die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

barb
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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby barb » Sun Aug 14, 2022 12:34 pm

Ja, es sei denn man verliert sich wieder in Gedanken und ein scheinbares Ich hat irgendwelche Probleme.
Ist das denn mehr als eine Gedankengeschichte?
Ich drehe mich im Kreis.
Vielleicht ist es ja ein Strudel oder eine Spirale, die sich momentan noch wie ein Kreis anfühlt... :)
Ich weiß, es ist das was passiert. Probleme gibts nur damit, wenn "Ich" sie habe.
Das "Ich" lässt sich aber nirgends finden und doch blick ich es nicht...
Was erwartest du wie es ausschaut wenn du es blickst? Kontempliere da wirklich drüber!
Bist du sicher, dass es Vorbestimmung gibt
Geht man das zu Ende, passiert einfach alles, so war es gemeint.
Ja genau... Verzeih, wenn ich manchmal pingelig erscheine. Oft kann ich mir schon denken wie du etwas meinst, aber ich frag da lieber nach, nicht dass wir ein verborgenes Glaubensmuster übersehen, das eventuell gut wäre anzuschauen...
Ich komme langsam an einen Punkt, an dem es kein vor und zurück mehr gibt. So stell ich mir Koans vor.
Jede Frage scheint zur unüberwindbaren Hürde zu werden, wenn man noch irgendwie aus dem Ich agiert.
Wie das denn? Wie agierst du aus dem ICH? Wie schaut das aus? Beobachte und erzähle...
Direkt geschaut: Wahrnehmung (DE) ist alles was ich finden/wissen kann. Alles darüber hinaus sind Gedankengeschichten in denen problemlos alle möglichen Aussen vorstellbar sind.
Ja stimmt, aber solange das nur eine weitere Gedankengeschichte und nicht direktes Erleben ist hilft es nicht viel... :)
Was findest du wenn du schaust: Ist Wahrnehmung ein Container in dem alles erscheint? (SCHAUEN NICHT DENKEN!)
Diese grauenhafte Frage...wahrscheinlich wollte ich sie nicht schieben sondern unbeantwortet lassen.
Direkt geschaut: sofort der Gedanke(ich weiß, nicht mit denken), zu 100% ja, Wahrnehmung ist irgendwie ein "Paket/Container" das wahrgenommen wird. Und sofort das Problem "wer steht diesem Paket gegenüber/wer nimmt es wahr.."
Das überprüfen in der DE verlässt mich hier zuverlässig...der Berg von dem ich schrieb:/
Was wäre, wenn hier dieses Nichtfinden, diese Abwesenheit einer Antwort, diese Stille die Antwort wäre? Stell dir die Frage nochmal, SCHAU hin, nimm diesen Berg, diese Abwesenheit einer Antwort wahr und starre in den Abgrund!
Und findest du da jemanden der sieht oder fühlt? Ist da jemand?
Beim Fühlen ist es am eindrücklichsten. Bspw. bei der Empfindung, wenn die Hand etwas berührt.
Ich komme bis zu dem Punkt, an dem klar ist, dass die Empfindung vollkommen für sich steht, ein Empfindender ist nicht zu finden und würde das ganze sinnlos verkomplizieren. Empfinden ist. Nur stellt sich einfach keine Erkenntnis ein, dass da demzufolge tatsächlich Keiner ist. Als würde man ganz nah rangehen und sich im letzten Moment abwenden.
Wie sollte diese Erkenntnis deiner Erwartung nach aussehen? Knallende Champagnerkorken mit Engelsgesang? Oder lieber Trommelwirbel und Fanfaren? Bei den meisten ist es kein plötzlicher Plopp, dieses Nichtfinden eines Empfinders von deinem Beispiel ist die Erkenntnis... :) Man muss nur einfach immer wieder hinschauen und nach einer getrennten Entität suchen, solange bis die tiefe Überzeugung überhand nimmt, dass da keine ist...
Bei mir ist definitiv immerzu Murmeltiertag, aber ich bin einer der Protagonisten die alles am nächsten Tag vergessen haben..
Tja, aber nicht vergessen hast du all die wunderbaren Geschichten über „Erwachen“ und wie es auszusehen hätte, wie toll und wunderschön das Leben dann wäre usw... Versuch mal das alles zu vergessen, denn diese Erwartungsgeschichten verhindern das Sehen dessen was schon immer der Fall ist...
Alles ein Happening... Ein riesiges kosmisches Spektakel... Ist das nicht absolut erstaunlich?
Es ist so herrlich einfach. Heute nach dem Aufstehen, als das denken noch nicht alles zugekleistert hat, war es so.
Alles passiert einfach, ohne einen Macher.
Wollte grad schreiben, hoffentlich bleibt das noch ein Weilchen, aber schon der Gedanke ist da zuviel..
Ja, einfach immer wieder hinschauen und das erkennen...

Es ist niemand da der aus dieser illusionären Gedankenschleife rauskommen könnte. Es muss immer und immer wieder gesehen werden, dass diese vermeintliche Schleife auch nur eine Reihe von Gedanken sind die genauso geschehen wie der Wind, Regen, Sturm, Sonnenschein, Atem. Das ist eben etwas was das Gehirn unter anderem tut - denken. So wie die Lunge mit dem Atem beschäftigt ist, die Verdauungsorgane mit dem Verdauen, die Entgiftungsorgane mit dem Entgiften – niemand da der das kontrolliert...

