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Joram
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Re: my home

Postby Joram » Sat Jan 28, 2017 5:53 pm

Entschuldige bitte, dass ich so lange gebraucht habe mit meiner Antwort.
Aber ich hatte gestern noch ein sehr unschönes Erlebnis, das mich ziemlich aus der Bahn geworfen hat.
Hatte gar keinen Nerv zum Nachdenken.
Bin immer noch etwas neben der Rolle, das muss sich erstmal setzen.
Was erzeugt dann die Ichillusion?
Erkennst du wie bei dir die Ichillusion entsteht?

Schau deine Umgebung an – was gehört dir wirklich von dem was du siehst?
Willst du auf so etwas wie Anhaften hinaus?
Was anderes fällt mir nicht dazu ein.
Das würde auch erklären, warum es nicht der Gedankeninhalt allein ist. Alle Gedanken haben ja irgendeinen Inhalt, der nicht unbedingt was mit mir zu tun haben muss.
Anhaften = Ich-Bezug = Ich?

LG Kerstin
Anhaften => Identifikation => Ich ;-)

Untersuche ob es für dich so stimmig ist.

Schau dir die Umgebung an und erkennen wann Identifikation entsteht und was die Identifikation mit dem Innenleben macht :-)

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Flower123
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Re: my home

Postby Flower123 » Sat Jan 28, 2017 9:34 pm

Schau dir die Umgebung an und erkennen wann Identifikation entsteht und was die Identifikation mit dem Innenleben macht :-)
Ganz vereinfacht würde ich das mal so ausdrücken:
Auf eine Wahrnehmung folgt ein Gedanke. Dem folgt ein Gefühl und dem Gefühl folgt eine Reaktion, eine Handlung.
Aber irgendwie trifft das nicht den Kern.
Ich kann ja auch Gedanken und Gefühle haben, mit denen ich nicht identifiziert bin.
Also beobachte ich weiter...
Kerstin

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Re: my home

Postby Flower123 » Sun Jan 29, 2017 10:19 am

Also das hat jetzt zwar immer noch nichts mit deiner Aufgabe zu tun, aber ich hab eine wichtige Erkenntnis gewonnen.
Das Thema Anhaften hat mich sehr beschäftigt, seit es auf dem Tablett ist.
Ich bin gestern abend ins Bett und konnte nicht einschlafen.
Hab mich die ganze Zeit gefragt: Was lässt mich an den Gefühlen kleben? Was lässt mich an den Gedanken kleben? Was, was, was? Warum ist das so, dass ich das nicht loslassen kann?
Heut früh ist mir aufgegangen: Es ist die Gewohnheit. Es ist alles nur eine Denkgewohnheit. Mehr nicht. Der Zug fährt einfach in den selben Gleisen, in denen er schon immer gefahren ist. Das ist alles. Es ist einfach nur eine andere Sichtweise. Hier die eine, da die andere.
Ich muss das mal über den Tag beobachten.

LG Kerstin

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Joram
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Re: my home

Postby Joram » Sun Jan 29, 2017 1:42 pm

Also das hat jetzt zwar immer noch nichts mit deiner Aufgabe zu tun, aber ich hab eine wichtige Erkenntnis gewonnen.
Das Thema Anhaften hat mich sehr beschäftigt, seit es auf dem Tablett ist.
Ich bin gestern abend ins Bett und konnte nicht einschlafen.
Hab mich die ganze Zeit gefragt: Was lässt mich an den Gefühlen kleben? Was lässt mich an den Gedanken kleben? Was, was, was? Warum ist das so, dass ich das nicht loslassen kann?
Heut früh ist mir aufgegangen: Es ist die Gewohnheit. Es ist alles nur eine Denkgewohnheit. Mehr nicht. Der Zug fährt einfach in den selben Gleisen, in denen er schon immer gefahren ist. Das ist alles. Es ist einfach nur eine andere Sichtweise. Hier die eine, da die andere.
Ich muss das mal über den Tag beobachten.
Was lässt an den Gefühlen kleben?
Irgendeinen „Wollen“…
Irgendeine emotionale „Neigung“, „möchte“, dass ein bestimmter Ablauf zu der „persönliche Vorstellung“ passt. „Es soll so laufen wie ICH mir vorstelle“…

