Erwachen

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Re: Erwachen

Postby Truthcounts » Fri Feb 03, 2017 8:19 am

Liebe Sarah,
Langeweile hingegen ist "nichts". In dieser Leere und Stille taucht eine Angst auf. Die Angst fragt: "wenn es mir (Sarah?) auch in dieser Gedankenleere gut geht, wozu braucht es denn mich (den denkenden)? Braucht es mich, den Denkende, überhaupt? Panik!"
Ist diese Langeweile wirklich Gedankenleere. Da ist doch zumindest der Gedanke, es sollte was passieren. Und da sind schon drei Akteure: "die Angst fragt", "mir (Sarah)" und "mich (den Denkenden)". Sind das verschiedene und was macht sie aus?

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Re: Erwachen

Postby poshgeek » Sat Feb 04, 2017 2:37 am

Lieber Truthcounts,
Ist diese Langeweile wirklich Gedankenleere?
Nein, du hast recht, es ist Aktivitäts-Leere und nicht Gedankenleere, welche die Gedankenleere auslöst.
Und da sind schon drei Akteure: "die Angst fragt", "mir (Sarah)" und "mich (den Denkenden)". Sind das verschiedene und was macht sie aus?
Ok, „die Angst fragt“ war eine etwas blumige Ausdrucksweise und sehr ungenau. Die Angst fühlt sich eher passiv an, nicht bewusst oder als Akteur. "wenn es mir auch in dieser Gedankenleere gut geht… usw“ ist nicht eine konkrete Frage, sondern dies ist das Gefühl, wenn ich mich auf die Angst einlasse und versuche zu erfühlen, worum es genau geht. Die Angst und ich sind insofern verschieden, dass die Angst nur ein Teil vom ganzen Ich ist.

Der Denkende ist ein Akteur: er ist der Gedanken-Produzent, der den ganzen Tag einen unaufhörlichen Strom von Gedanken produziert. Immer wieder, in Meditation oder ruhigen Momenten beobachte ich diesen Gedanken-Strom und den Gedanken-Produzent von aussen, wieder wie oben als Teil von mir. Aber diese Sicht ist nicht beständig. Immer wieder falle ich in das Gefühl, ich sei mein momentaner Gedanke. Dann vergesse ich die Aussensicht und bin den jeweiligen Gedanken.

Ich, Sarah…? Es ist schwer zu fassen, worauf ich diese Identität gründe.
Vielleicht zuerst, was ich nicht bin: ich bin nicht meinen Körper und ich bin nicht meine Gedanken (da ich die ja manchmal beobachte. Auch wenn ich das immer wieder vergesse). Die Summe meiner Erfahrungen…? Tönt gut, macht aber nicht Sinn, denn das Ich-Gefühl ist eher statisch, während die Summe meiner Erfahrungen sich ja ständig verändert. Alle Teile zusammen, Körper, Gedanken-Produzent, Erfahrungen & Erinnerungen…? Macht auch nicht Sinn, denn wenn ich z.B. meinen Körper beobachte, fühlt es sich an, als würde ich etwas im aussen betrachten und nicht einen Teil von mir. Also versuche ich einen anderen Ansatz, um das ich zu finden:
Wenn es mir (Sarah?) auch in dieser Gedankenleere gut geht…
—> was bedeutet gut gehen in diesem Zusammenhang? Vielleicht heisst „gut gehen“ bei Gedankenleere (nicht bei Langeweile, sondern sonst wenn wenig Gedanken kommen) eher „nicht schlecht gehen“, also die Abwesenheit von Wünschen, Angst, Zukunft, Vergangenheit = Stress. Dies hab ich sonst immer, daher fühlt sich die Abwesenheit dieses Stresses gut an.

—> wem geht es gut? Hmm. Es gibt ein Ich-Gefühl, ich dachte „ich“ sei klar. Aber ich kann’s nicht definieren. Immer wenn ich hinschaue entzieht es sich. Als versuchte ich, die Rückseite meines Kopfes zu sehen - auch mit einem Spiegel gelingt mir das nicht.

