Was führt dich zu Liberation Unleashed?
Auf meiner mehrmonatigen Reise durch Neuseeland lernte ich einen Menschen kennen, der mir von Liberation Unleashed erzählte und mir den Prozess näher brachte. Er selbst ist Begleiter.
Ich praktiziere Yoga, Pranayama und Meditation - trotz allem fällt es mir schwer, Befreiuung zu 'greifen'. Und obwohl ich sehr viel an mir arbeite, tendiere ich dazu, emotional in Situationen hängen zu bleiben, die ich davor schon reflektiert hatte und mir der Dynamik zum Teil bereits bewusst war. Ich sehne mich nach Ruhe und Gelassenheit - auch in für mich herausfordernden Situationen, und ich hoffe, das in diesem Prozess finden zu können.
Welchen Hintergrund hast du in Bezug auf deine Suche?
Als Yogalehrerin versuche ich jeden Tag, mich zu erden, mich zu verbinden und das 'Selbst' nicht zu ernst zu nehmen ;). Neben der Yogapraxis arbeite ich auch mit Klangschalen. Neben der Neuordnung der Moleküle des Wassers im Körper erreichen wir auch den Alphazustand in der Klangmassage. Dieser Zustand des tiefen Vertrauens bringt eine Leichtigkeit mit sich, die ich gerne vermehrt in meinen Alltag mitbringen möchte. Leider falle ich häufig in meine erlernten Verhaltensmuster zurück und agiere, trotz der früheren Erkenntnis, wie bisher. Das schadet mir und auch den Menschen in meiner Umgebung und ich möchte diese Muster anerkennen und auflösen können. Seminare und Ausbildungen zum Thema Lösungsfokussiertes Coaching, Erwachen, Kinesiologie und viele mehr bringen mich zwar in Sachen Erkenntnis theoretisch weiter, aber leider scheitert es immer noch an der praktischen Umsetzung.
Mein Leben habe ich vor einem Jahr in etwa umgekrempelt. Es machte für mich keinen Sinn mehr, in einem System zu arbeiten, das trotz Qualifikation und Einsatz nicht bereit ist, die Energie angemessen auszugleichen. Noch dazu arbeiten so viele Menschen in einem Umfeld, das einfach krank macht. Dazu habe ich mich auch gezählt. So dachte ich mir, ich höre wieder vermehrt auf mein Herz und habe den Mut, auszubrechen. Eine große Reise war das Tor in die Welt und ich kann mir im Moment nicht mehr vorstellen, wieder zurück in das System zu gehen - es würde mich sehr traurig machen. Natürlich habe ich auch Angst - aber die Angst vor der Rückkehr ist größer. Und es gibt Möglichkeiten, ein unabhängigeres und glücklicheres Leben zu führen. Von manchen Fesseln konnte ich mich schon befreien und ich bin bereit für die nächsten!
Was erwartest du von dem Gespräch in diesem Forum?
Ich erwarte mir fordernde Fragen, die mich weiterbringen. Weiters wünsche ich mir Begegnungen auf Augenhöhe und Einsatz von allen Beteiligten. Am Ende des Prozesses erwarte ich mir, gelassener und ruhiger zu sein. Dinge mit Abstand betrachten zu können und die Möglichkeit, mich aus einem größeren Spektrum an Verhaltensmustern bedienen zu können.
Wie bereit bist du, deine Glaubensvorstellungen über dich in Frage zu stellen und um jeden Preis die Wahrheit zu finden?
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Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
- Truthcounts
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- Joined: Thu Feb 18, 2016 2:27 pm
Re: Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
Liebe Amari,
ich stehe bereit, Dich zu begleiten.
Zu Beginn lass uns noch Formales klären:
Hast Du die Bekanntmachungen im oberen Teil des Forums gelesen und verstanden? Bitte bestätige dies kurz in Deiner nächsten Nachricht.
Wenn du magst, kannst du jeden Tag schreiben, spätestens jedoch jeden zweiten wäre gut. Fokus und Kontinuität ist wichtig. Auch wenn es nur ein „ich bin noch da“ ist. Wenn einmal etwas für länger dazwischenkommt, schreibe mir kurz. Ich werde Dir auch Bescheid geben.
Für unsere Untersuchung hier lege bitte alle Videos, Audios und Bücher über das Thema beiseite. Diese Medien nähren Vorstellungen und hier geht es um das Durchschauen jeglicher Illusion.
Ich werde Dir Fragen stellen, damit Du sie in der unmittelbaren Erfahrung untersuchst und dann beantwortest. Das Einzige, was hier zählt, ist deine unmittelbare Erfahrung, d. h. direktes sehen, hören, spüren/fühlen, riechen, schmecken. Das Denken ist eine besondere Kategorie: Zwar kann die Erscheinung von Gedanken, inneren Bildern und Filmen als reale Erfahrung gesehen werden, aber deren Inhalt, d. h. die darin enthaltene Information ist Fiktion – das werden wir noch genauer untersuchen.
Bitte sei zu 100% ehrlich und berichte, was Du tatsächlich erfährst, auch wenn Du meinst, dass Du es eigentlich schon besser wissen solltest.
Wie die Zitierfunktion funktioniert findest du unter:
viewtopic.php?f=18&t=4229
Dies erleichtert uns das Verständnis, worauf wir uns beziehen in unserem Dialog.
Du kannst auf dieser Forumsseite oben bei dem mittleren Dropdown-Feld (Werkzeugschlüsssel) die Auswahl "Thema abbonieren" anklicken und damit aktivieren. Dann solltest du automatisch eine E-Mail bekommen, sobald ich Dir schreibe.
Dann lass uns gleich loslegen:
Sehr gut, das zeugt von Mut für ein wahrhaftigeres Leben und diese Haltung wird auch hier von Nutzen sein. Ob Du dann möglicherweise doch wieder ins "System" zurückkehrst, wissen wir jetzt nicht.
Und nach diesen Kommentaren hier nun die eigentlichen ersten Fragen.
Was löst es bei Dir an direkter Erfahrung aus, wenn Du folgendes liest? Was fühlst Du insbesondere dabei?
Das Ich ist eine Illusion. Der Wind bläst, das Gras wächst und der Mensch lebt, ohne dass ein jemand darin steckt der es macht oder erfährt. Es gibt Erfahrung, aber keinen Erfahrenden, Sehen, aber keinen Sehenden, Handeln, aber keinen Handelnden. Leben geschieht einfach aus sich selbst heraus und unpersönlich. Erscheinungen kommen und gehen und auch das, was wir für das Ich halten ist eine solche Erscheinung.
