Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
In der dauerhaften Erkenntnis, daß da niemand zuhause ist, sehe ich eine wirkliche Freiheit. Energien, die zuvor durch eingebildeter Täterschaft gebunden waren, ermöglichen ein frisches bejahendes Wahrnehmen des Lebens in seiner Entfaltung. Gefühle aller Art sind da, Gedanken, Wahrnehmungen, Herausforderungen, aber sie gehören niemandem.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Meine Suche nach einem Begleiter/ einer Begleiterin, welche/r mich NICHT suggestiv beeinflußt. Ich erkenne LU als ein Instrument ohne spirituellen Überbau, welches mir die klare Erkenntnis der Wahrheit ermöglichen kann.
Bei all meinen Begegnungen mit sprituellen Begleitern wurde die Empfindung eines getrennten -und minderwertigen- Selbst eher stärker Daran gebe ich niemandem die 'Schuld'. Ausser meinen festen Glaubenssätzen.
Bei LU sehe ich die Möglichkeit, den Ballast von gefühlten kitschigen inneren Bildern abzuwerfen, und die eine wahre Erkenntnis: die Illusion eines getrennten Ichs, als Maßstab meiner Wahrheitssuche zu er-leben. Die eher anonyme Art des Gesprächs ist hierbei zusätzlich unterstützend.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Viel viel Lektüre, angefangen bei Dr.J.Murphy über R.Steiner und Theo Fischer (Wu wei) u.a. bis hin zu Ramesh Balsekar und Jed MacKenna. Auch phasenweise Satsangs und Retreats der Advaita-Vedanta- Szene bei Samarpan, Artur und Maitreya Ishwara. Vor kurzem ein längerer Email- Dialog mit Anssi Antila.
Tarot, I Ging, Reinkarnations- Therapie, Kryon-Schule sehe ich als vielleicht notwendige Ausrutscher vergangener Zeiten.
Eine konkrete Initialzündung gab es nicht, keine, die mir bewußt wäre. Vielleicht meine seit frühester Kindheit gefühlte Sehnsucht nach Heimat und Weite.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Ich möchte erkennen, wie mein konditionierter Verstand ein getrenntes Selbst konstruiert, und dauerhaft erfahren, daß es kein getrenntes Selbst gibt. Ich möchte lernen, meinen Gedanken, die um mich und mein Leben kreisen, bis auf den Grund zu gehen, und ihrem Inhalt, da als illusionär erkannt, keine reale Bedeutung mehr beizumessen.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
10
Rein garnichts
Re: Rein garnichts
Hi!
Gerne unterstütze ich dich dabei, das Konzept des getrennten Selbst zu erforschen. Meine Aufgabe ist es, anhand von Übungen und Fragen darauf hinzuweisen und du musst eigentlich nichts anderes tun, als mit den fünf Sinnen auf das zu schauen, worauf hingewiesen wird. Um zu sehen, dass du bereits siehst und immer gesehen hast, was tatsächlich ist. Hier geht es nicht darum, über etwas nachzudenken, sondern um direkte Erfahrung... :)
Dieses einfache Sehen merkt auch, dass es hier kein getrenntes „Ich“ gibt - es gibt nur das, was gerade da ist, dass DAS bereits und immer schon für alle gerade vor sich geht. Aber der Verstand kommt herein und macht es kompliziert und sagt, dass es schwierig und unerreichbar ist. Meine Aufgabe ist es zu versuchen darauf hinzuweisen, dass dieses grundlegende Bewusstsein / Sehen immer da ist und war.
Schau immer ganz frisch und berufe dich nicht auf Gelesenes oder Erfahrungen, die du gemacht hast. Es ist wichtig, dass du versuchst hierbei in deinem eigenen Interesse zu 100% ehrlich zu sein...
Für die Dauer dieser Untersuchung lass bitte alle Bücher, Videos, Satsangs, andere Threads in diesem Forum oder was auch immer zu dem Thema links liegen, das könnte das direkte Schauen und die Wahrnehmung beeinflussen.
Damit dein Prozess hier im Fluss bleibt, wäre es gut, wenn du möglichst jeden Tag zumindest jeden zweiten Tag antworten könntest. Wenn es mal nicht passen sollte oder du mehr Zeit zum Indichgehen brauchst, sag einfach Bescheid.
Falls du es noch nicht gemacht hast, dann lies dir bitte auch die einführenden Worte unter diesem Link durch viewtopic.php?f=18&t=6280
Und damit das Lesen einfacher wird, benutze bitte die Zitierfunktion. Wie diese funktioniert findest du hier: viewtopic.php?f=18&t=6275
Wenn das alles grundsätzlich in Ordnung ist für dich dann lass uns mal deine Erwartungen anschauen:
Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?
Freue mich auf deine Antwort :)
Gerne unterstütze ich dich dabei, das Konzept des getrennten Selbst zu erforschen. Meine Aufgabe ist es, anhand von Übungen und Fragen darauf hinzuweisen und du musst eigentlich nichts anderes tun, als mit den fünf Sinnen auf das zu schauen, worauf hingewiesen wird. Um zu sehen, dass du bereits siehst und immer gesehen hast, was tatsächlich ist. Hier geht es nicht darum, über etwas nachzudenken, sondern um direkte Erfahrung... :)
Dieses einfache Sehen merkt auch, dass es hier kein getrenntes „Ich“ gibt - es gibt nur das, was gerade da ist, dass DAS bereits und immer schon für alle gerade vor sich geht. Aber der Verstand kommt herein und macht es kompliziert und sagt, dass es schwierig und unerreichbar ist. Meine Aufgabe ist es zu versuchen darauf hinzuweisen, dass dieses grundlegende Bewusstsein / Sehen immer da ist und war.
Schau immer ganz frisch und berufe dich nicht auf Gelesenes oder Erfahrungen, die du gemacht hast. Es ist wichtig, dass du versuchst hierbei in deinem eigenen Interesse zu 100% ehrlich zu sein...
Für die Dauer dieser Untersuchung lass bitte alle Bücher, Videos, Satsangs, andere Threads in diesem Forum oder was auch immer zu dem Thema links liegen, das könnte das direkte Schauen und die Wahrnehmung beeinflussen.
Damit dein Prozess hier im Fluss bleibt, wäre es gut, wenn du möglichst jeden Tag zumindest jeden zweiten Tag antworten könntest. Wenn es mal nicht passen sollte oder du mehr Zeit zum Indichgehen brauchst, sag einfach Bescheid.
