Desillusionierung

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Gisander
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Re: Desillusionierung

Postby Gisander » Fri Feb 01, 2019 4:54 pm

Lange Rede kurzer Sinn :) Also können wir uns darauf einigen, dass eine Vorstellung einfach ein Gedanken ist... :)
Da hätte ich mir die ganze Mühe der Formulierung sparen können. Du willst immer nur das Eine ;-). Aber runtergedampft, und allen «Inhalt» weglassend, ist jede Vorstellung natürlich ein Gedanke.
Gibt es irgendetwas Konstantes, Unveränderliches? Ist nicht das einzig konstante die Veränderung?
Hmm. Wäre das Erkennen einer Veränderung nicht auf das Gedächtnis angewiesen? Wäre dann das Gedächtnis die Konstante?

Mal eine grundsätzliche Frage. Hier geht es um die direkte Erfahrung. Das sind sinnliche Wahrnehmungen, Gefühle und Gedanken. Ist die Bedingung zur Möglichkeit der Erfahrung (Tao, Quelle, Gott, Bewusstsein oder was weiss ich) hier kein Thema, weil sie nicht direkt erfahren werden kann und somit auch nur ein Gedanke ist? Sonst hätte ich das Bewusstsein/Gewahrsein als das Konstante und Unveränderliche genannt. Gilt nicht, weil nicht direkt erfahrbar?
Was bleibt von „Stimmung“ übrig, wenn du die Gedanken dazu ignorierst?
Das körperlich empfundene Gefühl? Ich wache z.B. morgens auf und habe grundlos gute Laune. Alle Gedanken, die dann auftauchen, sind in von dieser heiteren Stimmung gefärbt. Auch wenn ich die Gedanken ignoriere, bleibt doch die gute Stimmung?
Was ist Bewusstsein? Kannst du eines finden? Z.B. so: Hier Bewusstsein/Wahrnehmung – da Erfahrung?
Ja eben, das betrifft jetzt genau die Frage von oben. Ich kann kein Bewusstsein finden, weil es die Grundlage jeglicher Wahrnehmung ist, selbst aber unerkennbar bleibt. Also nur ein Gedanke? «Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen?»

Aber so allmählich dämmert mir der Grund für diesen «Materialismus». Die Trennung zwischen dem Wahrnehmenden (Gewahrsein), dem Wahrnehmen (Auge, Ohr etc.) und dem Wahrgenommenen (Phänomene) suggeriert eine Dualität, ein Innen und ein Aussen, die es nicht gibt. So gesehen gibt es nur Erfahrung. Der Erfahrende und die Erfahrung sind eine Einheit.
Es gibt nur eine einzige Sache, die wir ganz sicher wissen können....
Das berühmte «Ich bin?»
Gott ist ein (für mich) sehr mit Glaubenskonzepten behaftetes Wort.
Ja, wenn du mir bestätigst, dass wir hier nur über direkt Erfahrbares sprechen wollen, dann kommt ein solches Wort nicht mehr über meine Lippen.
Könnte es nicht sein, dass dieses ganze Mysterium einfach so geschieht?
Mit Gott meinte ich eigentlich auch nichts anderes als dieses «Mysterium».
Und wenn wir gerade über Blasphemie reden... Ist es nicht eher Blasphemie irgendwo hin zu wollen, in einen besseren Zustand, irgendetwas anders haben zu wollen, als es jetzt ist?
Mitten ins Herz :). Bin auch schon ganz zufrieden mit dem was ist. Die Filter, die Unliebsames fernhalten sollen, sind nicht weg, aber recht porös.
Haha :) Etwas zu versprechen heißt nur: „Ich werds wieder tun!“ :)
Hab ich womöglich schon wieder…?
Und es ist absolut o.k. wenn du so schreibst, was in den Sinn kommt...
Danke. Ich hoffe du spürst trotz aller Flachserei meine «Ernsthaftigkeit», hier die Flausen aus dem Kopf zu bekommen.
Wie schaut so ein temporäres Ich aus in direkter Erfahrung?
Beispiel: Ich werde gelobt für irgendwas und sehe es als mein Verdienst an. Ich habe mir Mühe gegeben und nun wird es anerkannt. Oder (noch schöner): Ich sitze in der Strassenbahn und eine hübsche junge Frau lächelt mich an. Sie meint mich! Nicht die Menschheit!
Die scheinbare Realität des Ego wird perfiderweise dadurch befeuert, dass jede Ich-Identifikation mit einem guten Gefühl belohnt wird.
Ist das wirklich wahr?
Empfinde das so. Schon die Vorstellung einer möglichen Anerkennung spornt zu guter Leistung an.

Noch eine technische Frage. Wie kann man eine Frage von A und eine Antwort von B zitieren, dass es farblich getrennt ist, so wie bei dir (A=grün, B=rot)?
Fühlt es sich wirklich gut an, wenn man etwas braucht, und vor allem wenn man es nicht kriegt?
Mal ist es gut, mal ist es nicht gut. That’s life. Macht auf Dauer aber satt. Deswegen bin ich hier.
Für viele ist es [das Ich-Gefühl] scheinbar im Kopf....
Was ist gemeint mit den vier Pünktchen ;-)
Ist etwas verkehrt an diesem Ich-Gefühl? Und spür und schau mal so richtig beherzt und neugierig auf diese Ich-Empfindungen in der Herzgegend. Was ist da? Und vor allem, von wo aus wird diese Empfindungen gesehen? Kannst du eine Ort finden, wo Präsenz/Wahrnehmung wohnt? Von wo aus geschaut wird?
Komplex. Lass mir etwas Zeit damit.
Willst du mich schon loswerden?
Schauen wir, wer hier wen loswerden will ;-)
Und ehrlich gesagt ist es dieses oftmalige, wiederholte Hinschauen und Nicht-Finden, dass die Erlösung bringt.. Also wundere dich nicht, wenn ich dich noch ganz oft frage, ob du irgendwo eine Entität findest..... :)
Danke für deine Geduld!

