Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

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Joram
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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby Joram » Sat Dec 10, 2016 9:13 am

Ist die Ichillusion durchschaut worden?
Vom Verstand her war es bereits vorher so. Gefühlt ist eine Ahnung da.
Die Frage kann also mit Ja beantwortet werden.
Schön :-)
Wie wird diese „Ahnung“ erlebt? Was ist anders als Vorher?

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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby KPmimPK » Sat Dec 10, 2016 11:00 pm

Wie wird diese „Ahnung“ erlebt? Was ist anders als Vorher?
Das Wollen fällt weg. Eine Gleichgültigkeit macht sich breit. Das Wissen, das Vertrauen, dass es okay ist, was passiert. Schuldgefühl wird als Gedanke erkannt. Empfindungen werden neugierig betrachtet. Aufkommende Gedanken nach den Empfindungen können vorbeiziehen.

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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby Joram » Sun Dec 11, 2016 9:09 am

Sehr schön, freute mich wirklich :)

Meinst du wirklich „Gleichgültigkeit“ oder vielleicht „Gleichmut“?

Hier eine Anregung zu „Gleichgültigkeit“ und „Gleichmut“: https://de.wikipedia.org/wiki/Upekkh%C4%81


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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby KPmimPK » Mon Dec 12, 2016 8:14 am

Meinst du wirklich „Gleichgültigkeit“ oder vielleicht „Gleichmut“?
Könnte sein, dass ich Gleichmut meine.
Der Versuch die Bewertung von allem und alles zu unterlassen bzw. die Gedanken die dies tun vorbeiziehen zu lassen, fällt leichter, seit erkannt wurde, dass alles eins ist. Dennoch passiert Bewertung immer noch. Es wird erkannt. Gleichgültigkeit ist wohl eine Egalhaltung, während Gleichmut bedeutet, dass okay ist, was passiert.

Heute morgen "passierte" etwas Komisches. Es machte irgendwie "Bling", und die "Erkenntnis" war da. Natürlich schaltet sich das Denken sofort ein. Es will begreifen, erklären, suchte nach Formulierung, wie begreiflich machen, dass begriffen wurde? Dabei ist es weniger zu begreifen, als vielmehr zu erkennen. Dazu vielleicht die Gedanken, die auftauchten. Das Wörtchen Ich ist dabei bitte auch nur als das zu betrachten, ein Gedanke, ein Wort.

Ich sah mir gedanklich die Hand an. Sie macht bei Tätigkeiten einfach, was sie zu tun hat. Das Gemüse festhalten, während die andere Hand es schneidet. Da war kein Ich, was zu der (meinen) Hand sagte, du hältst das jetzt fest, und zu anderen du führst jetzt die Klinge durch das Gemüse. Es geschah einfach. Die Hände tun, was sie tun müssen oder einfach tun.
Es tauchte etwas Großes auf, was aus vielen winzig kleinen Teilen bestand. Die winzig kleine Teile benenne ich als Energie. Sie fließt, mal hier hin, mal da hin, steht nie still. In diesem großen Ganzen "suchte" ich die Hand. Sie war ebenfalls nur aus diesen winzigen Teilen. Eine Form im Nichts. Diese Form "gehörte" zu etwas Größerem, als sich selbst, zu einem Körper, den man als Mensch bezeichnet. Während der Mensch in diesem "kosmischen Spiel" meint, er wäre eigenständig, wurde mir klar, dass die Hand dann auch eigenständig sein müsste. Wäre dem so, könnte die Hand "gedanklich" reden, z. B. sagen, dass sie jetzt das Gemüse verarbeitet. Tut sie nicht. Bei genauerer Betrachtung empfand sie nur.

Danach war einerseits Ernüchterung da und die Frage "Ist das wirklich alles?", gleich darauf der Gedanke "faszinierend". Geahnt? ja, erkannt? jetzt ja. Schwierig etwas zu beschreiben, was alles und nichts ist.

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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby Joram » Mon Dec 12, 2016 8:31 am

Super :-)
Wer erfährt das, was ich Leben nenne?
Wenn es das Ich nicht gibt, wer bin ich dann? Wie erfahre ich dann das Leben?
Ich suche den Sinn des Lebens, wohl wissend, dass durch meine Erfahrung der Sinn des Lebens genügend getan wird.
Hast du die Antworten auf „deine“ Fragen hier oben, oder gibt es noch was, was nicht beantwortet worden ist?

