bitte begleite mich zum tor

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Barb
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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby Barb » Mon Feb 25, 2019 12:48 pm

Was es nicht gibt kann auch nicht verschwinden, das gleiche gilt für den Weihnachtsmann.Es reicht aus zu erkennen das das nur eine geschichte ist , dann gibt es auch kein Glauben mehr daran.
Genau, und Gedanken daran können aber trotzdem noch auftauchen. Gedanken an den Weihnachtsmann lassen ihn trotzdem nicht real werden... Wie ist das für dich? Wie ergeht es dir so, seit wir hier mit dem Prozess angefangen haben? Hat sich was verändert?
Untergliedere einfach alle Erfahrungen in diese Kategorien, die alle direktes Erleben darstellen und erzähle, wie es dir ergangen ist.
Es geht alles sehr langsam, das Fühlen direkt zu bemerken und dann laut auszusprechen dann das Sehen und dann das Hören.
Es wird dabei alles viel bewusster und ich entspanne mich mehr.
Ich freue mich diese Übung weiter zu machen
Wunderbar...:) Genau so ist es, wenn wir in die direkte Erfahrung kommen - das was jetzt hier mit den Sinnen wahrgenommen werden kann, dann wird alles entspannter.

Toll, dass dir die Übung Freude bereitet. Wir sind es nämlich so gewohnt uns die meiste Zeit in dieser Cyberwirklichkeit der Gedankengeschichten zu bewegen und nehmen gar nicht an dem Leben teil, durch das der Körper geht. Da erfordert es schon ein wenig Übung, dass man wieder zu Sinnen kommt... :)


Wenn da nur die direkter Erfahrung ist – sehen-hören-spüren-riechen-schmecken und das Wahrnehmen, dass Gedanken auftauchen, wenn auf die Gedankengeschichten einfach nicht eingestiegen wird, fehlt dann hier irgendetwas? Sollte oder könnte irgendetwas anders sein, als es jetzt ist?

:)
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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby krischtian31 » Mon Feb 25, 2019 8:49 pm

Wie ist das für dich? Wie ergeht es dir so, seit wir hier mit dem Prozess angefangen haben? Hat sich was verändert?
Ich bin gelassener, ich finde es sehr schön wenn mir einfällt das es kein, ich bin verletzt oder angefressen oder, oder, gibt.
Wenn ich meine Verletztheit so mit Abstand anschauen kann und ich mich frage wer oder was ist da verletzt.Es gelingt mir meist nicht so fort.
Wenn da nur die direkter Erfahrung ist – sehen-hören-spüren-riechen-schmecken und das Wahrnehmen, dass Gedanken auftauchen, wenn auf die Gedankengeschichten einfach nicht eingestiegen wird, fehlt dann hier irgendetwas? Sollte oder könnte irgendetwas anders sein, als es jetzt ist?
Es ist wunderbar wenn ich nicht auf meine Gedankengeschichten einsteige, dann fehlt garnichts, es sollte oder darf alles so bleiben wie es ist, das fühlt sich sehr gut an.

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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby Barb » Tue Feb 26, 2019 12:25 pm

Wie ist das für dich? Wie ergeht es dir so, seit wir hier mit dem Prozess angefangen haben? Hat sich was verändert?
Ich bin gelassener, ich finde es sehr schön wenn mir einfällt das es kein, ich bin verletzt oder angefressen oder, oder, gibt.
Wenn ich meine Verletztheit so mit Abstand anschauen kann und ich mich frage wer oder was ist da verletzt.Es gelingt mir meist nicht so fort.
Hört sich doch gut an! Und ja, es braucht schon Übung und wiederholtes Hinschauen, damit das in Fleisch und Blut übergehen kann.
Willst du mal dieses Thema „Verletztheit“ (oder eine andere Emotion) ein wenig genauer unter die Lupe nehmen? Wenn wir es gemeinsam untersuchen wollen, dann wäre es nur wichtig, dass du das Gefühl auch wirklich spürst, bzw. aufrufen kannst und nicht aus der Erinnerung...
Wenn da nur die direkter Erfahrung ist – sehen-hören-spüren-riechen-schmecken und das Wahrnehmen, dass Gedanken auftauchen, wenn auf die Gedankengeschichten einfach nicht eingestiegen wird, fehlt dann hier irgendetwas? Sollte oder könnte irgendetwas anders sein, als es jetzt ist?
Es ist wunderbar wenn ich nicht auf meine Gedankengeschichten einsteige, dann fehlt garnichts, es sollte oder darf alles so bleiben wie es ist, das fühlt sich sehr gut an
Sehr schön.. :)
Dennoch: Ist da ein „Ich“ das sich entscheiden könnte, auf Gedankengeschichten einzusteigen, oder nicht? Oder kann es mal vorkommen dass viele Gedanken da sind, dann kommen einige Körperempfindungen dazu (die vielleicht von Gedanken als unangenehm bewertet werden) und dann kommt ein weiterer Gedanke, der sagt: „So jetzt bin ICH wieder in die Geschichte eingestiegen.“ Ist es vielleicht so?

