Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

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Mayalu
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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Mayalu » Thu May 22, 2014 12:37 pm

Das ist erstaunlich. Die tauchen (immer weniger) auf, sie werden zum Teil heftig erlebt oder auch gar nicht und verschwinden viel schneller wieder.

In der Tat erstaunlich! Vor ein paar Tagen hörte sich das noch ganz anders an. Beobachte aber mal, ob die Abwesenheit von Angst womöglich zu einem "Prüfstein" wird , und der Gedanke auftaucht: "Jetzt habe ich schon 2 Stunden lang Angst, also war das alles Quatsch und mich gibt es doch", und dann "Mooji hat solche Gedanken bestimmt nicht" etc.. Diese Gedanken kommen ganz bestimmt :)
Aber Hallo, ich beobachte das weiter mit allem, was auftaucht und werde berichten.
Was weißt du über DEINE Geburt und DEINEN Tod, in direkter Erfahrung?
Öhm, nix. *kopfkratz*

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Ingen
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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Ingen » Thu May 22, 2014 12:40 pm

Hast du gerade beschlossen, dich am Kopf zu kratzen? Oder ist das von selbst passiert?

Ich glaube, du läßt das alles mal sacken, gehst spazieren und beobachtest. Bin gespannt, was die nächsten Tage bringen!

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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Mayalu » Fri May 23, 2014 12:38 pm

Selbstverständlich hat niemand beschlossen, sich am Kopf zu kratzen. Genau so wenig, wie ich die Flasche Wasser nehme und trinke, während ich hier lese. Das geschieht einfach. Nun könnte ich sagen, in der Grundannahme, dass ich es mache, aber das stimmt einfach nicht. Was stimmt, ist dass es sich immer SO angefühlt hat, weil es nie hinterfragt wurde.

Als ich vor Autofahren gelernt habe, dachte, ich müsste permanent auf die Füße starren, um zu wissen, wo Bremse, Kupplung und Gaspedal sitzen, weil ich dachte, ich könnte mir das einfach nicht merken, zumal ich mich ja gleichzeitig auf den Straßenverkehr konzentrieren sollte. hihi.... Bis es dann irgendwann selbstverständlich wurde, die Unruhe abnahm und fahren einfach geschah. Vielleicht verhält es sich mit der Ich-Idee ähnlich. Mir fällt die letzten Tage verstärkt auf, dass, wenn Angstgedanken auftauchen, sofort ein Erschrecken stattfindet und der Gedanke "jetzt geht's wieder los". Es dauert tatsächlich immer einige (auch deutlich längere) Momente, bis einsickert, dass es niemanden gibt, der Angst haben könnte. Wie ein schwerer Anker, der erst ausgeworfen wird, damit das Schiff endlich stoppt. Und es ist jedesmal eine Neuigkeit, als hätte ich diese Untersuchung nie gemacht. Und jedesmal "Puh!!", loslassen. Die Angst wird kleiner, das Gefährt deutlich ruhiger und die Gedanken verlieren an Macht, an Intensität. Natürlich kommt stehenden Fußes die Bewertung "Einbildung, ist halt im Moment nicht so schlimm. Das ist auch bloß wieder eine Geschichte." Fakt ist, so ist es. Ende. Egal, was da an Gedanken zusätzlich auftaucht.

Zum Thema Kontrolle kann ich noch beitragen, dass ich viele Vorlieben hinsichtlich gerne gegessener Lebensmittel schlicht verloren habe. Es gibt dafür keinen Grund. Weder Ekel noch zu viel davon gegessen oder sowas. Es gibt zu diesem Lebensmittel einfach keine "Resonanz" mehr, bis es sie vielleicht wieder gibt. Das Witzige ist, ich habe in der Vergangenheit z. B. massenhaft und immer wieder Äpfel gekauft, die ich dann anschließend in den Bio-Komposter geworfen habe. Also nur die Idee, von "ich esse gerne Äpfel, weil sie gesund sind und ich sie immer gegessen habe", lässt mich die Äpfel kaufen, aber noch lange nicht essen. Das lässt mich ahnen, dass es weitaus verrücktere Ideen vom Ich gibt, die absolut nichts mit dem zu haben, was hier abgeht.

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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Ingen » Fri May 23, 2014 2:03 pm

:-)

Ich habe dem gerade gar nichts hinzuzufügen. Ich freue mich über deine Berichte!

