Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Einige Situationen im Leben haben mich erkennen lassen, dass das Ich eine Illusion ist, die wir nähren, genährt wird durch unsere Gesellschaftsform etc....
Ich bin auf der Suche nach dem "letzten Schliff", dem nicht nur temporären Blick auf die Ich-Losigkeit.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Ich meditiere, mache Yoga, beschäftige mich mit Zen, spreche viel mit anderen über unsere begrenzte Wahrnehmung und die Augenblicke der Klarheit und dem Wissen, dass das Ich eine Illusion ist, dass das Getrenntsein eine Illusion.
Ich möchte diese Klarheit mehr erfassen, stetig erfassen, den "Schleier lüften"
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Einen entscheidenden Schritt in Richtung Ich-Losigkeit
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
10
Klarheit
Re: Klarheit
Hallo Sundance
herzlich Willkommen bei Liberation Unleashed. Ich werde dich ein Stück begleiten, wenn du magst.
Zu Beginn lass uns noch administratives klären:
Die Bekanntmachungen im oberen Teil des Forums hast Du gelesen und verstanden?
viewtopic.php?f=18&t=4232
Bitte bestätige dies kurz in Deinem nächsten Post.
Wie die Zitierfunktion funktioniert findest du unter:
viewtopic.php?f=18&t=4229
Dies erleichtert uns das Verständnis, worauf wir uns beziehen in unserem Dialog.
Wir arbeiten so:
Wenn du magst, kannst du jeden Tag schreiben, spätestens jedoch jeden 2ten wäre gut. Fokus und Kontinuität ist wichtig. Auch wenn es nur ein „ich bin noch da“ ist. Wenn einmal etwas für länger dazwischenkommt, schreibe mir kurz. Ich werde dir auch Bescheid geben.
Ich werde dir Fragen stellen, die du in der unmittelbaren Erfahrung untersuchst und dann beantwortest. Das Einzige, was zählt, ist deine unmittelbare Erfahrung. Damit meine ich all das, was du mit deinen Sinnen wahrnehmen kannst. Dein Verstand wird dir hier nicht helfen können. Bitte sei zu 100% ehrlich. Es gibt keine richtigen und falschen Antworten!
Für unsere Untersuchung hier lege bitte alle Videos, Audios und Bücher über das Thema und von allen anderen Lehrern beiseite. Es ist wichtig, dass Du ganz "frisch" an die Sache heran gehst. Vor allen Dingen Dich darauf einlässt, dass Du neue Erfahrungen als bisher machst und das es evtl. auch ganz anders sein kann. Am besten legst Du all Dein Wissen beiseite und Deine vergangenen Erfahrungen beiseite und schaust hier und jetzt ganz neu hin.
Ok, dann starten wir jetzt:
Beschreibe mir den Mechanismus, wie das ICH entsteht.
herzlich Willkommen bei Liberation Unleashed. Ich werde dich ein Stück begleiten, wenn du magst.
Zu Beginn lass uns noch administratives klären:
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viewtopic.php?f=18&t=4232
Bitte bestätige dies kurz in Deinem nächsten Post.
Wie die Zitierfunktion funktioniert findest du unter:
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Dies erleichtert uns das Verständnis, worauf wir uns beziehen in unserem Dialog.
Wir arbeiten so:
Wenn du magst, kannst du jeden Tag schreiben, spätestens jedoch jeden 2ten wäre gut. Fokus und Kontinuität ist wichtig. Auch wenn es nur ein „ich bin noch da“ ist. Wenn einmal etwas für länger dazwischenkommt, schreibe mir kurz. Ich werde dir auch Bescheid geben.
Ich werde dir Fragen stellen, die du in der unmittelbaren Erfahrung untersuchst und dann beantwortest. Das Einzige, was zählt, ist deine unmittelbare Erfahrung. Damit meine ich all das, was du mit deinen Sinnen wahrnehmen kannst. Dein Verstand wird dir hier nicht helfen können. Bitte sei zu 100% ehrlich. Es gibt keine richtigen und falschen Antworten!
Für unsere Untersuchung hier lege bitte alle Videos, Audios und Bücher über das Thema und von allen anderen Lehrern beiseite. Es ist wichtig, dass Du ganz "frisch" an die Sache heran gehst. Vor allen Dingen Dich darauf einlässt, dass Du neue Erfahrungen als bisher machst und das es evtl. auch ganz anders sein kann. Am besten legst Du all Dein Wissen beiseite und Deine vergangenen Erfahrungen beiseite und schaust hier und jetzt ganz neu hin.
