Hallo Joram,
gerade eben habe uch mich wieder hingesetzt und geschaut, was hier so anliegt. Dabei wurde gesehen, dass da noch Identifikation mit einigen bisher ungesehenen Grundüberzeugungen stattfindet. Manchen "Weihnachtsmännern" wird noch geglaubt, weil sie gar nicht als Gedanken erkannt werden. Deswegen ist das Ichgefühl auch häufig noch präsent.
So langsam aber sicher werden auch diese sichtbar. Hut ab vor allen, bei denen dieser Ent-Identifikationsprozess auf einen Schlag geschieht. Hier ist nämlich mühsames Hinschauen... und wieder Hinschauen und wieder... angesagt.
Liebe Grüße
Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
Re: Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
Vielleicht die kindlichen Gefühle zulassen? Dann geht es schneller ;-)
zulassen...
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zulassen...
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
Die Gefühle lasse ich immer mehr zu, auch und vor allem die unangenehmen. Im Alltag hat das heute gut geklappt. Die Folge war, dass ein innerer gedanklicher Selbstschutzmechanismus nicht mehr zum Einsatz kam, der mit "Ich" verbunden ist, da er genau das ja schützen soll. Konkret bedeutet dass, das ich sonst aus bestimmten Situationen direkt rausgehe oder sie zu verändern suche, damit genau diese Gefühle nicht gefühlt werden müssen. Heute bin ich drin geblieben und habe die Emotionen einfach hochkommen lassen.
Darüber hinaus habe ich mir die Gedanken nochmal angeschaut, insbesondere die, die sich hier immer wiederholen und denen so stark geglaubt wird. Diese Gedanken nehmen für sich in Anspruch unanfechtbar zu sein, da sie sehr gut begründet und scheinbar unwiderlegbar sind.
Dabei ist erstmal so richtig klar geworden, dass auch diese Gedanken nur Geschichten sind und im Moment des Auftauchens tatsächlich substanzlos sind. Weiter ist klar geworden, dass da ein Standpunkt vertreten wird und dabei die Überzeugung vorherrscht, dass niemand diesen Standpunkt ernsthaft argumentativ aushebeln kann.
Jetzt kommts: Da hat sich also ein Ich hinter einer wissenschaftlichen Faktensammlung versteckt, die als Schutzmechanismus dient, um eben dieses Ich zu bewahren.
Was sich vielleicht für manchen Leser als platte Erkenntnis liest, ist hier erstmal richtig klar geworden.
Rationale Erkenntnis ersetzt also in keinem Fall echtes Nachschauen.
Darüber hinaus habe ich mir die Gedanken nochmal angeschaut, insbesondere die, die sich hier immer wiederholen und denen so stark geglaubt wird. Diese Gedanken nehmen für sich in Anspruch unanfechtbar zu sein, da sie sehr gut begründet und scheinbar unwiderlegbar sind.
Dabei ist erstmal so richtig klar geworden, dass auch diese Gedanken nur Geschichten sind und im Moment des Auftauchens tatsächlich substanzlos sind. Weiter ist klar geworden, dass da ein Standpunkt vertreten wird und dabei die Überzeugung vorherrscht, dass niemand diesen Standpunkt ernsthaft argumentativ aushebeln kann.
Jetzt kommts: Da hat sich also ein Ich hinter einer wissenschaftlichen Faktensammlung versteckt, die als Schutzmechanismus dient, um eben dieses Ich zu bewahren.
Was sich vielleicht für manchen Leser als platte Erkenntnis liest, ist hier erstmal richtig klar geworden.
Rationale Erkenntnis ersetzt also in keinem Fall echtes Nachschauen.
Re: Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
Für einen rationalen Menschen wie dich, gibt es nichts Besseres als Emotionen zulassen. Vielleicht Theaterkurs belegen, oder Familienaufstellung? Wo immer es geht, Gefühle zulassen. Am einfachsten in eine geschützte Umgebung wo man experimentieren kann, Gefühle zulassen :-)Heute bin ich drin geblieben und habe die Emotionen einfach hochkommen lassen.