Nach dem Auflösen der Ich-Illusion wird jeder Abstand zu den Dingen zusammenbrechen, aber nur zur Realität im Hier und Jetzt und nicht zu Erdachtem. Der Schleier des Erdachten kann auch als Schutz vor unangenehmer Wahrheit dienen – bist Du wirklich bereit? Was hat Dich bewogen, eine 9 und keine 10 anzugeben?
Ich freue mich auf Deine ehrlichen Antworten,
Truthcounts
ich stehe bereit, Dich zu begleiten.
Zu Beginn lass uns noch Formales klären:
Hast Du die Bekanntmachungen im oberen Teil des Forums gelesen und verstanden? Bitte bestätige dies kurz in Deiner nächsten Nachricht.
Wenn du magst, kannst du jeden Tag schreiben, spätestens jedoch jeden zweiten wäre gut. Fokus und Kontinuität ist wichtig. Auch wenn es nur ein „ich bin noch da“ ist. Wenn einmal etwas für länger dazwischenkommt, schreibe mir kurz. Ich werde Dir auch Bescheid geben.
Für unsere Untersuchung hier lege bitte alle Videos, Audios und Bücher über das Thema beiseite. Diese Medien nähren Vorstellungen und hier geht es um das Durchschauen jeglicher Illusion.
Ich werde Dir Fragen stellen, damit Du sie in der unmittelbaren Erfahrung untersuchst und dann beantwortest. Das Einzige, was hier zählt, ist deine unmittelbare Erfahrung, d. h. direktes sehen, hören, spüren/fühlen, riechen, schmecken. Das Denken ist eine besondere Kategorie: Zwar kann die Erscheinung von Gedanken, inneren Bildern und Filmen als reale Erfahrung gesehen werden, aber deren Inhalt, d. h. die darin enthaltene Information ist Fiktion – das werden wir noch genauer untersuchen.
Bitte sei zu 100% ehrlich und berichte, was Du tatsächlich erfährst, auch wenn Du meinst, dass Du es eigentlich schon besser wissen solltest.
Wie die Zitierfunktion funktioniert findest du unter:
viewtopic.php?f=18&t=4229
Dies erleichtert uns das Verständnis, worauf wir uns beziehen in unserem Dialog.
Du kannst auf dieser Forumsseite oben bei dem mittleren Dropdown-Feld (Werkzeugschlüsssel) die Auswahl "Thema abbonieren" anklicken und damit aktivieren. Dann solltest du automatisch eine E-Mail bekommen, sobald ich Dir schreibe.
Dann lass uns gleich loslegen:
Das Durchschauen der Ich-Illusion (oder man könnte auch sagen: des Schleiers über der direkten Erfahrung) bedeutet auch das Ende jeden Ich-Verbesserungsprogramms, was natürlich perspektivisch auch Entspannung bedeutet. Je stärker die Illusion momentan aber noch ist, um so mehr Anpassungsprozesse sind nötig, was nicht immer angenehm sein muss – Erstverschlimmerungen irgendwelcher Form sind also nicht auszuschließen und sind um so unangenehmer, je mehr Widerstand noch da ist. Es geht hier ja auch nicht um ein Wellness Programm oder eine unangenehme Illusion durch eine schönere zu ersetzen, sondern um den Blick auf die nackte Wahrheit.Und obwohl ich sehr viel an mir arbeite, tendiere ich dazu, emotional in Situationen hängen zu bleiben, die ich davor schon reflektiert hatte und mir der Dynamik zum Teil bereits bewusst war. Ich sehne mich nach Ruhe und Gelassenheit
Schön, der Alphazustand wird Dir helfen, leichter zwischen Illusion und Realität unterscheiden zu lernen – man lernt ja Segeln besser auch erst mal bei seichtem Wind und nicht gleich in einem Sturm.auch den Alphazustand in der Klangmassage. Dieser Zustand des tiefen Vertrauens bringt eine Leichtigkeit mit sich, die ich gerne vermehrt in meinen Alltag mitbringen möchte.
Das klingt ein wenig streng. Leichtigkeit ist auch schon während des Direct Pointings hilfreich. Betrachte es als ein Spiel, der Erfahrung wieder mit unschuldigen Kinderaugen zu begegnen.Ich erwarte mir fordernde Fragen, die mich weiterbringen. Weiters wünsche ich mir Begegnungen auf Augenhöhe und Einsatz von allen Beteiligten.
So dachte ich mir, ich höre wieder vermehrt auf mein Herz und habe den Mut, auszubrechen.
Sehr gut, das zeugt von Mut für ein wahrhaftigeres Leben und diese Haltung wird auch hier von Nutzen sein. Ob Du dann möglicherweise doch wieder ins "System" zurückkehrst, wissen wir jetzt nicht.
Und nach diesen Kommentaren hier nun die eigentlichen ersten Fragen.
Was löst es bei Dir an direkter Erfahrung aus, wenn Du folgendes liest? Was fühlst Du insbesondere dabei?
Das Ich ist eine Illusion. Der Wind bläst, das Gras wächst und der Mensch lebt, ohne dass ein jemand darin steckt der es macht oder erfährt. Es gibt Erfahrung, aber keinen Erfahrenden, Sehen, aber keinen Sehenden, Handeln, aber keinen Handelnden. Leben geschieht einfach aus sich selbst heraus und unpersönlich. Erscheinungen kommen und gehen und auch das, was wir für das Ich halten ist eine solche Erscheinung.
Am Ende des Prozesses erwarte ich mir, gelassener und ruhiger zu sein. Dinge mit Abstand betrachten zu können und die Möglichkeit, mich aus einem größeren Spektrum an Verhaltensmustern bedienen zu können.
Nach dem Auflösen der Ich-Illusion wird jeder Abstand zu den Dingen zusammenbrechen, aber nur zur Realität im Hier und Jetzt und nicht zu Erdachtem. Der Schleier des Erdachten kann auch als Schutz vor unangenehmer Wahrheit dienen – bist Du wirklich bereit? Was hat Dich bewogen, eine 9 und keine 10 anzugeben?
Ich freue mich auf Deine ehrlichen Antworten,
Truthcounts
Re: Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
Hallo Truthcounts! Vielen Dank für deine Bereitschaft, mich zu begleiten!
Ja, ich habe die Bekanntmachungen gelesen und verstanden.
Da ich im Moment auf Reisen bin, ist es mit dem Internet nicht immer ganz einfach - ich werde mich aber bemühen, jeden Tag Möglichkeit zu finden!
Der Wind bläst, das Gras wächst und der Mensch lebt... hier schwingt Leichtigkeit mit. Damit kann ich mich verbinden.
