ehrlich zu sein...
1.
Für die Dauer dieser Untersuchung lass bitte alle Bücher, Videos, Satsangs, andere Threads in diesem Forum oder was auch immer zu dem Thema links liegen, das könnte das direkte Schauen und die Wahrnehmung beeinflussen. Wenn du eine Meditationspraxis hast, kannst du die natürlich gerne aufrecht erhalten.
Lies dir bitte auch die einführenden Worte unter diesem Link durch (auch dann wenn du sie schon gelesen hast, und vor allem den Teil mit „LU ist nicht“...)
viewtopic.php?f=18&t=6280
Und damit das Lesen einfacher wird, benutze bitte die Zitierfunktion. Wie diese funktioniert findest du hier:
viewtopic.php?f=18&t=6275
Für diese Untersuchung ist es wichtig, möglichst frisch und unvoreingenommen auf das, was im Augenblick erlebt wird, zu schauen.
Hier soll es einzig und allein um die Frage gehen, ob das "Ich" real ist oder nicht.
Deine Aufgabe in diesem Prozess ist unter anderem, dich nicht in Gedanken zu verlieren, sondern immer auf das direkte Erleben des Augenblicks zu schauen.
Nachdenken, um Antworten zu finden, ist am Ende nichts weiter als eine Ablenkung von der direkten Erfahrung :)
Wenn diese Punkte grundsätzlich in Ordnung sind für dich dann lass uns mal deine Erwartungen anschauen:
Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?
Freue mich auf deine Antworten :)
Wenn du möchtest, werde ich dich gerne ein Stück des Weges begleiten
Zu Beginn ein paar Erklärungen:
Dies ist kein "normaler Dialog". Im Wesentlichen geht es darum, dass ich dir Fragen stelle und Aufgaben gebe und du sie aus deiner DIREKTEN unmittelbaren Erfahrung (DE) heraus beantwortest. Schau jeweils, was du mit deinen fünf Sinnen dazu findest und welche Gedanken du beobachten kannst. Schau dabei immer ganz frisch und berufe dich nicht auf Gelesenes oder Erfahrungen, die du irgendwann gemacht hast. Es ist wichtig, dass du versuchst hierbei in deinem eigenen Interesse zu 100% ehrlich zu sein...
1.
Für die Dauer dieser Untersuchung lass bitte alle Bücher, Videos, Satsangs, andere Threads in diesem Forum oder was auch immer zu dem Thema links liegen, das könnte das direkte Schauen und die Wahrnehmung beeinflussen. Wenn du eine Meditationspraxis hast, kannst du die natürlich gerne aufrecht erhalten.
Lies dir bitte auch die einführenden Worte unter diesem Link durch (auch dann wenn du sie schon gelesen hast, und vor allem den Teil mit „LU ist nicht“...)
viewtopic.php?f=18&t=6280
Und damit das Lesen einfacher wird, benutze bitte die Zitierfunktion. Wie diese funktioniert findest du hier:
viewtopic.php?f=18&t=6275
Für diese Untersuchung ist es wichtig, möglichst frisch und unvoreingenommen auf das, was im Augenblick erlebt wird, zu schauen.
Hier soll es einzig und allein um die Frage gehen, ob das "Ich" real ist oder nicht.
Deine Aufgabe in diesem Prozess ist unter anderem, dich nicht in Gedanken zu verlieren, sondern immer auf das direkte Erleben des Augenblicks zu schauen.
Nachdenken, um Antworten zu finden, ist am Ende nichts weiter als eine Ablenkung von der direkten Erfahrung :)
Wenn diese Punkte grundsätzlich in Ordnung sind für dich dann lass uns mal deine Erwartungen anschauen:
Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?
Freue mich auf deine Antworten :)
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Re: Ich möchte nicht mehr leiden
Hallo :)
Liebe Grüße. :)
Das kann man schätze ich nicht wirklich beschreiben. Meiner Erfahrung nach (als ich den Satori hatte) war meine Wahrnehmung komplett auf den jetzigen moment gerichtet, was man hörte, fühlte und riechte. Begleitet von einem tieferen inneren Frieden der versicherte - egal was jetzt kommt, es ist perfekt.Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Im Grunde nichts, eventuell das Verlangen auf gewisse Gedanken die hochkommen einzugehen, sie "weiterzudenken". Sich nicht mehr zu sehr in Emotionen kippen lassen. Sie spüren, kommen und gehen lassen. Ein aufkommendes Gefühl der Verbundenheit mit allem was ist.Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Eben genau das, meine Gefühle/Gedanken spüren und Wahrnehmen können ohne mich in ihnen zu verlieren. Den drang sich rechtfertigen zu müssen verlieren. Ein Gefühl der Verbundenheit kultivieren. Jeden Moment und jede aufkommende Erscheinung im Geflecht meines Daseins lieben zu lernen. Sei es Mensch, Situation, Problem, Tragödie, Emotion, Gedanke oder Lebenslage. All das möchte ich lieben lernen, nicht mehr davonlaufen und als gut oder schlecht betiteltn.Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?
Liebe Grüße. :)
Re: Ich möchte nicht mehr leiden
Hört sich schön an :) Dennoch möchte ich dich bitten diese Erwartung in eine Kiste zu packen, in eine Rakete zu verfrachten und am besten auf den Mond zu schießen. (Stelle dir das wirklich vor, aber warte noch ein bisschen, weiter unten ist noch eine die in die Kiste mit hinein muss... :))Das kann man schätze ich nicht wirklich beschreiben. Meiner Erfahrung nach (als ich den Satori hatte) war meine Wahrnehmung komplett auf den jetzigen moment gerichtet, was man hörte, fühlte und riechte. Begleitet von einem tieferen inneren Frieden der versicherte - egal was jetzt kommt, es ist perfekt.