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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby KPmimPK » Mon Dec 12, 2016 8:28 pm

Super :-)
Wer erfährt das, was ich Leben nenne?
Wenn es das Ich nicht gibt, wer bin ich dann? Wie erfahre ich dann das Leben?
Ich suche den Sinn des Lebens, wohl wissend, dass durch meine Erfahrung der Sinn des Lebens genügend getan wird.
Hast du die Antworten auf „deine“ Fragen hier oben, oder gibt es noch was, was nicht beantwortet worden ist?

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War es das wirklich schon? *grins*
Ernsthaft, die Fragen sind beantwortet. Es hat im Nachhinein betrachtet Spaß gemacht. Das nächste Kapitel kann geschehen.

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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby Joram » Mon Dec 12, 2016 8:39 pm

Na ja, die Fragen hast du noch nicht beantwortet ;-)

Wer erfährt das, was ich Leben nenne?

Wenn es das Ich nicht gibt, wer bin ich dann?
Wie erfahre ich dann das Leben?

Was ist Sinn des Lebens?

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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby KPmimPK » Mon Dec 12, 2016 8:56 pm

Na ja, die Fragen hast du noch nicht beantwortet ;-)

Wer erfährt das, was ich Leben nenne?

Wenn es das Ich nicht gibt, wer bin ich dann?
Wie erfahre ich dann das Leben?

Was ist Sinn des Lebens?

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Ah, da war er, der Impuls, den ich übergangen habe. Okay, dann beantworte ich die Fragen, die ich hatte.

Das Leben erfährt sich selbst. Es erfährt sich durch die Wahrnehmung, die ihm geschieht.

Ich bin die Rolle in einem Film, den sich das Leben (wahlweise der liebe Herrgott) "ansieht". Ich bin das Leben, das sich selbst wahrnimmt.

Der Sinn des Lebens ist zu leben, mit dem Leben mitgehen, mitfließen, mitschwingen. Einfach nur sein und wahrnehmen, was passiert.

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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby Joram » Mon Dec 12, 2016 9:09 pm

Das Leben erfährt sich selbst. Es erfährt sich durch die Wahrnehmung, die ihm geschieht.
„Das Leben“ – was soll das sein? Kannst du den Satz umformulieren?

Ich bin die Rolle in einem Film, den sich das Leben (wahlweise der liebe Herrgott) "ansieht". Ich bin das Leben, das sich selbst wahrnimmt.
Bist „Du“ nicht „Gott“? Gibt es da eine Trennung zwischen „Dir“ und „Gott“?
Der Sinn des Lebens ist zu leben, mit dem Leben mitgehen, mitfließen, mitschwingen. Einfach nur sein und wahrnehmen, was passiert.
Und wenn Joram sagen wird, dass das Leben kein "Sinn" hat? Ist es „falsch“?


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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby KPmimPK » Mon Dec 12, 2016 9:17 pm

„Das Leben“ – was soll das sein? Kannst du den Satz umformulieren?
Das Leben ist ein Prozess, der abläuft. Es ist das, was passiert.
Bist „Du“ nicht „Gott“? Gibt es da eine Trennung zwischen „Dir“ und „Gott“?
Die Trennung gibt es nicht, nein. So gefragt bin ich alle und nichts. Am Ende ist nur Sein.
Und wenn Joram sagen wird, dass das Leben kein "Sinn" hat? Ist es „falsch“?
Falsch ist das sicher nicht, eher erleichternd. Wenn kein Sinn, dann kein Suchen, um einen Sinn zu finden.

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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby Joram » Mon Dec 12, 2016 9:29 pm

Ist die Ichillusion durchschaut worden?

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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby KPmimPK » Mon Dec 12, 2016 9:29 pm

Ist die Ichillusion durchschaut worden?

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Japp, ist sie.

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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby Joram » Mon Dec 12, 2016 9:33 pm

Super. Ich habe keine weiteren Fragen mehr.

Hast du noch offene Fragen?

Wenn du keine Fragen hast kannst du noch unsere obligatorischen Abschlussfragen beantworten,
sie sind gut um nochmal zu sehn wo man steht.
Sollten die Antworten von drei Guides „bestätigt“ werden, so kann ich Dich zu unseren Facebook-Gruppen einladen.

Hier die Fragen:

1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?