Es macht mir auch irgendwie Angst, das Ich nur als Illusion zu betrachten - irgendwie kann ich es greifen und als konstruiert verstehen. Aber grundsätzlich komme ich hier an die Grenzen meines Denkens!
Vielen lieben Dank!
Amari
Ja, ich habe die Bekanntmachungen gelesen und verstanden.
Da ich im Moment auf Reisen bin, ist es mit dem Internet nicht immer ganz einfach - ich werde mich aber bemühen, jeden Tag Möglichkeit zu finden!
Welche Erleichterung - so habe ich das noch gar nicht gesehen.Das Durchschauen der Ich-Illusion (oder man könnte auch sagen: des Schleiers über der direkten Erfahrung) bedeutet auch das Ende jeden Ich-Verbesserungsprogramms, was natürlich perspektivisch auch Entspannung bedeutet.
Danke für den Hinweis - ja, es klingt wirklich streng. Ich werde versuchen, es mit Leichtigkeit anzugehen.Das klingt ein wenig streng. Leichtigkeit ist auch schon während des Direct Pointings hilfreich. Betrachte es als ein Spiel, der Erfahrung wieder mit unschuldigen Kinderaugen zu begegnen.
Es klingt für mich noch unverständlich da ich mich ja jeden Tag als diese Sehende oder Erlebende erlebe. Es klingt für mich sehr passiv, wo ich doch das Gefühl habe, aktiv einen Prozess/ eine Situation beeinflussen zu können. Ehrlich gesagt, begreife ich es nicht.Was löst es bei Dir an direkter Erfahrung aus, wenn Du folgendes liest? Was fühlst Du insbesondere dabei?
Das Ich ist eine Illusion. Der Wind bläst, das Gras wächst und der Mensch lebt, ohne dass ein jemand darin steckt der es macht oder erfährt. Es gibt Erfahrung, aber keinen Erfahrenden, Sehen, aber keinen Sehenden, Handeln, aber keinen Handelnden. Leben geschieht einfach aus sich selbst heraus und unpersönlich. Erscheinungen kommen und gehen und auch das, was wir für das Ich halten ist eine solche Erscheinung.
Der Wind bläst, das Gras wächst und der Mensch lebt... hier schwingt Leichtigkeit mit. Damit kann ich mich verbinden.
Es macht mir auch irgendwie Angst, das Ich nur als Illusion zu betrachten - irgendwie kann ich es greifen und als konstruiert verstehen. Aber grundsätzlich komme ich hier an die Grenzen meines Denkens!
Ich möchte bereit sein und im Moment fühle ich mich sehr bereit. Der Grund, warum ich 'nur' eine 9 angegeben habe, ist erlernte Bescheidenheit.Nach dem Auflösen der Ich-Illusion wird jeder Abstand zu den Dingen zusammenbrechen, aber nur zur Realität im Hier und Jetzt und nicht zu Erdachtem. Der Schleier des Erdachten kann auch als Schutz vor unangenehmer Wahrheit dienen – bist Du wirklich bereit? Was hat Dich bewogen, eine 9 und keine 10 anzugeben?
Vielen lieben Dank!
Amari
- Truthcounts
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- Joined: Thu Feb 18, 2016 2:27 pm
Re: Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
Ok, lass es nicht in Stress ausarten. Viele Übungen wird man auch unterwegs machen können.Da ich im Moment auf Reisen bin, ist es mit dem Internet nicht immer ganz einfach - ich werde mich aber bemühen, jeden Tag Möglichkeit zu finden!
.Ich werde versuchen, es mit Leichtigkeit anzugehen
Versuch nicht einmal das ;o)
Irgendwie kann ich es greifen und als konstruiert verstehen. Aber grundsätzlich komme ich hier an die Grenzen meines Denkens!
Genau, was auch nicht verwunderlich ist, da das Denken nur Modelle der Wirklichkeit abbilden kann, aber die Landkarte nicht die tatsächliche Landschaft ist. Der Verstand sieht nicht, sondern wird gesehen.
Irgendwie Angst, ich möchte bereit sein, erlernte Bescheidenheit - das klingt nach Zweifel, ob Dir die Befreiung zusteht. Kennst Du bereits Menschen persönlich, bei denen die Ich-Illusion durchschaut ist? Auch außerhalb einer Lehrer - Schüler Beziehung? Oder ist das für Dich bisher nur Stoff aus Erleuchtungsgeschichten über große Heilige? Nach meiner persönlichen Schätzung gibt es bereits mehr als 5000 Deutsche, bei denen der Schleier gefallen ist - es ist jedenfalls nicht mehr selten und im Archiv von Liberation Unleashed sind ja alle Dialoge archiviert, wo das Durchschauen geschah, hier für das deutsche Forum http://liberationunleashed.com/nation/v ... m.php?f=22. Du darfst ruhig darin rumstöbern und Dich überzeugen, dass es als befreiend empfunden wird und nichts mit Auserwähltsein, Superkräften oder Siddhis zu tun hat. Auch wenn das hier kein Wellnessprogramm ist, gibt es insofern ja schon eine Sicherheit für Dich, dass sich hier auf Dein eigenes direktes Erleben fokussiert wird und Du hier nichts einfach glauben sollst, was auch nur alte Illusionen durch neue ersetzen würde? Und nach dem Durchschauen bist Du auch nicht Dir selbst überlassen, sondern kannst intensiven Austausch über die geschlossenen Foren der Gatecrasher in Anspruch nehmen. Aber natürlich kann hier keiner ein Happy End versprechen und Du wirst Dir selbst vertrauen müssen. Kannst Du Dir vorstellen, dass das Leben ohne Ich-Illusion eigentlich ein natürlicher Zustand des Menschseins ist? Darf es hier im Forum für Dich geschehen, dass der Schleier z. B. schon nach 7 Tagen fällt, weil es kein anstrengendes Erlernen, sondern ein spielerisches Verlernen von Selbsthypnose ist? Kannst Du Dir vielleicht sogar vorstellen, das vom Leben einzufordern?Es macht mir auch irgendwie Angst, das Ich nur als Illusion zu betrachten ... Ich möchte bereit sein und im Moment fühle ich mich sehr bereit. Der Grund, warum ich 'nur' eine 9 angegeben habe, ist erlernte Bescheidenheit.