Rationale Erkenntnis, wenn wir das Gleiche damit meinen, ist eine Falle, da der, der die Rationale Erkenntnis hat, als ein „Ding“ und nicht als „Fluss“/„Ablauf“ betrachtet wird.Was sich vielleicht für manchen Leser als platte Erkenntnis liest, ist hier erstmal richtig klar geworden.
Rationale Erkenntnis ersetzt also in keinem Fall echtes Nachschauen.
Denke an die Relativitätstheorie von Einstein: „Die spezielle Relativitätstheorie beschreibt das Verhalten von Raum und Zeit aus der Sicht von Beobachtern, die sich relativ zueinander bewegen, und die damit verbundenen Phänomene.“
Ersetze die „Beobachtern“ durch „Wahrnehmungsperspektiven“ – jede muss verschieden sein und keine ist allgemein „wahr“, sondern nur „perspektivisch wahr“.
Was passiert wenn die „Wahrnehmungsperspektiven“ alle, als Gedankenspiel, zusammengefügt werden?
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
Damit wird direkt jetzt angefangen. Werde mich, nachdem ich geantwortet habe, direkt lockern und mal sehen, welche Emotionen zum Vorschein kommen.Für einen rationalen Menschen wie dich, gibt es nichts Besseres als Emotionen zulassen.
Wenn man alle Perspektiven zusammenfassen würde, dann gäbe es keine relative Sicht mehr, da sich keine Perspektive relativ zur anderen bewegen würde. Es bliebe nur noch Bewegung übrig.Was passiert wenn die „Wahrnehmungsperspektiven“ alle, als Gedankenspiel, zusammengefügt werden?
Ich verstehe dich so, dass wenn hier an rationale Erkenntnis geglaubt wird, eine Begrenzung auf eine Wahrnehmungsperspektive stattfindet, die als festes Objekt erscheint, obwohl es wieder nur ein Gedankenkonstrukt ist.
Und genau das ist mir ja gestern klar geworden, was eine bestimmte gedankliche "Dauerbaustelle" anging. Da wurde eine Perspektive eingenommen und verteidigt. Es wurde dort wieder ein Ich geschaffen. Das konnte gesehen werden.
Heute hat sich eine weitere alte Baustelle aufgetan, der gleich auf den Grund gegangen wird. Da gab es einen Megastress und eine lautstarke Auseinandersetzung mit einer Person, von der sich hier ein jemand bedroht fühlt. Mal sehen, wie genau sich dieser bedrohte jemand hier gedanklich einigelt :-)
Re: Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
Was kann man zu dieser Bewegung sagen? Hat sie Eigenschaften?Wenn man alle Perspektiven zusammenfassen würde, dann gäbe es keine relative Sicht mehr, da sich keine Perspektive relativ zur anderen bewegen würde. Es bliebe nur noch Bewegung übrig.
Wie wird das „Ich“ erschaffen? Bitte nur aus dem Erleben berichten, keine Kopferklärung ;-)Es wurde dort wieder ein Ich geschaffen. Das konnte gesehen werden.
Was für Gefühle waren/sind da?Da gab es einen Megastress und eine lautstarke Auseinandersetzung mit einer Person, von der sich hier ein jemand bedroht fühlt. Mal sehen, wie genau sich dieser bedrohte jemand hier gedanklich einigelt :-)
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
Hallo Joram, bin heute sehr eingebunden, daher werde ich mich morgen wieder melden. Lieber Gruß
Re: Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
Was kann man zu dieser Bewegung sagen? Hat sie Eigenschaften?
Das kann ich nur theoretisch beantworten.
Eigenschaften hängen von Bezugspunkten ab. Zum Beispiel kann etwas nur schnell sein, wenn ein Bezugspunkt statisch ist. Oder etwas kann nur klein sein, wenn der Bezugspunkt größer erscheint.
Die Bewegung wäre demnach eigenschaftslos, da ein Zusammenlegen der Perspektiven bedeuten würde, dass Bezugspunkte wegfallen bzw. überall gleichzeitig wären, was das Gleiche wie das Wegfallen ist.
