Was benennt alle Formen?

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Glueckseligkeit » Mon Nov 12, 2018 8:21 pm

Ich habe also Erwartungen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Sobald diese (von mir oder von anderen) nicht erfüllt werden, bin ich enttäuscht.

Prüfe, ob einfach nur Erwartungsgedanken da sind oder ob es tatsächlich ein "Ich" gibt, das das will, was die Gedanken wollen.

Wenn unzufriedene Gedanken auftauchen, taucht auch gleich ein unzufriedenes Gefühl, ein Unbehagen damit auf, oder?
Entsteht mit diesem Gefühl dann ein "Ich"? Ist ein Gefühl mit dem Glauben verbunden, dass es ein Ich gibt?

Was wäre ein unzufriedener Gedanke ohne die daran angehängte Emotion? Was wäre ein Ich OHNE Emotion? Schau Dir das mal an.
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Glueckseligkeit » Mon Nov 12, 2018 8:29 pm

Ich möchte lernen, mich so zu lieben, wie ich bin.
Ich möchte das Geben lernen, ohne zu Nehmen.

Was erhoffst Du Dir davon, zu lernen, Dich so zu lieben, wie Du bist?
Was steht dagegen, dass es so ist? Mehr als Gedanken und Emotionen?

Wie würde es sich anfühlen, wenn Du Dich so lieben würdest, wie Du bist?
Wenn Du spürst, wie sich das anfühlen würde, dann "nimm" dieses Gefühl :)
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Entdeckerin » Tue Nov 13, 2018 9:43 am

Was wäre ein unzufriedener Gedanke ohne die daran angehängte Emotion? Was wäre ein Ich OHNE Emotion? Schau Dir das mal an.
Es wäre nur ein neutraler Gedanke :-)
Keine negativen Gefühle.
Das Ich existiert gar nicht ohne Emotion. Das Ich wird doch eigentlich nur über Gedankenmuster mit angehängten Emotionen aufrecht erhalten: "ich habe diesen Beruf; ich habe diese Stärken und Schwächen; usw."
Das ist irgendwie erleichternd.
Wenn unzufriedene Gedanken auftauchen, taucht auch gleich ein unzufriedenes Gefühl, ein Unbehagen damit auf, oder?
Entsteht mit diesem Gefühl dann ein "Ich"? Ist ein Gefühl mit dem Glauben verbunden, dass es ein Ich gibt?
Ja, unzufriedene Gedanken und unzufriedenes Gefühl treten miteinander auf.
Beispiel: Gedanke: Ich schaffe meine nächste Klausur nicht!
Gefühl: Angst!
JA, Angst dass ICH es nicht schaffe, weil ICH zu wenig gelernt habe!
Ja, ein Gefühl ist mit dem Glauben verbunden, dass es ein ICH gibt...
Was erhoffst Du Dir davon, zu lernen, Dich so zu lieben, wie Du bist?
Was steht dagegen, dass es so ist? Mehr als Gedanken und Emotionen?
Schau...ich kann erst jemanden lieben, wenn ich mich selbst liebe (d.h. mich mit allen Eigenschaften annehmen)
Die Unzufriedenheit steht dagegen. Wie ich oben herausgefunden habe, stehen unzufriedene Gedanken und Emotionen dagegen. Nicht mehr.
Wie würde es sich anfühlen, wenn Du Dich so lieben würdest, wie Du bist?
Wenn Du spürst, wie sich das anfühlen würde, dann "nimm" dieses Gefühl :)
Dieses Gefühl ist schwer in Worte zu fassen...
Aber jetzt kommen wieder Zweifel: Im Prinzip liebe ich mich ja so wie ich bin, nur die äußeren Umstände machen mich unzufrieden: zu wenig Freiheit in der Beziehung, finanzielle Abhängigkeit, zu wenig Struktur in meinem Leben.

