Wer hat diesen Thread erstellt?

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Barb
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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby Barb » Sun Nov 04, 2018 1:11 pm

Es ist so, als hätten die Gedanken, dass es wichtig ist, wie die Dinge sind, bzw. dass etwas anders sein sollte keinen „Grund“. Allerdings hat dieses Sehen nicht dazu geführt, dass es sich nicht noch so anfühlt (mal mehr mal weniger), als sollte irgendwas anders sein, oder noch passieren. Vielleicht liegt es daran, dass ich es noch nicht ultimativ gesehen habe? Weil ich denke, dass es noch keinen Moment gab wo ich zu 100% alles als nicht wichtig gesehen habe, bzw. ich denke es gab immer irgendwo noch ein festhalten im Sinne von, „es in irgendeiner Form wichtig finden, wie die Dinge gerade sind“.
Ganz genau, die Zukunft gibt es nur in Gedanken. Aber diese Gedankengeschichten sind so tief in uns verwurzelt. Von klein auf sind wir schon auf Zukunft programmiert. Oft werden Kinder schon im Vorschulalter gefragt, was sie denn mal werden wollen, wenn sie groß sind... Ist schon krass... Das Gehirn/Verstand/Gedanken hat die Tendenz immer nach Problemen und Verbesserungen Ausschau zu halten, war in gewisser Weise vielleicht mal wichtig zum Überleben.
Das wird auch nach dem Durchschreiten des Tores noch eine Weile da sein, oder vielleicht auch immer, wer weiß... Alte Konditionierungen lösen sich nicht plötzlich auf.. Es ist so ähnlich wie bei einem Ventilator: Wenn du den ausschaltest, dreht er sich noch eine gewisse Zeit weiter.
Hier geht es nicht darum zu sehen, dass irgendetwas nicht wichtig wäre sondern einzig und alleine nur darum, dass das „Ich“ nur ein Gedankenkonstrukt ist. Und was heißt schon ultimativ? Oft reicht eine verschwommene Sicht schon aus um klar zu erkennen was Sache ist.. :) Um alles weitere kannst du dich danach kümmern.
Haben Gedanken irgendetwas mit der Realität zu tun?
Sie haben sozusagen gar keinen Zugang zur direkten Erfahrung.
Warum glaubst du ihnen noch?
Ich denke ich bin davon ausgegangen, dass es so glasklar ist oder sein sollte, dass es bestimmte Auswirkungen hat. Zum Beispiel, dass sich auch im alltäglichen Leben etwas (merklich) ändert, bzw dass es eine andere Haltung/Einstellung zum oder eine neue Perspektive auf das was geschieht gibt. Und vor allem auch, dass es dazu führt, dass im Alltag die „Ich-Gedanken“ entweder nicht mehr auftauchen oder aber immer durchschaut werden – oder dass sich sogar etwas an der grundlegenden Art, wie es sich anfühlt einfach nur dazusein ändert.
Das Experiment mit dem imaginierten Löffel hat es gezeigt: War irgendetwas anders, als du die Augen geöffnet hast, und gesehen hast, dass der Löffel nie existiert hat? Wenn er echt da gewesen wäre und durch Zauberei sich aufgelöst hätte, wäre das spektakulär gewesen , aber so Pfffttt....:) Genauso ist es mit dem „Ich“. Es hat nie existiert, also kann es auch nicht verschwinden, also kann sich auch nichts ändern.. Es läuft jetzt alles schon ohne. „Dein“ alltägliches Leben ist so wie es ist, und einfach nur dasein ist auch jetzt schon. Sorry :)
Du hast schon gesehen, dass es nicht "deine" Gedanken sind, dass die nicht beeinflusst werden können.. Was bekümmert sich dass da Ich-Gedanken sind.. Der Wind darf doch auch wehen, oder?
Mir fällt/fiel gerade übrigens auf, dass immer noch Gedanken auftauchen, dass noch nicht gesehen wurde, dass kein Ich existiert – und zwar weil es auch hier immer noch Erwartungen gab, dass es irgendwas verändert, irgendwie deutlich/bemerkbar oder in irgendeiner Form außergewöhnlich ist. Jedenfalls sollte ich diese Erwartungen oder Vorstellungen am besten ganz schnell zu den anderen ins All schießen richtig?
Das mit den außergewöhnlichen Bliss-Erleuchtungs-Erfahrungen haben wir den Geschichtenerzähl-Weltmeistern Indiens zu verdanken... Man kann schon durch Meditaion, Entspannung, Atmen, Drogen oder was weiß ich besondere Zustände indizieren, aber um das geht’s hier nicht. Wenn du willst dass sich in deinem Alltag was verändert, musst du direkt das angehen, was dich stört. Wenn du gestresst bist, mach Entspannungsübungen, wenn dir dein Job nicht passt such dir einen anderen, wenn du von nervigen Leuten umgeben bist, meide sie... usw. Das Durchschauen der Ich-Illusion ist kein Allheilmittel, das zu ewiger Glückseligkeit führt. Shinzen Young hat sogar danach noch Psychotherapie gemacht um gewisse Verhaltensweisen zu verändern..
Hier geht es nur darum zu sehen, dass es keine vom Leben abgetrennte Entität namens „beaucoup“ gibt! Das Leben lebt sich einfach und das was diese Zeilen hier gerade liest ist eine Erscheinungsform der Gesamtheit, ist einfach die Erfahrung lesen dieser Zeilen. Alles ein Fluss.... So ist es auch jetzt schon, nichts wird sich ändern, außer es ändert sich.. ;)
Man kann sozusagen nicht die direkte Erfahrung machen, dass es etwas nicht gibt, man kann nur nicht die Erfahrung machen, dass es dieses etwas gibt. Wenn das Sinn macht.
Wie könnte dann die Erfahrung aussehen, dass es das „Ich“ nicht gibt. Gibt es „Nicht-Erfahrung“?
Schau immer wieder nach, bei jeder Tätigkeit, bei jeder Handlung, Entscheidung, jedem Gedanken. Beobachte mal in einem Alltagsgespräch mit jemandem wie das zustande kommt was du sagst.. Woher kommen die Worte, Sätze..?
Diesen Absatz werde ich mir heute im Laufe des Tages mal zu Herzen nehmen und immer wieder nachschauen
Ja genau. Schau nach beim
-Atmen. Musst du steuern beim Atmen? Ist da ein Atmer?
-Gehen. Koordinierst du die einzelnen Muskel- und Sehnenbewegungen, ist da ein Geher?
-Sehen. Ist da ein Seher? Mit geöffneten Augen, kannst du etwas was du anschaust „nicht“ sehen?
-Sprechen. Ein Sprecher?
-Denken. Ist da ein Denker?
usw. alles was dir sonst noch auf- und einfällt... oder ist da einfach nur ein fliessender Prozess atmen-gehen-sehen-sprechen-denken. Ist leben vielleicht ein Verb ohne Substantiv?