Das ging in einem Fall konkret so:Wie wird das „Ich“ erschaffen? Bitte nur aus dem Erleben berichten, keine Kopferklärung ;-)
Zunächst war da einfach reden. Emotionen waren auch da, aber irgendwie undefinierbar. Dann wurden "mir" Vorwürfe gemacht, dass "ich" etwas hätte anders machen sollen als ich es getan hatte. In Bruchteilen von Sekunden war im Brustraum eine Enge da. Gefühle von Wut waren da. Ein "jemand" hier wurde mit dem Wort "du" betitelt und scheinbar angegriffen. An dieser Stelle fand Identifikation mit einem Ich statt, welches sich nichts gefallen lassen wollte. Der Verteidigundsmodus sprang an und es wurden Gegenvorwürfe gemacht.
(Inhaltlich war das Gegenüber im Recht, wie später hier klar wurde, trotzdem war der Gegenangriff recht heftig).
Was für Gefühle waren/sind da?
In dem Moment waren Gefühle der Wut, Enttäuschung und Angst da. Jetzt im Nachhinein ist Ärger da und im Inneren läuft die "Videoaufzeichnung" der Situation wiederholt ab.
Das Ich ist also in dieser Situation entstanden und wird durch den inneren Film und der dadurch entstehenden Gefühle aufrechterhalten.
Jetzt werden erstmal diese Gefühle durchgefühlt und wieder geschaut, wo dieser Betroffene dieses Angriffs überhaupt steckt :-)
Ich wünsche dir und allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Re: Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
Auch dir einen guten Rutsch :-)
Die Beschreibung der Entstehung des „Ichs“ stimmt genau.
Auch die Beschreibung der Gefühle stimmt genau.
Das stimmt aber nicht ganz: „An dieser Stelle fand Identifikation mit einem Ich statt“.
An dieser Stelle fand Identifikation mit… was? ;-)
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Die Beschreibung der Entstehung des „Ichs“ stimmt genau.
Auch die Beschreibung der Gefühle stimmt genau.
Das stimmt aber nicht ganz: „An dieser Stelle fand Identifikation mit einem Ich statt“.
An dieser Stelle fand Identifikation mit… was? ;-)
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
Ein frohes neurs Jahr wünsche ich dir :-)
Die Identifikation betraf den Ichgedanken, wobei dieses ICH als Gedankeninhalt substanzlos ist.Das stimmt aber nicht ganz: „An dieser Stelle fand Identifikation mit einem Ich statt“.
An dieser Stelle fand Identifikation mit… was? ;-)
Re: Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
Die Identifikation findet immer statt mit etwas was wirklich erfahren wird. Kann also keine Identifikation mit einem „Ich“ gewesen sein…Gefühle von Wut waren da. Ein "jemand" hier wurde mit dem Wort "du" betitelt und scheinbar angegriffen. An dieser Stelle fand Identifikation mit einem Ich statt, welches sich nichts gefallen lassen wollte.
An dieser Stelle fand Identifikation definitiv statt. Nur Identifikation mit was?
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
Die Identifikation ist in diesem Fall mit der Wut entstanden. In diesem Zuge kam dann der Gedanke: "Ich bin wütend" und dann kamen weitere Gedanken...
An dieser Stelle fand Identifikation definitiv statt. Nur Identifikation mit was?
Jetzt checke ich was da los ist. Identifikation habe ich bis gerade eben gar nicht richtig verstanden. Identifikation ist dieses "Ichsagen" zu Erfahrungen, egal welcher Art sie sind. Eigentlich dachte ich, dass die Identifikation mit einem Ichgedanken stattfindet, aber der Ichgedanke IST die Identifikation.
Lalallaa.... gecheckt :-)
20 Jahre rumgeeiere, nur um das zu sehen
LOL
Re: Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
;-)
Und jetzt?
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Und jetzt?
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
Re: Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
Das wars jetzt wohl :-)Und jetzt?
Oder fällt dir noch etwas ein?
Re: Der Vogel kämpft sich aus dem Ei
Ist die Ichillusion zu 100% durchschaut worden?
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Das Wahrgenommene, bist du nicht. Was bleibt?
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