Hugo sucht das Weite...

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Jadzia
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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby Jadzia » Sun Dec 23, 2018 7:32 am

Nein, das kann ich noch nicht klar sagen.
Du hast von "organisch wachsen" geschrieben...das trifft es ganz gut, das muss es noch.
Zu welchem Aspekt würdest du noch gerne noch genauer gucken? Zu welchem hast du Fragen?
Und woran würdest du erkennen, dass das organische Wachsen abgeschlossen ist, falls es überhaupt jemals abgeschlossen ist?

Alles Liebe,
Jadzia

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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby hugOoooh » Mon Dec 24, 2018 12:12 am

Hallo Jadzia,
ich würde gerne ein paar Tage pausieren. Brauch mal eine komplett (druck)freie Zeit um mich zu sortieren. Dann kehrt vielleicht auch wieder mehr Klarheit ein und wenn Fragen da sind, erscheinen die von selbst. Heute bin ich eher von Gleichgültigkeit durchdrungen. Vielleicht ist es auch eine Leere, keine Ahnung, ich will gerade gar nicht mehr nach Worten und Definitionen suchen. Ich will es einfach mal nur sein lassen. Wäre fein wenn wir das für einige Tage vereinbaren könnten.
Danke & LG, hugo

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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby Jadzia » Mon Dec 24, 2018 8:06 am

Meld dich wieder wenn du soweit bist.

Dir eine gute Zeit!

Alles Liebe,
Jadzia

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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby hugOoooh » Mon Dec 24, 2018 8:27 am

Vielen Dank!
Dir auch und liebe Grüsse!

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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby Jadzia » Thu Jan 03, 2019 4:00 pm

Frohes neues Jahr, Hugo!

Falls du noch mit mir gemeinsam weiterschauen willst gib Bescheid, falls du merkst du kommst gut alleine klar brauchst du dich nicht zu melden, das ist dann auch fein.
Falls ich nichts von dir höre nehme ich einen neuen Klienten.

Alles Liebe,
Jadzia

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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby hugOoooh » Thu Jan 03, 2019 4:25 pm

Hallo Jadzia,

oh danke, dir auch ein fröhliches neues Jahr!

Ich bin noch voll bei der Sache, es braucht einfach seine Zeit. Heute hatte ich z.B. wieder so einen Moment der Klarheit dem darauf die Gedanken folgten: Es ist unmöglich möglich, dass das so einfach und unkompliziert ist...
Die Gedanken spielen ihr Spiel und obgleich ich es teilweise durchschaue, fehlt immer noch das klare Sehen der Illusion.
Naja, ich dekonstruiere und schaue einfach weiter. Wenn es noch länger dauert, dann dauert es halt länger, irgendwas weiss, dass das alles seine Richtigkeit hat, also einfach weiter...

Also du kannst gerne einen neuen Klienten nehmen und ich hoffe, wir bringen das dann später zu einem Ende, entweder formell oder mit weiterer Beschau.
Ich arbeite mich derweil an den alten Weltbildern ab und vielleicht fällt auf dem Weg auch der Groschen und keiner mehr da um ihn zu heben... :)

LG, hugo

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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby Jadzia » Thu Jan 03, 2019 5:42 pm

Lieber Hugo,

schau immer wieder nach Erwartungen.
Woran würdest du erkennen, dass "das klare Sehen der Illusion" eingetreten ist?
Was genau macht "klare Sehen" aus? Was genau wird da gesehen?

Schau mal ob du Antworten hier drauf findest.

Und klar, du kannst dich immer wieder hier im Thread melden, das war nicht als Rausschmiss gemeint.
Immer wieder, Zeit ist nichts, der richtige Zeitpunkt alles.

Liebe Grüße,
Jadzia

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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby hugOoooh » Sun Jan 06, 2019 11:37 pm

Liebe Jadzia,

Woran würdest du erkennen, dass "das klare Sehen der Illusion" eingetreten ist?
Die Frage ist heimtückisch, da die Antwort immer an eine Form/Vorstellung gebunden ist und dann leicht zu einer Erwartung wird.
Aber in Form gebracht, würde ich es momentan so ausdrücken:

Wenn das Vertrauen von der Form ins Formlose gerückt ist und die Form in ihrem Wesen als formlos/leer erkannt wird. Alles ist Eins.

Wenn die Form ihr Wesen erkennt, das nie Form sein kann. Die Form einen Sprung ins Formlose vollzieht: Das Formlose ist und das Formlose spielt die Formen(die auch sind).

Wenn diese Klarheit da ist, die niemals klar sein kann/braucht und vielleicht schon längst da ist. Wahrscheinlich sogar und eben auch nicht.

