die Angst, bewusst zu erfahren...

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GRACE
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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby GRACE » Thu Jul 05, 2012 5:33 pm

Ja, die Trennung geschieht durch das Denken. Allerding überrascht mich : Pracht und Herrlichkeit. Ich hätte mir das Leben dann eher etwas neutraler vorgestellt. Weil ja die Geschichte, die durch das Denken kommt, das ganze irgentwie `aufmotzt`.
Du sagst es ja selbst: Du hattest es dir vorgestellt. :-) Hört sich nach Konzept an, oder? Also: Weg damit! Alles raus, was keine Miete zahlt! ;-)))
Ich stelle mir vor, dass ´ich ohne ich´ einfach nur wahrnehme, erfahre mit den Sinnen, ohne Betiteln oder Werten.

Stellst du dir vor, oder ist es so?

Wozu braucht es eine Geschichte, die was "aufmotzen" muss? Reicht das Leben, so wie es ist nicht aus? Fehlt was? Muss was hinzugefügt werden?
Müsste es anders sein?
Ist das nicht auch wieder nur Gedankenzeugs? Fass es nicht an! Schau einfach was DA ist!
Und so wie ich es sehe ist da nicht nur "Atmen"!
Was ist mit sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen, etc...? Es ist so unendlich viel da. Achte mal darauf! So eine Vielfalt überall! Körper, Farben, Licht, Schatten, Gegenstände, Bewegung, Gerüche... Geradezu überwältigend!
Und es ist einfach DA! Auch ohne Geschichte dazu!

Findet Wahrnehmung nicht immer einfach nur statt? Auch wenn du gerade nicht dran denkst?
Wenn du eine Blume siehst, muss du dann erst dran denken, sie zu sehen und das Sehen erfolgt dann in einem Extraschritt? Oder ist da einfach nur Sehen?

Wenn du dich jetzt in deiner Umgebung umsiehst, kannst du dich dann entscheiden, irgendetwas von dem, was in deiner Wahrnehmung auftaucht NICHT zu sehen?

Aber an dem Punkt waren wir ja schon. :)

Frage: Was erwartest du dir vom Durchschauen der Ich-Illusion?

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radha
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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby radha » Fri Jul 06, 2012 12:41 pm

Gestern nacht kam ich nicht in Netz, somit jetzt erst die Anwort.

Die Sache mit den Konzepten:
Mir fällt es bei manchen Dingen schwer, nur über Erfahrenes zu berichten.
Das ist vielleicht schon erfahren worden, aber eben nicht jetzt gerade.
In MOmenten, wo ich ohne ich war und das Sehen alleine mich schon high gemacht hat- ein wow- Moment!!!
Aber wenn ich darüber schreibe in einem anderen Zustand mit ich, ist mir das nicht present, oder ich kann es nicht auf jede Situation übertragen. In diesem Zustand ist alles eher neutral und schal. :-(
Manchmal leide ich daran so tief, weil ich mich danach so sehne, mich eins zu fühlen mit der Natur und den Menschen....
Und immer wieder kommt dieses `Ich und der Andere`, immer wieder Gedanken und Urteile und Betiteln...
Ich bin das leid, es schmerzt mich.
Frage: Was erwartest du dir vom Durchschauen der Ich-Illusion?
Ich hoffe, da bald raus zu kommen. Dass ich nicht so viel Energie in diese Konfliktgedanken und die daraus hervorgehenden Gefühle stecken muss, sondern einfach wahrnehmen und handeln kann ohne Trennung.


Ich stelle mir vor, dass ´ich ohne ich´ einfach nur wahrnehme, erfahre mit den Sinnen, ohne Betiteln oder Werten.