Betrachte den Verstand als automatische Etikettiermaschine, einen Sprecher ohne An/Aus Knopf.
Gedanken sind einfach das – Etiketten. Ihr Zweck ist zu benennen, was die Sinne wahrnehmen, Gefühle zu bezeichnen und die Geschichte zu erzählen.

Setze dich ein paar Minuten mit geschlossen Augen hin, entspanne wieder und dann öffne die Augen:

Sieh dich langsam im Zimmer um.
Nimm wahr, wie der Verstand sofort damit anfängt, Geschichten zu erzählen und Dinge zu benennen. Bemerke, wie Gedanken aufkommen und Objekte etikettieren, eine Geschichte über die Dinge erzählen, und darüber, wie sie dorthin gekommen sind, ohne dass du irgendeine Kontrolle darüber hättest.

Achte nicht so sehr auf den Inhalt der Gedanken, sondern beobachte, wie der Etikettiermechanismus funktioniert. Dann schließe die Augen wieder.

Ein Klang wird gehört, und Gedanken beschreiben, was passiert ist. Ein kribbelndes Gefühl
taucht auf, und Gedanken etikettieren es.
Achte genau darauf, wie etwas erlebt und dann unmittelbar danach bezeichnet wird.

Erkenne, wie alles automatisch abläuft. Der Verstand etikettiert alles, worauf er sich konzentriert. (Ganz spannend ist das bei Schriften, Werbeplakaten, Ortsschildern... schau dir an, wie da das Lesen automatisch geschieht :))

Erzähl mir bitte, wie es dir damit gegangen ist
.

Ich empfehle Ricarda heute die selbe Übung. Bitte macht sie zuerst jeder für sich, und schreib auf, wie es damit gegangen ist. Danach, wenn ihr Zeit und Lust habt, könnt ihr euch gemeinsam ein wenig austauschen und darüber wundern wie dieser ganze Mechanismus von ganz alleine funktioniert.... :)
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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby krischtian31 » Tue Feb 26, 2019 9:53 pm

Willst du mal dieses Thema „Verletztheit“ (oder eine andere Emotion) ein wenig genauer unter die Lupe nehmen? Wenn wir es gemeinsam untersuchen wollen, dann wäre es nur wichtig, dass du das Gefühl auch wirklich spürst, bzw. aufrufen kannst und nicht aus der Erinnerung...
Ich habe noch ein altes Thema der Verletztheit das ist jetzt ca. 8 Jahre her, aber es gibt Situationen wo sie wieder da ist.
Vielleicht können wir diese nehmen, vielleicht kann ich sie wieder wirklich spüren und ich würde dieses Thema gerne ein wenig genauer unter die Lupe nehmen.
Erzähl mir bitte, wie es dir damit gegangen ist.
Ich schaue etwas an, zuerst ist da gar kein Gedanke , dann kommt zb. ah die Brille ist alt ,kauf dir mal ne neue, ganz schön verkratzt.....

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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby Barb » Wed Feb 27, 2019 12:50 pm

.

Eine Frage hast du vergessen zu beantworten:
Es ist wunderbar wenn ich nicht auf meine Gedankengeschichten einsteige, dann fehlt garnichts, es sollte oder darf alles so bleiben wie es ist, das fühlt sich sehr gut an
Ist da ein „Ich“ das sich entscheiden könnte, auf Gedankengeschichten einzusteigen? 

