Glück

User avatar
Barb
Posts: 609
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Glück

Postby Barb » Sat Dec 15, 2018 1:43 pm

Naja, "Erfahrung" übersieht dass ja eigentlich alles schon da ist, und die jetztige Erfahrung schon die "richtige" ist. Es sind ja alleine die Gedanken, die mir etwas andres vormachen.
Meintest du „Erwartung“ übersieht, dass alles schon da ist? Und hat nicht auch „richtig“ mit Erwartungen zu tun?
Schau nach: Wo ist derjenige, dem die Gedanken etwas vormachen können?
Nein, da ist niemand der das entscheidet. Und das Nachhängen oder Nicht-Nachhängen passiert auch einfach so
.
Gut gesehen :)
Nein, die Gedanken sind einfach aus sich selbst heraus wahrnehmbar. Da ist auch niemand der sie macht. Sie sind einfach von einem Moment auf den anderen sichtbar. Ich nehme mir übrigens Zeit zum Überprüfen und es ist trotzdem sicher auch gut wenn du mich zwischendrin nochmal dran erinnerst.
Wunderbar!
Erstnehmen kann ich mit keinem dieser Sinne wahrnehmen. Das fand ich tagsüber auch immer wieder hilfreich zu erkennen, dass zB. Gedanken der Sorge nicht Teil des direkten Erlebens sind und (somit) nichts mit der Wirklichkeit wie sie in diesen Sinnen erlebt wird zu tun haben.
Ja genau, überprüfe das immer wieder!
Puh, die "Ansage" hatte ich eben ein bisschen in den falschen Hals gekriegt. Das liegt vielleicht zum einen Teil daran, dass du es etwas flapsig geschrieben hast, aber der Rest ist mein Bier ;) Und ja, du wolltest mich wahrscheinlich auch wachrütteln. Hat geklappt :D
Gerne :))
Mein Verstand ist die ganze Zeit auf der Suche nach dem letzten Stück an dem er sich festhalten kann. Und weil du ihm immer sagst, "nein, auch dieses Stück an dem "du" dich festhalten willst ist eine Illusion", kommen da eben noch mehr Gedanken der Frustration. Aber so ist halt der Lauf der Dinge, mal schauen wie es sich noch verändert. Der Antrieb weiter zu forschen bleibt ja irgendwie trotzdem. Auch wenn ich (zum Glück, hihi) nicht mehr genau weiß, woran ich mich festhalten soll.
Wenn wieder mal Gedanken der Frustration aufkommen, dann schau dir das genau an: Wie sind die Gedanken beschaffen, was für eine Story erzählen sie. Welches Körpergefühl kommt damit auf? Und dann ersetze die Gedanken durch

blahblahblah, tschipedi tschiepida, akwaskdok,mukiduk, ibidi buzidek..... usw..

Denk einfach irgendein Kauderwelsch zusammen für 5 Minuten, und dann schau was von dem ganzen Zirkus noch übrigbleibt :) (Immer wieder eine tolle, lustige Übung, wenn das Gedankenkarussell nicht anhalten will, die uns übrigens auch zeigt wie „wichtig“ (haha) die Gedanken sind...)
Und das "Üben der direkten Erfahrung zur Hauptpriorität" zu machen, klingt richtig. Die Intention das umzusetzen ist (bei "mir") wahrnehmbar :)
Super!
Das ist die erwähnte Seherfahrung, also alleine die Lichtreize.
Gutes Wort (Lichtreize).. Einigen wir uns der Einfachheit halber auf „Farben“.. :) So kannst du direkte Erfahrung auch üben. Indem du einfach das Wahrgenommene mit dem ersten Konzept das am nächsten kommt benennst: Farbe-Klang-Empfindung-Geschmack-Geruch. Spiel damit, schau was am leichtesten umzusetzen ist :)
Mein Bericht: In den Momenten in denen ich in der DE war, war wieder dieses angenehm nüchterne zu bemerken.
Bist „du“ in der direkten Erfahrung? Ist da ein „Ich“ enthalten? (Antworte nicht aus dem Intellekt, schau immer wieder neu, so wie wenn es das erste mal wäre nach!)
Ich will dich nicht nerven, aber es ist wichtig, dass wir mit der Sprache präzise sind, denn sie ist es, die erst die Illusion der Trennung hervorruft..
Es fühlt sich auf eine Art auch so normal an. Mir ist jetzt auch noch klarer geworden, dass das Ruhen in der DE eben nicht bedeutet, dass ich immer Begeisterung für das Empfinden muss was ich da gerade wahrnehme. Dass es einfach nur darum geht, wahrzunehmen was gerade ist.
Klingt schön, aber kannst du entscheiden, was gerade wahrgenommen wird? Dass Ruhen in der DE stattfindet?
Und das was gerade ist, wird bei mir noch ganz schön oft von den Gedanken verschleiert.
Ist es nicht so, dass wenn Gedanken da sind, eben das dann ist, was ist?
Mir ist aufgefallen, dass das momentan immer so ein Wechselspiel ist: Ich bin eine Weile in der DE und dann setzt wieder das Gedankentheater ein.
Findest du ein „Ich“, dass in DE ist?
Dann bemerke ich es wieder und gehe wieder in die DE usw.. Dadurch habe ich auch gemerkt wie vielen unnötigen Gedanken ich noch nachgehe.
Hört sich ganz wunderbar an!
Es sind auch Gedanken der Sehnsucht aufgekommen, doch nachhaltiger in der DE zu ruhen.
Aus was besteht der Gedanke, wenn du nicht auf die Worte hörst? Wo ist derjenige, der etwas anders haben will, als es jetzt ist? Derjenige der sich einen Vorteil, eine bessere Zukunft erhofft?
Es gibt absolut KEINE HOFFNUNG, absolut nichts, an dem festgehalten werden kann! Wie fühlt sich das an?