Stellst du dir vor, oder ist es so?
Es ist so, ja. ;-)

Was ist mit sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen, etc...? Es ist so unendlich viel da. Achte mal darauf! So eine Vielfalt überall! Körper, Farben, Licht, Schatten, Gegenstände, Bewegung, Gerüche... Geradezu überwältigend!
Und es ist einfach DA! Auch ohne Geschichte dazu!
Die Geschichte, die Gedanken färbt das ganze persönlich. Und das wiederum bringt es mit sich, dass ich mich nicht verbunden fühle mit dem, was ist. Wie ein Schleier, der alles blass und fahl macht.

Findet Wahrnehmung nicht immer einfach nur statt? Auch wenn du gerade nicht dran denkst?
Wenn du eine Blume siehst, muss du dann erst dran denken, sie zu sehen und das Sehen erfolgt dann in einem Extraschritt? Oder ist da einfach nur Sehen?
Ja, es geschieht alles sowiso und ist überhaubt nicht davon abhängig, dass ich es sehe...
Erst die Wahrnehmung, dann die Gedanken.

Als wäre `ich` ein großes Wahrnehmungsorgan...

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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby GRACE » Fri Jul 06, 2012 8:25 pm

Gestern nacht kam ich nicht in Netz, somit jetzt erst die Anwort.
Schon okay, kann ja mal vorkommen. :-)

Weißt du Radha, wir können hier natürlich nicht den Zauberstab schwingen, um dich aus dem Gedankenkarusell zu befreien und wir können dich auch nicht in den Zustand eines dauerhaften "Highs" zu bringen. Wir wollen hier aufdecken, ob es die Person Radha hinter all dem Erlebten gibt. Also vergiss bitte mal völlig, irgendwelchen "WOW-Momenten" hinterherzujagen. Das ist ja gerade die Krux: Immer etwas haben zu wollen, was gerade nicht da ist, weil das was schon da ist, kann´s ja unmöglich schon gewesen sein!

Nach dem Durchschauen der Ich-Illusion werden weiterhin Gedanken auftauchen. Sie kommen und gehen. Lauter unschuldige, kleine Gedanken, die niemandem gehören. :-)
Sie kreisen nur nicht mehr um so ein "eingebildetes" Ich. Sie werden nicht mehr persönlich genommen. Das ist schon sehr erleichternd. :-)
Frage: Was erwartest du dir vom Durchschauen der Ich-Illusion?
Ich hoffe, da bald raus zu kommen. Dass ich nicht so viel Energie in diese Konfliktgedanken und die daraus hervorgehenden Gefühle stecken muss, sondern einfach wahrnehmen und handeln kann ohne Trennung.

Musst du wirklich soviel Energie in Konfliktgedanken stecken?
Und:
Geschieht Wahrnehmung nicht sowieso die ganze Zeit? Und geschehen Handlungen nicht auch sowieso? Braucht es dazu erst besondere Umstände?

Und wo ist bei alledem ist jetzt eigentlich das Ich?
Ich lass hier nicht locker! Du konntest mir bisher kein Ich vorweisen. Da wirst du also schon nochmal nachsehen müssen. :)
Ich seh da nur eine Vielzahl von Gedanken, die auftauchen und dann eingetippt werden.
Kein Ich.
Wo ist es nur?
Hm...
Im Kopf?
Im Bauch?
Im kleinen Zeh vielleicht?

Schau nach, ganz entspannt, ohne Druck.

Ist das Ich vielleicht nur ein Gedanke???

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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby radha » Sat Jul 07, 2012 10:47 am

Das ist ja gerade die Krux: Immer etwas haben zu wollen, was gerade nicht da ist, weil das was schon da ist, kann´s ja unmöglich schon gewesen sein!
Ahhh, Bingo... Das naheliegende scheint immer mit Fehlern behaftet....

Musst du wirklich soviel Energie in Konfliktgedanken stecken?
Nee, muss ich gar nicht, ich kann sie vorbeiziehen lassen. Ich tue das jetzt grade, es ist total leicht und wirklich entspannend, Druck nehmend: lustig:
die Gedanken gehören mir gar nicht!!!!!!!!!!!
Es ist viel angenehmer, alles zieht vorbei- dann muss ich wirklich keine Energie reinstecken in konliktreiche Innenleben- Puzzlestücke.
Die Tage ziehen leichter vorbei.

