Hallo Sebastian,
Mit den Sinnen ist das Ich schon mal nicht zu erkennen.
Das hast du gut erkannt :-)
Es geht darum, im Gespräch mit anderen eine Person zu sein. Ich komme morgen 15:00 Uhr zu dir usw. Oder Gedanken über sich selbst: Ich weiß von mir, dass ich früh schwer aus dem Bett komme.
In den Gesprächen wird es nach dem Tor nicht anderst sein, sonst wäre die Kommunikation etwas schwierig und auch seltsam wenn dieses Wort "ich" nicht mehr benutzt wird. Ein Einhorn gibt es nicht und danach würdest du im Zimmer nicht suchen. Auch das Ich wo selbstständig handelt gibt es genauso wenig wie das Einhorn, aber es scheint so zu sein.
Dazu habe ich dir nun eine Aufgabe
Schreibe 10 Minuten lang, was du gerade erlebst und benutze dabei "ich" und "mein".
Beispiel: Ich höre das Klackern der Tastatur. Ich spüre den Druck unter meinen Fingern von den Tasten. Ich sehe, wie die Buchstaben auf dem Bildschirm erscheinen. Ich spüre einen leichten Rückenschmerz.
Spüre deinen Körper. Empfindest du so etwas wie Anspannung oder Entspannung?
Dann schreibe 10 Min. lang, was du gerade lebst ohne "ich" und mein".
Klackern der Tasten. Wechselnder Druck unter den Fingerkuppen. Buchstaben erscheinen auf dem Bildschirm. Schwenken des Baukranes. Leichtes Ziehen in der Lendenwirbelsäule,
Spüre wieder, was im Körper geschieht.
Vergleiche jetzt die beiden Möglichkeiten, die Erfahrung zu beschreiben. Ist eine wahrer als die andere? Wenn ja, welche?
Was ist ohne die Benennung vorhanden?
Beeinflussen Benennungen die Erfahrung oder beschreiben sie sie einfach?