Es ist wichtig zu akzeptieren, dass diese Gedankenschleife jetzt nun mal da ist – ohne dass das jemand steuert. Natürlich gibt es Möglichkeiten diese zu beruhigen, aber da muss man dann schon ein bisschen Zeit investieren. Was ich so mitgekriegt habe zwischen 12 und 30 Minuten täglich, da beruhigt sich dann mit der Zeit wirklich einiges im Bezug auf denken...

ABER zum Durchschauen der Ich-Illusion ist das erstmal nicht erforderlich, nur eben, wie erwähnt, das Sehen und Akzeptieren, dass das genauso ein Happening ist... :)
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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby Flatterulme » Sun Aug 14, 2022 6:50 pm

Ist das denn mehr als eine Gedankengeschichte?
Nein, ist es nicht.
Kein Ich zu finden. Weder "echt" noch "scheinbar".
...Ich befürchte, dass hab ich nicht zum letzten mal geschrieben
Was erwartest du wie es ausschaut wenn du es blickst? Kontempliere da wirklich drüber!
Solange "Ich" da blicken will, wird das nix. Das Ziel wird so einfach immer unerreichbar vor mir hergeschoben.
Oder noch genauer, es wird überhaupt erst ein "Ziel" erschaffen.
Als wäre man schon längst angekommen und überlegt krampfhaft den ersten Schritt und den passenden Anzug für den Weg dahin.
Wie das denn? Wie agierst du aus dem ICH? Wie schaut das aus? Beobachte und erzähle...[/quote
Agieren geschieht einfach, dass macht keiner. Da brauchts kein Ich zu.
Das sollte ich mittlerweile besser wissen...aber der Satz fliegt mir bestimmt um die Ohren :)

Was wäre, wenn hier dieses Nichtfinden, diese Abwesenheit einer Antwort, diese Stille die Antwort wäre? Stell dir die Frage nochmal, SCHAU hin, nimm diesen Berg, diese Abwesenheit einer Antwort wahr und starre in den Abgrund!
Während dem schauen und nichtfinden, war es irgendwann so das ich bemerkt habe, dass Wahrnehmung die ganze Zeit ununterbrochen war. Ich war quasi "umhüllt" von Wahrnehmung, einschließlich meines Körpers, meiner Gedanken. Alles andere also kontemplieren, ziellos sehen etc. war ebenfalls Wahrnehmung. Alles war Wahrnehmung. Also wenn überhaupt, dann sitze ich in dem "Container" mit drin und schaue nicht von außen drauf. Alles ist überhaupt nur möglich, weil es Wahrnehmung gibt und nicht weil ich es wahrnehme.
Wie sollte diese Erkenntnis deiner Erwartung nach aussehen? Knallende Champagnerkorken mit Engelsgesang? Oder lieber Trommelwirbel und Fanfaren?
Das immer einer zuviel war, bloß wer sollte diese Erkenntnis dann haben...
Ja, einfach immer wieder hinschauen und das erkennen...
Eigentlich liegen alle Karten auf dem Tisch, jetzt ist es an mir immer wieder zu schauen.
Verzeih, wenn ich manchmal pingelig erscheine.
Da gibt es nichts zu verzeihen, du weißt offensichtlich genau was du tust.
Und auch wenn ich manchmal verzweifelt klinge, stehe ich immer noch in Flammen für diese Untersuchung :)
Vielleicht ist es ja ein Strudel oder eine Spirale, die sich momentan noch wie ein Kreis anfühlt... :)
Das würde bedeuten, dass es kein zurück mehr gibt....andererseits steht, seit deinem guiden, hinter vielen Dingen eh ein Fragezeichen. Also ganz zurück geht eh nicht mehr :)

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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby barb » Mon Aug 15, 2022 11:51 am

Solange "Ich" da blicken will, wird das nix. Das Ziel wird so einfach immer unerreichbar vor mir hergeschoben.
Oder noch genauer, es wird überhaupt erst ein "Ziel" erschaffen.
Als wäre man schon längst angekommen und überlegt krampfhaft den ersten Schritt und den passenden Anzug für den Weg dahin.
Alles Geschichten! Was erhoffst du dir davon wie es ist, wenn du es erkennst? Was sollte anders sein als es jetzt gerade ist? Vergiss für die Antwort alle wunderbaren Geschichten die du bis jetzt gelesen und gehört hast wie "Befreiung" aussieht, und erzähle deine Version, das was du meinst zu erleben, das was dir jetzt gerade fehlt...
Alles ist überhaupt nur möglich, weil es Wahrnehmung gibt und nicht weil ich es wahrnehme.
Ist da Ich (also Wahrnehmender) – wahrnehmen – Wahrgenommenes?
Wie sollte diese Erkenntnis deiner Erwartung nach aussehen? Knallende Champagnerkorken mit Engelsgesang? Oder lieber Trommelwirbel und Fanfaren?
Das immer einer zuviel war,
Was ist es das du loswerden willst?
bloß wer sollte diese Erkenntnis dann haben...
Erkenntnisse geschehen, braucht es eine eigenständige Entität dafür die diese „besitzt“?
Eigentlich liegen alle Karten auf dem Tisch, jetzt ist es an mir immer wieder zu schauen.
Genau :)


Worauf bezieht sich das Wort "ICH"?

Nehmen wir mal ein anderes Wort her, z.B. Feuer:

Gibt es „Feuer“ wirklich? Es gibt Holz/Kohle, Flammen, Glut usw., ist irgendetwas davon „Feuer“? Oder ist das nur ein Wort , das wir für die Kommunikation benutzen um uns miteinander zu verständigen?