Und Grace, parallel geschieht noch was: die bete ja immer mal.
Und momentan fühl ich mich immer öfter in diesem Gebet, auch so im Alltag. Wie eine Wolke, die mit mir zieht- total schön! Ganz nah.


Und:
Geschieht Wahrnehmung nicht sowieso die ganze Zeit? Und geschehen Handlungen nicht auch sowieso? Braucht es dazu erst besondere Umstände?
Nein, alles geschieht einfach so. Das kann ich den Tag über sehen, `begleiten`.
Und wo ist bei alledem ist jetzt eigentlich das Ich?
Ich seh da nur eine Vielzahl von Gedanken, die auftauchen und dann eingetippt werden.
Kein Ich- nicht wenn ich die Gedanken durchlasse.
Wenn ich mich dran- nage: so zusagen anfange, die Puzzlestücke zusammenzusetzten, dann flupp ich irgentwie aus dem Moment raus, aus der Wahrnehmung. Das ganze läuft dann ohne mich weiter- wie wenn ich ein Stück vom Fild verpass, weil ich grad telefoniere oder so ;-)
Da das aber sozusagen fast ständig passiert- wirkt das wie mein Ich.
Das Ich will puzzeln.


Sind Bilder wie das mit dem Puzzle auch daneben??
Es hilft mir irgentwie, das alles zu beschreiben....

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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby GRACE » Sat Jul 07, 2012 6:09 pm

Das hört sich doch zum Teil schon recht gut an, was du da schreibst, Radha!
Freut mich! :-)
Ahhh, Bingo... Das naheliegende scheint immer mit Fehlern behaftet....
Ja genau! Ein Gedanke taucht auf: Es sollte nicht so sein, sondern bitteschön anders.
Das macht das Ego sozusagen aus alter Tradition. Das kann es einfach total gut. Es ist so konditioniert.
Wenn du aber ganz klar siehst, dass Gedanken einfach auftauchen und verschwinden, verliert das Ganze allmählich an Energie. An die Stelle von Drama und Ernsthaftigkeit tritt Leichtigkeit. Du kannst dir das ganze Zeug, was da tagein tagaus durch deine Sinne zieht, einfach nicht mehr glauben, du nimmst es nicht mehr so ernst.
Ich würde dir empfehlen, das einfach weiterhin zu beobachten.
Gedanken kommen und gehen, aber es sind nicht deine. Es sind einfach nur unschuldige Gedanken. :-)
Ist das nicht grandios???!!!

Und wenn du so willst, ist das Leben ein einziges Gebet. Alles ist Gnade.
Nichts ist verkehrt. Es sei denn in Gedanken.

Ein wenig nachhaken muss ich dennoch:
Kein Ich- nicht wenn ich die Gedanken durchlasse.
Das würde im Umkehrschluss bedeuten: Wenn du die Gedanken nicht durchlässt, ist aufeinmal wieder ein Ich da, oder wie?

Wie machst du das? Die Gedanken nicht durchlassen???
Wenn ich mich dran- nage: so zusagen anfange, die Puzzlestücke zusammenzusetzten, dann flupp ich irgentwie aus dem Moment raus, aus der Wahrnehmung.
Wie jetz`? Du kannst aus dem Moment (aus der Wahrnehmung) RAUSFLUPPEN? Wie machst du das denn???

In meiner Wahrnehmung gibt es nur diesen Moment, der gerade da ist. Es gibt nichts anderes. Und alles taucht in diesem Moment auf. Die Vergangenheit ist rum um´s Eck. Die Zukunft ist noch nicht da und keiner weiß, ob sie je kommt. Also reine Fiktion. Es gibt nur hier und jetzt. Selbst wenn ich an die Vergangenheit oder an die Zukunft denke, dann geschieht dieses Denken im Hier und Jetzt.
Wie kann man also bitteschön nicht im Moment sein, oder gar aus ihm rausfluppen? :/
Und wo bist du denn, wenn du nicht im Moment bist???