Wenn das unlösbare Rätsel angenommen werden kann...weil als Form erkannt und niemals als Form durchschaubar.

Vertrauen was ist, kein Vertrauen mehr zu kennen.

Was ist, ist.

Sein.

...

Was genau macht "klare Sehen" aus? Was genau wird da gesehen?
Leere und Form.

Und klar, du kannst dich immer wieder hier im Thread melden, das war nicht als Rausschmiss gemeint.
Danke!
Es war kein Gedanke von gefühltem Raussschmiss in meinem System aufgetaucht. ;)

Immer wieder, Zeit ist nichts, der richtige Zeitpunkt alles.
Das sind so Sätze...(kopfschüttel)...die verstehe ich erstmal gar nicht, denk nicht darüber nach und nach ein paar Tagen - genau jetzt - verstehen sie sich von selbst. Naja, der richtige Zeitpunkt ist alles... :)

LG, hugo

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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby Jadzia » Mon Jan 07, 2019 8:55 am

Wann immer Wörter benutzt werden entstehen Konzepte, Idee und Vorstellungen. Sie gehören genau so zu dem Alles ist Eins, spiegeln es aber nicht wieder, oder beeinflussen es in keinster Weise.
So wie ein körperliches Gefühl, genannt Angst, nichts von Angst weiß, oder auch nicht Angst ist oder wird.
Wir können also ganz vergnügt alle Wörter und auch Konzepte, Ideen usw benutzen. Es sind Versuche einer Abbildung, aber nicht das eigentliche. Wenn wir das wissen ist alles ok.

Die dualistische Sprache, die wir benutzen, macht es nicht leicht auszudrücken was Form/nicht Form, Alles/Nichts ist.
Deshalb klingen viele Sätze einfach merkwürdig, sie können vom Verstand nicht erfasst werden.

Man landet schnell im Formlosen, im wortfreien Raum. Man kann dadrin bleiben und sich eine feine Höhle mit Essenslieferung im Himalaya suchen oder im Spiel, auch im Spiel mit den Wörtern bleiben.

Und siehst du klar?
Wie fühlst du dich grade so?

Alles Liebe,
Jadzia

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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby hugOoooh » Wed Jan 09, 2019 8:05 am

Guten morgen Jadzia,
Wann immer Wörter benutzt werden entstehen Konzepte, Idee und Vorstellungen. Sie gehören genau so zu dem Alles ist Eins, spiegeln es aber nicht wieder, oder beeinflussen es in keinster Weise.
Das ist eine sehr beruhigende Ansicht.
So wie ein körperliches Gefühl, genannt Angst, nichts von Angst weiss, oder auch nicht Angst ist oder wird.
Sehr schön, das kann ich meinem Verstand nicht oft genug erzählen.
Feuer kennt keine Hitze...Angst kennt keine Angst...Das Selbst, kein Selbst...Let it burn, let it burn, let it burn!
Nur brennen, nur fürchten, nur sein.

Und siehst du klar?
Wie fühlst du dich grade so?
Nein, noch nicht klar. Das Ego ist definitiv geschwächt und schwankt. Vielleicht vergleichbar mit einem kranken Menschen, der durch den Energieverlust plötzlich viel weicher/offener/herzlicher/nahbarer/empfindsamer/wacher/gelöster/verbundener wird...aber sich nach der Gesundung plötzlich wieder in sein altes Ich zurückverwandelt.
So gehts mir momentan auch ein wenig, wobei die "Gesundung" nicht zu stark ist, allerdings stark genug um den Verlust zu bemerken und wieder "krank" werden zu wollen.
Und da sind wir wieder bei den Erwartungen. Das war jetzt die Erkenntnis der letzten Tage - wie du immer wieder schreibst - Erwartungen laufend im Blick zu behalten. Da reicht es nicht hin und wieder aus der Distanz darauf zu schauen, sondern direkt im Moment wenn was unerwünschtes Auftaucht, wenn sich ein Widerstand zeigt.
Akzeptanz und Vertrauen, das ist meine Übung momentan. Radikal. Mehr braucht es nicht, das ist inzwischen klar.
Was ist, ist, das verlangt keine Legitimation von mir. Wer oder was sollte das auch legitimieren?

Wenn "ich" dann das unklare Sehen akzeptiert habe, bin ich vielleicht durch, aber vorerst ohne Erwartungen Erwartungen beobachten und alles was ist willkommen heissen. :)

Ich hab keine Ahnung wie lange das dauert...es dauert, wie lange es halt dauert. Deshalb Jadzia, nimm bitte keine Rücksicht auf mich bezüglich eines neuen Klienten!
Ich kann noch von so viel Input und Fragen zehren, dass mir demnächst bestimmt nicht langweilig wird.