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Re: my home

Postby Flower123 » Sun Jan 29, 2017 10:25 pm

Was lässt an den Gefühlen kleben?
Irgendeinen „Wollen“…
Irgendeine emotionale „Neigung“, „möchte“, dass ein bestimmter Ablauf zu der „persönliche Vorstellung“ passt. „Es soll so laufen wie ICH mir vorstelle“…
Da gebe ich dir vollkommen recht.
Ich bin im allgemeinen sehr kontrollierend. Das lässt sich aber auch nicht einfach ablegen.
Neigt der Mensch nicht grundsätzlich dazu, alles zu planen und unter Kontrolle haben zu wollen?
Ich kenne in meinem Umfeld niemanden, dem es nicht so geht. Mehr oder weniger stark ausgeprägt halt.
Schau dir die Umgebung an und erkennen wann Identifikation entsteht und was die Identifikation mit dem Innenleben macht :-)

Ganz vereinfacht würde ich das mal so ausdrücken:
Auf eine Wahrnehmung folgt ein Gedanke. Dem folgt ein Gefühl und dem Gefühl folgt eine Reaktion, eine Handlung.
Aber irgendwie trifft das nicht den Kern.
Ich kann ja auch Gedanken und Gefühle haben, mit denen ich nicht identifiziert bin.
Bin hier zu keinem Ergebnis gekommen, das es besser trifft.
Kann ja mal zur Anschauung mein Erlebnis vom Freitag nehmen.
Ich hab einen Brief bekommen, in dem steht, dass mir für das komplette Jahr meine finanzielle Lebensgrundlage entzogen wird. Kein Geld. Null. Nichts. Einfach so. Mir wird schlecht, wenn ich dran denke.
So, also ich hab den Text gelesen. Als ich den Inhalt realisiert habe, war ich schlagartig panisch, wütend, entsetzt, total aufgewühlt eben. Nach einer Weile hab ich überlegt, was kann ich tun? Zum Anwalt gehen zum Beispiel.
Also Wahrnehmung - Gedanke - Gefühl - Reaktion.
Was ich komisch finde, nüchtern betrachtet, ist nicht viel passiert. Es gibt nur ein Blatt Papier mit Druckerfarbe drauf, mehr nicht. Alles andere, der schockartige Zustand, ist allein durch meine Gedanken entstanden.
Wo findet hier nun die Identifikation statt? Ich komm nicht drauf. Das einzige was mir noch einfällt: Es ist ein Bezug zum eingebildeten Ich da.

LG Kerstin

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Re: my home

Postby Joram » Mon Jan 30, 2017 6:26 am

Ich bin im allgemeinen sehr kontrollierend. Das lässt sich aber auch nicht einfach ablegen.

Ja, das stimmt. Es lässt sich nicht einfach ablegen.
Es lässt sich aber den Ablauf erkennen und zulassen: „Es ist so wie es ist. Nicht mein, nicht ich, nur ein Ablauf, Gewohnheitsmuster: ‚sehr kontrollierend‘. => Darf sein.
Das alleine, dass es sein darf zu erkennen, ist schon eine Veränderung. :-)
Ich hab einen Brief bekommen, in dem steht, dass mir für das komplette Jahr meine finanzielle Lebensgrundlage entzogen wird. Kein Geld. Null. Nichts. Einfach so. Mir wird schlecht, wenn ich dran denke.
Existenzängste. Verständlich. Verlangt eine Handlung.
Was ich komisch finde, nüchtern betrachtet, ist nicht viel passiert. Es gibt nur ein Blatt Papier mit Druckerfarbe drauf, mehr nicht. Alles andere, der schockartige Zustand, ist allein durch meine Gedanken entstanden.
„nur ein Blatt Papier mit Druckerfarbe drauf“ ist, anders formuliert: „Information“.
„Die Lage hat sich verändert“.
Wo findet hier nun die Identifikation statt?
die Identifikation: „MEINE Sicherheit ist in Gefahr“. „ICH werde eine starke Veränderung und Ungewissheit erleben“.
Es ist völlig verständlich dass du Angst hast. Die Angst basiert auf die Illusion:
1. Dass es die gibt der was passiert „Entität“.
2. Dass es so passieren wird, wie die Vorstellung es darstellt.
3. Hilflosigkeit, Überforderung.

Es ist wirklich verständlich dass Angst auftaucht. Das Beste was du machen kannst: Schau dir die Angst und die Abläufe die da entstehen an und - die alltägliche Ebene - handele so gut du kannst.

Ich drücke dir die Daumen.