Aber sind das nicht schon wieder (nur) unzufriedene Gedanken mit unzufriedenen Emotionen?
Ich versuche es jetzt mal selbst zu prüfen mithilfe von "The Work by Byron Katie"
Gedanke: "Mein Freund sollte mir mehr Freiheiten einräumen."
1.Ist das wahr? Ja.
2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist? Nein.
3. Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst? Ich fühle mich eingeengt und nicht fähig mehr Verantwortung zu übernehmen, es kommt zu Diskussionen zwischen meinem Freund und mir.
4. Wer wärst du ohne den Gedanken?
Glücklich und zufrieden.

Umkehrung des Gedanken:
"Ich sollte mir mehr Freiheiten einräumen."
"Ich sollte meinem Freund mehr Freiheiten einräumen."
"Mein Freund sollte mir nicht mehr Freiheiten einräumen."

Das war jetzt nur eine Technik, die ich schon Mal genutzt habe. Sag ruhig, wenn das hier unangebracht ist.

Liebe Grüße :-)

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Entdeckerin » Wed Nov 14, 2018 10:36 am

Neue Beobachtung:
Jemand interpretiert falsch, was ich ihm gesagt habe und gibt quasi die Unwahrheit an einen Dritten weiter.
In so einem Moment könnte ich laut losschreien vor Wut.
Bevormundet zu werden löst auch Wut in mir aus.

Daraufhin folgen fast immer Kurzschlussreaktionen meinerseits, was ich im Nachhinein schon oft bereut habe...

Das musste ich mir jetzt mal von der Seele schreiben :-)

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Glueckseligkeit » Sat Nov 17, 2018 1:01 pm

Das Ich existiert gar nicht ohne Emotion. Das Ich wird doch eigentlich nur über Gedankenmuster mit angehängten Emotionen aufrecht erhalten: "ich habe diesen Beruf; ich habe diese Stärken und Schwächen; usw."
Das ist irgendwie erleichternd.

Ja, eine Emotion. Aber irgendetwas muss dieser Emotion "Leben" einhauchen, Bewusstsein bzw. Aufmerksamkeit geben? Was ist das? Wenn da eine Ich-Emotion ist, was beobachtet diese?

Ja, unzufriedene Gedanken und unzufriedenes Gefühl treten miteinander auf.
Beispiel: Gedanke: Ich schaffe meine nächste Klausur nicht!
Gefühl: Angst!
JA, Angst dass ICH es nicht schaffe, weil ICH zu wenig gelernt habe!
Ja, ein Gefühl ist mit dem Glauben verbunden, dass es ein ICH gibt...


Damit die Angst, es nicht zu schaffen wichtig wird, muss zuerst geglaubt werden, dass "Erfolg in Klausuren" WICHTIG ist. Das, was als Wichtigkeit ganz oben liegt und offensichtlich ist, ist selten das eigentlich Wichtige. Was wäre eine Klausur einfach nur als Klausur und ohne besondere Bedeutung?


Schau...ich kann erst jemanden lieben, wenn ich mich selbst liebe (d.h. mich mit allen Eigenschaften annehmen)

Was bedeutet das, "sich selbst lieben"? Ist das ein Handeln? Oder eine Emotion wie das Ich auch?
Wer glaubt, dass Selbstliebe wichtig ist? Und was wärst Du ohne diesen Gedanken?
Existierst Du mehr, wenn Du Dich liebst? Oder bist Du so oder so da?

Zu Byron Katie... Du kannst die Instrumente nutzen, die Du magst.

emand interpretiert falsch, was ich ihm gesagt habe und gibt quasi die Unwahrheit an einen Dritten weiter.
In so einem Moment könnte ich laut losschreien vor Wut.
Bevormundet zu werden löst auch Wut in mir aus.

Daraufhin folgen fast immer Kurzschlussreaktionen meinerseits, was ich im Nachhinein schon oft bereut habe...