„Satori“ war/ist ein Zustand/eine Erfahrung, und Zustände kommen und gehen. Wir versuchen hier nicht bestimmte Erfahrungen hervorzurufen sondern zu untersuchen, ob es ein „Ich“ gibt, das die wechselnden Zustände erfährt.
Gute Punkte :) In unserer Untersuchung schauen wir uns genau die Natur der Gedanken an, gehen auf Emotionen ein, und auch das Gefühl der Verbundenheit/Trennung beleuchten wir näher... :)Im Grunde nichts, eventuell das Verlangen auf gewisse Gedanken die hochkommen einzugehen, sie "weiterzudenken". Sich nicht mehr zu sehr in Emotionen kippen lassen. Sie spüren, kommen und gehen lassen. Ein aufkommendes Gefühl der Verbundenheit mit allem was ist.Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Diese Erwartung pack bitte auch noch gleich mit in die Kiste... :) Es könnte geschehen, dass eine Annäherung daran erfolgt, aber „lieben“ ist ein ziemlich starkes und behaftetes Wort. Möglicherweise tritt eine Art „Akzeptanz“ zutage, wenn gesehen wird, dass alles einfach so ist wie es ist. Inklusive der „eigenen“ Charaktereigenschaften wie z. B. beurteilen oder davonlaufen... Aber wie gesagt, versuche einfach immer ganz frisch und unvoreingenommen auf das zu schauen was wirklich jetzt wahrnehmbar ist.Jeden Moment und jede aufkommende Erscheinung im Geflecht meines Daseins lieben zu lernen. Sei es Mensch, Situation, Problem, Tragödie, Emotion, Gedanke oder Lebenslage. All das möchte ich lieben lernen, nicht mehr davonlaufen und als gut oder schlecht betiteltn.
Der Versuch, etwas anderes zu erleben als das, was jetzt erlebt wird, beruht auf Verstand und Erinnerungen und ist niemals die eigentliche direkte Erfahrung.
Es ist gut sich etwas Zeit zu nehmen, um zu schauen, was direktes Erleben ganz konkret ist – das erleichtert alle anderen Schritte.
Wenn ich dich zum Beispiel frage, wie das Wetter bei dir jetzt ist kannst du es mal kurz googeln, darüber nachdenken und in deinen Erinnerungen schauen, was der Wetterbericht gesagt hat, jemanden anrufen – oder du stehst einfach auf und schaust aus dem Fenster.
Ganz sicher kannst du dir nur sein, wenn du selber geschaut hast, oder?
Schau jetzt in diesem Moment mal nach: Kannst du irgendetwas auf eine andere Art und Weise erfahren als durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, Denken (nur den Vorgang des Denkens, nicht der Inhalt)?
Kannst du außer dem Genannten noch was finden?
Und danach untersuche bitte mal, was an Reaktionen (z.B. Körperempfindungen, Gefühlen, Gedanken) auftaucht, wenn du folgende Sätze liest und auf dich wirken lässt, und schreibe alles gleich auf:
Es gibt kein Ich, und es hat nie eins gegeben – auch jetzt nicht genau in diesem Moment.
Kein Ich, das erkennen kann, dass es selbst die Welt ist, kein Ich das getrennt ist.
Kein Ich, das im jetzigen Moment ankommen oder Abstand von den aufkommenden Gedanken und Gefühlen bekommen oder in einen Bewusstseinszustand der Wahrnehmung eintreten könnte!
Das Ich ist eine Illusion, eine Täuschung, ein unbeweisbarer Gedankeninhalt.
Es gibt nur Prozesse, die passieren, aber niemandem gehören.
Da ist niemand, der über irgendetwas eine Kontrolle hat - einfach nur Leben, das sich entfaltet, alles ein Happening...
Bin schon neugierig auf deine Antworten :)
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Re: Ich möchte nicht mehr leiden
Ok. Mach ich. :)Hört sich schön an :) Dennoch möchte ich dich bitten diese Erwartung in eine Kiste zu packen, in eine Rakete zu verfrachten und am besten auf den Mond zu schießen.
Ja das stimmt. Eine tatsächlich Aussage darüber kann ich erst machen, wenn ich es selbst erlebt habe.Ganz sicher kannst du dir nur sein, wenn du selber geschaut hast, oder?
Nein, die Wahrnehmung beschränkt dich auf oben genannte Sinneserfahrungen.Schau jetzt in diesem Moment mal nach: Kannst du irgendetwas auf eine andere Art und Weise erfahren als durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, Denken (nur den Vorgang des Denkens, nicht der Inhalt)?
Nein, nur ein Abschweifen in oben genannten Inhalt des Denkens. Der tatsächlichen Zustand des Abschweifens wird erst nach dem erwachen aus Tagträumen, Sorgen, Schamgefühl erkannt. Erst im ankommen des Momentes bemerke "ich" das sich die Wahrnehmung in einer Art Trancezustand bewegte in welchem andere Sinneseindrücke ausgeblendet werden. Dieser Zustand kann Stunden anhalten.Kannst du außer dem Genannten noch was finden?