Vielen Dank & LG, hugo

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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby Jadzia » Wed Jan 09, 2019 1:13 pm

Feuer kennt keine Hitze...Angst kennt keine Angst...Das Selbst, kein Selbst...Let it burn, let it burn, let it burn!
Nur brennen, nur fürchten, nur sein.
Gibt es Fürchten?
Was gibt es da?
Was genau sind Emotionen?
Oft hats ein körperliches Gefühl + einen benennende Gedanken, der einerseits das Gefühl benennt und mitteilt, dass es im Körper stattfindet. Manchmal gibt es auch nur einen Gedanken „Ich fürchte mich“.
Also gibt es Furcht und sich fürchten?
Das Ego ist definitiv geschwächt und schwankt. Vielleicht vergleichbar mit einem kranken Menschen, der durch den Energieverlust plötzlich viel weicher/offener/herzlicher/nahbarer/empfindsamer/wacher/gelöster/verbundener wird...aber sich nach der Gesundung plötzlich wieder in sein altes Ich zurückverwandelt.
Es gibt weder ein nicht Selbst, noch ein Selbst. Weder ein Ego, noch ein Nicht Ego.
Es wird eine persona im Inhalt von Gedanken gefunden, die anscheinend einen Charakter, Vorlieben, Abneigungen und was auch immer hat. Wenn einmal gesehen wird, dass diese Figur nicht aktiv das Leben kontrolliert, nicht eigenständig denkt, nicht „aus sich“ heraus entscheidet, nicht getrennt ist von dem was ist, sondern einfach nur ist – Sein – Ich bin – warum sollte dann diese Persona und das Spiel um sie und damit störend sein?

Vielleicht ist es so, dass das was ist, beides erleben mag. Das freie weite Form- und Wortlose und das Eintauchen in Emotionen und Geschichten und dann wieder das Auftauchen. Erfahrung, Erleben.
Wenn "ich" dann das unklare Sehen akzeptiert habe, bin ich vielleicht durch
Schau mal, ein Ego kann nicht zerstört werden, sich nicht auflösen, die Persona kann nicht verschwinden, sich nicht auflösen – beides war nie Realität sondern ein Konzept, ein Konstrukt um etwas zu begreifen. Da kann man unter Umständen lange warten. ;-)
Das Torlose Tor, die neue Erkenntnis, die absolut nicht neu ist, kein Verschwindezauber oder harte Arbeit ist nötig, nur wahrnehmen und lachen.
Akzeptanz und Vertrauen, das ist meine Übung momentan. Radikal. Mehr braucht es nicht, das ist inzwischen klar.
Da würd ich gerne noch Humor dazu tun – sehr hilfreich – und Entspannung.
Im Prinzip ist der Platz jetzt auf der Rückbank, nun eine gute Portion Popcorn oder Nachos und die Reise kann genossen werden.
Ach und wer entscheidet denn ob akzeptiert und vertraut wird......???

Alles Liebe,
Jadzia, die dir noch lange antworten kann und trotzdem noch neue aufnimmt. :-D

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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby hugOoooh » Mon Jan 14, 2019 12:05 am

Hallo Jadzia,
Gibt es Fürchten?
Was gibt es da?
Was genau sind Emotionen?
Eigentlich wollte ich mit den Worten("Nur brennen, nur fürchten, nur sein.") ausdrücken, dass es nur Verben, keine festen Dinge gibt - alles fliesst. Manches beobachtbar, anderes im Zeitraffer.
"fürchten" hab ich ohne darüber nachzudenken nur als Beispiel genommen, da ich eine Zeile oberhalb von Angst geschrieben hatte...

Aber gut, ist dennoch interessant. Ich versuch mich mal an einer Antwort.
Ich fang mal sehr allgemein an, weil mich die Frage "Also gibt es Furcht und sich fürchten?" etwas irritiert.

Grundsätzlich gibt es jede Erfahrung, egal was, ob Wahrnehmung, Empfindung, Gedanke, Gedankeninhalt...das alles ist Form und eine Blüte des Lebens. Also in diesem großen Sinne gibt es Furcht und auch sich fürchten.

In der DE gibts keine Furcht, da man nur körperliche Reaktionen(schneller Puls, schwitzen, hoher Blutdruck, zittern...) und einen Gedanken dazu beobachten kann. Es ist was ist und "Furcht" kann nirgends gesehen werden.
Furcht ist dann ein Gedankeninhalt der ein Szenario in der Zukunft spielt. Und there is no future without thought.