Ok, dann starten wir jetzt:
.das Ich eine Illusion ist, die wir nähren, genährt wird durch unsere Gesellschaftsform etc...
Beschreibe mir den Mechanismus, wie das ICH entsteht.
Herzliche Grüße - Ichbin
Re: Klarheit
Hallo,
das Selbst entsteht durch die Entwicklung der Identität. Kinder bekommen irgendwann das Gefühl von Grenzen statt Einheit mit der Welt, nach der symbiotischen Phase (ich habe die Entwicklungsphasen nicht parat, aber ich denke es muss so im 2. Lj geschehen).
Die Gesellschaft etc. nähren - vor allem im Westen - das Bild vom Selbst. Das Individuum entwickelt sich schlechtestenfalls zum Menschen mit aufgeblasenem Ego, das sich als Mittelpunkt der Welt empfindet, um sich kreist und vom großen Ganzen abgeschnitten ist.
das Selbst entsteht durch die Entwicklung der Identität. Kinder bekommen irgendwann das Gefühl von Grenzen statt Einheit mit der Welt, nach der symbiotischen Phase (ich habe die Entwicklungsphasen nicht parat, aber ich denke es muss so im 2. Lj geschehen).
Die Gesellschaft etc. nähren - vor allem im Westen - das Bild vom Selbst. Das Individuum entwickelt sich schlechtestenfalls zum Menschen mit aufgeblasenem Ego, das sich als Mittelpunkt der Welt empfindet, um sich kreist und vom großen Ganzen abgeschnitten ist.
Re: Klarheit
Die Bekanntmachungen im oberen Teil des Forums hast Du gelesen und verstanden?
Ja :-)
Ja :-)
Re: Klarheit
Hallo Sundance,
schön, dass Du geantwortet hast. Dann können wir mit unserem Dialog jetzt richtig beginnen.
Vielleicht noch einmal etwas adminstratives. Du kannst diesen Thread hier "abonnieren". Dann erhältst Du immer eine Nachricht auf Deine angegebene Email-Adresse, sobald ich Dir geantwortet habe. Dazu gehst Du ganz ans untere Ende des Seite. Dort siehst Du einen Schraubenschlüssel mit einem Dropdown-Pfeil. Hier drauf drücken und dann siehst Du eine Liste. Du markierst den ersten Punkt "Thema abonnieren". Fertig :-)
So jetzt aber los.
Wie das ICH durch die Gesellschaft erschaffen wird. Hast Du sehr gut dargelegt.
Aber lass uns noch etwas genau schauen und den Mechanismus wie das ICH in Dir entsteht untersuchen.
Lege eine Frucht oder Obst vor dich auf den Tisch.
Nimm erst einmal mit den Sinnen "Kontakt" auf.
Wie fühlt sich die Frucht an? Wie riecht sie? Wie schmeck sie? Was ist zu hören wenn du in die Frucht beißt?
Und dann untersuchen wie den Sinneskanal des Sehens:
Was ist zu sehen? Was ist nicht zu sehen?
Was wird von den Gedanken ergänzt?
Kannst du feststellen wie der Gedankenablauf ist?
Sieh konkret wie Gedanken das Gesehene benennen:
Woher weißt Du den Namen der Farbe der Frucht?
Siehst Du tatsächlich die "Frucht" abgesehen von einer Farbe?
Hat das, was Du siehst einen Namen, wenn Du es siehst oder ist da nur Sehen von "etwas"?
Wo findet das Sehen statt? Außen oder innen? Wo ist die Grenze zwischen außen und innen?
Gibt es jemanden, der sieht und das Gesehene, oder ist da einfach Sehen?
Gibt es eine "Instanz", die ein wahrgenommenes Objekt wahrnimmt oder wird einfach wahrgenommen?
Bin gespannt auf Deinen Bericht.
schön, dass Du geantwortet hast. Dann können wir mit unserem Dialog jetzt richtig beginnen.
Vielleicht noch einmal etwas adminstratives. Du kannst diesen Thread hier "abonnieren". Dann erhältst Du immer eine Nachricht auf Deine angegebene Email-Adresse, sobald ich Dir geantwortet habe. Dazu gehst Du ganz ans untere Ende des Seite. Dort siehst Du einen Schraubenschlüssel mit einem Dropdown-Pfeil. Hier drauf drücken und dann siehst Du eine Liste. Du markierst den ersten Punkt "Thema abonnieren". Fertig :-)
So jetzt aber los.
Wie das ICH durch die Gesellschaft erschaffen wird. Hast Du sehr gut dargelegt.
Aber lass uns noch etwas genau schauen und den Mechanismus wie das ICH in Dir entsteht untersuchen.