Falls du es noch nicht gemacht hast, dann lies dir bitte auch die einführenden Worte unter diesem Link durch viewtopic.php?f=18&t=6280
Und damit das Lesen einfacher wird, benutze bitte die Zitierfunktion. Wie diese funktioniert findest du hier: viewtopic.php?f=18&t=6275
Wenn das alles grundsätzlich in Ordnung ist für dich dann lass uns mal deine Erwartungen anschauen:
Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?
Freue mich auf deine Antwort :)
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom
Re: Rein garnichts
Hi !
Ganz herzlichen Dank, daß du bereit bist, mich zu begleiten! Das geht ja alles so schnell, daß ich gar nicht erst in meinen alten Schlendrian ( Bücher, Videos)verfallen kann!! Danke von ganzem Herzen.
in medias res:
Danke für's Lesen! Bis bald!
Ganz herzlichen Dank, daß du bereit bist, mich zu begleiten! Das geht ja alles so schnell, daß ich gar nicht erst in meinen alten Schlendrian ( Bücher, Videos)verfallen kann!! Danke von ganzem Herzen.
in medias res:
Da ich dies nicht weiß, kann ich nur spekulieren. Jedoch vermute ich, daß es sich zunächst körperlich anfühlt wie sich ein Schrecken für mich anfühlt, also als ob der Herzschlag aussetzt, die Körpertemperatur sinkt, und ein unangenehmes Sausen in den Ohren ist. Rasch folgend, so vermute ich,wird es sich anfühlen, als sei eine große Last plötzlich nicht mehr da. Und wie ich mich kenne, werde ich dann immer noch ängstlich und atemlos sein, als könne dies doch nicht sein, aber eine helle Freude wird sich ausbreiten, sodaß ich vor Erleichterung vielleicht sogar lache.Wie wird es sich in dem Augenblick anfühlen, wenn die Ich-Illusion durchschaut wird?
Verändern wird sich die Art meiner Wahrnehmung. Ich werde mein Leben, und alle Menschen, die in meinem Leben vorhanden sind, nicht mehr auf mein imaginäres Ich als Zentrum bezogen wahrnehmen, Weil es kein Zentrum mehr gibt. Gleich bleiben wird natürlich das für mein Gewahrsein zugängliche Leben, mit all den Herausforderungen und Aufgaben, die sich zeigen.Was wird sich verändern, was wird gleich bleiben?
Erhofft wird, daß da gleichzeitig eine Weite und Klarheit (Reinheit) der Wahrnehmung ist, und eine Geborgenheit im ohne 'mein' Zutun sich entfaltenden Leben.Was erhoffst du dir davon die Ich-Illusion zu durchschauen?
Danke für's Lesen! Bis bald!
Re: Rein garnichts
Sehr gerne! Es ist mir eine Freude :)Ganz herzlichen Dank, daß du bereit bist, mich zu begleiten! Das geht ja alles so schnell, daß ich gar nicht erst in meinen alten Schlendrian ( Bücher, Videos)verfallen kann!! Danke von ganzem Herzen.
Grundsätzlich klingen deine Erwartungen nicht zu weit hergeholt. Die eine oder andere könnte sich gleich oder später erfüllen, andere womöglich gar nicht. Da Erwartungen das größte Hindernis sind um das zu sehen was immer hier ist, bitte ich dich sie alle in eine Kiste zu packen und in ein tiefes Loch einzubuddeln (stelle dir das wirklich bildlich vor... :))
Wie du vermutlich schon irgendwo gelesen hast, arbeiten wir hier mit der direkten Erfahrung, das heißt mit dem was jetzt gesehen-gehört-gespürt-geschmeckt-gerochen wird. Das Wahrnehmen von „denken“ gehört auch noch dazu, jedoch nicht der Inhalt der Gedanken.
Denken ist ein Werkzeug, das entweder auf tatsächliche Erfahrungen oder auf Gedanken über Gedanken hinweist. Wenn der Gedanke sagt "Ich höre einen Klang" ... zeigt er einfach auf die direkte Erfahrung (DE) des Tons. Wenn der Gedanke dann weiter sagt, dass das Geräusch "das Geräusch entfernter Autos auf der Autobahn ist", dann erzählt er eine Geschichte, da weder die Autos noch die Autobahn direkt gesehen werden.
Die meiste Zeit bewegen wir uns jedoch in der Märchenwelt der Gedankengeschichten und nehmen gar nicht richtig an der Wirklichkeit des Lebens teil durch das sich der Körper bewegt.
Beobachte bitte heute das was du tust und breche alles auf direkte Erfahrung (DE) runter und bezeichne es mit Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, Gedanken.
Das könnte so aussehen:
Eine Tasse wahrnehmen = sehen
Der Geruch von Kaffee = riechen
Die Wärme der Tasse = spüren
Das Klirren des Löffels in der Tasse beim Umrühren = hören
Gedanke jetzt gleich einen Schluck zu nehmen = denken
Einen Baum im Blickfeld = sehen
Den Wind im Gesicht = spüren .
Die Zahnpasta auf der Zahnbürste = schmecken .
Ein vorbeifahrendes Auto = hören.
Gedanke an die Arbeit = denken . (Gedanken können Wörter und geistige Bilder sein).
Mach diese Übungen immer wenn sie dir einfällt über den Tag verteilt, das geht auch sehr gut bei Routinetätigkeiten wo keine besondere Konzentration erforderlich ist.
Erzähl mal, wie das ging und was dir aufgefallen ist – sei so gut und gib mir ein paar Beispiele.
Viel Spaß damit :)
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom
Re: Rein garnichts
In der Abfolge des täglichen Geschehens fiel es mir sehr schwer,bei der Sache zu bleiben. Es entstand schnell Wut und Verdruss, oder ich vergaß plötzlich und ging meinen Gedanken nach.Aufgefallen ist mir, daß das Fühlen bei der Handhabung von Dingen das Sehen überlagerte, als ob das Sehen zu selbstverständlich und damit zweitrangig sei. Das innere Körperempfinden war irgendwie dominant, nach dem Denken. Mir fiel, wie schon früher hin und wieder, auf, daß ich eigentlich nicht gleichzeitig z.B. hören UND sehen kann.Die Wahrnehmung der Sinneseindrücke und des Denkens ist mir nur eins nach dem anderen möglich.Das Hören erlaubt mir, mich irgendwie auszuruhen, so wie auch das Fühlen des Körpers von Innen. Doch, wie schon erwähnt, ging ich meistens leider, eh ich mich's versah, meinen Gedankeninhalten nach, höchstwahrscheinlich, weil ich der inneren Öde und dem heftigen Widerstand ausweichen wollte.Beobachte bitte heute das was du tust und breche alles auf direkte Erfahrung (DE) runter und bezeichne es mit Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, Gedanken.