Und bin gespannt, wie es sich weiter entwickelt.

Alles Liebe.

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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Ingen » Fri May 23, 2014 2:05 pm

Hörte sich das an wie ein Abschied? So war es nicht gemeint!!! Es geht noch weiter, aber wir sind in der Sackenlassenphase.

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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Mayalu » Sun May 25, 2014 11:08 am

Sackenlassenphase.

Es gibt Dinge, die tauchen immer wieder auf. Erinnerungen, Angst, Zweifel, ein diffuses drückendes Bauchgefühl. Die Gefühle und Gedanken betreffen immer Erinnerungen, die JETZT auftauchen. Gedanken werden durch Gedanken bewertet, immer wieder. All die Phänome, wenn ich da hinein schaue, und ich traue mich jetzt immer öfter, sind sie leer. Da ist einfach kein Ich, das gefunden werden kann, das all diese Dinge für sich beansprucht. Diese Erfahrung allein, dieses Wahrnehmen, dass da niemand ist, dem dieser Schmerz und die auftauchenden Gefühle gehören, ist Frieden. Ein Frieden, der immer öfter wahrgenommen wird. Die Muster, die Konditionierungen sind hartnäckig. Sie verschwinden nicht dauerhaft, nur weil ihnen weniger geglaubt wird, vielleicht tun sie das nie. Es geht auch nicht darum, das, was unleugbar da ist, zu ändern. Ein Überschminken der Realität. Die imaginäre Stellschraube heißt "Ich". Sie ist schon ein wenig verrostet und löst sich nur langsam, aber mit jedem Hammerschlag wird klar, dass die Schraube sich löst, die Beweglichkeit zunimmt, die Freiheit innerhalb der imaginären Grenze größer wird. Am Ende: War da jemals eine Schraube?

Ich forsche weiter, melde mich später noch einmal. Jetzt sind wir auf einem Geburtstag eingeladen und ich muss mich ein wenig beeilen.

Liebe Grüße

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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Mayalu » Sun May 25, 2014 5:18 pm

Als ich mit dem Auto durch die Landschaft gefahren bin, habe ich mir den Himmel angeschaut, der so weit weg schien und über den ich gar nichts weiß. Einfach eine offene Weite, wunderschön, strahlend, unbekannt. Die Wälder rechts der Autobahn tauchten auf und waren einfach da, nichts weiter. Da war etwas Geheimnisvolles, etwas, das sich nicht greifen lässt. Schönheit, Spannung, das Unbekannte. Die Eindrücke, so faszinierend, so einzigartig. Es ist wie Meditation, es tut sich kein Loch auf, in dem man verschwindet, aber das Einsinken in das, was wahrgenommen wird, da gibt es kein hier und kein da. Da gibt es scheinbar nichts außerhalb von mir. Dann wieder Essen gehen, über alltägliche Dinge sprechen, lachen, auch das läuft alles ab, ohne dass es jemanden gibt, der das alles macht. Ich höre mich Dinge sagen, die mich ärgern, die aber völlig unkontrolliert gesprochen werden. Und ich kann nicht verhindern, dass wieder unangenehme Gefühle auftauchen, dass Bewertung auftaucht. Es ist wirklich so, dass es niemanden gibt, der irgendwas dafür oder dagegen tun kann. Ich könnte mich nicht einmal dazu entschließen, nichts zu sagen, um dieses Dilemma zu umgehen. Dafür ist dieser Körper offenbar nicht gemacht. Er muss einfach reden und wenn er redet, dann offenbar auch dummes Zeug, er haut auch mal einen Witz raus. Eigentlich bin ich dann sofort wieder in dem Gedankenkarussel, aber das löst sich derzeit relativ schnell. Nein, reflektierend ist es so, dass niemand nachdenkt und folglich braucht es auch niemanden, dass etwas gesagt wird. Wenn es anders erscheint, dann erscheint "ich kann auch erst nachdenken, bevor ich rede". Deswegen gibt es hier noch lange keine Kommandozentrale, die mal nachdenkt und dann wieder nicht nachdenkt.

Wie auch immer dieses Energiemodell funktioniert, es funktioniert.

Das waren meine Gedanken zum Sonntag. Gibt es noch irgendeine Übung, die ich machen kann, liebe Ingen?