Lege eine Frucht oder Obst vor dich auf den Tisch.
Nimm erst einmal mit den Sinnen "Kontakt" auf.
Wie fühlt sich die Frucht an? Wie riecht sie? Wie schmeck sie? Was ist zu hören wenn du in die Frucht beißt?
Und dann untersuchen wie den Sinneskanal des Sehens:
Was ist zu sehen? Was ist nicht zu sehen?
Was wird von den Gedanken ergänzt?
Kannst du feststellen wie der Gedankenablauf ist?
Sieh konkret wie Gedanken das Gesehene benennen:
Woher weißt Du den Namen der Farbe der Frucht?
Siehst Du tatsächlich die "Frucht" abgesehen von einer Farbe?
Hat das, was Du siehst einen Namen, wenn Du es siehst oder ist da nur Sehen von "etwas"?
Wo findet das Sehen statt? Außen oder innen? Wo ist die Grenze zwischen außen und innen?
Gibt es jemanden, der sieht und das Gesehene, oder ist da einfach Sehen?
Gibt es eine "Instanz", die ein wahrgenommenes Objekt wahrnimmt oder wird einfach wahrgenommen?
Bin gespannt auf Deinen Bericht.
Herzliche Grüße - Ichbin
Re: Klarheit
Liebe Ichbin01
das sind diesmal viele Fragen und ich versuche sie mit meiner Mango neben mir zu beantworten ;-)
Erstmal: Die Mango lebt und ich betrachte sie in der Regel nur so oberflächlich, dass dies nicht auffällt. Erst wenn ich mich mit ihr befasse, bekommt sie ein anderes "Gesicht" und nicht nur die Äußerlichkeiten sind sichtbar.
Wenn ich sie essen (würde) könnte ich Geschmack, Farbe etc. nach den mir gängigen Worten betiteln. Dass, was mir sozusagen zur Verfügung steht. Aber: Es gibt etwas anderes, das was nicht sichtbar, offenbar ist. Als erstes riecht die Mango "süß", "Fruchtig", sie ist glatt und kühl. Was nicht zu sehen ist? Das Innere, der Kern, der Wachstumsprozess, die Herkunft.
Ich sehe und fühle das alles, weil ich gelernt habe, wie man dies beschreibt, betitelt...Ich sehe etwas, aber ich kenne den Name, deshalb können wir beide relativ einfach darüber kommunizieren und haben wohlmöglich eine ähnliche Vorstellung wenn wir von "Mango" schreiben. Das Sehen findet in diesem Fall außen statt- wobei, wenn ich die Mango näher zu mir hole wird ein Wesen gewahr, dass es keine tote Materie ist, sondern eine lebendige Frucht.
"Gibt es jemanden, der sieht und das Gesehene, oder ist da einfach Sehen?" - Naja, das ICH, ich sehe. So kommt es mir vor.
Gibt es eine "Instanz", die ein wahrgenommenes Objekt wahrnimmt oder wird einfach wahrgenommen?" - Diese Frage würde ich zum jetzigen Zeitpunkt auch so beantworten...
Grüße und Dank
Sundance
das sind diesmal viele Fragen und ich versuche sie mit meiner Mango neben mir zu beantworten ;-)
Erstmal: Die Mango lebt und ich betrachte sie in der Regel nur so oberflächlich, dass dies nicht auffällt. Erst wenn ich mich mit ihr befasse, bekommt sie ein anderes "Gesicht" und nicht nur die Äußerlichkeiten sind sichtbar.
Wenn ich sie essen (würde) könnte ich Geschmack, Farbe etc. nach den mir gängigen Worten betiteln. Dass, was mir sozusagen zur Verfügung steht. Aber: Es gibt etwas anderes, das was nicht sichtbar, offenbar ist. Als erstes riecht die Mango "süß", "Fruchtig", sie ist glatt und kühl. Was nicht zu sehen ist? Das Innere, der Kern, der Wachstumsprozess, die Herkunft.
Ich sehe und fühle das alles, weil ich gelernt habe, wie man dies beschreibt, betitelt...Ich sehe etwas, aber ich kenne den Name, deshalb können wir beide relativ einfach darüber kommunizieren und haben wohlmöglich eine ähnliche Vorstellung wenn wir von "Mango" schreiben. Das Sehen findet in diesem Fall außen statt- wobei, wenn ich die Mango näher zu mir hole wird ein Wesen gewahr, dass es keine tote Materie ist, sondern eine lebendige Frucht.
"Gibt es jemanden, der sieht und das Gesehene, oder ist da einfach Sehen?" - Naja, das ICH, ich sehe. So kommt es mir vor.