.sei so gut und gib mir ein paar Beispiele
Folgend meine Beispiele, wobei ich jedoch befürchte, daß ich die ganze Übung nicht richtig verstanden habe! Wenn dem so ist, so bitte ich dich sehr um nochmalige Beschreibung der Übung, und um einen Tag Verlängerung.
1. Eine Zigarette in der Hand - Fühlen /.Rauch im Mund - Spüren/. Impuls zu schreiben - Denken/.Sammelsurium auf dem Tisch - Sehen/.Handbewegung zum Mund - Spüren/.Aschenbecher mit Kippe - Sehen/. Unbehagen - Denken/.den Bildschirm vor mir - Sehen/.Bein über Bein - Fühlen/.Abgebrannte Kippe zwischen den Fingern - Spüren/.
2. Den Flur entlangehen - Spüren(den Druck unter den Füßen)/. An offener Tür vorbei - Hören/. Beim Gehen - Fühlen (den Körper)/. Türklinke drücken - Fühlen/. Zimmer betreten - Sehen/.
3. Vor der Haustür stehen - Fühlen(den Körper)/.Wind um den Kopf - Spüren/. Strasse vor mir - Sehen/.Auto - Hören/. Plötzliches Licht - Sehen/.Blick zum Himmel - Denken/.Stimmen - Hören/. Drehen des Kopfes - Spüren/.
Bitte, barb, hab Geduld mit mir! Danke für's Lesen!
Re: Rein garnichts
Das ist völlig normal zu Beginn. Wir sind es so gewohnt die Aufmerksamkeit auf den Gedanken zu haben dass alles andere schwer fällt. Sei sanft geduldig mit dir selbst... <3In der Abfolge des täglichen Geschehens fiel es mir sehr schwer,bei der Sache zu bleiben. Es entstand schnell Wut und Verdruss,
Das hört sich sehr gut an, da hast du doch schon einiges beobachten können :)oder ich vergaß plötzlich und ging meinen Gedanken nach.Aufgefallen ist mir, daß das Fühlen bei der Handhabung von Dingen das Sehen überlagerte, als ob das Sehen zu selbstverständlich und damit zweitrangig sei. Das innere Körperempfinden war irgendwie dominant, nach dem Denken. Mir fiel, wie schon früher hin und wieder, auf, daß ich eigentlich nicht gleichzeitig z.B. hören UND sehen kann.Die Wahrnehmung der Sinneseindrücke und des Denkens ist mir nur eins nach dem anderen möglich.Das Hören erlaubt mir, mich irgendwie auszuruhen, so wie auch das Fühlen des Körpers von Innen.
Wie gesagt, dass hängen an Gedankeninhalten ist reine Gewohnheitssache. Wir sind von Kindheit darauf konditioniert dass nur der Verstand zählt. Emotionen wie Widerstand, Öde, Verdruss, Wut werden wir uns ein bisschen später noch genauer anschauen...Doch, wie schon erwähnt, ging ich meistens leider, eh ich mich's versah, meinen Gedankeninhalten nach, höchstwahrscheinlich, weil ich der inneren Öde und dem heftigen Widerstand ausweichen wollte.
Sehr gut gemacht! Du hast alles ganz richtig verstanden und super umgesetzt, genau so war es gemeint :)Folgend meine Beispiele, wobei ich jedoch befürchte, daß ich die ganze Übung nicht richtig verstanden habe! Wenn dem so ist, so bitte ich dich sehr um nochmalige Beschreibung der Übung, und um einen Tag Verlängerung.
1. Eine Zigarette in der Hand - Fühlen /.Rauch im Mund - Spüren/. Impuls zu schreiben - Denken/.Sammelsurium auf dem Tisch - Sehen/.Handbewegung zum Mund - Spüren/.Aschenbecher mit Kippe - Sehen/. Unbehagen - Denken/.den Bildschirm vor mir - Sehen/.Bein über Bein - Fühlen/.Abgebrannte Kippe zwischen den Fingern - Spüren/.
2. Den Flur entlangehen - Spüren(den Druck unter den Füßen)/. An offener Tür vorbei - Hören/. Beim Gehen - Fühlen (den Körper)/. Türklinke drücken - Fühlen/. Zimmer betreten - Sehen/.
3. Vor der Haustür stehen - Fühlen(den Körper)/.Wind um den Kopf - Spüren/. Strasse vor mir - Sehen/.Auto - Hören/. Plötzliches Licht - Sehen/.Blick zum Himmel - Denken/.Stimmen - Hören/. Drehen des Kopfes – Spüren/.
Schauen wir nochmal genau, was direktes Erleben ganz konkret ist – das erleichtert alle anderen Schritte.
Ein kleines Beispiel: Wenn ich dich frage, wie das Wetter bei dir ist kannst du es mal kurz googeln, darüber nachdenken, in deinen Erinnerungen schauen, was der Wetterbericht gesagt hat, jemanden anrufen – oder du stehst einfach auf und schaust aus dem Fenster. Ganz sicher kannst du dir nur sein, wenn du selber geguckt hast. Richtig?
Wenn du mal nachsiehst, kannst du etwas auf eine andere Art und Weise erfahren als durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, denken (nur den Vorgang des Denkens, nicht der Inhalt)?
Kannst du außer dem Genannten noch was finden?
Wir können die gestrige Übung gerne noch ein wenig vertiefen und üben und zwar mit folgendem:
Nimm dir einen Timer zur Hand (oder vielleicht eine App, wo du einstellen kannst, dass jede Minute ein Gong ertönt...)
Dann mach es dir ganz bequem, entspanne.
Für die 1. Minute lass die Augen offen und richte die Aufmerksam nur aufs Sehen. Blick dich im Zimmer um und jedes mal, wenn der Blick auf einem Objekt haften bleibt, sagst du laut „sehen“. Die auftauchenden Gedanken lass durchziehen. Sehen – Sehen – Sehen......
Für die zweite Minute schließe die Augen, und konzentriere dich aufs Hören. Ganz egal ob Kühlschrank, Auto, jedes mal wenn die Aufmerksamkeit auf ein Geräusch kommt label es laut mit „hören“. Hören – Hören – Hören.....