Erzähl mir bitte, wie es dir damit gegangen ist.
Ich schaue etwas an, zuerst ist da gar kein Gedanke , dann kommt zb. ah die Brille ist alt , kauf dir mal ne neue, ganz schön verkratzt....
Beobachte das einfach weiter, setze dich hin und wieder mal ruhig hin und beobachte, wie der Verstand alles etikettiert, und merke, dass es möglich ist, die Gedanken zu beobachten. Sieh wie alle von alleine aufploppen... :)
Ich habe noch ein altes Thema der Verletztheit das ist jetzt ca. 8 Jahre her, aber es gibt Situationen wo sie wieder da ist.
Vielleicht können wir diese nehmen, vielleicht kann ich sie wieder wirklich spüren und ich würde dieses Thema gerne ein wenig genauer unter die Lupe nehmen.
Ok, wenn es möglich ist, dass du dieses Gefühl, diese Verletztheit, spüren kannst, dann setze dich wieder ruhig hin, atme sanft und langsam, entspanne. Nimm dieses Gefühl ganz an, erlaube der Verletztheit ganz da da zu sein. Umarme sie, sei freundlich zu ihr, sie will dich nur beschützen, sie ist dein Freund...

Dann geh ganz ins Spüren und frage dich:
Wo im Körper ist diese Verletztheit zu spüren? Und wie ist sie zu spüren? Ist da ein Druck, Enge, Verspannung, ein Stechen oder sonstiges? Dann frage dich, was von dieser Verletztheit sind Gedanken und was davon körperliche Empfindungen? Weiß das Körpergefühl etwas von dem Wort Verletztheit?

Versuche die Gedanken dazu wie Wolken vorbeiziehen zu lassen, und spüre rein nur das Körpergefühl versuche das ganz zuzulassen, so lange wie du möchtest. Wenn so viele Gedanken da sind, dass du dich nicht richtig aufs Körpergefühl fokussieren kannst, dann richte die Aufmerksamkeit trotzdem auf die Körperempfindung, benenne es einfach und sage (laut oder leise) im 2 - 3 Sekundentakt: Spüren - spüren - spüren...

Du kannst diese Übung jederzeit, mit jedem Gefühl machen.

Bitte erzähle mir, wie es dir damit geht. Falls kein Gefühl da ist, dann mach die Übung bitte nicht aus der Erinnerung, das wären dann wieder nur Gedankengeschichten.... :)
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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby krischtian31 » Wed Feb 27, 2019 9:34 pm

Bitte erzähle mir, wie es dir damit geht. Falls kein Gefühl da ist, dann mach die Übung bitte nicht aus der Erinnerung, das wären dann wieder nur Gedankengeschichten.... :)
Seltsam, heute Abend bei einer Fortbildung begenete ich meiner schlimsten Verletztung. Sie lähmt mich und nimmt mir mein Selbstbewustsein so das ich unsicher werde und mich am liebsten Zurückziehen möchte.
Ich habe das dort gerade so hinbekommen, und bin jetzt gleich an den Rechner weil ich instinktiv wuste das du mir heute eine Übung angeboten hast. DANKE
In meinem Körper fühle ich einen stechende Schmerz , er ist in meiner Brust vermutlich Lunge, und einen Druck im Bauch und ich habe mich gefragt was mein Körper davon weiß, nämlich nichts. Das Körpergefühl ist mit der Empfindung verbunden
Der Körper hat das von den Gedanken übernommen und hat sich vermutlich verkrampft und jetzt verstehe ich woher so manche Krankheit kommt.
Ist da ein „Ich“ das sich entscheiden könnte, auf Gedankengeschichten einzusteigen?
Ich weis es nicht , vermutlich irgendeine Art von Bewustsein.
Wenn ich etwas beobachte(und es hat noch kein Etikett) taucht ein Gefühl auf das bringt wiederum einen Gedanken hervor , ein Wille ist da nicht auf die Gedankegeschichten einzusteigen und ich frage mich was ist hinter dem Willen....

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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby Barb » Thu Feb 28, 2019 12:01 pm