Gibt es eine "Instanz", die ein wahrgenommenes Objekt wahrnimmt oder wird einfach wahrgenommen?" - Diese Frage würde ich zum jetzigen Zeitpunkt auch so beantworten...
Grüße und Dank
Sundance
Re: Klarheit
Hallo Sundance,
vielen Dank für Deinen Bericht.
Du schreibst als Betreff "Klarheit". Und darum geht es in diesem Prozess. Deswegen ist es wichtig, dass du nichts "interpretierst" sondern Dich ausschließlich dahin ausrichtest und nur davon berichtest, was Du direkt erfährst.
Beispiel:
Und so weiter..
Bitte gehe Deinen letzten Post noch einmal durch und schreibe hinter jedem Satz:
Was ist direkte Erfahrung mit Deinen Sinnen (S).
Was ist Gedacht/Interpretiert/hinzugefügt (G).
Bin gespannt.
vielen Dank für Deinen Bericht.
Du schreibst als Betreff "Klarheit". Und darum geht es in diesem Prozess. Deswegen ist es wichtig, dass du nichts "interpretierst" sondern Dich ausschließlich dahin ausrichtest und nur davon berichtest, was Du direkt erfährst.
Beispiel:
Woher weisst Du das? Kannst Du das direkt erfahren, hier und jetzt?Die Mango lebt
Was für ein Gesicht? Und kannst Du in die Mango reinsehen? Also siehst Du tatsächlichen den Kern mit Deinen Augen?bekommt sie ein anderes "Gesicht" und nicht nur die Äußerlichkeiten sind sichtbar.
Und so weiter..
Bitte gehe Deinen letzten Post noch einmal durch und schreibe hinter jedem Satz:
Was ist direkte Erfahrung mit Deinen Sinnen (S).
Was ist Gedacht/Interpretiert/hinzugefügt (G).
Bin gespannt.
Herzliche Grüße - Ichbin
Re: Klarheit
Guten Abend nocheinmal,
es wird etwas schwierig: Also, die Mango lebt, das fühle ich, das erfahre und weiß ich. Ich kann es nicht auseinanderhalten. Für mich ist es klar, für die "Masse" vielleicht verrückt. Ich kann es nicht begründen...im Moment.
Ich bin mir gerade etwas unsicher: Ich empfinde es so, als könnte ich in die Mango hineinschauen, ihren Kern sehen. Vielleicht aber denke ich das nur, weil ich weiß, dass es einen Kern gibt?! Uff.
Erstmal: Die Mango lebt und ich betrachte sie in der Regel nur so oberflächlich, dass dies nicht auffällt (S). Erst wenn ich mich mit ihr befasse, bekommt sie ein anderes "Gesicht" und nicht nur die Äußerlichkeiten sind sichtbar (S).
Wenn ich sie essen (würde) könnte ich Geschmack, Farbe etc. nach den mir gängigen Worten betiteln (G). Dass, was mir sozusagen zur Verfügung steht. Aber: Es gibt etwas anderes, das was nicht sichtbar, offenbar ist (S/G). Als erstes riecht die Mango "süß", "Fruchtig", sie ist glatt und kühl (S). Was nicht zu sehen ist? Das Innere, der Kern, der Wachstumsprozess, die Herkunft (G).
Ich sehe und fühle das alles, weil ich gelernt habe, wie man dies beschreibt, betitelt...(G)Ich sehe etwas, aber ich kenne den Name, deshalb können wir beide relativ einfach darüber kommunizieren und haben wohlmöglich eine ähnliche Vorstellung wenn wir von "Mango" schreiben (G). Das Sehen findet in diesem Fall außen statt- wobei, wenn ich die Mango näher zu mir hole wird ein Wesen gewahr, dass es keine tote Materie ist, sondern eine lebendige Frucht S/G).
"Gibt es jemanden, der sieht und das Gesehene, oder ist da einfach Sehen?" - Naja, das ICH, ich sehe. So kommt es mir vor (G).
Gibt es eine "Instanz", die ein wahrgenommenes Objekt wahrnimmt oder wird einfach wahrgenommen?" - Diese Frage würde ich zum jetzigen Zeitpunkt auch so beantworten (G)...
Viele Grüße
Sundance
es wird etwas schwierig: Also, die Mango lebt, das fühle ich, das erfahre und weiß ich. Ich kann es nicht auseinanderhalten. Für mich ist es klar, für die "Masse" vielleicht verrückt. Ich kann es nicht begründen...im Moment.
Ich bin mir gerade etwas unsicher: Ich empfinde es so, als könnte ich in die Mango hineinschauen, ihren Kern sehen. Vielleicht aber denke ich das nur, weil ich weiß, dass es einen Kern gibt?! Uff.