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Re: Erwachen

Postby Truthcounts » Sat Feb 04, 2017 8:27 am

Die Angst und ich sind insofern verschieden, dass die Angst nur ein Teil vom ganzen Ich ist.
Also, die Angst ist ein Teil vom ganzen Ich? Was ist, wenn da mal gerade keine Angst ist, ist dann ein Teil von Dir verloren?
Der Denkende ist ein Akteur: er ist der Gedanken-Produzent, der den ganzen Tag einen unaufhörlichen Strom von Gedanken produziert. Immer wieder, in Meditation oder ruhigen Momenten beobachte ich diesen Gedanken-Strom und den Gedanken-Produzent von aussen, wieder wie oben als Teil von mir.
Also auch der Denkende ist ein Teil von Dir? Wo ist er, wenn keine Gedanken sind?
Aber diese Sicht ist nicht beständig. Immer wieder falle ich in das Gefühl, ich sei mein momentaner Gedanke. Dann vergesse ich die Aussensicht und bin den jeweiligen Gedanken.
Wie ist das so, ein Gedanke zu sein? Oder soll das einfach nur heissen, dass dem Gedanken geglaubt wird?
Ich, Sarah…? Es ist schwer zu fassen, worauf ich diese Identität gründe. Vielleicht zuerst, was ich nicht bin: ich bin nicht meinen Körper und ich bin nicht meine Gedanken (da ich die ja manchmal beobachte. Auch wenn ich das immer wieder vergesse).
Oben sagst Du, dass Du immer wieder den Gedankenproduzenten beobachtest, inwiefern kann er dann ein Teil von Dir sein, wenn Körper und Gedanken das nicht sein können, weil Du sie beobachten kannst?
Die Summe meiner Erfahrungen…? Tönt gut, macht aber nicht Sinn, denn das Ich-Gefühl ist eher statisch, während die Summe meiner Erfahrungen sich ja ständig verändert. Alle Teile zusammen, Körper, Gedanken-Produzent, Erfahrungen & Erinnerungen…? Macht auch nicht Sinn, denn wenn ich z.B. meinen Körper beobachte, fühlt es sich an, als würde ich etwas im aussen betrachten und nicht einen Teil von mir. Also versuche ich einen anderen Ansatz, um das ich zu finden
Bemerkst Du, wie schwer es Dir fällt, ein "Ich" zu erfassen? Welche Berechtigung hat es dann, Mittelpunkt Deines Erlebens zu sein?
Vielleicht heisst „gut gehen“ bei Gedankenleere (nicht bei Langeweile, sondern sonst wenn wenig Gedanken kommen) eher „nicht schlecht gehen“, also die Abwesenheit von Wünschen, Angst, Zukunft, Vergangenheit = Stress. Dies hab ich sonst immer, daher fühlt sich die Abwesenheit dieses Stresses gut an.
Können Gedanken auch stressen, wenn ihnen nicht geglaubt wird, dass sie Deine momentane Realität sind?
Es gibt ein Ich-Gefühl, ich dachte „ich“ sei klar. Aber ich kann’s nicht definieren. Immer wenn ich hinschaue entzieht es sich. Als versuchte ich, die Rückseite meines Kopfes zu sehen - auch mit einem Spiegel gelingt mir das nicht.
Du bist auf einer heissen Spur. Wir haben bereits erarbeitet, dass der Verstand, Gedanken, Vorstellungen das Reich beliebiger Fantasie sind, wo Du alles finden kannst, aber bereits in der nächsten Sekunde total anders sein kann. Findest Du aber ein Ich in der Realität, d. h. im Reality Check, im direkten sehen, hören, spüren/fühlen, riechen, schmecken im Hier und Jetzt. Such das heute immer wieder.

Bin gespannt auf Deinen Bericht,
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Re: Erwachen

Postby poshgeek » Sun Feb 05, 2017 3:32 am

Lieber Truthcounts,
Wie ist das so, ein Gedanke zu sein? Oder soll das einfach nur heissen, dass dem Gedanken geglaubt wird? Können Gedanken auch stressen, wenn ihnen nicht geglaubt wird, dass sie Deine momentane Realität sind?
Ich glaube Gedanken können mich nur stressen, wenn ich ihnen glaube. Und ja, glauben, das trifft es eher. Und zwar glaube ich dem Gedanken so sehr, dass er voll und ganz inszeniert wird bis er meine ganze Wahrnehmung ausfüllen und Aufmerksamkeit auf sich lenken kann. In diesem Moment nehme ich nichts mehr ausserhalb des Gedankens wahr. Z.B. als die Nachricht von Marc kam, dass er unsere Verabredung platzen lässt: noch Sekunden vorher war ich fröhlich am programmieren. Dann les ich den Text und finde’s Scheisse. Diesem Scheisse-Gedanken glaube ich so sehr, dass meine fröhliche Laune sofort in ein schweres Gefühl umschlägt, ich atme schwer und habe einen Stein im Bauch, die Augen röten sich und viele passende Gedanken (über nicht geliebt werden und nicht attraktiv sein usw.) werden auch noch produziert. Ein Theater, welches so gut inszeniert ist, dass es einfach die Realität sein muss. Oder?

