LU is focused guiding for seeing there is no real, inherent 'self' - what do you understand by this?
Das bedeutet für mich, dass das Konstrukt aus Bildern, Geschichten, Emotionen und Lügen gründlich durchleuchtet und hinterfragt wird, sodass der illusorische Schleier gelüftet und der Blick in den Bereich des toten Winkels freigegeben werden kann, in dem sich das befindet, was wirklich ist.
What are you looking for at LU?
Ich suche nach Selbstbefreiung, nach der Befreiung vom Glauben, ein Ich oder eine Persönlichkeit zu sein. Aber ich finde es sehr schwer, mich vom Ich zu distanzieren, von dem starken Gefühl, dieser Jemand zu sein. Deshalb suche ich nach Hinweisen darauf, wie es mir gelingen kann, hinter das Ich zu blicken, bzw. seine Nicht-Existenz ganz klar zu durchschauen.
Es ist schwierig, „out of the box“ zu denken und zu sehen, wenn man in der Box sitzt. Das ist wie wenn man auf der Schatzkiste sitzt und trotzdem überall den Schatz sucht. Man braucht einen Fingerzeig von außen, um hinter den Spiegel sehen zu können. Und solche Fingerzeige suche ich bei LU.
Es wäre schön, wenn durch das Gespräch irgendwann der Moment eintritt, an dem diese Ich-Zentriertheit und ständige Nabelschau beginnen zu schwinden, sodass ich nicht durch andere Menschen tendenziell überfordert bin, sondern vielleicht sogar Energie für andere übrig habe und freigiebiger und sozial verträglicher werde.
Innen drin ist einfach ständig dieser unzufriedene, besserwisserische, hadernde, verängstigte, überdrehte, alberne, aggressive, was auch immer Charakter, der man glaubt zu sein. Wenn die Ich-Illusion fällt, plappert dieser Charakter vielleicht immer noch vor sich hin, aber er vermiest einem nicht mehr so sehr das Leben.
What do you expect from a guided conversation?
Ich erwarte, dass das rein intellektuelle Verstehen sich in direktes Erleben wandelt, sodass wirklich eine Art „Shift“ darin entsteht, wie ich mein Umfeld, das Leben betrachte und erlebe. Ich bin der Überzeugung, dass die vielen Dramen, die Trauer, die Angst, der Stress usw. vom Glauben verursacht werden, dieses Ich oder die Persönlichkeit zu sein. Ich erwarte demzufolge, dass ich bspw. nicht mehr alles zwanghaft persönlich nehme, nicht so schnell „getriggert“ werde, mich nicht mehr allzu wichtig nehme, mich nicht mehr an Erwartungen an die Zukunft klammere, weniger mit meinem Schicksal hadere, nicht mehr nach einem tieferen Sinn meiner Existenz suche, weniger oder gar nicht mehr abhängig werde von äußeren Umständen und dem Wohlwollen anderer mir gegenüber, was mein Wohlbefinden und meinen inneren Frieden betrifft, nicht mehr so von (negativen) Gedanken und Emotionen übermannt und niedergedrückt werde, um nur einiges zu nennen, was mit dem dominanten, hartnäckigen und Leid verursachenden Glauben an die tatsächliche Existenz der Persönlichkeit (oder des Ichs) zusammenhängt. Ich möchte ruhiger, freier und wacher werden und klarer sehen.
Ich erwarte außerdem wirklich praktikable Übungen, die alltagstauglich sind, sodass sie auch dort funktionieren, wo es für gewöhnlich anstrengend wird, und nicht nur im stillen Kämmerlein. Natürlich kann man zunächst in der sicheren Umgebung der eigenen vier Wände üben, aber über kurz oder lang muss man ja überall den Schalter der Erkenntnis umlegen können. Ich hatte mal ein Erlebnis, in dem ich mich mit meinem typischen „Wochenend-Blues“ draußen , irgendwo in den Park, gesetzt habe und einfach nur meine Ruhe haben wollte. Aber ich war angenervt von den Jugendlichen, die einfach irgendwie überall waren und die Idylle der Einsamkeit und Beschaulichkeit der Natur gestört haben. Da habe ich mir irgendwann gedacht, was tust du dir eigentlich selber an und auf einmal war Ruhe im Karton und ich hatte tiefen Frieden in mir. Das meine ich damit. Ich möchte diesen Frieden wiederhaben und häufiger erleben.
What is your experience in terms of spiritual practices, seeking and inquiry?
Ich habe viel gelesen und vor allem viel nachgedacht. Ich würde sagen, dass meine Suche etwa in meinen frühen 20ern begonnen hat. Mein Interessenschwerpunkt war damals die Magie (allgemein das Okkulte und Übernatürliche), mit der ich mich selbst ermächtigen wollte, weil ich mich als schwach, ohnmächtig und orientierungslos empfand. Zudem konnte ich mich nie mit dem Gedanken oder der Annahme anfreunden, dass das, was so routinemäßig überall abläuft, wirklich alles sein soll. Ich habe kaum praktische Erfahrung auf irgendeinem Spielfeld der Magie sammeln können, weil anscheinend meine Vorstellungskraft und meine Fähigkeit, zu visualisieren, nicht gereicht haben.
Dann entdeckte ich irgendwann durch die Sendereihe TELE-GYM in den dritten Programmen des ÖRR den Zen-Buddhismus (mit dem guten Hinnerk Polenski), der mich ansprach, weil er eine gewisse Ruhe ausstrahlte. Ich war aber nie in einer Gruppe aktiv, sondern habe über mehrere Jahre sporadisch für mich selbst jeweils für unterschiedlich lange Zeitperioden regelmäßig meditiert. Bei einer Meditation hatte ich das Erlebnis, dass wie aus der glatten Oberfläche des ruhigen Sees plötzlich ein Gedanke auftauchte. Dieser Gedanke wirkte aber so deplatziert, belanglos und unwichtig, dass ich mich nachher gefragt habe, wie man Gedanken im Alltag ständig so wichtig nehmen kann und wie sie so stark unser alltägliches Erleben, unsere gesamte Realität bestimmen können. Leider hat sich so eine Einsicht nicht mehr wiederholt.
Es kam danach und dazwischen so vieles wie die Bücher und Meditationen von Dr. Joe Dispenza, Dianetik, Neville Goddard, Resurfacing (Harry Palmer) ... und zuletzt ein einjähriges Studium der sogenannten Präsenz Medizin von Dr. Volker Mann. Neben der Suche nach innerem Frieden, einem tieferen Sinn und meinen „wahren Potenzialen“ war in den letzten Jahren auch der Wunsch nach Heilung einer Gleichgewichtserkrankung eine entscheidende Triebfeder. Die Hoffnung, jemals wieder von dieser Krankheit zu genesen, habe ich aber inzwischen so ziemlich aufgegeben.
In den letzten 2 Jahren ungefähr habe ich immer mal wieder mit der Non-Duality geliebäugelt, allerdings schien mir das Thema überhaupt nicht greifbar, auch wenn es eine große Faszination auf mich ausgestrahlt hat, in mir die Hoffnung auf Befreiung geweckt hat und ich mit vielem, was da so in Büchern und Videos besprochen wird, resoniere.
Ich könnte so viel mehr zum Thema Suche schreiben und über verschiedene Erlebnisse auf dem Weg, aber das würde, denke ich, den Rahmen sprengen.
On a scale from 1 to 10, how willing are you to question any currently held beliefs about 'self? 10
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