Dir ist es also wichtig, was andere über Dich denken? Wie ginge es Dir, wenn es Dir nicht wichtig wäre, was andere über Dich denken? Wie würde es sich anfühlen, wenn es gar kein "Ich" gäbe, das man verteidigen muss?
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Entdeckerin » Sun Nov 18, 2018 5:24 pm

Ja, eine Emotion. Aber irgendetwas muss dieser Emotion "Leben" einhauchen, Bewusstsein bzw. Aufmerksamkeit geben? Was ist das? Wenn da eine Ich-Emotion ist, was beobachtet diese?
Mein Leben wird von ihr beobachtet und bewertet. Antrainierte Werte wie Erfolg, Prestige, Reichtum, Ehre usw. werden versucht aufzupolieren durch entsprechende positive oder negative Ich-Emotionen.
Gibt es eine Unbewusstheit, die der Ich-Emotion Leben einhaucht? Quasi das Gegenteil von reinem Bewusstsein, das ich noch nicht erlebt habe? Oder eine Identifikation mit der Ich-Emotion, die dazu führt, dass ich glaube diese Ich-Emotion zu sein?
Was wäre eine Klausur einfach nur als Klausur und ohne besondere Bedeutung?
Ein Wort, eine Beschäftigung, eine Überprüfung...

Was bedeutet das, "sich selbst lieben"? Ist das ein Handeln? Oder eine Emotion wie das Ich auch?
Wer glaubt, dass Selbstliebe wichtig ist? Und was wärst Du ohne diesen Gedanken?
Existierst Du mehr, wenn Du Dich liebst? Oder bist Du so oder so da?
Liebe ist allumfassend. Sie bedeutet vollkommene Hingabe ohne etwas zu erwarten...
Sich selbst zu lieben ist ein Zustand. Viele Menschen glauben das. Nur so ist es möglich anderen Liebe zu schenken. Sonst könnte ich mein Leben ja einfach ausschalten, wenn ich das Leben selbst nicht lieben/schätzen würde...
Eine grundlegende Liebe ins Leben/ins Lebendige ist erforderlich damit der Überlebensinstinkt der Lebewesen überhaupt Sinn macht.
Dir ist es also wichtig, was andere über Dich denken? Wie ginge es Dir, wenn es Dir nicht wichtig wäre, was andere über Dich denken? Wie würde es sich anfühlen, wenn es gar kein "Ich" gäbe, das man verteidigen muss?
Ja leider musste ich feststellen, dass es mir in manchen Situationen wichtig ist, was bestimmte Menschen über mich denken. Genau das schafft Leid. Wenn es mir nicht wichtig wäre, könnte ich das Leben nach Normen und Regeln sein lassen, würde wahrscheinlich aber auch meine Beziehung verlieren, da ich die große Freiheit aufsuchen würde. Wenn ich nichts verteidigen muss, gibt es auch keine Grundlage für Streit=Leid.
Ich würde alles so hinnehmen wie es ist, ohne eine Emotion anzuhängen.

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Glueckseligkeit » Mon Nov 19, 2018 4:22 pm

Gibt es eine Unbewusstheit, die der Ich-Emotion Leben einhaucht? Quasi das Gegenteil von reinem Bewusstsein, das ich noch nicht erlebt habe? Oder eine Identifikation mit der Ich-Emotion, die dazu führt, dass ich glaube diese Ich-Emotion zu sein?

Was stellt diese Fragen? Bewusstsein? Unterbewusstsein? Was verursacht, bzw. initiiert diese Fragen? Ist es nur ein gedanklicher Wunsch oder ein gedanklicher Anspruch, der diese Fragen stellt, um durch eine Antwort ein Ziel X zu erreichen? Was ist das Ziel? Hast "Du" einen Einfluss darauf, welche Fragen kommen? Oder passiert das einfach, weil die Gedanken sich immer wieder selbst triggern?

Was denkt den ganzen Tag die Gedanken? Woher kommen sie und wohin gehen sie?

Liebe ist allumfassend. Sie bedeutet vollkommene Hingabe ohne etwas zu erwarten...

Woher kann der Verstand wissen, ob es allumfassende Liebe gibt, wenn er es noch nie erlebt hat? Woher kann der Verstand wissen, dass Liebe vollkommene Hingabe ohne etwas zu erwarten, ist, wenn der Verstand in dem Moment verschwindet, wenn dies eintritt?