Immer wieder taucht diese Frage auf: kann es wirklich sein, ist es wirklich möglich, dass ich und die meisten Menschen so sehr getäuscht sind?!? Wie konnte das passieren? Und die Meisten Menschen werden ihr ganzes Leben lang nie auch nur einen Hauch einer Ahnung von dieser Idee spüren!
Also, die Angst ist ein Teil vom ganzen Ich? Was ist, wenn da mal gerade keine Angst ist, ist dann ein Teil von Dir verloren? Also auch der Denkende ist ein Teil von Dir? Wo ist er, wenn keine Gedanken sind? Oben sagst Du, dass Du immer wieder den Gedankenproduzenten beobachtest, inwiefern kann er dann ein Teil von Dir sein, wenn Körper und Gedanken das nicht sein können, weil Du sie beobachten kannst?
„Ich“ fühlt sich mehr an wie ein Behälter. Ich enthalte manchmal Angst, manchmal nicht, manchmal vieles gleichzeitig. Auch meine Gedanken sind in mir enthalten. Ich verändere mich nicht, wenn die Angst oder die Gedanken weg sind. Auch der Gedanken-Produzent ist in mir. Eher wie ein Organ, dass ohne mein Zutun funktioniert. Wie eine Drüse, die manchmal viel und manchmal wenig Hormone produziert, werden auch die Gedanken produziert. Der Gedanken-Produzent ist also immer da, auch wenn er grad nichts produziert. Gedanken sind aber nicht originell, sondern eine Reaktion auf Sinneseindrücken. Der Gedanken-Produzent ist also nicht intelligent oder bewusst. So, dies ist meine neueste Ich-Theorie. Was dabei problematisch ist, ist die Abgrenzung nach aussen, vom ich zum du. Das ist mir selber noch nicht klar…
Bemerkst Du, wie schwer es Dir fällt, ein "Ich" zu erfassen? Welche Berechtigung hat es dann, Mittelpunkt Deines Erlebens zu sein?
Ja. Etwas, dass ich schon immer hatte, sollte doch leicht zu beschreiben sein! Die Berechtigung ist weniger ein bewusstes Zustimmen als mehr ein Gewohnheitsrecht: ich kann mich nicht erinnern, dass es mal anders war. Daher muss das wohl so sein. Ich frage mich erst seit kurzem, ob dem wirklich so ist. Und inwiefern könnte es anders sein?

Findest Du ein Ich in der Realität?
Ich habe mich heute beobachtet:
Ich habe Hunger. Sinneseindruck. Stehe auf, gehe zum Kühlschrank. Reaktion. Sehe rote Erdbeeren. Sinneseindruck. Nehme das Körbchen raus und esse die erste Erdbeere. Reaktion. Nicht besonders süss. Gedanken. Ich habe noch immer Hunger. Sinneseindruck. Ich esse weiter. Reaktion. Hunger-Test. Sinneseindruck. Essen. Reaktion. Hunger-Test. Sinneseindruck. Essen. Reaktion. Hunger-Test: bin nicht mehr hungrig. Oder Körbchen leer-Test. Sinneseindruck.

Dieser Ablauf kommt komplett ohne „mich“ aus, wenn er mal angestossen ist. Auf Sinneseindrücke folgen Gedanken oder Handlungen, welche neue Sinneseindrücke generieren. Wie eine Maschine: messen, regulieren, messen, regulieren… Also ist die Frage: wer hat die Erdbeeren in den Kühlschrank gestellt, bzw. wer hat diesen automatischen Prozess gestartet? Mehr dazu morgen.

Liebe Grüsse,
Sarah
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Re: Erwachen

Postby Truthcounts » Sun Feb 05, 2017 3:51 pm

Liebe Sarah,
Und zwar glaube ich dem Gedanken so sehr, dass er voll und ganz inszeniert wird bis er meine ganze Wahrnehmung ausfüllen und Aufmerksamkeit auf sich lenken kann. In diesem Moment nehme ich nichts mehr ausserhalb des Gedankens wahr. Z.B. als die Nachricht von Marc kam, dass er unsere Verabredung platzen lässt: noch Sekunden vorher war ich fröhlich am programmieren. Dann les ich den Text und finde’s Scheisse. Diesem Scheisse-Gedanken glaube ich so sehr, dass meine fröhliche Laune sofort in ein schweres Gefühl umschlägt, ich atme schwer und habe einen Stein im Bauch, die Augen röten sich und viele passende Gedanken (über nicht geliebt werden und nicht attraktiv sein usw.) werden auch noch produziert.