Ist da irgendwo ein „Ich“ das das alles macht? Und nur für den Fall dass du keines findest, ist da vielleicht ganz eindeutig kein „Ich“? Schau ganz genau!


Es gibt keine endgültige Ankunft, kein endgültiges Ziel, das erreicht werden könnte... Das Leben ist ein Fluss, könnte da jemals Stillstand sein?
Das anzuerkennen ist die Erlösung...
:))
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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby beaucoup » Mon Nov 05, 2018 12:19 pm

Ganz genau, die Zukunft gibt es nur in Gedanken. (…)
Hier geht es nicht darum zu sehen, dass irgendetwas nicht wichtig wäre sondern einzig und alleine nur darum, dass das „Ich“ nur ein Gedankenkonstrukt ist. Und was heißt schon ultimativ? Oft reicht eine verschwommene Sicht schon aus um klar zu erkennen was Sache ist.. :) Um alles weitere kannst du dich danach kümmern.
Danke für die Worte. Es stimmt wirklich, dass wir auf Zukunft programmiert sind und immer nach Verbesserungen etc. Ausschau halten. Eigentlich ist es echt absurd. Und die Ventilator-Metapher ist auch hilfreich – wobei das doch auch zeigt, dass man im ersten Moment gar nicht wissen kann, wann der Ventilator wirklich ausgestellt wurde und nur noch ausrotiert und wann er noch ganz normal weiterdreht, oder?

Sie (die Gedanken) haben sozusagen gar keinen Zugang zur direkten Erfahrung.
Warum glaubst du ihnen noch?
Ich hab keine Ahnung. Wirklich nicht. Also, ich bin auch ein bisschen baff. Es macht wirklich keinen Sinn, ihnen zu glauben. Und irgendwie .. glauben sie sich nicht selber?

Es hat nie existiert, also kann es auch nicht verschwinden, also kann sich auch nichts ändern.. Es läuft jetzt alles schon ohne. „Dein“ alltägliches Leben ist so wie es ist, und einfach nur dasein ist auch jetzt schon. Sorry :)
Irgendwie ist es doch paradox oder? Ich meine, wenn sich nichts ändert durch all das, was machen wir dann hier? Weißt du was ich meine? Das soll überhaupt nicht kritisch klingen oder so, aber letztlich gibt es dann doch nichts zu holen. :)

Hier geht es nur darum zu sehen, dass es keine vom Leben abgetrennte Entität namens „beaucoup“ gibt! Das Leben lebt sich einfach und das was diese Zeilen hier gerade liest ist eine Erscheinungsform der Gesamtheit, ist einfach die Erfahrung lesen dieser Zeilen.
Beim Lesen dieser Zeilen kam grad ein bisschen Traurigkeit auf. Irgendwie traurig, dass da niemand ist. Ich schreib das jetzt nicht weil das irgendwie schlimm oder problematisch war, aber ich wollte es einfach mal berichten.
Wie könnte dann die Erfahrung aussehen, dass es das „Ich“ nicht gibt. Gibt es „Nicht-Erfahrung“?
Man kann gar nicht die Erfahrung machen, dass es das Ich nicht gibt, oder? Man kann nur erfahren, was gerade da ist. Es ist dann nicht so, dass mein weiß „Das ich gibt es nicht“, sondern man weiß nichts von einem „ich“. Das ist zwar eher spekulativ, aber aus der direkten Erfahrung lässt sich zumindest ableiten, dass es nicht möglich ist direkt zu erfahren, dass es etwas „nicht gibt“. Meinst du das mit „Gibt es Nicht-Erfahrung?“

So, das war es erstmal für heute. Den letzten Teil werde ich heute noch weiter untersuchen und dann meine Beobachtungen berichten. :-)

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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby Barb » Mon Nov 05, 2018 1:10 pm

Und die Ventilator-Metapher ist auch hilfreich – wobei das doch auch zeigt, dass man im ersten Moment gar nicht wissen kann, wann der Ventilator wirklich ausgestellt wurde und nur noch ausrotiert und wann er noch ganz normal weiterdreht, oder?
Nachschauen hilft immer :)
Ich hab keine Ahnung. Wirklich nicht. Also, ich bin auch ein bisschen baff. Es macht wirklich keinen Sinn, ihnen zu glauben. Und irgendwie .. glauben sie sich nicht selber?
Das „Gedanken-glauben“ ist das was erscheint, ist schon richtig, und es wird aber gesehen, oder? Halte nach dem Ausschau, was das sieht. Wo ist es? Wie ist es beschaffen?
Irgendwie ist es doch paradox oder? Ich meine, wenn sich nichts ändert durch all das, was machen wir dann hier? Weißt du was ich meine? Das soll überhaupt nicht kritisch klingen oder so, aber letztlich gibt es dann doch nichts zu holen. :)
Ganz genau, es gibt hier „NICHTS“ zu holen. DESWEGEN sind wir hier.. ;) Um zu erkennen, dass es nichts braucht was es zu holen gibt..
Such nach dem, was etwas haben möchte. Wo ist der „Holer“? Wo und was ist das, was einen Vorteil sucht?
Beim Lesen dieser Zeilen kam grad ein bisschen Traurigkeit auf. Irgendwie traurig, dass da niemand ist. Ich schreib das jetzt nicht weil das irgendwie schlimm oder problematisch war, aber ich wollte es einfach mal berichten.
Super! Und das ist ganz normal... Schau die Traurigkeit an, lass sie da sein, fühle sie.
Kannst du jemanden finden, dem die Traurigkeit gehört, der traurig ist? Oder ist da einfach nur Traurigkeit... (Wenn sie grade nicht da ist, kannst du das mit jeder anderen Emotion machen..)
Man kann gar nicht die Erfahrung machen, dass es das Ich nicht gibt, oder? Man kann nur erfahren, was gerade da ist. Es ist dann nicht so, dass mein weiß „Das ich gibt es nicht“, sondern man weiß nichts von einem „ich“. Das ist zwar eher spekulativ, aber aus der direkten Erfahrung lässt sich zumindest ableiten, dass es nicht möglich ist direkt zu erfahren, dass es etwas „nicht gibt“. Meinst du das mit „Gibt es Nicht-Erfahrung?“
Es ändert sich in dem Sinn nichts an der Erfahrung des Da-seins, wenn erkannt wird, dass das „Ich“ nur Einbildung war. Das „Ich“ von dem wir reden ist ja nur eine Story der geglaubt wird, und dieser Glaube fällt einfach weg. Also vielleicht könnte man es so sagen, die Erfahrung des Wissens, dass das „Ich“ nicht existiert.. So wie damals mit dem Weihnachtsmann... Es ist schon Freiheit, wenn nichts mehr geglaubt wird (werden muss), wenn diesen Ergeben in das „Nichtwissen“ passiert.. :)
So, das war es erstmal für heute. Den letzten Teil werde ich heute noch weiter untersuchen und dann meine Beobachtungen berichten. :-)
Wann immer es in den Sinn kommt, bei Tätigkeiten, beim ruhig sitzen, wenn Emotionen auftauchen, wo auch immer, schau nach, ob da irgendwo eine Trennung ist, ob es irgendetwas gibt, was diese Vorkommnisse erfährt...