Zuerst ein Zustand der Stille. Intensive Wahrnehmung diverser Geräusche die vorher nicht so wahrgenommen wurden. Dann Gedanken die versuchen diese Aussagen mit bereits gelesenem/gelerntem zu vergleichenEs gibt kein Ich, und es hat nie eins gegeben – auch jetzt nicht genau in diesem Moment.
Kein Ich, das erkennen kann, dass es selbst die Welt ist, kein Ich das getrennt ist.
Kein Ich, das im jetzigen Moment ankommen oder Abstand von den aufkommenden Gedanken und Gefühlen bekommen oder in einen Bewusstseinszustand der Wahrnehmung eintreten könnte!
Dann ein Zustand des ,,jetzt könnte etwas geschehen". Gedanke: ,,Diese Aussagen sollten etwas auslösen."
Wieder Stille. Wahrnehmung der Geräusche, der Atmung. Erleichterung, ankommen. Ein gutes Gefühl!
Zwischendurch wieder das nachträgliche Erkennen des ,,Abschweifens". Ein ständiger Wechsel zwischen Wahrnehmung und Vernebelung durch die Spirale der Gedanken.
Wahrgenommene Gedanken:Da ist niemand, der über irgendetwas eine Kontrolle hat - einfach nur Leben, das sich entfaltet, alles ein Happening...
Gedanke: Das ist nicht wahr, ich kann sehr wohl mein Leben in andere Bahnen lenken, Entscheidungen treffen. Durch meine Visionen und Willen lenken. Angst kommt hoch, ich würde sonst nicht Erfüllung finden.
Im nächsten Moment der Gegengedanke.
Gegengedanke: Das ist wahr. Lass dich treiben, das Leben lebt durch dich, es ist alles perfekt wie es ist und wird auch immer so sein. Jede Situation und Entscheidungen ist bereits gefallen.
Gefolgt von Stille, Wahrnehmung, Raum.
Die beiden gegensätzlichen Gedanken ziehen sich schon länger durch meine Lebenssituation. Ich weiß was kommt, alles auf den Mond damit, richtig? :)
Re: Ich möchte nicht mehr leiden
Das ist schon mal ganz super. Den meisten Menschen wird das überhaupt nie bewusst... :) Das ist einfach eine Art Gewohnheit und mit ein bisschen Übung und vor allem wenn man die Natur der Gedanken untersucht wird das immer leichter zu erkennen...Nein, nur ein Abschweifen in oben genannten Inhalt des Denkens. Der tatsächlichen Zustand des Abschweifens wird erst nach dem erwachen aus Tagträumen, Sorgen, Schamgefühl erkannt. Erst im ankommen des Momentes bemerke "ich" das sich die Wahrnehmung in einer Art Trancezustand bewegte in welchem andere Sinneseindrücke ausgeblendet werden. Dieser Zustand kann Stunden anhalten.
:)Zuerst ein Zustand der Stille. Intensive Wahrnehmung diverser Geräusche die vorher nicht so wahrgenommen wurden. Dann Gedanken die versuchen diese Aussagen mit bereits gelesenem/gelerntem zu vergleichen
Dann ein Zustand des ,,jetzt könnte etwas geschehen". Gedanke: ,,Diese Aussagen sollten etwas auslösen."
Wieder Stille. Wahrnehmung der Geräusche, der Atmung. Erleichterung, ankommen. Ein gutes Gefühl!
Was sehr hilfreich sein könnte ist dich jedes mal zu freuen wenn du bemerkst dass Gedankenabschweifen da war. Dadurch gelingt das dann immer besser (Belohnungseffekt - das Gehirn steht drauf... :))Zwischendurch wieder das nachträgliche Erkennen des ,,Abschweifens". Ein ständiger Wechsel zwischen Wahrnehmung und Vernebelung durch die Spirale der Gedanken.
Super, dass du das alles so toll beobachten kannst! Auf den Mond kommen sie erst, wenn sie genauer untersucht wurden was denn nun wahr ist daran... ;)Gedanke: Das ist nicht wahr, ich kann sehr wohl mein Leben in andere Bahnen lenken, Entscheidungen treffen. Durch meine Visionen und Willen lenken. Angst kommt hoch, ich würde sonst nicht Erfüllung finden.Da ist niemand, der über irgendetwas eine Kontrolle hat - einfach nur Leben, das sich entfaltet, alles ein Happening...
Wahrgenommene Gedanken:
Im nächsten Moment der Gegengedanke.
Gegengedanke: Das ist wahr. Lass dich treiben, das Leben lebt durch dich, es ist alles perfekt wie es ist und wird auch immer so sein. Jede Situation und Entscheidungen ist bereits gefallen.
Gefolgt von Stille, Wahrnehmung, Raum.
Die beiden gegensätzlichen Gedanken ziehen sich schon länger durch meine Lebenssituation. Ich weiß was kommt, alles auf den Mond damit, richtig?
Das Thema Kontrolle, Entscheidungen, freier Wille kann manchmal ein Knackpunkt der Illusion sein. Wir werden uns das später noch genauer vorknöpfen nachdem wir ein paar wichtige Basics durch haben.
Wie du schon gesehen hast, ist alles, was gesehen, gehört, berührt, gerochen und geschmeckt werden kann, das was wirklich wahrgenommen werden kann. Lass es uns in unserer Untersuchung Realität nennen.