Jetzt schau dir mal das Wort „Ich“ an. Worauf bezieht sich dieses Wort? Da gibt es Gedanken, Gefühle, körperliche Wahrnehmungen, gehörte Geräusche, Gesehenes – ist irgendwas davon ein „Ich“? Oder ist das nur ein Wort das wir für die Kommunikation benutzen um uns miteinander zu verständigen?

Was ist dieses Ich, das du loswerden willst, das zu viel ist?
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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby Flatterulme » Mon Aug 15, 2022 8:14 pm

Was erhoffst du dir davon wie es ist, wenn du es erkennst?
Bin leergelaufen. Ich könnte nur wieder neue Hirnverrenkungen präsentieren, die du mir aber wahrscheinlich postwendend aus der Hand schlägst...
Das einzige was bleibt, ist das was die ganze Zeit schon ununterbrochen war, Leben/Wahrnehmung.
Bloß das keiner drinsteckt der entscheidet/handelt, alles geschieht einfach.
Was sollte man erkennen, was nicht bloß wieder Gedankeninhalt ist...und wer sollte es erkennen
Das keiner da ist und irgendeine Wahl hätte lässt sich immer wieder überprüfen, mehr ist nicht drin. Alles andere bleibt gleich/passiert einfach.

Was sollte anders sein als es jetzt gerade ist?
Es kann nichts anders sein als es gerade ist. Und selbst das lässt sich erst feststellen, wenn es schon passiert ist.
Es gibt nichts zu finden...
Was ist es das du loswerden willst?
Nur ein Gedanke, der einen ewig im Kreis rumtreibt wenn man ihn glaubt.
Hier ist keiner, der irgendwas loswerden könnte.
Erkenntnisse geschehen, braucht es eine eigenständige Entität dafür die diese „besitzt“?
Nein. Erkenntnisse=Gedanken=denken. Macht das Gehirn ganz alleine.
Was ist dieses Ich, das du loswerden willst, das zu viel ist?
Ein Wort, Ein Gedanke und ein Mittel um sich in Beziehung zu seiner Umwelt zu setzen. Mehr nicht.
Ist da Ich (also Wahrnehmender) – wahrnehmen – Wahrgenommenes?
Der Wahrnehmende fehlt komplett. Wahrnehmen und Wahrgenommenes sind eins.
Muss das aber wirklich immerzu überprüfen. Andererseits, es gibt eh kein anderes Thema mehr bei mir, ich mache das sowieso immerzu :)
Empfinden "klappt" am leichtesten, dann hangel ich mich zum Sehen.

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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby barb » Tue Aug 16, 2022 11:21 am

Bin leergelaufen.
:)
Ich könnte nur wieder neue Hirnverrenkungen präsentieren, die du mir aber wahrscheinlich postwendend aus der Hand schlägst...
Dennoch ist es wichtig, dass du immer so antwortest wie es für dich gerade ist... Auch wenn das bedeutet, dass es nur eine Hirnverrenkung ist. Alle die hochkommen gehören gründlich unter die Lupe genommen und nicht unterdrückt, sonst arbeiten sie im verborgenen weiter...
Also keine Scheu davor eventuell eine „falsche“ Antwort zu geben, sowas gibt es nämlich nicht! Ich versuche nur dich für dich selber zum schauen zu bringen, und für dich zu erkennen was ist... Was ich sage oder meine ist total unwichtig, denn ich weiß nämlich überhaupt garnix... :) Oder wenn es rüberkommt als wäre die und die Antwort „richtig“ oder angemessen... Ich hinterfrage einfach immer alles, wie etwas für dich wirklich ist, auf der Suche nach der einen Frage, dem einen Pointer die/der der Schlüssel sein könnten...
Das einzige was bleibt, ist das was die ganze Zeit schon ununterbrochen war, Leben/Wahrnehmung.
Bloß das keiner drinsteckt der entscheidet/handelt, alles geschieht einfach.
Was sollte man erkennen, was nicht bloß wieder Gedankeninhalt ist...und wer sollte es erkennen
Das keiner da ist und irgendeine Wahl hätte lässt sich immer wieder überprüfen, mehr ist nicht drin. Alles andere bleibt gleich/passiert einfach.
Wie ist es für dich das zu erkennen?
Was ist dieses Ich, das du loswerden willst, das zu viel ist?
Ein Wort, Ein Gedanke und ein Mittel um sich in Beziehung zu seiner Umwelt zu setzen. Mehr nicht.
Ist es das was du weißt oder erkennst/empfindest du es so?
Ist da Ich (also Wahrnehmender) – wahrnehmen – Wahrgenommenes?
Der Wahrnehmende fehlt komplett. Wahrnehmen und Wahrgenommenes sind eins.
Muss das aber wirklich immerzu überprüfen. Andererseits, es gibt eh kein anderes Thema mehr bei mir, ich mache das sowieso immerzu :)
Perfekt :) Auch nach dem Tor ist es wichtig da noch dranzubleiben... Zu guiden ist da eine phantastische Möglichkeit dafür... :)
Empfinden "klappt" am leichtesten, dann hangel ich mich zum Sehen
Was auch immer funktioniert... Du kannst auch beim Empfinden hängen bleiben... Im Prinzip ist es egal, welches Werkzeug du verwendest, manche hauen besser hin als andere, kann auch Tages- und Stimmungsabhängig sein... (und nicht vergessen zwischendurch zu entspannen, einfach nichts zu tun... :))

Ich habe hier eine sehr nette Übung für dich:

Erzählen Gedanken die Wahrheit oder Unwahrheit?
Was würde es bedeuten, wenn aller Gedankeninhalt nur eine Geschichte wäre?

