Vertrauen ins Leben

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Zimtrose
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Vertrauen ins Leben

Postby Zimtrose » Fri Aug 15, 2014 10:15 am

Hallo,

ich freu mich dieses forum gefunden zu haben!

mein wunsch ist es, dem fluss des lebens mehr vertrauen zu können und loslassen zu können. meinem gefühl nach kämpfe ich ständig, anstatt mich vom leben führen zu lassen. ich habe große angst vor dem loslassen, mich fallen zu lassen, mich anzuvertrauen, dem göttlichen in mir mehr raum zu geben.

ich befinde mich derzeit in einem gewaltigen umbruch, bin auch gesundheitlich angeschlagen und weiß, dass es mir weiterhelfen würde, wenn ich einfach nur vertrauen könnte. - aber keine ahnung, wie das gelingen kann. ich wäre für fingerzeige und hilfe sehr dankbar :-)

ich meditiere seit langer zeit, seit einem halben jahr wieder regelmäßig. dabei konzentriere ich mich auf meinen atem, was mich zu tiefer stille, zu mehr vertrauen und viel liebe führt. seit einigen monaten folge ich dem, was christian meyer lehrt und richte mein bewußtsein auf empfindungen und gefühle und gehe diesen in seiner tiefe nach. ich bin nicht sicher, ob das gut und richtig ist - seitdem kommenh ständig erinnerungen aus meinem leben, vor vielen vielen jahren, es sind aber großteils unwichtige detailerinnerungen, wie: über welche straße ich vor jahrzehnten ging oder in welchem lokal ich einmal war. dann kommen erinnerungen, die mit sehr viel schuld zu tun haben, z.b. als ich als kind einmal einem andern kind etwas weggenommen habe oder wo ich einmal meinem gefühl nach zu viel geld für eine sache bezahlt bekommen habe. - es kommt mir komisch vor, ich bin ja nicht 90 jahre alt (sondern 42) und stehe nicht vor meinem tod und muss ja nichts "bereinigen". kennt das jemand? löst meditation solche prozesse aus? stirbt etwas in mir und will abgeschlossen werden? falls es eine art reinigungsprozess sein sollte: irgendwie komme ich mit dem thema schuld gar nicht voran. diese erinnerungen quälen mich, ich kann es ja nicht mehr rückgängig machen oder um verzeihung bitten, da ich diese menschen nicht näher kenne oder sie bereits verstorben sind.

ich wäre gern frei von angst, frei von schuld und vertrauensvoll entspannt. die menschen, die als "erwacht" gelten haben eine so tief berührende entspanntheit und ruhe. ich suche das sehr in mir und suche meinen weg dort hin.....

es wäre schön, wenn mir jemand ein wenig weiterhilft :-)

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Tompi
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Re: Vertrauen ins Leben

Postby Tompi » Mon Aug 18, 2014 1:18 pm

Hallo Zimtrose,

herzlich Willkommen im Forum. Hast Du Dich hier schon ein wenig umgesehen und vor allem die Gebrauchsanweisung sowie den Willkommenstext gelesen? Hast Du noch Fragen zu den grundsätzlichen Regeln hier, die wir klären sollten?

Du hast in Deinem Text schon einige Punkte angesprochen, die Du suchst und wohl auch von dem Dialog hier versprichst. Das Kernthema, um das es hier geht, kam aber nicht zur Sprache: die Illusion des Ich. Ist es Dir wirklich ein brennendes Verlangen herauszufinden, ob dieses Ich vielleicht nur eine Illusion ist - oder hoffst Du einfach nur darauf, dass Dein Leben ein wenig einfacher wird? Hast Du Dir schon mal die Frage gestellt wer oder was Du eigentlich bist - und vielleicht sogar eine Antwort darauf? Die würde mich sehr interessieren. Denn das wäre unser Startpunkt.

Tom

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Zimtrose
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Definition von ICH und SELBST

Postby Zimtrose » Mon Aug 18, 2014 4:40 pm

Hallo Tom,

bist du DER Tom aus dem youtube-video, wo du am ende auf dieses forum hier verweist? So hab ich nämlich hier her gefunden.

>herzlich Willkommen im Forum. Hast Du Dich hier schon ein wenig umgesehen und vor allem die Gebrauchsanweisung sowie den Willkommenstext gelesen? Hast Du noch Fragen zu den grundsätzlichen Regeln hier, die wir klären sollten?