Genug der Vorrede, ich will Dich hier nicht überzeugen, sondern nur anregen, Deine Angst kritisch zu überprüfen, da sie genau wie Erwartungen eines der Haupthindernisse ist. Es ist aber ganz natürlich, dass in diesem Prozess nochmal intensivere Angst aufkommt - sag dann Bescheid, dass ich Dir auch dazu dann einige Direct Pointings geben kann. Sollte es einmal akut Überhand nehmen, schieb die Befragung beiseite und erde Dich sofort, was z. B. recht gut über das Spüren des Körpers im Hier und Jetzt geht, womit Du Dich ja im Rahmen Deiner Meditationspraxis bereits auskennst, oder das Lenken der Aufmerksamkeit auf Dinge, die im Frieden sind oder die Du liebst. Und nimm das hier dann erst wieder auf, wenn Du hinreichend stabil bist.
Hier nun also die erste praktische Übung:
Typischerweise ist das menschliche Erleben ja so, dass geglaubt wird, dass ein Ich im Körper wohnt und durch die Augen als Fenster zur Welt nach aussen schaut. Stell Dich vor ein echtes Fenster und schaue nach draussen. Halte dabei ein Auge mit dem Handballen zu, so dass es komplett verdunkelt ist, aber noch offen bleiben kann (die Anstrengung des Zukneifens eines Auges wäre zu viel Ablenkung). Halte das sehende Auge unbewegt in der Schau durch das Fenster, so dass Deine Nase mit im Blickfeld ist. Das erscheinende Bild enthält also die Sicht durchs Fenster, den Fensterrahmen und das drumherum und einen Teil Deines Nasenrückens. Lass sich das eine Weile eingewöhnen.
Dann stelle Dir die Frage, ob es einen qualitativen Unterschied in den im vorletzten Satz beschriebenen Bildkomponenten gibt. Muss eine Grenze überwunden werden, wenn die Aufmerksamkeit auf die Nase zur Sicht im Fenster oder dem Rahmen wechselt. Ist die gesamte Sicht ein lückenloses Kontinuum oder gibt es Löcher und Risse? Sind Teile des Sehens näher und andere ferner? Ist ein Ich in der Sicht zu entdecken (bleib hier rein im Sehen und mach Dir keine Gedanken darüber)?
Lass dann auch den Blick langsam schweifen mit denselben Fragen und berichte mir danach.
Ich freue mich auf Deine ersten Übungsergebnisse,
Truthcounts
Re: Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
Diese Zweifel erlebe ich tatsächlich und ich weiß eigentlich nicht warum. Eventuell kommen sie daher, dass ich bisher tatsächlich vorrangig mit Erleuchtungsgeschichten über 'eine Ewigkeit meditierende' Buddhisten kenne. Abgesehen von dem Bekannten aus Neuseeland, der einfach sehr relaxed wirkt und die Ich- Illusion wirklich gut erklären kann. Vielleicht habe ich einfach ein Bild von 'Erleuchtung', das nicht stimmt.Irgendwie Angst, ich möchte bereit sein, erlernte Bescheidenheit - das klingt nach Zweifel, ob Dir die Befreiung zusteht. Kennst Du bereits Menschen persönlich, bei denen die Ich-Illusion durchschaut ist? Auch außerhalb einer Lehrer - Schüler Beziehung? Oder ist das für Dich bisher nur Stoff aus Erleuchtungsgeschichten über große Heilige?
Ich kann mir das alles vorstellen und es ist gut zu hören, dass es kein anstrengendes Erlernen sein 'muss'.. Das erzeugt eine enorme Entlastung.Kannst Du Dir vorstellen, dass das Leben ohne Ich-Illusion eigentlich ein natürlicher Zustand des Menschseins ist? Darf es hier im Forum für Dich geschehen, dass der Schleier z. B. schon nach 7 Tagen fällt, weil es kein anstrengendes Erlernen, sondern ein spielerisches Verlernen von Selbsthypnose ist? Kannst Du Dir vielleicht sogar vorstellen, das vom Leben einzufordern?
Ich habe nur geringfügige qualitative Unterschied in den Bildkomponenten entdecken können, z.B, die etwas unscharfe Reflexion meines Körpers im Fenster oder die etwas verschwommenen Silhouetten in der Ferne, die nicht mehr klar wahrgenommen wurden.Dann stelle Dir die Frage, ob es einen qualitativen Unterschied in den im vorletzten Satz beschriebenen Bildkomponenten gibt. Muss eine Grenze überwunden werden, wenn die Aufmerksamkeit auf die Nase zur Sicht im Fenster oder dem Rahmen wechselt. Ist die gesamte Sicht ein lückenloses Kontinuum oder gibt es Löcher und Risse? Sind Teile des Sehens näher und andere ferner? Ist ein Ich in der Sicht zu entdecken (bleib hier rein im Sehen und mach Dir keine Gedanken darüber)?
Lass dann auch den Blick langsam schweifen mit denselben Fragen und berichte mir danach.
Meiner Beobachtung nach findet ein minimaler Cut statt, wenn die Aufmerksamkeit auf etwas andere gelenkt wird.
Für mich ist die gesamte Sicht ein lückenloses Kontinuum. Gewisse Teile des Sehen sind ferner und näher und es ist kein Ich in der Sicht zu entdecken.
Wenn ich den Blick langsam schweifen lasse, sehe ich die näheren Bildkomponenten mehr als die ferneren. Der Fensterrahmen kommt viel mehr in die Sicht als vorher. Die Grenzen, die hier überwunden werden müssen, sehe ich deutlicher. Löcher und Risse nehme ich keine wahr. Ich sehe zwar Objekte, die ferner und näher sind, jedoch nehme ich das nicht so stark wahr wie vorher. Auch hier sehe ich kein Ich.
Amari
- Truthcounts
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- Joined: Thu Feb 18, 2016 2:27 pm
Re: Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
Ich könnte Dir jetzt ein Erklärungsmodell für die Ich-Illusion und deren Auflösung geben, was Dir eine nähere Vorstellung davon gibt, was manchmal Sinn macht, aber hier habe ich das Gefühl, dass wir erst mal weiter in der Praxis bleiben sollten, bevor neue Vorstellungen ins Spiel kommen.Vielleicht habe ich einfach ein Bild von 'Erleuchtung', das nicht stimmt.
Kannst Du genauer beschreiben, was Du damit meinst. Vielleicht stelle ich auch noch mal klar, was ich meinte, nämlich dass die Augen und Kopf stabil ausgerichtet bleiben und nur Dein Bemerken von einem Bildteil zum anderen wandert.Meiner Beobachtung nach findet ein minimaler Cut statt, wenn die Aufmerksamkeit auf etwas anderes gelenkt wird.
Ich habe nur geringfügige qualitative Unterschiede in den Bildkomponenten entdecken können, z.B, die etwas unscharfe Reflexion meines Körpers im Fenster oder die etwas verschwommenen Silhouetten in der Ferne, die nicht mehr klar wahrgenommen wurden. … Für mich ist die gesamte Sicht ein lückenloses Kontinuum. Gewisse Teile des Sehen sind ferner und näher und es ist kein Ich in der Sicht zu entdecken.
