Die Begleitung auf LU konzentriert sich darauf zu erkennen, dass es kein wirkliches innewohnendes Ich oder Selbst gibt - was bedeutet das für Dich?
das weiß ich noch nicht genau. ich wünsche mir, das forschend herauszufinden. ich wünsche mir, in diesem Forschunsprozess meine Ängste und Anhaftungen diesbezüglich wahrzunehmen und aufzulösen. Ich wünsche mir, ein klarer werdendes Bild 'meines' ichs zu erlangen, und zu erarbeiten, wie es mir gedient hat, ihm zu danken und es loszulassen.
Was führt dich zu Liberation Unleashed?
- die Frage nach der Loslösung von Anhaftungen verschiedener Art: Anhaftung des Leidens & der Emotionen, des Habens von Dingen, des Denkens & Handelns
- die Begeisterung eines Freundes für die Arbeit mit dem Guide auf dieser Seite.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
gerade einen geräumigen: ich habe viele Zeitfresser aus meinem Leben entfernt und mich von im Außen verankerten Pflichten befreit. Gleichermaßen einen aktiv suchenden: Ich habe im vergangenen Jahrzehnt verschiedene Angebote des Sitzens, Schweigens, des sich-Bewegens im Hier und Jetzt erprobt und die Achtsame Stille darin zu lieben gelernt, die Entschleunigung erprobt.
Und: ich liebe die Zeit mit Kindern in ihren ersten Jahren, denn ich empfinde sie als großartige Lehrmeister.
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
ich erwarte eine klarer werdende Idee von der Illusion des ich und vom Zustand der Überwindung derselben.
ich erwarte mit meinen Anhaftungen bzgl der Glaubensvorstellungen über mich konfrontiert zu werden.
ich erwarte mit meinen Ängsten diesbezüglich in Kontakt zu kommen. (deshalb unten zunächst nur eine 8)
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
8
...
Re: ...
Dieses "Ich" ist nur ein Trugbild, eine Fantasie.Ich wünsche mir, ein klarer werdendes Bild 'meines' ichs zu erlangen
Eine Fata Morgana könnte Jahrzehnte lang erscheinen und dennoch kein Wasser spenden.
Du kannst kein klares Bild von etwas erlangen, das nicht existiert.
Du lebtest bislang das Leben einer Persönlichkeit, die in Wahrheit nicht existiert.
Es war all die Zeit nur ein Rollenspiel. Eine Täuschung.
Ein unschuldiger Irrtum. Nicht mehr.
Wärest du bereit, diese Geschichte abzustreifen, um zu sehen, was hier verbleibt wenn sie fort ist?
All das spirituelle Streben, das Suchen mündet hier hinein und endet hier, so du bereit dafür bist!
Was hielte dich davon ab?ich erwarte mit meinen Ängsten diesbezüglich in Kontakt zu kommen. (deshalb unten zunächst nur eine 8)
Ist es nicht das, wonach dir von allen Dingen am meisten verlangt?
First there is a mountain,
Then there is no mountain,
Then there is.
Then there is no mountain,
Then there is.
- Feuerwache
- Posts: 3
- Joined: Sat May 26, 2018 6:40 am
Re: ...
matthew,
mit Deiner Antwort war ich nun eine ganze Weile im Widerspruch.
Ich mag bei der Beschäftigung mit der Ich-Illusion nicht in die Falle laufen, ihr aufgrund eines Strebens und einer Erfüllung am Ende doch wieder erlegen zu sein. Da sehe ich eine große Gefahr eines Trugschluses.
Mit der Übung in der Haltung, ohne Anhaftung und ohne Urteil zu beobachten und gewahr zu werden, was ist,
(welche Gefühle in mir entstehen,
welche Gedanken in mir entstehen,
was sich in mir für Urteile bilden,
welche Handlungsimpuse sich in mir regen, und auch:
auf welche alten Enttäuschungen und Verletzungen, Erwartungen und Hoffnungen das zurückzuführen ist und schmunzelnd zu erkennen, dass all dies heute keine Bedeutung mehr hat,)
löse ich mich mehr und mehr von dem, was ich lange dachte zu sein und schützen und verteidigen zu müssen.
Ich stelle mir vor, ich möchte in ihr weiter existieren, in aller Freiheit, nicht mit ihr verhaftet zu sein und mich (wirklich!) nicht mehr mit ihr zu identifizieren.
Mein (bisheriger?) Wunsch wäre, mich als Teil eines großen Da-Seins zu begreifen, das meine Geschichte (gebucht? und) erlebt hat und aus dieser einmaligen Perspektive heraus einen Beitrag zu Heilung, Frieden und Entwicklung leisten kann.
Ohne das Bedürfnis nach Drama und Abgrenzung, ohne das Streben nach Bedürfniserfüllung, nach Geltung, nach Status, nach Erleuchtung. ...
Wer sonst sollte meine Geschichte leben und heilsam und hilfreich nutzen?
so lass ichs jetzt mal stehen. und schiebe ein Frage (an mich) nach, die ich sehr schätze:
'Was wäre, wenn ich nicht recht hätte?'
mit Deiner Antwort war ich nun eine ganze Weile im Widerspruch.
