Man hat den Eindruck, dass das "ich" den Kern des Lebens ausmacht.
Wirklichkeit? Oder nur ein (hartnäckiger) Gedanke?
Nur ein hartnäckiger Gedanke.
Wenn ein “Ich“, also so eine Art Steuerzentrale, wirklich existiert, müssten wir diesen Kern im wirklichen Hier-Jetzt-Erleben finden können, oder?
Ja.
Woher kommen die Gedanken?
Lässt du die entstehen?
Wie geht das?
Gedanken entstehen im Gehirn.
Wer jeweils den Anstoß für die Gedankenproduktion gibt und wie die Gedankenerzeugung dann weitergeht, ist schwer zu sagen. Das "Ich" beansprucht die Originalität für sich. Das ist Teil der Täuschung.
Es werden gespeicherte und neu eintreffende Informationen miteinander verknüpft und dadurch neue Informationskombinationen generiert, die man als Gedanken interpretieren und sprachlich ausdrücken kann.
Wie ist das, wenn wir sagen: “Ich denke, das... ...“?
Ist da tatsächlich ein “Ich“, welches denkt?
Wenn man sagt, "ich denke, dass ...", dann existiert der Gedanke schon und wurde sprachlich formuliert.
Es existiert kein "ich", das denkt.
Kannst du bestimmen, was als nächstes gedacht wird?
Kannst du bestimmte Gedanken verhindern?
Bist du der Empfänger von Gedanken?
Man hat den Eindruck, dass man das kann. Z.B. wenn man mit mehreren Aufgbe und/oder Problemen konfrontiert ist, und sich dann ein Thema herausnimmt und darauf fokussiert. Das kann aber ebenfalls bereits auf anderen Impulsen geschehen sein.
Man kann Gedanken nicht aktiv verhindern. Es ist eher so, dass Gedanken weniger aufgenommen und für sich beansprucht werden, wenn man im Hier-Jetzt ist oder andere Themen Priorität haben.
Das ich ist nicht der adressierte Empfänger der Gedanken sondern beansprucht diese als Illusion für sich.