Erstmal: Die Mango lebt und ich betrachte sie in der Regel nur so oberflächlich, dass dies nicht auffällt (S). Erst wenn ich mich mit ihr befasse, bekommt sie ein anderes "Gesicht" und nicht nur die Äußerlichkeiten sind sichtbar (S).
Wenn ich sie essen (würde) könnte ich Geschmack, Farbe etc. nach den mir gängigen Worten betiteln (G). Dass, was mir sozusagen zur Verfügung steht. Aber: Es gibt etwas anderes, das was nicht sichtbar, offenbar ist (S/G). Als erstes riecht die Mango "süß", "Fruchtig", sie ist glatt und kühl (S). Was nicht zu sehen ist? Das Innere, der Kern, der Wachstumsprozess, die Herkunft (G).
Ich sehe und fühle das alles, weil ich gelernt habe, wie man dies beschreibt, betitelt...(G)Ich sehe etwas, aber ich kenne den Name, deshalb können wir beide relativ einfach darüber kommunizieren und haben wohlmöglich eine ähnliche Vorstellung wenn wir von "Mango" schreiben (G). Das Sehen findet in diesem Fall außen statt- wobei, wenn ich die Mango näher zu mir hole wird ein Wesen gewahr, dass es keine tote Materie ist, sondern eine lebendige Frucht S/G).
"Gibt es jemanden, der sieht und das Gesehene, oder ist da einfach Sehen?" - Naja, das ICH, ich sehe. So kommt es mir vor (G).
Gibt es eine "Instanz", die ein wahrgenommenes Objekt wahrnimmt oder wird einfach wahrgenommen?" - Diese Frage würde ich zum jetzigen Zeitpunkt auch so beantworten (G)...
Viele Grüße
Sundance
Re: Klarheit
Hallo Sundance,
vielen Dank für Deinen Bericht.
Sinneserfahrung ist alles, was Du mit Deinen Sinnen wahrnimmst: also Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken.
Alles andere sind Gedanken, Vorstellungen, Ideen, Bereich der Phantasie und wird der direkten Erfahrung hinzugefügt.
Deswegen geht es darum erst einmal genau und klar zu erkennen, was Sinneswahrnehmung und was Phantasie bzw. hinzugefügte Idee/Gedanke ist.
Dazu mache bitte folgende Übung, um zu schauen wie der "Mechnismus" ist.
Schau dich einmal langsam im Zimmer um, von einer Seite zur anderen.
Was siehst, hörst, riechst Du - ganz konkret, hier und jetzt?
Und dann beobachte, wie die Gedanken/Ideen/Phantasien/Geschichten/Erlerntes/Glaube etc pp. ununterbrochen kommentieren und benennen was du machst, was Du siehst etc.
Ich bin gespannt was du entdeckst.
vielen Dank für Deinen Bericht.
Sinneserfahrung ist alles, was Du mit Deinen Sinnen wahrnimmst: also Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken.
Alles andere sind Gedanken, Vorstellungen, Ideen, Bereich der Phantasie und wird der direkten Erfahrung hinzugefügt.
Deswegen geht es darum erst einmal genau und klar zu erkennen, was Sinneswahrnehmung und was Phantasie bzw. hinzugefügte Idee/Gedanke ist.
Dazu mache bitte folgende Übung, um zu schauen wie der "Mechnismus" ist.
Schau dich einmal langsam im Zimmer um, von einer Seite zur anderen.
Was siehst, hörst, riechst Du - ganz konkret, hier und jetzt?
Und dann beobachte, wie die Gedanken/Ideen/Phantasien/Geschichten/Erlerntes/Glaube etc pp. ununterbrochen kommentieren und benennen was du machst, was Du siehst etc.
Ich bin gespannt was du entdeckst.
Herzliche Grüße - Ichbin
Re: Klarheit
Hallo Ichbin01
ich denke, ich habe den Sinn der Übung verstanden. Es geht darum, zu beobachten, nicht zu bewerten und etwas hinzuzufügen, sondern um das Anschauen von dem, was IST, eine nüchterne, klare Betrachtung. Liege ich richtig?
Viele Grüße
Sundance
ich denke, ich habe den Sinn der Übung verstanden. Es geht darum, zu beobachten, nicht zu bewerten und etwas hinzuzufügen, sondern um das Anschauen von dem, was IST, eine nüchterne, klare Betrachtung. Liege ich richtig?
Viele Grüße
Sundance
Re: Klarheit
Hallo Sundance,
ja genau ;-)
Bitte mach dennoch die Übung und beschreibe mir, was Du erfährst.