Nimm bitte einen Zettel und schreibe darauf groß das Wort „HOFFNUNG“. Dann betrachte das Wort, sieh, was es für dich bedeutet, imaginiere, was du dir erhoffst. Und dann nimm den Zettel, zerreiße ihn in ganz kleine Einzelteile und wirf in weg (wenn du eine Ofen hast zum verbrennen, verbrenne ihn). Erzähle mir, wie es dir damit gegangen ist..
_____
Und ein Nachtrag: Denkst du nicht trotzdem, wenn Eifersucht oder Einsamkeit auftauchen, sind das gute Gelegenheiten um das Zurück-in-die-DE-gehen zu üben? In diesen Momenten ist doch der Gedanke eines Ichs besonders dominant
Auf jeden Fall! Am besten bedankst du dich noch bei diesen unangenehmen Gefühlen, dass sie dich daran erinnern in die DE zu kommen!
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

User avatar
jailwhy
Posts: 47
Joined: Mon Nov 26, 2018 6:14 am

Re: Glück

Postby jailwhy » Sat Dec 15, 2018 9:14 pm

quote]Meintest du „Erwartung“ übersieht, dass alles schon da ist? Und hat nicht auch „richtig“ mit Erwartungen zu tun?[/quote]
Nein, ich meinte Erfahrung. Ich wollt davon zurücktreten auf eine bestimmte Erfahrung aus zu sein.
Ja, richtig ist ein Konzept.
Schau nach: Wo ist derjenige, dem die Gedanken etwas vormachen können?
Hm, stimmt der ist da nicht. Ist aber auch schwer das dann mit dem Verstand zu fassen was denn in der Situation los ist wo ich meine etwas vorgemacht zu bekommen. Wahrscheinlich geht das ja garnicht. Nur, wie kann ich dann am treffensten drüber schreiben? Oder meinst du ich soll schon so schreiben und du nutzt nur die Gelegenheit mich nochmal überprüfen zu lassen ob denn da jemand ist?
Denk einfach irgendein Kauderwelsch zusammen für 5 Minuten, und dann schau was von dem ganzen Zirkus noch übrigbleibt :) (Immer wieder eine tolle, lustige Übung, wenn das Gedankenkarussell nicht anhalten will, die uns übrigens auch zeigt wie „wichtig“ (haha) die Gedanken sind...)
Ok:D
Bist „du“ in der direkten Erfahrung? Ist da ein „Ich“ enthalten? (Antworte nicht aus dem Intellekt, schau immer wieder neu, so wie wenn es das erste mal wäre nach!)
Nein da ist kein ich.
Ich will dich nicht nerven, aber es ist wichtig, dass wir mit der Sprache präzise sind, denn sie ist es, die erst die Illusion der Trennung hervorruft..
Gut, dass dus nochmal dazusagst.
Aus was besteht der Gedanke, wenn du nicht auf die Worte hörst? Wo ist derjenige, der etwas anders haben will, als es jetzt ist? Derjenige der sich einen Vorteil, eine bessere Zukunft erhofft?
Hm, gut das du nachfragst. Das sind ja tatsächlich wieder alleine Gedanken.
Klingt schön [dass du in der DE ruhen willst] aber kannst du entscheiden, was gerade wahrgenommen wird? Dass Ruhen in der DE stattfindet?
Nein, ich kann ja selbst wenn ich auf nur eine weiße Wand gucke, nicht entscheiden welche Gedanken wahrnehmbar werden und welche nicht
Nein, in der Form kann ich es nicht. Und verwirrenderweise passiert es ja doch vermehrt in Folge der Gedanken mit dem Text "ich möchte jetzt mehr in der DE ruhen".
Och Mensch ab hier habe ich den letzten Teil gelöscht. Dann mache ich den Rest morgen.

User avatar
jailwhy
Posts: 47
Joined: Mon Nov 26, 2018 6:14 am

Re: Glück

Postby jailwhy » Sun Dec 16, 2018 8:22 pm

Ist es nicht so, dass wenn Gedanken da sind, eben das dann ist, was ist?
Ja, das stimmt auch wieder. Verflixt aber auch, ne?! ;)
Findest du ein „Ich“, dass in DE ist?

Nein, da kann ich keins finden. Und verblüffend, wie dann trotzdem Entscheidungen und z.B. Körperbewegungen einfach so geschehen.
Es sind auch Gedanken der Sehnsucht aufgekommen, doch nachhaltiger in der DE zu ruhen.
Aus was besteht der Gedanke, wenn du nicht auf die Worte hörst? Wo ist derjenige, der etwas anders haben will, als es jetzt ist? Derjenige der sich einen Vorteil, eine bessere Zukunft erhofft?
Ohne die Worte sind diese Gedanken nur aus Gedankenmaterial. Es ist alleine ein Vorgang in der Denkebende, der dieses Material mit Wichtigkeit versieht. Sonst wäre es ja nur irgendein Geblubber.
Der jenige der sich da etwas erhofft, kommt nur in der Gedanken-Geschichte vor.
Es gibt absolut KEINE HOFFNUNG, absolut nichts, an dem festgehalten werden kann! Wie fühlt sich das an?
Irgendwie ein bisschen angsteinflößend und auf der anderen Seite auch befreiend. Gestern hat es bei mir auch Klick gemacht, als ich gemerkt habe, dass ich immer noch in meinem Leben auf bestimmte Zustände hinarbeite. Ich denke das ist an sich in Ordnung, nur ist da dann so oft die Illusion mit verbunden, dass die Zukunft irgendwie schon im Jetzt etwas bedeuten würde. Und die Gedanken verdrängen dann nur das was in der Direkten Erfahrung zu finden ist.
Nimm bitte einen Zettel und schreibe darauf groß das Wort „HOFFNUNG“. Dann betrachte das Wort, sieh, was es für dich bedeutet, imaginiere, was du dir erhoffst. Und dann nimm den Zettel, zerreiße ihn in ganz kleine Einzelteile und wirf in weg (wenn du eine Ofen hast zum verbrennen, verbrenne ihn). Erzähle mir, wie es dir damit gegangen ist..
Da kam schon ein kleiner Wind von existenzieller Angst. Ich glaube aber das hat auch gestern dann die oben erwähnte Erkenntnis mit der Zukunft bewirkt. Und das ist schon positiv spannend :)
Auf jeden Fall! Am besten bedankst du dich noch bei diesen unangenehmen Gefühlen, dass sie dich daran erinnern in die DE zu kommen!

So hatte ich mir das nämlich auch gedacht :)
__
Ich hatte Lust nochmal in dem Inforeader über LU zu lesen. Hast du da einen Einwand?

User avatar
Barb
Posts: 609
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Glück

Postby Barb » Sun Dec 16, 2018 9:29 pm

Komm heute nicht mehr dazu näher auf deine Antworten einzugehen... und sehe keinen Nachteil, wenn du über LU nachliest, nett dass du fragst :)

Schreib dir dann morgen wieder...
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

User avatar
Barb
Posts: 609
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Glück

Postby Barb » Mon Dec 17, 2018 12:08 pm

Nein, ich meinte Erfahrung. Ich wollt davon zurücktreten auf eine bestimmte Erfahrung aus zu sein. 
Ja, richtig ist ein Konzept.
Kann Erfahrung irgendetwas tun oder übersehen? Ist Erfahrung nicht einfach das Bemerken von dem was da ist? Ist nicht „übersehen“ auch etwas, das erfahren oder interpretiert wird?
Schau nach: Wo ist derjenige, dem die Gedanken etwas vormachen können?
Hm, stimmt der ist da nicht. Ist aber auch schwer das dann mit dem Verstand zu fassen was denn in der Situation los ist wo ich meine etwas vorgemacht zu bekommen. Wahrscheinlich geht das ja garnicht.
Genau
Betrachte einmal das Wort “Feuer”. Worauf bezieht sich dieses Wort? Gibt es „Feuer“ wirklich? Es gibt Holz/Kohle, Flammen, Glut usw., ist irgendetwas davon „Feuer“? Oder ist das nur ein Wort , das wir für die Kommunikation benutzen um uns miteinander zu verständigen?