Gedankeninhalte können nicht wirklich erlebt werden, nur in der Fantasie. Du kannst z.B. nicht in den Apfel beißen an den du denkst. Die meiste Zeit bewegen wir uns jedoch in diesem Geschichtenland und nehmen gar nicht an dem Leben teil, durch das der Körper geht, wie du auch schon so schön festgestellt hast... :)
Es gibt 2 Arten von Gedanken:
1- Der Gedanke weist auf etwas was in diesem Moment via Sinne wahrnehmbar ist – der Gedanke ‚labelt‘
2- Der Gedanke weist auf einen anderen Gedanken, das ist Gedankeninhalt und die Geschichte, die erzählt wird.
Probiere es mal aus wie es ist, in der Realität zu sein. Reduziere dabei die Wirklichkeit auf die Namen, die der Wahrnehmung am nächsten sind.
Mache diese Übung so häufig wie möglich über den ganzen Tag verteilt. Benenne jede Erfahrung einfach als sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken.
Mache das, während du dir verschiedener Dinge bewusst wirst:
Einen Baum sehen, einfach = sehen
Der Geruch von Kaffee= riechen
Den Wind im Gesicht = spüren
Die Zahnpasta auf der Zahnbürste = schmecken
Ein Auto vorbeifahren hören = hören
Gedanke an die Arbeit = denken (Gedanken können Wörter und geistige Bilder sein).
Gedanke an die Ichlosigkeit = denken
Verspannung im Nacken = spüren
usw...
Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und erzähle, wie es dir ergangen ist und was dir aufgefallen ist – sei so gut und gib mir ein paar Beispiele.
Viel Freude mit der Übung und nimm dir ausgiebig Zeit dafür :)
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Re: Ich möchte nicht mehr leiden
Hallo, hat ein bisschen gedauert da ich momentan Partner- und Job-technisch einige Probleme hab. Die Reduzierung der Wahrnehmung ist echt super, fällt nur etwas schwer wenn man in einer Diskussion ist oder unter Menschen. Alleine klappt es echt gut. Die Betrachtung des Denkens als 6ten Sinn ist ein wahrer Gamechanger.Probiere es mal aus wie es ist, in der Realität zu sein. Reduziere dabei die Wirklichkeit auf die Namen, die der Wahrnehmung am nächsten sind.
Mache diese Übung so häufig wie möglich über den ganzen Tag verteilt. Benenne jede Erfahrung einfach als sehen-hören-spüren-riechen-schmecken-denken.
Während der Wahrnehmung sind einige Fragen aufgetaucht.Einen Baum sehen, einfach = sehen
Der Geruch von Kaffee= riechen
Den Wind im Gesicht = spüren
Die Zahnpasta auf der Zahnbürste = schmecken
Ein Auto vorbeifahren hören = hören
Gedanke an die Arbeit = denken (Gedanken können Wörter und geistige Bilder sein).
Gedanke an die Ichlosigkeit = denken
Verspannung im Nacken = spüren
usw...
Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und erzähle, wie es dir ergangen ist und was dir aufgefallen ist – sei so gut und gib mir ein paar Beispiele.
- Beeinflusst etwas die Tatsache auf welchen Gedanken näher eingegangen wird.
- Wie erkenne ich ob ein Gedanke konstruktiv ist oder destruktiv. (Ich habe bemerkt, dass es möglich ist auf einen Gedanken weiter einzugehen und auf andere nicht.)
- Woher kommen Gedanken?
- Was entscheidet welcher Gedanke wie oft aufkommt? (Was mir aufgefallen ist, wenn ich das Abschweifen benenne in "Denken", stoppt der Gedankenstrom eigentlich immer.)
-Was ist entscheidend welcher Gedanke weiter Gedacht wird?
Ich kann zwar nicht entscheiden was ich im nächsten Moment denken möchte, aber ich kann doch die Richtung angeben. Also mich daran erinnern was ich denken möchte und worauf ich Eingehen möchte zukünftig. So kultiviere ich entweder eine negative oder positive Denkweise.
Ich bemerkte Angst, Angst ich würde diese Technik wieder vergessen. Und tatsächlich wurde die Häufigkeit der reduzierenden Benennung der Realität geringer mit zunehmender Zeit.
Sorry für die vielen Fragen. Das ist mir aufgefallen während der Betrachtung. Ansich, ist diese Technik echt der Wahnsinn. Sie bringt mich sofort in den Moment und ich brauche nur wahrzunehmen was gerade da ist. Diesen Effekt hatte ich bisher bei noch keiner Methode.
Und nebenbei finde ich das wahnsinnig super was ihr hier macht. Großes Dankeschön an euch.
Re: Ich möchte nicht mehr leiden
Kein Problem, nimm dir immer die Zeit die du brauchst. Wenn es wieder mal länger dauert, bitte einfach eine kurze Nachricht, dass ich weiß dass du noch dabei bist... :)Hallo, hat ein bisschen gedauert da ich momentan Partner- und Job-technisch einige Probleme hab.
Super, dass dir diese Übung so zusagt. Sie ist nämlich wirklich ziemlich essenziell, und es muss ja auch nicht immer dieser Modus an sein... Einfach immer wenn es einfällt praktizieren, und auch nicht zu selbstkritisch sein wenn es mal länger vergessen wurde... :)Die Reduzierung der Wahrnehmung ist echt super, fällt nur etwas schwer wenn man in einer Diskussion ist oder unter Menschen. Alleine klappt es echt gut. Die Betrachtung des Denkens als 6ten Sinn ist ein wahrer Gamechanger.