Aber mal ehrlich. Wenn du einem Bären in freier Natur gegenüberstehst, fürchtest du dich dann nicht instinktiv? Keine Todesangst? Keine Angst vor Schmerzen?
Nur schneller Puls, Schwitzen und schnelles Laufen?
Ich hab schon Erwachte auf Youtube gesehen, die sich vor einer Wespe erschrocken/gefürchtet haben...

Irgendwie ist mir das momentan gerade alles schleierhaft, was es nun tatsächlich geben soll und was nicht, es scheint mir alles wie ein gleichberechtigtes Formenspiel. Die Formen sind nur sehr unterschiedlich und unendlich vielfältig. Vielleicht ist es auch das, worum es hier geht, die einschränkenden Labels aufzulösen um der Vielfalt Raum zu geben?!?
"Ich" bin viel mehr als meine Geschichten...
"Furcht" ist viel mehr als dieses Label...
Alles ist, immer anders, immer neu. Keine Form gleicht der anderen, jede einzigartig. Alles fliessend, vergänglich, leer.
Das zu erfahren, nicht nur irgendwie intellektuell anzudenken, das wäre meine momentane Vorstellung von Erwachen.
Bzw. nach und nach in dieser Erkenntnis aufzuwachen.

Schau mal, ein Ego kann nicht zerstört werden, sich nicht auflösen, die Persona kann nicht verschwinden, sich nicht auflösen – beides war nie Realität sondern ein Konzept, ein Konstrukt um etwas zu begreifen.
Was denn begreifen?

Wie kommst du darauf, dass die Story "Hugo"(Ego) zerstört werden soll? Mir ist schon klar, dass der Weihnachtsmann nicht zerstört werden muss.

Ach und wer entscheidet denn ob akzeptiert und vertraut wird......???
Akzeptieren passiert! Ist wie eine warme Sommerbrise...
Ich war's nicht... ;)


LG, hugo

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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby Jadzia » Mon Jan 14, 2019 8:23 am

In der DE gibts keine Furcht, da man nur körperliche Reaktionen(schneller Puls, schwitzen, hoher Blutdruck, zittern...) und einen Gedanken dazu beobachten kann. Es ist was ist und "Furcht" kann nirgends gesehen werden.
Genau.

Ganz knapp gesagt ist Furcht = Körperliches Empfinden + benennender Gedanke/ Label: Furcht und Körper.
Ein Label selber ist nicht das was ist sondern beschreibt es nur, oder?
Hat ein Label eine Auswirkung auf das was es beschreibt?

Furcht, Angst, Freude sind reine Label, Benennungen. In dem Sinne existieren sie nicht.

Nichtdestotrotz Gefühle bleiben, die Identifikation damit wird weniger.
Und in Existenz bedrohlichen Situationen? Bär + Jadzia = Jadzia + körperliches Empfinden + mehr körperliches Empfinden/wegrennen.
Alles ist, immer anders, immer neu. Keine Form gleicht der anderen, jede einzigartig. Alles fliessend, vergänglich, leer.
Das zu erfahren, nicht nur irgendwie intellektuell anzudenken, das wäre meine momentane Vorstellung von Erwachen.
Bzw. nach und nach in dieser Erkenntnis aufzuwachen.
Wer erwacht denn?
Wie kommst du darauf, dass die Story "Hugo"(Ego) zerstört werden soll? Mir ist schon klar, dass der Weihnachtsmann nicht zerstört werden muss.
Zerstört werden? Nein, wie denn. Die Story Ego darf sein, es wird gesehen als das was es ist.
Akzeptieren passiert! Ist wie eine warme Sommerbrise...
Ich war's nicht... ;)
:-D

Alles Liebe,
Jadzia

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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby hugOoooh » Thu Jan 31, 2019 2:36 pm

Hallo Jadzia,

ist schon wieder ein Weilchen her, aber ich bin jeden Tag dabei.