Es ist gut immer wieder wirklich praktisch im hier und jetzt hinzuschauen.
Bin gespannt.
ja genau ;-)
Bitte mach dennoch die Übung und beschreibe mir, was Du erfährst.
Es ist gut immer wieder wirklich praktisch im hier und jetzt hinzuschauen.
Bin gespannt.
Herzliche Grüße - Ichbin
Re: Klarheit
Hallo Ichbin,
wenn ich mich umschaue und die Gegenstände betrachte, sehe ich sie - heute - nicht ohne die Begleitung meiner Stimme. Es fängt gleich etwas an weiterzuspinnen..statt: da hängt ein Vorhang und der ist dunkel, kommen Bilder und Erinnerungen an den Kauf, die Gedanken bilden eine lange Kette. Nur Wahrnehmen ohne die Stimme ist eine Herausforderung.
Und eine Frage tut sich auf: die Welt ohne eine lebhafte und bunte Fantasie, ohne Assoziationen, das wäre fad. Harmoniert das Bunte mit der Klarheit?
Viele Grüsse
Sundance
wenn ich mich umschaue und die Gegenstände betrachte, sehe ich sie - heute - nicht ohne die Begleitung meiner Stimme. Es fängt gleich etwas an weiterzuspinnen..statt: da hängt ein Vorhang und der ist dunkel, kommen Bilder und Erinnerungen an den Kauf, die Gedanken bilden eine lange Kette. Nur Wahrnehmen ohne die Stimme ist eine Herausforderung.
Und eine Frage tut sich auf: die Welt ohne eine lebhafte und bunte Fantasie, ohne Assoziationen, das wäre fad. Harmoniert das Bunte mit der Klarheit?
Viele Grüsse
Sundance
Re: Klarheit
Hallo Sundance,
Wie gesagt: gedankliche Vorstellungen verschleiern Direkte Erfahrung. So wie eine "durchsichtige" Gardine vor dem Fenster den Blick nach draußen verschleiern.
Bitte schau durch ein Fenster und stell Dir vor, da wäre eine "durchsichtige" Gardine davor.
Sieh hindurch. Dann fokussiere Dich auf die Gardine. Wieviel bekommst Du jetzt noch von draußen mit. Wenn draußen etwas zu sehen ist, was Störgefühle oder Überreizung hervorruft, wäre es dann nicht eine Ausweichmöglichkeit oder Erleichterung, sich auf die Gardine zu fokussieren. Oder wenn Dir langweilig mit dem Blick nach draußen wäre, wäre es dann nicht spannender, einen Film auf die Gardine zu projizieren und diesen zu schauen. Was würde das bezüglich adäquater Reaktion auf das Geschehen hinter der Gardine bedeuten? Und muss es dafür ein Ich geben, dass entscheidet, ob es durch die Gardine oder auf die Gardine schaut, oder könnte dies genau so autonom laufen, wie das Zurückzucken einer Hand, die eine heisse Herdplatte berührt hat und damit auch eine autonome Ausweichbewegung zu einer unangenehmen Erfahrung darstellt.
Geht Dir auf, wie wichtig die Unterscheidung zwischen direkter Erfahrung und Vorstellung und das Erkennen von Einbildung für den Lebensfluss ist?
Ganz genau. Erst kommt die Erfahrung und dann die Etikettierung derselben. Dadurch ist die Erfahrung nicht mehr direkt/pur. Es ist wie ein Schleier.wenn ich mich umschaue und die Gegenstände betrachte, sehe ich sie - heute - nicht ohne die Begleitung meiner Stimme. Es fängt gleich etwas an weiterzuspinnen..statt: da hängt ein Vorhang und der ist dunkel, kommen Bilder und Erinnerungen an den Kauf, die Gedanken bilden eine lange Kette. Nur Wahrnehmen ohne die Stimme ist eine Herausforderung.
Ist das wirklich so? Oder nur eine Vorstellung?Und eine Frage tut sich auf: die Welt ohne eine lebhafte und bunte Fantasie, ohne Assoziationen, das wäre fad. Harmoniert das Bunte mit der Klarheit?
Wie gesagt: gedankliche Vorstellungen verschleiern Direkte Erfahrung. So wie eine "durchsichtige" Gardine vor dem Fenster den Blick nach draußen verschleiern.
Bitte schau durch ein Fenster und stell Dir vor, da wäre eine "durchsichtige" Gardine davor.