Ich verstehe deine Begeisterung sehr gut! Als ich diese Technik kennengelernt habe (bei mir war es eine Zeitlang vor LU), war es fast so als hätte mich ein Bus gestreift... ;) Und ja, es ist ganz normal, dass Übungen wieder verblassen und vergessen werden. Dagegen gibt es ein gutes Gegenmittel um es zu etablieren und das möchte ich dir sehr ans Herz legen. Und zwar ist es ein klein wenig tägliche formale Praxis in der folgenden Art:Ich bemerkte Angst, Angst ich würde diese Technik wieder vergessen. Und tatsächlich wurde die Häufigkeit der reduzierenden Benennung der Realität geringer mit zunehmender Zeit.
An sich, ist diese Technik echt der Wahnsinn. Sie bringt mich sofort in den Moment und ich brauche nur wahrzunehmen was gerade da ist. Diesen Effekt hatte ich bisher bei noch keiner Methode.
Nimm dir einen Timer zur Hand (oder vielleicht eine App, wo du einstellen kannst, dass jede Minute ein Gong ertönt...)
Dann mach es dir ganz bequem, entspanne.
Für die 1. Minute lass die Augen offen und richte die Aufmerksam nur aufs Sehen. Blick dich im Zimmer um und jedes mal, wenn der Blick auf einem Objekt haften bleibt, sagst du laut „sehen“. Die auftauchenden Gedanken lass durchziehen. Sehen – Sehen – Sehen......
Für die zweite Minute schließe die Augen, und konzentriere dich aufs Hören. Ganz egal ob Kühlschrank, Auto, blubbern im Bauch - jedes mal wenn die Aufmerksamkeit auf ein Geräusch kommt label es laut mit „hören“. Hören – Hören – Hören.....
Für die dritte Minute konzentriere dich aufs spüren (nur Körperempfindungen). Ganz egal ob der Druck vom Hintern auf dem Stuhl, das Jucken am Fuß, die Verspannung im Nacken, das Grummeln oder Druck im Bauch, die Enge in Brust oder Kehle... benenne es mit „spüren“. Alles andere wieder ignorieren.... Spüren – Spüren – Spüren.
Die vierte Minute widme dem Denken. Nicht der Inhalt ist wichtig, nur das bemerken von auftauchenden Gedanken...(egal ob Wort- oder Bildgedanken) Sprich laut das Label „denken“. Denken – Denken – Denken..
Die fünfte Minute (wenn du möchtest kannst du auch länger) lass die Aufmerksamkeit frei, und was auch immer in das Wahrnehmungsfeld kommt versehe mit einem Label. Hören – denken – spüren – spüren – denken – sehen …
Wenn du merkst, dass du in Gedankengeschichten abgedriftet bist, dann freue dich, dass du es gemerkt hast, und komme wieder zur direkten Erfahrung zurück.. :)
Kombiniere diese kleine Achtsamkeitsübung idealerweise mit langsamen, ruhigen Atemzügen (so 6 bis 7 pro Minute), das beruhigt zusätzlich das Nervensystem sehr rasch und lässt noch leichter entspannen...
Hihi :) Ja Fragen tauchen immer wieder auf, diese am Besten unter die Rubrik „denken“ einschlichten...;)Während der Wahrnehmung sind einige Fragen aufgetaucht.
Mehr sind sie nämlich nicht. Und ich kann dir auch keine Fragen beantworten, jede Antwort würde wieder nur viele neue Fragen aufwerfen. Das sind die Spiele des Verstandes, die nur von der aktuellen Erfahrung ablenken... Nur die Fragen die du schauend aus deiner direkten Erfahrung lösen kannst, bzw. dadurch die Einsicht aufkommt, dass es nicht immer Antworten gibt (oft ist keine Antwort/Stille die beste Antwort), können was auflösen...
Ich spiele dir den Ball zurück mit einer wunderbaren Gedankenbeobachtungsübung:
Mache es dir ganz gemütlich, atme ein paar Minuten sanft und langsam ein und aus - entspanne... Und dann beginne die Gedanken zu beoachten:
Kannst du sagen wo die Gedanken herkommen und wo sie hin gehen? Warte neugierig auf den nächsten Gedanken und sieh genau nach.
Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes kommt?
Kannst du verhindern, dass er erscheint, wenn er dir nicht gefällt?
Kannst du einen Gedanken ungeschehen machen, wenn er einmal erschienen ist?
Kannst du die Entscheidung treffen, längere Zeit nicht zu denken?
Kannst du kontrollieren nur besonders schöne und angenehme Gedanken zu denken?
Denke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Weißt du, welche Zahl kommt, bevor sie erscheint?
Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann?
Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
Findest du jemanden, der denkt, oder geschieht das alles von selbst, ohne Kontrolle durch einen Denker?
Steuerst du, welche Erinnerung aufkommt um die weitere Richtung anzugeben? Oder ist diese Erinnerung auch einfach ein aufploppender Gedanke gemäß den Dingen mit denen du dich vermehrt beschäftigst?Ich kann zwar nicht entscheiden was ich im nächsten Moment denken möchte, aber ich kann doch die Richtung angeben. Also mich daran erinnern was ich denken möchte und worauf ich Eingehen möchte zukünftig.