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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Ingen » Sun May 25, 2014 8:49 pm

Es gibt nicht EINE Übung, sondern es verbleibt einfach: schauen, schauen, schauen. Buchstäblich und auch im übertragenen Sinne. Du machst das ja auch schon. Es gibt unendlich viel zu erforschen, was vorher nicht möglich war, weil das angebliche ich sich in all den Problemen so verhakt, dass da kein Raum zum gucken war.

Deine Beschreibung des Alltags liest sich sehr schön.

Aber sag du selbst, Mayalu: Was fehlt?

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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Mayalu » Mon May 26, 2014 5:58 am

Aber sag du selbst, Mayalu: Was fehlt?
Es ist nicht, dass etwas fehlt. Es ist immer und immer wieder die Frage "kann es das schon sein?" Es ist so, dass die Selbstverständlichkeit, mit der ich bislang angenommen habe, dass dieses Ich der Handelnde ist, im Alltagserleben in dieser Selbstverständlichkeit noch nicht Platz genommen hat. Es bedarf immer wieder eines genauen Schauens. Es ist wie mit Autofahren, oder? Irgendwann geschieht Autofahren so wie irgendwann Klares Sehen geschieht ohne genau hinschauen zu müssen. Und trotzdem gibt es Momente, z. B. wenn ich von Schaltgetriebe auf Automatik umsteige, dass ich die Bremse mit der Kupplung verwechsle, bis wieder klar ist, "ach so, anderes Auto". Sobald sich der "Kopf" einschaltet und meint, er müsste übernehmen - Chaos. Im Fluss dieses automatischen Geschehens gibt es einfach nichts anderes, es wird über nichts nachgedacht. Da ist einfach das, was gerade geschieht. Das kann eigentlich auch nur reflektiert werden, weil IM Moment nur das ist, was gerade ist. Und wenn ich darüber rede ist es immer eine Erinnerung an das, was wahrgenommen wurde, also immer später.

Liebe Ingen, es fehlt genau genommen nichts. Da ist die Illusion, die sich nicht auflöst, weil ich die Vorstellung habe, das müsste so sein. Alles geschieht weiter wie bisher. Wenn mir etwas fehlt, dann ist das - ganz ehrlich - oft ein Gesprächspartner, mit dem ich mich austauschen kann. Es gibt einfach niemanden, mit dem ich darüber reden kann (außer mit dir jetzt natürlich:-) ). Ich habe oft das Bedürfnis das zu tun und an manchen Tagen nicht, da scheint jedes Wort zu viel.

Da ist nichts, das fehlt. Es sind nur Gedanken.

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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Ingen » Mon May 26, 2014 8:40 am

Es ist wie mit Autofahren, oder? Irgendwann geschieht Autofahren so wie irgendwann Klares Sehen geschieht ohne genau hinschauen zu müssen.
Machst du da gerade ein Ziel draus, das in der Zukunft liegt und auf das du hinarbeiten kannst? Wenn Klares Sehen geschieht und alles wie von selbst läuft, dann ist das schön. Wenn sich "der Kopf einschaltet" und "Chaos verursacht", dann ist es eben das, was in großer Klarheit passiert. Und genauso wie Zähne putzen und Äpfel essen (hihi) gesunde Gewohnheiten sind, kann achtsames Schauen und Reflektion nützlich sein.

Die Wahrheit bleibt davon unberührt. Es ist, was ist.

Ich meine eigentlich, dass du bereit bist für die Abschlußfragen, die ich dir eine nach der anderen stellen würde. Damit noch mehr Zeit zum Sackenlassen ist, falls die Angstgedanken wieder übernehmen.

Übrigens gibt es im LU-Netzwerk reichlich Möglichkeit zum Austausch.

Was meinst du, bist du bereit für die Abschlußfragen?

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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Mayalu » Mon May 26, 2014 11:44 am

Was meinst du, bist du bereit für die Abschlußfragen?
Ich bin bereit! :-)

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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Ingen » Mon May 26, 2014 11:48 am

Ok. Nimm dir Zeit, beantworte gerne ausführlich und aus deiner eigenen Erfahrung (natürlich!) und fühle nach. Wenn irgendwas unklar ist, sag' Bescheid.

Gibt es in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?