Na, auf die Erklärung bin ich aber jetzt aber mal gespannt! ;-)

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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby radha » Sun Jul 08, 2012 2:42 pm

Phuuuh, Grace, super auf den Zahn gefühlt!

An die Stelle von Drama und Ernsthaftigkeit tritt Leichtigkeit. Du kannst dir das ganze Zeug, was da tagein tagaus durch deine Sinne zieht, einfach nicht mehr glauben, du nimmst es nicht mehr so ernst.
Es sind einfach nur unschuldige Gedanken. :-)
Ist das nicht grandios???!!!
Ja, such a release!! Alles wird so lächerlig leicht. Voller Humor!


Wie machst du das? Die Gedanken nicht durchlassen???

Na ja, ich häng an einem Gedanken fest und dann dreht sich alles darum. Durch
Mit durchfluppen meine ich: eben nicht festhängen.
Festhängen heisst: eine Geschicht damit haben, an der sich das Ego laben kann.
Aber ich seh schon: festhängen passiert ja auch im Hier und Jetzt...


Wenn ich mich dran- nage: so zusagen anfange, die Puzzlestücke zusammenzusetzten, dann flupp ich irgentwie aus dem Moment raus, aus der Wahrnehmung.
Wie jetzt`? Du kannst aus dem Moment (aus der Wahrnehmung) RAUSFLUPPEN? Wie machst du das denn???
Sehr geil... Ein AHA- Erlebnis.... Danke dafür!
Wahrnehmung ist immer jetzt und somit ist sie unstoppbar. Was dann wahrgenommen wird, icl. Gedanken-Festhäng- Dynamik, ist egal.
Allerdings hatten wir es doch von Trennung...
Bin ich dann nicht getrennt von dem, was im Leben eigentlich passiert???
Aber wie dem auch sei- es ist, was ist. Und wann ich festhänge, erfahre ich eben das. Auch wenn es mir nicht gefällt und mich irgentwie von anderem isoliert.

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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby GRACE » Sun Jul 08, 2012 5:30 pm

Sehr geil... Ein AHA- Erlebnis.... Danke dafür!
Wahrnehmung ist immer jetzt und somit ist sie unstoppbar. Was dann wahrgenommen wird, icl. Gedanken-Festhäng- Dynamik, ist egal.
Über AHA-Erlebnisse freu ich mich natürlich immer ganz besonders! Super Radha! :)
Genau - Wahrnehmung ist immer JETZT!
Die Realität findet sozusagen ständig statt und stell dir vor: Es ist ihr egal, was du über sie denkst! ;-)
Allerdings hatten wir es doch von Trennung...
Bin ich dann nicht getrennt von dem, was im Leben eigentlich passiert???
Sag du´s mir, denn ich kann keine Trennung erkennen!
Alles taucht in der Einheit auf und verschwindet dorthin wieder zurück.
Alles wird von derselben Lebensenergie belebt.
Denkst du im Regenwurm oder in der Kuh auf de Weide wirkt eine andere Lebensenergie, als in dir?
Die gleiche Kraft, die dich atmen lässt, lässt auch die Bäume wachsen, lässt ganze Welten entstehen und vergehen, wenn es sein muss.
Diese Kraft durchwirkt einfach ALLES!
Wie könnte man getrennt davon sein?
Wie soll das gehen?
Kann es sein, dass dieses "Ich bin getrennt vom Leben" einfach nur ein weiterer Gedanke unter vielen ist,
der in der Einheit auftaucht?
Einfach nur ein Gedanke, der dann irgendwann so stark geglaubt wird, dass er sogar das passende Gefühl dazu hervorbringt:

G E T R E N N T H E I T

...und dann haben wir den Salat! ;-)

Spür da mal nach, erforsche es, denn es nützt dir ja nix, wenn ich es dir hier erzähle.
Und es nützt auch nix, wenn du dir jetzt einzureden versuchst, dass alles Eins ist und du nicht getrennt bist, während du dich ja ganz offensichtlich getennt fühlst.
Es muss für dich erfahrbar sein.