:)
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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby beaucoup » Tue Nov 06, 2018 10:57 am

Hey :-) Melde mich heute abend mit meinen Antworten - jetzt schaff ich es nicht mehr rechtzeitig :) Schönen Tag noch.

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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby Barb » Tue Nov 06, 2018 11:30 am

Dir auch noch einen schönen Tag!
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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby beaucoup » Wed Nov 07, 2018 11:18 am

Das „Gedanken-glauben“ ist das was erscheint, ist schon richtig, und es wird aber gesehen, oder? Halte nach dem Ausschau, was das sieht. Wo ist es? Wie ist es beschaffen?
Also erstmal nochmal zu dem Gedanken glauben, weil ich da gerade wieder etwas gestockt habe. Ich finde kein „Glauben der Gedanken“. Ich finde auch keine Gedanken denen geglaubt wird und andere denen nicht geglaubt wird. Es gibt halt einfach Gedanken.
Nun zu der Frage: „und es wird aber gesehen, oder?“. Mhh.. jein. Ich finde nicht mal wirklich das Sehen der Gedanken – also keinen Wahrnehmungsprozess. Die Gedanken tauchen eher einfach auf, sie sind einfach plötzlich da, aber trotzdem sind sie bewusst, und insofern werden sie „gesehen“ - das meintest du wahrscheinlich oder?
Mhh .. und wenn ich Ausschau halte, finde ich gerade nichts, außer Gedanken.
Ganz genau, es gibt hier „NICHTS“ zu holen. DESWEGEN sind wir hier.. ;)
Das hab ich schon fast befürchtet haha .. aber warum hast du „NICHTS“ groß geschrieben?
Such nach dem, was etwas haben möchte. Wo ist der „Holer“? Wo und was ist das, was einen Vorteil sucht?
Manchmal gelingt das Nachschauen dabei besser, manchmal schlechter. Jedenfalls war es oft so, dass gesehen wurde, dass es sozusagen nichts gibt, was das „haben wollen“ bzw diese Vorteilssuche des „ichs“ stützt. Wenn dieses sehen von „niemanden kümmerts“ da war, dann hat das sozusagen den Druck rausgenommen.
Das kam im übrigen auch in letzter Zeit mal ohne explizites Nachschauen vor, auch schon bevor du die Aufgabe gestellt hattest – aber meistens natürlich wenn ich nachgeschaut habe.
Kannst du jemanden finden, dem die Traurigkeit gehört, der traurig ist? Oder ist da einfach nur Traurigkeit... (Wenn sie grade nicht da ist, kannst du das mit jeder anderen Emotion machen..)
Also, ich hab festgestellt, dass die Identifikation mit den Emotionen, also diese Interpretation, dass das irgendwie „meine“ Gefühle sind schon sehr stark war. Aber in der direkten Erfahrung finde ich niemanden dem das gehören kann. Der jemand und das gehören ist alles in den Gedanken.
Übrigens, hab das Gefühl als würde sich diese Frage für mich ganz gut eignen, wenn Emotionen auftauchen – werde dann immer wieder nachschauen! :-)
Es ist schon Freiheit, wenn nichts mehr geglaubt wird (werden muss), wenn diesen Ergeben in das „Nichtwissen“ passiert..
Ist dieses Ergeben in das Nichtwissen gleichbedeutend mit durchs Tor gehen/die Ich-Illusion zu durchschauen?
Wann immer es in den Sinn kommt, bei Tätigkeiten, beim ruhig sitzen, wenn Emotionen auftauchen, wo auch immer, schau nach, ob da irgendwo eine Trennung ist, ob es irgendetwas gibt, was diese Vorkommnisse erfährt...
Eben beim Spazierengehen war es für einige Momente wieder so erstaunlich, weil es so simpel war: die Dinge sind einfach nur da, wie zum Beispiel die Häuser, die Autos, die Türklinge beim Tür aufmachen, ohne dass sie etwas brauchen, was sie wahrnimmt. Generell versuch ich das also umzusetzen. Auch hier würde ich sagen, mal gelingt es besser, mal schlechter. Und gestern hatte ich da auch noch eine kleine Einsicht zu – undzwar hab ich gemerkt, dass es die Annahme gibt, dass das „Ich“ zwar nicht „in echt existiert“ aber in den Gedanken gibt es das irgendwie doch (also das war die Annahme).


Ich wollte dir übrigens ein zwei Sachen erzählen. Undzwar hatte ich den Eindruck, dass ich in letzter Zeit, oder die letzten Tage irgendwie sehr unkonzentriert war, und es mir schwerer fiel als vorher in der direkten Erfahrung nachzuschauen. Und irgendwie hatte ich auch oft so ein Gefühl von Erschöpfung und „Kein Bock mehr“ - jetzt nicht auf LU bezogen, sondern dann in dem Moment. Ich weiß nicht ob das relevant ist, aber ich wollte dir das mal schreiben und mal hören, ob du dazu ein Kommentar hast oder so :)
Und was ich dir noch erzählen wollte war von einem Spaziergang gestern. Ich bin so übers Feld gegangen und hab versucht bei der direkten Erfahrung zu bleiben und auf einmal kam so ein Gefühl auf von „ich bin allein im Universum“, oder besser gesagt, es fiel die Idee weg, dass es noch andere Bewusstseins gibt, außer dem was gerade die Welt wahrnimmt. Aber es gab immer noch die Perspektive, dass ein bewusstes etwas, etwas anderes wahrnimmt, oder so in der Art. Aber vielleicht hast du ja auch dazu was zu sagen, ob das einfach nur ne Einbildung war und mal passieren kann, oder ob das vielleicht doch mehr in die „richtige“ Richtung ging als ich dachte :-)

So viel zu meinen Antworten. Manchmal will ich einfach der Abrundung halber am Ende doch ne Grußformel schreiben haha, aber wir haben uns ja drauf geeinigt das nicht zu tun. Von daher: Bin gespannt auf deine Antworten, oder eher auf deine Kommentare und Fragen :)

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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby Barb » Wed Nov 07, 2018 12:28 pm