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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Mayalu » Mon May 26, 2014 5:22 pm

Gibt es in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?
Es gibt das „Ich“ als Idee, als Konzept. Ein eigenständiges Ich, das denkt, fühlt, handelt, spricht, sieht, hört oder riecht gibt es nicht. Es handelt sich um eine selbstverständliche Grundannahme, die nicht hinterfragt wird. Das „Ich“ etabliert sich in der Biografie als Idee, es ist aber bis zum Zeitpunkt der Erforschung in der Regel weit mehr als bloß eine Idee, ein Gedanke. Obwohl ich nie hätte beschreiben können, was das „Ich“ überhaupt ist, wird es als ein starkes Lebensgefühl, als die Basis, wahrgenommen - ohne die Bohne Realität, und das ist wirklich erstaunlich. Und weil das so ist, weil dieses scheinbare „Ich“ überhaupt keine Substanz hat, ist es bei jeder Erforschung im Alltag zerbröckelt. Es konnte einfach als Prominenz in nichts, was untersucht wurde, gefunden werden. Leben geschieht ohne ein Zentrum, eine Kommandozentrale oder einen Steuermann. Das, was wahrgenommen wird, „verursacht“ oft eine Reaktion im Körper oder es gibt ausschließlich Gedanken, die ein Gefühl der Realität produzieren, aber es gibt - neben der Tatsache, dass ihnen nicht geglaubt werden muss - zu keinem Zeitpunkt jemanden, dem all das gehört. All das geschieht, aber es geschieht niemandem.

Das „Ich“ hält keiner Untersuchung stand. Da ist Wahrnehmung in all ihren Facetten. Es ist das, was offenbar schon immer war, nur nie gesehen wurde.

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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Ingen » Mon May 26, 2014 5:34 pm

Schön! Bei der zweiten Frage gibt's dann Überschneidungen. Vielleicht kannst du noch ein Beispiel finden, oder so.

2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst.

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Re: Ich bin neu hier - erbitte Hinweise und Begleitung

Postby Mayalu » Tue May 27, 2014 9:33 am

2) Erkläre detailliert was die Ich-Illusion ist, wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur Deine eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie Du es jetzt gerade erlebst.
Die Ich-Illusion ist ein Gedankenkonstrukt, das „mein“ und „dein“, Subjekt und Objekt trennt. Sie etikettiert und filtert die unmittelbare Wahrnehmung, so dass das, was wahrgenommen wird, sofort zu einer persönlichen Erfahrung gemacht wird. Wenn Angst als Gedanke auftaucht, ist es das, was geschieht. In der Ich-Illusion folgen dem Angstgedanken weitere Gedanken, die eine Geschichte erzählen. Sie macht den Angstgedanken real, erlebbar, zu „meiner Angst“, schwächt in der Folge die gesamte Konstitution, erschafft ein abgetrenntes Leben in Leid. Die Ich-Illusion lebt von Erinnerungen (Vergangenheit) und Zielen (Zukunft), die alle JETZT im gegenwärtigen Moment NUR in Gedanken erlebt werden. Die Ich-Illusion hat keine Realität, wenn sie untersucht wird. Dringt man also in das imaginäre Zentrum der Ich-Illusion in irgendeiner Erfahrung vor, wird man genau das feststellen. Leere, Stille. Und doch ist die Erfahrung da und verursacht möglicherweise körperliche Sensationen. Die Angst als meine Beispielerfahrung macht das sehr häufig.

Das „Ich“ verschwindet nicht, nur weil es als Illusion erkannt wird. Hier entstand während der letzten Tage immer wieder der Gedanke „du hast es noch nicht“. In Stresssituationen kann es geschehen, dass alte Muster stark hochkommen und auch gelebt werden, so dass im Moment nicht klar gesehen wird. Aber auch das gehört dazu.

Die Ich-Illusion überdeckt das, was gerade ist, weil sie ständig auftauchenden Gedanken nachhängt und sie als „meine Gedanken, meine Gefühle, mein Bewusstsein, mein was-auch-immer“ illustriert. Damit und den Nebeneffekten dieser Gedanken ist eine scheinbare Person nahezu den ganzen Tag beschäftigt. Die Einfachheit dessen, was tatsächlich gerade ist, kann so unmöglich wahrgenommen werden. So funktioniert der Trick.


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