barb
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Re: Desillusionierung

Postby barb » Sat Feb 02, 2019 12:20 pm

Da hätte ich mir die ganze Mühe der Formulierung sparen können. Du willst immer nur das Eine ;-). Aber runtergedampft, und allen «Inhalt» weglassend, ist jede Vorstellung natürlich ein Gedanke.
:)
Gibt es irgendetwas Konstantes, Unveränderliches? Ist nicht das einzig konstante die Veränderung?
Hmm. Wäre das Erkennen einer Veränderung nicht auf das Gedächtnis angewiesen? Wäre dann das Gedächtnis die Konstante?
Mal eine grundsätzliche Frage. Hier geht es um die direkte Erfahrung. Das sind sinnliche Wahrnehmungen, Gefühle und Gedanken. Ist die Bedingung zur Möglichkeit der Erfahrung (Tao, Quelle, Gott, Bewusstsein oder was weiss ich) hier kein Thema, weil sie nicht direkt erfahren werden kann und somit auch nur ein Gedanke ist? Sonst hätte ich das Bewusstsein/Gewahrsein als das Konstante und Unveränderliche genannt. Gilt nicht, weil nicht direkt erfahrbar?
Wir müssen halt versuchen so klar wie möglich mit der Sprache zu sein. Denn sie ist es, die erst die illusionäre Trennung erschafft, andererseits ist sie auch die Brücke für die Durchschauung. Eigentlich wollte ich darauf hinaus, dass nichts konstantes erfahrbar ist..
Was bleibt von „Stimmung“ übrig, wenn du die Gedanken dazu ignorierst?
Das körperlich empfundene Gefühl?
Ja genau, Empfindungen. Wenn überhaupt.. Oft ist es so, dass speziell „negative Stimmungen“ nur aus Gedankenkarussellen bestehen.
Was ist Bewusstsein? Kannst du eines finden? Z.B. so: Hier Bewusstsein/Wahrnehmung – da Erfahrung?
Ja eben, das betrifft jetzt genau die Frage von oben. Ich kann kein Bewusstsein finden, weil es die Grundlage jeglicher Wahrnehmung ist, selbst aber unerkennbar bleibt. Also nur ein Gedanke? «Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen?»
Ja genau, die Wahrheit die ausgesprochen werden kann, ist nicht die Wahrheit. Jedoch hilft es nix das intellektuell zu verstehen, es muss erfahren werden.
Aber so allmählich dämmert mir der Grund für diesen «Materialismus».
Ich würde es nicht Materialismus nennen, sondern einfach Realismus :) Weg vom Kinderglauben, weg von allen esoterischen, spirituellen Flausen hin zu dem was nicht nur im Kopf herumspukt... Hin zu dem was du selbst erfahren kannst und nicht dir irgendwer erzählt hat. Von dem wie derjenige „ES“ erfahren hat sind es Lichtjahre bis zu deiner Interpretation. Und die ist absolut nichts wert im Gegensatz zu der richtigen realen Erfahrung...
Die Trennung zwischen dem Wahrnehmenden (Gewahrsein), dem Wahrnehmen (Auge, Ohr etc.) und dem Wahrgenommenen (Phänomene) suggeriert eine Dualität, ein Innen und ein Aussen, die es nicht gibt. So gesehen gibt es nur Erfahrung. Der Erfahrende und die Erfahrung sind eine Einheit.
Bingo!
Es gibt nur eine einzige Sache, die wir ganz sicher wissen können...
.
Das berühmte «Ich bin?»
Welches „Ich“? Ich weiß schon was du meinst, aber das ist ja das Problem mit dem ganzen Atma Vichara.. Ewig auf der Suche nach einem Ich das es nicht gibt. Angeblich war es nur ein Übersetzungsfehler und Ramana hatte ursprünglich gemeint, man sollte sich fragen: „Bin ich?“ „Ich“ ist halt auch so ein behaftetes Wort.. Einigen wir uns einfach darauf, dass das einzige was gewusst werden kann ist, dass „Sein ist“? Und da, wie du weiter oben schon so schön erkannt hast es nur Erfahrung gibt, nenne ich es gerne "aus sich selbst heraus gewahre Erfahrung"...
Mit Gott meinte ich eigentlich auch nichts anderes als dieses «Mysterium».
Wunderbar :)
Mitten ins Herz :). Bin auch schon ganz zufrieden mit dem was ist. Die Filter, die Unliebsames fernhalten sollen, sind nicht weg, aber recht porös.
Sollte sich das ändern?
Danke. Ich hoffe du spürst trotz aller Flachserei meine «Ernsthaftigkeit», hier die Flausen aus dem Kopf zu bekommen.
Alles gut, ich habe eher so dass Gefühl, dass deine Bereitschaft ernsthaft zu schauen recht hoch ist :)
Wie schaut so ein temporäres Ich aus in direkter Erfahrung?
Beispiel: Ich werde gelobt für irgendwas und sehe es als mein Verdienst an. Ich habe mir Mühe gegeben und nun wird es anerkannt. Oder (noch schöner): Ich sitze in der Strassenbahn und eine hübsche junge Frau lächelt mich an. Sie meint mich! Nicht die Menschheit!
Braucht es dazu ein „Ich“? Ist etwas verkehrt an diesem „Ich-Seinsgefühl? Das ist doch ungeheuer praktisch und wird nie verschwinden.. Sollte es das?
Empfinde das so. Schon die Vorstellung einer möglichen Anerkennung spornt zu guter Leistung an.
Na und? Es geht ja gar nicht darum hier irgendetwas ändern zu wollen, sondern einfach nur zu sehen, was ist wahr und was nur Vorstellung.
Noch eine technische Frage. Wie kann man eine Frage von A und eine Antwort von B zitieren, dass es farblich getrennt ist, so wie bei dir (A=grün, B=rot)?
Zuerst markierst du die Frage von A, klickst dann auf „Quote“, dann markierst du die Frage von A und von B zusammen und klickst nochmal auf „Quote“..
Fühlt es sich wirklich gut an, wenn man etwas braucht, und vor allem wenn man es nicht kriegt?
Mal ist es gut, mal ist es nicht gut. That’s life. Macht auf Dauer aber satt. Deswegen bin ich hier.
Versteh ich nicht...
Für viele ist es [das Ich-Gefühl] scheinbar im Kopf....
Was ist gemeint mit den vier Pünktchen ;-)
Das was du hineininterpretierst..... ;) Nein, nichts bestimmtes, nur dass es halt für jeden unterschiedlich ist, und wenn man nachschaut, sieht man immer nur Empfindungen die mit „Ich“ verwechselt werden...
Ist etwas verkehrt an diesem Ich-Gefühl? Und spür und schau mal so richtig beherzt und neugierig auf diese Ich-Empfindungen in der Herzgegend. Was ist da? Und vor allem, von wo aus wird diese Empfindungen gesehen? Kannst du eine Ort finden, wo Präsenz/Wahrnehmung wohnt? Von wo aus geschaut wird?
Komplex. Lass mir etwas Zeit damit.
Nein, es ist nicht komplex! Es ist ganz einfach! Trau dich - SCHAU EINFACH! Starre dahin wo du das „Ich“ vermutest. So herzhaft und eindringlich wie wenn du einen Schlüssel suchst, den du unbedingt jetzt auf der Stelle brauchst! Was ist da?Von wo aus geschieht "Schauen"?
Danke für deine Geduld
Sehr gerne, es ist gar keine Geduld erforderlich, ist mir ein großes Vergnügen :)
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