Was also lässt dieses Gefühl der Getrenntheit entstehen?

Beobachte und berichte dann!

Das Gute ist, dass du gar nichts falsch machen kannst! Du kannst immer nur das tun, was als nächstes ansteht. Und du kannst immer nur über dich selbst lernen. Du kannst keinen Fehler machen! Schön, nicht?! :-)

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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby radha » Sun Jul 08, 2012 10:32 pm

Allerdings hatten wir es doch von Trennung...
Bin ich dann nicht getrennt von dem, was im Leben eigentlich passiert???
Sag du´s mir, denn ich kann keine Trennung erkennen!
Nee, ich auch nicht. Irgentwie hatte ich Eins- Sein mit angenehm und getrennt sein mit unangenehm assoziiert. Und dann aus unangenehm versucht, angenehm zu machen. dadurch war ich ja nicht mehr mit dem, was jetzt ist, nämlich unangenehm...
Getrennt von dem was ist, verbunden mit dem was ich gerne hätte (in Gedanken) = Konflikt.
Und wenn ich das alles richtig erfasse, ist die Lösung den Konflikt als das Jetzt anzusehen und somit wieder hier und jetzt zu sein.

Kann es sein, dass dieses "Ich bin getrennt vom Leben" einfach nur ein weiterer Gedanke unter vielen ist,
der in der Einheit auftaucht?
Einfach nur ein Gedanke, der dann irgendwann so stark geglaubt wird, dass er sogar das passende Gefühl dazu hervorbringt...Was also lässt dieses Gefühl der Getrenntheit entstehen?
Ja, das Gefühl der Trennung durch den Gedanken daran (gerne gemischt mit Schuldzuweisungen an mich selbst).
Das Gefühl entsteht also durch den Gedanken und wird untermauert durch Schuldzuweisungen oder auch Selbstmitleid. Ausserdem verstärkt es sich durch den Wunsch, es anders zu haben ( dann zu sehen, dass man es nicht kann; Frust etc...)

Zu sehen, dass diese ganze Dynamik im Jetzt passiert und es einfach nur zu erleben ohne es mit ner persönlichen Geschichte zu versehen, ist dann des Rätsels Lösung. Damit zu leben, dass es gerade unangenehm ist.
Oder?

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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby GRACE » Mon Jul 09, 2012 7:37 pm

Nee, ich auch nicht. Irgentwie hatte ich Eins- Sein mit angenehm und getrennt sein mit unangenehm assoziiert.
Ja das ist eine weit verbreitete Vorstellung, wie mir scheint! ;-) Aber eben wieder nur eine VORSTELLUNG, mehr nicht. Die Wirklichkeit zeigt sich immer unmittelbar und es ist ihr wurscht, welche Kommentare wir über sie abgeben. :)
Getrennt von dem was ist, verbunden mit dem was ich gerne hätte (in Gedanken) = Konflikt.
Nochmal: Du bist nicht getrennt von dem was ist, weil das gar nicht geht. Es sei denn in Gedanken. Und ja: Ein Konflikt entsteht, wenn es nicht so ist, wie man es gerne hätte. Dann steht man sozusagen im Widerstreit mt der Realität.
Und wenn ich das alles richtig erfasse, ist die Lösung den Konflikt als das Jetzt anzusehen und somit wieder hier und jetzt zu sein.
Nochmal Radha: Es ist IMMER JETZT! :-)

Wir versuchen aber nun hier nicht irgendwelche Konflikte oder Rätsel zu lösen, denn das würde zu weit führen und uns vom eigentlichen Ziel ablenken.
Unangenehme Gefühle und Konflikte können immer auftauchen, auch nach dem Durchschauen der Illusion.
Stell dir vor, du bestellst dir eine Suppe und sie wird dir völlig versalzen serviert. Das wär jetzt vielleicht ein bisschen albern, sich die versalzene Suppe runterzuwürgen, nur weil das halt gerade die Realität ist. ;) Angemessener wäre es hier wohl, den Kellner freundlich darauf hinzuweisen und ihn zu bitten, eine neue, weniger salzige Suppe zu bringen. Aber das nur mal so am Rande...