Finde einen Sportclip auf Youtube, der ca. fünf Minuten lang dauert. Der folgende Link führt zu einem Video über Fußball:

https://www.youtube.com/watch?v=ageIAGU1IXQ

1. Betrachte den Clip eine Minute lang mit ausgeschaltetem Ton, beobachte wie die Leute mit einem runden Ding auf einem Feld herumtollen, hoch und runter, hoch und runter. Lass diese gesamte Erfahrung hineinsinken.

2. Wenn die erste Minute vorbei ist, schaue eine weitere Minute mit eingeschaltetem Ton und Kommentar.
Beobachte den Unterschied. Beobachte wie der Kommentator (Gedanken) sehr viel zu wissen scheint, sogar Hinweise gibt, wie es am besten zu tun wäre. Sieh wie der Kommentator sich fühlt, als könne er das Geschehen beeinflussen, als ob ein Ausgang dem anderen bevorzugt werden würde.

Sieh wie der Kommentator versucht, die Gefühle der Zuschauer aufzustacheln und Identifizierung mit dem ein oder dem anderen Team hervorruft und wie er die Wichtigkeit des Spiels als Ganzes unterstreicht.

3. Schalte den Ton nun wieder aus und beobachte das Treiben ohne hörbaren Kommentar, wie die Farben und Formen auf dem Bildschirm herumtanzen. Beobachte wieder alle Unterschiede im Erleben der Szene

4. Jetzt wird es interessant:
Schalte den Ton wieder  ein  und ignoriere was du glaubst, das Kommentator/Gedanken erzählen könnten und vernehme es nur als KLANG ohne Bedeutung. 

Was kann beim Ein- und Ausschalten des Tons beobachtet werden? Was passiert und erscheint tatsächlich?
Ist der Kommentar zu dem Fußballspiel eine Notwendigkeit, dass das Spiel geschieht?
Und in der selben Weise: 
Ist der innere Kommentar der Gedanken eine Notwendigkeit, dass das Spiel des Lebens geschieht?
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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby Flatterulme » Tue Aug 16, 2022 8:04 pm

Dennoch ist es wichtig, dass du immer so antwortest wie es für dich gerade ist...
Keine Sorge, ich hab bestimmt noch einiges an Gedankenakrobatik anzubieten, je nach Tagesform :)
Aber in dem Fall hat mich das tatsächlich vom Denken weggebracht. Es ging einfach nicht weiter mit denken, wahrscheinlich hab ich das als unangenehm empfunden, ähnlich der "Container-Frage".

Was kann beim Ein- und Ausschalten des Tons beobachtet werden?
Ohne Ton:Mehrere Menschen laufen einem Ball nach. Es wirkt sachlich, ein bisschen emotionslos.

Mit Ton:
Das ganze bekommt sofort Dramatik, es reißt einen förmlich mit. Lauter Schicksale mit besonderem Hintergrund die dazu bestimmt sind, spektakuläre Heldentaten zu vollbringen. Plus einem Ansager, der eine Wahrsagerkugel im Gepäck zu haben scheint.
Was passiert und erscheint tatsächlich?
Einfach nur Menschen die Fussball spielen. Alles passiert einfach.
Ganz runtergebrochen, nur Farbe und Geräusche.

Ist der Kommentar zu dem Fußballspiel eine Notwendigkeit, dass das Spiel geschieht?
Nein vollkommen überflüssig. Es wird ein Drama erzeugt, dass so einfach nicht vorhanden ist.
Und in der selben Weise:
Ist der innere Kommentar der Gedanken eine Notwendigkeit, dass das Spiel des Lebens geschieht?
Ein echter Augenöffner...es ist eins zu eins auf das Denken übertragbar.
Dieses ganze Drama, dass Besserwissen bei einer Situation, das beschwören von Ereignissen in der Zukunft.
Und nein, es scheint vollkommen überflüssig. Und doch veranstalte ich selbst immer wieder mit Hingabe mein eigenes kleines "Fussballspiel"...
Das Leben schert sich nicht darum, ob ich es zerdenke. Es kommt genauso, wie es kommt.
Erzählen Gedanken die Wahrheit oder Unwahrheit?
Manches mag auf etwas tatsächliches/wichtiges hinweisen.
Das meiste an Gedanken ist aber absoluter Ballast, der ins Reich der Fantasien gehört.
Was würde es bedeuten, wenn aller Gedankeninhalt nur eine Geschichte wäre?
Man könnte es genau als das betrachten, eine Geschichte.
Die Wichtigkeit würde sich neu ordnen. Gedanken wären ein Teil des Erlebens, würden es aber nicht mehr maßgeblich bestimmen.
Ist es das was du weißt oder erkennst/empfindest du es so?
Ich schreib einfach so, wie es gerade ist.
Es hängt davon ab, wie es mit dem Üben in der direkten Erfahrung flutscht.
Erkenne ich immer wieder das alle Wahrnehmungen keinen Wahrnehmer brauchen/haben, dann "beruhigt" sich alles.
Alles passiert einfach und auch ein "Ich" wird dann als das erkannt was es eben gerade ist. Also Wort/Gedanke oder irgend etwas anderes was "mich" näher beschreibt. Da ist dann aber keiner der das weiß, den hab ich ja xmal vorher als nicht vorhanden erkannt.
Zwanzig Minuten später kann die Sache schon ganz anders aussehen und ich denke ernsthaft "Ich" würde schauen und kämpfe mich mit dem reinkommen in die DE ab.
Wie ist es für dich das zu erkennen?
Ich soll ja nicht aus der Erinnerung schreiben, also anders...
Ich entdecke es immer wieder neu, denn es geht immer wieder verloren.
Dieses Verstehen bleibt eine Weile und dann fehlt mir am nächsten Tag mitunter total der Zugang dazu.
Bis eine Frage von dir oder auch eine plötzliche Empfindung mich wieder zu diesem einfachen sehen/verstehen bringt.
Es trifft den Nagel schon auf den Kopf, heute würde ich nur mit wissen antworten...