Sehr gerne :)Und nebenbei finde ich das wahnsinnig super was ihr hier macht. Großes Dankeschön an euch
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Re: Ich möchte nicht mehr leiden
Guter Tipp, hab eine App gefunden - klappt ganz gut :).Nimm dir einen Timer zur Hand (oder vielleicht eine App, wo du einstellen kannst, dass jede Minute ein Gong ertönt...)
Nein, beim Versuch sie zu beobachten verschwinden/verblassen sie. Sie kommen aus dem Nichts/Bewusstsein und gehen wieder ins Nichts.Kannst du sagen wo die Gedanken herkommen und wo sie hin gehen? Warte neugierig auf den nächsten Gedanken und sieh genau nach.
Nein das kann ich nicht.Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes kommt?
Nein, ich kann nur meine Haltung dazu ändern.Kannst du verhindern, dass er erscheint, wenn er dir nicht gefällt?
Auch das ist nicht möglich.Kannst du einen Gedanken ungeschehen machen, wenn er einmal erschienen ist?
Hmm, nein. Gedanken sind da oder eben nicht. Wobei ich bemerkt habe das durch diese "Technik" des Benennens allgemein weniger los ist und ich entspannter bin. Möglich das die Gedanken noch da sind aber ihnen keine Aufmerksamkeit geschenkt wird. Das ist aber auch nicht wichtig.Kannst du die Entscheidung treffen, längere Zeit nicht zu denken?
Nein, Gedanken sind primär Neutral denke ich. Wie jemand auf ein und den selben Gedanken reagiert hängt von Konditionierungen und Erfahrungen ab.Kannst du kontrollieren nur besonders schöne und angenehme Gedanken zu denken
Ebenfalls nein. Es war die 97 btw ;)Denke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Weißt du, welche Zahl kommt, bevor sie erscheint?
Er löst eventuell etwas anderes aus (eine stärkere Identifizierung oder Anhaftung) ist aber primär einfach nur ein Gedanke.Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann?
Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
Das geschieht von selbst. Die darauf folgenden Emotionen und Identifikationen mit den Gedanken sind manchmal schwer zu bemerken. Ist zumindest bei mir so.Findest du jemanden, der denkt, oder geschieht das alles von selbst, ohne Kontrolle durch einen Denker?
Ja das stimmt, darauf kann man es immer reduzieren. Selbst der Impulsgedanke "ich kann mir ja einen Wecker stellen und immer dann an den gewählten Gedanken denken" ist, wiederum nur ein Gedanke der auploppt und dem ich entweder folge oder nicht. Wer oder was das entscheidet spielt keine Rolle. Ich denke da kommt das Wort Schicksal und Hingabe ins Spiel. Bei dieser Vorstellung wehrt sich etwas in mir. Schätze es ist die Angst was danach kommt, wenn die Illusion der "Kontrolle" wegfällt.Steuerst du, welche Erinnerung aufkommt um die weitere Richtung anzugeben? Oder ist diese Erinnerung auch einfach ein aufploppender Gedanke gemäß den Dingen mit denen du dich vermehrt beschäftigst?
Was ebenfalls auffällt ist zusätzlich, wie oben erwähnt, der Umgang mit starken Emotionen die alles hoffnungslos/auswegslos erscheinen lassen, welche durch diese Technik aber ebenfalls zu verblassen scheinen.
Re: Ich möchte nicht mehr leiden
Ja genau, es ist nicht auszumachen woher sie kommen. „Bewusstsein“ ist wieder so ein Wort das sehr stark mit Konzepten behaftet sein kann. Kannst du sowas wie „Bewusstsein“ in direkter Erfahrung überhaupt finden? Oder ein "Nichts"? Kommen und gehen Gedanken überhaupt, oder sind sein einfach plötzlich da und dann wieder weg? Schau da genau nach... :)Nein, beim Versuch sie zu beobachten verschwinden/verblassen sie. Sie kommen aus dem Nichts/Bewusstsein und gehen wieder ins Nichts.
Wie funktioniert das „meine Haltung dazu ändern“?Nein, ich kann nur meine Haltung dazu ändern.Kannst du verhindern, dass er erscheint, wenn er dir nicht gefällt?
Genau... Die Gedanken an sich sind ja nicht das Problem. Es werden immer welche da sein, quasi als „Stoffwechselprodukte“ des Gehirns... :) Nur wenn wir glauben dass Gedanken mehr wahr sind als direkte Erfahrungen, dann wird es heikel... (Und ja, das tun wir, solange bis wir beginnen genau hinzuschauen...)Hmm, nein. Gedanken sind da oder eben nicht. Wobei ich bemerkt habe das durch diese "Technik" des Benennens allgemein weniger los ist und ich entspannter bin. Möglich das die Gedanken noch da sind aber ihnen keine Aufmerksamkeit geschenkt wird. Das ist aber auch nicht wichtig.Kannst du die Entscheidung treffen, längere Zeit nicht zu denken?
:))Ebenfalls nein. Es war die 97 btw ;)Denke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Weißt du, welche Zahl kommt, bevor sie erscheint?
Ist das wahr? Kann ein Gedanken selbst wirklich etwas „tun“? Oder kann es sein, dass zuerst der eine Gedanke da ist, und dann kommen andere Gedanken daher uns sagen das ist so und so...?Er löst eventuell etwas anderes aus (eine stärkere Identifizierung oder Anhaftung) ist aber primär einfach nur ein Gedanke.Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann?
Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
Was ist Identifizierung und Anhaftung in direkter Erfahrung? Schau mit den Sinnen nach, was davon auffindbar ist.