Die Gedanken tauchen eher einfach auf, sie sind einfach plötzlich da, aber trotzdem sind sie bewusst, und insofern werden sie „gesehen“ - das meintest du wahrscheinlich oder?
Genau ;)
Mhh .. und wenn ich Ausschau halte, finde ich gerade nichts, außer Gedanken.
Gibt es überhaupt irgendetwas zu finden außer das Gesehene, das Gehörte, das Gespürte, das Gerochene, das Geschmeckte und Gedanken?
Wenn dieses sehen von „niemanden kümmerts“ da war, dann hat das sozusagen den Druck rausgenommen.
Das kam im übrigen auch in letzter Zeit mal ohne explizites Nachschauen vor, auch schon bevor du die Aufgabe gestellt hattest – aber meistens natürlich wenn ich nachgeschaut habe.
Sehr gut, je öfter man schaut, desto mehr wird es zur Gewohnheit, zum Selbstläufer..
Was ist Druck in DE?
Ist dieses Ergeben in das Nichtwissen gleichbedeutend mit durchs Tor gehen/die Ich-Illusion zu durchschauen?
Das kannst du mir dann sagen :)
Und gestern hatte ich da auch noch eine kleine Einsicht zu – und zwar hab ich gemerkt, dass es die Annahme gibt, dass das „Ich“ zwar nicht „in echt existiert“ aber in den Gedanken gibt es das irgendwie doch (also das war die Annahme).
Und was haben Gedankeninhalte mit der DE gemeinsam? Wie real sind Gedankeninhalte?
Ich wollte dir übrigens ein zwei Sachen erzählen. Undzwar hatte ich den Eindruck, dass ich in letzter Zeit, oder die letzten Tage irgendwie sehr unkonzentriert war, und es mir schwerer fiel als vorher in der direkten Erfahrung nachzuschauen. Und irgendwie hatte ich auch oft so ein Gefühl von Erschöpfung und „Kein Bock mehr“ - jetzt nicht auf LU bezogen, sondern dann in dem Moment.
Das kann schon vorkommen, mal geht’s „besser“, mal „schlechter“.. Einfach entspannen, so gut es eben gerade geht :)
Und was ich dir noch erzählen wollte war von einem Spaziergang gestern. Ich bin so übers Feld gegangen und hab versucht bei der direkten Erfahrung zu bleiben und auf einmal kam so ein Gefühl auf von „ich bin allein im Universum“, oder besser gesagt, es fiel die Idee weg, dass es noch andere Bewusstseins gibt, außer dem was gerade die Welt wahrnimmt. Aber es gab immer noch die Perspektive, dass ein bewusstes etwas, etwas anderes wahrnimmt, oder so in der Art. Aber vielleicht hast du ja auch dazu was zu sagen, ob das einfach nur ne Einbildung war und mal passieren kann, oder ob das vielleicht doch mehr in die „richtige“ Richtung ging als ich dachte :-)
Ich kann nichts interpretieren, was du erlebst.. Es sind ja schon deine Gedanken und Worte dazu Interpretationen, die die DE nicht beschreiben können (erinnere dich an die Übung mit der Frucht..) Welche ist die „richtige“ Richtung? Wo ist dasjenige in DE zu finden, dass nichts „falsch“ machen möchte?

Probiere es mal mit Klängen aus. Halte ein paar Minuten inne und lausche aufmerksam allen Geräuschen, die im Moment wahrzunehmen sind.
Wo passiert Hören? Achte auf entfernte Geräusche. Wo befindet sich der Hörende jetzt? Finde mit geschlossenen Augen heraus, ob es eine Grenze zwischen hier und dort gibt. Ist es möglich, sie zu definieren? Machst du das Hören, oder passiert es einfach? Gibt es einen Hörenden, getrennt vom Hören und dem, was gehört wird?

:)
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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby beaucoup » Thu Nov 08, 2018 11:30 am

Hey du, bei mir dauerts noch was :-) Melde mich mit meinen Antworten heute abend oder morgen früh. Schönen Tag dir. :)

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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby Barb » Thu Nov 08, 2018 11:57 am

Hi! Ist o.k. dir auch einen schönen Tag! :)
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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby beaucoup » Fri Nov 09, 2018 11:38 am

There we go …
Gibt es überhaupt irgendetwas zu finden außer das Gesehene, das Gehörte, das Gespürte, das Gerochene, das Geschmeckte und Gedanken?
In letzter Zeit hatte ich eine handvoll Male so Momente, in denen so ein Gefühl von Leere und von „nichts außer das hier“ aufkam. Weswegen ich das schreibe ist, weil ich anfangs total gemerkt habe, wie diese Erfahrungen eine Erwartung erzeugt haben, wie es sein müsste zu sehen, dass da nichts außer dem ist. Und diese Erwartung hat mich glaube ich anfangs daran gehindert, ganz nüchtern nachzuschauen.
Aber wenn ich jetzt mal ganz unvoreingenommen nochmal gucke .. nein – nicht wirklich. Natürlich gibt es in den Gedanken so allerlei Dinge die angeblich zu finden sind, aber die gibt es eben nur in Gedanken. In der direkten Erfahrung kann ich nichts finden, was nicht entweder gedacht, gesehen, gehört, gespürt oder geschmeckt/gerochen wird.

Was ist Druck in DE?
Gedanken, die beinhalten, dass irgendetwas unbedingt verändert werden sollte, bzw. das irgendetwas unbedingt erreicht oder gefunden oder erkannt werden sollte.

Und was haben Gedankeninhalte mit der DE gemeinsam? Wie real sind Gedankeninhalte?
Gedankeninhalte und DE haben wenig gemeinsam – irgendwie sind es zwei völlig verschiedene Ebenen, bzw. sie haben ne total andere Qualität. Man könnte sagen, sie haben nicht wirklich was miteinander zu tun.
Außerdem hab ich gemerkt, dass es aber immer so eine latente Überzeugungen gibt, dass die Gedanken etwas in der DE repräsentieren. Aber, dass was sie angeblich repräsentieren kann ich außerhalb der Gedanken nicht finden.

Aber irgendwie hab ich auch das Gefühl, dass es mir gerade noch nicht gelungen ist tief genug in die direkte Erfahrung zu gehen. Ich merke zb wie immer wieder Gedankenfantasien und so was auftauchen, die mich ablenken oder so weil ich in irgendeiner Form dann doch ihren Inhalten verfalle.

Welche ist die „richtige“ Richtung? Wo ist dasjenige in DE zu finden, dass nichts „falsch“ machen möchte?
Naja, salopp gesagt, bzw erster spontaner Gedanke war: „Richtung Tor“. Aber natürlich war das nur ein Gedanke. So wie so besteht diese ganze Agenda „richtig“ oder „falsch“ nur in Gedanken. Und ich kann dasjenige, das nichts falsch machen will in der DE nirgendwo finden, weder bei den Geräuschen noch den Sehwahrnehmungen oder sonst was.