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Gisander
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Re: Desillusionierung

Postby Gisander » Sat Feb 02, 2019 7:36 pm

Ja genau, die Wahrheit die ausgesprochen werden kann, ist nicht die Wahrheit. Jedoch hilft es nix das intellektuell zu verstehen, es muss erfahren werden.
Gut wenn du mich immer wieder daran erinnerst! Wer, wie ich, über Jahrzehnte (werde im April 70) die Idee hatte, die Welt über Philosophie und Religion zu ergründen, der legt das nicht so leicht ab. Ich hatte lange die Vorstellung, dass das die edelste Aufgabe des homo sapiens sei, mit dem Verstand die Welträtsel zu lösen. Ja, lach nur. Ich lach ja mittlerweile selber.
Und da es nur Erfahrung gibt, nenne ich es gerne "aus sich selbst heraus gewahre Erfahrung"...
Sorry, ich kann mit solch hirnlastigen Definitionen nichts angfangen. Bin eher der Pragmatiker ;-)
Test für das Grün-Rot-Zitieren…..: Klappt! Vielen Dank.
Die Filter, die Unliebsames fernhalten sollen, sind nicht weg, aber recht porös.
Sollte sich das ändern?
Was die Filter anbelangt, muss ich genau hinschauen, bei welchen Gelegenheiten doch noch Zensur stattfindet. Die Tendenz Angenehmes zu fördern und Unangenehmes fernzuhalten, ist noch da. Aber die Erfahrung, dass das vermeintlich Unangenehme, wenn es erst einmal zugelassen wird, sich meist anders entwickelt als vermutet, verstärkt die Risikobereitschaft, die Schleusen offen zu halten - schon aus Neugierde. Die unerwartete Entwicklung gilt natürlich auch für das vermeintlich Angenehme. Es ist so ein bisschen das Gefühl: What’s next in the Show? Wobei ich zugeben muss, dass die grossen Prüfungen im Moment nicht da sind. Ich neige zwar zur Melancholie, nicht aber zu Depressionen.
Braucht es dazu ein „Ich“? Ist etwas verkehrt an diesem „Ich-Seinsgefühl? Das ist doch ungeheuer praktisch und wird nie verschwinden.. Sollte es das?
Das Ich-Seinsgefühl scheint nicht zwangsläufig mit einem Trennungsgefühl einherzugehen. Mir steigt gerade das Bild eines sich mit beiden Fäusten auf die Brust klopfenden Gorillas auf. Wenn ich mich da einfühle, spüre ich einfach nur brachiale Lebensfreude.
SCHAU EINFACH!
Gegen deine VERSAL-Tiraden erscheinen die Stockschläge der ZEN-Meister wie aufmunternde Klapse ;-)
Starre dahin wo du das „Ich“ vermutest. So herzhaft und eindringlich wie wenn du einen Schlüssel suchst, den du unbedingt jetzt auf der Stelle brauchst!
Ich kann nur ein allgemeines Ich-Seinsgefühl wahrnehmen, aber keine Ich-Zentrale. Bleibe dran. Das und die Sache mit dem Denker/Tuer scheint mir zentral.
Von wo aus geschieht "Schauen"?
Es ist ein Schauen-Horchen-Empfinden vom Kopf bis zur Brust.
Sehr gerne, es ist gar keine Geduld erforderlich, ist mir ein großes Vergnügen :)
Das freut mich dann um so mehr!

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Gisander
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Re: Desillusionierung

Postby Gisander » Sat Feb 02, 2019 7:36 pm

Ja genau, die Wahrheit die ausgesprochen werden kann, ist nicht die Wahrheit. Jedoch hilft es nix das intellektuell zu verstehen, es muss erfahren werden.
Gut wenn du mich immer wieder daran erinnerst! Wer, wie ich, über Jahrzehnte (werde im April 70) die Idee hatte, die Welt über Philosophie und Religion zu ergründen, der legt das nicht so leicht ab. Ich hatte lange die Vorstellung, dass das die edelste Aufgabe des homo sapiens sei, mit dem Verstand die Welträtsel zu lösen. Ja, lach nur. Ich lach ja mittlerweile selber.
Und da es nur Erfahrung gibt, nenne ich es gerne "aus sich selbst heraus gewahre Erfahrung"...
Sorry, ich kann mit solch hirnlastigen Definitionen nichts angfangen. Bin eher der Pragmatiker ;-)
Test für das Grün-Rot-Zitieren…..: Klappt! Vielen Dank.
Die Filter, die Unliebsames fernhalten sollen, sind nicht weg, aber recht porös.
Sollte sich das ändern?
Was die Filter anbelangt, muss ich genau hinschauen, bei welchen Gelegenheiten doch noch Zensur stattfindet. Die Tendenz Angenehmes zu fördern und Unangenehmes fernzuhalten, ist noch da. Aber die Erfahrung, dass das vermeintlich Unangenehme, wenn es erst einmal zugelassen wird, sich meist anders entwickelt als vermutet, verstärkt die Risikobereitschaft, die Schleusen offen zu halten - schon aus Neugierde. Die unerwartete Entwicklung gilt natürlich auch für das vermeintlich Angenehme. Es ist so ein bisschen das Gefühl: What’s next in the Show? Wobei ich zugeben muss, dass die grossen Prüfungen im Moment nicht da sind. Ich neige zwar zur Melancholie, nicht aber zu Depressionen.
Braucht es dazu ein „Ich“? Ist etwas verkehrt an diesem „Ich-Seinsgefühl? Das ist doch ungeheuer praktisch und wird nie verschwinden.. Sollte es das?
Das Ich-Seinsgefühl scheint nicht zwangsläufig mit einem Trennungsgefühl einherzugehen. Mir steigt gerade das Bild eines sich mit beiden Fäusten auf die Brust klopfenden Gorillas auf. Wenn ich mich da einfühle, spüre ich einfach nur brachiale Lebensfreude.
SCHAU EINFACH!
Gegen deine VERSAL-Tiraden erscheinen die Stockschläge der ZEN-Meister wie aufmunternde Klapse ;-)
Starre dahin wo du das „Ich“ vermutest. So herzhaft und eindringlich wie wenn du einen Schlüssel suchst, den du unbedingt jetzt auf der Stelle brauchst!
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Gisander
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Re: Desillusionierung

