Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Joram » Fri Feb 03, 2017 7:30 am

Zu der Angst: Eigentlich war es schon immer so. Nichts hat sich verändert. Nur die Sichtweise… ;-)
Die Sichtweise haut aber alles über den Haufen und ICH bin mir nicht sicher, ob sie wahr ist. Hier ist Unsicherheit.
Aber ich bin jetzt sehr neugierig geworden.
:-)

Untersuche. Glaube niemand. Untersuche :-)

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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Limes » Sat Feb 04, 2017 8:14 am

Es ist ein Erfahren da das hier und da mit einem "Klebchen" ICH versehen wird. Vorher war ein ICH da, was Erfahrung erfährt.


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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Limes » Sat Feb 04, 2017 8:26 am

Sehen geschieht durch Augen die interpretiert werden. Augenlider klappern nicht, sondern es wird kurz dunkel und dann kommt, ... das sind Augenlider... obwohl es eigentlich keiner Erklärung dafür bedarf. Grins


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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Joram » Sat Feb 04, 2017 9:33 am

Es ist ein Erfahren da das hier und da mit einem "Klebchen" ICH versehen wird. Vorher war ein ICH da, was Erfahrung erfährt.
Beschreibe so ein Erleben aus eigener Erfahrung. :-)

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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Limes » Sat Feb 04, 2017 10:04 am

Beschreibe so ein Erleben aus eigener Erfahrung.
Welches Erleben soll ich beschreiben?

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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Joram » Sat Feb 04, 2017 10:23 am

Das was gerade da ist und wie es wahrgenommen wird. Lass dich auf das Erleben voll ein…

Jorams erleben: Der Geist ist konzentriert, die Finger tippen. Der Raum ist still. nur der Drucker rattert.
-Ist jemand da? - Stille. Nur der Raum wird wahrgenommen. Die Gedanken sind still :-)
-Es wird wahrgenommen. Von Wem? - keine Antwort zu finden... Nur Wahrnehmung.

Gedanke: "Ob der Text verstanden wird?"


Du bist dran :-)

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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Limes » Sun Feb 05, 2017 10:12 am

Limes erleben: nachdenken was geschrieben werden soll
- hören von Musik
- Gedanken über das Hören tauchen auf.
- etwas finden wollen kommt hoch
- Anschein das jemand sich etwas fragt
- niemand da! Niemand?
- suchen geschieht, rückversichern ob Niemand zu finden ist.
- wachsames lauschen
- reicht das jetzt schon?
- wer ist so beschäftigt?
- schmunzeln, Ruhe
- niemand
- ob das so bleibt?
- amüsierte über die Gedankenfrage
- ist da jemand der sie fragt?
- lauschen
- wird das jetzt zu poetisch?
- lacht




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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Joram » Sun Feb 05, 2017 11:05 am

Und wenn etwas „durch die Lappen geht“ – hast du dann versagt?
Ja, spontan geantwortet, ist ein "durch die Lappen gehen" ein scheitern beim Versuch zu erwachen und das wäre nicht das 1. Scheitern.
Und? Hat sich da was verändert?

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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Limes » Sun Feb 05, 2017 11:09 am

Ja, scheitern bedarf eines jemanden dem das widerfährt. Da ist aber keiner.


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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Limes » Sun Feb 05, 2017 11:19 am

Das ist nicht ganz korrekt. Scheitern ist möglicherweise da, nur niemand der es tut.


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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Joram » Sun Feb 05, 2017 11:37 am

Scheitern ist möglicherweise da, nur niemand der es tut.
Was macht „Scheitern“ aus?
Was muss da sein, damit „Scheitern“ möglich ist?
Was von dem was da sein muss, ist „direkte Erfahrung“ und was nicht?

Analysiere es. Bitte etwas ausführlicher, Einzeiler ist zu wenig... ;-)

Lass dir Zeit.