Für die dritte Minute konzentriere dich aufs spüren (nur Körperempfindungen). Ganz egal ob der Druck vom Allerwertesten auf dem Stuhl, das Jucken am Fuß, die Verspannung im Nacken, das Grummeln oder Druck im Bauch, die Enge in Brust oder Kehle... benenne es mit „spüren“. Alles andere wieder ignorieren.... Spüren – Spüren – Spüren.
Die vierte Minute widme dem Denken. Nicht der Inhalt ist wichtig, nur das bemerken von auftauchenden Gedanken...(egal ob Wort- oder Bildgedanken) Sprich laut das Label „denken“. Denken – Denken – Denken..
Die fünfte Minute (wenn du möchtest kannst du auch länger) lass die Aufmerksamkeit frei, und was auch immer in das Wahrnehmungsfeld kommt versehe mit einem Label. Hören – denken – spüren – spüren – denken – sehen ….......
Wenn du merkst, dass du in Gedankengeschichten abgedriftet bist, dann versuche dich zu freuen dass du es gemerkt hast, und komme wieder zur direkten Erfahrung zurück. (Durch Freude wird eine neue Gewohnheit schneller etabliert :))
Riechen und Schmecken lassen wir in diesem Fall weg.
Lass das auf dich wirken und vielleicht magst du dir das ja zur täglichen Gewohnheit machen.
Bitte erzähle mir wieder, wie das für dich gegangen ist...:)
Ach keine Sorge liebe Mathilda, wir fangen doch gerade erst an! Außerdem ist keine Geduld erforderlich, denn ich mache das sehr gerne, und auch du scheinst ganz ernsthaft und ehrlich bemüht dabei zu sein, das ist ganz wunderbar :)Bitte, barb, hab Geduld mit mir!
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom
Re: Rein garnichts
Hallo!
Herzlichen Dank, barb, für deine einfühlsamen und motivierenden Worte! Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen...wenn ich das so noch sagen darf.
Danke für's Lesen!
Herzlichen Dank, barb, für deine einfühlsamen und motivierenden Worte! Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen...wenn ich das so noch sagen darf.
Wie ich's auch drehe und wende, - streng genommen kann ich nur durch die Sinne Realität erfahren. Das ist ziemlich ernüchternd, aber auch verblüffend. Aber ich vermag noch nicht zu erkennen, was die Fähigkeit des Denkens an sich für eine Rolle hierbei spielt, -es sei denn, die vergleichende Erinnerung ist KEIN Gedankeninhalt.Wenn du mal nachsiehst, kannst du etwas auf eine andere Art und Weise erfahren als durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, denken (nur den Vorgang des Denkens, nicht der Inhalt)?
Kannst du außer dem Genannten noch was finden?
.....Wir können die gestrige Übung gerne noch ein wenig vertiefen und üben und zwar mit folgendem:
Diesmal fand ich die Übung fast spielerisch leicht. Es ist angenehmer, bei EINEM Sinn zu bleiben, jedenfalls eine Minute lang.Angestrengter war anfangs das Sehen, bis ich begriff, daß ich bei einem Objekt verweilen darf, und nicht alle möglichen Objekte in eine Minute "stopfen" muss. Und so konnte ich auch die Aufmerksamkeit zum Schluss relativ locker fließen lassen, sodass ich mich immer wieder dabei erwische, wie ich im Alltag das Ganze fortsetze für kurze Zeit. Bis der Gedankenstrom mich wieder erwischt. Und es ist auch so: Wenn ich mir eines Gedankens bewußt werde, und dann einfach "Denken" daraufklebe, verliert er seine Wichtigkeit und ich kann ihn leichter ignorieren.Bitte erzähle mir wieder, wie das für dich gegangen ist.
Danke, barb, daß du mich darauf aufmerksam machst, daß innere Bilder eben auch Gedanken sind. Zuvor hatten diese für mich etwas Undefinierbares, aber Bedeutendes.egal ob Wort- oder Bildgedanken
Danke für's Lesen!
Re: Rein garnichts
:))Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen...wenn ich das so noch sagen darf.
Natürlich darfst du immer alles so sagen wie es dir beliebt! Es gibt hier kein richtig oder falsch, ganz im Gegenteil ist es sehr wichtig dass du dich immer so ausdrückst wie es dir einkommt und nicht was du glaubst das richtig ist...
Ja genau, und so wie du schreibst kann das ziemlich überraschend sein wenn man beginnt das zu sehen, und mit "er-nüchternd" hast du den Nagel auf den Kopf getroffen :)Wie ich's auch drehe und wende, - streng genommen kann ich nur durch die Sinne Realität erfahren. Das ist ziemlich ernüchternd, aber auch verblüffend.Wenn du mal nachsiehst, kannst du etwas auf eine andere Art und Weise erfahren als durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, körperliche Empfindung, denken (nur den Vorgang des Denkens, nicht der Inhalt)?
Kannst du außer dem Genannten noch was finden?
Viel wichtiger wäre in diesem Fall die Frage: Wer oder was will das wissen? Und warum? Was spielt es für eine Rolle wenn gewusst wird welche Rolle Gedanken spielen?Aber ich vermag noch nicht zu erkennen, was die Fähigkeit des Denkens an sich für eine Rolle hierbei spielt, -es sei denn, die vergleichende Erinnerung ist KEIN Gedankeninhalt.
Es ist doch so, dass wenn eine Frage beantwortet wird mit der Antwort gleich wieder einige neue Fragen mitkommen, oder? Das ist eine Never-Ending-Story... Deshalb sind wir nicht auf Wissens-Erkenntnis aus, sondern rein nur auf direkte Erfahrung. Wenn man tiefer gräbt kann man erkennen, dass JEDER Gedanke der Erinnerung entspringt. Aber dazu später noch mehr...
Diese Fragen brauchst du nicht zu beantworten, sie sind derweil nur für dich gedacht um vielleicht ein bisschen darüber zu reflektieren (oder auch nicht, nur kein Stress)... :)
Wunderbar :)Diesmal fand ich die Übung fast spielerisch leicht. Es ist angenehmer, bei EINEM Sinn zu bleiben, jedenfalls eine Minute lang.Angestrengter war anfangs das Sehen, bis ich begriff, daß ich bei einem Objekt verweilen darf, und nicht alle möglichen Objekte in eine Minute "stopfen" muss. Und so konnte ich auch die Aufmerksamkeit zum Schluss relativ locker fließen lassen, sodass ich mich immer wieder dabei erwische, wie ich im Alltag das Ganze fortsetze für kurze Zeit. Bis der Gedankenstrom mich wieder erwischt. Und es ist auch so: Wenn ich mir eines Gedankens bewußt werde, und dann einfach "Denken" daraufklebe, verliert er seine Wichtigkeit und ich kann ihn leichter ignorieren.