Jetzt schau dir mal das Wort „Ich“ an. Worauf bezieht sich dieses Wort? Da gibt es Gedanken, Gefühle, körperliche Wahrnehmungen, gehörte Geräusche, Gesehenes – ist irgendwas davon ein „Ich“? Oder ist das nur ein Wort das wir für die Kommunikation benutzen um uns miteinander zu verständigen?
Nur, wie kann ich dann am treffensten drüber schreiben? Oder meinst du ich soll schon so schreiben und du nutzt nur die Gelegenheit mich nochmal überprüfen zu lassen ob denn da jemand ist?
Ja, wir müssen immer wieder nachschauen, solange bis es wirklich klar ist :)
Aus was besteht der Gedanke, wenn du nicht auf die Worte hörst? Wo ist derjenige, der etwas anders haben will, als es jetzt ist? Derjenige der sich einen Vorteil, eine bessere Zukunft erhofft?
Hm, gut das du nachfragst. Das sind ja tatsächlich wieder alleine Gedanken.
Erinnere dich immer wieder daran, dass alles, was nicht mit den Sinnen wahrgenommen werden kann, ins Reich der Phantasie gehört, also NICHTS, absolut GARNICHTS mit der Realität zu tun hat!
Klingt schön [dass du in der DE ruhen willst] aber kannst du entscheiden, was gerade wahrgenommen wird? Dass Ruhen in der DE stattfindet?
Nein, ich kann ja selbst wenn ich auf nur eine weiße Wand gucke, nicht entscheiden welche Gedanken wahrnehmbar werden und welche nicht 
Nein, in der Form kann ich es nicht. Und verwirrenderweise passiert es ja doch vermehrt in Folge der Gedanken mit dem Text "ich möchte jetzt mehr in der DE ruhen
So ist es. Es erscheint eine Intention und der wird dann nachgegangen. Ist es nicht so, dass die Gedanken mit dem Text „ich möchte jetzt mehr in der DE ruhen“ auch einfach erscheinen?
Findest du ein „Ich“, dass in DE ist?
Nein, da kann ich keins finden. Und verblüffend, wie dann trotzdem Entscheidungen und z.B. Körperbewegungen einfach so geschehen.
Und auch verblüffend, dass alles geschieht, obwohl man sich einbildet dass da eine kontrollierende Ich-Instanz ist, die alles steuert, nicht? Stell dir mal vor, dieses imaginäre Ich müsste jeden Atemzug steuern :))

Schau gleich mal heute über den Tag nach: Beobachte wann immer es dir einfällt die Atmung ohne sie zu beeinflussen. Was ist da wahrnehmbar? Findest du jemanden, der die Atmung steuert? Ist da irgendwo ein „Atmer“?
Ohne die Worte sind diese Gedanken nur aus Gedankenmaterial. Es ist alleine ein Vorgang in der Denkebende, der dieses Material mit Wichtigkeit versieht. Sonst wäre es ja nur irgendein Geblubber. 
Der jenige der sich da etwas erhofft, kommt nur in der Gedanken-Geschichte vor.
Wie meinst du das? Was ist Gedankenmaterial?
Es gibt absolut KEINE HOFFNUNG, absolut nichts, an dem festgehalten werden kann! Wie fühlt sich das an?
Irgendwie ein bisschen angsteinflößend und auf der anderen Seite auch befreiend. Gestern hat es bei mir auch Klick gemacht, als ich gemerkt habe, dass ich immer noch in meinem Leben auf bestimmte Zustände hinarbeite. Ich denke das ist an sich in Ordnung, nur ist da dann so oft die Illusion mit verbunden, dass die Zukunft irgendwie schon im Jetzt etwas bedeuten würde. Und die Gedanken verdrängen dann nur das was in der Direkten Erfahrung zu finden ist.
Kann schon ein bisschen gruselig sein :) Schließlich sind wir ja schon vom Kleinkindesalter so programmiert worden auf eine bessere Zukunft hinzuarbeiten..
Und es ist nichts dabei, auf bestimmte Zustände hinzuarbeiten, Pläne zu machen. Das wird auch nach dem Tor noch da sein.. Zu erkennen, dass es eben vergängliche Zustände sind, dass absolut nichts fixierbar ist, und nicht an bestimmte Ergebnisse verhaftet zu sein, befreit.

Es gibt nichts, was passieren muss. Die Erwartung einer großartigen Erkenntnis steht dem wirklichen Sehen im Weg. Alles ist bereits, wie es immer ist.

Was macht das Leben zu "deinem Leben"? Ist es nicht auch, das was erscheint, dieses auf bestimmte Zustände hinarbeiten?
Da kam schon ein kleiner Wind von existenzieller Angst. Ich glaube aber das hat auch gestern dann die oben erwähnte Erkenntnis mit der Zukunft bewirkt. Und das ist schon positiv spannend :)
Wie fühlt sich die „existenzielle Angst“ an? Wo im Körper ist sie, und was davon ist nur Gedanken-Geschichte?