Ich meine übrigens gemerkt zu haben, beim Nachschauen zu dieser Frage, dass vor allem bei den Körperempfindungen oft noch eine Identifikation mit den Empfindungen
stattfindet, bzw dass sie als meine Körperempfindungen gedeutet werden, oder als die dich ich wahrnehme.


Wo passiert Hören? Achte auf entfernte Geräusche. Wo befindet sich der Hörende jetzt? Finde mit geschlossenen Augen heraus, ob es eine Grenze zwischen hier und dort gibt. Ist es möglich, sie zu definieren? Machst du das Hören, oder passiert es einfach? Gibt es einen Hörenden, getrennt vom Hören und dem, was gehört wird?
Die Geräusche tauchen dort auf wo sie auftauchen. Das „Hören“ ist in der direkten Erfahrung nur das (bewusst) Da-Sein von Geräuschen. Und einen Hörenden kann ich nicht finden – die Klänge sind einfach, ganz von allein. Und mit der Grenze zwischen hier und dort – so richtig kann ich weder ein hier noch ein dort finden. Es gibt zwar so eine Art Lokalisierung, aber keine Grenze zwischen hier und dort – in der DE ist das eher einfach ein Raum und darin tauchen halt die Geräusche auf.


Bin schon gespannt was du schreibst! :-)

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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby Barb » Fri Nov 09, 2018 12:54 pm

Aber wenn ich jetzt mal ganz unvoreingenommen nochmal gucke .. nein – nicht wirklich. Natürlich gibt es in den Gedanken so allerlei Dinge die angeblich zu finden sind, aber die gibt es eben nur in Gedanken. In der direkten Erfahrung kann ich nichts finden, was nicht entweder gedacht, gesehen, gehört, gespürt oder geschmeckt/gerochen wird.
Du hängst anscheinend ziemlich am Kopfkino! Bitte überprüfe für dich selbst ganz ernsthaft und gründlich ob folgendes der Wahrheit und deiner Erfahrung entspricht:
Es existiert nur das was GESEHEN-GEHÖRT-GESPÜRT-GESCHMECKT-GEROCHEN werden kann. Auch das Erscheinen von Gedanken wird wahrgenommen, also ist auch real. Und dann gibt es Gedanken über die direkte Erfahrungen und Gedanken über Gedanken. All das sind schon Gedankeninhalte und haben nichts mit dem was JETZT HIER ist, also der Realität zu tun.
Bitte lies dir das konzentriert durch, kontempliere dann darüber und berichte mir, wie du das siehst.
Was ist Druck in DE?
Gedanken, die beinhalten, dass irgendetwas unbedingt verändert werden sollte, bzw. das irgendetwas unbedingt erreicht oder gefunden oder erkannt werden sollte.
Ich habe gemeint (und auch geschrieben), was ist Druck in der direkten Erfahrung, also wie wird Druck gesehen-gehört-gespürt-gerochen-geschmeckt?

Aber irgendwie hab ich auch das Gefühl, dass es mir gerade noch nicht gelungen ist tief genug in die direkte Erfahrung zu gehen. Ich merke zb wie immer wieder Gedankenfantasien und so was auftauchen, die mich ablenken oder so weil ich in irgendeiner Form dann doch ihren Inhalten verfalle.
Kannst du das Sehen abstellen wenn die Augen offen sind? Das Hören? Kannst du das Spüren-Schmecken-Riechen abstellen? Wahrnehmung ist immer da, direkte Erfahrung ist immer da, was sollte wo hineingehen? Und wie intensiv und tief muss es sein um zu erkennen dass nur DIREKTE ERFAHRUNG da ist? Wie schaut das "ihren Inhalten verfallen" aus?
Es gibt zwar so eine Art Lokalisierung, aber keine Grenze zwischen hier und dort – in der DE ist das eher einfach ein Raum und darin tauchen halt die Geräusche auf.
Was ist der Unterschied zwischen Geräuschen und Gedanken?
Ich meine übrigens gemerkt zu haben, beim Nachschauen zu dieser Frage, dass vor allem bei den Körperempfindungen oft noch eine Identifikation mit den Empfindungen
stattfindet, bzw dass sie als meine Körperempfindungen gedeutet werden, oder als die dich ich wahrnehme
.

Hier ist noch eine etwas tiefere Untersuchung des Körpers für dich. Nimm am besten was zum Notieren mit, und schreibe mit. Beantworte jede Frage einzeln und nimm dir Zeit dafür.
Bitte folge jedem Schritt, lass nichts aus.
Geh nicht zum nächsten Schritt, bis das vorherige gesehen wurde.
Wiederhole die Übung mehrmals.

Stell dich vor einen größeren Spiegel.

1. Schließe zuerst die Augen und fühle die Empfindungen, die als "Körper" bezeichnet werden.
2. Dann öffne die Augen und schaue in den Spiegel, während du immer noch auf die Empfindungen achtest.

Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen und dem Bild im Spiegel? Oder nur Gedanken (und/oder mentale Bilder) die das vorschlagen?

3. Während du immer noch auf die Empfindungen achtest, bewege eine Hand und beobachte die Bewegungen im Spiegel.

Gibt es eine Verbindung zwischen der gefühlten Empfindung ( als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der Bewegung im Spiegel?

4. Nun mach die gleiche Bewegung mit der Hand, aber diesmal schaue direkt auf die Hand, nicht in den Spiegel.


Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen (als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der "Bewegung"? Oder nur Gedanken deuten darauf hin?

5. Nun achte nur auf das Bild im Spiegel.

Sagt das Bild für sich allein aus, dass es "Du" oder "dein Körper" ist?

Sagt das Bild selbst in irgendeiner Weise, dass es überhaupt ein "Körper" ist?

Oder gibt es nur Farben und Formen?


6. Wo der Spiegel endet, können einige Teile des Körpers (wahrscheinlich Beine oder Füße) nicht gesehen werden.

Nur durch das Bild im Spiegel, gibt es irgendein "Wissen" , dass es Beine/Füße geben muss oder nur Gedanken und mentale Bilder, die das vorschlagen?


7. Nun dreh dich weg vom Spiegel und schau nach vorn (schau nicht direkt auf Körperteile).

Gibt es irgendwo einen "Körper" wenn alle Gedanken und Bilder ignoriert werden oder gibt es nur Empfindungen?


8. Beginne langsam zu gehen
.
Gibt es einen " Körper" der läuft oder gibt es nur Empfindungen?

Gibt es überhaupt eine Erfahrung des "Gehens" ? Oder nur GEDANKEN über "Gehen"?