Schauen wir uns gleich mal die Gedanken näher an. Finde dafür wieder eine ruhige Zeit und einen ruhigen Ort, mache es dir gemütlich, entspanne, langer sanfter Atem. Und dann beginne die Gedanken zu beobachten:
Wo kommen die Gedanken her und wo gehen sie hin? Warte neugierig auf den nächsten Gedanken und sieh nach.
Kannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes kommt?
Kannst du verhindern, dass er erscheint, wenn er dir nicht gefällt?
Kannst du einen Gedanken ungeschehen machen, wenn er einmal erschienen ist?
Kannst du die Entscheidung treffen, längere Zeit NICHT zu denken?
Kannst du kontrollieren nur besonders schöne und angenehme Gedanken zu denken?
Denke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Weißt du, welche Zahl kommt, bevor sie erscheint?
Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken
Findest du jemanden, der denkt, oder geschieht das alles von selbst, ohne Kontrolle durch einen Denker?
Beobachte und beantworte am besten jede Frage einzeln und versuche alles ganz locker zu nehmen, sei neugierig und unvoreingenommen wie ein Wissenschaftler :)
Viel Freude bei der Beobachtung!
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom
Re: Rein garnichts
Hallo!
Danke für's Lesen!
Gedanken tauchen oft aus Erinnerungen/Erfahrungen auf, wobei der jeweilige Aspekt der Erfahrung sich meiner Kontrolle entzieht. Frische Gedanken tauchen aus dem Nichts auf. Beide Arten von Gedanken ziehen in's Nichts. Aber da sind auch plötzliche wichtige Gedanken, die werden in' Gedächtnis deponiert. Und es gibt scheinbar aus dem Nichts erscheinende Zwangsgedanken, als Bildgedanken, die sich nur mühsam beiseite schieben lassen, und manchmal durch die Hintertür wieder her-ein kommen.Wo kommen die Gedanken her und wo gehen sie hin? Warte neugierig auf den nächsten Gedanken und sieh nach.
NeinKannst du vorhersagen, welcher Gedanke als nächstes kommt?
Nein. Aber wenn ich ihn bemerke, ist es ja auch schon zu spät.Kannst du verhindern, dass er erscheint, wenn er dir nicht gefällt?
NeinKannst du einen Gedanken ungeschehen machen, wenn er einmal erschienen ist?
Nein. So wie ich die Wolken nicht davon abhalten kann, abzuregnen.Kannst du die Entscheidung treffen, längere Zeit NICHT zu denken?
NeinKannst du kontrollieren nur besonders schöne und angenehme Gedanken zu denken?
NeinDenke an eine Zahl zwischen 1 und 100. Weißt du, welche Zahl kommt, bevor sie erscheint?
Der Gedanke "Ich" ist wie z.B. der Gedanke "Ball". Beide können nicht andere Gedanken denken. Das ist ein bißchen entlarvend.Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken
Bei all diesen Beobachtungen finde ich genau gesehen keinen Denker. Trotzdem bleibt leider die ebenso verschwommene wie hartnäckige Vorstellung eines "Bewußtseins- Knäuels", welches stets in einer Art Erinnerungskiste kramt, und anscheinend wahllos Gedanken herbeizieht.Findest du jemanden, der denkt, oder geschieht das alles von selbst, ohne Kontrolle durch einen Denker?
Danke für's Lesen!
Re: Rein garnichts
Was ist Erinnerung? Ist das ein wahrnehmbares Objekt? Etwas das man sehen-hören-spüren kann? Unterscheidet „Erinnerung“ sich von „Gedanke“? Schau da mal genau nach... :)Gedanken tauchen oft aus Erinnerungen/Erfahrungen auf, wobei der jeweilige Aspekt der Erfahrung sich meiner Kontrolle entzieht.
Sind diese ganzen Einteilungen - wie frische Gedanken, wichtige Gedanken, Zwangsgedanken, Gedächtnis, Erinnerung, Hintertür – mehr als einfach nur Gedankengeschichten die erzählt werden?Frische Gedanken tauchen aus dem Nichts auf. Beide Arten von Gedanken ziehen in's Nichts. Aber da sind auch plötzliche wichtige Gedanken, die werden in' Gedächtnis deponiert. Und es gibt scheinbar aus dem Nichts erscheinende Zwangsgedanken, als Bildgedanken, die sich nur mühsam beiseite schieben lassen, und manchmal durch die Hintertür wieder her-ein kommen.
Toller Vergleich :)Nein. So wie ich die Wolken nicht davon abhalten kann, abzuregnen.Kannst du die Entscheidung treffen, längere Zeit NICHT zu denken?
:))Der Gedanke "Ich" ist wie z.B. der Gedanke "Ball". Beide können nicht andere Gedanken denken. Das ist ein bißchen entlarvend.Ist der Gedanke "Ich" eine besondere Art Gedanke, der andere Gedanken denken kann? Oder kommt er von derselben Stelle wie die anderen Gedanken
Das muss ja gar nicht "leider" sein... :) „Leider“ ist doch auch nur eine Story, weil das was anscheinend ist nicht mit den Erwartungen übereinstimmt, oder?Bei all diesen Beobachtungen finde ich genau gesehen keinen Denker. Trotzdem bleibt leider die ebenso verschwommene wie hartnäckige Vorstellung eines "Bewußtseins- Knäuels", welches stets in einer Art Erinnerungskiste kramt, und anscheinend wahllos Gedanken herbeizieht.
Ist irgendetwas von der ganzen Vor-stellung tatsächlich erfahrbar, oder ist das nur Ein-bildung? Ist ein Bewusstseins-Knäuel zu sehen-hören-spüren?
Wie sieht die Erinnerungskiste aus, und wo steht sie? Gibt es die tatsächlich oder ist sie einfach nur ein Konzept? Braucht bzw. gibt es eine Instanz die wahllos Erinnerungen aussucht oder tauchen die einfach so auf, so wie die Wolkenformationen am Himmel?
Denke nicht über diese Fragen nach, sondern schaue wirklich mit den Sinnen, schau nach was von dem Ganzen wirklich real erfahrbar ist...