:)
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

User avatar
jailwhy
Posts: 47
Joined: Mon Nov 26, 2018 6:14 am

Re: Glück

Postby jailwhy » Mon Dec 17, 2018 6:46 pm

Kann Erfahrung irgendetwas tun oder übersehen? Ist Erfahrung nicht einfach das Bemerken von dem was da ist? Ist nicht „übersehen“ auch etwas, das erfahren oder interpretiert wird?
Ja, übersehen" ist etwas was wir hier als Konzept benutzen. Wahrnehmung an sich kennt keinen richtigen oder falschen Inhalt.
Jetzt schau dir mal das Wort „Ich“ an. Worauf bezieht sich dieses Wort? Da gibt es Gedanken, Gefühle, körperliche Wahrnehmungen, gehörte Geräusche, Gesehenes – ist irgendwas davon ein „Ich“? Oder ist das nur ein Wort das wir für die Kommunikation benutzen um uns miteinander zu verständigen?
Das ist nur ein Wort was wir benutzen. Mir fällt gerade auf, dass all die Geschichten über das, was jemand ausmacht, (Lebensweg, Hobbys was auch immer) sind ja in dem Körper/Geist garnicht immer zu finden, wenn sie den je zu finden sind...
So ist es. Es erscheint eine Intention und der wird dann nachgegangen. Ist es nicht so, dass die Gedanken mit dem Text „ich möchte jetzt mehr in der DE ruhen“ auch einfach erscheinen?
Genau, die erscheinen einfach :)
Ohne die Worte sind diese Gedanken nur aus Gedankenmaterial. Es ist alleine ein Vorgang in der Denkebende, der dieses Material mit Wichtigkeit versieht. Sonst wäre es ja nur irgendein Geblubber.
Der jenige der sich da etwas erhofft, kommt nur in der Gedanken-Geschichte vor.
Wie meinst du das? Was ist Gedankenmaterial?
Ich meinte damit, dass er ja nur aus irgendwelchen Worten besteht, wenn ich nicht auf die genauen Worte höre.
Aber Moment! Den gibt es dann garnicht, wenn ich nicht auf seine Worte hören würde. Er besteht ja nur aus Worten. Nur wer sollte "nicht auf Gedanken hören"? Vielleicht so rum: Wenn der Fokus nicht auf den Gedanken ist, verschwinden sie nahezu.
Was macht das Leben zu "deinem Leben"? Ist es nicht auch, das was erscheint, dieses auf bestimmte Zustände hinarbeiten?
Da ist kein Leben "von mir". "Mein" Leben, ist das was gerade passiert. Und dazu gehören auch die Gedanken die auf etwas bestimmtest hinarbeiten.
Es gibt nichts, was passieren muss.
Mh, ja irgendwie seh ich das und irgendwie frage ich mich was wir hier dann machen!?
Wie fühlt sich die „existenzielle Angst“ an? Wo im Körper ist sie, und was davon ist nur Gedanken-Geschichte?
Da war zum Beispiel eine Enge im Hals, und das Körpergefühl nicht mehr so geerdet zu sein (ist schwer auf einzelne Empfindungen runterzubrechen). Und dann noch Gedanken in die Richtung von "und was ist mit mirmirmir"? Da will ich mich nicht ganz lächerlich drüber machen, da ist auch noch die Intention so Gedanken nicht zu übergehen, aber es war in dem Sinne eben keine reale Gefahr vorhanden.

User avatar
Barb
Posts: 609
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Glück

Postby Barb » Tue Dec 18, 2018 11:57 am

Das ist nur ein Wort was wir benutzen. Mir fällt gerade auf, dass all die Geschichten über das, was jemand ausmacht, (Lebensweg, Hobbys was auch immer) sind ja in dem Körper/Geist garnicht immer zu finden, wenn sie den je zu finden sind...
Haha :) Ist ja wirklich lustig! Unsere lieben Geschichten über uns... :) Was bist du ohne deine Geschichten?

Aber Moment! Den gibt es dann garnicht, wenn ich nicht auf seine Worte hören würde. Er besteht ja nur aus Worten. Nur wer sollte "nicht auf Gedanken hören"? Vielleicht so rum: Wenn der Fokus nicht auf den Gedanken ist, verschwinden sie nahezu.
Auf Gedanken hören, nicht darauf hören.. Geräusche wahrnehmen – nicht wahrnehmen.. Ist es nicht auch einfach das, was erscheint? Findest du einen Unterschied zwischen Gedanken und Geräuschen?
Da ist kein Leben "von mir". "Mein" Leben, ist das was gerade passiert. Und dazu gehören auch die Gedanken die auf etwas bestimmtest hinarbeiten.
:) Und, willst du die Gedanken noch loswerden?
Es gibt nichts, was passieren muss.
Mh, ja irgendwie seh ich das und irgendwie frage ich mich was wir hier dann machen!?
Was sagst denn du, was wir hier machen?
Da war zum Beispiel eine Enge im Hals, und das Körpergefühl nicht mehr so geerdet zu sein (ist schwer auf einzelne Empfindungen runterzubrechen). Und dann noch Gedanken in die Richtung von "und was ist mit mirmirmir"? Da will ich mich nicht ganz lächerlich drüber machen, da ist auch noch die Intention so Gedanken nicht zu übergehen, aber es war in dem Sinne eben keine reale Gefahr vorhanden
Wie ist geerdet sein im Gegensatz zu nicht mehr so geerdet sein?
Und was ist mit dirdirdir? Sag's du mir! (Kein Grund irgendwas lächerlich zu machen... :)


Eine hast noch vergessen vom letzten Mal:
Schau gleich mal heute über den Tag nach: Beobachte wann immer es dir einfällt die Atmung ohne sie zu beeinflussen. Was ist da wahrnehmbar? Findest du jemanden, der die Atmung steuert? Ist da irgendwo ein „Atmer“?
Bei der Gelegenheit schau auch gleich nach, ob du beim Gehen einen Geher findest, beim Handeln einen Handelnden, beim Denken einen Denker....