Postby Gisander » Sat Feb 02, 2019 7:37 pm

Ja genau, die Wahrheit die ausgesprochen werden kann, ist nicht die Wahrheit. Jedoch hilft es nix das intellektuell zu verstehen, es muss erfahren werden.
Gut wenn du mich immer wieder daran erinnerst! Wer, wie ich, über Jahrzehnte (werde im April 70) die Idee hatte, die Welt über Philosophie und Religion zu ergründen, der legt das nicht so leicht ab. Ich hatte lange die Vorstellung, dass das die edelste Aufgabe des homo sapiens sei, mit dem Verstand die Welträtsel zu lösen. Ja, lach nur. Ich lach ja mittlerweile selber.
Und da es nur Erfahrung gibt, nenne ich es gerne "aus sich selbst heraus gewahre Erfahrung"...
Sorry, ich kann mit solch hirnlastigen Definitionen nichts angfangen. Bin eher der Pragmatiker ;-)
Test für das Grün-Rot-Zitieren…..: Klappt! Vielen Dank.
Die Filter, die Unliebsames fernhalten sollen, sind nicht weg, aber recht porös.
Sollte sich das ändern?
Was die Filter anbelangt, muss ich genau hinschauen, bei welchen Gelegenheiten doch noch Zensur stattfindet. Die Tendenz Angenehmes zu fördern und Unangenehmes fernzuhalten, ist noch da. Aber die Erfahrung, dass das vermeintlich Unangenehme, wenn es erst einmal zugelassen wird, sich meist anders entwickelt als vermutet, verstärkt die Risikobereitschaft, die Schleusen offen zu halten - schon aus Neugierde. Die unerwartete Entwicklung gilt natürlich auch für das vermeintlich Angenehme. Es ist so ein bisschen das Gefühl: What’s next in the Show? Wobei ich zugeben muss, dass die grossen Prüfungen im Moment nicht da sind. Ich neige zwar zur Melancholie, nicht aber zu Depressionen.
Braucht es dazu ein „Ich“? Ist etwas verkehrt an diesem „Ich-Seinsgefühl? Das ist doch ungeheuer praktisch und wird nie verschwinden.. Sollte es das?
Das Ich-Seinsgefühl scheint nicht zwangsläufig mit einem Trennungsgefühl einherzugehen. Mir steigt gerade das Bild eines sich mit beiden Fäusten auf die Brust klopfenden Gorillas auf. Wenn ich mich da einfühle, spüre ich einfach nur brachiale Lebensfreude.
SCHAU EINFACH!
Gegen deine VERSAL-Tiraden erscheinen die Stockschläge der ZEN-Meister wie aufmunternde Klapse ;-)
Starre dahin wo du das „Ich“ vermutest. So herzhaft und eindringlich wie wenn du einen Schlüssel suchst, den du unbedingt jetzt auf der Stelle brauchst!
Ich kann nur ein allgemeines Ich-Seinsgefühl wahrnehmen, aber keine Ich-Zentrale. Bleibe dran. Das und die Sache mit dem Denker/Tuer scheint mir zentral.
Von wo aus geschieht "Schauen"?
Es ist ein Schauen-Horchen-Empfinden vom Kopf bis zur Brust.
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Gisander
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Re: Desillusionierung

Postby Gisander » Sat Feb 02, 2019 7:42 pm

Ja genau, die Wahrheit die ausgesprochen werden kann, ist nicht die Wahrheit. Jedoch hilft es nix das intellektuell zu verstehen, es muss erfahren werden.
Gut wenn du mich immer wieder daran erinnerst! Wer, wie ich, über Jahrzehnte (werde im April 70) die Idee hatte, die Welt über Philosophie und Religion zu ergründen, der legt das nicht so leicht ab. Ich hatte lange die Vorstellung, dass das die edelste Aufgabe des homo sapiens sei, mit dem Verstand die Welträtsel zu lösen. Ja, lach nur. Ich lach ja mittlerweile selber.
Und da es nur Erfahrung gibt, nenne ich es gerne "aus sich selbst heraus gewahre Erfahrung"...
Sorry, ich kann mit solch hirnlastigen Definitionen nichts angfangen. Bin eher der Pragmatiker ;-)
Test für das Grün-Rot-Zitieren. Vorschau...: Klappt! Vielen Dank.
Die Filter, die Unliebsames fernhalten sollen, sind nicht weg, aber recht porös.
Sollte sich das ändern?
Was die Filter anbelangt, muss ich genau hinschauen, bei welchen Gelegenheiten doch noch Zensur stattfindet. Die Tendenz Angenehmes zu fördern und Unangenehmes fernzuhalten, ist noch da. Aber die Erfahrung, dass das vermeintlich Unangenehme, wenn es erst einmal zugelassen wird, sich meist anders entwickelt als vermutet, verstärkt die Risikobereitschaft, die Schleusen offen zu halten - schon aus Neugierde. Die unerwartete Entwicklung gilt natürlich auch für das vermeintlich Angenehme. Es ist so ein bisschen das Gefühl: What’s next in the Show? Wobei ich zugeben muss, dass die grossen Prüfungen im Moment nicht da sind. Ich neige zwar zur Melancholie, nicht aber zu Depressionen.
Braucht es dazu ein „Ich“? Ist etwas verkehrt an diesem „Ich-Seinsgefühl? Das ist doch ungeheuer praktisch und wird nie verschwinden.. Sollte es das?
Das Ich-Seinsgefühl scheint nicht zwangsläufig mit einem Trennungsgefühl einherzugehen. Mir steigt gerade das Bild eines sich mit beiden Fäusten auf die Brust klopfenden Gorillas auf. Wenn ich mich da einfühle, spüre ich einfach nur brachiale Lebensfreude.
SCHAU EINFACH!
Gegen deine VERSAL-Tiraden erscheinen die Stockschläge der ZEN-Meister wie aufmunternde Klapse ;-)
Starre dahin wo du das „Ich“ vermutest. So herzhaft und eindringlich wie wenn du einen Schlüssel suchst, den du unbedingt jetzt auf der Stelle brauchst!
Ich kann nur ein allgemeines Ich-Seinsgefühl wahrnehmen, aber keine Ich-Zentrale. Bleibe dran. Das und die Sache mit dem Denker/Tuer scheint mir zentral.
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Gisander
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Re: Desillusionierung