Eine grundlegende Liebe ins Leben/ins Lebendige ist erforderlich damit der Überlebensinstinkt der Lebewesen überhaupt Sinn macht.

Der Überlebensinstinkt macht nur in einer Welt Sinn, in der es Leben und Tod gibt. Oder? Der Überlebensinstinkt existiert bei allen Lebewesen in dieser Welt. Hat das etwas mit Liebe zu tun? Überlebensinstinkt macht Sinn, um körperlich zu überleben. Hat das etwas mit Liebe zu tun? Braucht es wirklich Liebe dazu? Der Sinn selbst ist das Überleben.

Ja leider musste ich feststellen, dass es mir in manchen Situationen wichtig ist, was bestimmte Menschen über mich denken. Genau das schafft Leid.

Wenn es Leid schafft, weshalb ist es Dir dennoch wichtig, das kontrollieren zu wollen, was andere über Dich denken? Was ist der größte Anspruch/Wunsch hinter diesem Verhalten?

Wenn es mir nicht wichtig wäre, könnte ich das Leben nach Normen und Regeln sein lassen, würde wahrscheinlich aber auch meine Beziehung verlieren, da ich die große Freiheit aufsuchen würde.

Musst Du Schauspieler sein und Deine Intentionen unterdrücken, damit eine Beziehung aufrecht erhalten bleibt? Wie sähe die große Freiheit aus? Wie fühlt sie sich an?

Wenn ich nichts verteidigen muss, gibt es auch keine Grundlage für Streit=Leid.
Ich würde alles so hinnehmen wie es ist, ohne eine Emotion anzuhängen.

Wäre das Hinnehmen dann Leid? Und Emotionslosigkeit? Ist das erstrebenswert?

Wenn Du Dir irgendeine Rolle heraussuchen könntest, welche wäre das?
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Entdeckerin » Mon Nov 19, 2018 9:49 pm