Denke, ich hab das alles gelesen. Ob ich immer täglich antworten werde, weiß ich jetzt nicht. Der Hauptgrund wird sein, dass ich Dinge gern nachwirken lasse und mich gründlich damit befassen will, dafür will ich mir dann meine Zeit nehmen. Ich hoffe, das darf so sein!

>Du hast in Deinem Text schon einige Punkte angesprochen, die Du suchst und wohl auch von dem Dialog hier versprichst. Das Kernthema, um das es hier geht, kam aber nicht zur Sprache: die Illusion des Ich. Ist es Dir wirklich ein brennendes Verlangen herauszufinden, ob dieses Ich vielleicht nur eine Illusion ist - oder hoffst Du einfach nur darauf, dass Dein Leben ein wenig einfacher wird?

Ehrlich gesagt wüsste ich wirklich sehr gern, was mit Illusion des ICH gemeint ist! Ich kreise, seitdem ich hier gepostet habe, natürlich stark um das Thema. Je mehr ich drüber nachdenke, umso unverständlicher scheint es mir, „das ICH aufzulösen“. Meinem Verständnis nach käme das ja einem psychotischen zustand gleich. Wäre mein ICH aufgelöst/ nicht vorhanden/eine Illusion, könnte ich nicht wahrnehmen, Dinge einordnen, zuordnen, nicht an der Kassa rechnen, hätte keine Gedächtnisfunktionen, etc. All meine kognitiven Funktionen sind ja ein Hauptteil meines ICHS. Ich denke, dass auch das Bewusstsein, meine Bewußtheit und meine Achtsamkeit ein wichtiger teil meines SELBST ist. Ich differenziere zwischen ICH (hauptsächl. kognitive funktionen, identität, biografie) und SELBST. Dem SELBST schreibe ich viel mehr zu, das SELBST ist etwas Größeres als das ICH, das Unbewußte, mein göttlicher Teil, der mich führt, wenn ich es wieder einmal zulassen kann, meine Körperempfindungen und Emotionen, meine Intuition, Inspiration,.....

>Hast Du Dir schon mal die Frage gestellt wer oder was Du eigentlich bist - und vielleicht sogar eine Antwort darauf? Die würde mich sehr interessieren. Denn das wäre unser Startpunkt.

Ja, also das was ich gerade beschrieben habe kommt so ungefähr hin.
Ich bin eher ein SELBST als ein ICH, würde ich so sagen.

Freu mich auf unsere Arbeit! Bin sehr gespannt und neugierig und ja, ich möchte herausfinden, ob dieses ICH eine Illusion ist, wenn ich auch noch nicht genau weiß, was DU unter dem ICH verstehst.

Freu mich sehr auf unsere Arbeit!

Und:
Vielen Dank :-)

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Re: Vertrauen ins Leben

Postby Tompi » Mon Aug 18, 2014 7:00 pm

bist du DER Tom aus dem youtube-video, wo du am ende auf dieses forum hier verweist?
Ja, der bin ich.
Denke, ich hab das alles gelesen.
Soso... ;) Dort wird auch die Zitatfunktion beschrieben - vielleicht guckst Du Dir das nochmal an. Das macht das Lesen des Dialoges deutlich einfacher.
Ob ich immer täglich antworten werde, weiß ich jetzt nicht. Der Hauptgrund wird sein, dass ich Dinge gern nachwirken lasse und mich gründlich damit befassen will, dafür will ich mir dann meine Zeit nehmen. Ich hoffe, das darf so sein!
Jein. ;) Hintergrund des täglichen Austausches ist ein Beibehalten der Intensität des Forschens. Wenn Du also zwei Tage zum Forschen brauchst, wäre das ok. Wenn Dir nach drei Tagen erst wieder einfällt, dass es ja das Forum hier gibt, wäre das nicht ok. ;)
Wäre mein ICH aufgelöst/ nicht vorhanden/eine Illusion, könnte ich nicht wahrnehmen, Dinge einordnen, zuordnen, nicht an der Kassa rechnen, hätte keine Gedächtnisfunktionen, etc. All meine kognitiven Funktionen sind ja ein Hauptteil meines ICHS.
Lass' uns das mal als Einstieg nehmen und das Selbst erstmal beiseite schieben. Du sagst also, das Ich ist notwendig um wahrnehmen zu können. Ohne Ich könntest Du also nicht sehen zum Beispiel. Kannst Du mir das genauer erklären? Beobachte mal nur den Vorgang des Sehens. Wie genau ist das Ich daran beteiligt, dass gerade zum Beispiel dieser Text hier gesehen wird?