Ja genau... :)Ja das stimmt, darauf kann man es immer reduzieren. Selbst der Impulsgedanke "ich kann mir ja einen Wecker stellen und immer dann an den gewählten Gedanken denken" ist, wiederum nur ein Gedanke der auploppt und dem ich entweder folge oder nicht. Wer oder was das entscheidet spielt keine Rolle.
Ich denke da kommt das Wort Schicksal und Hingabe ins Spiel. Bei dieser Vorstellung wehrt sich etwas in mir. Schätze es ist die Angst was danach kommt, wenn die Illusion der "Kontrolle" wegfällt.
Ja das ist normal, ist das doch ein liebgewonnene langjährige Illusion. Und die Angst ist einfach nur ein Schutzmechanismus, das Gehirn liebt alte Gewohnheiten... :) Dem Thema Kontrolle widmen wir uns ein wenig später noch ganz genau...
Ja, dem Licht der Aufmerksamkeit halten nicht viele Geschichten leicht Stand... :) Wenn du einverstanden bist, warten wir auch noch ein bisschen bis wir uns die Emotionen anschauen. „Hoffnungslos“ ist sowieso gut, ist die Hoffnung doch nur die Schwester von der Furcht... ;)Was ebenfalls auffällt ist zusätzlich, wie oben erwähnt, der Umgang mit starken Emotionen die alles hoffnungslos/auswegslos erscheinen lassen, welche durch diese Technik aber ebenfalls zu verblassen scheinen
Bleib wir noch ein wenig bei der Erforschung von Gedanken.
Betrachte den Verstand einfach als automatische Etikettier-Maschine, einen Sprecher ohne An/Aus Knopf. Sieh die Gedanken einfach als Etiketten. Ihr Zweck ist zu benennen, was die Sinne wahrnehmen, Gefühle zu bezeichnen und die Geschichten zu erzählen.
Setze dich ein paar Minuten mit geschlossen Augen hin, entspanne, atme lang und sanft - und dann öffne wieder die Augen:
Sieh dich langsam im Zimmer um.
Nimm wahr, wie der Verstand sofort damit anfängt, Geschichten zu erzählen und Dinge zu benennen. Bemerke, wie Gedanken aufkommen und Objekte etikettieren, eine Geschichte über die Dinge erzählen, darüber, wie sie dorthin gekommen sind, oder irgendwelche Urteile fällen, oder was damit gemacht werden sollte usw. - ohne dass du irgendeine Kontrolle darüber hättest.
Achte nicht so sehr auf den Inhalt der Gedanken, sondern beobachte, wie der Etikettier-Mechanismus funktioniert. Dann schließe die Augen wieder.
Ein Klang wird gehört, und Gedanken beschreiben, was passiert ist. Ein kribbelndes Gefühl taucht auf, und Gedanken etikettieren es.
Achte genau darauf, wie etwas erlebt und dann unmittelbar danach bezeichnet wird.
Erkenne, wie alles automatisch abläuft. Der Verstand etikettiert alles, worauf er sich konzentriert. (Kann auch mal ganz schön amüsant werden z. B. bei Prospekten, Werbeplakaten, Ortsschildern... schau dir an, wie da das Lesen automatisch geschieht :))
Erzähl mir bitte wieder, wie es dir damit gegangen ist... :)
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- Joined: Sat Jan 09, 2021 9:35 pm
Re: Ich möchte nicht mehr leiden
Hmm... Sie sind plötzlich da und wieder weg. Bewusstsein war im Grunde die Bezeichnung für das Nichts. :) In der DE gibt es nur Erfahrung, sonst nichts.Kannst du sowas wie „Bewusstsein“ in direkter Erfahrung überhaupt finden? Oder ein "Nichts"? Kommen und gehen Gedanken überhaupt, oder sind sein einfach plötzlich da und dann wieder weg? Schau da genau nach... :)
Naja das ist wieder das selbe Thema "wer oder was bestimmt wie auf Gedanken reagiert wird". Ist ja abhängig von meinen Konditionierungen und Erlebnissen aus der Vergangenheit. Nur beim entstehen dieser Konditionierungen waren es ebenfalls Gedanken die aufkamen und einfach da waren. Da sind wir jetzt wieder sehr weit von der DE entfernt. Also im Grunde kann "ich" meine Haltung nicht verändern. Wann ein Impulsgedanke zur Veränderung der Reaktion oder generell das Verlangen nach "andersreagieren" aufkommt, entscheidet wohl eine höhere Macht, Schicksal ect. Aber ja wir wollen ja bei den Gedanken bleiben :). Es gibt ja auch niemanden der reagiert. Das geschieht ebenfalls aus der DE.Nein, ich kann nur meine Haltung dazu ändern.
Wie funktioniert das „meine Haltung dazu ändern“?
Stimmt schon. Es ging mir da eher darum das manche Gedanken mit Emotionen verknüpft sind und unterschiedlich auf meine Reaktionen wirken, was ich durch die Bennenungstechnik gemerkt habe. Der Gedanke ist einfach ein Gedanke. Das anhaften existiert auch nicht in der DE. Aber Emotionen sind später dran :).Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann?
Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken?
Er löst eventuell etwas anderes aus (eine stärkere Identifizierung oder Anhaftung) ist aber primär einfach nur ein Gedanke.
Ist das wahr? Kann ein Gedanken selbst wirklich etwas „tun“? Oder kann es sein, dass zuerst der eine Gedanke da ist, und dann kommen andere Gedanken daher uns sagen das ist so und so...?