Das zeugt von einer starken Einbildungskraft. Wer weiss, vielleicht gab es Zeiten in Deinem Leben, die Dir nicht einmal mehr bewusst sein müssen, wo die direkte Erfahrung so unerträglich war, dass "Dein System" sich in die Fantasie weggebeamt hat, um zu überleben oder erträglich weiterzuleben. Und weil es in dieser Hinsicht erfolgreich war, wurde es immer wieder genutzt, bis es zur Gewohnheit wurde, die auch ihre Schattenseiten hat, wenn sich negative Gedanken festsetzen. Dann heisst es wie beim Zauberlehrling: die Geister, die ich rief, werde ich nun nicht mehr los.
Ein Theater, welches so gut inszeniert ist, dass es einfach die Realität sein muss. Oder?
Wenn Fantasie als real genommen wird, wird natürlich auf die Fantasie reagiert, als wäre sie real. Die Absage von Marc war eine reale Information. Ihre Deutung als "ich bin nicht attraktiv und liebenswert und werde verlassen und bin für immer verloren" war Fantasie. Das Glauben daran bedeutet, dass "Dein System" die Information bekommt, dass es hier und jetzt ernsthaft bedroht ist, was wiederum reale Reaktionen auslöst wie Schweregefühl, Atemschwere, Stein im Bauch und Augenröten. Diese Reaktionen können neue Hirngespinste auslösen, die wiederum auf das reale Erleben einwirken. Da ist es kein Wunder, wenn man Fantasie und Realität nicht mehr unterscheiden kann. Drum wenn Du merkst, dass ein solcher Ablauf in Gang gekommen ist, mach sofort den Reality Check und widme Dich der direkten Erfahrung der fünf Sinne im hier und jetzt und kläre so die tatsächliche Informationslage.
„Ich“ fühlt sich mehr an wie ein Behälter. Ich enthalte manchmal Angst, manchmal nicht, manchmal vieles gleichzeitig. Auch meine Gedanken sind in mir enthalten. Ich verändere mich nicht, wenn die Angst oder die Gedanken weg sind. Auch der Gedanken-Produzent ist in mir. Eher wie ein Organ, dass ohne mein Zutun funktioniert. Wie eine Drüse, die manchmal viel und manchmal wenig Hormone produziert, werden auch die Gedanken produziert. Der Gedanken-Produzent ist also immer da, auch wenn er grad nichts produziert. Gedanken sind aber nicht originell, sondern eine Reaktion auf Sinneseindrücken. Der Gedanken-Produzent ist also nicht intelligent oder bewusst. So, dies ist meine neueste Ich-Theorie.


Was kann der Behälter so alles? Erfahren/Erleiden, Beobachten, Handeln/Entscheiden? Oder ist er Teil davon?
Dieser Ablauf kommt komplett ohne „mich“ aus, wenn er mal angestossen ist. Auf Sinneseindrücke folgen Gedanken oder Handlungen, welche neue Sinneseindrücke generieren. Wie eine Maschine: messen, regulieren, messen, regulieren… Also ist die Frage: wer hat die Erdbeeren in den Kühlschrank gestellt, bzw. wer hat diesen automatischen Prozess gestartet?
Ja, ist da jemand außerhalb der Fantasie zu finden, der ihn gestartet hat und inwiefern gibt es überhaupt einen Startpunkt, den jemand starten muss, wenn der restliche Ablauf auch ohne Dich auskommt?

Freue mich auf Deinen Bericht
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Re: Erwachen

Postby poshgeek » Mon Feb 06, 2017 12:09 am

Lieber Truthcounts,
Das zeugt von einer starken Einbildungskraft. Wenn Fantasie als real genommen wird, wird natürlich auf die Fantasie reagiert, als wäre sie real.


Genau, was als Überlebensinstinkt begonnen hat, mache ich jetzt dauernd: aus der Realität in die Fantasie abhauen. Und zwar so automatisch, ich merks erst danach. Den Reality Check mach' ich wohl noch ne Weile.

Beim Reality Check bemerke ich, dass das Drama im Kopf, der Gedanke, den ich glaube, immer viel schlimmer und schrecklicher ist, als die Sinneswahrnehmung. Ich fühle mich jeweils nicht zu heiss, nicht zu kalt, ohne Hunger oder Durst, ohne Schmerzen und nicht in einer Lebensbedrohlichen Welt.
Ja, ist da jemand außerhalb der Fantasie zu finden, der ihn gestartet hat und inwiefern gibt es überhaupt einen Startpunkt, den jemand starten muss, wenn der restliche Ablauf auch ohne Dich auskommt?
Ok, ich suche das ich, welches die Erbeeren gekauft hat:
Ich bin in der Stadt und sehe den Lebenmittelladen. Gedanke: ich werde heute noch hungrig sein. Also kaufe ich ein. Die Erdbeeren sind gut präsentiert, mein Speichel läut, ich kaufe sie... Kein Ich, nur Sinneseindrücke und Reaktionen. Ich nehme an, dass ich die letzten 36 Jahre so zurück gehen könnte und kein ich fände. Nur ein Kette von Geschehnissen. Der Startpunkt? Geburt? Empfängnis? Bewusst-werdung? Ich weiss es nicht.
Was kann der Behälter so alles? Erfahren/Erleiden, Beobachten, Handeln/Entscheiden? Oder ist er Teil davon?
Jedes mal wenn ich wieder hinschaue, scheint mir dieser Behälter, das Ich, dünner und durchsichtiger. Erfahrungen und Leid sind wie die Gedanken innen drin. Der Behälter beobachtet. Vorher dachte ich noch, er würde auch Handlen und Entscheiden. Aber wie ich oben bei den Erdbeeren untersucht habe, gibt es diese erwarteten Eingriffs- und Startpunkte des Ichs gar nicht. Alles scheint mir eine Reaktion auf das Vorhergegangene. Ich sehe keine Einwirkung durch das ich. Also ist das Ich nur Beobachter?