Wesentlicher Bestandteil der Übung ist, dass alleine die Informationen aus dem Sehen im Hier und Jetzt für die Antworten herangezogen werden sollen. Kannst Du insofern von „Deinem“ Körper reden, oder kommt diese Information aus einer anderen Quelle und wenn ja aus welcher? Dieselbe Frage stellt sich bzgl. „in der Ferne“. Ist der Bildteil nur unscharf und verschwommen oder ist da tatsächlich Ferne zu sehen? Ist das Sehen der Ferne ferner als das Sehen der Nase? Ist sichtbar, dass etwas Nahes etwas Fernes verdeckt?
Wenn ich den Blick langsam schweifen lasse, sehe ich die näheren Bildkomponenten mehr als die ferneren. Der Fensterrahmen kommt viel mehr in die Sicht als vorher. Die Grenzen, die hier überwunden werden müssen, sehe ich deutlicher.
Was meinst Du hier mit Grenzen, die überwunden werden müssen?
Können wir also schon festhalten, dass das Sehen ein lückenloses Kontinuum ist und sich darin Formen bewegen, ohne eine Lücke zu hinterlassen?
Ich gebe Dir gleich eine weitere Übung mit:
Schließe die Augen und sinke erst einmal ein so gut es geht. Stelle fest, was momentan auf allen Sinneskanälen zu erfahren ist. Dann sage Dir innerlich „Ich“ und beobachte, ob und was damit für Veränderungen in der Erfahrung einhergehen (neben dem inneren Hören des „Ich“). Achte darauf, ob es echte direkte Sinneserfahrungen im Hier und Jetzt sind oder nicht oder wo Du das nicht sagen kannst. Halte die Augen geschlossen und nach einer kurzen Pause wiederhole das Ganze, d. h. sage Dir innerlich „Ich“ und achte auf Veränderungen bzw. Verstärkungen der vorigen Veränderungen. Setz das noch einige Male fort und entdecke, was für Regelmäßigkeiten es gibt. Dann öffne die Augen und sag Dir noch einige Male „Ich“. Setzt sich das Gleiche irgendwie fort?
Bin gespannt auf Deinen Bericht,
Truthcounts
Re: Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
Das mit der stabilen Ausrichtung habe ich soweit befolgt - ich denke, ich meine das Fokussieren auf einen Teil und das Wechseln zum nächsten Bildteil verursacht einen 'Cut' im Sinne von 'die Konzentration von einem Bildteil auf ein anderes richten'. Ich habe die Übung jetzt noch einmal gemacht und 'Cut' ist zu viel gesagt - ich habe gestern womöglich nicht nur 'gesehen' sondern interpretiert, mich auf die Bildteile konzentriert und das Wandern als 'Leere' gesehen.Kannst Du genauer beschreiben, was Du damit meinst. Vielleicht stelle ich auch noch mal klar, was ich meinte, nämlich dass die Augen und Kopf stabil ausgerichtet bleiben und nur Dein Bemerken von einem Bildteil zum anderen wandert.
Ich habe das Gefühl, dass die Information einfach da ist. Es ist das, was ich in diesem Moment sehe. Und bezüglich der Ferne ist der Bildteil nur unscharf und verschwommen und ich sehe nicht tatsächlich Ferne. Das Sehen der Ferne ist gleich wie das Sehen der Nase. Durch das Hervorragen gewisser Objekte sagt mir mein Verstand, dass nähere Objekte fernere Objekte verdecken müssen - einfach sehen kann ich das aber nicht.Wesentlicher Bestandteil der Übung ist, dass alleine die Informationen aus dem Sehen im Hier und Jetzt für die Antworten herangezogen werden sollen. Kannst Du insofern von „Deinem“ Körper reden, oder kommt diese Information aus einer anderen Quelle und wenn ja aus welcher? Dieselbe Frage stellt sich bzgl. „in der Ferne“. Ist der Bildteil nur unscharf und verschwommen oder ist da tatsächlich Ferne zu sehen? Ist das Sehen der Ferne ferner als das Sehen der Nase? Ist sichtbar, dass etwas Nahes etwas Fernes verdeckt?
Ich meine genau dasselbe wie oben beschrieben - nur deutlicher, weil die Fokussierung durch die Augenbewegung stärker wahrgenommen wurde.Was meinst Du hier mit Grenzen, die überwunden werden müssen?
Ja.Können wir also schon festhalten, dass das Sehen ein lückenloses Kontinuum ist und sich darin Formen bewegen, ohne eine Lücke zu hinterlassen?
Die ersten Male des 'Ichs' gingen mit einer Erwartungshaltung einher - so, als ob der Körper auf etwas warten würde - dass dieses 'ich' nur als Satzanfang dient. Bezüglich der Erfahrung... der Körper entspannte sich nach 4 bis 5 'ichs'. Es gab keine Sinneserfahrungen, nur Entspannung. Auch mit geöffneten Augen setzt sich die Entspannung fort.Schließe die Augen und sinke erst einmal ein so gut es geht. Stelle fest, was momentan auf allen Sinneskanälen zu erfahren ist. Dann sage Dir innerlich „Ich“ und beobachte, ob und was damit für Veränderungen in der Erfahrung einhergehen (neben dem inneren Hören des „Ich“). Achte darauf, ob es echte direkte Sinneserfahrungen im Hier und Jetzt sind oder nicht oder wo Du das nicht sagen kannst. Halte die Augen geschlossen und nach einer kurzen Pause wiederhole das Ganze, d. h. sage Dir innerlich „Ich“ und achte auf Veränderungen bzw. Verstärkungen der vorigen Veränderungen. Setz das noch einige Male fort und entdecke, was für Regelmäßigkeiten es gibt. Dann öffne die Augen und sag Dir noch einige Male „Ich“. Setzt sich das Gleiche irgendwie fort?
Danke,
Amari
- Truthcounts
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- Joined: Thu Feb 18, 2016 2:27 pm
Re: Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
Ok, hier waren meine Anweisungen für die Übung nicht präzise genug, denn es ist durchaus interessant, welche Erscheinungen auch noch außerhalb der 5 Sinne aufgetreten sind, wofür man das ja dann auch unterscheiden können muss. Ich interpretiere Deine Beruhigung in diesem Prozess dann so, dass es eine Folge davon war, dass Du Gedanken und Vorstellungen keine Aufmerksamkeit geschenkt hast, was ja insofern auch eine interessante Erfahrung ist. Wie sieht die Übung nun aus, wenn Du Deine Wahrnehmung auch für Gedanken, innere Bilder und Filme öffnest?