Grundsätzlich ist es natürlich gut, wenn du die Zusammmenhänge erkennst und den Mechanismus dahinter verstehst, aber ich denke es ist dir inzwischen schon einigermaßen klar, wie das abläuft.

Soviel ich weiß, wollten wir aber eigentlich herausfinden, wer der Denker der Gedanken ist, bzw. ob es diesen überhaupt gibt.
Stimmts?
:-)

Letztenendes läuft alles immer wieder auf dieselben Fragen hinaus:

Gibt es Radha, oder ist sie nur sowas wie eine erfundene Märchenfigur?

Wer oder was ist Radha, ohne die Story über Radha?

Nimm dir Zeit für die Fragen, kau sie, lass sie dir auf der Zunge zergehen... ;-)

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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby radha » Mon Jul 09, 2012 11:00 pm

Du bist nicht getrennt von dem was ist, weil das gar nicht geht. Es sei denn in Gedanken.
Das meinte ich, ja. Dass die Gedanken einem das Gefühl der getrennheit servieren.

Gibt es Radha, oder ist sie nur sowas wie eine erfundene Märchenfigur?

Wer oder was ist Radha, ohne die Story über Radha?
Beide Fragen kann ich dir so nicht beantworten. Ich weiss inzwischen, was Radha nicht ist. Wer Rhada ist.... das weiss ich nicht, habe nicht den Hauch einer Ahnung...

Märchenfigur würde ich sie allerdings nicht nennen, eher eine Ansammlung von Angewohnheiten bzl. Gedanken, Gefühlen und Hadlungen.
Reagierend.

Ich errinnere mich, eimal die Vermutung gehabt zu haben, dass Rhada selber auch nur ein Gedanke ist. Aber an diese Idee komm ich gerade nicht ran. Sorry, ich tappe im Dunkeln.

Allerdings spüre ich, dass ich ganz schön an der Figur Rhada festhalte. Die Perönlichkeit, die ich hab, das Bild, was ich abgebe ist immer noch das, womit ich mich identifiziere.

Mehr kann ich gerade nicht schreiben. Ich werde aber weiter darauf rum kauen ;-)

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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby GRACE » Tue Jul 10, 2012 9:13 pm

Märchenfigur würde ich sie allerdings nicht nennen, eher eine Ansammlung von Angewohnheiten bzl. Gedanken, Gefühlen und Hadlungen.
Reagierend.
Stimmt, da sind Angewohnheiten, Gedanken, Gefühle, Handlungen etc...
Aber gibt es eine Person dahinter?
Was hast du dafür getan, Radha zu werden?
Erschaffst du die Gedanken und Gefühle?
Wer oder was hat dich die ganze Nacht geatmet, während du schliefst?
Wo in der ganzen Sache ist das Ich?
Ich errinnere mich, eimal die Vermutung gehabt zu haben, dass Rhada selber auch nur ein Gedanke ist. Aber an diese Idee komm ich gerade nicht ran. Sorry, ich tappe im Dunkeln.
Auch wenn ich mich wiederhole: VERMUTUNGEN bringen uns hier nicht weiter. :)
Allerdings spüre ich, dass ich ganz schön an der Figur Rhada festhalte. Die Perönlichkeit, die ich hab, das Bild, was ich abgebe ist immer noch das, womit ich mich identifiziere.
Ja, aus alter Tradition halten wir an dem fest, was wir für unsere Persönlichkeit halten. Wir haben Angst, etwas zu verlieren. Aber man kann nichs verlieren, was ohnehin nicht existiert.