In meinem Körper fühle ich einen stechende Schmerz , er ist in meiner Brust vermutlich Lunge, und einen Druck im Bauch und ich habe mich gefragt was mein Körper davon weiß, nämlich nichts. Das Körpergefühl ist mit der Empfindung verbunden
Wenn du das nochmal herunterdampfst, weiß dann die direkte Erfahrung – das Spüren – etwas von Schmerz, von Brust oder Lunge? Von Bauch? Oder ist da einfach nur Empfindung und alles weitere sind einteilende und bewertende Gedanken? Beobachte das, und antworte nicht aus dem Intellekt!
Der Körper hat das von den Gedanken übernommen und hat sich vermutlich verkrampft
Ist das wahr? Kann das sicher gewusst werden? Kann es nicht auch sein, dass mal vorher eine Empfindung kommt und dann erst ein Gedanke? Untersuche das ... :)
und jetzt verstehe ich woher so manche Krankheit kommt.
Ist das mehr als eine Gedankengeschichte?
Ist da ein „Ich“ das sich entscheiden könnte, auf Gedankengeschichten einzusteigen?
Ich weis es nicht , vermutlich irgendeine Art von Bewustsein.
Vermutungen bringen uns nicht weiter.... :) Wenn du genau in der direkten Erfahrung nachschaust mit sehen-hören-spüren, findest du dann ein „Ich“ dass sich entscheiden könnte?
Wenn ich etwas beobachte(und es hat noch kein Etikett) taucht ein Gefühl auf das bringt wiederum einen Gedanken hervor,
Beobachte das ganz genau, immer wieder. Kann ein Gefühl wirklich einen Gedanken hervorbringen? Oder ist da ein Gefühl, dann vielleicht ein Gedanke, oder mal umgekehrt, und dann kommt ein weiterer Gedanke, der sagt, dass das so ist?

:)
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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby krischtian31 » Fri Mar 01, 2019 12:40 am

Wenn du das nochmal herunterdampfst, weiß dann die direkte Erfahrung – das Spüren – etwas von Schmerz, von Brust oder Lunge? Von Bauch? Oder ist da einfach nur Empfindung und alles weitere sind einteilende und bewertende Gedanken? Beobachte das, und antworte nicht aus dem Intellekt!
Da ist mein Herzklopfen, das kann ich spüre und da ist nur Herzklopfen kein weiterer Gedanke, die kommen erst später dazu.
ist das wahr? Kann das sicher gewusst werden? Kann es nicht auch sein, dass mal vorher eine Empfindung kommt und dann erst ein Gedanke? Untersuche das ... :)
Sinneswahrnehmungen (alle 5) und Bilder oder Gedanken oder Worte oder Musik erzeugen Gefühle und mit denen kommen die Empfindungen
Ist das mehr als eine Gedankengeschichte?
na ja ,wenn eine Emotion ständig kommt und der Körper sich andauernd verkrampft kann das auf dauer nicht gesund sein
Wenn du genau in der direkten Erfahrung nachschaust mit sehen-hören-spüren, findest du dann ein „Ich“ dass sich entscheiden könnte?
Ich finde kein ich das sich entscheidet, es geschied von selbst
Kann ein Gefühl wirklich einen Gedanken hervorbringen? Oder ist da ein Gefühl, dann vielleicht ein Gedanke, oder mal umgekehrt, und dann kommt ein weiterer Gedanke, der sagt, dass das so ist?
Wenn ich beobachte stell ich das Gefühl fest und dann kommt ein Gedanke dazu

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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby krischtian31 » Fri Mar 01, 2019 7:40 am

Ich lieg manchmal wach im Bett und kann nicht schlafen.
Ich fühle die Bettdecke, spüre meinen Körper, Geräusche gibt es so gut wie keine.
Was dann noch ist, mein Denken-es denkt- baut Geschichten- macht sich Sorgen wegen der Arbeit....
Der Körper ist mein Fahrzeug, mein Gefährt, das Beobachtende in mir ist den Gedanken und dem Köper ganz neutral übergeordnet.
Warum lassen mich meine Gedanken dann nicht schlafen, warum ist mein Körper nicht entspannnt am anderen Morgen, warum bin ich nicht ausgeschlafen

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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby Barb » Fri Mar 01, 2019 12:49 pm