Sieh hindurch. Dann fokussiere Dich auf die Gardine. Wieviel bekommst Du jetzt noch von draußen mit. Wenn draußen etwas zu sehen ist, was Störgefühle oder Überreizung hervorruft, wäre es dann nicht eine Ausweichmöglichkeit oder Erleichterung, sich auf die Gardine zu fokussieren. Oder wenn Dir langweilig mit dem Blick nach draußen wäre, wäre es dann nicht spannender, einen Film auf die Gardine zu projizieren und diesen zu schauen. Was würde das bezüglich adäquater Reaktion auf das Geschehen hinter der Gardine bedeuten? Und muss es dafür ein Ich geben, dass entscheidet, ob es durch die Gardine oder auf die Gardine schaut, oder könnte dies genau so autonom laufen, wie das Zurückzucken einer Hand, die eine heisse Herdplatte berührt hat und damit auch eine autonome Ausweichbewegung zu einer unangenehmen Erfahrung darstellt.
Geht Dir auf, wie wichtig die Unterscheidung zwischen direkter Erfahrung und Vorstellung und das Erkennen von Einbildung für den Lebensfluss ist?
Herzliche Grüße - Ichbin
Re: Klarheit
Hallo Ichbin,
mir ist aufgefallen, dass ich mich noch gar nicht bedankt habe für deine Bereitschaft, mich hier zu begleiten. Aber nun: Ein ganz großes und herzliches Dankeschön an dich.
Und ich hoffe, die Kleinschreibung meiner Anreden stören dich nicht...
Nun noch was Adminitratives: Ich sehe im Voraus nicht, wenn ich etwas zitiere...hoffe es klappt.
1. Versuch:
Wahrscheinlich ist Langeweile nur möglich, wenn hinter der Gardine nichts entdeckt wird, der Nebel sozusagen so stark ist, dass die Sicht versperrt ist. Eine adäquate Reaktion ist ein Interesse an dem Leben hinter der Gardine, oder?!
Zu einer kontinuierlichen, autonomen Entscheidung/ Bewegung kann es kommen, wenn das Ich nicht mehr der Dirigent ist. Aber: Wie komme ich dahin, zum wahren Blick auf "Des Kaisers neue Kleider" - das Märchen passt hier gut?
Ich habe den Eindruck, dass ich Klarheit, Einheit temporär erfahre, beim Yoga, Meditieren, manchmal auch als kurzes Geschenk von "oben", aber es bleibt (noch) nicht.
Beste Grüße
Sundance
mir ist aufgefallen, dass ich mich noch gar nicht bedankt habe für deine Bereitschaft, mich hier zu begleiten. Aber nun: Ein ganz großes und herzliches Dankeschön an dich.
Und ich hoffe, die Kleinschreibung meiner Anreden stören dich nicht...
Nun noch was Adminitratives: Ich sehe im Voraus nicht, wenn ich etwas zitiere...hoffe es klappt.
1. Versuch:
Es ist also so wie Stereotypisierung? Ich sehe als Kind eine Frau mit grünen Haaren, die Tante sagt "Ein Punk" und nun sind alle grünhaarigen Frauen nur noch Punks, anstatt: Frau, große Augen, helle Haut etc.?Ganz genau. Erst kommt die Erfahrung und dann die Etikettierung derselben. Dadurch ist die Erfahrung nicht mehr direkt/pur. Es ist wie ein Schleier.
Ja, toller Schutzmechanismus. Aber der Preis ist die Blindheit bzw. Schleier vor den Augen und ein Leben auf der Bremse bzw. im Nebel. Ist es das, was Leiden verursacht?Wenn draußen etwas zu sehen ist, was Störgefühle oder Überreizung hervorruft, wäre es dann nicht eine Ausweichmöglichkeit oder Erleichterung, sich auf die Gardine zu fokussieren
Oder wenn Dir langweilig mit dem Blick nach draußen wäre, wäre es dann nicht spannender, einen Film auf die Gardine zu projizieren und diesen zu schauen. Was würde das bezüglich adäquater Reaktion auf das Geschehen hinter der Gardine bedeuten?
Wahrscheinlich ist Langeweile nur möglich, wenn hinter der Gardine nichts entdeckt wird, der Nebel sozusagen so stark ist, dass die Sicht versperrt ist. Eine adäquate Reaktion ist ein Interesse an dem Leben hinter der Gardine, oder?!