Du hast ja schon gesehen, dass Gedanken einfach auftauchen, auch ohne dein Zutun. Ohne, dass du sie MACHST. Und dann taucht ein weiterer Gedanke auf und noch einer... eine ganze Kette von Gedanken. Den lieben langen Tag lang erzählen wir uns Gedankengeschichten.
Beobachte nochmal den ganzen Mechanismus und sag mir dann, ob es nicht letztlich die Gedanken sind, welche die Illusion des Ichs ständig neu erschaffen, bzw. aufrechterhalten.

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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby radha » Tue Jul 10, 2012 11:07 pm

Aber gibt es eine Person dahinter?
Nein, dahinter gibt es keine Person
Was hast du dafür getan, Radha zu werden?
Nichts
Erschaffst du die Gedanken und Gefühle?
Nein
Wer oder was hat dich die ganze Nacht geatmet, während du schliefst?
Keine Ahnung
Wo in der ganzen Sache ist das Ich?
ICH WEISS ES NICHT
Die Perönlichkeit, die ich hab, das Bild, was ich abgebe ist immer noch das, womit ich mich identifiziere.
Wir haben Angst, etwas zu verlieren. Aber man kann nichs verlieren, was ohnehin nicht existiert.
Ja, ist vollkommen klar, aber ich kann es nicht fühlen.
Die Angst loszulassen, ist da, auch wenn sie völlig unbegründet ist.
Und ausserdem auch Frustration und Ärger. Der Gedanke: wir kommen nicht weiter. Das Gefühl der Überwindung, es macht mir gerade keinen Spass mehr, zu schreiben.

...eine ganze Kette von Gedanken. Den lieben langen Tag lang erzählen wir uns Gedankengeschichten.
Beobachte nochmal den ganzen Mechanismus und sag mir dann, ob es nicht letztlich die Gedanken sind, welche die Illusion des Ichs ständig neu erschaffen, bzw. aufrechterhalten.
Ja, das Fühlen wird zu: Ich fühle. Und der Gedanke zu: meinem Gedanken. Daraus resultieren dann Handlungen, die: meine Handlungen sind. Über all das definiere ich mich dann.
Dadurch ist da die Ich- Idee. Somit: Ja, die Gedanken erschaffen das Ich immer wieder neu.

Und jetzt?

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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby GRACE » Wed Jul 11, 2012 2:59 pm

Und jetzt???
Ja, JETZT ist da offenbar Frustration, Ärger und kein Spaß mehr.
Das ist gerade dein Moment. Das ist ehrlich und das ist die WAHRHEIT. Da geht´s lang.
Und glaube mir: Ich weiß nur zu gut, wie sich das anfühlt, wenn man an den Punkt gerät, an dem man sich einfach nur noch fragt, was das Ganze eigentlich soll.
Man scheint sich im Kreis zu drehen, ist genervt von der blöden sich immer wiederholenden Fragerei seines Begleiters und möchte ihn am liebsten würgen und gegen ´s Schienbein treten, nicht wahr?

Jetzt fühl dich einfach mal umarmt und gib jetzt nicht auf, Radha!
Genau das ist nämlich der Punkt, an dem am ehesten ein Loslassen oder Erkennen geschehen kann.
Da man aber auch das nicht MACHEN kann, wollen wir das erstmal wieder vergessen. :-)

ABER:
Bleib dran! Auch und GERADE wenn es unangenehm ist!
Von mir aus schimpf und fluche wie ein Bürstenbinder! Versuch nicht, irgendwas zu vermeiden, nur weil es sich nicht nach "Paradies" anfühlt.
Es ist nichts verkehrt daran, genau das zu Fühlen, was eben da ist! Und wenn es Frust ist, dann ist es eben DAS! Das geht auch vorüber! :-)

Dieses, "es sollte sich doch besser, schöner, toller, liebevoller (oder was auch immer) anfühlen", führt uns immer weg von dem was gerade DA ist. Damit gehen wir immer in die Verleugnung dessen was IST!