Kann sowas wie "Körper" gefunden werden oder nur Gedanken über einen "Körper"?


Kann so etwas wie "Gehen" gefunden werden?

9. Sind die Empfindungen im Raum lokalisiert , (wie durch den Raum gehen) , ODER gibt es nur eine Vorstellung, die mit "Raum" gelabelt ist und aufsteigende Empfindungen ohne eine Location?

Viel Spaß mit der Übung, bin gespannt was du herausfindest :)
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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby beaucoup » Sat Nov 10, 2018 9:37 am

Es existiert nur das was GESEHEN-GEHÖRT-GESPÜRT-GESCHMECKT-GEROCHEN werden kann.
Stimmt für mich nur fast. Das was gesehen-gehört-gespürt-geschmeckt-gerochen wird ist alles von dem ich weiß, dass es das gibt – alles, was wahrgenommen wird. Ob es mehr gibt oder nicht weiß ich nicht.
Auch das Erscheinen von Gedanken wird wahrgenommen, also ist auch real.
Ja, entspricht meiner Erfahrung – es werden auch Gedanken wahrgenommen.
Und dann gibt es Gedanken über die direkte Erfahrungen und Gedanken über Gedanken.
Diese Kategorien kann ich nicht finden. Also sicher gibt es verschiedenste Gedankenihalte aber zu dieser Unterscheidung: Da würde ich sagen das entspricht nicht meiner Erfahrung.
All das sind schon Gedankeninhalte und haben nichts mit dem was JETZT HIER ist, also der Realität zu tun.
Weil ich oben die Feststellung ja nicht für mich bestätigen können, hab ich aus diesem Satz für mich die Behauptung „Gedankenhalte haben nichts mit dem was jetzt hier ist zu tun“ gemacht. Dazu die Antwort: Es gibt für mich eine Ausnahme: wenn ich ein Objekt angucke, dann gibt es so eine unspezifische Feststellung „das da“ (natürlich nicht verbalisiert), wo ich sagen würde, die hat was mit dem was jetzt hier ist zu tun. Wobei ich mir nicht sicher bin ob dieses „das da“ wirklich ein Gedanke(ninhalt) ist, zumal es bei jedem Objekt irgendwie gleich ist. Und noch etwas, was mich daran zweifeln lässt, dass es wirklich ein Gedanke ist, ist, dass es nur im Zsmhang mit direkten Erfahrungen bzw Objekten auftauchen kann. Aber es kann nicht bei etwas was nicht jetzt hier ist auftauchen. Wenn dieses „das da“ (ist übrigens auch ein schlechter Name, keine Ahnung wie ich das so richtig beschreiben soll) also kein Gedanke(ninhalt) ist, dann würde ich der Aussage oben voll zustimmen.


Ich habe gemeint (und auch geschrieben), was ist Druck in der direkten Erfahrung, also wie wird Druck gesehen-gehört-gespürt-gerochen-geschmeckt?
Also, ich kann dazu zwei Sachen berichten: 1. „Druck“ gibt es in der direkten Erfahrung nicht. Man könnte auch den Zusatz „in der direkten Erfahrung“ weglassen und einfach sagen Druck ist konzeptuell, und insofern gibt es ihn nicht. 2. Dass ich das nicht beim ersten Mal so geschrieben habe lag glaube ich daran, dass ich direkte Erfahrung nicht gleichbedeutend mit Sinneswahrnehmungen interpretiert habe, sondern dachte es geht auch um die Gedanken, die ich zuvor mit Druck umschrieben hatte.



Kannst du das Sehen abstellen wenn die Augen offen sind? Das Hören? Kannst du das Spüren-Schmecken-Riechen abstellen? Wahrnehmung ist immer da, direkte Erfahrung ist immer da, was sollte wo hineingehen? Und wie intensiv und tief muss es sein um zu erkennen dass nur DIREKTE ERFAHRUNG da ist? Wie schaut das "ihren Inhalten verfallen" aus?
Wahrscheinlich haben sich bei meiner vorherigen Antwort wieder Erwartungen eingemischt, dass das Sehen irgendwie spektakulär sein müsste. Jedenfalls kann ich direkte Erfahrung, bzw Sinneswahrnehmungen nicht abstellen. Jedenfalls ist nur direkte Erfahrung da, oder anders gesagt alles was wirklich da ist wird direkt erfahren. Und das ihren Inhalten verfallen ist eigentlich nur die direkte Erfahrung von mentalen Bildern, die für einen gewissen Zeitraum anhält.


Die restlichen Fragen (und vor allem die Spiegelübung) werde ich heute später beantworten. Aber ich dachte mir zu den ersten Fragen kann ich dir ja trotzdem schonmal meine Beobachtungen schicken :-) Aber du kannst natürlich trotzdem auch gerne morgen in einem Rutsch auf alles Antworten, bin aber trotzdem neugierig was du diesmal zu meinen Beobachtungen sagst! Schönes Wochenende :)

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Barb
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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby Barb » Sat Nov 10, 2018 11:44 am

Stimmt für mich nur fast. Das was gesehen-gehört-gespürt-geschmeckt-gerochen wird ist alles von dem ich weiß, dass es das gibt – alles, was wahrgenommen wird. Ob es mehr gibt oder nicht weiß ich nicht.
Ja, so habe ich das auch gemeint :) In Wirklichkeit wissen wir nicht mal ob das real ist.. Könnte ja alles ein Traum oder eine riesige Computersimulation sein, oder? Was ist das einzige, das du mit Sicherheit weißt?
Weil ich oben die Feststellung ja nicht für mich bestätigen können, hab ich aus diesem Satz für mich die Behauptung „Gedankenhalte haben nichts mit dem was jetzt hier ist zu tun“ gemacht. Wenn dieses „das da“ (ist übrigens auch ein schlechter Name, keine Ahnung wie ich das so richtig beschreiben soll) also kein Gedanke(ninhalt) ist, dann würde ich der Aussage oben voll zustimmen.
Wenn du etwas anguckst und „das da“ denkst, ist das halt die Bezeichnung für ein Objekt, das du JETZT siehst, also ein Gedanke über einer direkte Erfahrung. Wenn du Gedanken über nicht anwesende Erfahrungen hast = Gedankeninhalt..