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Re: Vertrauen ins Leben

Postby Zimtrose » Tue Aug 19, 2014 6:36 am

hi tom,
Denke, ich hab das alles gelesen.

Soso... ;) Dort wird auch die Zitatfunktion beschrieben - vielleicht guckst Du Dir das nochmal an. Das macht das Lesen des Dialoges deutlich einfacher.
hab nix gefunden. wo soll das stehen? hab das aber noch in keinem forum hinbekommen, ich versuchs mal händisch;-)
Ob ich immer täglich antworten werde, weiß ich jetzt nicht. Der Hauptgrund wird sein, dass ich Dinge gern nachwirken lasse und mich gründlich damit befassen will, dafür will ich mir dann meine Zeit nehmen. Ich hoffe, das darf so sein!

Jein. ;) Hintergrund des täglichen Austausches ist ein Beibehalten der Intensität des Forschens. Wenn Du also zwei Tage zum Forschen brauchst, wäre das ok. Wenn Dir nach drei Tagen erst wieder einfällt, dass es ja das Forum hier gibt, wäre das nicht ok. ;)
gut, ich melde mich spätestens nach 2 tagen, wenn ich mehr zeit brauche, geb ich bescheid.
Wäre mein ICH aufgelöst/ nicht vorhanden/eine Illusion, könnte ich nicht wahrnehmen, Dinge einordnen, zuordnen, nicht an der Kassa rechnen, hätte keine Gedächtnisfunktionen, etc. All meine kognitiven Funktionen sind ja ein Hauptteil meines ICHS.

Lass' uns das mal als Einstieg nehmen und das Selbst erstmal beiseite schieben. Du sagst also, das Ich ist notwendig um wahrnehmen zu können. Ohne Ich könntest Du also nicht sehen zum Beispiel. Kannst Du mir das genauer erklären? Beobachte mal nur den Vorgang des Sehens. Wie genau ist das Ich daran beteiligt, dass gerade zum Beispiel dieser Text hier gesehen wird?
Ich würde sagen, meine Augen nehmen die Buchstaben wahr, das Gehirn verarbeitet sie, lautet sie - hoffentlich sinnbezogen - zusammen, dadurch entstehen Gedanken im Gehirn, die Befindlichkeiten, Handlungspläne bzw. Aktionen auslösen, z.B. dir zu antworten. Mein ICH/SELBST ist wohl auf einer Meta-Ebene daran beteiligt, nämlich als Bewußtsein hinter diesem ganzen Prozess bzw. als entscheidener Motor, wie ich mit den Produktionen der Gehirnaktivitäten umgehen will.

Beim nochmaligen Durchlesen würde ich eigentlich sagen, ich kann auch ohne dem SELBST sehen, denn das Sehen allein ist ja eine rein körperliche Angelegenheit, erst die Gedanken bedingen eine andere, zusätzliche Ebene, um nämlich das Gesehene interpretieren zu können.

Ich merke, dass wir uns erst mal auf eine Definition des ICHs einigen müssten. Ich komme ohne den Begriff des Selbst irgendwie nicht aus. ICH würde ich radikal mal auf Körperliches (Sinne, Empfindungen) und Kognitives reduzieren........Sobald aber die Relfexionsebene des Menschen, sein Identitätsgefühl dazukommt, kommt auch etwas Entscheidendes hinzu, das ich nicht mit dem kleinen ICH gleichsetzen würde......

Puh, bin jetzt selbst grad verwirrt........

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Re: Vertrauen ins Leben

Postby Tompi » Tue Aug 19, 2014 11:13 am

Ich würde sagen, meine Augen nehmen die Buchstaben wahr, das Gehirn verarbeitet sie, lautet sie - hoffentlich sinnbezogen - zusammen, dadurch entstehen Gedanken im Gehirn, die Befindlichkeiten, Handlungspläne bzw. Aktionen auslösen, z.B. dir zu antworten. Mein ICH/SELBST ist wohl auf einer Meta-Ebene daran beteiligt, nämlich als Bewußtsein hinter diesem ganzen Prozess bzw. als entscheidener Motor, wie ich mit den Produktionen der Gehirnaktivitäten umgehen will.
Ganz schön viel Konjunktiv, oder? ;) Du berichtest darüber, als würdest Du "Sehen" nur vom Hörensagen her kennen... Für unsere Untersuchung ist es extrem wichtig, dass Du alles kritisch überprüfst: ist das wirklich wahr? Kannst Du das hier und jetzt in der unmittelbaren Wahrnehmung überprüfen? Oder plapperst Du nur Gedanken nach, die Du irgendwann mal gehört oder gelesen hast?