Liebe Grüsse,
Sarah
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Re: Erwachen

Postby Truthcounts » Mon Feb 06, 2017 12:03 pm

Liebe Sarah,
Also ist das Ich nur Beobachter?
Diese Frage geht natürlich postwendend zurück ;o)
Ist außerhalb der Fantasie ein Beobachter zu finden? Braucht - außerhalb des Sprachgebrauchs - Sehen einen Seher? Ist da in direkter Erfahrung ein Abstand oder eine Lücke oder sonstige Trennung zu finden zwischen einem Seher und dem Sehen?

Wie heisst es doch so schön: Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei. Schau Dir eine Wurst mit zwei Enden an. Bei der Wurst geht es um den Inhalt zwischen den beiden Enden und die Enden sind einfach nur Luft, leer, nicht-Wurst (mit einer gepellten Wurst dürfte es weniger Widersprüche geben ;o). Könnte es mit der Beschreibung "Subjekt sieht Objekt" ähnlich sein, dass Subjekt und Objekt nur Leere sind und eigentlich nur Sehen existiert?

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Re: Erwachen

Postby poshgeek » Tue Feb 07, 2017 3:29 am

Lieber Truthcounts,
Also ist das Ich nur Beobachter?


Ah ja, meine Quest zur Definierung des Ichs...
Ja es scheint mir immer mehr, dass das Ich nur konsumiert was im Ich drinn ist, beobachtet, aber nicht einfluss nimmt. Als ob das Ich gar keinen Einfluss auf die Realität hat und nur beobachtet, was da so passiert.

Ist da in direkter Erfahrung ein Abstand oder eine Lücke oder sonstige Trennung zu finden zwischen einem Seher und dem Sehen? Könnte es mit der Beschreibung "Subjekt sieht Objekt" ähnlich sein, dass Subjekt und Objekt nur Leere sind und eigentlich nur Sehen existiert?


Ich gucke etwas an. Ich finde sehen. Das Objekt ist wie bei der Wurst das eine Ende des Sehens. Ich finde auch keine Lücke zwischen Seher und Sehen. Beide sind gleichzeitig, gleich lang, gleich beschaffen - es macht keinen Sinn die beiden in getrenntem Kontext zu untersuchen. Ich finde Gedankten, die manchmal aufgrund von Sehen produziert werden, oder auch nicht. Und ich finde auch keinen Seher! Und keinen Hörer, Berührer... Was mich verwirrt. Dieser Zustand generiert grad eine gewisse Spannung und Unsicherheit die schwer auszuhalten ist. Die Fantasiemaschine spring sofort an um mich zu retten.

Liebe Grüsse,
Sarah
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Re: Erwachen

Postby Truthcounts » Tue Feb 07, 2017 8:03 am

Ja, aber wen könnte die Angst retten. Schau hinter die Angst.

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Re: Erwachen

Postby poshgeek » Wed Feb 08, 2017 1:03 am

Lieber Truthcounts,
Ja, aber wen könnte die Angst retten. Schau hinter die Angst.


Leichte Verzweiflung. Hast du das nicht schon mal gesagt? Stelle ich mich blöd an? Drehe ich mich im Kreis? Ok, damit kann ich wohl arbeiten.

Angst kommt auf, hier stecken zu bleiben, für immer und ewig. Mein Körper reagiert. Ich glaube dem Gedanken. Ok. Schon nur die Realisation, dass es ein Glaube ist, löst ihn auf. Die Körperlichen Symptome gehen weg. Die Angst ist noch da, hier stecken zu bleiben. Dahinter die Angst vor dem Tod, sich aufzulösen, dem Nicht-Sein. Gleiches Spiel. Dahinter die Angst vor getäuscht werden..? vor Illusion..? Vor dir vielleicht, mit deinen Fragen? Vor den Fragen selbst und was sie auslösen? Grosse Bedrohung! Es findet Weinen und Frieren statt. Grosse Enge in der Brust, Knoten im Solarplexus. Dahinter Übelkeit, Wut. Verrat! War mein ganzes Leben eine Lüge? Und dann Schmerz, grosse Trauer wegen dem vielen unnötigen Leiden. So viel Leid! Und dahinter Ruhe.