2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst.

3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.

4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?

5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Für was davon bist Du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus Deiner direkten Erfahrung.

6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?


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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby KPmimPK » Tue Dec 13, 2016 10:02 am

1) Gibt es irgendwo oder in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?
Ich, mich, Selbst sind nur Gedanken in Worte, Benennungen ausgedrückt. Bis auf Gedanken gibt es das nicht wirklich.
2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst.
Die Ichillusion entsteht durch die Identifikation mit Gedanken, die in Zusammenhang mit Gefühlen gebracht werden. Bsp.: Ich laufe, während ich auf ein Handy schaue, gegen ein Verkehrsschild. Autsch taucht als Gedanke auf, nachdem der Zusammenstoß wahrgenommen wurde. Weitere Gedanken folgen dem ersten. Die Hand geht unwillkürlich zu "meinem" Kopf. Er ist im Erfahrungsbereich näher, als das Verkehrsschild. "Zwischen Beidem" gab es letztendlich nur die Wahrnehmung von Druck, eventuell wurden Temperaturunterschiede wahrgenommen. Die Gedanken folgen der Wahrnehmung unmittelbar, weshalb sie als wahr angenommen werden. Ohne Worte, die die Gedanken benennen können, bleibt nur die Wahrnehmung und undefinierbare Gedanken.
3) Wie fühlt es sich an die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Berichte aus den letzten paar Tagen.
Es fühlt sich erleichternd an, aber auch ernüchternd und lustig. Anders als vorher scheint manches müheloser von statten zu gehen. Gedanken können vorüber ziehen. Lösen sie "gute" Gefühle aus, kann mit ihnen "gespielt" werden. Gedanken werden als Gedanken erkannt. Schwierig zu beschreiben, was gerade passiert. Auf der anderen Seite ist aber auch "alles wie vorher". Das Leben wird "anders" erfahren.
4) Was hat Dir den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?
Das Experiment jedem Impuls sofort nachzugehen, egal ob "Unlust", "Angst", "Albernheit" als Gefühl definiert wurde. Den Gefühlen nachfolgenden Gedanken wurde kurz Aufmerksamkeit geschenkt, ehe wieder Wahrnehmung war.
5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wodurch entstehen sie? Wie funktionieren sie? Für was davon bist Du verantwortlich? Gib ein paar Beispiele aus Deiner direkten Erfahrung.
Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle sind Gedanken, die auftauchen. Sie entstehen in Verbindung mit weiteren Gedanken und Gefühlen,. Gedanken stehen dabei "gleichberechtigt" neben der Wahrnehmung. Ich denke nur, dass ich die Kontrolle habe.
Bsp.: Ich möchte ins Schlafzimmer, finde mich aber in der Küche wieder, ohne es bemerkt zu haben. Bevor ich losging, hatte ich den Gedanken "Ich gehe ins Schlafzimmer" wahrgenommen, ihn vorbei ziehen lassen (ihm keine große Aufmerksamkeit geschenkt), um war plötzlich in der Küche, als die Wahrnehmung wieder bewusst wurde.
Noch ein Beispiel von jetzt. Jetzt wird Druck in den Fingern wahrgenommen. Der Gedanke des Schreibens taucht auf. Weitere Gedanken folgen. Immer wieder Pause, scheinbares Nichtstun, weil Gedanken gesucht werden, die geschrieben werden können. Warten auf den nächsten Impuls. Ich will hier die Fragen beantworten, und kriege es nur schleppend hin, hab es also nicht unter Kontrolle. Ich bin nicht dafür verantwortlich, dass die Gedanken, die ich hier gerade schreibe, so schleppend vorbei ziehen. Noch weniger bin ich dafür verantwortlich, wenn ich denke, das versteht keiner, dass und was ich hier grad schreibe.
6) Möchtest Du noch etwas ergänzen?
Eigentlich schon. Mir fehlen die Worte.
Bleibt mir nur mich ganz herzlich für deine Begleitung zu bedanken. Es war sehr erhellend tiefer "reinzuschauen".

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Re: Wie geht's weiter, wenn es den Weg nicht gibt?

Postby Joram » Tue Dec 13, 2016 2:37 pm

Danke für deine Antworten :-)

es werden jetzt andere Guides sie lesen
und wenn noch Fragen kommen werden diese gepostet.
Dies kann ein Weilchen dauern. :-)

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