:)
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

User avatar
jailwhy
Posts: 47
Joined: Mon Nov 26, 2018 6:14 am

Re: Glück

Postby jailwhy » Wed Dec 19, 2018 12:39 am

Was bist du ohne deine Geschichten?
Das, was gerade wahrnehmbar ist. Dazu können auch die Geschichten im Denken zugehören, aber auch was ich an Körperaktionen und Umgebungs"reizen" wahrnehme.
Auf Gedanken hören, nicht darauf hören.. Geräusche wahrnehmen – nicht wahrnehmen.. Ist es nicht auch einfach das, was erscheint? Findest du einen Unterschied zwischen Gedanken und Geräuschen?
Nein, stimmt ein Gedanke ist schon ganz ähnlich wie ein Geräusch. Unterschiedlich ist: Geräusche sind nicht aufeinander bezogen oder benennen nichts usw.. Aber auf der Ebene von wie sie ungefragt in unserer Wahrnehmung erscheinen gibt es da wenig Unterschiede.
Da ist kein Leben "von mir". "Mein" Leben, ist das was gerade passiert. Und dazu gehören auch die Gedanken die auf etwas bestimmtest hinarbeiten.
:) Und, willst du die Gedanken noch loswerden?
Ob sie erscheinen oder nicht erscheinen, darauf habe ich ja keinen direkten Einfluss. Alleine die Erkenntnis, dass "Lebensgeschichte" viel Phantasie beinhaltet, könnte dazu führen, dass da weniger Gedanken über "mein Leben" kommen.
Es gibt nichts, was passieren muss.
Mh, ja irgendwie seh ich das und irgendwie frage ich mich was wir hier dann machen!?
Was sagst denn du, was wir hier machen?
Du bergleitest mich dabei, meine Wahrnehmung zu untersuchen. Es gibt keine Verplichtung dazu, die Ich-Illusion zu entlarven, aber es gibt Berichte darüber, dass es befreiend ist. Ein Notwendigkeit zu diesem Nachforschen ist nur ausgedacht. Aber eine unterschiedliche Wichtigkeiten von Gedanken im eigenen Leben haben erfahrbar verschiedene Auswirkungen auf bestimmte Gefühlslagen und geben der Sinneswahrnehmung verschieden viel Raum. Ich würde das gerne fassen können, was denn der Vorteil am Durchschreiten des Tors ist. Nur ist das "strategisch" unschlau sich da etwas festzulegen tja und...
kann man das denn so genau sagen? Ich konnte ja immerhin schon feststellen, dass es irgendwie entspannter ist, selbst mit unangenehmen Gefühlen in der DE zu ruhen.
Wie ist geerdet sein im Gegensatz zu nicht mehr so geerdet sein?
Gedanken würden es mit unangenehm benennen. Das ist nur ein Konzept, aber ich kann auf jeden Fall zwischen unangenehmen Körperempfindungen unterscheiden und angenehmen. Ich weiß nicht ob ich die Frage richtig verstanden habe.
Und dann noch Gedanken in die Richtung von "und was ist mit mirmirmir"?
Und was ist mit dirdirdir? Sag's du mir! (Kein Grund irgendwas lächerlich zu machen... :)
Das sind Gedanken die als Inhalt die Sorge über Konsequenzen von einem Aufgeben des Ich-Gedankens haben. Vielleicht ist deren Inhalt sogar die Angst vor dem Vergehen oder Sterben. Ich schreibe "vielleicht", weil in der Situation mit dem Zettel-Zerreißen eher eine gedankliche Haltung wahrnehmbar war als der genaue Gedanken-Text.
Schau gleich mal heute über den Tag nach: Beobachte wann immer es dir einfällt die Atmung ohne sie zu beeinflussen. Was ist da wahrnehmbar? Findest du jemanden, der die Atmung steuert? Ist da irgendwo ein „Atmer“?
Bei der Gelegenheit schau auch gleich nach, ob du beim Gehen einen Geher findest, beim Handeln einen Handelnden, beim Denken einen Denker....
:)
Nein, den konnte ich nicht finden. Es war eher so, dass der Atem mit seinem Programm aufgehört hat, wenn das vermeintliche Ich dahin geguckt hat. Bzw. der Fokus auf dem Atem lag. Neinnein, atmen kann der Körper schon ganz gut alleine. Erst recht wenn er schläft.
Ja und irgendwie ist da auch kein Geher oder Denker. Ganz komisch, weil es ja wieder doch einfach so passiert.
__
Und hast du noch Tipps, wie ich der Sinneswahrnehmung mehr Raum geben kann, auch wenn ich gerade unter Leuten bin oder einer bestimmten Tätigkeit nachgehe? Ich kann natürlich immer wieder innehalten aber ich merke dass die Sinneswahrnehmung deutlich weniger Platz bisher hat, wenn ich in genannten Situationen bin.
Und kann es mit üben immer leichter werden? Ich ahne die Antwort ("ja") schon, aber ich frage nochmal, die Anwort von dir geschrieben könnte bestärken...

User avatar
Barb
Posts: 609
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Glück

Postby Barb » Wed Dec 19, 2018 1:33 pm

Das, was gerade wahrnehmbar ist. Dazu können auch die Geschichten im Denken zugehören, aber auch was ich an Körperaktionen und Umgebungs"reizen" wahrnehme.
Nimmst „du“ wahr? Ist da Wahrnehmer, Wahrnehmung und Wahrgenommenes? Existiert diese Trennung? Schau immer wieder neu und frisch nach, wundere dich ob du sowas finden kannst, suche nach der Trennung!
Ob sie erscheinen oder nicht erscheinen, darauf habe ich ja keinen direkten Einfluss. Alleine die Erkenntnis, dass "Lebensgeschichte" viel Phantasie beinhaltet, könnte dazu führen, dass da weniger Gedanken über "mein Leben" kommen.
:) Ist das „Ich“ mehr als ein Gedanke? Eine Geschichte?
Ich würde das gerne fassen können, was denn der Vorteil am Durchschreiten des Tors ist. Nur ist das "strategisch" unschlau sich da etwas festzulegen tja und...
Wo ist denn der, der einen Vorteil möchte?
Dieses etwas anders haben wollen, und vor allem das glauben daran, dass etwas anders sein könnte als es ist, steht dem Sehen im Weg.. Aber das ist halt auch das was ist.. Nichts verkehrt daran...
Es wird ja eigentlich das torlose Tor genannt, weil „danach“ erkannt wird, dass da nie ein Tor war, und dass schon immer ALLES so war, so ist und so sein wird, wie es eben ist :)
Gedanken würden es mit unangenehm benennen. Das ist nur ein Konzept, aber ich kann auf jeden Fall zwischen unangenehmen Körperempfindungen unterscheiden und angenehmen.
Mal abgesehen von Schmerzen und wirklichem körperlichen Unwohlsein wie Übelkeit oder so, was macht Körperempfindungen, die wir Emotionen nennen, angenehm bzw. unangenehm? Wenn wieder so ein unangenehmes Gefühl auftaucht analysiere es. Ignoriere die Gedanken dazu und beobachte was bleibt.. Und wenn Druck oder Enge bleibt, sei wieder damit, spüre in die entsprechende Körperstelle ohne Gedanken, gib der Empfindung den Raum den sie möchte, umarme sie, erlaube ihr da zu sein, ohne sie weg haben zu wollen.. So wie ein ungeliebtes, hässliches Kind, dass man immer im Keller eingesperrt hat.. Lass es an die Oberfläche kommen... Schau es genau an, betrachte es, hab Mitgefühl, liebe es.. Was findest du?
Das sind Gedanken die als Inhalt die Sorge über Konsequenzen von einem Aufgeben des Ich-Gedankens haben. Vielleicht ist deren Inhalt sogar die Angst vor dem Vergehen oder Sterben. Ich schreibe "vielleicht", weil in der Situation mit dem Zettel-Zerreißen eher eine gedankliche Haltung wahrnehmbar war als der genaue Gedanken-Text
.
Such nach dem, der Angst hat vorm sterben, vorm vergehen! Kann ein Gedanke sterben? Es war bis jetzt noch nie ein reales Ich da, wie kann etwas sterben, das nicht existiert? Kann der Weihnachtsmann sterben?

Setze dich hin, atme entspannt, schließe die Augen. Dann stell dir vor, dass du eine Katze oder ein kleines Hündchen auf dem Schoss hast und schreichelst. Stell dir das liebe Tierchen so gut wie möglich vor. Wie sich das Fell anfühlt, die Körperwärme, vielleicht ein Schnurren.. Stell dir vor wie du es ansiehst, die Augen, die Fellzeichnung... Stell es dir so gut du kannst vor. Dann öffne die Augen. Wohin ist das Tier? Ist es gestorben weil du es dir nicht mehr vorstellst?