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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby barb » Wed Aug 17, 2022 11:54 am

Aber in dem Fall hat mich das tatsächlich vom Denken weggebracht. Es ging einfach nicht weiter mit denken,
Sehr gut :)
wahrscheinlich hab ich das als unangenehm empfunden, ähnlich der "Container-Frage".
„wahrscheinlich“ = Geschichte und nicht DE...:) Und es ist ja gut, wenn es mit denken nicht weitergeht, das Leben/Sein kann mit denken/verstehen nicht erfasst werden... Das Schauen sollte im Endeffekt ins große Nichtwissen münden, und vor allem in der Akzeptanz dieses Nichtwissens...
Ist der innere Kommentar der Gedanken eine Notwendigkeit, dass das Spiel des Lebens geschieht?
Ein echter Augenöffner...es ist eins zu eins auf das Denken übertragbar.
Dieses ganze Drama, dass Besserwissen bei einer Situation, das beschwören von Ereignissen in der Zukunft.
Und nein, es scheint vollkommen überflüssig.
Sehr schön gesehen... :)
Und doch veranstalte ich selbst immer wieder mit Hingabe mein eigenes kleines "Fussballspiel"...
Das Leben schert sich nicht darum, ob ich es zerdenke. Es kommt genauso, wie es kommt.
Ist das wahr? Veranstaltest tatsächlich du selber dein eigenes Spiel? Ist „zerdenken“ irgendwie vom Leben getrennt? Bist „du“ vom Leben getrennt? Ist hier Leben und dort du, dem das Leben widerfährt?
Was würde es bedeuten, wenn aller Gedankeninhalt nur eine Geschichte wäre?
Man könnte es genau als das betrachten, eine Geschichte.
Die Wichtigkeit würde sich neu ordnen. Gedanken wären ein Teil des Erlebens, würden es aber nicht mehr maßgeblich bestimmen.
Beobachte über den Tag was Gedanken maßgeblich am Tagesablauf „bestimmen“ und erzähle davon... :)
Ich schreib einfach so, wie es gerade ist.
Es hängt davon ab, wie es mit dem Üben in der direkten Erfahrung flutscht.
Erkenne ich immer wieder das alle Wahrnehmungen keinen Wahrnehmer brauchen/haben, dann "beruhigt" sich alles.
Alles passiert einfach und auch ein "Ich" wird dann als das erkannt was es eben gerade ist. Also Wort/Gedanke oder irgend etwas anderes was "mich" näher beschreibt. Da ist dann aber keiner der das weiß, den hab ich ja xmal vorher als nicht vorhanden erkannt.
Hört sich super an :)
Zwanzig Minuten später kann die Sache schon ganz anders aussehen und ich denke ernsthaft "Ich" würde schauen und kämpfe mich mit dem reinkommen in die DE ab.
Ist da wirklich der Gedanke „Ich schaue und kämpfe“? Oder ist da einfach nur halt viel Gedankensalat und vielleicht jede Menge Anspannung und Anstrengung und hinterher springt der Kommentator wieder an und erzählt irgendwelche Geschichten?
Ich entdecke es immer wieder neu, denn es geht immer wieder verloren.
Dieses Verstehen bleibt eine Weile und dann fehlt mir am nächsten Tag mitunter total der Zugang dazu.
Bis eine Frage von dir oder auch eine plötzliche Empfindung mich wieder zu diesem einfachen sehen/verstehen bringt.
Wie gesagt, es ist einfach nur Gewohnheit. Die ausgetretenen Neuropfade wachsen nicht so schnell zu und neue Pfade brauchen ein bisschen bis sie angelegt sind... :)
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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby Flatterulme » Wed Aug 17, 2022 7:37 pm