Was stellt diese Fragen? Bewusstsein? Unterbewusstsein? Was verursacht, bzw. initiiert diese Fragen? Ist es nur ein gedanklicher Wunsch oder ein gedanklicher Anspruch, der diese Fragen stellt, um durch eine Antwort ein Ziel X zu erreichen? Was ist das Ziel?
Ich weiß es nicht...
Hast "Du" einen Einfluss darauf, welche Fragen kommen? Oder passiert das einfach, weil die Gedanken sich immer wieder selbst triggern?
Es passiert einfach...Ich habe keinen Einfluss welche Gedanken kommen.
Was denkt den ganzen Tag die Gedanken? Woher kommen sie und wohin gehen sie?
Ein Bewusstsein. Sie entstehen im Geist und werden wieder verdrängt/verschoben, aber nie vergessen...ähnlich wie mit Erinnerungen. Das sind auch nur Gedanken.
Woher kann der Verstand wissen, ob es allumfassende Liebe gibt, wenn er es noch nie erlebt hat? Woher kann der Verstand wissen, dass Liebe vollkommene Hingabe ohne etwas zu erwarten, ist, wenn der Verstand in dem Moment verschwindet, wenn dies eintritt?
Durch Erfahrungsberichte von Menschen, die "erleuchtet" sind.
Der Überlebensinstinkt macht nur in einer Welt Sinn, in der es Leben und Tod gibt. Oder
Ja :-)
Hat das etwas mit Liebe zu tun? Überlebensinstinkt macht Sinn, um körperlich zu überleben. Hat das etwas mit Liebe zu tun? Braucht es wirklich Liebe dazu? Der Sinn selbst ist das Überleben.
Nein, nicht jeder empfindet Liebe. Trotzdem ist der Überlebensinstinkt in uns Menschen tief verankert. Manchmal komme ich mir programmiert vor. Wie in der Serie "West World", wenn Dir das etwas sagt :D Zumindest das mit den Gedanken ist irgendwie unheimlich. Sie tauchen ohne Vorwarnung und oft komplett aus dem Kontext gerissen auf.
Wenn es Leid schafft, weshalb ist es Dir dennoch wichtig, das kontrollieren zu wollen, was andere über Dich denken? Was ist der größte Anspruch/Wunsch hinter diesem Verhalten
Leid schafft wiederum Leid. Wie eine Teufelsspirale. Ich bin quasi süchtig danach geworden, mir immer wieder psychisches Leid zuzuführen. Ganz schön verwirrend. Aber so ist es momentan... Mein Anspruch ist zu Gefallen. Der Wunsch ist, von Familie, Partner und engen Freunden gemocht und geachtet zu werden, indem ich verschiedene Leistungen erbringe.
Musst Du Schauspieler sein und Deine Intentionen unterdrücken, damit eine Beziehung aufrecht erhalten bleibt? Wie sähe die große Freiheit aus? Wie fühlt sie sich an?
In meinem Fall leider JA. In speziellen Teilen der Beziehung sind unsere Meinungen so weit auseinander, dass ich mich lieber verstelle, als die Beziehung zu beenden. Freiheit sähe so aus, dass ich mich einfach treiben lassen würde...nicht von Gedanken, sondern vom Leben selbst...mit Vertrauen in Das, was geschieht. Das Das was im jetzigen Moment IST immer richtig ist....ohne nachzudenken "was ist, wenn..."
Die Freiheit fühlt sich unglaublich gut an. Im Sommer durfte ich kurz "Freiheitslust" schnuppern. Ich packte Zelt und Hund ein und gönnte mir eine zwei wöchige Beziehungspause. Mein Hund und ich fuhren einfach los. Ohne konkretes Ziel. Wo es uns gefiel, zelteten wir. Wir genossen die Natur und ganz besonders morgens von der Wärme der Sonne geweckt zu werden...
Dann ging mir das Geld aus und wir kehrten in die vertraute Ungebung zurück :-( schnell stellte sich wieder der Alltag ein...
Wäre das Hinnehmen dann Leid? Und Emotionslosigkeit? Ist das erstrebenswert
Nein ganz im Gegenteil. Es wäre Freiheit. Emotionslosigkeit ist im gewissen Rahmen erstrebenswert. Eigentlich weiß ich gar nicht so Recht, was Emotionslosugkeit bedeutet...sagst du es mir?
Wenn Du Dir irgendeine Rolle heraussuchen könntest, welche wäre das
Was meinst du mit Rolle in diesem Zusammenhang? Kannst du es mir bitte erklären?

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Glueckseligkeit » Fri Nov 23, 2018 4:14 pm

Hast "Du" einen Einfluss darauf, welche Fragen kommen? Oder passiert das einfach, weil die Gedanken sich immer wieder selbst triggern?

Es passiert einfach...Ich habe keinen Einfluss welche Gedanken kommen.

Was bedeutet das im Kontext mit:

Ich bin quasi süchtig danach geworden, mir immer wieder psychisches Leid zuzuführen. Ganz schön verwirrend. Aber so ist es momentan...

Einerseits schreibst Du, keinen Einfluss auf die Gedanken zu haben. Andererseits schreibst Du, dass Du süchtig danach geworden bist, Dir immer wieder psychisches Leid zuzuführen. Und das ist verwirrend :)

OK. Schauen wir uns das genau an. Leidvolle Gedanken kommen auf. Selbständig. Ohne Kontrolle. Etwas nimmt das wahr und glaubt, sich selbst diese Gedanken "anzutun". Was ist das, was wahrnimmt? Ist Gedanke und Wahrnehmender dasselbe? Oder ist da einfach nur Wahrnehmung, Gedanken tauchen auf und etwas fühlt sich entweder angetriggert von den Gedanken oder eben nicht?

Wie entstehen dann weitere Gedanken, wenn die ersten Gedanken einfach so gekommen sind?