- Truthcounts
- Posts: 422
- Joined: Thu Feb 18, 2016 2:27 pm
Re: Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
Und dann gebe ich Dir gleich eine Anschlussübung mit: Mach das dann auch mit dem Satz "ich bin" und mit dem Satz "ich gehe einkaufen"
Nimms locker, wenn das zu frustrierend wird, teile mir das einfach mit, es gibt auch viele andere Ansatzpunkte zum weiteren Vorgehen ...
Nimms locker, wenn das zu frustrierend wird, teile mir das einfach mit, es gibt auch viele andere Ansatzpunkte zum weiteren Vorgehen ...
Re: Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
Wenn ich bewusst auf einen Gedanken warte, dann kommt nichts. Es funktioniert nicht. Kannst du mir bitte eine andere Übung geben?Wie sieht die Übung nun aus, wenn Du Deine Wahrnehmung auch für Gedanken, innere Bilder und Filme öffnest?
- Truthcounts
- Posts: 422
- Joined: Thu Feb 18, 2016 2:27 pm
Re: Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
Liebe Amari,
ja, gut dass Du das so offen zurückmeldest. Machen wir einen Reboot.
Zunächst gebe ich Dir einen Kurzabriss von Theorie, worum es in unserer gemeinsamen Forschung geht. Dann kannst Du schon einmal prüfen, ob es bei Dir innere Konflikte mit Gelerntem dazu gibt, die wir dann vielleicht sogar mit direkter Erfahrung überprüfen können. Dann kommt eine neue bewährte Übung, damit wir zudem auch eine frische Erfahrungsgrundlage für das weitere Forschen haben.
Der Mensch wird informiert aus seinen 5 Sinnen (sehen, hören, tasten/spüren/fühlen, riechen, schmecken) und aus dem Denken (innere Stimme, Bilder, Filme). Als real bezeichnen wir hier immer nur die Informationen aus den Sinneserfahrungen im Hier und Jetzt. Die Erscheinung der Gedanken ist zwar auch real, ihr Informationsinhalt aber nicht. Bestenfalls ist er eine passende Beschreibung einer realen Sinneswahrnehmung aber auch dann nur eine Abstraktion der Wirklichkeit (so wie die Landkarte nicht das Gebiet ist). Als real ist hier also definiert, was bleibt, selbst wenn nicht daran geglaubt wird.
Geht man nun auf die Suche nach der Information "Ich" im Sinne eines Erlebenden oder Handelnden, so ergibt tieferes Erforschen, dass man davon in den 5 Sinnen nichts finden kann, sondern nur in Gedanken. Deshalb ist das Ich nicht real und nur erdacht. In Gedanken ist es aber weiter nützlich für die menschliche Kommunikation und Planung und auch unschädlich, soweit sein fiktiver Charakter durchschaut ist. Problem beim Erforschen ist, dass die meisten Menschen verwirrt darüber sind, ob bestimmte Informationen nun aus realen Sinneswahrnehmungen oder Gedanken kommen. Deshalb muss während des Forschens einige Sortierarbeit geleistet werden.
Ist der Mensch durch diese Forschung dann schließlich informiert, was im Hier und Jetzt real ist, dann kann er auch situationsgerecht reagieren und sich sein System in ein natürliches Gleichgewicht ausregeln, soweit es die Umstände zulassen. Werden aber fiktive Informationen als im Hier und Jetzt unmittelbar real interpretiert, kommt es zu Friktionen mit der Wirklichkeit, das Leid. Geschichten, die in Gedanken auftauchen und denen geglaubt wird, oder überhaupt schon der Glaube an ein Ich, gehen mit solchen Friktionen einher. Das selbstlernende Regelsystem Mensch läuft bei allem automatisch ab. Selbst das Streben nach Durchschauen der Ich-Illusion ist die automatische Ausregelung einer Störung oder eine Optimierung - selbst dafür ist kein reales Ich als getrenntes Wesen zu finden, das das machen würde.
Ist die Ich-Illusion also durchschaut, ist die Erfahrung des Lebens unverschleiert, intensiv und spontan und kann einem gesunden Selbsterhaltungstrieb ohne Verwirrung folgen. Das macht einen großen Unterschied!
Das ist natürlich auch nur ein Modell und hat hier nur den Zweck, für Dich zu prüfen, ob Du Dich auf diese Art der Reise grundsätzlich überhaupt einlassen kannst und ergebnisoffen zu untersuchen bereit bist. Andere Guides, andere Ansätze, dieselbe Wahrheit.
Hier nun also eine neue Übung:
Lege eine Frucht vor dich auf den Tisch.
Was ist zu sehen? Was ist nicht zu sehen? Wie fühlt sich die Frucht an? Wie riecht sie? Wie schmeckt sie? Was ist zu hören wenn du in die Frucht beißt?
Beziehe dich bei deiner Beobachtung ausschließlich auf deine Sinne des Sehens, Fühlens, Riechens, Schmeckens und Hörens.
Was wird in der Wahrnehmung von den Gedanken ergänzt oder hinzugefügt?
Schreib das bitte hier auf, wir werden damit weiterarbeiten ...
Ich freue mich auf Deine Nachricht,
Truthcounts
ja, gut dass Du das so offen zurückmeldest. Machen wir einen Reboot.
Zunächst gebe ich Dir einen Kurzabriss von Theorie, worum es in unserer gemeinsamen Forschung geht. Dann kannst Du schon einmal prüfen, ob es bei Dir innere Konflikte mit Gelerntem dazu gibt, die wir dann vielleicht sogar mit direkter Erfahrung überprüfen können. Dann kommt eine neue bewährte Übung, damit wir zudem auch eine frische Erfahrungsgrundlage für das weitere Forschen haben.
Der Mensch wird informiert aus seinen 5 Sinnen (sehen, hören, tasten/spüren/fühlen, riechen, schmecken) und aus dem Denken (innere Stimme, Bilder, Filme). Als real bezeichnen wir hier immer nur die Informationen aus den Sinneserfahrungen im Hier und Jetzt. Die Erscheinung der Gedanken ist zwar auch real, ihr Informationsinhalt aber nicht. Bestenfalls ist er eine passende Beschreibung einer realen Sinneswahrnehmung aber auch dann nur eine Abstraktion der Wirklichkeit (so wie die Landkarte nicht das Gebiet ist). Als real ist hier also definiert, was bleibt, selbst wenn nicht daran geglaubt wird.