Ich frage dich welche Socken du anhast. Nachschauen – aha, ich habe heute die grauen an oder(_die da_)= Gedanke über direkte Erfahrung. Nachdenken, erinnern, welche du in der Früh angezogen hast = Gedanke über Gedankeninhalt (Erinnerung). In welche Kategorie fällt das „Ich“?
Also, ich kann dazu zwei Sachen berichten: 1. „Druck“ gibt es in der direkten Erfahrung nicht. Man könnte auch den Zusatz „in der direkten Erfahrung“ weglassen und einfach sagen Druck ist konzeptuell, und insofern gibt es ihn nicht. 2. Dass ich das nicht beim ersten Mal so geschrieben habe lag glaube ich daran, dass ich direkte Erfahrung nicht gleichbedeutend mit Sinneswahrnehmungen interpretiert habe, sondern dachte es geht auch um die Gedanken, die ich zuvor mit Druck umschrieben hatte.
Das hatten wir schon mehrmals und die Unterscheidung haben wir ziemlich am Anfang schon gemacht. Beschäftige dich auch mit den vergangenen Aufgaben, vor allem was mit direkter Erfahrung vs. Gedanken und Gedankeninhalten zu tun hat! Lies dir öfter mal deinen Thread durch, schreib dir wichtige Erkenntnisse heraus.

Dieser- DEIN - Prozess hier ist nichts so für nebenbei, du musst wirklich voll und ganz bei der Sache sein, es sollte im Moment das Wichtigste sein.. So nebenbei mal die "Ich-Illusion" durchschauen, die sich Jahrzehnte eingepflanzt hat, sich mit ein paar netten Übungen berieseln lassen, funktioniert nicht! Nur wer ernsthaft dabei ist und genau schaut wird erkennen! Der Drang die Wahrheit um jeden Preis sehen zu wollen muss schon da sein, sonst wird das nichts..

Schreibe irgendwo GROSS hin, wo du es immer sehen kannst:

DIREKTE ERFAHRUNG = SEHEN-HÖREN-FÜHLEN-RIECHEN-SCHMECKEN-WAHRNEHMEN VON GEDANKEN.
Märchenwelt (und somit hier nicht relevant) = ALLE Gedankeninhalte


Dir auch ein schönes Wochenende :)
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beaucoup
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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby beaucoup » Sun Nov 11, 2018 12:29 pm

Hey :-) Erstmal noch zu den restlichen Aufgaben von vorgestern:
Was ist der Unterschied zwischen Geräuschen und Gedanken?
Ich hab lang nachgeschaut und erst kamen zahlreiche Ideen auf, was es für einen Unterschied geben könnte (zB Gedanken finden in meinem Kopf statt, Geräusche nicht, oder Geräusche werden durch Dinge erzeugt, Gedanken nicht etc.) - aber ich konnte keine so richtig bestätigen. Deshalb erstmal eine Gemeinsamkeit die ich feststelle: Beides findet im gleichen „Raum“ statt, bzw. (besser gesagt) findet nicht in zwei verschiedenen von einander getrennten Räumen statt. Eigentlich gibt es auch diese Kategorien „Gedanken“ und „Geräusche“ nicht wirklich. Aber die basieren wahrscheinlich auf der direkten Erfahrung, dass es Erscheinungen (Gedanken) gibt, die qualitativ anders erlebt werden als andere Erscheinungen (Geräusche). Aber trotzdem bleibt diese Kategorisierung ein Konzept.

Jetzt zu der Spiegelübung. Auch für die habe ich mir gestern und heute ordentlich Zeit genommen, und weil ich nicht hetzen wollte und immer wieder von vorne angefangen habe, vor allem wenn ich das Gefühl hatte, etwas gerade nicht richtig zu sehen, bin ich nur bis Punkt 7 gekommen.

Hier mal meine Notizen niedergeschrieben:
Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen und dem Bild im Spiegel? Oder nur Gedanken (und/oder mentale Bilder) die das vorschlagen?
Ich finde keine Verbindung, nur ein paar Gedanken die eine vorschlagen.
Gibt es eine Verbindung zwischen der gefühlten Empfindung ( als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der Bewegung im Spiegel?
Das Spiegelbild der Bewegung ist nicht verbunden mit dem Gefühl der Hand. Im Übrigen habe ich auch notiert, dass das gleiche auch für das Notieren gilt, was ich kurz darauf gemacht habe.

Gibt es eine Verbindung zwischen den gefühlten Empfindungen (als "Hand" bezeichnet) und dem Bild der "Bewegung"? Oder nur Gedanken deuten darauf hin?
Das fiel mir dann etwas schwerer zu sehen. Aber letztlich gibt es auch zwischen dem Bild und der gefühlten Empfindung keine Verbindung. Es ist wie zwei verschiedene Inputs, hab ich noch aufgeschrieben. Und die Lokalisierung der "Hand" ist in den Körperempfindungen viel viel ungenauer. Die Empfindungen alleine würden gar nicht genauen Aufschluss geben über die Form der Hand und ihren ganz genauen Bewegungsablauf.
Sagt das Bild für sich allein aus, dass es "Du" oder "dein Körper" ist?

Sagt das Bild selbst in irgendeiner Weise, dass es überhaupt ein "Körper" ist?

Oder gibt es nur Farben und Formen?
Nichts sagt mir, dass es "mein Körper" ist. Und ich konnte auch sehen, dass Ich nicht das Spiegelbild bin. Es hat sich angefühlt als würde ich einen anderen Körper angucken. Und es gab Momente in denen es sehr eigenartig war, nicht mit dem Spiegelbild bzw dem was mich da im Spiegel anguckt identifiziert zu sein. Und als ich dann zur nächsten Frage, also ob es überhaupt ein Körper ist, gegangen bin konnte ich auch sehen, dass auch das konzeptuell ist und da eigentlich gar keine Einheit "Körper" im Spiegelbild ist. Stattdessen wie du gesagt hast, Farben und Formen. Wobei vor allem im "Gesicht" die Farben und Formen so ein komplexes Zusammenspiel bilden, dass es mir da nicht so leicht war das zu sehen, wie beim Rest des Körpers.
Nur durch das Bild im Spiegel, gibt es irgendein "Wissen" , dass es Beine/Füße geben muss oder nur Gedanken und mentale Bilder, die das vorschlagen?
Das Spiegelbild sagt nichts über Beine oder Füße - also nur anhand dessen weiß man nicht, dass es sie gibt oder geben muss. Wenn ich still stand, war es ein bisschen so, als wär mein Spiegelbild ein Pappaufsteller ohne Beine.
Gibt es irgendwo einen "Körper" wenn alle Gedanken und Bilder ignoriert werden oder gibt es nur Empfindungen?
Ja es gibt nur Empfindungen, habe ich aufgeschrieben. Aber das war mir noch nicht deutlich genug (und es hat lange gebraucht hierhin zu kommen). Deshalb bin ich noch nicht über diese Frage hinaus gegangen und habe noch nicht den Rest untersucht.

Gleich werde ich mir aber nochmal ordentlich Zeit nehmen und versuchen ob ich weiter komme und auch die letzten beiden Sachen sehen kann.