Ich sitze eine Weile in der ruhe. Ein Gedanke sagt: das ist angenehm. Mein Gesicht lächelt. Ich suche ein Ich in der Ruhe. Ich sehen kein Ich. Aber ich sehe auch kein Nicht-Ich, was ich erwartet hätte. Alles besteht irgendwie aus dem Gleichen.

Liebe Grüsse,
Sarah
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Re: Erwachen

Postby Truthcounts » Wed Feb 08, 2017 7:16 am

Liebe Sarah,

es ist eine Freude, zu lesen, wie todesmutig Du Dich auf diesen Prozess einlässt.
Und dahinter Ruhe. Ich sitze eine Weile in der ruhe. Ein Gedanke sagt: das ist angenehm. Mein Gesicht lächelt.
Ist die Ruhe noch da? Vielleicht unter all dem Getöse, aber da? Check das heute immer mal wieder.
Leichte Verzweiflung. Hast du das nicht schon mal gesagt? Stelle ich mich blöd an? Drehe ich mich im Kreis?


Wiederholung hat die Ich-Illusion etabliert, Wiederholung ist auch beim Enttarnen nötig.
Verrat! War mein ganzes Leben eine Lüge? Und dann Schmerz, grosse Trauer wegen dem vielen unnötigen Leiden. So viel Leid!


Das Ich ist gescheitert, das Leben hat gesiegt.
Ich suche ein Ich in der Ruhe. Ich sehe kein Ich. Aber ich sehe auch kein Nicht-Ich, was ich erwartet hätte. Alles besteht irgendwie aus dem Gleichen.
Alles gut, ein Ich gibt es nur in der Vorstellung/Einbildung/Fantasie. Könnte das für ein Nicht-Ich anders sein? Was verstehst Du darunter überhaupt? Gibt es die Sucherin nach einem Ich oder Nicht-Ich überhaupt. Was sagt die direkte Erfahrung?

Endlich geht es um die Wurst,
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Re: Erwachen

Postby poshgeek » Wed Feb 08, 2017 11:39 pm

Lieber Truthcounts,

Deine Anerkennung meines Prozesses gibt mir grad mega Aufwind! Wurst, ich komme! :)
Ist die Ruhe noch da? Vielleicht unter all dem Getöse, aber da? Check das heute immer mal wieder.


Das Getöse liegt wie auf einer Glasplatte. Da zu viel Getöse war, sah ich nicht mal die Glasplatte. Aber ich kann das Getöse auf der Platte einfach wegwischen und die Ruhe darunter sehen. (Unzulängliches Bild, da ich mich nicht von der Ruhe getrennt fühle, wie das eine Glasplatte tun würde.) Bei jedem Nachschauen war die Ruhe noch da. Ich habe oft genug geschaut, dass ich weiss, dass die Ruhe auch da ist, wenn ich gerade nicht schaue. Schon nur das Denken an die Ruhe lässt diese aufsteigen und sich in mir ausbreiten. Das habe ich heute immer wieder gemacht, es gelang sogar in einer Konversation, was mich bisher immer sehr ins Aussen katapultierte. Ich fühle mich friedlich und ich habe noch mehr Energie, als ich normalerweise um diese Tageszeit hätte, obwohl der Tag nicht weniger stressig war als sonst.
ein Ich gibt es nur in der Vorstellung/Einbildung/Fantasie. Könnte das für ein Nicht-Ich anders sein? Was verstehst Du darunter überhaupt?
Wenn es ein Ich gäbe, mit einer Membran abgetrennt vom Rest, dann wäre eben dieser Rest ausserhalb der Membran das Nicht-Ich. Wenn ich ein Nicht-Ich finden könnte, wär das der indirekte Beweis für ein Ich. Aber ich finde auch kein Nicht-Ich. Und überhaupt macht die Frage nach dem Ich irgendwie keinen Sinn, wenn ich mich in dieser Ruhe „umschaue“. Es fühlt sich an, als stelle ich die falsche Frage. Da kommt das ins Spiel:
Alles besteht irgendwie aus dem Gleichen.
Alles was ich hier in der Ruhe wahrnehme, besteht aus demselben Material. Jegliche Frage, die eine Trennung beinhaltet, macht hier keinen Sinn, da alles aus demselben besteht. Mannigfaltig aussieht, aber eins ist. Also auch die Frage nach der Sucherin.