Geht man nun auf die Suche nach der Information "Ich" im Sinne eines Erlebenden oder Handelnden, so ergibt tieferes Erforschen, dass man davon in den 5 Sinnen nichts finden kann, sondern nur in Gedanken. Deshalb ist das Ich nicht real und nur erdacht. In Gedanken ist es aber weiter nützlich für die menschliche Kommunikation und Planung und auch unschädlich, soweit sein fiktiver Charakter durchschaut ist. Problem beim Erforschen ist, dass die meisten Menschen verwirrt darüber sind, ob bestimmte Informationen nun aus realen Sinneswahrnehmungen oder Gedanken kommen. Deshalb muss während des Forschens einige Sortierarbeit geleistet werden.
Ist der Mensch durch diese Forschung dann schließlich informiert, was im Hier und Jetzt real ist, dann kann er auch situationsgerecht reagieren und sich sein System in ein natürliches Gleichgewicht ausregeln, soweit es die Umstände zulassen. Werden aber fiktive Informationen als im Hier und Jetzt unmittelbar real interpretiert, kommt es zu Friktionen mit der Wirklichkeit, das Leid. Geschichten, die in Gedanken auftauchen und denen geglaubt wird, oder überhaupt schon der Glaube an ein Ich, gehen mit solchen Friktionen einher. Das selbstlernende Regelsystem Mensch läuft bei allem automatisch ab. Selbst das Streben nach Durchschauen der Ich-Illusion ist die automatische Ausregelung einer Störung oder eine Optimierung - selbst dafür ist kein reales Ich als getrenntes Wesen zu finden, das das machen würde.
Ist die Ich-Illusion also durchschaut, ist die Erfahrung des Lebens unverschleiert, intensiv und spontan und kann einem gesunden Selbsterhaltungstrieb ohne Verwirrung folgen. Das macht einen großen Unterschied!
Das ist natürlich auch nur ein Modell und hat hier nur den Zweck, für Dich zu prüfen, ob Du Dich auf diese Art der Reise grundsätzlich überhaupt einlassen kannst und ergebnisoffen zu untersuchen bereit bist. Andere Guides, andere Ansätze, dieselbe Wahrheit.
Hier nun also eine neue Übung:
Lege eine Frucht vor dich auf den Tisch.
Was ist zu sehen? Was ist nicht zu sehen? Wie fühlt sich die Frucht an? Wie riecht sie? Wie schmeckt sie? Was ist zu hören wenn du in die Frucht beißt?
Beziehe dich bei deiner Beobachtung ausschließlich auf deine Sinne des Sehens, Fühlens, Riechens, Schmeckens und Hörens.
Was wird in der Wahrnehmung von den Gedanken ergänzt oder hinzugefügt?
Schreib das bitte hier auf, wir werden damit weiterarbeiten ...
Ich freue mich auf Deine Nachricht,
Truthcounts
Re: Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
Danke für deine ausführliche Erklärung – ich bin bereit für diese Reise. Es fühlt sich gut an und vor allem wird noch einmal die Einfachheit klarer.
Zur Übung:
Ich sehe etwas Hellrotes in runder Form. Ich sehe nicht durch die Schale der Frucht. Es sind auch dunkelrote Punkte und Schattierungen von oranger Farbe zu erkennen. Die Schale der Frucht schimmert etwas im Licht.
Die Frucht fühlt sich glatt und kühl an, sie riecht sehr süß.
Die Schale der Frucht schmeckt säuerlich und ist im Vergleich zum süßen, faserreichen Fruchtfleisch ziemlich hart. Wenn ich in die Frucht beiße, höre ich ein leises Knacken der Fruchtschale.
Wenn ich meine Gedanken berücksichtige, merke ich, dass zusätzlich zu meinen Sinnesempfindungen Vergleiche gezogen werden – gerade beim Riechen an der Frucht wollte ich einen Vergleich aufschreiben, weil sie außergewöhnlich süß riecht. Ich versuche, den Geschmack einzuordnen. Vor allem wollte ich auch die Größe der Frucht beschreiben - aber klein kann ich auch nicht sehen, oder?
Vielen lieben Dank,
Amari
Zur Übung:
Ich sehe etwas Hellrotes in runder Form. Ich sehe nicht durch die Schale der Frucht. Es sind auch dunkelrote Punkte und Schattierungen von oranger Farbe zu erkennen. Die Schale der Frucht schimmert etwas im Licht.
Die Frucht fühlt sich glatt und kühl an, sie riecht sehr süß.
Die Schale der Frucht schmeckt säuerlich und ist im Vergleich zum süßen, faserreichen Fruchtfleisch ziemlich hart. Wenn ich in die Frucht beiße, höre ich ein leises Knacken der Fruchtschale.
Wenn ich meine Gedanken berücksichtige, merke ich, dass zusätzlich zu meinen Sinnesempfindungen Vergleiche gezogen werden – gerade beim Riechen an der Frucht wollte ich einen Vergleich aufschreiben, weil sie außergewöhnlich süß riecht. Ich versuche, den Geschmack einzuordnen. Vor allem wollte ich auch die Größe der Frucht beschreiben - aber klein kann ich auch nicht sehen, oder?
Vielen lieben Dank,
Amari
- Truthcounts
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Re: Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
Das ist ja schon eine gut strukturierte und reflektierte Beschreibung Deiner Erfahrung mit der Frucht und es lohnt sich kaum, hier zu sortieren. Natürlich spielt der Verstand schon bei einer Benennung mit rein und auch klein macht erst Sinn im Vergleich. Auch kann man sich fragen, ob nicht Schale schon mehr als eine Benennung ist, sondern schon ein Konzept. Aber alles recht nüchtern sachlich und kaum Ich im Spiel.
Schauen wir uns nun die Aussagen aus Deiner Anmeldung an. Bitte kopiere Deine erste Meldung hier im Forum in Deine nächste Antwort. Lösche alle Fragen und alle Sätze, die kein Ich/mir/mein enthalten. Liste die Sätze bzw. Teilsätze untereinander auf. Setze in jeder Zeile dahinter ein (H) für Handelnder, (B) für Beobachter oder (E) Erleidender, je nachdem in welcher Rolle Du das Ich in diesem Satz siehst. Welche Ich-Rolle scheint demnach der Schwerpunkt Deiner Erfahrung?
Schauen wir uns nun die Aussagen aus Deiner Anmeldung an. Bitte kopiere Deine erste Meldung hier im Forum in Deine nächste Antwort. Lösche alle Fragen und alle Sätze, die kein Ich/mir/mein enthalten. Liste die Sätze bzw. Teilsätze untereinander auf. Setze in jeder Zeile dahinter ein (H) für Handelnder, (B) für Beobachter oder (E) Erleidender, je nachdem in welcher Rolle Du das Ich in diesem Satz siehst. Welche Ich-Rolle scheint demnach der Schwerpunkt Deiner Erfahrung?