So, un jetzt zu dem von Gestern:
Wenn du etwas anguckst und „das da“ denkst, ist das halt die Bezeichnung für ein Objekt, das du JETZT siehst, also ein Gedanke über einer direkte Erfahrung. Wenn du Gedanken über nicht anwesende Erfahrungen hast = Gedankeninhalt..
Okay, jetzt ergibt diese Unterscheidung mehr Sinn. Und von Gedanken über Gedanken würde ich letztlich sagen, dass sie nichts mit dem zutun haben was JETZT HIER ist. Und die Gedanken über die direkte Erfahrung sind natürlich nicht annähernd gleichbedeutend mit der direkten Erfahrung, aber da sie sie zum Inhalt haben, könnte man zumindest sagen, dass sie ein bisschen was mit denen zu tun haben. Wobei ja letztlich die Einheiten, die die Gedanken beinhalten (zum Beispiel das "Das" in "Das da") nicht wirklich in direkter Erfahrung beobachtbar sind. Eher eine Abstraktion aufgrund von Kontrasten etc.
In welche Kategorie fällt das „Ich“?
Das "Ich" fällt ziemlich eindeutig in die Kategorie der Gedanken über Gedankeninhalte (bzw einfach der Gedanken, die sich nicht auf direkte Erfahrungen beziehen, sondern aus der Erinnerung kommen).

Dieser- DEIN - Prozess hier ist nichts so für nebenbei, du musst wirklich voll und ganz bei der Sache sein, es sollte im Moment das Wichtigste sein...
Sorry, wenn ich abgelenkt war. Weißt du - den Großteil meiner Zeit in den letzten zwei Jahren, war ich am Suchen und Suchen und es gab für mich nichts Wichtigeres - aber trotzdem habe ich mich oft mit der Frage auseinandergesetzt, ob ich es genug will. Und ich glaube ehrlich gesagt nicht. Es gibt doch diesen SPruch: Wenn man es nur genug will, oder mehr will als Sauerstoff während man Unterwasser ist, dann passiert es. Deshalb dachte ich immer, ich muss das Feuer nähren. Aber in den letzten Monaten hat diese Haltung etwas nachgelassen. Und ich dachte das durchs Tor gehen braucht zwar absolute Hingabe, aber das bedeutet nicht, dass es ein unbedingter und leidvoller Drang sein muss - eher eine bedingungslose Bereitschaft, oder sogar auch ein absolutes sich der Freude und Freiheit und dem Leben hingeben.
Jedenfalls hat deshalb dieses "verzweifelte" Suchen etwas nachgelassen. Und ich glaube auch, dass durch L.U. das nochmal weniger geworden ist, weil ich zum Beispiel viele Glaubenssätze hinterfragt habe, wie zum Beispiel was passiert, wenn man durchs Tor gegangen ist, was nötig ist dafür etc. Ich glaube also auf jeden fall auch, dass das auch dazu beigetragen hat, dass ich die letzten ein zwei Wochen etwas abgelenkter und unkonzentrieter war. Und gewissermaßen war es bestimmt auch eine Frustration.
Und eine Sache, die mich oft beschäftigt hat: es wird oft vom Drang die Wahrheit zu sehen gesprochen, und du hast es ja auch geschrieben. Ich persönlich habe zwar überhaupt keine Lust, mir irgendetwas vor zu machen und möchte insofern einfach nur absolut ehrlich mit mir und der Welt sein, aber abgesehen davon verspüre ich irgendwie eher den Drang zur Erlösung - einfach den Drang nach Frieden, Freude und Freiheit .. und letztlich auch irgendwie den Wunsch, einfach zu verschwinden.
Und irgendwie gibt es auch immer diesen Konflikt zwischen: man muss es unbedingt wollen, aber andererseits ist jedes wollen hinderlich.

Ich bin jetzt so ausführlich darauf eingegangen, weil ich das irgendwie für den Knackpunkt halte. Weil du hast schon recht, es muss die richtige Motivation da sein, sonst wird das nichts. Aber ich hoffe natürlich auch, dass es vielleicht einen Weg gibt, diese Motivation weiterzuentwickeln, bzw. "das Feuer" so sehr zu nähren, dass es groß genug ist - wenn es das nicht schon ist.


Und es tut mir wirklich leid, wenn ich den Eindruck erweckt haben sollte, das nicht ernst zu nehmen. Ich will wirklich nicht deine Ressourcen verschwenden, wenn ich tatsächlich offensichtlich (noch) nicht geeignet sein sollte. :-) Und ich will an der Stelle auch nochmal sagen, dass mir deine Begleitung hier schon echt viel "genommen" hat - viele Glaubenssätze und Vorstellungen und Erwartungen, und vielleicht auch etwas die Motivation zu Suchen, bzw. den Drang - wobei vor allem Gestern nachdem ich deine Nachricht gelesen habe, das Feuer wieder ziemlich entflammt ist.

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Re: Wer hat diesen Thread erstellt?

Postby Barb » Sun Nov 11, 2018 12:55 pm

Alles Gut! Kein Grund zum entschuldigen :) Ich dachte auch nicht, dass du das nicht ernst genug nimmst, sondern dass wir ein wenig auf die Plauderebene abgerutscht sind, und das liegt aber ganz bestimmt nicht an dir... Wunderbar, dass das Feuer wieder entfacht ist :)

Schön, dass du die Spiegelübung bis jetzt so genau machst, ich werde erst darauf eingehen, wenn sie fertig ist, hast eh noch genug zum Schauen :)

Und ein paar Fragen von vor ein paar Tagen hast du noch nicht beantwortet:

Schau nach beim

-Atmen. Musst du steuern beim Atmen? Ist da ein Atmer?
-Gehen. Koordinierst du die einzelnen Muskel- und Sehnenbewegungen, ist da ein Geher?
-Sehen. Ist da ein Seher?
-Sprechen. Ein Sprecher?
-Denken. Ist da ein Denker?
usw. alles was dir sonst noch auf- und einfällt... oder ist da einfach nur ein fliessender Prozess atmen-gehen-sehen-sprechen-denken.

Ist da irgendwo ein „Ich“ das das alles macht? Und nur für den Fall dass du keines findest, ist da vielleicht ganz eindeutig kein „Ich“? Schau ganz genau!


Beantworte auch hier jede bitte jede Frage einzeln

Wenn es dir zu viel auf einmal ist, dann beantworte die nachdem die Spiegelübung abgeschlossen ist..

Es ist ganz wichtig, dass du bei jeder Übung ganz genau und frisch schaust und nichts aus der Erinnerung/dem Intellekt beantwortest. Und das Allerwichtigste hier ist es immer ganz ernsthaft nach dem Ich Ausschau zu halten. So wie wenn du deine Schlüssel suchen würdest, die du dringend brauchst!

Schönen Sonntag noch! :))
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