Ich glaube, dass der Ursprungszustand bzw. das "Wahre" sowieso das Dahinterschauen ist und ein generelles Interesse am Blick "Dahinter" - wobei Kinder ja sehr fantasievoll sind und ich bin mir gerade nicht ganz sicher, ob sie klar sehen und es verlernen (weg vom Ursprung) oder ob sie in ihrer eigenen Welt mit Zauber und vielen bunten Schleiern leben...Und muss es dafür ein Ich geben, dass entscheidet, ob es durch die Gardine oder auf die Gardine schaut, oder könnte dies genau so autonom laufen, wie das Zurückzucken einer Hand, die eine heisse Herdplatte berührt hat und damit auch eine autonome Ausweichbewegung zu einer unangenehmen Erfahrung darstellt.
Zu einer kontinuierlichen, autonomen Entscheidung/ Bewegung kann es kommen, wenn das Ich nicht mehr der Dirigent ist. Aber: Wie komme ich dahin, zum wahren Blick auf "Des Kaisers neue Kleider" - das Märchen passt hier gut?
Ich habe den Eindruck, dass ich Klarheit, Einheit temporär erfahre, beim Yoga, Meditieren, manchmal auch als kurzes Geschenk von "oben", aber es bleibt (noch) nicht.
Beste Grüße
Sundance
Re: Klarheit
Hallo Sundance,
vielen Dank. Ja für mich ist es auch schön, dass ich Dich begleiten darf.
Und das zitieren klappt ja auch wunderbar :-)
Mach einmal folgende Übung:
Kannst Du gerade irgend eine schmerzhafte Stelle/Region in deinem Körper wahrnehmen? Wenn nicht, dann zwick Dich einmal feste z.B. in den Arm.
Bleib mit der Aufmerksamkeit nur beim Spüren der Körperempfindung. Was sprüst Du - ganz konkret? Kannst Du sehen, ob Gedanken dieses "Geschehen" beschreiben? Eine Geschichte darum spinnen? Und bewerten und beurteilen? Was wäre die Körperempfindung ohne die beurteilenden Gedanken? Gibt es dann noch Leid?
vielen Dank. Ja für mich ist es auch schön, dass ich Dich begleiten darf.
Und das zitieren klappt ja auch wunderbar :-)
Ganu genau. Das ist ein anerlernter, automatischer, fast unbewusster Mechanismus.Es ist also so wie Stereotypisierung? Ich sehe als Kind eine Frau mit grünen Haaren, die Tante sagt "Ein Punk" und nun sind alle grünhaarigen Frauen nur noch Punks, anstatt: Frau, große Augen, helle Haut etc.?
Nein, Leid gibt es nur, weil etwas beurteilt wird, als schlecht, unangenehm, als nicht gut. Leid entsteht durch Widerstand gegen das, was gerade ist.Ist es das, was Leiden verursacht?
Mach einmal folgende Übung:
Kannst Du gerade irgend eine schmerzhafte Stelle/Region in deinem Körper wahrnehmen? Wenn nicht, dann zwick Dich einmal feste z.B. in den Arm.
Bleib mit der Aufmerksamkeit nur beim Spüren der Körperempfindung. Was sprüst Du - ganz konkret? Kannst Du sehen, ob Gedanken dieses "Geschehen" beschreiben? Eine Geschichte darum spinnen? Und bewerten und beurteilen? Was wäre die Körperempfindung ohne die beurteilenden Gedanken? Gibt es dann noch Leid?
Genau. Aber die Frage ist: was ist wenn es die Gardine gar nicht gibt? Wie ist dann Deine Erfahrung mit den 5 Sinnen?Wahrscheinlich ist Langeweile nur möglich, wenn hinter der Gardine nichts entdeckt wird, der Nebel sozusagen so stark ist, dass die Sicht versperrt ist. Eine adäquate Reaktion ist ein Interesse an dem Leben hinter der Gardine, oder?!
Schau, das sind alles Gedankenkonstrukte, Überlgegungen, Konzepte. Lass uns lieber schauen, was hier und jetzt in der direkten Erfahrung "wahr" ist ;-)Ich glaube, dass der Ursprungszustand bzw. das "Wahre" sowieso das Dahinterschauen ist und ein generelles Interesse am Blick "Dahinter" - wobei Kinder ja sehr fantasievoll sind und ich bin mir gerade nicht ganz sicher, ob sie klar sehen und es verlernen (weg vom Ursprung) oder ob sie in ihrer eigenen Welt mit Zauber und vielen bunten Schleiern leben...
Indem Du in der direkten Erfahrung schaust, was hier und jetzt tatsächlich da ist und nicht, was die Gedanken, Geschichten, Ideen und Konzepte Dir sagen und was von Erwartungen durchdrängt ist. Schau hin was hier IST. Was Du hier mit Deinen 5 Sinnen erfährst.Wie komme ich dahin, zum wahren Blick auf "Des Kaisers neue Kleider"
Herzliche Grüße - Ichbin
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