Re: Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
Auf meiner mehrmonatigen Reise durch Neuseeland lernte ich einen Menschen kennen, der mir von Liberation Unleashed erzählte und mir den Prozess näher brachte. B, H
Ich praktiziere Yoga, Pranayama und Meditation - trotz allem fällt es mir schwer, Befreiuung zu 'greifen'. H, E
Und obwohl ich sehr viel an mir arbeite, tendiere ich dazu, emotional in Situationen hängen zu bleiben, die ich davor schon reflektiert hatte und mir der Dynamik zum Teil bereits bewusst war. E
Ich sehne mich nach Ruhe und Gelassenheit - auch in für mich herausfordernden Situationen, und ich hoffe, das in diesem Prozess finden zu können. B (?)
Als Yogalehrerin versuche ich jeden Tag, mich zu erden, mich zu verbinden und das 'Selbst' nicht zu ernst zu nehmen ;). H Neben der Yogapraxis arbeite ich auch mit Klangschalen. H
Dieser Zustand des tiefen Vertrauens bringt eine Leichtigkeit mit sich, die ich gerne vermehrt in meinen Alltag mitbringen möchte. B
Leider falle ich häufig in meine erlernten Verhaltensmuster zurück und agiere, trotz der früheren Erkenntnis, wie bisher. E
Das schadet mir und auch den Menschen in meiner Umgebung und ich möchte diese Muster anerkennen und auflösen können. E
Seminare und Ausbildungen zum Thema Lösungsfokussiertes Coaching, Erwachen, Kinesiologie und viele mehr bringen mich zwar in Sachen Erkenntnis theoretisch weiter, aber leider scheitert es immer noch an der praktischen Umsetzung. E
Mein Leben habe ich vor einem Jahr in etwa umgekrempelt. H
Es machte für mich keinen Sinn mehr, in einem System zu arbeiten, das trotz Qualifikation und Einsatz nicht bereit ist, die Energie angemessen auszugleichen. B
Dazu habe ich mich auch gezählt. E
So dachte ich mir, ich höre wieder vermehrt auf mein Herz und habe den Mut, auszubrechen. H
Eine große Reise war das Tor in die Welt und ich kann mir im Moment nicht mehr vorstellen, wieder zurück in das System zu gehen - es würde mich sehr traurig machen. H, E
Natürlich habe ich auch Angst - aber die Angst vor der Rückkehr ist größer. E
Von manchen Fesseln konnte ich mich schon befreien und ich bin bereit für die nächsten! E, H
Ich erwarte mir fordernde Fragen, die mich weiterbringen. B
Weiters wünsche ich mir Begegnungen auf Augenhöhe und Einsatz von allen Beteiligten. H
Am Ende des Prozesses erwarte ich mir, gelassener und ruhiger zu sein. H
Dinge mit Abstand betrachten zu können und die Möglichkeit, mich aus einem größeren Spektrum an Verhaltensmustern bedienen zu können. H
Die Rolle der Handelnden ist ein wenig häufiger als die Rolle der Erleidenden. Die Rolle der Beobachterin tritt seltener auf.
Ich praktiziere Yoga, Pranayama und Meditation - trotz allem fällt es mir schwer, Befreiuung zu 'greifen'. H, E
Und obwohl ich sehr viel an mir arbeite, tendiere ich dazu, emotional in Situationen hängen zu bleiben, die ich davor schon reflektiert hatte und mir der Dynamik zum Teil bereits bewusst war. E
Ich sehne mich nach Ruhe und Gelassenheit - auch in für mich herausfordernden Situationen, und ich hoffe, das in diesem Prozess finden zu können. B (?)
Als Yogalehrerin versuche ich jeden Tag, mich zu erden, mich zu verbinden und das 'Selbst' nicht zu ernst zu nehmen ;). H Neben der Yogapraxis arbeite ich auch mit Klangschalen. H
Dieser Zustand des tiefen Vertrauens bringt eine Leichtigkeit mit sich, die ich gerne vermehrt in meinen Alltag mitbringen möchte. B
Leider falle ich häufig in meine erlernten Verhaltensmuster zurück und agiere, trotz der früheren Erkenntnis, wie bisher. E
Das schadet mir und auch den Menschen in meiner Umgebung und ich möchte diese Muster anerkennen und auflösen können. E
Seminare und Ausbildungen zum Thema Lösungsfokussiertes Coaching, Erwachen, Kinesiologie und viele mehr bringen mich zwar in Sachen Erkenntnis theoretisch weiter, aber leider scheitert es immer noch an der praktischen Umsetzung. E
Mein Leben habe ich vor einem Jahr in etwa umgekrempelt. H
Es machte für mich keinen Sinn mehr, in einem System zu arbeiten, das trotz Qualifikation und Einsatz nicht bereit ist, die Energie angemessen auszugleichen. B
Dazu habe ich mich auch gezählt. E
So dachte ich mir, ich höre wieder vermehrt auf mein Herz und habe den Mut, auszubrechen. H
Eine große Reise war das Tor in die Welt und ich kann mir im Moment nicht mehr vorstellen, wieder zurück in das System zu gehen - es würde mich sehr traurig machen. H, E
Natürlich habe ich auch Angst - aber die Angst vor der Rückkehr ist größer. E
Von manchen Fesseln konnte ich mich schon befreien und ich bin bereit für die nächsten! E, H
Ich erwarte mir fordernde Fragen, die mich weiterbringen. B
Weiters wünsche ich mir Begegnungen auf Augenhöhe und Einsatz von allen Beteiligten. H
Am Ende des Prozesses erwarte ich mir, gelassener und ruhiger zu sein. H
Dinge mit Abstand betrachten zu können und die Möglichkeit, mich aus einem größeren Spektrum an Verhaltensmustern bedienen zu können. H
Die Rolle der Handelnden ist ein wenig häufiger als die Rolle der Erleidenden. Die Rolle der Beobachterin tritt seltener auf.
- Truthcounts
- Posts: 422
- Joined: Thu Feb 18, 2016 2:27 pm
Re: Das Tor in eine achtsame und gleichmütige Welt
Gut, über die Zuordnung könnte man sicher noch diskutieren. Steigen wir nun tiefer ein und beschäftigen uns direkt mit diesem Ich als Hauptdarsteller in Deiner Erzählung:
Wer ist die, die Yoga praktiziert? Was macht "Dich" aus?Ich praktiziere Yoga
Was ist eigentlich "Befreiung" für Dich?trotz allem fällt es mir schwer, Befreiuung zu 'greifen'
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