Ich tippe, fühle wieder, tippe, und verstehe es selber nicht genau. Ich fühle mich berührt, wie wenn ich in einem Mitmenschen plötzlich etwas Echtes/Wahres berühre mit Worten, die Augen tränen.
Gibt es die Sucherin nach einem Ich oder Nicht-Ich überhaupt. Was sagt die direkte Erfahrung?
Es gibt die Suche. Aber ich sehe keine Sucherin. Ich sehe keine Trennung. Aber da gibt es diese Stimme in meinem Kopf, die sagt, es müsse eine geben. Mit verschränkten Armen sagt sie das, trotzig, und ohne Beweise zu liefern. Ich werde nun doch müde und merke, wie die Stimme kräftiger wird und die Konzentration auf die direkte Erfahrung schwieriger. Genug für heute.

Danke.
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Re: Erwachen

Postby Truthcounts » Thu Feb 09, 2017 7:04 am

Liebe Sarah,
Ich fühle mich berührt, wie wenn ich in einem Mitmenschen plötzlich etwas Echtes/Wahres berühre mit Worten, die Augen tränen
Ach wunderbar, das berührt mich auch. Vergewissere Dich heute immer wieder mal der alles durchtränkenden Ruhe und genieß es.
Ich sehe keine Trennung. Aber da gibt es diese Stimme in meinem Kopf, die sagt, es müsse eine geben. Mit verschränkten Armen sagt sie das, trotzig, und ohne Beweise zu liefern. Ich werde nun doch müde und merke, wie die Stimme kräftiger wird und die Konzentration auf die direkte Erfahrung schwieriger.
Bedarf die direkte Erfahrung wirklich der Konzentration, oder ist es nur anstrengend, weil diese Stimme stört und sie weg sein soll? Widerstand gegen das was ist, selbst störende innere Stimmen, ist Nährboden für die Einbildung eines Ich - da läuft dann scheinbar etwas schief und das Ich wird gebraucht, um es zu richten. Lass die Stimme plappern, Du weisst, das sind nur Geschichten, so wie man Dir früher erzählt hat, dass das Christkind die Weihnachtsgeschenke bringt, und doch lagen sie auch ohne diese Fantasiefigur unter dem Baum. Wie war das als Kind, irgendwann darüber aufgeklärt zu werden, dass es das Christkind gar nicht gibt. Vielleicht war da auch eine trotzige innere Stimme, die sich in die Illusion verliebt hatte. Lass es einfach durchlaufen und schaue nach der Ruhe, mühelos. Gib der Stimme keine Energie dadurch, dass Du gegen sie angehst oder mit ihr diskutierst. Sie plappert nur beleidigt, während aus der Ruhe erkannt wird, dass Trennung Illusion ist.

Wahrheit ist nicht aufzuhalten
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Re: Erwachen

Postby poshgeek » Thu Feb 09, 2017 11:16 pm

Lieber Truthcounts,
Vergewissere Dich heute immer wieder mal der alles durchtränkenden Ruhe und genieß es.


Wunderbar. Ich habe schon lange nicht mehr so ausgiebig gelächelt wie heute. Äusserlich hat sich an meinem Leben nichts geändert. Aber aus der friedlichen Ruhe heraus ist der Blick ein anderer. Die Dinge, welche „mir“ passieren, stören meinen Frieden nicht. Sie passieren halt. Aber die Ruhe ist immer da, ist wahr. Die Ruhe ist irgendwie unten und innen. Ich kann mich entscheiden, an diesem Ort zu sein, oder selber die Ruhe zu sein, bin nicht ganz sicher. Die Störungen hingegen kommen und gehen. Ich kann wählen ihnen nicht zu glauben. Dann nehme ich sie in meinem Kopf wahr. Sie berühren das wahre nicht.
Bedarf die direkte Erfahrung wirklich der Konzentration, oder ist es nur anstrengend, weil diese Stimme stört und sie weg sein soll?


Ja, es ist Widerstand. Solange das Geplapper da oben um Nagellack, nervige Mitarbeiter, Ess-Stress, Motivationsschwäche im Training, Bus verpasst geht, kann ich es eher leicht plappern lassen. Diese Dinge befinden sich alle irgendwie ausserhalb von mir und können mich nicht wirklich berühren. Sobald die innere Stimme auf diesen Prozess hier zu sprechen kommt ist es schwierig, sie zu ignorieren. Dann bin ich verunsichert und steige auf die Diskussion ein. Ha! Morgen werd ich bemerken, falls mir das passiert.
Wie war das als Kind, irgendwann darüber aufgeklärt zu werden, dass es das Christkind gar nicht gibt.
Bei uns kam St.Nikolaus zu Besuch und brachte Süssigkeiten. Er sprach mit uns darüber, was wir nicht gut machten, wo wir nicht brav waren. Ich hatte unglaubliche Angst. V.a. Angst vor der Bloßstellung meiner Schwächen. Ich verkroch mich ins Zimmer. Das wurde schlimmer mit den Jahren. Meine Eltern sahen, dass ich litt und weihten mich ein - ein Bekannter mit fake Bart. Er würde aber weiterhin kommen wegen meinen 2 jüngeren Geschwistern. Als es wieder so weit war, wusste ich, dass er nicht echt war, aber die Angst war immer noch da! Haargenau gleich! Ich blieb auch in diesem Jahr im Zimmer. Die Desillusionierung hatte mir wohl nicht geholfen, weil ich mich nicht getraute, dieser neuen Wahrheit ins Gesicht zu schauen.
Vielleicht war da auch eine trotzige innere Stimme, die sich in die Illusion verliebt hatte.
Hmm, gut möglich. Oft wenn etwas einigermassen gut ist, sagt mir diese Stimme, dass Veränderung schlecht ist, dass es nur schlechter kommen kann. Die Erfahrung ist, dass es durch Veränderung meist besser wird.