Beobachte über den Tag was Gedanken maßgeblich am Tagesablauf „bestimmen“ und erzähle davon... :)
Zuerst die üblichen Verdächtigen, Gedankenschleifen aus der Vergangenheit, für unangenehm befundene Gedanken für Situationen in der Zukunft. Beides irrelevant für den Tagesablauf und vollkommen an den Haaren herbeigezogen.
Als nächstes Gedanken darüber was gerade passiert, tut auch nichts zur Sache. Geht auch ohne und "beschreibt" lediglich etwas. Dann ist mir aufgefallen, dass alles was ich als Gedanken erlebe, also alles was automatisch etikettiert wird, meine ganze Welt nicht das eigentliche ist, Nur eine Bezeichnung.
Ich weiß, dass hatten wir schon.
Aber hier gabs einen "Magic Moment", ich hab erkannt "kein Gedanke ist wahr", wie sollte er auch.
Das hat mich echt berührt, dieser Klotz namens Denken war plötzlich aller Wichtigkeit beraubt.
War ein bisschen wie schweben und trotzdem absolut natürlich und einfach.
"Was tust du dir an, wenn du den erdrückenden Gedanken glaubst" kam mir dabei in den Sinn.
Ich weiß schon, niemand tut sich das an und glaubt es, wollte aber die Erfahrung so aufschreiben.
Wahrscheinlich sehe ich das Morgen schon wieder etwas anders, aber diese neuronale Bahn wird definitiv ausgebaut :)
Ist da wirklich der Gedanke „Ich schaue und kämpfe“? Oder ist da einfach nur halt viel Gedankensalat und vielleicht jede Menge Anspannung und Anstrengung und hinterher springt der Kommentator wieder an und erzählt irgendwelche Geschichten?
Ist eine Geschichte. Nicht reinkommen in die DE, plus dem ganzen Gedankenlärm dazu, ist das was passiert.
Wahrscheinlich sind das die besten Momente, um deiner Empfehlung nachzukommen und einfach mal abzuschalten :)
Ist das wahr? Veranstaltest tatsächlich du selber dein eigenes Spiel?
Nein, ich veranstalte das nicht. Es taucht einfach so auf. Gedanken denen ein gewisser (meiner Meinung nach negativer) Wert aufgedrückt wurde, scheinen sich immer zu wiederholen und erscheinen dann auch immer wichtiger und öfter .
Ist „zerdenken“ irgendwie vom Leben getrennt?
"Zerdenken" ist auch bloß denken, was sonst.
Vom Leben getrennt, wäre es nicht wahrnehmbar. Somit gehört es natürlicherweise dazu.
Bist „du“ vom Leben getrennt?
Wieder so eine Frage, bei der ich mit denken nicht hinkomme...
Alle Erfahrungen der letzten Zeit sprechen dagegen, dass ich getrennt davon bin.
Aber damit weiche ich bloß aus...dieses Wissen/Erkennen- Ding steht seit gestern im Raum.
..........keine Trennung, ich bin das Leben oder Leben ist...Alles! Ohne Jemand extra...! Puuuh......

Musste echt kurz unterbrechen, die Frage war Dynamit !

Ist hier Leben und dort du, dem das Leben widerfährt?
Für grad eben gilt. Es gibt nur Leben!

Muss erst mal raus, dass hat gesessen!

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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby barb » Thu Aug 18, 2022 11:14 am

Aber hier gabs einen "Magic Moment", ich hab erkannt "kein Gedanke ist wahr", wie sollte er auch.
Das hat mich echt berührt, dieser Klotz namens Denken war plötzlich aller Wichtigkeit beraubt.
War ein bisschen wie schweben und trotzdem absolut natürlich und einfach.
"Was tust du dir an, wenn du den erdrückenden Gedanken glaubst" kam mir dabei in den Sinn.
Ich weiß schon, niemand tut sich das an und glaubt es, wollte aber die Erfahrung so aufschreiben.
Wahrscheinlich sehe ich das Morgen schon wieder etwas anders, aber diese neuronale Bahn wird definitiv ausgebaut :)
:))
Bist „du“ vom Leben getrennt?
Wieder so eine Frage, bei der ich mit denken nicht hinkomme...
Alle Erfahrungen der letzten Zeit sprechen dagegen, dass ich getrennt davon bin.
Aber damit weiche ich bloß aus...dieses Wissen/Erkennen- Ding steht seit gestern im Raum.
..........keine Trennung, ich bin das Leben oder Leben ist...Alles! Ohne Jemand extra...! Puuuh......

Musste echt kurz unterbrechen, die Frage war Dynamit !
Ist hier Leben und dort du, dem das Leben widerfährt?
Für grad eben gilt. Es gibt nur Leben!

Muss erst mal raus, dass hat gesessen
Es scheint sich was zu bewegen... :)

Es wäre eine gute Idee eine Gelegenheit zu finden, in der Natur oder in einem Park mit einigen Bäumen spazieren zu gehen.


Sobald du dort bist, setze dich oder stehe einfach für eine Weile still und bemerke, was passiert: Vogelgezwitscher, Wind, vielleicht Sonne, Bäume, Gras, vielleicht Wasser, alle Erlebnisse die in diesem Moment geschehen. Tiere, Geräusche, Insekten. Alles ist gleichzeitig lebendig und erfahrbar. Und bemerke auch Gefühle und Gedanken, die geschehen.

Suche nun nach einer Grenze oder Trennung in der Erfahrung, hinter der sich "Du" befindest und hinter der sich "alles andere" befindet.

Ist es möglich, eine solche Grenze zu finden?
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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby Flatterulme » Thu Aug 18, 2022 8:04 pm

Ist es möglich, eine solche Grenze zu finden?
Nein, keine Grenze. Ist es wirklich so einfach...Vollkontakt mit dem Leben!?
Obwohl einfach das falsche Wort ist, da kommt "man" unmöglich hin.


Hab den ganzen Tag mit mir gerungen, war extra am Strand wegen der Übung.
Da kam nix als Frust bei raus. Wahrscheinlich dachte ich, dass es jetzt mal funzen muss...
Schon klar alles eine Geschichte, aber so kann ich am besten beschreiben was grad los ist.
Werd es Morgen nochmal probieren, dass mit der Natur klingt schön.