Wende in dem Moment, wo leidvolle Gedanken auftauchen, einfach mal Deinen Blick in die reale Welt. Schau beispielsweise auf einen Nagel in der Wand. Verharre in diesem Hinschauen. Wechsle ggf. die Aufmerksamkeit nochmals zu den Gedanken. Dann wieder zum Nagel. Was stellst Du fest?
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Entdeckerin » Sun Nov 25, 2018 3:44 pm

OK. Schauen wir uns das genau an. Leidvolle Gedanken kommen auf. Selbständig. Ohne Kontrolle. Etwas nimmt das wahr und glaubt, sich selbst diese Gedanken "anzutun".
Ich habe lange keine Antwort darauf gehabt. Plötzlich wird es klar. Es gibt kein "selbst", dass sich irgendetwas antut. Es gibt nur Gedanken. Sie sind oft mit negativen Emotionen wie Angst, Trauer oder Wut behaftet. Ich dachte lange, dass "Lana" diese Gedanken wahrnimmt. Aber es gibt keine eigenständige "Lana". Das ist nur ein Name, der vor Jahren so fest verankert wurde, dass geglaubt wird dies sei eine Persönlichkeit die selbständig handelt fühlt und denkt. Das ist falsch. Es gibt nur die eine Wahrnehmung.
Wie entstehen dann weitere Gedanken, wenn die ersten Gedanken einfach so gekommen sind?
Meist getriggert aus Erlebtem. Um es zu verarbeiten, zu bewerten und zu benennen.
Wende in dem Moment, wo leidvolle Gedanken auftauchen, einfach mal Deinen Blick in die reale Welt. Schau beispielsweise auf einen Nagel in der Wand. Verharre in diesem Hinschauen. Wechsle ggf. die Aufmerksamkeit nochmals zu den Gedanken. Dann wieder zum Nagel. Was stellst Du fest?
Es verändert sich nichts. Da ist und bleibt ein Nagel. Ich kann noch so oft an diesen negativen Gedanken denken, sobald ich meine volle Aufmerksamkeit auf den Nagel richte, ist der Gedanke unreal=weg.

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Glueckseligkeit » Sun Nov 25, 2018 4:17 pm

Ich habe lange keine Antwort darauf gehabt. Plötzlich wird es klar. Es gibt kein "selbst", dass sich irgendetwas antut. Es gibt nur Gedanken.

Ja, genau. :) Kannst Du das ganz klar erkennen oder sind da Restzweifel an dieser Wahrnehmung?

Beobachte genau, welche Gedanken nun automatisch aufkommen, wenn dieses wunderbar befreiende Erkennen da ist... Welche Gedanken, Zweifel und Fragen kommen?
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Entdeckerin » Wed Nov 28, 2018 8:30 am

Ja, genau. :) Kannst Du das ganz klar erkennen oder sind da Restzweifel an dieser Wahrnehmung?
Das kann ich klar wahrnehmen.
Aber was hatte die Gedanken derart wichtig gemacht, gar leidvoll gemacht?
Beobachte genau, welche Gedanken nun automatisch aufkommen, wenn dieses wunderbar befreiende Erkennen da ist... Welche Gedanken, Zweifel und Fragen kommen?
Das befreiende gelassene Erkennen ist da und es kommen viel seltener Gedanken auf. Sie kommen und gehen. Wie ein Fluss der die Gedanken wieder wegreißt. Die Dauer hat sich auch verkürzt.
Es kommen keine Zweifel auf. Es kommen auch keine Storys mehr auf über meine Person.
Es ist wirklich erleichternd. Ich spüre eine natürliche Gelassenheit in mir.

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Entdeckerin » Sun Dec 02, 2018 12:36 pm

Bist du noch da?
Liebe Grüße

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Glueckseligkeit » Sun Dec 02, 2018 4:21 pm

Ja noch da.
Liebe Grüße
Andreas

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Re: Was benennt alle Formen?

Postby Glueckseligkeit » Sun Dec 02, 2018 4:21 pm

Antworte gleich
Liebe Grüße
Andreas


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