Postby Gisander » Sat Feb 02, 2019 7:44 pm

Ja genau, die Wahrheit die ausgesprochen werden kann, ist nicht die Wahrheit. Jedoch hilft es nix das intellektuell zu verstehen, es muss erfahren werden.
Gut wenn du mich immer wieder daran erinnerst! Wer, wie ich, über Jahrzehnte (werde im April 70) die Idee hatte, die Welt über Philosophie und Religion zu ergründen, der legt das nicht so leicht ab. Ich hatte lange die Vorstellung, dass das die edelste Aufgabe des homo sapiens sei, mit dem Verstand die Welträtsel zu lösen. Ja, lach nur. Ich lach ja mittlerweile selber.
Und da es nur Erfahrung gibt, nenne ich es gerne "aus sich selbst heraus gewahre Erfahrung"...
Sorry, ich kann mit solch hirnlastigen Definitionen nichts angfangen. Bin eher der Pragmatiker ;-)
Test für das Grün-Rot-Zitieren. Vorschau...: Klappt! Vielen Dank.
Die Filter, die Unliebsames fernhalten sollen, sind nicht weg, aber recht porös.
Sollte sich das ändern?
Was die Filter anbelangt, muss ich genau hinschauen, bei welchen Gelegenheiten doch noch Zensur stattfindet. Die Tendenz Angenehmes zu fördern und Unangenehmes fernzuhalten, ist noch da. Aber die Erfahrung, dass das vermeintlich Unangenehme, wenn es erst einmal zugelassen wird, sich meist anders entwickelt als vermutet, verstärkt die Risikobereitschaft, die Schleusen offen zu halten - schon aus Neugierde. Die unerwartete Entwicklung gilt natürlich auch für das vermeintlich Angenehme. Es ist so ein bisschen das Gefühl: What’s next in the Show? Wobei ich zugeben muss, dass die grossen Prüfungen im Moment nicht da sind. Ich neige zwar zur Melancholie, nicht aber zu Depressionen.
Braucht es dazu ein „Ich“? Ist etwas verkehrt an diesem „Ich-Seinsgefühl? Das ist doch ungeheuer praktisch und wird nie verschwinden.. Sollte es das?
Das Ich-Seinsgefühl scheint nicht zwangsläufig mit einem Trennungsgefühl einherzugehen. Mir steigt gerade das Bild eines sich mit beiden Fäusten auf die Brust klopfenden Gorillas auf. Wenn ich mich da einfühle, spüre ich einfach nur brachiale Lebensfreude.
SCHAU EINFACH!
Gegen deine VERSAL-Tiraden erscheinen die Stockschläge der ZEN-Meister wie aufmunternde Klapse ;-)
Starre dahin wo du das „Ich“ vermutest. So herzhaft und eindringlich wie wenn du einen Schlüssel suchst, den du unbedingt jetzt auf der Stelle brauchst!
Ich kann nur ein allgemeines Ich-Seinsgefühl wahrnehmen, aber keine Ich-Zentrale. Bleibe dran. Das und die Sache mit dem Denker/Tuer scheint mir zentral.
Von wo aus geschieht "Schauen"?
Es ist ein Schauen-Horchen-Empfinden vom Kopf bis zur Brust.
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Re: Desillusionierung

Postby Gisander » Sat Feb 02, 2019 8:10 pm

Ja genau, die Wahrheit die ausgesprochen werden kann, ist nicht die Wahrheit. Jedoch hilft es nix das intellektuell zu verstehen, es muss erfahren werden.
Gut wenn du mich immer wieder daran erinnerst! Wer, wie ich, über Jahrzehnte (werde im April 70) die Idee hatte, die Welt über Philosophie und Religion zu ergründen, der legt das nicht so leicht ab. Ich hatte lange die Vorstellung, dass das die edelste Aufgabe des homo sapiens sei, mit dem Verstand die Welträtsel zu lösen. Ja, lach nur. Ich lach ja mittlerweile selber.
Und da es nur Erfahrung gibt, nenne ich es gerne "aus sich selbst heraus gewahre Erfahrung"...
Sorry, ich kann mit solch hirnlastigen Definitionen nichts angfangen. Bin eher der Pragmatiker ;-)
Test für das Grün-Rot-Zitieren. Vorschau...: Klappt! Vielen Dank.
Die Filter, die Unliebsames fernhalten sollen, sind nicht weg, aber recht porös.
Sollte sich das ändern?
Was die Filter anbelangt, muss ich genau hinschauen, bei welchen Gelegenheiten doch noch Zensur stattfindet. Die Tendenz Angenehmes zu fördern und Unangenehmes fernzuhalten, ist noch da. Aber die Erfahrung, dass das vermeintlich Unangenehme, wenn es erst einmal zugelassen wird, sich meist anders entwickelt als vermutet, verstärkt die Risikobereitschaft, die Schleusen offen zu halten - schon aus Neugierde. Die unerwartete Entwicklung gilt natürlich auch für das vermeintlich Angenehme. Es ist so ein bisschen das Gefühl: What’s next in the Show? Wobei ich zugeben muss, dass die grossen Prüfungen im Moment nicht da sind. Ich neige zwar zur Melancholie, nicht aber zu Depressionen.
Braucht es dazu ein „Ich“? Ist etwas verkehrt an diesem „Ich-Seinsgefühl? Das ist doch ungeheuer praktisch und wird nie verschwinden.. Sollte es das?
Das Ich-Seinsgefühl scheint nicht zwangsläufig mit einem Trennungsgefühl einherzugehen. Mir steigt gerade das Bild eines sich mit beiden Fäusten auf die Brust klopfenden Gorillas auf. Wenn ich mich da einfühle, spüre ich einfach nur brachiale Lebensfreude.
SCHAU EINFACH!
Gegen deine VERSAL-Tiraden erscheinen die Stockschläge der ZEN-Meister wie aufmunternde Klapse ;-)
Starre dahin wo du das „Ich“ vermutest. So herzhaft und eindringlich wie wenn du einen Schlüssel suchst, den du unbedingt jetzt auf der Stelle brauchst!
Ich kann nur ein allgemeines Ich-Seinsgefühl wahrnehmen, aber keine Ich-Zentrale. Bleibe dran. Das und die Sache mit dem Denker/Tuer scheint mir zentral.
Von wo aus geschieht "Schauen"?
Es ist ein Schauen-Horchen-Empfinden vom Kopf bis zur Brust.
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Re: Desillusionierung