Entspricht es Deiner unmittelbaren Wahrnehmung, dass Augen die Buchstaben wahrnehmen? Kannst Du ein Gehirn wahrnehmen? Mit Gedanken darin?

Und nimmst Du ganz konkret ein ICH/SELBST wahr, das Einfluss auf die Gedanken nimmt? Wo genau sitzt es? Wie sieht es aus?
Ich merke, dass wir uns erst mal auf eine Definition des ICHs einigen müssten.
Meinst Du wirklich? Reden wir denn über einen abstrakten Begriff, den wir erst definieren müssen? Musst Du dem Kellner in der Kneipe erst erklären, was Du mich "ICH!" meinst, wenn er fragt, wer das Wasser bestellt hat? ;)

Wir gehen darauf später nochmal ein. Mit den Fragen oben hast Du glaube ich erstmal genug zu tun.

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Re: Vertrauen ins Leben

Postby Zimtrose » Tue Aug 19, 2014 12:47 pm

Ganz schön viel Konjunktiv, oder? ;) Du berichtest darüber, als würdest Du "Sehen" nur vom Hörensagen her kennen... Für unsere Untersuchung ist es extrem wichtig, dass Du alles kritisch überprüfst: ist das wirklich wahr? Kannst Du das hier und jetzt in der unmittelbaren Wahrnehmung überprüfen? Oder plapperst Du nur Gedanken nach, die Du irgendwann mal gehört oder gelesen hast?

Entspricht es Deiner unmittelbaren Wahrnehmung, dass Augen die Buchstaben wahrnehmen? Kannst Du ein Gehirn wahrnehmen? Mit Gedanken darin?
Da ich ohnehin gerade lesen muss, überprüfe ich das nochmals:
Ja, es gibt eine Sinneswahrnehmung der Augen, dann geschehen im Gehirn Kodierungs- und Dekodierungsprozesse, danach versucht das gehirn den Inhalt des Gelesenen mit Biographischem/früher Erlebtem zu verbinden, koppelt es an etwas bekanntes (Gedächtnis?) und es entstehen in weiterer Folge Emotionen dazu. Da ist keine höhere Reflexionsarbeit oder ein erhöhtes Bewußtsein. Und ja, es entspricht meiner Wahrnehmung und ich würde sagen, dass ich das im Gehirn verorten kann. Der Kopf ist angestrengt und angeregt beim Lesen. Ich verorte auch meine Gedanken im Gehirn.

Und nimmst Du ganz konkret ein ICH/SELBST wahr, das Einfluss auf die Gedanken nimmt? Wo genau sitzt es? Wie sieht es aus?
Nein, ich meine, dass das eine ziemlich körperlich-kognitive Sache ist. Das ICH - das du ja nicht definieren willst, was uns aber helfen würde, zumindest mir, zu klären, was wir beide darunter verstehen - ist für mich nur in einer Teilkomponente vorhanden.
Ich merke, dass wir uns erst mal auf eine Definition des ICHs einigen müssten.

Meinst Du wirklich? Reden wir denn über einen abstrakten Begriff, den wir erst definieren müssen? Musst Du dem Kellner in der Kneipe erst erklären, was Du mich "ICH!" meinst, wenn er fragt, wer das Wasser bestellt hat? ;)

Wir gehen darauf später nochmal ein. Mit den Fragen oben hast Du glaube ich erstmal genug zu tun.
Ich glaube, wir kommen nicht voran, wenn du nicht genau beschreibst, was du mit dem ICH überhaupt meinst. ich vermute, du meinst nur einen Teilaspekt von dem was die Psychologie mit dem ICH-Begriff meint. meinst du das Kontrollieren, meinst du das Entscheidungen-treffen? Was meinst du denn ? Und was spricht so sehr dagegen, das zu sagen? Wenn es einen Grund dafür gibt, den ich nicht kenne, bitte ich um Transparenz ......