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Re: my home

Postby Flower123 » Mon Jan 30, 2017 10:21 pm

Es lässt sich aber den Ablauf erkennen und zulassen: „Es ist so wie es ist. Nicht mein, nicht ich, nur ein Ablauf, Gewohnheitsmuster: ‚sehr kontrollierend‘. => Darf sein.
Das alleine, dass es sein darf zu erkennen, ist schon eine Veränderung. :-)
Das Beste was du machen kannst: Schau dir die Angst und die Abläufe die da entstehen an und - die alltägliche Ebene - handele so gut du kannst.
Ich hab heut den Tag über immer wieder versucht, einfach zur Kenntnis zu nehmen was auftaucht, und das da sein zu lassen. Die vielen Reaktionen auf alltägliche Dinge. Es lebt sich entspannter. Mir ist aufgefallen, wie oft ich im Widerstand gegen alles mögliche bin. Es ist schwierig, den dann auch zu akzeptieren. Muss ich weiter üben.
Bei Gefühlen, die hochkommen und die ich sonst unbewusst immer wieder unterdrücke, wird es allerdings heftig. Das geht so einfach nicht und ist auch ziemlichen Schwankungen unterworfen. Bin dann auch schnell wieder vollkommen identifiziert damit. Bei manchen hab ich allerdings festgestellt, dass sie wieder gehen, wenn kein Widerstand da ist.

Kerstin

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Re: my home

Postby Joram » Mon Jan 30, 2017 10:29 pm

Schau was um dich herum WIRKLICH IST und sei lieb zu dir.
Besonders wenn die Lage schwierig ist :-)

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Re: my home

Postby Flower123 » Mon Jan 30, 2017 11:19 pm

Schau was um dich herum WIRKLICH IST
Danke für die Erinnerung! Die brauch ich immer wieder.
und sei lieb zu dir
Wie geht das? Was ist das? Na ich geb mir Mühe...

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Re: my home

Postby Joram » Tue Jan 31, 2017 12:56 pm

und sei lieb zu dir
Wie geht das? Was ist das? Na ich geb mir Mühe...
„Ich“ ist nicht zu finden. Gefühle aber schon.
Lieb zu sein, bedeutet Verständnis für sie zu haben, sie zu zulassen :-)

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Re: my home

Postby Flower123 » Tue Jan 31, 2017 9:26 pm

Danke!
Werde morgen noch bissel Verständnis üben, ist das okay?

Kerstin

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Re: my home

Postby Joram » Tue Jan 31, 2017 9:28 pm

klar :-)

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Re: my home

Postby Flower123 » Wed Feb 01, 2017 8:02 pm

So, ich berichte mal, wie es mir bis jetzt mit der Übung ergangen ist.
Es gibt nun zunehmend Phasen, da denke ich häufiger dran, nur bei mir zu sein, wahrzunehmen was ist und mich nicht andauernd ablenken zu lassen. Ich bemerkte auch immer öfter, wenn Ablenkung geschieht, also wenn ich in Gedanken abdrifte, und komme wieder zurück. Die Gedanken werden mir als Gedanken bewusst, die einfach da sind. Es ist vollkommener Quatsch, etwas weghaben zu wollen, was eh schon da ist. Was soll damit passieren - es ist ja da!
Mit den Gefühlen ist es genau so. Der viele, viele Widerstand ist zwecklos. Sie sind da.
Viel Angst kommt hoch, aber auch Freude. Es geht runter und wieder hoch.
So langsam bekomme ich mit, wie oft ich etwas will oder nicht will. Für oder gegen etwas sein, bewerten in die eine oder andere Richtung. Das Annehmen und Geschehenlassen nimmt viel Druck raus.
Aber wie gesagt, das klappt nur wenn ich in Gedanken nicht grad wieder auf Weltreise bin, und wenn ich Stress habe ist auch alles zu spät. Aber nach zwei Tagen ist das Ergebnis schon mal besser als gar nix und ein guter Anfang. Insgesamt eine spannende Angelegenheit....

Liebe Grüße
Kerstin


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Re: my home

Postby Joram » Wed Feb 01, 2017 9:43 pm

Na also, geht doch :-)

Wieso aber Angst?

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Re: my home

Postby Flower123 » Thu Feb 02, 2017 10:59 am

Keine Ahnung.
Die scheint ständig im Hintergrund zu lauern. Sie kommt immer und immer wieder. Manchmal gibt es einen äußeren Anlass dafür, manchmal auch nicht.

Kerstin


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