Ja und irgendwie ist da auch kein Geher oder Denker. Ganz komisch, weil es ja wieder doch einfach so passiert.
Haha! Was glaubst du würde passieren, wenn jeder Schritt kontrolliert werden müsste :))
Jaja, kann sich schon komisch anfühlen, wenn begonnen wird die Präzision der ganzen Erscheinungen wahrzunehmen, nicht wahr? Kann IRGENDWO ein Kontrolleur gefunden werden?
__
Und hast du noch Tipps, wie ich der Sinneswahrnehmung mehr Raum geben kann, auch wenn ich gerade unter Leuten bin oder einer bestimmten Tätigkeit nachgehe? Ich kann natürlich immer wieder innehalten aber ich merke dass die Sinneswahrnehmung deutlich weniger Platz bisher hat, wenn ich in genannten Situationen bin.
Na und? Wenn du mit Leuten zusammen bist, willst du dann nicht mit ihnen sein? Ist was verkehrt daran?
Aber ich weiß schon was du meinst.. Das fällt unter Achtsamkeitstraining und hat gewiss viele Vorteile.. Hier jedoch wollen wir uns ganz darauf konzentrieren die Ich-Illusion zu entlarven. Sobald das klar ist, fällt vieles automatisch weg.. Außer es tut es nicht :))
Und kann es mit üben immer leichter werden? Ich ahne die Antwort ("ja") schon, aber ich frage nochmal, die Anwort von dir geschrieben könnte bestärken
Ja natürlich, alleine durch Intention und Übung entstehen neue Gewohnheiten.. Aber konzentriere dich weiter darauf nach dem „Ich“ zu suchen.. Herzhaft, ernsthaft, so wie nach etwas was du dringend, dringend brauchst!
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

User avatar
jailwhy
Posts: 47
Joined: Mon Nov 26, 2018 6:14 am

Re: Glück

Postby jailwhy » Thu Dec 20, 2018 12:01 am

Nimmst „du“ wahr? Ist da Wahrnehmer, Wahrnehmung und Wahrgenommenes? Existiert diese Trennung?
Ja stimmt, das lohnt sich immerwieder nachzugucken. Da ist einfach Wahrnehmung ohne Trennung ohne dass da ein Ich ist, das was zu melden hätte.
Ist das „Ich“ mehr als ein Gedanke? Eine Geschichte?
(Nach dem Nachgucken:) Nein.
Wo ist denn der, der einen Vorteil möchte?
Hm, also in den Sinnen ist niemand zu finden. Nur im Denken, da ist ist die Idee von jemand, der einen Vorteil möchte. Bzw. da sind Gedanken darüber, was von Vorteil wäre.
Dieses etwas anders haben wollen, und vor allem das glauben daran, dass etwas anders sein könnte als es ist, steht dem Sehen im Weg.. Aber das ist halt auch das was ist.. Nichts verkehrt daran...
Da ist aber noch nicht enthalten, ob ich es sonst richtig gefasst habe bzw. wie du es gefasst hättest. Das hätte ich schon gerne noch gehört :) Das ist nicht notwendig um "weiterzumachen". Der Antrieb ist eh da, aber es wäre mindestens spannend.
was macht Körperempfindungen, die wir Emotionen nennen, angenehm bzw. unangenehm?
Ja, die Einordnung geschieht durch die Gedanken. An sich ist es erstmal nur eine Wahrnehmung die dann eine Einordnung bekommt. Das ist dann auch, was zu finden ist, wenn ich mich ganz auf die (im Falle des nicht schmerzhaften Körpergefühls) Empfindung einlasse.
Such nach dem, der Angst hat vorm sterben, vorm vergehen! Kann ein Gedanke sterben? Es war bis jetzt noch nie ein reales Ich da, wie kann etwas sterben, das nicht existiert? Kann der Weihnachtsmann sterben?
Alles was da zu finden ist, kann nicht sterben. Die Körperempfindungen nicht, die Gedanken nicht. Auch der Weihnachtsmann ;)
Setze dich hin, atme entspannt, schließe die Augen. Dann stell dir vor, dass du eine Katze oder ein kleines Hündchen auf dem Schoss hast und schreichelst. Stell dir das liebe Tierchen so gut wie möglich vor. Wie sich das Fell anfühlt, die Körperwärme, vielleicht ein Schnurren.. Stell dir vor wie du es ansiehst, die Augen, die Fellzeichnung... Stell es dir so gut du kannst vor. Dann öffne die Augen. Wohin ist das Tier? Ist es gestorben weil du es dir nicht mehr vorstellst?
Nein, da ist im nächtsten Moment nur etwas anderes wahrzunehmen. Es wäre auch Fantasie zu sagen die Katze ist tot.
Kann IRGENDWO ein Kontrolleur gefunden werden?
Abseits der Gedanken schonmal garnicht. Da sind unter Umständen Gedanken, die sich auf etwas beziehen und "so tuen" als ob sie kontrollieren. Aber das geschieht meist erst nach dem etwas bereits geschehen ist, also kann man da nicht von Kontrolle sprechen. Wie auch immer, ich kann keinen Kontrolleur finden!
Sobald das klar ist, fällt vieles automatisch weg.. Außer es tut es nicht :))
verstehe nicht ganz...

User avatar
Barb
Posts: 609
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Glück

Postby Barb » Thu Dec 20, 2018 12:37 pm

Ja stimmt, das lohnt sich immerwieder nachzugucken. Da ist einfach Wahrnehmung ohne Trennung ohne dass da ein Ich ist, das was zu melden hätte.
Ja genau, so lange und immer wieder nachschauen, bis es sich verselbständigt :)
Wo ist denn der, der einen Vorteil möchte?
Hm, also in den Sinnen ist niemand zu finden. Nur im Denken, da ist ist die Idee von jemand, der einen Vorteil möchte. Bzw. da sind Gedanken darüber, was von Vorteil wäre.
Ja genau, da sind Gedanken über einen Vorteil. Da ist ja auch nichts verkehrt dran. Auch nach der Durchschauung kratzt du dich noch, wenn es juckt, hast noch Lust auf Schoko oder so und weißt dass es von Vorteil ist die Miete rechtzeitig zu bezahlen :)
Da ist aber noch nicht enthalten, ob ich es sonst richtig gefasst habe bzw. wie du es gefasst hättest. Das hätte ich schon gerne noch gehört :) Das ist nicht notwendig um "weiterzumachen". Der Antrieb ist eh da, aber es wäre mindestens spannend.
Zum einen ist es völlig bedeutungslos, wie es für mich ist, denn für jeden ist es anders. Wenn, dann könnte ich dir wieder nur mit Worten beschreiben, und wie du schon so schön erkannt hast, kann ein Wort niemals die Erfahrung kennen ;)..