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Re: Vertrauen ins Leben

Postby Tompi » Tue Aug 19, 2014 1:35 pm

Ich glaube, wir kommen nicht voran, wenn du nicht genau beschreibst, was du mit dem ICH überhaupt meinst. ich vermute, du meinst nur einen Teilaspekt von dem was die Psychologie mit dem ICH-Begriff meint. meinst du das Kontrollieren, meinst du das Entscheidungen-treffen? Was meinst du denn ? Und was spricht so sehr dagegen, das zu sagen? Wenn es einen Grund dafür gibt, den ich nicht kenne, bitte ich um Transparenz ......
Du hast natürlich recht, dass man nicht genau sagen kann, ob etwas existiert oder nicht, wenn man keine Kriterien dafür festgelegt hat. Ich könnte zwar vorgeben, was "normalerweise" unter Ich verstanden wird, aber für Deine Untersuchung sollten wir uns auch mit Deiner Definition beschäftigen. Du hast das ja schon teilweise gemacht und dabei ICH und SELBST unterschieden. Möchtest Du das noch konkretisieren?
Ja, es gibt eine Sinneswahrnehmung der Augen, dann geschehen im Gehirn Kodierungs- und Dekodierungsprozesse, danach versucht das gehirn den Inhalt des Gelesenen mit ......
Gehen wir mal einen Schritt zurück... Woraus besteht die Wahrnehmung? Man spricht ja normalerweise von den fünf Sinnen (sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen). Gedanken sind entweder durch sehen und hören repräsentiert (man "hört" seine Gedanken bzw. sieht z.B. Erinnerungs-Bilder) oder wir können es auch als sechsten Sinneskanal definieren. Das bedeutet: absolut alles, was hier und jetzt gerade wahrgenommen wird, entspringt ausschließlich diesen sechs Kanälen. Würdest Du mir da zustimmen?

Mit welchem dieser sechs Kanäle nimmst Du jetzt gerade ein Gehirn wahr? Kannst Du es sehen? Schmecken? Riechen?

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Re: Vertrauen ins Leben

Postby Zimtrose » Tue Aug 19, 2014 3:40 pm

Ich könnte zwar vorgeben, was "normalerweise" unter Ich verstanden wird, aber für Deine Untersuchung sollten wir uns auch mit Deiner Definition beschäftigen. Du hast das ja schon teilweise gemacht und dabei ICH und SELBST unterschieden. Möchtest Du das noch konkretisieren?
o.k., gut.
genau: das kleine ICH, das größere, mehr umfassende SELBST.
Bewusstsein und Bewusstheit ist noch etwas, das dazugehört, zum größeren SELBST: Ich spüre mich beim Meditieren oft als Bewusstseinsfeld und weiß nicht genau, ob das ein Teil von mir ist oder ob ich das eigentlich BIN.
Ich würde sagen, es gibt aus dem Körper "ausgelagerte" Selbst-Anteile, so wie Gott in mir drinnen und Gott im Außen. Es gibt Energiekanäle, die ich eindeutig im außerhalb-meines-Körpers wahrnehmen kann, (hab da auch Szizzen im Internet dazu gefunden, weil ich zuerst dachte, ich spinne) Dieses Bewusstseinsfeld beim Meditieren ist größer als mein Körper und ebenfalls innerhalb UND außerhalb.
Ja, es gibt eine Sinneswahrnehmung der Augen, dann geschehen im Gehirn Kodierungs- und Dekodierungsprozesse, danach versucht das gehirn den Inhalt des Gelesenen mit ......

Gehen wir mal einen Schritt zurück... Woraus besteht die Wahrnehmung? Man spricht ja normalerweise von den fünf Sinnen (sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen). Gedanken sind entweder durch sehen und hören repräsentiert (man "hört" seine Gedanken bzw. sieht z.B. Erinnerungs-Bilder) oder wir können es auch als sechsten Sinneskanal definieren. Das bedeutet: absolut alles, was hier und jetzt gerade wahrgenommen wird, entspringt ausschließlich diesen sechs Kanälen. Würdest Du mir da zustimmen?
klar.
Mit welchem dieser sechs Kanäle nimmst Du jetzt gerade ein Gehirn wahr? Kannst Du es sehen? Schmecken? Riechen?
mit dem gewahrsein einer inneren gewissheit . mit einer art "hinfühlen", so wie man in den darm ja auch hinspüren kann, obwohl der angeblich keine nerven drinnen hat.
also mit den beiden sinnen: fühlen + 6.sinneskanal, den wir wieder einmal noch nicht definiert haben ;-)

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Korrektur

Postby Zimtrose » Tue Aug 19, 2014 4:14 pm

äh, ich muss mich korrigieren.

du meinst mit dem 6.sinneskanal das denken, richtig?

insofern würde ich gern noch einen 7.sinneskanal dazunehmen, den der erweiterten bewußtseinswahrnehmung (intuition, hellfühlen, hellsehen, innere gewissheiten, vorausahnungen)

so: mein gehirn kann ich fühlen, weil wenn es nicht da wäre, würde ich das auch merken/ fühlen.
da ich denken und buchstaben tippen kann, kann ich es auch durchs eigene denken wahrnehmen.

stimmt auch wieder nicht, weil direkt fühlen im sinne von angreifen kann ichs nicht, also ich kann indirekt aus seiner aktivität schließen, dass es da ist.

worauf willst du hinaus?