Und dann schau dir bitte folgende Sätze an und achte auf alle Reaktionen, Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken, wenn du sie liest:
Es gibt kein getrenntes Ich, nirgends, niemals und hat es nie gegeben – auch jetzt nicht, genau in diesem Moment. Es gibt niemanden, der den Ballast von gefühlten kitschigen inneren Bildern abwerfen könnte, niemanden, der dauerhaft erfahren könnte, dass es kein getrenntes Selbst gibt, Es gibt kein Ich, das irgendetwas tun oder kontrollieren könnte.
Schreibe alles Reaktionen gleich unzensiert auf.
Bin schon neugierig was du findest :)
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom
Re: Rein garnichts
Hallo!
So weit, so gut. Aber nun dies nach dem Lesen folgender Zeilen:
Die entsprechenden Gedanken dazu:
Halt, stop, es geht alles viel zu schnell, ich bin noch nicht soweit/ was soll dann das Ganze/ man hat mich hereingelegt/ man lässt mich ohne Orientierung allein/ ich bin ausgetrickst worden, man hat sich über mich lustig gemacht (als mir ein eigenständiges Ich eingeredet wurde)/ ich habe es wieder einmal verpasst (das SEHEN)/ ich möchte aus meiner Haut fahren/ "Setzen! Ungenügend!"
Die körperlichen Wahrnehmungen: Leichter Schwindel, 'starr vor Kälte', Verspannung in allen Muskeln, Übelkeit.
Danke für' Lesen!
Erinnerungen haben keinen Duft, kein Aroma, sie klingen nicht, sind weder warm noch kalt, bewegen sich nicht, sind weder transparent noch fest, weder rauh noch glatt. Es sind schlichtweg Gedanken. Alles, was bleibt, wenn die Sinne es nicht erfassen, sind Gedanken. Einfach da, und einfach weg. Ohne Quelle, ohne Ziel. Und auch diese Aussagen sind nur Gedanken, die irgendwann nicht mehr sind.Sind diese ganzen Einteilungen - wie frische Gedanken, wichtige Gedanken, Zwangsgedanken, Gedächtnis, Erinnerung, Hintertür – mehr als einfach nur Gedankengeschichten die erzählt werden?
So weit, so gut. Aber nun dies nach dem Lesen folgender Zeilen:
Zunächst ein wenig Erleichterung und Freude und ein Hauch von Freiheit. Ein wenig. Nach einem flüchtigen ersten Eindruck. Bei genauem Lesen stieg stark die Wut hoch, begleitet von Traurigkeit, Enttäuschung, Ernüchterung, Niedergeschlagenheit, Verwirrung, Verlasseneit, Verlorenheit, Hoffnungslosigkeit. Die Wut war immer wieder dominant, in ihr die Traurigkeit. Fluchtreflex.Es gibt kein getrenntes Ich, nirgends, niemals und hat es nie gegeben – auch jetzt nicht, genau in diesem Moment. Es gibt niemanden, der den Ballast von gefühlten kitschigen inneren Bildern abwerfen könnte, niemanden, der dauerhaft erfahren könnte, dass es kein getrenntes Selbst gibt, Es gibt kein Ich, das irgendetwas tun oder kontrollieren könnte.
Die entsprechenden Gedanken dazu:
Halt, stop, es geht alles viel zu schnell, ich bin noch nicht soweit/ was soll dann das Ganze/ man hat mich hereingelegt/ man lässt mich ohne Orientierung allein/ ich bin ausgetrickst worden, man hat sich über mich lustig gemacht (als mir ein eigenständiges Ich eingeredet wurde)/ ich habe es wieder einmal verpasst (das SEHEN)/ ich möchte aus meiner Haut fahren/ "Setzen! Ungenügend!"
Die körperlichen Wahrnehmungen: Leichter Schwindel, 'starr vor Kälte', Verspannung in allen Muskeln, Übelkeit.
Danke für' Lesen!
Re: Rein garnichts
Sehr schön :)Erinnerungen haben keinen Duft, kein Aroma, sie klingen nicht, sind weder warm noch kalt, bewegen sich nicht, sind weder transparent noch fest, weder rauh noch glatt. Es sind schlichtweg Gedanken. Alles, was bleibt, wenn die Sinne es nicht erfassen, sind Gedanken. Einfach da, und einfach weg. Ohne Quelle, ohne Ziel. Und auch diese Aussagen sind nur Gedanken, die irgendwann nicht mehr sind.
Hui, da scheint sich ja anständig was zu bewegen, super!So weit, so gut. Aber nun dies nach dem Lesen folgender Zeilen:
Es gibt kein getrenntes Ich, nirgends, niemals und hat es nie gegeben – auch jetzt nicht, genau in diesem Moment. Es gibt niemanden, der den Ballast von gefühlten kitschigen inneren Bildern abwerfen könnte, niemanden, der dauerhaft erfahren könnte, dass es kein getrenntes Selbst gibt, Es gibt kein Ich, das irgendetwas tun oder kontrollieren könnte.
Zunächst ein wenig Erleichterung und Freude und ein Hauch von Freiheit. Ein wenig. Nach einem flüchtigen ersten Eindruck. Bei genauem Lesen stieg stark die Wut hoch, begleitet von Traurigkeit, Enttäuschung, Ernüchterung, Niedergeschlagenheit, Verwirrung, Verlasseneit, Verlorenheit, Hoffnungslosigkeit. Die Wut war immer wieder dominant, in ihr die Traurigkeit. Fluchtreflex.
Die entsprechenden Gedanken dazu:
Halt, stop, es geht alles viel zu schnell, ich bin noch nicht soweit/ was soll dann das Ganze/ man hat mich hereingelegt/ man lässt mich ohne Orientierung allein/ ich bin ausgetrickst worden, man hat sich über mich lustig gemacht (als mir ein eigenständiges Ich eingeredet wurde)/ ich habe es wieder einmal verpasst (das SEHEN)/ ich möchte aus meiner Haut fahren/ "Setzen! Ungenügend!"
Die körperlichen Wahrnehmungen: Leichter Schwindel, 'starr vor Kälte', Verspannung in allen Muskeln, Übelkeit.
Bleiben wir mal ein wenig bei den Emotionen. Für die Beobachtung um die ich dich gleich bitten werde, ist es wichtig, dass aktuell eine Emotion vorhanden ist und du die Übung nicht aus der Erinnerung heraus machst. Wenn keine Emotion da ist, kannst du vielleicht eine generieren (aber bitte keine allzu heftige für den Anfang ;)).