Da ist mein Herzklopfen, das kann ich spüre und da ist nur Herzklopfen kein weiterer Gedanke, die kommen erst später dazu.
Weiß die reine Empfindung „klopfen“ etwas von Herz? Was macht das „Herzklopfen“ zu „deinem“ Herzklopfen?
Sinneswahrnehmungen (alle 5) und Bilder oder Gedanken oder Worte oder Musik erzeugen Gefühle und mit denen kommen die Empfindungen
Kannst du das so beobachten, oder ist das eine Vermutung?
na ja ,wenn eine Emotion ständig kommt und der Körper sich andauernd verkrampft kann das auf dauer nicht gesund sein
Mag schon sein... Kann es nicht so sein, dass zuerst eine Verkrampfung, Verspannung (vielleicht ganz subtil) da ist, und hin und wieder Gedanken das kommentieren? Untersuche das so gut es geht bei dir!
Wenn ich beobachte stell ich das Gefühl fest und dann kommt ein Gedanke dazu
Immer, oder nur hin und wieder? Beobachte wie viele unterschiedliche Empfindungen ständig präsent sind. Wenn du aufmerksam den Körper beobachtest, wirst du merken, dass andauernd irgendetwas zu spüren ist. Mal wird das kommentiert von den Gedanken, mal nicht.. Oft wird ein sich gleich anfühlendes Gefühl unterschiedlich etikettiert... Beobachte das und erzähle mir, wie es für dich ist....
Ich lieg manchmal wach im Bett und kann nicht schlafen.
Ich fühle die Bettdecke, spüre meinen Körper, Geräusche gibt es so gut wie keine.
Was dann noch ist, mein Denken-es denkt- baut Geschichten- macht sich Sorgen wegen der Arbeit....
Der Körper ist mein Fahrzeug, mein Gefährt, das Beobachtende in mir ist den Gedanken und dem Köper ganz neutral übergeordnet.
Warum lassen mich meine Gedanken dann nicht schlafen, warum ist mein Körper nicht entspannnt am anderen Morgen, warum bin ich nicht ausgeschlafen
Schön, dass du das so gut beobachten kannst, das ist schon eine gute Richtung..

Schau mal nach, gibt es da wirklich einen Beobachter? Ein getrenntes Wesen das beobachtet? Oder geschieht einfach beobachten?

Es ist zwar nicht ganz unser Thema hier, aber versuch es mal mit geführter Tiefenentspannung direkt vor dem Einschlafen. Lerne das, es gibt zahlreiche Videos auf Youtube, es reichen schon 10 Minuten. Und vor dem Einschlafen denkst du dir: Wenn ich wieder munter werde macht das nichts, ich werde dann wieder eine Tiefenentspannung machen..

Wenn du dazu näher etwas wissen willst, dann schreib mir eine PM (Ordner ist in der rechten oberen Ecke), da wir hier im öffentlichen Bereich ja in erster Linie untersuchen, ob es ein getrenntes Ich gibt...

:)
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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby krischtian31 » Sat Mar 02, 2019 7:59 am

Weiß die reine Empfindung „klopfen“ etwas von Herz? Was macht das „Herzklopfen“ zu „deinem“ Herzklopfen?
Die reine Empfindung weiß nichts von Herzklopfen, das nur ich es spüre
Sinneswahrnehmungen (alle 5) und Bilder oder Gedanken oder Worte oder Musik erzeugen Gefühle und mit denen kommen die Empfindungen

Kannst du das so beobachten, oder ist das eine Vermutung?
Das kann ich so beobachten
na ja ,wenn eine Emotion ständig kommt und der Körper sich andauernd verkrampft kann das auf dauer nicht gesund sein

Mag schon sein... Kann es nicht so sein, dass zuerst eine Verkrampfung, Verspannung (vielleicht ganz subtil) da ist, und hin und wieder Gedanken das kommentieren? Untersuche das so gut es geht bei dir!
Klar so wohl als auch entweder Gedanken und dann Empfindungen oder umgekehrt
Beobachte das und erzähle mir, wie es für dich ist
....
Okay, manchmal kommt ein Angst Gedanke hinzu bei einem Körperschmerz ,dann einfach nur Schmerz oder nicht einmal das , dann ist es einfach nur fühlen
Schau mal nach, gibt es da wirklich einen Beobachter? Ein getrenntes Wesen das beobachtet? Oder geschieht einfach beobachten?
Es geschieht nur Beobachten , ich stelle kein anderes Wesen fest

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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby Barb » Sat Mar 02, 2019 11:58 am

Die reine Empfindung weiß nichts von Herzklopfen, das nur ich es spüre
Ist da ein „ich“ das spürt, oder einfach nur spüren?
Klar so wohl als auch entweder Gedanken und dann Empfindungen oder umgekehrt

Okay, manchmal kommt ein Angst Gedanke hinzu bei einem Körperschmerz ,dann einfach nur Schmerz oder nicht einmal das , dann ist es einfach nur fühlen
Ja genau, es ist einfach immer unterschiedlich. Es ist nur öfters so eine Gedankentrance da die behauptet, dass es immer so und so wäre. Es ist ganz wichtig immer und immer wieder die Gedanken mit der direkten Erfahrung, also mit dem was jetzt in diesem Moment hier ist, abzugleichen. Die Gedanken immer wieder zu hinterfragen. Wenn ein Gedanken sagt das ist so und so, dann halte inne und frage: Ist das wahr? Ist das wirklich jetzt hier? Oder ist das nur eine Geschichte.. Je öfter man das macht, desto mehr geht die Luft raus den Tagtraumgeschichten .... :)
Es geschieht nur Beobachten , ich stelle kein anderes Wesen fest
Ja genau, nur beobachten – keine Trennung... :)

Finde einen ruhigen Ort und eine ruhige Zeit.