Deine Antworten hören sich auf jeden Fall so an, als hättest du schon klar und mehrmals gesehen, dass das „Ich“ nur eine Einbildung ist. Aber ob die Illusion klar durchschaut wurde kannst nur du wissen.. Wissen tust du es eh schon, bin ich mir ziemlich sicher.. Oft sind da nur irgendwelche Erwartungen, wie das auszusehen hätte :)

Wie gesagt, dass Erkennen, dass es das „Ich“ nicht gibt und nie gegeben hat, ist erst der Anfang, der erste Schritt (der wichtigste jedoch würde ich sagen).. Danach entfaltet es sich immer weiter.. Viele Dinge machen erst dann so richtig Sinn, so wie Achtsamkeitsübungen, Entspannungsübungen usw. (bei mir wars halt so..) Es muss auch nicht das Ende unserer Kommunikation sein, du kannst dich jederzeit bei mir melden, bzw. gibt es auch im Forum noch Further Investigations und diverse FB Gruppen..
Ja, die Einordnung geschieht durch die Gedanken. An sich ist es erstmal nur eine Wahrnehmung die dann eine Einordnung bekommt. Das ist dann auch, was zu finden ist, wenn ich mich ganz auf die (im Falle des nicht schmerzhaften Körpergefühls) Empfindung einlasse.
Gut erkannt :)
Alles was da zu finden ist, kann nicht sterben. Die Körperempfindungen nicht, die Gedanken nicht. Auch der Weihnachtsmann ;)
Nein, da ist im nächtsten Moment nur etwas anderes wahrzunehmen. Es wäre auch Fantasie zu sagen die Katze ist tot.
:)
Sobald das klar ist, fällt vieles automatisch weg.. Außer es tut es nicht :))
verstehe nicht ganz
Einige Muster und Konditionierungen, einige Gedankengeschichten lösen sich meist mit dem Durchschreiten des torlosen Tores auf, andere sind da hartnäckiger, gewisse Verhaltensweisen z. B, wo man erwartet hätte, dass die auch gleich wegfallen... Viele glauben halt, dass mit dem „Erwachen“ alles nur mehr rosa gesehen wird, und dann nur mehr die Gelassenheit einer Hindu-Kuh da ist...(Dank der tollen Erleuchtungsgeschichten aus dem Osten) :))

Mach heute mal einen Spaziergang in der Natur. Beobachte dabei alles was dir so begegnet. Menschen, Tiere, Bäume, Gräser, usw. Schau dich um und benutze dabei deine Sinne und lasse die Gedanken über das Geschehen ruhig ruhen. Beobachte und staune!

Dann frage dich:

Woher kommt all das Steuern in der Natur?
Woher weiß der Vogel, das er jetzt weg fliegen muss?
Woher weiß der Baum, das die Blätter fallen müssen, dass er jetzt ruhen muss?
Wer bewegt das Gras?

Schau dir das alles mit den Augen eines Kindes an!

Du kannst dich auch in ein Café setzen und dort das treiben beobachten, oder du schaust einfach aus dem Fenster, auf den Verkehr oder so... Was auch immer für dich möglich ist..

Sei ganz im Moment, wenn du bemerkst, dass du in Gedanken bist, dann freue dich, dass du es gemerkt hast und komme wieder zum Beobachten zurück.

Dann schau: Ist da ein Beobacher? Oder ist da einfach “beobachten”? Fehlt hier irgendetwas? Ist hier irgendetwas unvollständig? Könnte jemals etwas unvollständig sein? Könnte irgendein Moment jemals anders sein als er gerade ist? Sollte irgendetwas geschehen, damit dieser Moment "vollständiger" wäre? Gibt es irgendetwas anderes als Wahrnehmung/Erfahrung? Gibt es “unvollständige, halbe oder geviertelte” Erfahrung?


Bin neugierig was du findest :)
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

User avatar
jailwhy
Posts: 47
Joined: Mon Nov 26, 2018 6:14 am

Re: Glück

Postby jailwhy » Fri Dec 21, 2018 12:16 am

Ja genau, da sind Gedanken über einen Vorteil. Da ist ja auch nichts verkehrt dran. Auch nach der Durchschauung kratzt du dich noch, wenn es juckt, hast noch Lust auf Schoko oder so und weißt dass es von Vorteil ist die Miete rechtzeitig zu bezahlen :)
Da frage ich mich nur, für wen oder was schmiede ich den Pläne?! Kann man dieses Bündel an Wahrnehmung was "ich" nun mal bin noch irgendwie benennen?
Woher kommt all das Steuern in der Natur?
Da ist kein Steuern, die Dinge nehmen einfach ihren Lauf.
Ist da ein Beobacher? Oder ist da einfach “beobachten”?
Da ist nur beobachten.
Fehlt hier irgendetwas? Ist hier irgendetwas unvollständig? Könnte jemals etwas unvollständig sein? Könnte irgendein Moment jemals anders sein als er gerade ist?
Nein, da fehlt nichts. Und es ist ein Stück befreiend, dass zu sehen.
Sollte irgendetwas geschehen, damit dieser Moment "vollständiger" wäre?
Da finde ich es immer noch schwierig. Also dem Verstand würde schon einiges einfallen, was er in so mancher Situation gerne angehen wollte um die nächsten Momente anders zu machen. Also ja, der nach dem Verstand sollte schon irgendetwas geschehen, damit so mancher Moment vollständiger wäre. Aber gut, wenn ich nur in die Wahrnehmung schaue, dann kann ich da nichts erkennen das fehlt.
Gibt es irgendetwas anderes als Wahrnehmung/Erfahrung? Gibt es “unvollständige, halbe oder geviertelte” Erfahrung?
In der dem was ich wahrnehme ist nichts fehlendes zu finden. Da ist auch keine Wahrnehmung von etwas außerhalb der Wahrnehmung.

User avatar
Barb
Posts: 609
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Glück