Ich empfinde mich nicht in der Rolle einer, der nach irgendetwas verlangt. Wessen Verlangen soll das sein? Das einer Selbst-Konstruktion, der ich mich nicht mehr hingeben mag? Streben, bzw meinem/n Verlangen nachzugehen scheint mir also der weniger hilfreiche Weg zu sein, mich von meinen Anhaftungen am Dasein und So-Sein, am Urteilen und Wollen zu lösen.Ist es nicht das, wonach dir von allen Dingen am meisten verlangt?
Ich mag bei der Beschäftigung mit der Ich-Illusion nicht in die Falle laufen, ihr aufgrund eines Strebens und einer Erfüllung am Ende doch wieder erlegen zu sein. Da sehe ich eine große Gefahr eines Trugschluses.
Ja, das stimmt. Mit einer freudvoll wahrnehmbaren Entwicklung, sich davon zu distanzieren:Du lebtest bislang das Leben einer Persönlichkeit, die in Wahrheit nicht existiert.
Mit der Übung in der Haltung, ohne Anhaftung und ohne Urteil zu beobachten und gewahr zu werden, was ist,
(welche Gefühle in mir entstehen,
welche Gedanken in mir entstehen,
was sich in mir für Urteile bilden,
welche Handlungsimpuse sich in mir regen, und auch:
auf welche alten Enttäuschungen und Verletzungen, Erwartungen und Hoffnungen das zurückzuführen ist und schmunzelnd zu erkennen, dass all dies heute keine Bedeutung mehr hat,)
löse ich mich mehr und mehr von dem, was ich lange dachte zu sein und schützen und verteidigen zu müssen.
Ich glaube nicht, dass ich die Geschichte abzustreifen möchte. (wie soll das gehen? was kann ich denn abstreifen, wenn es mich nicht gibt?)Wärest du bereit, diese Geschichte abzustreifen, um zu sehen, was hier verbleibt wenn sie fort ist?
Ich stelle mir vor, ich möchte in ihr weiter existieren, in aller Freiheit, nicht mit ihr verhaftet zu sein und mich (wirklich!) nicht mehr mit ihr zu identifizieren.
Mein (bisheriger?) Wunsch wäre, mich als Teil eines großen Da-Seins zu begreifen, das meine Geschichte (gebucht? und) erlebt hat und aus dieser einmaligen Perspektive heraus einen Beitrag zu Heilung, Frieden und Entwicklung leisten kann.
Ohne das Bedürfnis nach Drama und Abgrenzung, ohne das Streben nach Bedürfniserfüllung, nach Geltung, nach Status, nach Erleuchtung. ...
Wer sonst sollte meine Geschichte leben und heilsam und hilfreich nutzen?
so lass ichs jetzt mal stehen. und schiebe ein Frage (an mich) nach, die ich sehr schätze:
'Was wäre, wenn ich nicht recht hätte?'
Re: ...
Na klar!Ich mag bei der Beschäftigung mit der Ich-Illusion nicht in die Falle laufen, ihr aufgrund eines Strebens und einer Erfüllung am Ende doch wieder erlegen zu sein. Da sehe ich eine große Gefahr eines Trugschluses.
Aber einen Trugschluss wird es hier am Ende nicht geben. Keine Sorge.
Mit welchen Aspekten findet denn noch am ehesten Identifikation statt?und mich (wirklich!) nicht mehr mit ihr zu identifizieren.
Ist "Rechthaben" im Angesicht der absoluten Wahrheit überhaupt möglich?'Was wäre, wenn ich nicht recht hätte?'
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- Feuerwache
- Posts: 3
- Joined: Sat May 26, 2018 6:40 am
Re: ...
Matthew,
Du fragst
Generell hafte ich im Moment am ehesten energetisch und emtional an:
Körperliche Schmerzen, Erschöpfung, (bes. akustische) Reizempfindlichkeit, Antriebslosigkeit, Motivationslosigkeit und Konzentrationsschwäche nehme ich als körperliche Auswirkungen einer Anhaftung über lange gelebte und akut auftauchende Urteile über (Um-)Welt wahr.
Selbstschutzimpulse, Rückzugsimpulse, Abgrenzungsbedürfnisse, Ärger, Betroffensein und Schmerz, Trauer, Angst, aber auch freudvolle Zustände erlebe ich aus der Beobachterperspektve als emotionale Anhaftung, über die ich mich je nach Gelassenheitszustand wundere, die ich bestaunen und erforschen kann, manchmal aber auch erliege ich ihr hilflos.
Die Anhaftungen des Denkens lassen sich als solche (finde ich) am leichtesten als solche erkennen. Das Denken bewußt zu entschleunigen und es damit von seinen zentrifugalkräften zu lösen und mich von dem, was es in mir denkt zu distanzieren scheint mir die richige Einstiegsübung gewesen zu sein.
Beim Fühlen dagegen habe ich die Angst (ja, eine Identfikation :o) ), dass sich bereits erlebtes wiederholen könnte:
Dass Fühlen zu verdrängen und sich vom Fühlen zu lösen für mich nicht zu unterscheiden sein könnte und sich lange nicht gefühltes im Körper manifestieren könnte - und dann mehr Zeit und Energie zur Heilung, zum wach beobachtenden Durchleben, braucht als eigentlich.