Postby Gisander » Sat Feb 02, 2019 8:11 pm

Ja genau, die Wahrheit die ausgesprochen werden kann, ist nicht die Wahrheit. Jedoch hilft es nix das intellektuell zu verstehen, es muss erfahren werden.
Gut wenn du mich immer wieder daran erinnerst! Wer, wie ich, über Jahrzehnte (werde im April 70) die Idee hatte, die Welt über Philosophie und Religion zu ergründen, der legt das nicht so leicht ab. Ich hatte lange die Vorstellung, dass das die edelste Aufgabe des homo sapiens sei, mit dem Verstand die Welträtsel zu lösen. Ja, lach nur. Ich lach ja mittlerweile selber.
Und da es nur Erfahrung gibt, nenne ich es gerne "aus sich selbst heraus gewahre Erfahrung"...
Sorry, ich kann mit solch hirnlastigen Definitionen nichts anfangen. Bin eher der Pragmatiker ;-)
Test für das Grün-Rot-Zitieren. Vorschau...: Klappt! Vielen Dank.
Die Filter, die Unliebsames fernhalten sollen, sind nicht weg, aber recht porös.
Sollte sich das ändern?
Was die Filter anbelangt, muss ich genau hinschauen, bei welchen Gelegenheiten doch noch Zensur stattfindet. Die Tendenz Angenehmes zu fördern und Unangenehmes fernzuhalten, ist noch da. Aber die Erfahrung, dass das vermeintlich Unangenehme, wenn es erst einmal zugelassen wird, sich meist anders entwickelt als vermutet, verstärkt die Risikobereitschaft, die Schleusen offen zu halten - schon aus Neugierde. Die unerwartete Entwicklung gilt natürlich auch für das vermeintlich Angenehme. Es ist so ein bisschen das Gefühl: What’s next in the Show? Wobei ich zugeben muss, dass die grossen Prüfungen im Moment nicht da sind. Ich neige zwar zur Melancholie, nicht aber zu Depressionen.
Braucht es dazu ein „Ich“? Ist etwas verkehrt an diesem „Ich-Seinsgefühl? Das ist doch ungeheuer praktisch und wird nie verschwinden.. Sollte es das?
Das Ich-Seinsgefühl scheint nicht zwangsläufig mit einem Trennungsgefühl einherzugehen. Mir steigt gerade das Bild eines sich mit beiden Fäusten auf die Brust klopfenden Gorillas auf. Wenn ich mich da einfühle, spüre ich einfach nur brachiale Lebensfreude.
SCHAU EINFACH!
Gegen deine VERSAL-Tiraden erscheinen die Stockschläge der ZEN-Meister wie aufmunternde Klapse ;-)
Starre dahin wo du das „Ich“ vermutest. So herzhaft und eindringlich wie wenn du einen Schlüssel suchst, den du unbedingt jetzt auf der Stelle brauchst!
Ich kann nur ein allgemeines Ich-Seinsgefühl wahrnehmen, aber keine Ich-Zentrale. Bleibe dran. Das und die Sache mit dem Denker/Tuer scheint mir zentral.
Von wo aus geschieht "Schauen"?
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Re: Desillusionierung

Postby Gisander » Sat Feb 02, 2019 8:33 pm

Ja genau, die Wahrheit die ausgesprochen werden kann, ist nicht die Wahrheit. Jedoch hilft es nix das intellektuell zu verstehen, es muss erfahren werden.
Gut wenn du mich immer wieder daran erinnerst! Wer, wie ich, über Jahrzehnte (werde im April 70) die Idee hatte, die Welt über Philosophie und Religion zu ergründen, der legt das nicht so leicht ab. Ich hatte lange die Vorstellung, dass das die edelste Aufgabe des homo sapiens sei, mit dem Verstand die Welträtsel zu lösen. Ja, lach nur. Ich lach ja mittlerweile selber.
Und da es nur Erfahrung gibt, nenne ich es gerne "aus sich selbst heraus gewahre Erfahrung"...
Sorry, ich kann mit solch hirnlastigen Definitionen nichts anfangen. Bin eher der Pragmatiker ;-)
Test für das Grün-Rot-Zitieren. Vorschau...: Klappt! Vielen Dank.
Die Filter, die Unliebsames fernhalten sollen, sind nicht weg, aber recht porös.
Sollte sich das ändern?
Was die Filter anbelangt, muss ich genau hinschauen, bei welchen Gelegenheiten doch noch Zensur stattfindet. Die Tendenz Angenehmes zu fördern und Unangenehmes fernzuhalten, ist noch da. Aber die Erfahrung, dass das vermeintlich Unangenehme, wenn es erst einmal zugelassen wird, sich meist anders entwickelt als vermutet, verstärkt die Risikobereitschaft, die Schleusen offen zu halten - schon aus Neugierde. Die unerwartete Entwicklung gilt natürlich auch für das vermeintlich Angenehme. Es ist so ein bisschen das Gefühl: What’s next in the Show? Wobei ich zugeben muss, dass die grossen Prüfungen im Moment nicht da sind. Ich neige zwar zur Melancholie, nicht aber zu Depressionen.
Braucht es dazu ein „Ich“? Ist etwas verkehrt an diesem „Ich-Seinsgefühl? Das ist doch ungeheuer praktisch und wird nie verschwinden.. Sollte es das?
Das Ich-Seinsgefühl scheint nicht zwangsläufig mit einem Trennungsgefühl einherzugehen. Mir steigt gerade das Bild eines sich mit beiden Fäusten auf die Brust klopfenden Gorillas auf. Wenn ich mich da einfühle, spüre ich einfach nur brachiale Lebensfreude.
SCHAU EINFACH!
Gegen deine VERSAL-Tiraden erscheinen die Stockschläge der ZEN-Meister wie aufmunternde Klapse ;-)
Starre dahin wo du das „Ich“ vermutest. So herzhaft und eindringlich wie wenn du einen Schlüssel suchst, den du unbedingt jetzt auf der Stelle brauchst!
Ich kann nur ein allgemeines Ich-Seinsgefühl wahrnehmen, aber keine Ich-Zentrale. Bleibe dran. Das und die Sache mit dem Denker/Tuer scheint mir zentral.
Von wo aus geschieht "Schauen"?
Es ist ein Schauen-Horchen-Empfinden vom Kopf bis zur Brust.
Sehr gerne, es ist gar keine Geduld erforderlich, ist mir ein großes Vergnügen :)
Das freut mich dann um so mehr!