Was ist Identifizierung und Anhaftung in direkter Erfahrung? Schau mit den Sinnen nach, was davon auffindbar ist.
Ja gerne :).Bleib wir noch ein wenig bei der Erforschung von Gedanken.
Ja das fällt stark auf wie der Verstand da etikettiert. Zusätzlich ist mir aufgefallen das sehr viele Bilder und Filme hochkommen, selbst bei geöffneten Augen. Also eher visuell. Nicht nur Geschichten und Wörter. Die Bilder/Filme haben dabei nichts mit den Dingen im Raum zu tun. Es entsteht auf jedenfall eine andere Wahrnehmung, alles wird lebendiger, tiefer und ruhiger, schwer zu erklären.Nimm wahr, wie der Verstand sofort damit anfängt, Geschichten zu erzählen und Dinge zu benennen. Bemerke, wie Gedanken aufkommen und Objekte etikettieren, eine Geschichte über die Dinge erzählen, darüber, wie sie dorthin gekommen sind, oder irgendwelche Urteile fällen, oder was damit gemacht werden sollte usw. - ohne dass du irgendeine Kontrolle darüber hättest.
Erzähl mir bitte wieder, wie es dir damit gegangen ist... :)
Was auch aufkommt ist ein Müdigkeitsgefühl während ich diese Technik anwenden. :)
Re: Ich möchte nicht mehr leiden
Hihi :) Ja, ich bin manchmal etwas pingelig, ist die Illusion doch zu einem großen Teil sprachbasiert...Hmm... Sie sind plötzlich da und wieder weg. Bewusstsein war im Grunde die Bezeichnung für das Nichts. :)
Gibt es überhaupt irgendwo irgendwie etwas anderes als Erfahrung? Schon jemals die Abwesenheit von Erfahrung erfahren?In der DE gibt es nur Erfahrung, sonst nichts.
Bist du sicher, dass das überhaupt irgendwas entscheidet? Was wäre, wenn alles – und ich meine wirklich ALLES – einfach so geschehen würde... Alles ein Happening... Kein Sinn, kein Ziel, keine Bedeutung auffindbar...Keine höhere Macht, kein Kapitän, kein Ich, das das Steuer in der Hand hat... Nur Prozesse, die passieren, aber niemandem gehören. Niemand, der irgendetwas kontrolliert, einfach nur Leben, das sich entfaltet...Wann ein Impulsgedanke zur Veränderung der Reaktion oder generell das Verlangen nach "andersreagieren" aufkommt, entscheidet wohl eine höhere Macht, Schicksal ect.
Wie liest sich das für dich?
Sehr gut beobachtet! Ja genau, Gedanken können genauso Bilder sein... Wenn du das genauer beobachtest wirst du vielleicht die Ähnlichkeit mit den Träumen während des Schlafens feststellen. Das kann dann interessant werden... Wenn man nämlich bemerkt, dass das ganze Gedankentheater während man „wach“ ist sich kaum von den Nachtträumen unterscheidet, könnte es geschehen, dass sie ihre Ernsthaftigkeit verlieren.. :)Ja das fällt stark auf wie der Verstand da etikettiert. Zusätzlich ist mir aufgefallen das sehr viele Bilder und Filme hochkommen, selbst bei geöffneten Augen. Also eher visuell. Nicht nur Geschichten und Wörter. Die Bilder/Filme haben dabei nichts mit den Dingen im Raum zu tun.Erzähl mir bitte wieder, wie es dir damit gegangen ist... :)
Schön... :)Es entsteht auf jedenfall eine andere Wahrnehmung, alles wird lebendiger, tiefer und ruhiger, schwer zu erklären.
Versuche dich immer so gut zu entspannen wie es gerade möglich ist.. Take it easy... :)Was auch aufkommt ist ein Müdigkeitsgefühl während ich diese Technik anwenden.
Schaun wir doch noch weiter was die Gedanken so alles in die rohe, direkte Erfahrung hinein interpretieren:
Stelle einen Apfel (oder eine andere Frucht) vor dir auf eine weiße Fläche und untersuche:
Wo findet das Sehen statt? Draußen oder drinnen?
Gibt es eine Grenze zwischen Außen und Innen? Wenn ja, wo?
Schaut das pure Gesehene eher nach 2D oder 3D aus, wenn du nur auf das eigentliche Sehen achtest und nicht auf die Gedanken hörst?
Schaue genau hin: Siehst du überhaupt einen "Apfel" oder nur Farbe?
Woher kennst du den Namen der Farbe?
Hat das, was du siehst bereits einen Namen, wenn du es siehst, oder gibt es nur "etwas"? Bemerkst du die Lücke, die zwischen dem Sehen und dem Benennen liegt?
Gibt es jemanden, der sieht oder ist da nur sehen?
Gibt es eine "Instanz", die ein wahrgenommenes Objekt wahrnimmt oder einfach nur Wahrnehmung?
Denkst du die Erfahrung oder ist da einfach nur Erfahrung?
Schau ganz neugierig und spielerisch wie ein Kind... :)
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- Prometheus
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- Joined: Sat Jan 09, 2021 9:35 pm
Re: Ich möchte nicht mehr leiden
Hi, ich melde mich morgen.
LG
LG
Re: Ich möchte nicht mehr leiden
Danke fürs Bescheid geben... Kein Stress... :)
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