Du fragst
aktuell ist da eine körperliche Empfindungsreaktion, zurückzuführen auf Freude über Deine Forumsantwort - eine Identifikation.Mit welchen Aspekten findet denn noch am ehesten Identifikation statt?
Generell hafte ich im Moment am ehesten energetisch und emtional an:
Körperliche Schmerzen, Erschöpfung, (bes. akustische) Reizempfindlichkeit, Antriebslosigkeit, Motivationslosigkeit und Konzentrationsschwäche nehme ich als körperliche Auswirkungen einer Anhaftung über lange gelebte und akut auftauchende Urteile über (Um-)Welt wahr.
Selbstschutzimpulse, Rückzugsimpulse, Abgrenzungsbedürfnisse, Ärger, Betroffensein und Schmerz, Trauer, Angst, aber auch freudvolle Zustände erlebe ich aus der Beobachterperspektve als emotionale Anhaftung, über die ich mich je nach Gelassenheitszustand wundere, die ich bestaunen und erforschen kann, manchmal aber auch erliege ich ihr hilflos.
Die Anhaftungen des Denkens lassen sich als solche (finde ich) am leichtesten als solche erkennen. Das Denken bewußt zu entschleunigen und es damit von seinen zentrifugalkräften zu lösen und mich von dem, was es in mir denkt zu distanzieren scheint mir die richige Einstiegsübung gewesen zu sein.
Beim Fühlen dagegen habe ich die Angst (ja, eine Identfikation :o) ), dass sich bereits erlebtes wiederholen könnte:
Dass Fühlen zu verdrängen und sich vom Fühlen zu lösen für mich nicht zu unterscheiden sein könnte und sich lange nicht gefühltes im Körper manifestieren könnte - und dann mehr Zeit und Energie zur Heilung, zum wach beobachtenden Durchleben, braucht als eigentlich.
Nein. Es geht mir auch nicht um 'rechthaben', sondern um das Werkzeug des 'NICHT-rechthabens', mit dem ich meine Denkmuster durchschreiten und mich für weitere Facetten der Wahrheit öffnen kann, die im ersten Denkreflex in mir nicht mit erfasst wurden.Ist "Rechthaben" im Angesicht der absoluten Wahrheit überhaupt möglich?
Re: ...
Wunderbar!
Da ist viel, womit man arbeiten kann.
Zunächst sei erwähnt, dass es hier keine Stufen gibt. Keine Ebenen. Kein Fortschreiten im klassischen Sinn.
Das Hinsehen geschieht hier immer auf der gleichen, einfachsten Ebene, ganz gleich was gerade zur Untersuchung steht.
Um hier eine Grundlage zu schaffen, bitte ich dich, jetzt einmal anzuhalten und das gesamte Spektrum des Erlebens zu betrachten.
Alles, was hier jetzt da ist.
Auch Gedanken sind jetzt im direkten Erleben vorhanden.
Sie können beobachtet werden.
Was NICHT jetzt und hier existiert ist der Inhalt der Gedanken. Sie erzählen über Gestern, Morgen, andere Orte und auch über reine Fantasiegespinste (Ich).
Wenn du also das direkte Erleben betrachtest, könnte es in seiner Gesamtheit mit den Begriffen
Das Gesehene
Das Gehörte
Das Geschmeckte
Das Gerochene
Das (körperlich) Empfundene
und
beobachtete Gedanken
beschrieben werden?
Gibt es noch etwas "mehr" oder etwas "darüber hinaus"?
Wäre nicht jedes "Mehr" und jedes "Darüberhinaus" nur ein Gedanke über solches?
Da ist viel, womit man arbeiten kann.
Zunächst sei erwähnt, dass es hier keine Stufen gibt. Keine Ebenen. Kein Fortschreiten im klassischen Sinn.
Das Hinsehen geschieht hier immer auf der gleichen, einfachsten Ebene, ganz gleich was gerade zur Untersuchung steht.
Um hier eine Grundlage zu schaffen, bitte ich dich, jetzt einmal anzuhalten und das gesamte Spektrum des Erlebens zu betrachten.
Alles, was hier jetzt da ist.
Auch Gedanken sind jetzt im direkten Erleben vorhanden.
Sie können beobachtet werden.
Was NICHT jetzt und hier existiert ist der Inhalt der Gedanken. Sie erzählen über Gestern, Morgen, andere Orte und auch über reine Fantasiegespinste (Ich).
Wenn du also das direkte Erleben betrachtest, könnte es in seiner Gesamtheit mit den Begriffen
Das Gesehene
Das Gehörte
Das Geschmeckte
Das Gerochene
Das (körperlich) Empfundene
und
beobachtete Gedanken
beschrieben werden?
Gibt es noch etwas "mehr" oder etwas "darüber hinaus"?
Wäre nicht jedes "Mehr" und jedes "Darüberhinaus" nur ein Gedanke über solches?
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Then there is no mountain,
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