Aber jetzt als ich schreibe und zur Ruhe komme, scheint es wieder durch.
In dem einen Moment verstandesmäßiges Erfahren, wo ich unzählige Sätze zu absondern könnte.
Im nächsten Moment keine Fragen mehr, einfach Leben.

Mal schauen, wie es Morgen ist. Ich hätte gestern Abend fast geschrieben"die Suche ist beendet, weil sinnlos"
Am nächsten Morgen, hab ich dann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen...

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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby Flatterulme » Fri Aug 19, 2022 8:54 am

Nachtrag
Immer noch dieses seltsame hin und her, mit kurzen ruhigen Momenten.
Der Wunsch einmal klar zu sehen, dass keiner da ist, ist grad ganz präsent.
Keine Ahnung, ob ich mir was vormache. Wollte es bloß erwähnen.

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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby barb » Fri Aug 19, 2022 10:32 am

Immer noch dieses seltsame hin und her, mit kurzen ruhigen Momenten.
Ja, wie gesagt dieser sogenannte YoYo-Effekt kann noch eine Weile so weitergehen. Betrachte jedes Unwohlsein als eine Einladung genauer hinzuschauen. Sobald du merkst dass so eine Spannung da ist mit Geschichten von Wunsch, Widerstand, Angst oder was auch immer, atme zuerst mal langsam und sanft durch, und dann versuche wirklich dich so gut es geht zu freuen, dass du es bemerkt hast! Wirklich, das ist enorm hilfreich in Bezug auf neurale Programmierung...

Also durchatmen – erkennen – freuen oder zumindest akzeptieren – untersuchen: Was ist jetzt wirklich da.
Der Atem spielt eine große Rolle in dem ganzen, denn jedesmal wenn wir gestresst sind, atmen wir flach und schnell, sind im Stressmodus. Da fällt es auch nicht leicht klar zu denken und untersuchen (die Bereiche des Gehirns die dafür zuständig sind werden weniger versorgt). Durch langsamen sanften Atem kann diesem Fight/Flight/Freeze Modus gut begegnet werden. Das andere ist, dass wir durch Gesellschaft, Lebensstil und Dauerbedrohungsszenario-Kopfkino meistens von Haus aus einen flachen schnellen Atem haben, was im Umkehrschluss dem Körper eine Dauer-Stresssituation vorgaukelt... Immer auf der Flucht... :)
Der Wunsch einmal klar zu sehen, dass keiner da ist, ist grad ganz präsent.
Keine Ahnung, ob ich mir was vormache. Wollte es bloß erwähnen
Was willst du denn sehen? Wie willst du etwas Nichtvorhandenes erkennen? Wie sollte Nicht-Ich ausschauen?

Nimm dir einen Stift und lege ihn vor dich auf den Tisch. Schau ihn an. Dann lege ihn irgendwohin wo du ihn nicht sehen kannst. Schau nun wieder auf die leere Stelle des Tisches, wo du den Stift zuvor gehabt hast.

Kannst du die Abwesenheit eines Stiftes sehen? Ist da jetzt ein Nicht-Stift? Fehlt was?
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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby Flatterulme » Fri Aug 19, 2022 8:11 pm

Immer auf der Flucht... :)
Kann ich mir auf die Fahne schreiben. Hab die letzten beiden Tage hier im Galopp verbracht, vorankommen, Ergebnisse präsentieren...ist aber auch nur was gerade passiert.

Hab mein Kind heute beim zählen beobachtet, plötzlich die Erkenntnis "Mathematik ist auch nur Glaube/Vereinbarung"
Anschließend ist alle Wissenschaft die sich finden ließ, komplett in die Luft geflogen!
Ein paar Minuten später war es kam noch zu greifbar.
Als dürfte man mal ganz kurz die Wirklichkeit blicken und dann knallt einer die Tür zu.
Das ist nichts was ich mir angelesen oder vorgestellt habe. Diese kurzen "Einbrüche "sind vollkommen neu für "mich" und trotzdem steht sofort fest, das ist absolut wahr. Thats it! ...Und dann ist es weg...

Kannst du die Abwesenheit eines Stiftes sehen?
Nein, es ist einfach keiner da.
Ist da jetzt ein Nicht-Stift?
Es ist einfach kein Stift mehr da, ein Nicht-Stift klingt völlig bescheuert.
Fehlt was?
Nein, was sollte fehlen. Also weder ein Ich noch ein scheinbares Ich.
Das meinte ich heute Morgen. Das jetzt einmal wirklich erkennen, nicht verstehen...
Was willst du denn sehen?
Ich will einfach nicht mehr drumherum eiern. Gibt es kein ICH, dann muss das jetzt bis in die letzte Zelle dringen.
Ist vielleicht ein bisschen theatralisch geschrieben, aber so empfinde ich gerade.
Wie willst du etwas Nichtvorhandenes erkennen?
Es geht nicht, es ist unmöglich.
Versucht man etwas Nichtvorhandenes zu sehen, mutiert man zum wahnsinnigen Zauberkünstler.
Außer beim "ICH", da lässt man Spielraum....
Wie sollte Nicht-Ich ausschauen?
Nicht-Ich muss so ausschauen, wie es gerade eben ist...das ist aber alles so verstandesmäßig...ich komm nicht ran

Also durchatmen – erkennen – freuen oder zumindest akzeptieren – untersuchen
Danke, wird integriert :)

barb
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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby barb » Sat Aug 20, 2022 12:54 pm