Postby Barb » Fri Dec 21, 2018 12:12 pm

Da frage ich mich nur, für wen oder was schmiede ich den Pläne?! Kann man dieses Bündel an Wahrnehmung was "ich" nun mal bin noch irgendwie benennen?
Ist „Pläne schmieden“ etwas das „du“ machst? Oder geschieht Pläne schmieden einfach? Einfach weil die Voraussetzungen der Existenz dafür da sind? Blätter fallen geschieht, Herzschlag geschieht, Atmen geschieht, Pläne schmieden geschieht.. Wie hört sich das für dich an? Wie du ES benennst liegt ganz an dir.. Es gibt viele Bezeichnungen: Sein, Existenz, Leben, Gewahrsein, ES ... Welche Instanz möchte einen Namen dafür haben? Kann ein Wort die Wirklichkeit beschreiben?
Woher kommt all das Steuern in der Natur?
Da ist kein Steuern, die Dinge nehmen einfach ihren Lauf.
Bist „du“ nicht auch Natur?
Da ist nur beobachten.
So ist es ...
Fehlt hier irgendetwas? Ist hier irgendetwas unvollständig? Könnte jemals etwas unvollständig sein? Könnte irgendein Moment jemals anders sein als er gerade ist?
Nein, da fehlt nichts. Und es ist ein Stück befreiend, dass zu sehen.
Wunderbar gesehen :) Schau dir das immer wieder an, erinnere dich immer wieder wenn da ein Gefühl/Gedanke der Unvollkommenheit ist, nachzuschauen, ob JETZTHIER etwas fehlt. Gibt es etwas anderes als JETZTHIER?
Sollte irgendetwas geschehen, damit dieser Moment "vollständiger" wäre?
Da finde ich es immer noch schwierig. Also dem Verstand würde schon einiges einfallen, was er in so mancher Situation gerne angehen wollte um die nächsten Momente anders zu machen. Also ja, der nach dem Verstand sollte schon irgendetwas geschehen, damit so mancher Moment vollständiger wäre.
Ist nicht auch das vollständig? Ist nicht auch das Wollen des „Verstandes“ Vollkommenheit? Ist etwas verkehrt daran eine Situation, die sich unwohl anfühlt zu analysieren und zu schauen ob Änderung möglich ist? Und wenn ja, die dementsprechenden Schritte einzuleiten? Und wenn nein, zu versuchen damit vernünftig klarzukommen, und sich immer wieder daran zu erinnern, dass auch das nur eine vorübergehende Erscheinung ist? Es als Erinnerung und Übung zu sehen, immer wieder in die direkte Erfahrung des Augenblicks zu kommen? Zu schauen, was davon wirklich gewusst werden kann und was vermutlich nur eingebildet ist?
Unzufriedenheit ist nichts „falsches“.. Wenn du mit deinem Job unzufrieden bist, such dir einen neuen.. Wenn du mit deiner körperlichen Konstitution nicht zufrieden bist, mach Körper- und Entspannungsübungen. Wenn du mit deinen Beziehungen nicht zufrieden bist, schau nach, woran es liegen könnte...
Man kann auch nachschauen, ob die Unzufrieden/schlechte Stimmung von einem Nährstoffmangel kommt..

Da geht vieles weiter, auch nach dem Durchschauen der Ich-Illusion, nur bildet man sich nicht mehr ein, dass das irgendwem zugehört. Dinge geschehen, Leben lebt, alles fließt, niemand der steuert... lass fließen!
Aber gut, wenn ich nur in die Wahrnehmung schaue, dann kann ich da nichts erkennen das fehlt.
Genau, gut erkannt.
.
Gibt es irgendetwas anderes als Wahrnehmung/Erfahrung? Gibt es “unvollständige, halbe oder geviertelte” Erfahrung?
In der dem was ich wahrnehme ist nichts fehlendes zu finden. Da ist auch keine Wahrnehmung von etwas außerhalb der Wahrnehmung
So ist es, das ist die Realität.. Schau immer wieder da hin .. Und nochmal der Vollständigkeit halber: Nimmst „du“ wahr, oder ist da einfach nur wahrnehmen? Gibt es eine getrennte Entität, ein kleines, vom Leben abgebrochenes, getrenntes Stück namens "Ich"?
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom

User avatar
jailwhy
Posts: 47
Joined: Mon Nov 26, 2018 6:14 am

Re: Glück

Postby jailwhy » Sat Dec 22, 2018 3:00 am

Ist „Pläne schmieden“ etwas das „du“ machst? Oder geschieht Pläne schmieden einfach? Einfach weil die Voraussetzungen der Existenz dafür da sind? Blätter fallen geschieht, Herzschlag geschieht, Atmen geschieht, Pläne schmieden geschieht.. Wie hört sich das für dich an?
Hm... Ja das geschieht einfach. Erstaunlich dass es "so einfach" ist. Mir fällt auf jeden Fall keine andere Erklärung ein.
Welche Instanz möchte einen Namen dafür haben? Kann ein Wort die Wirklichkeit beschreiben?
Da ist keine Instanz, es tauchen nur diese Gedanken auf. Nein das kann kein Wort.
Bist „du“ nicht auch Natur?
Ja
Nimmst „du“ wahr, oder ist da einfach nur wahrnehmen? Gibt es eine getrennte Entität, ein kleines, vom Leben abgebrochenes, getrenntes Stück namens "Ich"?
Nein :)

User avatar
Barb
Posts: 609
Joined: Wed Jul 26, 2017 2:05 pm

Re: Glück

Postby Barb » Sat Dec 22, 2018 12:24 pm

Ist „Pläne schmieden“ etwas das „du“ machst? Oder geschieht Pläne schmieden einfach? Einfach weil die Voraussetzungen der Existenz dafür da sind? Blätter fallen geschieht, Herzschlag geschieht, Atmen geschieht, Pläne schmieden geschieht.. Wie hört sich das für dich an?
Hm... Ja das geschieht einfach. Erstaunlich dass es "so einfach" ist. Mir fällt auf jeden Fall keine andere Erklärung ein

:) Willkommen, willkommen! Was bleibt ist „Erstaunen..... "Die Domäne des Erwachens ist das Erstaunen."

Hast du noch irgendwelche Fragen? Möchtest du noch irgendetwas anschauen?

Wenn nicht dann schau dir bitte die folgenden Fragen an und beantworte sie frisch und frei, so wie wenn du es jemandem erklären wolltest, der noch nie daran gedacht hat, dass das „Ich“, dass Trennung nur eine Illusion ist... Lass dir so viel Zeit wie es für dich gut ist, du kannst sie auch nach und nach beantworten. Wir können sie nutzen um zu schauen, ob es noch irgendwo Zweifel oder Unklarheiten gibt..

1) Gibt es irgendwo in irgendeiner Art und Weise ein eigenständiges "Ich", "Mich" oder "Selbst"? Gab es das jemals?

2) Erkläre detailliert, was die Ich-Illusion ist. Wie sie entsteht und wie sie funktioniert. Benutze dazu nur eigene unmittelbare Erfahrung und beschreibe es so, wie du es jetzt gerade erlebst.

3) Wie fühlt es sich an, die Illusion durchschaut zu haben? Was ist anders im Vergleich zu vor dem Dialog? Bitte berichte aus den letzten Tagen.

4) Was hat den letzten Schubs gegeben, um die Illusion zu durchschauen?

5) Beschreibe Entscheidung, Absicht, freier Wille, Wahl und Kontrolle. Wofür bist du verantwortlich? Bitte gib auch ein paar Beispiele aus direkter Erfahrung. Hätte je irgendetwas irgendwie anders entschieden und geschehen sein können?

6) Gibt es noch etwas zu ergänzen?



:)
Looking —> Seeing....Seeing —> Freedom


Return to “Deutsch (Archiv)”

Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 1 guest