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Re: Vertrauen ins Leben

Postby Tompi » Tue Aug 19, 2014 6:56 pm

stimmt auch wieder nicht, weil direkt fühlen im sinne von angreifen kann ichs nicht, also ich kann indirekt aus seiner aktivität schließen, dass es da ist.

worauf willst du hinaus?
Genau darauf: es ist ein indirekter Schluss, also letztendlich ein Gedanke, und kein Gefühl. Du hast eine Vorstellung von "Gehirn", aber in Deiner unmittelbaren Wahrnehmung taucht es nicht auf. Was dort auftaucht sind Gedanken - die Du der Vorstellung entsprechend einer Gehirntätigkeit zuschreibst. Doch wenn wir uns nicht auf Vorstellungen und Annahmen verlassen wollen, bleiben nur Gedanken über ein Gehirn übrig. Richtig?
insofern würde ich gern noch einen 7.sinneskanal dazunehmen, den der erweiterten bewußtseinswahrnehmung (intuition, hellfühlen, hellsehen, innere gewissheiten, vorausahnungen)
Damit ist es glaube ich ähnlich: das, was Du Intuition nennst, ist doch entweder ein plötzlich auftauchender Gedanke oder ein Gefühl. "Hellfühlen" bedeutet wohl, dass ein Gefühl vorhanden ist - verbunden mit bestimmten Gedanken zu dessen Ursprung. Bist Du Dir sicher, dass es einen von den anderen unabhängigen 7. Kanal der Wahrnehmung gibt?

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Re: Vertrauen ins Leben

Postby Zimtrose » Wed Aug 20, 2014 5:56 am

hi tom,

du stellst die gesamte kognitive menschliche entwicklung in frage. die gesamte psychologie basiert auf der annahme eines ICH-modells, die höhere mathematik, die komplette chemie basieren auf modellen, auf indirekten schlüssen - diese wissenschaften halten sich doch sehr erfolgreich in der welt, oder;-)

der gedankengang, mein gehirn existiere nicht, weil ich es nicht unmittelbar angreifen kann ist doch grotesk, ebenso wie der gedankengang, ICH-funktionen würden nicht existieren, weil ich sie nicht sehen kann.

unterliegt die gesamte menschheit einem kollektiven irrtum?

ich empfinde unsere diskussion als extrem anstrengend, total verkopft und abgehoben. ich bekomme auch kopfschmerzen davon.

mein wissen im spirituellen bereich gründet immer auf erfahrungen, es ist sozusagen ein efahrungswissen, z.b. erfahrungen, die ich beim meditieren mache....

ich merke, dass mir dieser verkopfte zugang nicht liegt, ich denke, ich brauche eher erfahrungen der ICH-losigkeit.
die diskussion läuft für mich auch nicht zufriedenstellend. ich sehe da keinen sinn drinnen. du versuchst mich irgendwo hin zu bekommen, ich stecke aber in fragen, die mal grundsätzlich das ICH und SELBST betreffen und wollte das erst mal klären und aufdröseln, um weiter gehen zu können.

ich werde daher hier stoppen.
vielen dank für deine energie, deine zeit und dein engagement. ich weiß das zu schätzen!
aber dieser weg fühlt sich für mich nicht stimmig an, im gegenteil, ich merke, das tut mir nicht gut.

dennoch denke ich, dass ich anregungen und anstöße mitnehme und vielleicht ist es ein baustein, um auf andere weise mein ziel zu finden.........

ganz herzlich :-)

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Re: Vertrauen ins Leben

Postby Tompi » Wed Aug 20, 2014 4:04 pm

Ich kann gut verstehen, dass Dir das grotesk vorkommt und anstrengend für Dich ist. Doch es geht gar nicht um ein verkopftes, vorgefasstes Bild in das ich Dich pressen wollen würde, sondern um die ehrliche, unvoreingenommene Untersuchung der direkten Wahrnehmung - also um direkte Erfahrung.

Es ist vollkommen ok hier abzubrechen, wenn sich das nicht gut für Dich anfühlt.

Ich wünsche Dir alles Gute.


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