Ich hab die Angst näher untersucht und entdeckt, dass die Angst ein ähnliches Gespenst ist wie das Ich. Wenn man es sucht, findet man es nicht. Achtet man nicht darauf, ist sie irgendwie da, inklusive Ich-Identifizierung. Es gibt keine Angst und dennoch die sehr paradoxe Situation "Angst zu haben, die Angst zu verlieren" und diese Angst ist ganz klar mit dem Ich verknüpft. Keine Angst, kein Ich. Nur das Ich kann sich fürchten. Beides Gedanken.
Witzigerweise erzählen Menschen oft über gefährliche Situationen, dass keine Zeit für Angst war, die kam erst hinterher (mit den Gedanken). Ich hatte auch so ein (putzi-)Erlebnis mit einem überraschenden/unerwarteten Auto von hinten auf einer abgelegenen Strasse letzte Woche. Der Körper hat blitzschnell reagiert und ist zur Seite gesprungen. Gar keine Angst, nur die ganzen Körpersymptome und die Reaktion.
Also wenn das Auto ein Bär wär, wär es wohl auch nicht anders. Keine Angst, nur Reaktion. Bleibt allerdings Zeit zum Überlegen(gewisse Distanz), dann können die Gedanken arbeiten und Angst mag gedacht werden.

Ein Label selber ist nicht das was ist sondern beschreibt es nur, oder?
Hat ein Label eine Auswirkung auf das was es beschreibt?
Mit diesen Fragen hab ich mich auch sehr intensiv beschäftigt.(und rattert immer noch kräftig!)
Die Antwort auf die erste Frage ist erstmal ganz klar: ein Auto hat keine Verbindung mit dem Label "Auto".
Und das Label "Auto" hat keine Auswirkung auf das Auto. Man könnte das Auto auch einfach "Banane" nennen.
Aber...
Gibt es denn das "was es beschreibt" überhaupt? ALLES was wir wissen/erfahren/wahrnehmen können, basiert auf Wissen, das durch Sozialisation/Kultur/whatever irgendwie und irgendwoher gegeben wurde. Ohne Wissen kann man gar nichts wahrnehmen, es versinkt alle Wahrnehmung in einer Suppe und selbst die verschwindet dann vielleicht?!?
Das Label "Auto" ist eine Beschreibung wie das Auto an sich. Raum, Farbe, Form, Zeit, Struktur...daraus entsteht ein Auto und daraus entsteht ein "Auto". Wie bei einer Zwiebel, Schicht um Schicht werden die Teile(aus der Einheitssuppe) zu Entitäten. Was wirklich ist(und ob), weiss keiner, es ist nur wahrnehmbar was man weiss. Nur Information.
Auch das Ich ist nur Wissen. Ein Wissen welches sich aus vielen Quellen speist(Gene, Kultur, persönliche Stories, Zufälle...).
Aber letztlich ist das Wissen einfach da und ist was es ist(Stories sind ja letztlich auch nur Variationen und Collagen aus Wissensfragmenten).
Kann man mehr wissen als man schon weiß? Kann man Wissen aus sich selbst heraus generieren? Ich denke Nein. Vielleicht kann man mit dem Wissen malen(es wird gemalt), aber was Neues schaffen?
Wissen und Form sind wohl Synonym, woher es kommt, weiss keiner.
Weiss keiner!

Das alles zu denken ist etwas verwirrend und fühlt sich manchmal "out of the world" an. Es gibt genug Momente, wo ich die eigenen Gedanken nicht verstehe. Daher fällt es mir auch schwer zu formulieren, weil es so nach Gibberish klingt und ich mir selbst nicht sicher bin ob es das nicht auch ist.
Aber, - ab jetzt immer meine Ausrede - es ist zum Glück ja nicht von mir! Alles Weltwissen! World-Gibberish... :)

Lieben Gruss!
hugo

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Re: Hugo sucht das Weite...

Postby Jadzia » Thu Jan 31, 2019 3:44 pm

Ja, die Angst ist ein echter Scheinriese, je mehr man sich davon entfernt desto größer wird sie, geht man sie suchen wird sie je näher und näher man kommt kleiner und kleiner und ist dann irgendwann nicht zu finden.
Gibt es denn das "was es beschreibt" überhaupt? ALLES was wir wissen/erfahren/wahrnehmen können, basiert auf Wissen, das durch Sozialisation/Kultur/whatever irgendwie und irgendwoher gegeben wurde. Ohne Wissen kann man gar nichts wahrnehmen, es versinkt alle Wahrnehmung in einer Suppe und selbst die verschwindet dann vielleicht?!?
Lass mal alle Label weg für einen Moment, schmeiß auch die letzten raus, wie Farbe/Form, Geruch ect, was bleibt?
Alle Konzepte und Vorstellungen weg, was bleibt? Wenn du auch noch hinter das Letze guckst, was bleibt?

Gibt es dafür überhaupt Worte?
Kann es sein dass manches ein Geheimnis bleibt, jenseits dessen was wir beschreiben könnten?

Wie beschreibt man Sein?

Und noch mal nachgefragt:
Beim 'Erwachen' wer erwacht?
Beim 'Erleuchten' wer wird erleuchtet?

Alles Liebe,
Jadzia


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