Nichts. Und doch ist es ein qualitativer Unterschied, ob Ichlosigkeit nur als intelektuelles Konzept erfasst oder erlebt wurde.Und was hilft das Wissen darum?
Das Ich taucht hauptsächlich beim Denken und Grübeln auf, wenn es Probleme gibt oder Krankheit da ist. In der Freude oder beim Malen zum Beispiel, ist es meist nicht wahrnehmbar oder auch egal.Wann taucht das "Ich" hauptsächlich auf? In welcher Gemütsverfassung? Und in welchem Gemütszustand ist es Dir vollkommen egal, ob ein Ich da ist oder nicht?
Ich weiß nicht, Andreas, drehen wir uns da nicht endlos im Kreis? Es kommt mir so vor, als habe ich das schon zigmal beschrieben. Fast mein ganzes Leben habe ich aus einer Ich-Perspektive gelebt. Dann habe ich das Konzept der Ichlosigkeit kennen gelernt und dann habe ich Ichlosigkeit erfahren. Also ist es ganz klar: es gibt kein Ich. Dennoch kehrt diese Ich-Perspektive immer wieder zurück. Der Organismus hat Krankhieten, Befindlichkeiten, Probleme und da erscheint sehr schnell die Ich-Perspektive und tut so als gäbe es ein Ich. Da Ichlosigkeit als Erfahrung gespeichert ist, wird der Unterschied erkannt, wahrgenommen. Also was stört? Wenn die Ich-Perspektive dauernd wieder auftaucht, das stört. Wen stört das? Den Organismus, das Wesen, das beides kennt. Keine Ahnung, wie ich es noch sagen soll.Okay, es gibt kein Ich. Wenn es kein Ich gibt, was stört dann noch?
Lieber Andreas,
ich muss nächste Woche ins Krankenhaus und werde ca bis kurz vor Pfingsten weg sein. Kurz nach Pfingsten bin ich dann für zwei Wochen im Urlaub. also werden wir jetzt eine längere Pause haben. Falls du mir auf die heutigen Antworten noch schreiben willst (was mich sehr freuen würde), bis Dienstag bin ich noch da, um es zu lesen.
Liebe Grüße und eine gute Zeit,
Shana'Shanti