Lege dich hin, schließe die Augen und entspanne dich, und hab Freude an der Übung...:)

Gedanken mögen die Situation vielleicht beschreiben als "Ich liege hier" oder "Mein Körper liegt hier" oder "Ein Körper liegt hier auf einem Sofa".
Aber kannst du diese beschreibenden Gedanken für die Dauer der Übung ausblenden und in einer entspannten Art und Weise nur Empfindung betrachten?

Gedanken mögen vielleicht sagen, dass da ein angenehmer Druck ist am Rücken.
Aber nur auf Empfindung achtend, woher wüsstest du etwas von "Druck" oder "Rücken"?

Wenn du dort angekommen bist, betrachte bitte folgende Fragen:

Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist?
Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?

Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Unterlage?

Nur im Spüren, weißt du wieviel Zehen du hast, weiß das Spüren überhaupt was von Zehen, oder ist da einfach nur eine Empfindung?

Gibt es ein innen oder außen? Falls es ein innen gibt - innen wovon genau?
Falls es ein außen gibt, das Außen wovon genau?

Worauf bezieht sich das Wort/die Bezeichnung 'Körper' eigentlich?
Fehlt dir irgendetwas, wenn du dich so erfährst?

Ist da ein Körper, der wahrnimmt oder wird der Körper wahrgenommen?


Viel Freude mit dieser Untersuchung, bin schon gespannt, was du findest... :)

PS: Das ist auch ganz wunderbar, wenn man nachts nicht schlafen kann... :)
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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby krischtian31 » Sun Mar 03, 2019 12:59 pm

Die reine Empfindung weiß nichts von Herzklopfen, das nur ich es spüre

Ist da ein „ich“ das spürt, oder einfach nur spüren?
Das ist einfach nur spüren

Und zu deiner Übung ,ich liebe sie, es ist seltsam , da ist kein Körper, kein Gewicht, nur fühlen, (angenehm , auch schon wieder eine Gedankenbewertung)

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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby Barb » Sun Mar 03, 2019 1:20 pm

Ist da ein „ich“ das spürt, oder einfach nur spüren?
Das ist einfach nur spüren
Genau... Beobachte das immer wieder im Alltag, mit allen möglichen Empfindungen, wann immer es dir einfällt... :)
Und zu deiner Übung ,ich liebe sie, es ist seltsam , da ist kein Körper, kein Gewicht, nur fühlen
Ja, das ist wirklich eine wunderschöne Übung. Sehr toll, dass du sie aufgesprochen hast (wie du mir in der PM mitgeteilt hast). Sobald du wieder mehr Luft hast (Stress dich bitte überhaupt nicht) versuche jede Frage, die mit dieser Körperübung mitgekommen ist, gezielt einzeln zu beantworten.

Diese Präzision ist sehr wichtig, damit wir dem immer mehr auf die Spur kommen, damit es immer klarer wird, was Gedanken eigentlich alles so in die direkte Erfahrung hineininterpretieren und wir – wenn wir nicht genau nachschauen – immer wieder darauf hinein fallen.

:)
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Re: bitte begleite mich zum tor

Postby krischtian31 » Mon Mar 04, 2019 1:41 pm

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Kannst du erkennen, wie groß der Körper ist? Hat der Körper ein Gewicht oder Umfang?
Ich kann nicht erkennen wie groß der Körper ist und auch das Gewicht kann ich nicht spüren, es ist eine etwas undefinierbare Masse oder nicht einmal masse es ist.... eigentlich nichts.
Selbst den Umpfang kann ich nicht festlegen
Hat dein Körper in der aktuellen Erfahrung eine Gestalt oder Form?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Kleidung?
Gibt es eine Grenze zwischen dem Körper und der Unterlage?
Er hat keine Gestalt oder Form, es mir nicht möglich sie zu erfahren oder spüren.
Da wo ich die Kleidung spüre gibt es eine Grenze .


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