—————

Von einer Erfahrung möchte ich noch berichten, vielleicht ist sie wichtig. Ich hatte nun schon zwei mal beim Schreiben mit dir diese eigenartige Wahrnehmung. Vielleicht wars gleich, vielleicht ging’s auch beim zweiten mal weiter, ich bin nicht sicher. Es war ein bisschen wie in einem Physik-Video, wo durch animierte Grafiken versucht wird, die Krümmung des Raumes durch Gravitation darzustellen. Meine Wahrnehmung:
Zuerst lösten sich links und rechts von mir die Ränder, nach vorne gekrümmt. Vorher sah alles aus wie eins. Die neu geschaffenen Ränder bewegten sich seitlich nach vorne und gegeneinander. Bis ich sah, dass sie langsam eine riesige Kugel bildeten. Die Kugel enthielt Alles was ist. Bzw. alles womit ich mich bis jetzt auf dieser Erde so beschäftigt hatte. Körper, Gedanken, Milliarden voneinander getrennte Dinge. Die Kugel wurde langsam kleiner. Ausserhalb der Kugel blieb die leere Ruhe zurück. Dann kam das Gefühle, jetzt müsse dann gleich etwas passieren. Ich erwartete ein Klick. Es kam nicht, die Wahrnehmung/Fantasie verblasste.

Dankbar und glücklich,
Sarah
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Re: Erwachen

Postby Truthcounts » Fri Feb 10, 2017 7:09 am

Liebe Sarah,
Wunderbar. Ich habe schon lange nicht mehr so ausgiebig gelächelt wie heute. Äusserlich hat sich an meinem Leben nichts geändert. Aber aus der friedlichen Ruhe heraus ist der Blick ein anderer. Die Dinge, welche „mir“ passieren, stören meinen Frieden nicht. Sie passieren halt. Aber die Ruhe ist immer da, ist wahr. Die Ruhe ist irgendwie unten und innen.
Geniesse weiterhin das Bad im Urgrund der Ruhe.
Sobald die innere Stimme auf diesen Prozess hier zu sprechen kommt ist es schwierig, sie zu ignorieren. Dann bin ich verunsichert und steige auf die Diskussion ein.
Welches Gefühl stellt sich mit der "inneren Stimme zu diesem Prozess" ein? Lass es plappern und das Gefühl sich innerlich austoben, während Du Dich in den Urgrund fallen lässt und weiter badest.
Zuerst lösten sich links und rechts von mir die Ränder, nach vorne gekrümmt. Vorher sah alles aus wie eins. Die neu geschaffenen Ränder bewegten sich seitlich nach vorne und gegeneinander. Bis ich sah, dass sie langsam eine riesige Kugel bildeten. Die Kugel enthielt Alles was ist. Bzw. alles womit ich mich bis jetzt auf dieser Erde so beschäftigt hatte. Körper, Gedanken, Milliarden voneinander getrennte Dinge. Die Kugel wurde langsam kleiner. Ausserhalb der Kugel blieb die leere Ruhe zurück. Dann kam das Gefühle, jetzt müsse dann gleich etwas passieren. Ich erwartete ein Klick. Es kam nicht, die Wahrnehmung/Fantasie verblasste.
Toll, das ist ja so, als zeigt Dir der innere Film Deine Transformation in Symbolsprache. Die Kugel ist ein Symbol der Einheit, zumal sie in Deinem Fall alles Existente enthält. Sie schrumpft in Richtung Punkt, womit leere Ruhe zurückbleibt, und sagt damit, dass der Urgrund aus Ruhe das einzige ist was wirklich je da war. Was soll da noch klicken, Du badest ja schon drin?

Plantsche darin also erst mal weiter und berichte mir, ob es wirklich noch zusätzlich eines Quietsche-Entchens namens "Ich" zur Unterhaltung bedarf.

Truthcounts


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