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Gisander
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Re: Desillusionierung

Postby Gisander » Sat Feb 02, 2019 8:34 pm

Ja genau, die Wahrheit die ausgesprochen werden kann, ist nicht die Wahrheit. Jedoch hilft es nix das intellektuell zu verstehen, es muss erfahren werden.
Gut wenn du mich immer wieder daran erinnerst! Wer, wie ich, über Jahrzehnte (werde im April 70) die Idee hatte, die Welt über Philosophie und Religion zu ergründen, der legt das nicht so leicht ab. Ich hatte lange die Vorstellung, dass das die edelste Aufgabe des homo sapiens sei, mit dem Verstand die Welträtsel zu lösen. Ja, lach nur. Ich lach ja mittlerweile selber.
Und da es nur Erfahrung gibt, nenne ich es gerne "aus sich selbst heraus gewahre Erfahrung"...
Sorry, ich kann mit solch hirnlastigen Definitionen nichts anfangen. Bin eher der Pragmatiker ;-)
Test für das Grün-Rot-Zitieren. Vorschau...: Klappt! Vielen Dank.
Die Filter, die Unliebsames fernhalten sollen, sind nicht weg, aber recht porös.
Sollte sich das ändern?
Was die Filter anbelangt, muss ich genau hinschauen, bei welchen Gelegenheiten doch noch Zensur stattfindet. Die Tendenz Angenehmes zu fördern und Unangenehmes fernzuhalten, ist noch da. Aber die Erfahrung, dass das vermeintlich Unangenehme, wenn es erst einmal zugelassen wird, sich meist anders entwickelt als vermutet, verstärkt die Risikobereitschaft, die Schleusen offen zu halten - schon aus Neugierde. Die unerwartete Entwicklung gilt natürlich auch für das vermeintlich Angenehme. Es ist so ein bisschen das Gefühl: What’s next in the Show? Wobei ich zugeben muss, dass die grossen Prüfungen im Moment nicht da sind. Ich neige zwar zur Melancholie, nicht aber zu Depressionen.
Braucht es dazu ein „Ich“? Ist etwas verkehrt an diesem „Ich-Seinsgefühl? Das ist doch ungeheuer praktisch und wird nie verschwinden.. Sollte es das?
Das Ich-Seinsgefühl scheint nicht zwangsläufig mit einem Trennungsgefühl einherzugehen. Mir steigt gerade das Bild eines sich mit beiden Fäusten auf die Brust klopfenden Gorillas auf. Wenn ich mich da einfühle, spüre ich einfach nur brachiale Lebensfreude.
SCHAU EINFACH!
Gegen deine VERSAL-Tiraden erscheinen die Stockschläge der ZEN-Meister wie aufmunternde Klapse ;-)
Starre dahin wo du das „Ich“ vermutest. So herzhaft und eindringlich wie wenn du einen Schlüssel suchst, den du unbedingt jetzt auf der Stelle brauchst!
Ich kann nur ein allgemeines Ich-Seinsgefühl wahrnehmen, aber keine Ich-Zentrale. Bleibe dran. Das und die Sache mit dem Denker/Tuer scheint mir zentral.
Von wo aus geschieht "Schauen"?
Es ist ein Schauen-Horchen-Empfinden vom Kopf bis zur Brust.
Sehr gerne, es ist gar keine Geduld erforderlich, ist mir ein großes Vergnügen :)
Das freut mich dann um so mehr!

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Re: Desillusionierung

Postby Gisander » Sun Feb 03, 2019 8:35 am

Sorry für das x-fache Posten meiner letzten Message. Es gab gestern anscheinend ein Problem mit dem LU-Server. Das Schreiben und die Vorschau klappte, aber beim Drücken des «Absenden» Buttons war tote Hose. Ich versuchte es mehrfach, aber die Message wurde nicht gespeichert. Wie ich jetzt sehe, war das aber doch der Fall. Leider gibt es für mich keine Möglichkeit die Duplikate zu löschen. Vielleicht kann die Admin das übernehmen? Vielen Dank.

barb
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Re: Desillusionierung

Postby barb » Sun Feb 03, 2019 12:12 pm

Sorry für das x-fache Posten meiner letzten Message.
Ja, gestern hat es da Probleme gegeben.. Das mit dem x-fach posten hatten mehrere, ich weiß nicht ob die Admins da was machen... Ist egal, oder?
Ich hatte lange die Vorstellung, dass das die edelste Aufgabe des homo sapiens sei, mit dem Verstand die Welträtsel zu lösen. Ja, lach nur. Ich lach ja mittlerweile selber.
Das ist ja das, was uns beigebracht wurde (und wird).. Ich war ja auch lange in der Spirale.. Schön, dass du darüber schon lachen kannst :)
Und da es nur Erfahrung gibt, nenne ich es gerne "aus sich selbst heraus gewahre Erfahrung"...
Sorry, ich kann mit solch hirnlastigen Definitionen nichts anfangen. Bin eher der Pragmatiker ;-)
Echt, findest du das hirnlastig? Es gibt nur Erfahrung und die Wahrnehmung davon, und da es – wie du ja schon gefunden hast – keine Trennung zwischen Erfahrung und Wahrnehmung gibt, und auch niemanden der wahrnimmt... Was bleibt dann?
Was die Filter anbelangt, muss ich genau hinschauen, bei welchen Gelegenheiten doch noch Zensur stattfindet. Die Tendenz Angenehmes zu fördern und Unangenehmes fernzuhalten, ist noch da.
Na und? Angenehmes wird immer bevorzugt bleiben. Wenn etwas Unangenehmes vermeidbar ist warum nicht?

Es geht hier auch garnicht darum irgendetwas zu verändern oder zu erreichen, die Persönlichkeit oder die Umstände zu verbessern oder was auch immer... Es geht darum zu erkennen, dass alles so ist wie es ist, und nicht anders sein kann, und dass das schon immer so war.. Und dass da nirgendwo ein Steuermann sitzt, der den Karren kontrolliert..