Wenn du also wirklich unzweifelhaft SIEHST, dass das Ich nur in Gedanken erschaffen wird,
was kann es dann anderes sein, als eine Illusion?

?
?
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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby radha » Wed Jul 11, 2012 10:04 pm

Danke, dass ist lieb, dass du mich nicht abwürgst oder Druck machst.

Ja, ich bin mit dem Ärger und dem Nicht- Wissen und es ist ok, das auszudrücken.

Heute war ein sehr emotionaler Tag. Ich konnte den Schlüssel von der Praxis nicht mehr finden...
Es ist ein Generalschlüssel zu diversen Räumen etc... Es wäre unglaublich teuer geworden, und ich habe gar nicht soviel Geld!
Die Versicherung über nimmt nur, wenn er gestohlen worden wäre... Versicherungsbetrug machen war auch nicht der Plan etc......
Er ist dann wieder aufgetaucht! Halleluja!Große Freude und Dankbarkeit!!

Und ich konnte klar sehen, dass ich nicht die Gedanken und Gefühle mache. Konnte die Dynamik sehen, wie sie kommen, was dann für Handlungen geschehen.

Ich hab das alles wahrgenommen und auch, wenn ich mich identifiziert hab. Aber im Grunde bin ich da heute recht Gedankenferngesteuert gewesen...
Ganz klar: da war kein ich, das all diese Reaktionen gemacht hat.

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Re: die Angst, bewusst zu erfahren...

Postby GRACE » Thu Jul 12, 2012 6:17 pm

Schön, dass du dran bleibst, Radha! :-)

Da hast du ja gestern vom Leben eine Situation serviert bekommen, die dir gezeigt hat, wer das Steuer tatsächlich in der Hand hat! ;-)
Und ist es nicht im Grunde andauernd so? Das Leben ist der Boss aber wir spielen uns auf und meinen, wir haben das Ruder in der Hand.
Wir denken wir haben die Kontrolle über das, was geschieht.
Jetzt hast du ja wieder eindrucksvoll gesehen, dass du keine Kontrolle hattest. Hattest du sie jemals? Oder ist Kontrolle auch nur eine Illusion?

Der Schlüssel konnte nicht gefunden werden und das Ego hat gleich mal schön seine (Horror-) Geschichtenerzählmaschine angeworfen und schreit Alarm!!!
Dann wird der Schlüssel wiedergefunden und: großes "Hallelujah"! Alles wieder unter Kontrolle!
Alles unter Kontrolle? - Echt???!!!
:-)

Du hast klar gesehen, dass du die daraus entstehenden Gedanken und Gefühle nicht machen konntest und dass da kein Ich war, welches all dies gemacht hat. :-)

Kürzlich hast du mal gepostet, dass du manchmal "aus dem Moment fluppst" und das Ganze dann ohne dich weiterläuft, so als ob du ein Stück Film verpasst, während du telefonierst oder so. Das ist ein ganz brauchbarer Vergleich, finde ich! - Schau dir das nochmal genauer an: Ist es im Grunde nicht die ganze Zeit so, dass dein Lebensfilm permanant läuft? Ob es dir nun gerade bewusst bist oder nicht. Alles läuft sozusagen auch ohne "deine" Beteiligung! Abgefahren, oder?

Hast du was dazu getan, zu einer bestimmten Zeit zur Welt zu kommmen?
Hast DU dich im Bauch deiner Mutter zu einem Körper entwickelt oder ist das wie durch ein Wunder einfach so geschehen?
Was haben wir alle dazu getan, dass wir aussehen, wie wir aussehen?
Hatte einer von uns die Wahl als Mann oder als Frau zur Welt zu kommen?
Nicht wirklich, oder?
Aber wir denken, wir sind hier die "Macher".
Genau. Und Schweine können fliegen. ;-)

Spür mal hin, welcher der beiden Sätze sich für dich stimmiger anfühlt:

1. Radha lebt ihr Leben.

2. Radha - eine vom Leben gespielte Figur im Spiel des Lebens.


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