Hast du eine gefunden? Vielleicht ist es Wut/Ärger? Es kann aber auch irgendeine andere sein auch Widerstand oder gar Freude oder sonst eine von denen die du oben genannt hast.
Wenn da jetzt deutlich eine Emotion wahrnehmbar ist dann schau sie dir mal genau an:
Was von der Emotion ist im Körper fühlbar, spürbar? Welcher Teil davon ist bloß Gedankengeschichte?
Versuche so gut wie möglich die Gedanken dazu zu ignorieren und konzentriere dich rein auf das körperliche Gefühl. Wo ist es zu spüren? Wie? Ist da ein Druck, Kribbeln, Zug, Spannung oder sonst was?
Versuche das Gefühl einfach zu beobachten ohne zu bewerten, mit Neugier zu erforschen - ohne den Wunsch dass es verschwinden soll... Lass es einfach da sein, umarme es, sei dankbar, es ist dein Freund und will nur beschützen...
Was findest du? Wie ist das für dich?
Immer wieder gerne <3Danke für' Lesen!
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom
Re: Rein garnichts
Hallo!
...
Im Sein mit dem Schmerz und der Trauer hat mir dies sehr wohl getan:
...
Allerdings mußte ich doch die Geschichte hin und wieder fokussieren, weil die Emotion sonst abgeflacht wäre. Denn den Tag hatte ich eigentlich in Freude und mit Schwung verbracht, und es fiel garnicht so leicht, Schmerz und Trauer quasi heraufzubeschwören. Umso mehr war ich überrascht, weil ich die Emotion nach der Übung nicht wirklich loslassen wollte. Die den Schmerz begleitende liebevolle Energie deutete zart auf eine Tiefe, die ich so noch nicht gefunden habe in mir.
Natürlich weiß ich nicht, ob ich das Ganze bei einem Schmerz mit realer 'Ursache' genauso wahrgenommen hätte.
Danke für' Lesen!
Ein immer wiederkehrender Tränendruck in den Augen ist Teil der Gedankengeschichte. Die anderen körperlichen Wahrnehmungen sind es nicht.Was von der Emotion ist im Körper fühlbar, spürbar? Welcher Teil davon ist bloß Gedankengeschichte?
...
Immer wieder ein Stopf- Druck in der Kehle, ein ziehender Druck in der Herzgegend bis hin zu einer Flauheit im Magen, ein dumpfer Druck auf dem Brustbein. Die Kiefer waren leicht schmerzhaft verspannt, ein leichter Druck auf den Wangen und innerhalb der oberen Schläfen, der Kopf zitterte leicht, auch die Hände, in deren Innenflächen ein ziehender Schmerz. Das Herz klopfte ein wenig schneller, und die Oberarme fühlten sich merkwürdig geschwächt an, wie auch die Knie.das körperliche Gefühl. Wo ist es zu spüren? Wie? Ist da ein Druck, Kribbeln, Zug, Spannung oder sonst was?
Im Sein mit dem Schmerz und der Trauer hat mir dies sehr wohl getan:
...
Da war auf einmal so eine Art Wissen um eine Energie, die mich versteht, und einfach mit mir ist. Sie ist tröstlich, und ich fühlte mich nicht mehr allein. Sie ist wie eine Antwort. Sie lenkte mich auch von der Geschichte ab. "Da haben sich zwei gesucht und gefunden," dachte ich bei dem inneren Bild einer Umarmung.sei dankbar, es ist dein Freund und will nur beschützen...
Allerdings mußte ich doch die Geschichte hin und wieder fokussieren, weil die Emotion sonst abgeflacht wäre. Denn den Tag hatte ich eigentlich in Freude und mit Schwung verbracht, und es fiel garnicht so leicht, Schmerz und Trauer quasi heraufzubeschwören. Umso mehr war ich überrascht, weil ich die Emotion nach der Übung nicht wirklich loslassen wollte. Die den Schmerz begleitende liebevolle Energie deutete zart auf eine Tiefe, die ich so noch nicht gefunden habe in mir.
Natürlich weiß ich nicht, ob ich das Ganze bei einem Schmerz mit realer 'Ursache' genauso wahrgenommen hätte.
Danke für' Lesen!
Re: Rein garnichts
Wie meinst du das? Der Druck ist doch real erfahrbar als „spüren“ oder?Ein immer wiederkehrender Tränendruck in den Augen ist Teil der Gedankengeschichte. Die anderen körperlichen Wahrnehmungen sind es nicht.
Kannst du derlei Dinge wie Herz, Magen, Brust, Kiefer, Wangen, Schläfen, Kopf usw. in direkter Erfahrung überhaupt finden? Oder sind einfach nur unterschiedliche Empfindungen zu spüren?Immer wieder ein Stopf- Druck in der Kehle, ein ziehender Druck in der Herzgegend bis hin zu einer Flauheit im Magen, ein dumpfer Druck auf dem Brustbein. Die Kiefer waren leicht schmerzhaft verspannt, ein leichter Druck auf den Wangen und innerhalb der oberen Schläfen, der Kopf zitterte leicht, auch die Hände, in deren Innenflächen ein ziehender Schmerz. Das Herz klopfte ein wenig schneller, und die Oberarme fühlten sich merkwürdig geschwächt an, wie auch die Knie.
So schön <3Da war auf einmal so eine Art Wissen um eine Energie, die mich versteht, und einfach mit mir ist. Sie ist tröstlich, und ich fühlte mich nicht mehr allein. Sie ist wie eine Antwort. Sie lenkte mich auch von der Geschichte ab. "Da haben sich zwei gesucht und gefunden," dachte ich bei dem inneren Bild einer Umarmung....Im Sein mit dem Schmerz und der Trauer hat mir dies sehr wohl getan:
sei dankbar, es ist dein Freund und will nur beschützen...
Hui, da hast du aber eine Fleißaufgabe gemacht :)) Du hättest die Emotionen ruhig abflachen lassen können... Aber macht nichts, dadurch hast du jetzt wahrscheinlich gut gesehen, dass die oft nur von Geschichten gespeist werden, oder?Allerdings mußte ich doch die Geschichte hin und wieder fokussieren, weil die Emotion sonst abgeflacht wäre.
Die Übung hättest du auch mit der Freude machen können ;)Denn den Tag hatte ich eigentlich in Freude und mit Schwung verbracht, und es fiel garnicht so leicht, Schmerz und Trauer quasi heraufzubeschwören.