Machs dir wieder ganz gemütlich, atme langsam und entspannt, lass den Atem ganz frei fließen wie er will. Und dann schau:

Ist da irgendwo ein „Atmer“? Machst du das atmen?
Vielleicht kannst du deinen Herzschlag spüren. Wenn du ihn bemerkst schau nach:
Ist da irgendwo ein „Herzimpulsgeber“? Oder geschieht das einfach?
Wie ist es mit den ganzen unfassbar unzähligen Körperprozessen, die jede Sekunde ablaufen? Machst du das? Die Lunge wird beatmet, das Herz schlägt, die Verdauungsorgane verdauen, irgendwo ein „Ich“?
Das Gehirn denkt – irgendwo ein „Denker“ zu finden?

Das Ich-Seinsgefühl scheint nicht zwangsläufig mit einem Trennungsgefühl einherzugehen. Mir steigt gerade das Bild eines sich mit beiden Fäusten auf die Brust klopfenden Gorillas auf. Wenn ich mich da einfühle, spüre ich einfach nur brachiale Lebensfreude.
:))
Starre dahin wo du das „Ich“ vermutest. So herzhaft und eindringlich wie wenn du einen Schlüssel suchst, den du unbedingt jetzt auf der Stelle brauchst!
Ich kann nur ein allgemeines Ich-Seinsgefühl wahrnehmen, aber keine Ich-Zentrale. Bleibe dran. Das und die Sache mit dem Denker/Tuer scheint mir zentral.
Was wäre, wenn da einfach NICHTS ist? Was wäre, wenn dieses Nichts - diese Stille - nicht die Abwesenheit einer Antwort wäre, sondern wenn es DIE Antwort wäre?
Von wo aus geschieht "Schauen"?
Es ist ein Schauen-Horchen-Empfinden vom Kopf bis zur Brust.
Dieses Schauen-Horchen-Empfinden wird wahrgenommen, es erscheint im Wahrnehmungsfeld, oder? Von wo aus wird das gesehen? Kannst du eine Ort finden, von wo aus Präsenz/Wahrnehmung schaut?

Wenn da nichts zu finden ist, dann lass dich ganz darauf ein, und ziehe die Möglichkeit in Betracht, dass da einfach nichts ist.
Schau wirklich ganz genau, und wisse, es gibt keine falschen Antworten. Es ist nur wichtig dass du jede Frage aus dem direkten Erleben heraus versuchst zu beantworten, denn in einer davon ist der Schlüssel, wir wissen nur nicht in welcher....
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Re: Desillusionierung

Postby Gisander » Sun Feb 03, 2019 5:18 pm

Starre dahin wo du das „Ich“ vermutest. So herzhaft und eindringlich wie wenn du einen Schlüssel suchst, den du unbedingt jetzt auf der Stelle brauchst!Von wo aus geschieht "Schauen"?
Hier noch eine zweite Annäherung von gestern Abend:

Das Schauen geschieht aus dem Bewusstsein. Ich habe keine Vermutung wo ein Ich-Zentrum wäre! Auf der Suche nach dem «Ich» kann das Bewusstsein nichts Fassbares finden! Auch die Stelle beim Herzen erweist sich als leer. Nachher wird das «Ich» bestimmt wieder kommen und mir eine Nase drehen: Ich denke und ich tue was ich will. Aber jetzt ist kein «Ich» auszumachen.

Ist es mein Körper? Nein. Ist es mein Charakter, meine Prägung, meine Vorlieben und Gewohnheiten, meine Talente und Mankos, der Schreiber dieses Textes? Schon eher. Aber ergibt das ein fassbares «Ich»? Oder wenigstens ein konsistentes Ich-Gefühl? Nein, nichts Fassbares, alles ist in ständigem Wandel.

Was ist also das «Ich»? Ein Bündel an Einbildungen? Muss ich sterben, um das voll einzusehen?
Und da es nur Erfahrung gibt, nenne ich es gerne "aus sich selbst heraus gewahre Erfahrung"...
Sorry, ich kann mit solch hirnlastigen Definitionen nichts anfangen. Bin eher der Pragmatiker ;-)
Echt, findest du das hirnlastig?
Das sollte ein Scherz sein! Du führst mich immer zur direkten Erfahrung. Nun kam von dir doch auch mal eine Definition :)
Ist da irgendwo ein „Atmer“? Machst du das atmen?
Vielleicht kannst du deinen Herzschlag spüren. Wenn du ihn bemerkst schau nach:
Ist da irgendwo ein „Herzimpulsgeber“? Oder geschieht das einfach?
Wie ist es mit den ganzen unfassbar unzähligen Körperprozessen, die jede Sekunde ablaufen? Machst du das? Die Lunge wird beatmet, das Herz schlägt, die Verdauungsorgane verdauen, irgendwo ein „Ich“?
Bei diesen körperlichen Funktionen erscheint es klar, dass sie von keinem «Ich» gesteuert werden, zumal sie ja auch im Schlaf stattfinden. Das läuft offensichtlich alles von alleine.
Das Gehirn denkt – irgendwo ein „Denker“ zu finden?
Hier wird’s schwieriger. Wenn das ebenso klar gesehen würde, dass es keinen Denker gibt, genau so wie es keinen Verdauer oder Lungenbeatmer gibt, dann fehlte dem Ich-Gefühl das Hauptstandbein. Denn wo kein Denker ist, ist auch kein Täter. Da braucht es aber noch «Überzeugungsarbeit» (wer soll hier überzeugt werden?) durch genaues Hinschauen. Woher kommen die Gedanken? Kann ich sie steuern, zumindest in ihrer Entwicklung?
Ich kann nur ein allgemeines Ich-Seinsgefühl wahrnehmen, aber keine Ich-Zentrale. Bleibe dran. Das und die Sache mit dem Denker/Tuer scheint mir zentral.
Was wäre, wenn da einfach NICHTS ist? Was wäre, wenn dieses Nichts - diese Stille - nicht die Abwesenheit einer Antwort wäre, sondern wenn es DIE Antwort wäre?
Fehlt mir noch das Vertrauen in dieses Nichts? Da ist womöglich keine Angst mehr und keine Sorge, aber gähnende Langeweile?
Dieses Schauen-Horchen-Empfinden wird wahrgenommen, es erscheint im Wahrnehmungsfeld, oder? Von wo aus wird das gesehen? Kannst du einen Ort finden, von wo aus Präsenz/Wahrnehmung schaut?
Ich kann keinen Ort finden. It’s magic!

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Re: Desillusionierung

Postby Gisander » Mon Feb 04, 2019 8:48 am

Kleiner Nachtrag noch: Endgültig sterben muss nur die Vorstellung, dass irgendetwas anders sein sollte. Punkt.


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