Hab mein Kind heute beim zählen beobachtet, plötzlich die Erkenntnis "Mathematik ist auch nur Glaube/Vereinbarung"
Anschließend ist alle Wissenschaft die sich finden ließ, komplett in die Luft geflogen!
:)
Ein paar Minuten später war es kaum noch greifbar.
Als dürfte man mal ganz kurz die Wirklichkeit blicken und dann knallt einer die Tür zu.
Das ist nichts was ich mir angelesen oder vorgestellt habe. Diese kurzen "Einbrüche "sind vollkommen neu für "mich" und trotzdem steht sofort fest, das ist absolut wahr. Thats it! ...Und dann ist es weg...
Wenn du weiterhin am Untersuchen und in Frage stellen bleibst, dann werden da noch mehr kommen und das Wissen drum bleibt, oder? So wie du z.B. weißt wie ein Apfel schmeckt... Trotz der Einblicke fühlt man sich nicht andauern so wie ein Teenager beim ersten Date... :)
Ist da jetzt ein Nicht-Stift?
Es ist einfach kein Stift mehr da, ein Nicht-Stift klingt völlig bescheuert.
:)) Und Nicht-Ich klingt nicht bescheuert?
Fehlt was?
Nein, was sollte fehlen. Also weder ein Ich noch ein scheinbares Ich.
Das meinte ich heute Morgen. Das jetzt einmal wirklich erkennen, nicht verstehen...
Was wäre, wenn du es gar nicht verstehst (das aber glaubst), sondern bereits erkennst und lebst, und es einfach niemals zu verstehen ist? Wie sollte "Sein" zu verstehen sein? Wie sollte der Versand der selbst nur ein winziges Fragment des Ganzen ist, jemals über sich selbst hinauskommen und ES verstehen?
Ich will einfach nicht mehr drumherum eiern. Gibt es kein ICH, dann muss das jetzt bis in die letzte Zelle dringen.
Ist vielleicht ein bisschen theatralisch geschrieben, aber so empfinde ich gerade.
Einfach so lange und intensiv schauen ob es ein eigenständiges Ich gibt, bis es völlig klar ist dass es keines gibt...
Wie willst du etwas Nichtvorhandenes erkennen?
Es geht nicht, es ist unmöglich.
Versucht man etwas Nichtvorhandenes zu sehen, mutiert man zum wahnsinnigen Zauberkünstler.
Außer beim "ICH", da lässt man Spielraum....
Also versuchst du noch immer ein nichtvorhandenes Ich zu sehen? Wer oder was sollte das dann übrigens sehen? Da bräuchte es dann ja wieder zwei, oder?
Nicht-Ich muss so ausschauen, wie es gerade eben ist...das ist aber alles so verstandesmäßig...ich komm nicht ran
Wie weit und wohin musst du gehen um zu sein?

Hier jetzt von da wo du gerade sitzt, steh auf und gehe in Richtung Sein (tu es wirklich, nicht nur gedanklich)!



Wie weit musstest du gehen?
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

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Flatterulme
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Re: die Kommentarschleife zur Ruhe kommen zu lassen

Postby Flatterulme » Sat Aug 20, 2022 9:54 pm

das Wissen drum bleibt, oder?
Als Erinnerung, ja. Als gelebte Wahrheit, nein.
Vielleicht hast du ja noch eine Übung oder Anregung zu dem Wahrheitsding ?
Ich will wieder reinbeissen und alles mögliche in Brand stecken :)
Trotz der Einblicke fühlt man sich nicht andauern so wie ein Teenager beim ersten Date... :)
So gesehen, hatte ich erst mein drittes Date. Ich bin da jedesmal komplett aus dem Häuschen :)
:)) Und Nicht-Ich klingt nicht bescheuert?
Doch genauso behämmert. Das hat aber so einen spirituellen Touch.
Ich werde ab jetzt jedesmal wenn ich "Nicht-Ich" denke, versuchen an einen "Nicht-Stift" zu denken :)
Was wäre, wenn du es gar nicht verstehst (das aber glaubst), sondern bereits erkennst und lebst, und es einfach niemals zu verstehen ist? Wie sollte "Sein" zu verstehen sein?
Es muss sogar so sein...
sondern bereits erkennst und lebst
Bei den Wörtern steh ich sofort unter Strom
Wie sollte der Verstand der selbst nur ein winziges Fragment des Ganzen ist, jemals über sich selbst hinauskommen und ES verstehen
Als würde man versuchen, mit dem hören herauszufinden, wie der Nachthimmel aussieht.
Also versuchst du noch immer ein nichtvorhandenes Ich zu sehen?
Es sind Gedanken (wie"Ich muss es nur einmal wirklich sehen") , glaubt man diesen unreflektiert, dreht man noch eine Runde...
Wer oder was sollte das dann übrigens sehen? Da bräuchte es dann ja wieder zwei, oder?
Jep, zum Scheitern verurteilt, aber ich befürchte mich erwartet da noch die eine oder andere Ehrenrunde...
Wie weit und wohin musst du gehen um zu sein?
Egal wohin, Wahrnehmung ist da.
Hier jetzt von da wo du gerade sitzt, steh auf und gehe in Richtung Sein (tu es wirklich, nicht nur gedanklich)!
Dasselbe, Wahrnehmung ist vollständig, kein mehr oder weniger.

Wie weit musstest du gehen?
Solange man bei Bewusstsein/Wach ist ist Wahrnehmung ununterbrochen. Egal wo.


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