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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Limes » Mon Feb 06, 2017 7:18 am

Was macht „Scheitern“ aus?
Was muss da sein, damit „Scheitern“ möglich ist?
Scheitern ist an eine Aufgabe geknüpft die nicht gelöst wird oder werden kann. Scheitern ist ein Gefühl. Geht man dem Gefühl nach und versucht es zu analysieren so scheint Scheitern und ich miteinander verknüpft zu sein. Ich kann scheitern, oder ich scheitere ist eigentlich das, was als Gefühl da ist. Scheitern alleine, ohne ICH, interessiert nur am Rande. Leidvoll wird scheitern, wenn es MIR passiert. Je größer die Aufgabe scheint, je wünschenswerter der Gewinn, um so intensiver ist das Leidvolle, wenn scheitern MIR geschieht.
Was von dem was da sein muss, ist „direkte Erfahrung“ und was nicht?
Was ist davon in der direkten Erfahrung vorhanden?
Die Aufgabe: Eine Aufgabe ist ein Gedanke und damit nur als Gedanke erfahrbar. Ein Gedanke taucht auf mit dem Inhalt, „das ist eine Aufgabe“
ICH: ich ist wiederum ein Gefühl, eine Konstruktion aus vielen Visitenkarten und kann nur als Gedanke/Gefühl erfahren werden. Das ICH über die Visitenkarten hinaus existiert, ist nicht direkt erfahrbar.
ICH habe eine Aufgabe ist somit nicht direkt erfahrbar und ein komplettes Gedankenkonstrukt.
Ist somit Scheitern möglich? Nicht in der direkten Erfahrung, da weder ICH noch eine Aufgabe überhaupt direkt erfahrbar ist und auf eine unabhängige Existenz hinweisen können.

Warum kann scheitern dann aber gefühlt werden?
Weil an ICH und seine Aufgabe, die nicht gelöst wird/werden kann geglaubt wird.

Nun kann es dazu kommen zu glauben, das ICH seine Aufgabe darin sieht, sich selbst zu hinterfragen und dass das Ende allen Leidens wäre. Somit wird diese Aufgabe auch zum wünschenswertesten was es zu erreichen gibt. Der Jackpot sozusagen.
Hierbei ist Scheitern vorprogrammiert und das damit erzeugt Leid extrem.
Das wiederum lässt ICH ggf. zurückschrecken vor dieser Aufgabe, weil es Angst hat zu leiden.
Das wird dann zu einem Gedankengewimmel aus dem ICH nicht entrinnen kann. Es fühlt sich wie in einem Spiegelkabinett und trifft überall auf Scheitern.

Wenn ICH jetzt fragt, ob irgendetwas davon direkt erfahrbar ist, wird es bereits an der Frage scheitern. Es wird sich gar nicht sehen können. Ich glaube besser kann die Hölle nicht beschrieben werden in die ICH sich befindet. Ich kann dieser Hölle nicht entrinnen und fühlt sich auch so.

Was ist davon nun direkt erfahrbar? Es kommt die Frage auf:
Wer ist überhaupt in der Lage eine Frage zu richten nach „...was direkt erfahrbar ist?...“ Wer stellt diese Frage?

Ich hoffe es war ausführlich genug.

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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Joram » Mon Feb 06, 2017 8:12 am

Hi :-)

Ja, das war ausführlich genug ;-)
Normalerweise ist es besser auf dem Punkt zu bleiben, dieses Mal war es aber genau so perfekt :-) Danke dir für die gute Antwort, die auch deine Fragen beantwortet…

Willst du versuchen deine eigenen Fragen selber zu beantworten, oder soll ich lieber die Fragen stellen?

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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Limes » Mon Feb 06, 2017 1:54 pm

Stell mir lieber die Frage, denn die,
Wer ist überhaupt in der Lage eine Frage zu richten nach „...was direkt erfahrbar ist?...“ Wer stellt diese Frage?


ist mir ehrlich gesagt nicht gleich logisch beantwortbar.

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Re: Wenn ich mich suche, entferne ich mich von mir.

Postby Joram » Mon Feb 06, 2017 2:51 pm

Wenn ICH jetzt fragt, ob irgendetwas davon direkt erfahrbar ist, wird es bereits an der Frage scheitern. Es wird sich gar nicht sehen können. Ich glaube besser kann die Hölle nicht beschrieben werden in die ICH sich befindet. Ich kann dieser Hölle nicht entrinnen und fühlt sich auch so.
Da ist aber keiner.
Ist eine Hölle ohne Höllenbewohner wirklich eine Hölle? ;-)
Was bedeutet es für "dich"?

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