Was macht „Scheitern“ aus?
Was muss da sein, damit „Scheitern“ möglich ist?
Scheitern ist an eine Aufgabe geknüpft die nicht gelöst wird oder werden kann. Scheitern ist ein Gefühl. Geht man dem Gefühl nach und versucht es zu analysieren so scheint Scheitern und ich miteinander verknüpft zu sein. Ich kann scheitern, oder ich scheitere ist eigentlich das, was als Gefühl da ist. Scheitern alleine, ohne ICH, interessiert nur am Rande. Leidvoll wird scheitern, wenn es MIR passiert. Je größer die Aufgabe scheint, je wünschenswerter der Gewinn, um so intensiver ist das Leidvolle, wenn scheitern MIR geschieht.
Was von dem was da sein muss, ist „direkte Erfahrung“ und was nicht?
Was ist davon in der direkten Erfahrung vorhanden?
Die Aufgabe: Eine Aufgabe ist ein Gedanke und damit nur als Gedanke erfahrbar. Ein Gedanke taucht auf mit dem Inhalt, „das ist eine Aufgabe“
ICH: ich ist wiederum ein Gefühl, eine Konstruktion aus vielen Visitenkarten und kann nur als Gedanke/Gefühl erfahren werden. Das ICH über die Visitenkarten hinaus existiert, ist nicht direkt erfahrbar.
ICH habe eine Aufgabe ist somit nicht direkt erfahrbar und ein komplettes Gedankenkonstrukt.
Ist somit Scheitern möglich? Nicht in der direkten Erfahrung, da weder ICH noch eine Aufgabe überhaupt direkt erfahrbar ist und auf eine unabhängige Existenz hinweisen können.
Warum kann scheitern dann aber gefühlt werden?
Weil an ICH und seine Aufgabe, die nicht gelöst wird/werden kann geglaubt wird.
Nun kann es dazu kommen zu glauben, das ICH seine Aufgabe darin sieht, sich selbst zu hinterfragen und dass das Ende allen Leidens wäre. Somit wird diese Aufgabe auch zum wünschenswertesten was es zu erreichen gibt. Der Jackpot sozusagen.
Hierbei ist Scheitern vorprogrammiert und das damit erzeugt Leid extrem.
Das wiederum lässt ICH ggf. zurückschrecken vor dieser Aufgabe, weil es Angst hat zu leiden.
Das wird dann zu einem Gedankengewimmel aus dem ICH nicht entrinnen kann. Es fühlt sich wie in einem Spiegelkabinett und trifft überall auf Scheitern.
Wenn ICH jetzt fragt, ob irgendetwas davon direkt erfahrbar ist, wird es bereits an der Frage scheitern. Es wird sich gar nicht sehen können. Ich glaube besser kann die Hölle nicht beschrieben werden in die ICH sich befindet. Ich kann dieser Hölle nicht entrinnen und fühlt sich auch so.
Was ist davon nun direkt erfahrbar? Es kommt die Frage auf:
Wer ist überhaupt in der Lage eine Frage zu richten nach „...was direkt erfahrbar ist?...“ Wer stellt diese Frage?
Ich hoffe es war ausführlich genug.