Wow... Ja sowas kann geschehen, wenn einfach zugelassen werden kann was erscheint...Umso mehr war ich überrascht, weil ich die Emotion nach der Übung nicht wirklich loslassen wollte. Die den Schmerz begleitende liebevolle Energie deutete zart auf eine Tiefe, die ich so noch nicht gefunden habe in mir.
Das ist auch ein wenig Übungssache. Anfangs ist es besser mit kleineren Unstimmigkeiten zu üben, und das weitet sich dann immer mehr aus.Natürlich weiß ich nicht, ob ich das Ganze bei einem Schmerz mit realer 'Ursache' genauso wahrgenommen hätte.
Bleib doch da noch ein bisschen dran. Diesmal beschwöre keine Emotionen herauf (außer du hast Lust dazu :)), sondern beobachte einfach den Tag über welche Emotionen von alleine kommen und wie sie sich auf den Körper auswirken.
Versuche so oft wie möglich die Aufmerksamkeit auf das spüren des Körpers, zu lenken und untersuche die Empfindungen.
Schau nach ob es manchmal so ist, dass da ein Gedanke ist gefolgt von einer Emotion, ob es manchmal umgekehrt ist, und schau auch, ob hin und wieder vielleicht die gleichen körperlichen Empfindungen mit anderen Emotionen assoziiert werden. Ob sich z.B Angst und aufgeregt sein in der Empfindung ähneln. Wie ist es mit Gerührtheit und Traurigkeit? Könnte es sein, dass sich nur die Gedankengeschichten unterscheiden? Könnte es auch sein, dass manche "Gefühle" einfach nur verkleidete Gedanken sind? Dass einfach manchmal nur Gedanken da sind ohne körperliche Empfindung und die auch als Emotion bezeichnet werden?
Beobachte mal wie sich das bei dir so zeigt...:)
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom
Re: Rein garnichts
Hallo!
Es gab eine Situation, in der ich zunächst gerührt war, dann über eine Gedankenbrücke traurig, aber beide blieben Geschichten. Es blieb auch bei Gedanken der Erleichterung, und der Bedrückung, auch jeweils ohne Körperempfindung. Aus einem Gespräch entstand Freude, wieder nicht körperlich spürbar.
Bei all dem ist es jedoch gut möglich, daß ich einfach noch nicht genug Sensibilität für's Fein- Tuning entwickelt habe. Und, barb, leider habe ich bei mir den Verdacht, als liefe ich in zu großen Schuhen, wenn ich dir die Ergebnisse meiner Beobachtungen präsentiere. So, als ob ich übertreibe, hochstapele. Und auch nicht Schritt halte. Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, ist mir in meinem Leben sehr wichtig geworden. Und ich weiß, daß die unbedingte Ehrlichkeit in unserem Dialog das Wesentliche ist. Wenn du magst, dann stelle mir, bitte, entsprechende Fragen, die dir meinen tatsächlichen Stand offenbaren. Ich bin mutig genug.
Danke für's Lesen!
( Gemeint ist der Tränendruck ) Na klar...das war ein Gefühl! Aber daß Tränen die Ursache waren, das ist eine Geschichte. Ist mir aber gerade erst klar gewordenWie meinst du das? Der Druck ist doch real erfahrbar als „spüren“ oder?
Ich kann erkennen, daß ich die verschiedenen Körperteile und Organe nicht exakt wahrnehmen kann. Doch es fällt mir sehr schwer, die verschiedenen Empfindungen NICHT in bestimmten Regionen zu orten, also oben über dem Leib, im Oberkörper, in der Bauchgegend, in den Gliedmaßen , in der Herzgegend u.s.w. Nur links und rects sind als EIN Empfinden deckungsgleich, aber nur mit sehr viel Mühe.Kannst du derlei Dinge wie Herz, Magen, Brust, Kiefer, Wangen, Schläfen, Kopf usw. in direkter Erfahrung überhaupt finden? Oder sind einfach nur unterschiedliche Empfindungen zu spüren?
Mir ist so, barb, als käme ich allmählich in's Schleudern. Ich ahne so langsam, daß ich die Körpergefühle kaum differenziert wahrnehme. Vielleicht liegt es mit daran, daß heute hauptsächlich zwei Gefühle da waren, die für mich zum Verwechseln ähnlich waren, nämlich Traurigkeit und Angst, (-in der Leibesmitte) als ein Ziehen und leichter Druck. Aber es sind für mich zwei verschiedene Intensitäten. Hitzeentwicklung und Schweiß waren die Merkmale von Aufregung und Wut, auch Geschwister.Schau nach ob es manchmal so ist, dass da ein Gedanke ist gefolgt von einer Emotion, ob es manchmal umgekehrt ist, und schau auch, ob hin und wieder vielleicht die gleichen körperlichen Empfindungen mit anderen Emotionen assoziiert werden. Ob sich z.B Angst und aufgeregt sein in der Empfindung ähneln. Wie ist es mit Gerührtheit und Traurigkeit? Könnte es sein, dass sich nur die Gedankengeschichten unterscheiden? Könnte es auch sein, dass manche "Gefühle" einfach nur verkleidete Gedanken sind? Dass einfach manchmal nur Gedanken da sind ohne körperliche Empfindung und die auch als Emotion bezeichnet werden?
Es gab eine Situation, in der ich zunächst gerührt war, dann über eine Gedankenbrücke traurig, aber beide blieben Geschichten. Es blieb auch bei Gedanken der Erleichterung, und der Bedrückung, auch jeweils ohne Körperempfindung. Aus einem Gespräch entstand Freude, wieder nicht körperlich spürbar.
Bei all dem ist es jedoch gut möglich, daß ich einfach noch nicht genug Sensibilität für's Fein- Tuning entwickelt habe. Und, barb, leider habe ich bei mir den Verdacht, als liefe ich in zu großen Schuhen, wenn ich dir die Ergebnisse meiner Beobachtungen präsentiere. So, als ob ich übertreibe, hochstapele. Und auch nicht Schritt halte. Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, ist mir in meinem Leben sehr wichtig geworden. Und ich weiß, daß die unbedingte Ehrlichkeit in unserem Dialog das Wesentliche ist. Wenn du magst, dann stelle mir, bitte, entsprechende Fragen, die dir meinen tatsächlichen Stand offenbaren. Ich bin mutig genug.
Danke für's Lesen!
Who is online
Users browsing this forum: No registered users and 39 guests

